Basen/Shops Kroatien

Rollis Waterworld, Porec

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 Datenbank - Basen/Shops - Kroatien - 2 Berichte zu diesem Eintrag!

 

Datenbankeintrag 6879
Rollis Waterworld, Porec
Geschrieben am 24.04.2004 von **-diver

3 von 3 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ein Blick auf die Homepage zeigt:

Basis existiert nicht mehr

www.waterworld-diving.de

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Datenbankeintrag 518
Rollis Waterworld, Porec
Geschrieben am 17.05.2001 von Friedrich Koller

11 von 13 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 7 von 8 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Am Freitag den 27.4.01 gings Richtung Süden um nach der viel zu langen Winterpause endlich wieder einmal Pressluft zu atmen und rundherum mediterranes Flair zu genießen.Nach ca. 560 km und 6 Stunden Fahrt von Wien über Graz, Marburg, Ljubljana und Koper fanden wir uns an der Rezeption der riesengroßen Ferienanlage Lanterna, ca. 6 km vor Porec. Die zwei ursprünglich gebuchten Appartments waren uns eigentlich zu klein, da wir, 8 Personen, die Abende gemeinsam auf einer Terrasse verbringen wollten und das war in der Standard-Kategorie nicht möglich, so haben wir einfach auf die nächst höhere Kategorie getauscht. Hier hatte man reichlich Platz, je zwei Schlafzimmer mit Doppelbetten, Küche, Bar, großer Aufenthaltsraum und eine große Terrasse mit Grillmöglichkeit und  direkten Blick aufs Meer.
Das ganze zu einem wirklich kleinen Preis: für 4 Nächte ATS 1.520,-- = DEM 220,-- für das komplette 4er Appartment (eigentlich gibt’s auch noch ein Bett für eine fünfte Person im Aufenthaltsraum). Aber Achtung: in der Hauptsaison zahlt man für die gleiche Leistung weit mehr als das Doppelte! Bis auf einige Untermieter (Tausendfüßler, große Spinnen, Ameisen reichlich und im Bett) und einen nicht funktionierenden Abfluß in der Dusche war die Unterkunft absolut OK. Mehr Infos über die Anlage unter:

Einige Schritte von unserem Appartment entfernt fanden wir im Sportzentrum der Anlage die Tauchschule "Rollis´s Waterworld". Der Inhaber, Roland Kneiske, hat uns schon erwartet, da wir uns per email vorangemeldet haben. Ein Rundgang durch die Basis, ein paar Worte zum Ablauf, ein kurzer Blick aufs Brevet und das obligatorische Ausfüllen des Anmeldeformulars und alle Formalitäten waren erledigt. Tauchsportärztliches Attest und Logbuch wurde von uns nicht verlangt. Während meine Frau Annett und ich die eigene Ausrüstung mitgebracht hatten, mussten sich unsere beiden Gelegenheitstaucher Peter und Heinz die komplette Ausrüstung ausborgen. Anzüge, Automaten und ABC waren in einem sehr guten Zustand, einzig bei einem Jacket war der Inflator kaputt - dieser wurde aber sofort ausgetauscht und es konnte losgehen.

Für den ersten Tauchtag begnügten wir uns mit einem Tauchgang am "Hausriff": Bei einer Maximaltiefe von 10m, einer Temperatur von 15°C und relativ schlechter Sicht sahen wir neben jeder Menge Müll (Autoreifen, Badesandalen, Flaschen) eine recht schöne und große Anemone, viele Seesterne und Seehasen, Nacktschnecken und sehr wenige und kleine Fische (Grundeln, Schriftbarsche).  Nach unseren Schilderungen von diesem Tauchgang entschloss sich der Rest von uns dazu, das vorher geplante Schnuppertauchen doch lieber sein zu lassen! Heinzi hatte vom Tauchen auch schon wieder genug, aber Peter, Annett und ich trugen uns gleich für den nächsten Tag in die Teilnehmerliste für die Ganztagesbootsfahrt mit Mittagessen in Porec ein.

Am Sonntag waren wir dann wie vereinbart um 9.30 Uhr an der Basis. Hier erfuhren wir von Roland, dass das gebuchte Boot nicht gekommen sei und wir nun mit dem Auto nach Vrsar fahren sollten um dort auf das Boot einer anderen Tauchbasis zuzusteigen. Ausserdem hätte an diesem Morgen seine einzige Assistentin gekündigt, daher käme er nur kurz mit und müsse dann sofort wieder zurück zu seiner Basis, um andere Neuankömmlinge zu empfangen. Dies war also nicht gerade Roland´s Glückstag! Jedenfalls haben wir das Tauchzeug in die Autos verladen und sind nach Vrsar gedüst, was ca. 30 Minuten gedauert hat. Dort am Parkplatz angekommen, mussten wir die Ausrüstung wieder in einen Minibus mit Anhänger verladen. Dieser Bus fuhr dann damit 100 m bis zum Tauchboot, auf dem schon ca. 15 andere Taucher seit einer Stunde in voller Montur auf uns gewartet hatten. Also Tauchsachen schnell ins Boot umladen (wieder einmal) und los gings.

Nach ca. 20 min Fahrt, während der wir unsere Ausrüstung zusammengebaut und angelegt hatten, ankerten wir vor einer kleinen Insel. Der Tauchplatz nannte sich Soline/Römer- bucht. Dieser Tauchgang führte uns zu einem kleinen Wrack eines Segelbootes auf  ca. 17 m und anschliessend zu einer Steilwand. Am Wrack hatten wir extrem schlechte Sicht und wir verloren daher leider Peter und seinen ihm zugeteilten Buddy. So tauchten wir zu zweit über eine kurze Sandfläche zur Steilwand, wo die Sicht wesentlich besser war und auch einige Fische zu sehen waren! Als wir nach ca. 35 min. bei der vereinbarten Boje ankamen und uns schon relativ kalt war (Wassertemperatur wieder 15°C) tauchten wir auf. Schnell bemerkten wir, dass wir die einzigen waren, die die Boje gefunden hatten, an der uns das Boot dann aufnehmen sollte. Alle anderen wurden gerade in einiger Entfernung vom Boot aufgenommen bzw. befanden sich schon an Bord. Nach kurzer Zeit kam das Boot dann auch zu uns und wir fuhren zurück nach Vrsar. Dort trafen wir in einer Pizzeria unsere 5 Freunde, die mit dem Mountainbike eine Tour dorthin gemacht hatten.

Nach dem Essen trafen wir uns wieder am Boot und es ging nach Banjole. Diesen Tauchplatz kannte ich schon und ich freute mich darauf, ihn wieder zu besuchen. Auf ca. 14 m gibt’s eine Höhle in die man ca. 5 m hineintauchen kann und gleich daneben eine zweite, durch die man hindurchtauchen kann. Innen ist die Höhle schön mit gelben Krustenanemonen bewachsen. Nach ca. 30 m kann man durch das eingestürzte Höhlendach die Höhle wieder verlassen. Dann taucht man wieder zurück Richtung Ankerplatz und findet im 6 m - Bereich den Eingang zu einer Grotte. Hier wird’s zwar etwas eng aber danach kann man im Inselinneren auftauchen und man sieht durch einen Kamin den strahlend blauen Himmel - echt beeindruckend. Nach insgesamt ca. 35 min. Tauchzeit wurde es wieder recht frisch und wir tauchten zurück zum Boot. Jetzt gings wieder zurück nach Vrsar wo die Ausrüstung wieder zwei mal umgeladen werden musste bevor wir mit dem Auto wieder in unsere Anlage fuhren.
 
Wieder an der Basis angelangt, Ausrüstung gewaschen und aufgehängt, versuchte Roland uns noch zu überreden, am nächsten Tag mitzukommen ans Wrack der Coreolanus. Wir aber hatten uns schon entschieden den Montag mit unseren Freunden zu verbringen und so mussten wir Roland leider enttäuschen.

An diesem Sonntagabend fuhren wir gemeinsam mit den Autos nach Porec, bummelten durch die Altstadt und aßen sehr gut in einem gemütlichen Restaurant unter freiem Himmel. Anschließend tranken wir noch einen Cocktail in einer sehr geschmackvollen Bar, dann gings zurück auf unsere Terrasse, wo wir noch das eine oder andere Bier geleert haben...

Am nächsten Tag fuhren wir gleich nach dem Frühstück los. Es ging wieder über Porec und um den beeindruckenden Limski-Fjord nach Rovinj. Dort schlenderten wir durch die Altstadt und besichtigten dann die auf einem Hügel weithin sichtbar liegende Kirche (Campaniele ?). Anschließend fanden wir durch Zufall das Cafe "Valentino", hier sitzt man direkt am Meer auf Polstern am Felsen und lässt sich bedienen - einfach ein Traum, den sich kein Rovinj-Besucher entgehen lassen sollte. Überhaupt ist Rovinj mit seinen kleinen verwinkelten Gässchen, seinen vielen Geschäften,
Restaurants und Bars jedenfalls einen Besuch wert! Abends, wieder zurück in unserer Anlage, packten wir dann schon unsere Sachen zusammen und am nächsten Tag gings dann wieder zurück nach Wien, gottseidank wie bei der Hinfahrt ohne Staus und längere Grenzwartezeiten!

Fazit: Einen (Kurz-)Urlaub in Istrien können wir echt empfehlen. Über- und Unterwasser wird einem sicher nicht so schnell langweilig. Die Preise sind recht günstig, einzig die Abende und Nächte waren relativ kühl, die Wassertemperatur mit 15°C für wirklich entspannte Tauchgänge zu kalt!

 
 
 

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