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Datenbank - Tauchplätze - Deutschland - Berlin - Schlachtensee



Tauchplätze Deutschland - Berlin

Schlachtensee

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  Schlachtensee (28 Meldungen - zuletzt vom 03.07.2008)
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 Datenbank - Tauchplätze - Deutschland - Berlin - 3 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 33578
Schlachtensee
geschrieben am 22.03.2007 von scubastation [OWSI, 1 TG]

1 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Tiefe 13 Meter

Das Wasser ist angenehm klar (aber Schwebeteilchen trüben die Sicht) und besonders in der Woche bei kühlem Wetter sind auch nicht so viele Leute da. Es ist schon schön, mitten in Berlin einen gut betauchbaren See zu haben.

Leider trüben im Sommer und Herbst die Algen das Tauchvergnügen. Aber der Fischreichtum ist enorm und mit viel Glück findet man auch historische Artefakte (Säbel etc.). Als lohnend haben sich gemächliche Später-Feierabend-Nachttauchgänge erwiesen.

Da kann man im Flachwassebereich (links vom Einstieg) viele Fische beobachten - und so viele Aale habe ich selten gesehen (fast schon eklig).

Im Berlins Süden gelegen. Leicht über die Avus, Abfahrt ´Spanische Allee´ zu erreichen. Dann in der Kurve in die Straße ´Am Schlachensee´ einbiegen und dann kommt der See zur Linken. Der Einstieg ist gut über eine Treppe mit 50m Fußweg zu erreichen

Mehr gibts auch unter www.scubastation.de

    Bewertung : ( 4 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 14898
Schlachtensee
geschrieben am 27.07.2004 von und 26 Gäste

5 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ja – was soll man tun, wenn man als Hauptstädter die Freuden der privilegierten Geburt genießen darf und einen schönen See quasi direkt vor der Gartenpforte... man packt sein Gerödel an den Leib, tritt vor die Tür, überquert das Sträßlein und steigt hinab, wobei sich das Hinabsteigen auf den Zugang zum See bezieht, hat man dort erst einmal das Normal-Null erreicht, ist danach bei maximal neun Metern Schluss mit Tieftauchen, aber das soll an diesem Ort ja auch nicht Sinn der Übung sein.

Wenn ich hier von neun Metern schreibe, ist das natürlich knapp an der Realität vorbei, denn ungefähr 85 Prozent der Seefläche ist nicht tiefer als vier bis fünf Meter – allerdings ist dies der bevorzugte Siedlungsraum allerlei schwimmenden und kriechenden Getieres, welches in der wärmeren Jahreszeit sich dort zahlreich ein Stelldichein gibt (leider sind tief betauchbare Seen in Berlin recht rar, es gibt nur einen, in dem man die 30-Meter-Grenze gerade so unterschreiten kann, und der ist auch nicht Jedermanns Sache... will man deutlich unter vierzig Meter, muss man schon ein Stück weit ins Brandenburgische fahren –aber ich schweife ab!).

Mir ist der See zu sommerlicher früher Morgenstund’ am Liebsten, wenn gegen fünf noch leichte Nebelfähnchen aufsteigen und die gerade aufgegangene Sonne schräg über das Wasser streicht – die ersten Barsche machen sich an die Arbeit, das Wasser ist noch nicht von Badegästen getrübt, sogar die Jogger und Hundebesitzer sind noch nicht reich an der Zahl.

Einen eigenen Reiz hat der See im frühen Frühjahr und zu Beginn der Winterzeit. Insbesondere, wenn der Wind in Längsachse in starken Böen über die Wasseroberfläche weht, kommt auch in der „Tiefe“ richtiges Dünungsfeeling auf.

Erstaunlich finde ich immer wieder, wie schnell sich die sommerlichen algenbedingten Sichtverhältnisse innerhalb kürzester Zeit (ich rechne hier in Tagen) ändern können – gestern noch grüne Suppe, morgen schon zumindest stellenweise erstaunliche Sichtverhältnisse im Zweimeterbereich. Ganz schnell ist die Sicht allerdings dahin, wenn die Tauchschulhorden unverständlicher Weise ihre gefürchteten Anfängerausbildungen durchführen – das aufgewirbelte Mulmsediment kann die Tauchfreuden nachhaltigst und dauerhaft trüben. Ein gewisses Maß an perfekter Tarierfertigkeit auch gerade im Flachwasserbereich sollte man von den tauchenden Besuchern des Sees erwarten.

Ein ganz besonderes Schmankerl bieten unsere Verkehrsbetriebe den tauchenden Fahrgästen: Die haben sogar eine eigene S-Bahn-Station und können sich von da aus direkt ins Wasser fallen lassen. Also Leute, lasst das Auto zu Hause und verstopft uns hier nicht das enge Sträßlein...

Einsteigen in den See kann man an vielen Stellen (man kommt teils nur nicht wieder heraus, hehe...), will man die tiefste Stelle finden, bevorzuge man den Einstieg am Bootsverleih und halte sich ab Seemitte etwas nördlich. Dass die Berliner Wasserbetriebe den See auch bewirtschaften sei nebenbei erwähnt – örtliche Hinweise zu beachten sei angeraten, um nicht in den Genuss eines unerwarteten Strömungstauchganges zu kommen...

Ach ja – mit Flossen bewerten will ich hier nichts, es ist halt ein anspruchsloses Haustümpelchen, über dessen Präsenz mir direkt zu Füßen ich sehr dankbar bin.

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Datenbankeintrag 12449
Schlachtensee
geschrieben am 16.09.2001 von M. Bodlaender

7 von 10 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 6 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Vorwort:
Der Schlachtensee in Berlin war mein erster betauchter See in Deutschland. In diesem See habe ich meine Ausbildung zum „Rescue Diver“ beendet, und meine Geburtsstadt auch mal von „Unterwasser“ kennen gelernt. Ob und wie er sich gelohnt hat, lest ihr nachfolgend.

Tauchbasis:
Der Schlachtensee verfügt über keine Tauchbasis. Wer Flasche oder Equipment leihen muss, oder nur ne volle Flasche Luft braucht, muss zu einer der zahlreichen Tauchshops in der Stadt fahren.

M.E. ist der nächstgelegene Shop „City Diver“. Adresse unter www.citydiver.de. Anfahrt erfolgt mit Auto in 20 Minuten über die AVUS. Dort absolvierte ich auch meinen Rescue-Schein.

Allgemeines zum See:
Der Schlachtensee ist eines der Naherholungsgebiete für den gestressten Berliner. Er befindet sich in einem der schönsten Bezirke der Stadt, Zehlendorf.

Um den See trifft man oft auf Jogger und Spaziergänger, da er komplett umrundet werden kann. Gesamtumfang des Sees: 5,3 km. Es gibt außerdem zwei Badestellen, 1. direkt am S-Bhf. Schlachtensee und gegenüber der Alten Fischerhütte.

Parkplätze sind vor allem am Wochenende eine Qual, Die beste Einstiegsstelle ist am unteren Ende des Sees, wo eine Treppe zum Uferrand führt.

Die tiefste Stelle des Sees ist mit 8,5 Metern beziffert.

Für Anreisende gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in der Alten Fischerhütte. Oder man sucht sich eine andere Unterkunft in der Hauptstadt.

Erfahrungsbericht:
Ein Ausbildungstauchgang ist natürlich mit einem normalen „Erholungstauchgang“ nicht zu vergleichen, da wir uns zum „Aufwärmen“ erst mal ½ Stunde durchs Wasser bewegten konnte ich mir ein Bild machen.

Der See ist nicht sehr Fischreich, gibt aber trotzdem ein interessantes Bild. Meinen Tauchgang hatte ich im Oktober 2000. Zu dieser Jahreszeit ist das Sommerbedingte Algenwachstum nahezu weg und die Sichtweite beträgt bis zu 5 Metern. Da die Durchschnittstiefe bei 5-6 Metern liegt reicht das auch aus. Wunderschön sind Blicke zur Oberfläche, da durch das getrübte Wasser ein idyllisch-märchenhafter Sonnenschein auftritt.

Im Sommer lohnt sich das Tauchen aufgrund der verringerten Sichtverhältnisse nicht, was mir von meiner Frau bestätigt wurde, die wiederum ihren „Rescue Diver“ im Juli 2001 absolviert hatte.

Der Boden ist überwiegend schlammig, perfektes tarieren ist also Pflicht wenn man mit mehr als einem Partner unterwegs ist. Wer langsam schwimmt und die Augen offen hält, kriegt dann auch kleine Garnelen die ihre Behausung „drohend“ bewachen, „Enten von unten“ und „ idyllische Kanalisationsrohre“ (!?) zu sehen. Alle Fische die ich sah, waren aber nie größer als Handgroß.

Fazit:
Für Berliner ein kurzer Anfahrtsweg um kurz vom Alltag abzutauchen. Ich würde aber dem ambitionierten Berlintaucher die Krumme Lanke eher empfehlen, da es dort auch größere Welse geben soll, die sogar Badende angreifen.... Wenn das kein Abenteuer ist!!

Für einen kurzen Nachmittagsausflug lohnenswert.

    Bewertung : ( 4 von 6 Flossen )

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