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Anfahrt/Anreise:
Per Auto in Kombination mit Fähre
Anfahrt 2 Tage für die Hinfahrt.
Das gleiche nochmal beim Rückweg.
oder Flug mit British Airways
und Logan Air. Frankfurt-London-Glasgow oder Edinburgh-Kirwall.
Dann mit Taxi nach Stromness.
Örtlichkeit/Einstieg:
Stromness mit einigen Hotels und auf einigen Tauchbooten.
Per Sprung vom Boot und Einsammeln nach dem Tauchgang, meisten mit Divers-Lift.
Auf das Boot Klettern per schräger Leiter auch mit Doppel 12 kein Problem.
Wasser:
Salzwasser
Erreichbarkeit:
Boots-TG
Max. Tiefe:
50m
Schwierigkeit:
Anfänger-TG
Wrack-TG
Strömung
Höhlen-TG
Bergsee
Füllmöglichkeit:
Die Flaschen werden meistens auf den Booten gleich wieder gefüllt.
Luft oder Nitrox-bzw.Trimixfüllungen nach Wunsch.
Tauchregulierung:
Legt der Kapitän fest bzw. keine bei
den Wracks in der Bucht Scapa Flow und den Sounds.
Scapa Flow Geschrieben am 19.02.2012 von wreck-explorers [GUE, 300 TG]
Scapa Flow ist wohl einer der berüchtigtsten Tauchplätze weltweit. Viele Halbwahrheiten und Gerüchte ranken sich um diesen Spot. Spiegel-Online berichtete 2008 gar von „Die eisigen Gewässer von Scapa Flow ...“, „Tiefe, Kälte und Dunkelheit ...“ und „In der Dunkelheit lauert die Panik!“.
In Wirklichkeit ist Scapa-Flow weder unglaublich kalt, noch unglaublich dunkel und die Wracks liegen in auch für Sporttaucher gut erreichbaren Tiefen von 30m. Die Inseln liegen zwar am gleichen Breitengrad wie das südliche Grönland, dennoch sind sie nicht unerreichbar. Deutsche Reiseanbieter, wie z.B. das Baltic Dive Center in Kiel kümmern sich um die komplette Organisation inkl. des Transport der Ausrüstung.
Natürlich gibt es keine All-inklusive, aber das macht die Reise nicht unbedingt komplizierter. Entweder reist man mit dem Flugzeug für ca. 350,- Euro an oder man entscheidet sich für das Auto und fährt von Amsterdam nach Newcastle. Mit drei Personen und Kabine schlägt das mit überschaubaren 400,- bis 500,- Euro zu buche - wer früher bucht, zahlt weniger. Die Fähre fährt nachts und so kommt man nach 16h ausgeschlafen in Newcastle an.
Von hier aus sind es 600 km bis man in Scrabster, im Norden von Schottland ankommt. Egal ob man sich für die Route durch das Center Highland oder die Küstenstraße entscheidet: Die Landschaft ist einmalig und man sollte sich unbedingt zwei oder drei Tage Zeit nehmen. Die frühere Garnisonsstadt Milnathort und Loch Ness sind nur zwei der unzähligen Sehenswürdigkeiten, die einem auf Schritt und Tritt auf der Fahrt begegnen. Auf dem Weg durch das Center Highland wird einem aber erst richtig bewusst, was Ruhe wirklich bedeutet. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das man von hier aus mitnimmt. Kurios sind die Singel-Track-Roads, die die einzige Verbindung zwischen Nord und Süd sind. Es gibt nur eine Spur und in Abständen sorgen kleine Buchten dafür, daß der Gegenverkehr vorbeigelassen werden kann - wenn einem überhaupt jemand entgegen kommt.
Am nördlichsten Punkt vom schottischen Festland gekommen, geht es mit der Fähre innerhalb von 1 1/2 Stunden nach Stromness auf den Orkneys. Hier trifft sich der Atlantik und die Nordsee und die See ist ziemlich rauh.
Die Hauptinsel Mainland hat zufällig eine Fläche von 50% der gesamten Inselgruppe. Auf Mainland ist auch der Flughafen in Kirkwall und der Fährhafen von Stromness. Hier gibt es auch zwei Tauchshops und den Anleger für die meisten Tauchboote. Auf den Orkneys leben 9 Menschen pro qkm und auf den fast baumlosen Inseln weht permanent der Wind. In der Saison von April bis November sind zehn Tauchboote im Einsatz. Die meisten Taucher kommen allerdings aus England, da viele Deutsche die vermeidlich schwierige Anreise und die eingangs erwähnten Gerüchte fürchten.
Auf der Landkarte hat man den Eindruck, daß die Inseln ziemlich abgeschieden sind. Es gibt hier allerdings keine Anzeichen, für eine verschlossene Gesellschaft, ganz im Gegenteil. Wie eigentlich auf den ganzen britischen Inseln üblich, sind auch hier die Leute sehr hilfsbereit und freundlich. Ungewohnt ist es aber doch, wenn einem zwischen den traditionellen Steinmauern und dem Golfplatz eine Gruppe Jugendliche mit gepiercten Nasen und Lippen entgegenkommt.
Die Wikinger nutzten die geschützte Bucht schon um 700 und später war die Inselgruppe Ankerplatz in den Napoleonischen Kriegen. Im Laufe der Jahrhunderte war Scapa Flow Rückzugsort für Piraten, Standort der bekannten Hudson Bay Company, Stützpunkt der Flotte während des Kriegs gegen Amerika und natürlich der Britischen Marine in beiden Weltkriegen. In den 70er Jahren wurden die militärischen Anlagen endgültig aufgegeben.
Beim Stichwort Scapa Flow fällt uns heute natürlich die Selbstversenkung der Deutschen Hochseeflotte ein. Das Deutsche Reich wurde im November 1918 von den Alliierten gezwungen die modernsten Kriegsschiffe auszuliefern. Sieben Monate mussten auf den 74 Schiffen ca. 2.000 deutsche Matrosen bei schlechter Versorgung und unter strenger Bewachung der britischen Marine ausharren. Der Flottenkommandant, Konteradmiral von Reuter, fürchtete ein Scheitern der Friedensverhandlungen und damit die Übernahme der Flotte durch die Briten. Ein Ausbruch war für die unbewaffneten deutschen Schiffe unmöglich und so gab er am 21.6.1919 um 11 Uhr mit dem legendären Funkspruch „Paragraph 11. Bestätigen!“ den Befehl zur Selbstversenkung.
Die Besatzungen hissten die Deutsche Kriegsflagge, was streng verboten war und öffneten die Seeventile. Bereits Wochen vorher wurden die Vorbereitungen dafür getroffen. Kurioserweise halfen die britischen Bewacher sogar unbewusst dabei, da sie den Postverkehr zwischen den Schiffen organisierten. Um 12.16 Uhr versank das erste deutsche Kriegsschiff, die SMS Friedrich der Große. Da die Bewacherflotte zu Übungen ausgefahren war, mussten die verbliebenen drei Wachzerstörer mehr oder weniger tatenlos zusehen. Bei der Selbstversenkung starben dennoch die letzten Deutschen Marinesoldaten in diesem Krieg. Im Handgemenge mit den Bewachern und durch Schüsse britischer Bewacher auf ihre Rettungsboote, ließen neun unbewaffnete Seemänner ihr Leben.
Den Briten kam die Versenkung nicht ungelegen, ging man damit Streitigkeiten, welche Siegermacht die Schiffe bekommen sollte, aus dem Wege. Deutschland musste allerdings die verlorenen Schiffe ersetzen. Auch die Orkneyaner profitierten von der Versenkung. Bergeunternehmen brachten Arbeit in die konjunkturschwache Region und zwischen den Kriegen waren sogar deutsche Firmen an der Hebung der Schiffe beteiligt.
Die Fahrt von Stromness zu den Wracks dauert ca. eine Stunde. Mit 32er Nitrox können alle Wracks bis auf die SMS Markgraf und die SMS König erreicht werden. Eine orangene Boje muss mitgeführt werden um die Auftauchstelle zu markieren. Die Tauchgänge dauern meist 60 bis 80 Minuten und die Wassertemperatur liegt im Mai bei etwa 10 Grad. In der ohnehin schon natürlich geschützten Bucht und durch die im zweiten Weltkrieg errichtete Barriere kommt es nur selten zu starkem Seegang.
Heute sind noch sieben Wracks der Hochseeflotte und noch etwa 20 weitere Schiffe auf dem Grund der Bucht. Die im zweiten Weltkrieg von einem Deutschem U-Boot versenkte HMS Royal Oak ist als Kriegsgrab deklariert und nicht betauchbar.
Wenn man sich an der Shot-Line langsam sinken lässt, wird einem erst bewusst, welche riesigen Schiffe hier versenkt wurden. Es ist aufgrund der Bedingungen nicht möglich, das gesamte Ausmaß der Wracks zu erfassen. Kanonen, Ketten und Winden lassen aber erahnen, welche Kolosse hier liegen.
Es ist empfehlenswert jedes Schiff mehrmals anzusteuern, da interessante Details erst beim zweiten oder dritten Tauchgang erkannt werden. Neben den Wracks der Hochseeflotte sind die F2/YC21 und das Blockadeschiff Tabaka unbedingt empfehlenswert.
Bücher und DVD-Empfehlungen Buch Scapa Flow Dive Guide (Verlag Aquapress) Zeitschrift Wetnotes, Ausgabe Dezember 2011 (Verlag für Unterwasser Medien) DVD Wreck-Explorers: Scapa Flow (www.wreck-explorers.com)
Bekannteste Wracks SMS König Tiefe 18 bis 42 m, Kieloben Länge 175 m, 28.600 Bruttoregistertonnen Selbstversenkung 1919
SMS Kronprinz Wilhelm Tiefe 12 bis 38 m, Kieloben/Backbordseitig Länge 175 m, 28.600 Bruttoregistertonnen Selbstversenkung 1919
SMS Markgraf Tiefe 25 bis 44m, Kieloben Länge 175 m, 28.600 Bruttoregistertonnen Selbstversenkung 1919
SMS Brummer Tiefe 24 bis 36 m, Steuerbord Länge 140 m, 3.600 Bruttoregistertonnen Ursache Selbstversenkung 1919
SMS Cöln II Tiefe 18 bis 36 m, Steuerbord Länge 156 m, 7.500 Bruttoregistertonnen Ursache Selbstversenkung 1919
SMS Dresden II Tiefe 16 bis 38 m, Backbord Länge 156 m, 7.500 Bruttoregistertonnen Ursache Selbstversenkung 1919
SMS Karlsruhe II Tiefe 14 bis 27 m, Steuerbord Länge 151 m, 7.100 Bruttoregistertonnen Ursache Selbstversenkung 1919
F2 Tiefe 16 m Länge 80 m, 760 Bruttoregistertonnen Ursache Sturm 1946
Scapa Flow gilt mit mehr als 100.000 tons an Wracks auf engstem Raum als eines der drei weltbesten Ziele zum Wracktauchen. Viele Taucher sprechen darüber- dort gewesen sind aber nur die Wenigsten. Wir wollen hier versuchen, etwas mehr Licht in den Mythos Scapa Flow zu bringen und die am öftesten gestellten Fragen zu beantworten.
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Scapa Flow Geschrieben am 10.09.2006 von hhartmann [CMAS***, ? TG]
Scapa Flow - Orkney, Schottland, 2006
(eine längere Vesion mit Bildern findet Ihr auf meiner Site unter http://www.muc.de/~hartmann/reisen_scapa.htm)
Planung & Anreise: Tauchreisen Roscher hatte auf der Boot eine Reise als Vollcharter der MV INVINCIBLE für August 2006 angeboten. Als Reisezeit ist August gut geeignet. Besondere Hochsaison scheint es nicht zu geben und die Change auf gutes Wetter und ruhige See ist zu dieser Zeit nicht schlecht.
Klima an Land (wir hatten Glück): Lufttemperatur tags 25°, nachts 10°, leichter Wind, ein paar kürzere Regenschauer - es kann aber auch über 100 km/h Wind (eher im Winter) und waagrechten Dauerregen haben.
im Wasser: Wassertemperatur relativ konstante 12 - 13°, wenig bis mittlere Strömung, kaum Wellen. Als Anzug ist ein leichter Trockentauchanzug empfehlenswert. Trockenhandschuhe sind nicht notwendig.
Anreise: Flug BA oder Lufthansa nach London Heathrow (2 Std), vor dort nach Aberdeen (1 Std), anschließend mit Turboprop nach Kirkwall, Orkney, (50 Min), dann Taxi (15 Min) nach Stromness.
Unterkunft: Die MV INVINCIBLE ist mit 25m Länge das größte der Tauchboote in Stromness. 6 kleine Kabinen mit je 2 Kojen und Waschbecken sowie eine große Bar unter Deck. Auf Deck 2 Duschen mit WC und eine Küche mit Essraum. Am Bug ein umbauter Trockenraum für die Tauchausrüstung.
Verpflegung: kleines Frühstück mit Toast, Kaffee und Tee vor dem Tauchen (1.TG ca. 08:30h), zwischen den zwei Tauchgängen großes englisches Frühstück mit Rührei, Schinken, Würstchen, Bohnen und ´black pudding´ Abendessen in einem der verschiedenen Lokale in Stromness. Entgegen unseren Befürchtungen war das Essen mit kleinen Abstrichen recht lecker wenn auch nicht gerade billig Ansonsten kleine Läden und COOP zur Selbstversorgung. Empfehlenswert: Schottischer Räucherlachs auf Toast mit Malt- Whisky!
Tauchen: Das schwere, ruhig liegende Boot ist zwar schon älterer Bauart, aber die Brücke ist mit Echolot, Navigation, Computersteuerung, Funk und einiger Technik mehr hochmodern ausgestattet. Es hat alles an Bord was man zum sicheren und bequemen Tauchen benötigt - Kompressor mit Speichertanks, Sauerstoff für Nitrox, medizinischen Sauerstoff., einen geheizten Trockenraum und sehr viel Platz für das Equipment und zum ´Anrödeln´. Es gibt 12l Stahl-Flaschen mit DIN-Monoventil und gegen 50 £ / Woche Aufpreis auch sauschwere Doppel-12 mit Brücke. Das ist für unsere Vorstellungen eher ´suboptimal´, wenn man gewohnt ist zumindest in kalten bis gemäßigten Gewässern immer mit Doppelabgang zu tauchen.
Die Ausfahrten starten i.d.R. 7:30h. Der zweite Tauchgang ist meist an einem der Blockschiffe und damit strömungsreicher - je nach Gezeitentabelle entweder anschließend nach dem Frühstück und 2-3 Stunden Pause oder am späteren Nachmittag, so dass das Boot in der Zwischenzeit nach Stromness zurück kehrt oder an einer anderen Insel anlegt wo man z.B. das Visitor Center besuchen kann. Die Anfahrten dauern 20 bis 30 Minuten innerhalb von Scapa Flow und bis zu 1,5 Stunden für außerhalb gelegene Wracks wie die James Barrie.
Bei Wracktauchgängen an den Kriegsschiffen setzt das Boot die Taucher am Tauchplatz ab und entfernt sich dann etwas. Es wird dann an der Boje/am Seil abgetaucht. Je nach Sichtweiten und Tiefe des Wracks sind manchmal 25 - 30m nur im Graugrün zu überwinden. Bei guter Sicht kann man aber auch manches Wrack schon direkt nach dem Untertauchen grob erkennen.
Bei Tauchgängen an den Blockschiffen in den Sunden herrscht immer Gezeitenströmung. Da ist das Tauchen dann streng ´britisch´, d.h. nach exakter Uhrzeit vor der Tidenpause wird man vom Boot strömungsaufwärts abgesetzt, taucht sofort ab und lässt sich zum Wrack treiben um im Schatten oder innerhalb Schutz zu suchen. Nach vorgegebener Zeit verlässt man das Wrack, setzt die Boje um steigt langsam auf. Während des Aufstiegs versucht man zusammen zu bleiben und betrachtet die unter einem vorbei fliegenden Seegraswiesen. An der Oberfläche folgt das Boot den Bojen und sammelt die Taucher dann wieder ein.
Das briefing vor dem Tauchgängen ist sehr knapp und bezieht sich fast ausschließlich auf Strömung und Gezeiten. Für die Planung liegen schließlich ausreichend Bücher und Material an Bord rum. Es war damit herrlich eigenverantwortliches Tauchen, mit ´Nannyfaktor = 0´, d.h. nirgends ein nerviger Besserwisser oder erhobener Zeigefinger.
Plätze: Hauptattraktion sind die 7 verbliebenen Wracks der 1919 selbst versenkten deutschen Flotte, die 4 leichten Kreuzer Cöln, Dresden, Karlsruhe und Brummer sowie die 3 Schlachtschiffe Markgraf, Kronprinz und König. Daneben gibt es so genannte Blockschiffe, von den Briten zum Schutz vor U-Bootangriffen in den Sunden versenkte Schiffe wie ´Gobernador Bories´ und ´Tabarka´, sowie mehrere U-Boote und Frachter in der näheren und weiteren Umgebung, insbesondere die ´James Barrie´.
Bewertung :
( 5 von 6 Flossen )
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Scapa Flow Geschrieben am 10.09.2006 von Marcus Böhm [PADI RESCUE, 880 TG]
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Im Herbst 2005 reifte bei einer Grillfeier eines Tauchshops in Dreieich-Sprendlingen (Nahe Frankfurt/Main) die Idee, mit einer Gruppe von bis dahin ca.15 interessierten Tauchern aller Erfahrungsstufen im Jahr 2006 für eine Woche zu Tauchen nach Scapa Flow zu Reisen. Diese Idee hatte ich schon lange im Hinterkopf, aber als Einzelperson ist solch eine Fahrt immer schwierig umzusetzen, da man ja auch einen passenden Tauchpartner benötigt, welcher auch bei schwierigen Bedingungen, wenn notwendig auch allein klar kommt. Mit meiner 10 jährigen Taucherfahrung, dachte mir erst oje, wenn jetzt auch die OWD-Taucher mit 10 TG, welche nur die Tauchtiefen um 7 m kennen mitfahren wollen, könnten die bei schlechten Sichtweiten, Strömung und großen Tiefen in Scapa Flow ihr blaues Wunder erleben. Haben die sich denn mit der Materie bzw., möglichen Bedingungen Vorort überhaupt nicht beschäftigt ? Nun ja, erst einmal abwarten, es waren ja noch 9 Monate bis zum geplanten Tauchtermin im August 2006. Und siehe da, am Schluss blieben doch nur 6 Taucher übrig, welche mindestens 50 TG auf dem Buckel hatten. Wir trafen uns 4 Wochen vor der Abfahrt zu einem Infogespräch. Dort wurde u.a. geklärt wer mit wenn taucht, um annähernd die gleiche Ausrüstung (Single oder Doppelflaschen etc.)zu benutzen. Ein Buddyteam, wollte mit einem VW-Transporter per Fähre und Straße in einer 2-Tagesfahrt zu den Orkney‘s fahren. Vier Taucher wollten lieber mit dem Flugzeug fliegen.
Das gab uns natürlich die einmalige Gelegenheit an der Ausrüstung nicht sparen zu müssen, und unsere Doppel-12er und die sonstige notwendige aber schwere Ausrüstung im Fahrzeug dort hochfahren zulassen. So hatte fast jeder Taucher ca.100 Kilo Ausrüstung dabei. Die Kosten für das Fahrzeug und Sprit wurden aufgeteilt.
Am 19 August 2006 ging es um 7:25 Uhr morgens endlich los. Kirkwall (Scapa Flow) erreichten wir mit dem Flugzeug vom Frankfurt über London und Edinburgh (mit British Airways) und Logan Air (Propeller 36 Plätze) wegen Terrorwarnung, Verspätungen und Flugzeugwechsels (Leck in der Tragfläche) erst gegen 18 Uhr. Dort wurden wir freundlicherweise von einem ebenfalls angekommenen Einheimischen mit nach Stromness genommen. So hatten wir gleichzeitig noch eine Sightseeing-Tour über die Insel bekommen. Am Hafen in Stromness angekommen, betraten wir erst einmal unser Schiff die SHARON ROSE, welche uns bis zum 26. August 2006 zu den Wracks von Scapa Flow bringen sollte. Jetzt begrüßte uns erstmal unser Kapitän. Der hieß Kevin. Nun hieß es das Boot, die Räumlichkeiten und die Schlafplätze in Augenschein zunehmen. Es gab dort 6 Kajüten mit insgesamt 12 Schlafplätzen. Da aber die andern 6 Taucher (aus Italien, England und Irland) im Hotel schlafen wollten, hatte jeder von uns eine Doppelkajüte für sich. Das war schon einmal gut, denn die Kajüten waren doch klein im Vergleich zu einem Safariboot am Roten Meer.
Nun hieß es warten auf unsere Ausrüstung, die sollte ja auch Heute per Bus gegen 23:30Uhr in Scapa Flow eintreffen. Und das tat sie auch. Wir begrüßten die 2 Fahrer und begannen mit der großen Umladeaktion. Das kann bei Ebbe zu einer größeren Aktion werden, den der Tiedenhub im Hafen beträgt hier bis zu 3 Metern. Da hieß es Tragen oder Abseilen der Doppelflaschen, Alukisten und sonstiger Taschen. Da um die Jahreszeit hier im hohen Norden auch spät am Abend noch hell ist, waren wir schnell fertig.
Da wir am nächsten Morgen gleich zum ersten Wrack raus fahren wollten, bauten wir alle unsere Ausrüstung schon fertig zusammen bzw. legten alles bereit zum Tauchen.
Jetzt ging es endlich in die Koje.
Am nächsten Morgen stieg langsam die Spannung. Die Auswärtsschläfer betraten das Boot und wir machten uns er einmal mulilingual bekannt. Zwei unser Taucher hatten keine Doppelflaschen mitgebracht, sondern wollten mit einer 15er tauchen.
Was an den Wracks natürlich auch möglich ist, aber es stellte sich im nachhinein heraus, dass man dadurch bei den tiefen Tauchgängen nur wenige Minuten Zeit hat sich die Wracks an zusehen. Durch die nicht vermeidbaren langen Dekostops, kommt man selbst bei sehr guten Bedingungen (gute Sicht, keine Strömung) ohne Reserven mit nur 15 Bar wieder an die Oberfläche. Für mich ein nicht notwendiges Risiko.
Da wir glücklicherweise die Tauchwoche des Jahres erwischt hatten (Weisblauer Himmel, Luft 15-20°C, glattes Wasser 15°C,keine Strömung Unterwasser und Sichtweiten an den deutschen Wracks zwischen 6 und 12 Metern) gab es beim Tauchen, beim wieder an Bordnehmen der Taucher keinerlei Probleme oder körperliche Blessuren. Einzige Schäden, 2 gerissene Halsmanschetten und ein Loch in einem Trockentauchhandschuh.
Unser Tauchausfahrten begannen morgens nach dem Füllen der Tauchflaschen gegen 9:30 Uhr und endeten nach dem zweiten TG gegen 15 Uhr wieder im Hafen von Stromness.
Die Fahrt zu den Wracks dauerten zwischen 45 und 60 Minuten. Die Tauchplätze sind mit kleinen Kugelbojen gekennzeichnet, an denen das Abstiegsseil zum Wrack befestigt ist. Die Abstiege zu den Wracks waren ohne Strömung einfach.
Der erste TG am Tag war natürlich immer der Tiefere, wobei die Wracks der deutschen Hochseeflotte alle am Grund zwischen 25 und 45 Metern liegen und so es eigentlich keine flachen TG gibt. Die Oberflächenpause zwischen den TG betrug immer ca. 2,5 Stunden.
Da auch eine richtige Küche an Bord war, wurden wir reichlich bekocht. Zum Frühstück gab es English Breakfast (wer es mag) oder Toast mit Marmelade oder Honig, Kaffee oder Tee.
Mittags gab es in den Oberflächenpausen meistens einen Berg Futter auf dem Teller z.B. Gulasch mit Reis, Chilli oder Lammsteaks.
Für das notwendige viele Trinken hatten wir uns schon von zu Hause mit massenweise Wasser eingedeckt und haben dann in Stromness im Supermarkt am Ortseingang einen kräftigen Nachschlag eingekauft.
Unsere Tauchplätze in dieser Woche waren:
Karlsruhe und V83, (Luft) Brummer und Dresden II, (Luft) Kronprinz Wilhelm und F2/YC21, ( Nitrox 28 und 37) Markgraf und Köln (Nitrox 28 und 32) und zum Schluss noch einmal Dresden II (Nitrox 31) und als Schmankerl ein Strömungstauchgang der Extraklasse an der Tabarka ( Nitrox 26) im Burra Sound (Sichtweiten 20 Meter mit Seerobbensichtung).
Insgesamt haben wir bei den Ausfahrten bestimmt 30 Seehunde gesehen.
An einem Tag haben wir in der Oberflächenpause einen Besuch des historischen Militarhafens in Lyness unternommen, wo kostenlos viele Exponate aus Schiffswracks und in einem Museum über die Kriegsgeschichte von Scapa Flow berichtet wird (Mulimedia Center).
Nebenbei wurden wir noch als Versuchskaninchen für dir Druckkammer in Stromness eingespannt und mit zusätzlichen Tauchcomputern bestückt, welche unsere Tauchprofile über die gesamte Tauchwoche aufzeichnen sollte zwecks späterer Auswertung durch die Druckkammer. Abends gingen wir meistens ins Ferry In einem schottischen Pub am Hafen von Stromness, wo man ein Bier oder Whisky heben, aber auch sehr gut Fisch oder ein Steak zu vernünftigen Preisen Essen konnte.
Am letzten tauchfreien Tag auf den Orkney‘s, machten wir dann noch eine Inselrundfahrt, um uns auch die Geschichte über Wasser anzuschauen.
Sehenswert war Marwick Head mit einer Steilküste und toller Sicht auf Seevögel und den Atlantik, Scara Brae einer 5000 Jahre alten Siedlungsanlage, Ring of Brodgar ( Steinkreisanlage ), Standing Stones of Stennes und Meashowe ( Steinzeitgrab ).
Wenn es interessiert, kann auch die Herstellung von Whisky in der Destille von Highland Park in Kirwall besichtigen.
Nun war die Tauchwoche in Scapa Flow schon zu Ende und wir flogen bzw. fuhren mit tollen Erlebnissen zurück nach Deutschland.
Und einige waren nicht abgeneigt, diese Tauchwoche später nochmals zu wiederholen.
Doch ob man diese optimalen Tauchbedingungen noch einmal genau zur richtigen Zeit geboten bekommt steht in den Sternen.
Was mir noch sehr positiv aufgefallen ist, hier gibt es dieses Rudeltauchen mit 10 Booten und 100 Tauchern pro Tauchplatz wie am Roten Meer noch nicht. Wir waren immer alleine. Ich hoffe das bleibt auch so.
Bewertung :
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Scapa Flow auf Orkney im hohen Norden Schottlands wird mit seinen über 100.000 tons an Schiffswracks als einer der weltbesten Wracktauchplätze gezählt. Die Wracks hier sind wirklich atemberaubend, aber zur Abrundung der Taucherlebnisse und der betauchten Wracks gehört unbedingt auch der Besuch von zwei Museen auf den Inseln.
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Mehr als 100.000 BRT an Wracks machen Scapa Flow im rauen Norden Schottlands zusammen mit den Grossen Seen in Nordamerika und Truuk Lagoon im Pazifik zu einem der drei weltbesten Wracktauchplätze. Ein Traumziel für Wracktaucher oder doch nur etwas für masochistisch veranlagte Alteisenfetischisten?
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Tauchplatzkarten in Hülle und Fülle - aus der ganzen Welt gibt es auf unserer Kartenseite. Hier sind viele in- und ausländische Tauchplätze verzeichnet, und mit unseren Karten kann man sich prima auf den Tauchgang vorbereiten.
Norway-Team-Frank (21.05.2012) Reisebericht vom 13.05.- 19.05.2012 Kristiansand Norwegen. Zu Gast beim Norway Team Frank! Zu sechst machten wir uns auf den Weg von NRW aus in den Norden nach Kristiansand. Über die Fährpassage (mehr) Intodeep Tauch- & Abenteuerr.. (19.05.2012) Auf der Boot 2012 lernten wir die Truppe von Intodeep kennen und buchten gleich zwei Reisen. Eine in den Komodo-Nationalpark im April, die andere nach Galapagos Anfang Dezember. Da Intodeep zu diesem (mehr) intodeep Tauch- & Abenteuerr.. (18.05.2012) Auf der Boot sind zufällig am Stand von intodeep vorbei gekommen. Aus dem Gespräch ergab sich der Tipp einer Komodo Safari mit der Wellenreng, von der wir vorher noch nichts gehört hatten. Aber wir (mehr)
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Solide asiatische AOWD Ausbildung vom 22.05.2012 : ich finde es echt schlimm, wie in manchen Teilen der Welt das Tauchen unterrichtet wird.
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