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Datenbank - Tauchplätze - Deutschland - Nordrhein-Westfalen - Möhnesee / Taucherbucht



Tauchplätze Deutschland - Nordrhein-Westfalen

Möhnesee / Taucherbucht

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 Datenbank - Tauchplätze - Deutschland - Nordrhein-Westfalen - 3 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 33985
Möhnesee / Taucherbucht
geschrieben am 11.04.2007 von allwettertaucher [CMAS**, 105 TG]

1 von 3 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 0 Usern stimmten diesem Bericht zu.


Tauchen in der Möhne


Dieser Weg, wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer. Es scheint als hätte Xavier Naidoo seinen Song, der unsere Nationalelf jüngst bis ins Halbfinale trug - exakt auf die Talsperre in Delecke zugeschnitten. Und bei genauerem Überdenken fällt auf, das die Möhnetalsperre so wie auch die WM in Deutschland einige Gemeinsamkeiten aufweisen:
Beides verbreitet viel Vorfreude, beides ist sehr „tiefgründig“, beides findet in Deutschland statt – und macht Gänsehaut. Auf seine ganz eigene Art und Weise.



Aber zurück zum Thema.
Die nachfolgenden Seiten sollen informieren, geschichtliches erzählen und neugierig machen. Neugierig auf einen See, der mehr ist als ein großes Loch mit Regenwasser.

Daten und Fakten:
Die Möhnetalsperre, im Folgenden kurz als Möhne bezeichnet, gehört wie auch die Sorpetalsperre, die Hennetalsperre, die Versetalsperre und die Biggetalsperre dem Ruhrverband an. Die Möhne ist mit 135.000.000 m³ Fassungsvermögen die drittgrößte Talsperre dieses Verbandes. Die vier Becken haben zusammen eine Strecke von über 10 km,
die maximale Tiefe beträgt 40m. Die Oberfläche ist insgesamt rund 1016 ha groß,
dass entspricht einer Fläche von 10.160.000 m².



Bau und Einweihung:

Der Bau der Sperre erfolgte von 1908 bis 1913, die Einweihung am 12. Juli noch im Jahr der Fertigstellung.
Zerstörung im Zweiten Weltkrieg:
Ein britischer Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg unter der Leitung von Wing Commander Guy Gibson in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 zerstörte im Rahmen der Operation Chastiste (´Züchtigung´) die Staumauer vollständig. Doch das war schwerer als es zu sein schien, denn um die Abwehranlagen am Stausee zu umgehen mussten speziell für diesen Zweck konstruierte Rotationsbomben an der Avro Lancaster Buster montiert werden. Im Inneren der Staumauer ist bis heute der Nachbau einer solchen Bombe zu bewundern.
Das Funktionsprinzip der Bombe ist so simpel wie genial. Durch Eigendrehung titschen sie wie beim Steine-fletschen von der Wasseroberfläche ab, sprangen über die Abwehrnetze in Richtung Staumauer. Dort schlugen sie nur noch mit geringem Restdruck ein und sanken bis in eine Tiefe von etwa 12m, wo sie dann detonierten. Ab und zu reichte schon eine einzige Bombe, mehrere in kurzer Folge erfüllten den beabsichtigten Zweck jedoch vollends.
So geriet die Staumauer nach und nach in Eigenschwingung, bis ein anfangs kleines Loch entstand, welches sich durch den Druck der Wassermassen schnell auf die unfassbare Größe von 77m x 22m ausdehnte. In der daraus resultierende Flutwelle, die sich bis ins Ruhrtal ergoss, ließen verschiedenen Quellen zufolge bis zu 1600 Menschen ihr Leben. Die Macht der Welle war so gigantisch, dass der letzte Todesfall sich über 100 km von der Staumauer entfernt, in Essen-Steele ereignete. Die meisten Opfer hatte ein Kriegsgefangenenlager ganz in der Nähe der Staumauer zu beklagen. Hier erinnert ein Mahnmal an die über 1200 Toten. Außerdem war ganz Neheim schwer getroffen, dort hatte die Welle des Grauens eine Höhe von über 12 m. Zeitgleich zu diesem schrecklichen Ereignis wurden auf die Edertalsperre so wie die Sorpetalsperre angegriffen. Letztere hielt jedoch stand.

Wiederaufbau und Sanierung:
Weil die Möhnetalsperre bereits bis zum Oktober 1943 wieder aufgebaut wurde, war der Einfluss dieses Angriffes auf die Kriegswirtschaft nicht so nachhaltig wie von den Alliierten erhofft. Die Möhnetalsperre wurde von 1972 bis 1979 saniert.

Schlusswort:
Das war er also jetzt, mein erster Bericht ohne scharfe Anmerkungen, ohne sadistische Randbemerkungen, ohne lustige Sprüche und den von mir so geliebten Wortwitz.
Aber eins hab ich gelernt. Wenn man sich erstmal richtig informiert, Hintergrundwissen erlangt und sich mit verschiedenen Themen beschäftigt, dann lernt man sehr schnell, so wunderbare Plätze wie die Möhnetalsperre zu schätzen, und bringt ihnen auch den damit verbundenen Respekt entgegen. Zumal ich sagen muss, das mir diesmal die investigative Recherche besonders viel Freude bereitet hat.
Bis zum nächsten Mal

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 32189
Möhnesee / Taucherbucht
geschrieben am 01.01.2007 von michele [Padi OWSI, 490 TG]

Der Wasserstand des Möhnesees liegt immer noch mdts. 8 Meter unter normal-schuld daran sind angebliche Instandsetzungen einiger Rohrleitungne die hierzu freigelegt werden mussten und heizu deas wasser abgepumpt wurde-so die Information einer Hoteldirektorin vom Haus Delecke.
Es bietet sich am Einstieg des ehem. Steinbruches ein imposantes Bild -Felsen und Schiefergesteine die man unter normalen Umständen um die 8 Meter betaucht hatte liegen nun frei,so bleiben in der Bucht ca 6-7 Meter Tauchtiefe übrig- (weiter raus aus der Bucht gings dann auch noch bis 16 meter)
Der Einstieg funktionierte auf der gegenüberliegenden Seite am sog.´Dameneinstieg´ bei vorsichtigem Abstieg noch einigermassen problemlos.
Taucher mit schwerer Ausrüstung empfiehlt sich ein Abstieg zum Einstieg mit einem 20 meter Seil.
Dummerweise gab man auch Taucher die sich an dem felsigen Haupteinstieg versuchten die 10 meter bis zum Wasser hinunter zuk kraxeln-ging teilweise derbe schief und sollten vernünftige Menschen nicht machen.
Die Sicht war bei 3 Grad Aussentemperatur und Sonnenschein gegen 12 Uhr mittags einigermassen und lag so um die 3 Meter tw-
Gute Lampe bei niedrigem Sonnestand und warmer Anzug sind von Vorteil!
Wasser Temperatur um 8 grad im Durschnitt
Getaucht wurde am 2. Weihnachtstag 2006
Gruss Michele

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 29352
Möhnesee / Taucherbucht
geschrieben am 28.08.2006 von Euregiotaucher [CMAS, , 310 TG]

2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir haben uns gestern - nachdem letzte Woche Möhne gescheitert ist nocheinmal aufgemacht an den Möhnesee.
Es war etwas ´wenig´ Wasser im See - ich denke das gute 5 - 8 Meter Wasser mehr normalerweise drin sein sollten. Dennoch interessant denn man konnte das ganze nun als Tauchlehrpfad missbrauchen und auch unseren Kindern einmal zeigen was wir so normaler Weise unter Wasser vorfinden.
Im Anschluss daran noch rasch zur Sperrmauer - Besichtigung des ganzen - auch ein sehr imposantes Gemäuer. Rechtzeitig vor dem Unwetter hatten wir das ganze dann aber auch hinter uns gebracht.
Der Möhnesee sieht uns in jedem Fall wieder :-)

Gaststätte Taucherbucht
Gaststätte Taucherbucht

Mal was zu den Parkgebühren - weiteren Eintritt gibt es nicht
Mal was zu den Parkgebühren - weiteren Eintritt gibt es nicht

Wie gesagt - es fehlte an Wasser
Wie gesagt - es fehlte an Wasser

Normal ist´s unter Wasser - hier einmal zum Anschauen über Wasser
Normal ist´s unter Wasser - hier einmal zum Anschauen über Wasser

ob die Höhle auch voll läuft ?
ob die Höhle auch voll läuft ?

Bei wenig Wasser ist das Bergziegen Brevet erforderlich: Hier bin ich dabei
Bei wenig Wasser ist das Bergziegen Brevet erforderlich: Hier bin ich dabei

Auch von oben gesehen: Jede Menge Platz bis unten
Auch von oben gesehen: Jede Menge Platz bis unten

und dann 3 Kilometer weiter: Die Sperrmauer
und dann 3 Kilometer weiter: Die Sperrmauer

Und etwas zu den Füllmöglichkeiten am Möhnesee
Und etwas zu den Füllmöglichkeiten am Möhnesee

und das haben wir dann trocken aus dem Auto heraus mitbekommen:Glück braucht man
und das haben wir dann trocken aus dem Auto heraus mitbekommen:Glück braucht man

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