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Tauchplätze Sao Tome und Principe

Sao Tome und Principe

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 Datenbank - Tauchplätze - Sao Tome und Principe - 12 Berichte zu diesem Eintrag!

          

Datenbankeintrag 41269
Sao Tome und Principe
geschrieben am 24.02.2008 von Kansas [PADI AWD, 160 TG]

2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 0 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Meine Frau und ich sind gestern aus Sao Tomé zurückgekommen, wo wir auf der Ileu Rolas, sowie im Club Maxel, in Sao Tomé Stadt getaucht haben.

Zunächst einmal zu Rolas: Hier gilt, wer kein Portugiesisch oder zumindest Französisch spricht ist fast verloren. Der deutsche Tauchguide, Oliver König, über den auch in der TAUCHEN vom September 2007 berichtet wurde war nicht mehr da (Wie wir später vom Betreiber des Club Maxel, Jean Luis, erfuhren ist Oliver vor ungefähr einem Monat gestorben). Es waren also nur Portugisisch sprechende Guides da. Entsprechend mangelhaft fielen die Briefings aus: Auch nur auf Anfrage bekam man vor dem Tauchgang einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem knapp in englischer Sprache formuliert stand, was uns unter Wasser erwartete. Absprachen zu Tauchtiefen, -zeiten, Zeichen, Besonderheiten, vernünftige Briefings eben, gab es keine! Wir sind also immer einfach einem der zwei oft lustlosen Tauchguides ohne Briefing hinterhergepaddelt.
Die Tauchgebiete um Rolas sind von den Unterwasserlandschaften her vulkanischen Ursprungs und recht spektakulär. Die Fischvielfalt ist erwartungsgemäß nicht so reich wie z.B. in der Karibik, dem Roten Meer oder Indischen Ozean aber es gibt Unmengen Schwarmfisch.
Noch einige Worte zu den Preisen: Rolas ist verhältnismäßig teuer. Wir hatten Halbpension gebucht, mussten aber noch Unmengen für Getränke, Snacks, Telefon u.ä. blechen. Es gibt auf Rolas keine Alternative zum Hotel. Nur die überall rumliegenden Kokosnüsse konnte man gratis knacken.
Unser Fazit für Rolas: Schönes Tauchgebiet, die Betreuung der Taucher war allerdings mangelhaft, die Insel ist zwar traumhaft gelegen hat kein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis und afrikanische Gefühle kommen dort auch nicht auf. Von der viel gepriesenen Freundlichkeit der Saotomesen bekam man nur wenig zu spüren.

Zum Tauchen auf Sao Tomé selber lässt sich folgendes notieren: Es gibt nur eine offizielle Tauchbasis, den Club Maxel, geleitet von Jean Luis. Was für ein Unterschied zu Rolas! Jean-Luis, ein schon seit Jahren auf Sao Tomé lebender Franzose ist ein echter Enthusiast und Energiebündel. Wer mit ihm taucht bekommt das auf Rolas vermisste Briefing (in gutem Englisch), Jean-Luis sucht für seine Kunden mit viel Engagement nach Highlights unter Wasser und achtet sehr aufmerksam auf seine Schützlinge. Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis!
Es wundert nur, dass Rolas so einen Kontrast zum Tauchen mit Club Maxel darstellt, denn Rolas wird (inzwischen) von Club Maxel betreut. Wahrscheinlich steht und fällt hier Alles mit der Person Jean-Luis.
Letze Worte zur Unterbringung auf Sao Tomé. Wir waren im Marlin Beach Hotel untergebracht. Auch wenn dort z.Zt. umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt werden, ist es die beste Unterbringung, wenn man mit Club Maxel tauchen will. Die Basis liegt nur wenige Fußminuten vom Hotel entfernt. An der Hotelbar treffen sich die auf Sao Tomé lebenden Ausländer und man kann dort so manchen tollen Tip zur Erkundung der Insel aufschnappen.

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Datenbankeintrag 39763
Sao Tome und Principe
geschrieben am 26.11.2007 von Wolfgang [PADI OWD, 85 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Am Freitag, den 17.8.2007 begann unsere Reise nach Sao Tome. Seit wir auf der Expo in Hannover einen Informationsstand über die Insel besucht hatten, liebäugelten wir mit einem Urlaub dorthin und nun war es soweit. Unseren Tauchlehrer Oliver König lernten wir bereits am Flughafen in Frankfurt kennen, denn er wurde extra für uns von Ivory Tours mitgeschickt, da wir (Elternpaar mit drei erwachsenen Kindern – alles Taucher) zu dieser Zeit die einzigen deutschen Tauchgäste waren. Nachdem wir uns glücklich gefunden hatten (Olli:“ Ich bin groß und habe einen Zopf), konnte er direkt viele unserer Fragen zu Land und Leuten beantworten und man merkte ihm schon an, wie sehr er sich auf das Eintauchen in die ihm vertraute Welt freute. Bevor wir aber gemeinsam die Füße auf afrikanischen Boden setzen konnten, musste erst einmal die Odyssee mit der TAP ausgestanden werden. Verspätungen, unfreundlicher Service, die gebotenen Mahlzeiten sind fragwürdig und unterbieten noch so manchen Billigflieger. In Lissabon verbrachten wir 1 ½ Stunden im Bus zum Flugzeug nach Sao Tome ohne jegliche Informationen. Nachdem dann dieser Flieger endlich starten konnte, zeigte sich die TAP in ihren wenig erfolgreichen Bemühungen um so etwas wie Service weiterhin konstant. Am frühen Morgen war es dann vollbracht. Endlich am Zielflughafen angelangt, wurden wir von einem Mitarbeiter von Ivory Tours in Empfang genommen, der uns bei den Einreiseformalitäten half.
Nach einiger Zeit kam dann auch unser Bus, der uns quer über die Insel zum Ablegesteg zur Insel Rolas brachte. Auf dieser Fahrt konnten wir uns dann wunderbar auf die kommenden zwei Wochen einstimmen. Für 54 km brauchten wir über 1 ½ Stunden, obwohl der Fahrer wirklich „Gas“ gegeben hatte. Eine Straße durch den Urwald
mit allem, was man sich vorstellen kann, Asphalt, Schotter, befestigte Erde und einmal ging es auch durch ein Flussbett, da die daneben liegende Brücke nicht mehr befahrbar war. Das klingt zunächst schlimm, war es aber nicht, denn die Landschaft mit ständig neuen Eindrücken war so faszinierend, dass die Zeit sehr schnell verging. Durch die wenigen Dörfer fuhr der Bus übrigens ungebremst, nach dem Motto, rette sich wer kann.

Auf der folgenden zwanzigminütigen Bootsfahrt zur Insel lernten wir dann schon eines der Boote kennen, die wir dann die nächste Zeit für unsere Tauchfahrten nutzten. Dort angekommen wurden wir folkloristisch mit Gesang und diversen Begrüßungsritualen Willkommen geheißen, das Ganze hatte Charme. Wir waren angekommen und fühlten uns sofort sehr wohl.

Unsere Junior Suiten waren gemessen am dortigen Standart in Ordnung, kein Grund zum Klagen. Die großzügige Hotelanlage mit ihrem großen Salzwasserpool ist gepflegt. Das Personal ist außerordentlich nett und zuvorkommend, auch wenn man nur mit portugiesisch punkten kann, englisch ist bei einigen wenigen nur rudimentär vorhanden. Das Essen ist in Ordnung, wobei man sich wünscht, dass frischer Fisch und auch Fleisch nicht stundenlang auf den Wärmevorrichtungen des warmen Buffets zubringen und vor sich hin garen. Olli hatte uns bereits auf der gemeinsamen Reise so gut auf die Mentalität der Leute eingestimmt, dass wir mit dem dortigen Lebensmotto „Leve, Leve“(Langsam, langsam) relativ entspannt umgehen konnten.

Nun zum Tauchen:
Man taucht im Atlantik und ist einer mehr oder weniger starken Dünung ausgesetzt. An das Hin- und Herschaukeln haben wir uns recht schnell gewöhnt, was der persönliche Luftverbrauch dokumentiert. Gleich beim ersten Tauchgang trafen wir eine recht große Schildkröte, einen Schwarm von Trompetenfischen, natürlich wie bei jedem Tauchgang zahlreiche Muränen und auch Oktopusse. Das setzte sich im gesamten Urlaub fort, nahezu jeder Tauchgang wurde ein mehr oder weniger großes Erlebnis. Barrakudas, Drückerfische, riesige Schnapper, einmal ein Ammenhai, große und weniger große Stachelrochen, immer wieder Fischschwärme und eine herrliche Unterwasserlandschaft mit Höhlen, Grotten und riesigen Felsformationen begeisterten uns jedes Mal aufs Neue.

Vor allem hatten wir in Olli einen großartigen Tauchlehrer und Tauchguide, der jede auch noch so weit hergeholte Frage akribisch beantwortete und damit Lücken schließen konnte, die uns vorher nie bewusst waren. Er hat die Tauchbasis gut im Griff und alle Bootsfahrten super organisiert. Den Urlaub mit rundherum Natur pur und fernab von jedem Rummel haben wir sehr genossen und bei der Abreise unserem „großen Bahnhof“ mit Wehmut im Herzen noch lange gewunken. An dieser Stelle besonderen Dank an Simone und Petro, das Animationsteam und natürlich vor allem an Olli.
Wolfgang, Kersten, Sarah, Alexander und Michael




    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 33147
Sao Tome und Principe
geschrieben am 26.02.2007 von Helga [AOWD, 300 TG]

3 von 3 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ich war mit meinem Mann vom 5.1.-19.1.07 zum Tauchen auf Rolas und möchte nur einen kurzen Reisebericht schreiben ohne auf vorhergehende Einträge einzugehen.

Der Flug über Lissabon hat gut geklappt, die Wartepause in Lissabon kann man gut mit einer kurzen Stadtbesichtigung verbinden. Die TAP wird sicher keinen Preis für freundliches Bordpersonal und gutes Essen bekommen - die Bordverpflegung war wirklich an der unteren Grenze.
In Sao Tome wurden wir schon vor der Passkontrolle von Rainer, dem Chef von Ivory tours begrüßt, der auch mit unserem Flieger ankam. Nach der etwas längeren Passkontrolle warteten schon Nicole und Ralle (Tauchguides von Rolas) auf uns - 6 Gäste, Rainer und Olli, den neue Tauchlehrer aus Deutschland. Nach einer kurzen Kaffeepause gings dann 2 Stunden lang mit einem Bus quer über die Insel zur Südküste. Die Fahrt ist schön - tolle Landschaft mit immer neuen Buchten, bizarren Bergen und vielen Kindern neben der Straße.
Danach gings mit einem Boot ca 20 min. übers Meer nach Rolas.
Der Empfang war nett und unkompliziert, die Bungalows sind ganz in Ordnung.
Die Hotelanlage ist sehr großzügig, sauber und gepflegt. Ständig sieht man Gärtner beim schneiden und putzen, Personal ist genug. Im Zentrum ist ein riesiger Salzwasserpool (2500 m²) mit Poolbar und vielen Liegen. Das Personal ist sehr freundlich, nicht immer sehr schnell - was bei der Menge der Gäste nicht wirklich notwendig war - es waren in den 2 Wochen unseres Aufenthalts immer nur zwischen 8 und 14 Gäste im Hotel. (abgesehen von einigen Wochenendgästen am Samstag)
Das Essen war gut und reichlich, zu Mittag konnte man Snacks in der Bar kaufen.
Ein großer Minuspunkt war der sehr unfreundliche portugiesische Hoteldirektor, der seine Gäste weder grüßte noch ansprach und sie am liebsten ignorierte.
Die Insel selbst ist wunderschön mit tollen Sandstränden, Lavaklippen, Blowholes, sehr üppiger tropischer Vegetation und einem winzigen Fischerdorf.
Nun zum Tauchen: Kurz vor der Abreise las ich im Internet, dass die Betreiber der Tauchbasis Mitte Jänner abreisen und die Basis neu übernommen wird. Ich war etwas skeptisch, doch Ralle und Nicole haben uns wirklich sehr nett empfangen und uns noch zu ein paar schönen Tauchgängen begleitet, bevor sie nach einer Woche abreisten. Die Erwartungen an die Tauchplätze waren nach den Beschreibungen im Internet und dem Bericht in ´Unterwasser´ ziemlich hoch - Großfische, Barrakudaschulen bei jedem Tauchgang, ...
Also - ganz so wars nicht. Vor allem am Anfang fehlten mir die Großfische, nach mehreren Tauchgängen haben wir uns an die Unterwasserwelt gewöhnt und eigentlich immer mehr interessante Dinge gesehen. So haben wir dann doch Ammenhaie, Stachelrochen, Barrakudas, Schildkröten, Drückerfische, Igelfische, Schnapper, viele kleine Schwarmfische, Seepferdchen, Krötenfisch, Seehasen und Nacktschnecken gesehen - aber halt nicht immer und sicher nicht in Mengen. Mengen gabs allerdings von Muränen und Oktopussen.
Die Unterwasserlandschaft war sehr beeindruckend - mit riesigen Unterwassertoren, Höhlen und Durchgängen (vor allem beim Tauchplatz Furnas)
Die schönsten Tauchplätze waren Sete Pedras und Pedro da Braga, auch Hierodinho war sehr schön.
Die Organisation der Tauchgänge war in der Zeit wo wir dort waren gut, wir sind praktisch immer zur vereinbarten Zeit ausgefahren.
Die Boote waren in Ordnung, bei uns ist trotz relativ starkem Seegang am Anfang nichts ´Herumgekugelt´. Die Badeleiter hat Olli in der 2. Woche gegen eine längere Leiter getauscht- so war der Ausstieg auch bei stärkerer Dünung kein Problem. Die einheimischen Bootsführer waren durchwegs sehr nett und hilfsbereit. Wir haben uns immer sicher gefühlt.
Der neue Tauchlehrer Olli war (und ist) sehr bemüht und hat auch versprochen, die etwas irreführende Beschreibung im Internet den Tatsachen besser anzupassen.
Obwohl wir sicher ganz gut vergleichen können ( nach Tauchreisen auf die Malediven, Karibik, Burma Banks, Oman, Malaysien und die Philippinen) hat uns auch Sao Tome sehr gut gefallen - es ist halt ein Tauchplatz im Atlantik, der auf den ersten Blick nicht so reich und üppig wie der indische Ozean ist.
Bei der Abreise haben wir uns bereits am Vormittag auf die Hauptinsel bringen lassen und so noch Zeit gehabt, in Sao Tome den Markt (unbedingt!) und den Rest der Stadt zu besichtigen.

Also: Die Insel ist sicher nicht für Gäste geeignet, die High Life, Disco und Nachtleben suchen. Auch Tauchanfänger sind hier nicht unbedingt gut aufgehoben.
Ruhesuchenden Naturliebhabern, die nicht gerne in Rudeln tauchen gehen und um einen Platz am Buffet raufen wollen wird hier allerdings ein wunderschöner Urlaub geboten.

Hoffentlich bleibt´s noch eine Zeitlang so.

Schöne Grüße an Karin und Helmut, Heike und Ralf -unsere Miturlauber und an Nicole, Ralle und Olli.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 32974
Sao Tome und Principe
geschrieben am 17.02.2007 von Roger und Heike

3 von 3 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Unseren 2-wöchigen Tauchurlaub im Pestana auf der Insel Rolas buchten wir bereits im Juni 2006. Eine Anzeige im UNTERWASSER und die Homepage von divingsaotome.de hatten uns inspiriert. Die Buchung über Ivory-Tours klappte problemlos. Ständig auf der Suche nach Reiseberichten lasen wir natürlich auch die vielfach negativen Schilderungen der Gäste, die ebenso wie wir durch die Beschreibungen des Teams von divingsaotome.de neugierig gemacht worden waren. Als Mitte Januar 07 dieses Team das Handtuch warf, war es an der Zeit, sich bei Ivory-Tours über den Fortbestand der Basis zu informieren. Unser mail wurde kurzerhand weiter geleitet an Oliver König, der es übernommen hatte, die Interessen der Gäste für den Reiseveranstalter vor Ort zu vertreten. Umgehend erhielten wir Nachricht von ihm und konnten daher unsere Erwartungen anpassen. Aus diesem Grund waren wir von der Reise nach Sao Tomé keineswegs enttäuscht. Im Gegenteil: Oliver hat uns klasse betreut. Zu einigen Punkten sollte etwas klargestellt werden:
Tauchbetrieb:
Unser Ansprechpartner vor Ort war allein Oliver, der Argentinier Eduardo, angestellt vom Hotel, war für uns nicht zuständig. Sein Jobverständnis können wir nicht beurteilen. Olli hatte sich bereits so gut auf die Mentalität der Einheimischen eingestellt, dass es ihm immer gelang, die Tauchausfahrten zeitgerecht zu organisieren. Und wer Stress, Hektik und Termindruck, denen es im Urlaub ja zu entrinnen gilt, zu Hause lässt, wird nichts zu meckern haben. Auch wurden wir immer zielsicher aus dem Wasser geholt und hatten zusammen mit den Bootsbesatzungen eine Menge Spass.
Boote:
Es ist richtig, dass es Probleme mit defekten Motoren und fehlenden Ersatzteilen gibt. Jedoch das Tauchen von der Yon Gato oder der Rodman aus war absolut kein Problem. Ein Sonnenschutz wäre zwar sicherlich nicht schlecht, aber wir waren wenig Taucher und fanden immer einen Schattenplatz neben den Aufbauten.
Für kurze Ausfahrten mussten auch wir auf den Einbaum ausweichen, was die Freude an den Tauchgängen aber nicht beeinträchtigt hat.
Die Sache mit der Ausstiegsleiter, die offensichtlich monatelang ein Problem dargestellt hatte, hat Oliver innert kurzer Zeit auf einfachste Weise gelöst. Wir sind weder über diese Leiter, noch über Presslufttanks oder anderes Equipment gestolpert. Mit ein bisschen gutem Willen und Nachsicht kann man sich auch auf diesen Tauchbooten wohlfühlen.
Unterwasserwelt:
Unsere zugegebenermassen korrigierten Erwartungen wurden nicht entäuscht. Selten haben wir eine derart imposante Unterwasserlandschaft gesehen. Riesige Felsformationen mit Höhlen und Durchgängen machten die Tauchgänge sehr interessant. Flora und Fauna bewirken sicherlich keine visuelle Reizüberflutung, die wohl einige Taucher an allen tropischen Plätzen der Welt als Selbstverständlichkeit ansehen. Wer jedoch richtig hinschaut, nimmt die Vielfalt der Korallen und Tiere, die wir eigentlich im Atlantik nicht erwartet haben, auch wahr. Gewöhnungsbedürftig ist die ständig präsente Dünung, die der offene Atlantik für die Taucher bereithält, und die Sicht ist deshalb auch mit der im Roten Meer nicht vergleichbar.
Letztendlich ist es doch so: Ich fahre nach Westafrika an den Atlantik, um mir die Unterwasserwelt dort anzuschauen, und nicht, um ständig Vergleiche zu anderen Destinationen zu ziehen. Wir hatten nun das Glück, dass unsere Anfrage beim Reiseveranstalter und die Auskünfte von Oliver unsere Erwartungshaltung relativiert hatten. Es ist uns (im Gegensatz zu anderen Gästen) auch nicht in den Sinn gekommen, ihn für die übertriebenen Schilderungen des divingsaotome-Teams verantwortlich zu machen. Er kann nun wirklich nichts für das Fehlen der Grossfischschulen und hätte sie gerne für uns beim Grosshandel bestellt.

Das Hotel ist wirklich toll gelegen und unsere Junior-Suite war absolute Spitze. Die Erholung, die wir neben dem Tauchen in unseren Urlauben suchen, haben wir auf jeden Fall gefunden. Die abendliche Animation war zum Teil recht unterhaltsam, eine Lärmbelästigung hat sie aber keineswegs dargestellt. Auf die Nebenkosten waren wir eingestellt, wir hatten vorher bei Ivory-Tours angefragt.
Alles in allem verlebten wir einen abwechslungsreichen Tauchurlaub auf Rolas und sind Olli dankbar dafür, dass er ihn möglich gemacht hat.

    Bewertung : ( 4 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 32970
Sao Tome und Principe
geschrieben am 16.02.2007 von Oliver2 [CMAS TL, ? TG]

4 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo zusammen......

Seit dem 6. Januar habe ich die Betreuung der deutschsprachigen Tauchgäste hier übernommen.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich hier etwas schreiben soll oder nicht, bin aber nun zu dem Entschluß gelangt, zumindest einige Dinge nicht unkommentiert stehenzulassen.

Für den Inhalt der Homepage bin ich nicht verantwortlich, kann euch aber versichern, dass wir dabei sind, diese zu überarbeiten und die, teilweise recht optimistischen, Beschreibungen anzupassen.

Das Thema mit der Ausstiegsleiter war das Erste, was ich verändert habe und es ist nun kein Problem mehr (siehe Bericht von Carina)

Zu den Verhältnissen:

Ich habe bei manchen Berichten hier das Gefühl, dass zwar „Wassertemperatur 29°“ gelesen wird, aber das kleine Wörtchen „Atlantik“ nicht wahrgenommen wird.
Ein Blick auf die Landkarte offenbart: Das nächste Festland ist in westlicher Richtung Brasilien, in südlicher Richtung die Antarktis, in nördlicher bzw. westlicher Richtung der Afrikanische Kontinent. Diese nach Süden und Westen recht exponierte Lage (und das ist hier die Richtung, aus der die Wellen kommen!!!) bedeutet eben, dass es hier „ohne“ Dünung nicht gibt. Dünung heißt hier aber ab 1m Höhe. Ob das dann hinterher ein Grund zur Kritik ist, mag sich jeder selbst überlegen.

Hier wurde und wird jedem soweit als möglich geholfen, wenn er das möchte!!!
Wenn ein Gast hier ist mit unter ca. 100 TG, spreche ich mit ihm und je nach Ergebnis dieses Gesprächs, wähle ich für ihn einen soweit als möglich geeigneten Tauchplatz für die ersten Tauchgänge. Auch mit der Bleimenge stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite, wenn es gewünscht ist. Ich würde aber nicht unbedingt auf die Idee kommen, dass ein Gast mit 200 Tauchgängen, bei der Bestimmung seiner Bleimenge Hilfe benötigt, wenn er nicht darum bittet.

Wir waren erst heute vormittag hier im Wasser. Dabei war eine Dame mit 35 Tauchgängen. Das hat tadellos geklappt, TROTZ der hier üblichen Dünung, TROTZ der angeblich ungeeigneten Boote und was noch so alles angeführt wurde.

Ich sage den Gästen, dass das Tauchen hier von mir so ungezwungen und individuell wie möglich gestaltet wird. Dabei appelliere ich an die Eigenverantwortung eines jeden Tauchers und erwachsenen Menschen. Wer dann sagt, dass er sich unsicher fühlt, kein Problem: Hier werden sie geholfen. Aber ich werde nicht „bevormundend“ tätig werden, wenn ich einen nach Ausbildungsstand und Anzahl der Tauchgänge eigenständigen Taucher vor mir sehe.

Was vorher war, kann ich nicht beurteilen, aber seit ich hier bin, hat es noch keinen Ausfall von Tauchgängen oder größere Verschiebungen wegen der Bootsproblematik gegeben.

Zu der „Eignung“ der Boote für’s tauchen:

Die Boote sind, von der Rumpfform und -aufteilung her Boote für’s Hochseefischen.
Das ist der Grund, warum die Bordwände so hoch sind. Die Betonung liegt auf „Hochsee“ und das ist bei den hier herrschenden Dünungsverhältnissen auch nicht verkehrt. Irgendwelche flachen „Nussschalen“, bei denen dann der Sprung von weiter unten erfolgen kann, sind hier nicht das Geeignete.
Außerdem denke ich, dass es für einen zertifizierten Taucher nicht unbedingt ein Problem darstellen sollte, 1,2m Abstand zur Wasseroberfläche zu überwinden, AUCH mit einer halben Rolle rückwärts.

In der Reisebeschreibung hier im taucher net ist bereits ausgeführt, dass Sao Tome kein Billigreiseland ist und auch nicht sein KANN, denn alles, was es hier nicht gibt, muß per Boot hergeschafft werden. Eine Cola auf einer Skihütte ist auch teurer, als dieselbe bei Aldi.

Außerdem ist bei allen Tauchausfahrten Wasser in mehr als ausreichender Menge mit dabei (bisher haben wir IMMER wieder was mit zurück gebracht) und das ist kostenlos!!!

Flaschen können auf den Decks eigentlich nur dann herumrollen, wenn sie ein wenig achtlos oder gedankenlos irgendwo hingelegt werden.
Wenn sie von der Besatzung verstaut werden liegen die dort und bleiben auch liegen.

Zur Verständigung:

Es ist richtig, dass die Bootsbesatzung nur portugiesisch oder Creol spricht und versteht. Aber seid euch sicher, dass die Verständigung, speziell bei einem Notfall ganz ausgezeichnet funktioniert.
Wir sind bisher noch immer überall da hingelangt, wo wir hinwollten und auch wieder ganz wohlbehalten zurück.
In Situationen, in denen es auf rasches Handeln ankam (Boot zu nahe an den Felsen, weil das einsteigen beim einen oder anderen ein wenig mehr Zeit in Anspruch nahm) reicht ein Schrei, ein Zeichen und allen ist klar, worum es geht, auch wenn es Zugebenehrmaßen nicht einfach ist, mit den Jungs über die Fußballergebnisse der letzten Woche zu diskutieren, was aber für den Tauchbetrieb auch nicht unbedingt nötig ist.


Zur Bootssituation an sich:

Das Ressort liegt auf einer Insel, also alles was sich hier bewegt, erfordert ein Boot.
Aus diesem Grund ist eine Abstimmung des Tauchbetriebs mit den nötigen Transfers des Hotels erforderlich. Spätestens am Abend vorher wissen die Tauchgäste aber Bescheid, wann es am nächsten Tag zum Tauchen geht und das ist, seit ich hier bin, auch keinen Änderungen oder Verschiebungen mehr unterworfen gewesen.
„Preußische“ Pünktlichkeit wird es jedoch hier niemals geben, selbst wenn 25 Boote vor dem Hotel liegen, denn das entspricht nicht dem Lebensgefühl der Menschen hier, macht aber auch den Charme eines Aufenthalts hier aus.

Fazit:

Menschen, die Spaß am tauchen haben, sich an unberührter Unterwasserwelt erfreuen können, die einen maximalentspannenden Aufenthalt wollen, die dem tauchen in kleinen bzw. kleinsten Gruppen etwas abgewinnen können, die Abstand von der durchorganisierten verplanten europäischen Welt möchten, sind hier richtig.
„Hai“lightjäger, die nach noch nicht gesehen Haiarten Ausschau halten und dabei die Schönheit der Grotten und Spalten, in denen es vor Leben pulsiert völlig übersehen, die einen über und über mit großen Gorgonien bewachsenen Abhang nicht beeindruckend finden, sind hier vielleicht wirklich nicht am Ziel ihrer Träume.

Ach ja, die „Disco“ bis 24 Uhr ist eine kleine folkloristische Darbietung der Animationstruppe hier, die bei den ersten Bungalows noch mit Mühe wahrnehmbar ist.

So, das musste jetzt einfach auch mal gesagt sein.

Sollte jemand noch Fragen haben, kann er sich gerne per Kontaktformular an mich wenden, ich werde gerne zu allem Auskunft geben, was ich im Übrigen auch in der Vergangenheit gemacht habe.


Ich denke mal, dass die Gäste, die hier positive Berichte abgegeben haben, auch nix gegen Fragen per Kontaktformular einzuwenden haben.
Dort könnt ihr euch das, was ich hier geschrieben habe, bestätigen lassen, falls ihr dem nicht traut.

Herzliche Grüße vom Äquator und vielleicht bis bald mal hier

Oliver

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 32790
Sao Tome und Principe
geschrieben am 05.02.2007 von Kurt und Marion [AOWD, 349 TG]

1 von 3 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir waren vom 19.1. – 3.2.07 in Sao Tome auf Rolas Island. Begeistert durch die Internetseite www.divingsaotome.de, wo mit Schwärmen von Großfischen geworben wurde, (wurde bereits geändert) traten wir unseren 14 tägigen Tauchurlaub an.

Und wie bereits in einigen vorigen Berichten erwähnt, waren auch wir sehr sehr enttäuscht von der Unterwasserwelt in der Umgebung von Rolas Island. Aus unserer Sicht kann man dieses Tauchgebiet mit Kroatien oder Malta vergleichen, aber da ist es wesentlich billiger. Wir überlegen uns, den Konsumentenschutz einzuschalten, da wir uns betrogen fühlen.

Hier gibt’s definitiv keine Großfische. (Vielleicht zu Ostern und zu Weihnachten) Begeistern kann dieses Tauchgebiet nur, wenn man vorher im Baggersee getaucht hat. Das ist zwar ein wenig übertrieben, aber es drückt unsere große Enttäuschung aus.
Die besten Tauchplätze sind Pedra do Braga und Sete Pedras, hier gibt es einige Fischschwärme und Barsche, die jagen. In Braga sahen wir einen Barracuda in 14 Tagen.

Generell gibt es hier sehr viele Muränen, Oktopusse, verschiedene Krabben, Seepferdchen in Hirondino (heißt der Tauchplatz), vereinzelt große Schildkröten, und wenn man Glück hat einige Fischschwärme (Schnapper). Die Tauchplätze Ponte de Garca und Furnas bieten eine schöne Unterwasserlandschaft ähnlich wie in Malta. (Viele Höhlen und Durchgänge). Man darf sich im Atlantik keine farbenfrohen Riffe erwarten, aber das war eines der wenigen Dinge, die wahrheitsgemäß auf der Internetseite beschrieben wurde.

Das Ressort ist sehr schön und romantisch gelegen. Auf die tägliche Disco, die bis 24 Uhr in der ganzen Anlage zu hören war, hätten wir allerdings verzichten können. Es gab aber auch einige Abende, wo bereits um 10 Uhr der Strom ausfiel und für Ruhe sorgte. Übrigens gibt es gratis W-Lan auf der Insel. (Die Internetverbindung ist aber extrem langsam, für ein Mail nach Hause reichte es aber). Man kann alles in Euro bezahlen, die Preise sind allerdings gesalzen. Für 1,5 l Wasser bezahlt man 3 Euro. Das kann bei Tauchern, die nicht nur außen viel Wasser brauchen, ganz schön ins Geld gehen. Bei den kleinen Snacks waren die Preise wieder in Ordnung, ein Schinken Käsetoast kostete 3,50 Euro und eine Pizza war für 7 Euro zu haben. Auch mit Mastercard kann man gegen eine Gebühr von 3 Euro bezahlen.

Auf manchen Tauchschiffen haben wir schon besser gegessen, aber man konnte sich nicht beklagen. Einzig, dass es Abendessen erst ab 19:30 Uhr gab, hat uns ein wenig gestört.

Beim Tauchbetrieb hatte man den Eindruck, die Tauchschule ist ein unwichtiges Anhängsel des Ressorts. Tauchen war nur möglich, wenn gerade keine Transfers durchgeführt wurden. Klar, wenn nur insgesamt 2 Boote zur Verfügung stehen und alle Fahrten damit abgewickelt werden müssen. Das bereits als „kultiger Einbaum“ beschrieben Boot, (anderer Bericht)haben wir nicht dazugezählt. Aber genau das vermittelte uns den Eindruck einer schlecht organisierten Tauchbasis.

Die überaus freundlichen Menschen, die hier auf der Insel leben und arbeiten möchten wir hier nicht unerwähnt lassen.

Fazit: Sao Tome ist nicht für vielgereiste Taucher zu empfehlen, außer man möchte sich von der visuellen Reizüberflutung z.B. des Roten Meeres etwas erholen und man hat zuviel Geld in der Reisekasse. Hier stimmt das Preis Leistungsverhältnis einfach nicht.

    Bewertung : ( 1 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 32757
Sao Tome und Principe
geschrieben am 04.02.2007 von Carina [PADI AOWD, 90 TG]

2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir, eine Taucherin und ein Nichttaucher, waren im Rahmen unserer dreiwöchigen Reise durch Sao Tome und Principe vom 6. – 13. Januar auf Rolas Island im Pestana Equador Resort und haben in der Woche den Wechsel der Tauchlehrer miterlebt. Das frühere Team von Diving Sao Tome hat Rolas verlassen und ab damit übernahm Oliver von Ivory Tours die Betreuung der deutschen Gäste. Die Tauchgänge waren gut vorbereitet und betreut.
Die Bootsausfahrten fanden planmäßig statt, die zu kurze Leiter wurde in dieser Woche ersetzt und der argentinische Basenleiter hat sich ebenfalls gut um die deutschen Gäste gekümmert. Ereignisse, die sich diesbezüglich vor dem 6. Januar zugetragen haben (siehe frühere Tauchplatzberichte), sind also nicht mehr aktuell.
Zu sehen sind schöne vulkanischen Formationen, wie z.B. Canyons, Schluchten, Grotten oder kleine Höhlenformationen. Außerdem trifft man auf Ammenhaie, Rochen, Muränen, Schildkröten, Barrakudas, Seepferdchen sowie viele Fischschwärme. Mir sind keine Hammerhaie oder Buckelwale begegnet, die intakte Unterwasserwelt ist trotzdem ein beeindruckendes Erlebnis und eine Reise wert.
Auch für Nichttaucher kommt in dem weitläufigen Resort aufgrund vieler anderer Angebote, wie z.B. Exkursionen durch die tropische Vegetation der Insel, keine Langeweile auf.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 32689
Sao Tome und Principe
geschrieben am 30.01.2007 von jolis [PADI OWD, 200 TG]

1 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Pestana Rolis Island Resort
Wir waren im November für zwei Wochen im Pestana Sao Tome. Auswahl der Tauchbasis aufgrund sehr vielversprechender Beschreibungen im internet.

Der Aufenthalt war in Bezug aufs Tauchen eine Enttäuschung. Die Tauchbasis gehört zum Hotel und wird lieblos von einem Argentinier betrieben. Als ´Gäste´ sind da zwei deutsche Tauchlehrerinnen, die sicher sehr bemüht und gut ausgebildet, aber mit den örtlichen Gegebenheiten überfordert sind.
Die sog Tauchboote sind überwiegend wegen Ersatzteilmangel nicht einsatzfähig. Meistens verwendet man ein Boot, das für Hochseefischer ausgelegt (mit dem schönen Sitz in der Mitte für den heroischen Hemmingway Verschnitt), aber für Taucher ungeeignet bis gefährlich ist. Flaschen kullern herum, die Leiter ist ein Fingerkiller, der Einstieg per Rolle über die Bordwand gefährlich weil zu hoch, per big step hinten schlecht bis unmöglich wegen fehlender Haltemöglichkeit vor dem Absprung (bei normalerweise recht heftigem Seegang).
Bootsführer spricht nur Portugiesisch, Divemaster aber nicht. In etwaigen Krisenlagen ein echtes Problem. Lokale Tauchguides werden mit sachdienlichen Hinweisen nicht verstanden. Gäste müssen übersetzen.
Die beiden deutschen divemaster(innen) tun sicher ihr bestes, aber ich habe noch nie erlebt, daß ein divemaster ein briefing für einen Tauchgang über 60 min macht und sich nach 20 min auf 15m mit 40 bar verabschiedet und die geführten Gäste ihrem Schicksal überläßt (zeichensprachlicher Hinweis, man möge sich doch der Gruppe auf 25m anschließen - JoJo Tauchen). Hintergrund: Kompressor kaputt, divemaster geht mit 80 bar ins Wasser aber informiert niemanden darüber.
Ich habe auch noch nie erlebt, daß der erste Tauchgang (checkdive) ein Strömungstauchgang bei 1,20m Welle ohne Strömungsleine und ohne vorherigen Tariercheck sein soll. Das reine Chaos und natürlich für etwas weniger robuste Naturen ein Grund, fortan nicht mehr zu tauchen. Muß nicht sein und sollte eigentlich selbst OWD Tauchern mit 50 Tauchgängen nicht mehr passieren. Passiert aber mit bezahlten und zertifizierten divemastern.
Nur durch umsichtiges Verhalten erfahrener Tauchgäste ist nichts passiert. Sollten auf dieser Tauchbasis weniger erfahrene Taucher den divemastern ´blind´ folgen, wird es echte Probleme geben.
Im übrigen: Um unterwasser etwas zu sehen, braucht man da nicht hinzufahren. Die Unterwasserwelt ist eher langweilig, bis auf ein oder zwei Seepferdchen. Selbst das eher langweilige Mallorca (zB scuba activa bei Dragonera) bietet mehr bei deutlich weniger Risiko.
Sao Tome ist auf jeden Fall eine Reise wert, aber bitte mit Portugiesich Kenntnissen oder einem sprachkundigen Führer/Begleiter.

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Datenbankeintrag 32002
Sao Tome und Principe
geschrieben am 21.12.2006 von Blue [DM, 400 TG]

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Wir (6 Taucher/innen)waren vom 11. - 24. November 2006 auf Rolas Island im Pestana Equador Resort. Dieser Bericht soll unsere generellen Eindrücke der Reise schildern.

Zuallererst: Die Natur, das Klima der Strand, das fruchtbare Land und ihre Menschen im speziellen haben uns sehr sehr gut gefallen! Einige Situationen haben zum nachdenken angeregt, waren für uns skurril, spannend, bewegend, lustig und sind uns ans Herz gegangen.

Nun die etwas härteren Facts:

TAP Airline: Wir hatten enorme Schwierigkeiten beim Check-in in Lissabon. Offenbar wurden am Tag zuvor in Sao Tomé die Einreisebestimmungen geändert (wir machten 2 Tage Sightseeing in Lissabon und hatten keine Ahnung.)
Fact: Unsere Freunde aus Belgien haben sich in der Abflughalle einen Supervisor geschnappt und massiv Druck gemacht. Wir kamen dann in allerletzter Minute durchs Check-in. (Wir haben noch immer keine Ahnung wieso es dann plötzlich geklappt hat. Für uns totaler Willkür und nicht nachvollziehbar). 4 Flüge 4-mal Verspätung, inkl. Ungewollter Übernachtung in Lissabon auf dem Nachhauseweg.

Hotel: Der von Einheimischen liebevoll gepflegte Garten, der wunderbare Strand, die Bungalows und der riesige Pool waren toll und der Erholungsfaktor super. Sicher, wenn man genau hinsieht bemerkt man dass die Infrastruktur zu bröckeln beginnt. Pestana wird da bald was tun müssen!
Wunderschön waren die Spaziergänge am einsamen Strand, rund um die Insel zum Eqatorpunkt und zum Leuchtturm. Immer wieder wurden wir von Kindern aus dem nahe liegenden Dorf begleitet. Ein Erlebnis!

Der Hotelmanager ist eine absolute Zumutung und wir haben uns keinen Reim machen können, wie er dahin gekommen ist. Ehrlich! Er hat wohl noch nicht begriffen wie man (zahlende Gäste behandelt.

Eines der zahlreichen Beispiele: Er hat sich das einzige funktionstüchtige Boot für sich geschnappt, während 8 Taucher zum vereinbarten Zeitpunkt, angezogen und ausgerüstet am Pier standen. Bei der Rückkehr wurde er mit einigen verärgerten Tauchern konfrontiert. Er hat lediglich die Schultern gezuckt und ist gegangen.
Die österreichischen Freunde können ein Lied davon singen.

Check out: Wir wurden ½ Tag zu früh von der Insel „gekickt“. Statt um 14.30 Uhr ging der einzige Transfer um 09.00 Uhr. Die Rezeption hat es nicht für nötig befunden, uns zu informieren. Danke Kim die sich gekümmert hat!

Wichtig: Obwohl die vor-Ort Bezahlung in USD empfohlen wurde, wollten das Management nur noch EURO annehmen. Erst nach massiven Diskussionen, nahmen sie unsere eigens gewechselten USD.
Das Essen war soweit ganz gut und sicherlich unter den erschwerten Beschaffungsmöglichkeiten gut.

Tauchen: Dies Vorweg, Kim und Nicky haben Ihre Sache super gemacht! Sie haben ihr absolut Möglichstes getan und sich zu jeder Zeit bestens um uns alle gekümmert. Wir glauben, wenn die Zwei nicht mit soviel Herzblut, Umsicht und Engagement dabei gewesen wären, hätte es wohl einen „kleineren Aufstand der Taucher“ gegeben.

An der Basis ist nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Die Mädels haben unsere Sachen gekannt und uns vor jedem TG auf dem Tisch bereit gelegt. Was will man mehr?

Vom Tauchen selber waren wir ehrlich gesagt enttäuscht. Wir sind gezielt nach Sao Tome und haben (gemäss: www.divingsaotome.de) mit Grossfischen gerechnet. Lange haben wir darüber gesprochen und uns allen ist vollkommen klar dass die Natur nicht steuerbar ist.
Trotzdem: Wir alle (inkl. weitere 10 Gäste) haben in den 1 oder 2 Wochen ausser 2 mittleren Stachelrochen keinen einzigen grösseren Fisch gesehen! Keine Ammenhaie oder Riffhaie, keine Barracudas oder Delphine. Leider auch keinen Buckelwal (angegebene Saison Ende Oktober bis Anfang Januar).
Auch die Seepferdchen in Pedra do Hirondino haben sich allesamt verdrückt ;-)
Allerdings gibt es jede Mengen Muränen und Oktopusse. Auch Seehasen und einzelne Papageienfische, 1 Kugelfisch und 2 Schildkröten haben wir gesehen. Die Höhlen und grossen Felsen, die Dünung, die Wassertemperatur (28,4) hatte durchaus Fun-Effekt. Trotzdem...

Sicherheit und Komfort auf dem Tauchboot: Wir hatten da keine Bedenken. Das rausklettern nach dem Tauchen war, je nach Seegang, schon eher hart und die Mädels haben von der wenig befestigten Leiter ein paar blaue Flecken davon getragen. Schade der Sonnenschutz hat gefehlt.

Wetter: In der ersten Woche mehrheitlich gut (bewölkt und sehr schwül) ab und zu 1-2 Stunden Regen.
Die zweite Woche war eher schlecht, viel Regen und rauhe See. Das Tauchen wurde mehrmals verschoben und dann ganz abgesagt.

Fazit für uns: Wir werden nicht wieder nach Sao Tome fliegen und werden diese Tauchdestination auch nicht weiterempfehlen. Die gesamten Ausgaben inklusive allen zusätzlichen Aufwendungen wie Visa, Impfungen, Malariatabletten etc. waren letztendlich zu teuer.




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Datenbankeintrag 31973
Sao Tome und Principe
geschrieben am 20.12.2006 von Achim und Viola [OWSI, ? TG]

3 von 3 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 5 von 5 Usern stimmten diesem Bericht zu.

01.12.2006 bis 17.12.2006 EMPFEHLENSWERT
Tauchplätze wie sie vom Atlantik erwartet werden können. Viele Überhänge, Canyons, Schluchten, Caves, Felsen. Guter Korallenbewuchs und abwechslungsreiche Landschaft. Grosse Fische haben wir leider nicht gesehen, kleinere Fischschwärme, Schildkröten, Seehasen, Sehr viele Muränen und auch viel Octopus. Einige Rochen.

Die Basis ist eher im Entwicklungszustand, die Betreuung durch Nicole und Ralle war jedoch perfekt, freundlich und sehr kompetent. Das hat die Mängel an den Tauchbooten mehr als wett gemacht. Auf unsere konstruktive Kritik wurde auch immer prompt und zuverlässig reagiert (Strömungsleine, Leiter). Tauchen mit dem ´Einheimischen-Boot´ war super und dieses Boot hätte als Tauchboot schon fast Cult-Charakter.

Ein klasse Tauchurlaub der auch an Land jede Menge spannende Eindrücke und traumhafte Landschaften und Kontakt zu sehr freundlichen und friedlichen Menschen bietet. (Die Mücken findet das Land allerdings auch klasse :-) )

Viola, PADI DM
Achim, PADI OWSI, Barakuda TL

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