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Datenbank - Tauchplätze - Dominikanische Republik - SAMANA - Las Galeras



Tauchplätze Dominikanische Republik

SAMANA - Las Galeras

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 Datenbank - Tauchplätze - Dominikanische Republik - 1 Bericht zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 14210
SAMANA - Las Galeras
geschrieben am 20.08.2003 von Michel [PADI OWD, 180 TG]

7 von 7 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Unsere Reisezeit:
Ende Juli, Anfang August 2003

Beste Reisezeit:
Vermutlich Jan bis. Mrz., dann kann man vom Land aus bis zu 6000 (!) Buckelwale in und vor der Bucht von SAMANA beobachten. Bitte zum Schutz der Tiere auf Bootstouren verzichten!!!

Wetter:
Wechselhaft, wolkenlos bis stark bewölkt, spontane leichte Schauer tagsüber möglich, nachts teilweise starke Regenfälle, Wind eher mäßig

Temperatur:
Tropisch warm, nachts kaum abkühlend

Meer:
In Strandnähe >30 Grad, mal mehr Wellen (vor dem Riff), mal sehr ruhig.
Davon abhängig Strömungsverhältnisse und Tauchmöglichkeiten (s.u.).

Horizontalsicht:
In der Bucht von Las Galeras, bzw. beim Hotel Casa Marina meist eher bescheiden, d.h. von 0,2m (!) bis ca. 7m, je nach Strömung. Grund: Boden besteht aus sehr dünnem Sediment, was leicht aufgewirbelt wird.
Am Tauchplatz "CONTAINER-WRACK" sowie bei "FRONTON" war die Sicht auch eher mittelmäßig, wogegen sie bei "TIBISI" recht gut war. Weitere Tauchplätze habe ich nicht gesehen, jedoch gehört, daß die Sicht bei den flacheren Tauchspots vor der Playa Rincon, also PLAYITA usw. auch eher mittelmäßig gewesen sein soll.
Wohlgemerkt, bei der Wetterlage, welche wir antrafen !!!

Die Bucht ist stark mit Seegrasfeldern durchsetzt, bei Ebbe, Wassertiefe in Strandnähe gerademal hüfttief, beim Seegras noch flacher. Schwimmen ist trotzdem jederzeit möglich, auch für Kinder ideal. Es sind keine Badeschuhe nötig, wenn man sich vom Seegras fernhält (Achtung: gelegentlich Seeigel und kleine Nesseltiere).

Durch den sehr mäßigen Bootsbetrieb und eher geringen Surfer- bzw. Katamarananteil ist das Schnorcheln einigermaßen gefahrlos möglich, jedoch nur etwas für ausdauernde Enthusiasten.
Der Bucht vorgelagert ist ein Saumriff, welches die Brandung wirkungsvoll abhält. Leider beträgt die Entfernung zum Strand mind. geschätzte 800m (!), ist aber bei Ebbe ohne Problem zu erreichen, da man immer wieder zum Ausruhen stehen bleiben könnte. Bei Flut ist`s anstrengender, wg. Gegenströmung und es am Riff (Innenseite) zu unruhig wird.
Tipp: In der Bucht vom Casa Marina an der linken Landzunge bis nach vorne gehen, dort ins Wasser (nur mit Füsslingen) waten bis mind. Knietiefe erreicht ist. Dann bis zu den beiden weißen Bojen schnorcheln, welche die Bootseinfahrt markieren, von dort ist`s nicht mehr weit zum Riff (bei Ebbe gut sichtbar). Dort beginnt auch der atraktivere Teil, nach rechts dem Verlauf der Bucht folgend. Ab der 2. Hälfte kommen Stellen, an denen immer wieder die Brandung durchschlägt und einem schon mal gefährlich nah an die bizarren Elchgeweihkorallen bringen kann.
Je nach dem, wo man schon schnorcheln war, sollte man seine Erwartungen anpassen. Der Mittelmeerurlauber wird evtl. begeistert sein, während ein, von Rotem Meer oder Malediven verwöhnter Schnorchler eher enttäuscht sein könnte. Das gilt auch fürs Tauchen.
Bitte keine großen Fischbestände und tolle bunten Korallen erwarten. Jedoch kann man mit etwas Geduld und Ausdauer, sowie mit dem Blick für`s Kleine so manche Entdeckung machen. Mit etwas Glück begegnen einem kleine Muränen, Schlangenaale, sogar Schildkröten und Adlerrochen (letztere sogar in unmittelbarer Strandnähe im 70cm Wassertiefe !!!), sowie die üblichen karibischen Riff-Fische der flacheren Regionen.
Achtung: Wenn Jungfische zu sehen sind, mal knapp unter der Wasseroberfläche waagerecht schauen, dann sieht man häufig kleinere jagende Hornhechte.

Innerhalb der Bucht gibt es weitere vereinzelte interessante Stellen, z.B. in dem Bereich einer roten Boje mit Fahne. Dort wurden mehrere kleine Korallenblöcke mit Betonrohren kombiniert, als künstliche Riffe. Zwischen roter Boje und o.g. weißen Bojen bzw. der linken Landzunge liegen ein paar hellere, steinige Stellen an denen kleine Schwärme recht zutraulicher Fische (vermutlich durch Anfütterung) anzutreffen sind. Dieser Bereich ist mit Kindern gerade noch so erreichbar (evtl. auf Luftmatratze hinschieben und diese dann an der Boje festbinden).
Im rechten Buchtteil befindet sich das sogenannte "AQUARIUM", ein mit Bojen eingegrenzter Bereich im Flachwasser. Aus der Tatsache, daß das Riff so weit entfernt liegt, versucht sich dort ein Japaner recht erfolgreich unter dem Deckmäntelchen eines fragwürdigen Freiwasserlaboratoriums mit angeblicher Aufsicht eines japanischen Meeresinstituts in einer Abzocke der besonderen Art: Für 10US$ kann man sich (mit Tauchgerät) dort eine Stunde ins Seegras legen oder Schnorcheln und Fische beobachten bzw. gegen zusätzliche 5 US$ mit Fischabfällen füttern. Zu diesem Zweck hat man im Flachwasser einige kleine "Riffe" regelrecht zusammengestellt, wo sich dann auch auf engstem Raum so einiges tummelt. Ganz netter Versuch, aber nicht zu diesem Preis, ganz abgesehen, von der ökologischen Bedenklichkeit.
Jeder Schnorchler, der sich nähert, ohne bezahlt zu haben, wird rigoros herauskomplimentiert, da es sich ja um eine "geschützte Zone" handele.
Mein Tipp: Ab ca. 17:30h ist keiner mehr da, und man kann sich selbst ein Bild machen (und dabei die zahllosen, wg. Überfütterung nicht verzehrten toten Fische sehen).

Zu den Tauchplätzen:
Ich hatte leider nicht die volle Auswahl. Wenn der Wellengang nicht allzu hoch war, wurde meist vormittags hinters Cabo Cabron gefahren > TIBISI und PUERTO MALO. Dort gibt es reizvolle reichhaltig mit Trichterschwämmen und Fächerkorallen bewachsene Steilwände bis ca. 45m abfallend. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten, jedoch wurde mehrfach behauptet, daß es dort für atlantische Verhältnisse sehr schön sei und rund ums Kap die sehenswertesten Spots von SAMANA zu finden seien. Fischbestand war allerdings eher mäßig. Hin- und wieder ein kleiner Barrakuda, 1x sogar eine große Schildkröte. Die Bootsfahrt an der Steilküste ist allerdings allein schon sehenswert. Unbedingt auch mal nicht tauchende Familienangehörige mitnehmen! Mit Glück, wird man sogar von Delfinen begleitet. Die angeblich "spektakulären" Spots TOWER und CATHEDRALE waren mir leider verwehrt.
In der Bucht von Las Galeras gibt es noch ein wenig attraktives WRACK mit wenig Bewuchs bei 15m auf Sandboden (schlechte Sicht). Das Schiff liegt auf dem Rücken, ins Innere wird aus Sicherheitsgründen nicht getaucht. Wer noch nie ein Wrack gesehen hat, sollte sich für diesen TG eintragen. Sehenswert ist das Rifflabyrinth vor PLAYA FRONTON (wetterabhängig). Man taucht bis max. 15m durch kleine Canyons, Durchbrüche, Bögen und Löcher eines Saumriffes, welches einem einsamen Palmenstrand vorgelagert ist. Das Riff selbst scheint zu einem großen Teil aus toten Korallen zu bestehen, entsprechend wenig Fische sind anzutreffen. Dennoch ist es sehr anregend, in ständigem Auf und Ab und Vor und Zurück der Dünung zwischen den bizarren Korallenformationen kreuz und quer hindurchzutauchen.
Nachmittags gab es derzeit nur die Auswahl: PLAYITA, PLAYITA oder PLAYITA. Ich habe mir`s gespart. U.a. hat jeder, der dort war, nicht gerade geschwärmt. Aber dieses Urteil sollte sich jeder selbst machen. Gelobt wurde dagegen von vielen der Ganztagesausflug zu den DUDU-Caves, Süßwasser-Tropfsteinhöhlen, in denen teilweise aufgetaucht werden kann.
Mehr Infos und Bilder dazu

Das Hotel Casa Marina Bay kann bedingungslos wegen seines erstklassischen Preisleistungs-verhältnisses empfohlen werden.
Ideal für Ruhesuchende jeden Alters, Singles, Honeymooner und Familien für die Tauchen nicht die Hauptsache des Urlaubs darstellt


Basenberichte und weitere Links zu Hotel, Bilder und Ausflugstipps

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