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Sea Explorers, El Dorado, Dauin/Negros; jetzt Pura Vida

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Datenbankeintrag 105
Sea Explorers, El Dorado, Dauin/Negros; jetzt Pura Vida
Geschrieben am 13.04.1999 von Michael Frenzel

6 von 7 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 6 Usern stimmten diesem Bericht zu.

In der Zeit vom 20. bis 26. März 1999 wurde die Tauchbasis der Sea Explorers auf der Insel Negros, 20 km südlich von Dumaguette in dem Ort Dauin besucht. Es handelt sich um ein PADI 5-Star-IDC-Center unter der Leitung von Rolf mit dem obersten Boß: Kursdirektor Chris Heim. Dieser ist auch Chef der Tauchbasen in Alona Beach, Kabilao und Moalboal.

Wie es sich für ein 5-Star-IDC-Center von PADI gehört, ist die Tauchbasis in einem Tip-Top-Zustand. Sie ist integriert in dem ausgesprochen schönen und angenehmen Resort „El Dorado", welches von Markus und seiner Frau Franziska geführt wird. Werkstatt, Büro und Verkauf befinden sich im hinteren Teil der Anlage, während unmittelbar vor dem Strand die Abstellräume für das Equipment, die Flaschen sind, neben mehreren großen Frisch-wasserbecken, in denen man sehr bequem alle Ausrüstungsteile waschen kann.

Auch hier werden die Tauchgänge stets von Diveguides geführt. Unmittelbar vor dem Re-sort befindet sich ein ausgesprochen schönes Hausriff. Es handelt sich nicht um ein Drop Off, sondern um einen sanft abfallenden Hang mit vielen Korallenblöcken. Die Tauchbasis hat versuchsweise an bestimmten Stelle zusammengebundene alte Autoreifen auf freie Stellen im Sand gestellt und dort befestigt. Es ist erstaunlich, wie schnell die Natur dieses Gestell angenommen hat und umfangreicher Korallenbewuchs festgestellt werden kann, während viele Fische Schutz in der Konstruktion der Autoreifen suchen.

Das Hausriff fällt bis auf 30 m ab und läuft in einer sanft abfallenden Sandfläche aus.

Ein Spitzentauchplatz befindet sich direkt in der Nachbarschaft, 5 Bootsminuten entfernt: „Masaplod". Es handelt sich um einen Marine-Naturschutzpark, in dem insbesondere nicht gefischt werden darf.

Der Tauchplatz zeichnet sich nicht durch eine spektakuläre Unterwasserlandschaft aus, obwohl diese auch sehr schön ist, ähnlich wie am Hausriff fällt ein sanfter Hang bis auf 30 m Tiefe, gleichwohl finden sich unwahrscheinlich schöne Korallenblöcke in vielseitigster und bunter Art und eine derartige Masse an Fischen, daß man glaubt, ständig in Fischsuppe zu schwimmen. Die Fische merken offenkundig, daß sie in diesem Bereich geschützt sind und können sich enorm gut entwickeln. Ich habe auf den ganzen Philippinen niemals so große Schnapper oder Stachelmakrelen erlebt wie dort. Die Fische sind auch nicht sehr ängstlich, da sie von Tauchern offenkundig nichts befürchten. Ich habe diesen Tauchplatz viermal betaucht und wurde es nicht satt, die Massen an verschiedensten Fischen zu beobachten. Ich habe auch niemals so große und verschiedenfarbige Drachenköpfe gesehen wie hier an diesem Tauchplatz.

Neben den vor beschriebenen Tauchplätzen bietet sich natürlich das berühmte Apo-Riff als weit über die Philippinen bekannter Tauchplatz an. Das Apo-Riff erstreckt sich um eine kleine Insel, die mit einem Boot innerhalb von 10 Minuten umrundet werden kann, auf dem sich ein kleines Dorf befindet. Steilwände wechseln sich ab mit Einschnitten und Plateauflä-chen, verbunden in der Regel mit sehr starker Strömung. Auch die Oberseite des Riffs, in 5 bis 3 m unter Wasser liegend, bietet gerade zum Austauchen wunderschöne Korallenfor-mationen mit einer Vielzahl von kleineren Fischen.

Wir empfanden das Apo-Riff allerdings nicht so spektakulär, wie es immer wieder beschrie-ben wurde. Auch hier macht sich bemerkbar, daß in der Vergangenheit dieses Gebiet über-fischt wurde - zum Teil wird heute noch auf den Philippinen mit Dynamit gefischt, obwohl gesetzlich verboten - so daß der Fischreichtum natürlich längst nicht an das heranreicht, was wir z.B. in dem Marine-Naturschutzpark Masaplod gesehen hatten.

Die Tauchausfahrten werden mit einer großen Banka (Auslegerboot) durchgeführt, das Equipment wird von der Tauchbasis auf die Banka von den Kompressorboys getragen. Dies macht die Sache ausgesprochen bequem. Durch ihre Bauweise sind des Bankas in der Regel, wenn ein vernünftiger Motor zur Verfügung steht, sehr schnell. Dies bedeutet kurze Fahrten zu den verschiedenen Tauchplätzen.

Zu den Preisen sei gesagt, daß auch hier 20 Dollar für einen Tauchgang verlangt werden, was für die Philippinen völlig überhöht ist, angesichts der extrem niedrigen Arbeitslöhne (ein Facharbeiter verdient etwa DM 10,00 pro Tag). Man kann, wie auch an anderen Tauchba-sen von Sea Explorers einen Taucherpaß erwerben, bei dem der einzelne Tauchgang, wenn mindestens 20 Tauchgänge gebucht werden, auf etwa 17 Dollar sich reduziert. Dies erreicht jedoch immer noch nicht den Preis, den andere, auch renommierte Tauchbasen verlangen, nämlich 16 Dollar, was durchaus für angemessen erachtet wird. Mit Ausnahme diese Kritik an den etwas überhöhten Tauchpreisen kann die Tauchbasis jedoch vollum-fänglich empfohlen werden, insbesondere aufgrund des ausgesprochen guten Service, der sehr guten Betreuung, den professionellen Tauchbegleitungen und dem sehr behutsamen Umgang mit der Natur.

Das Resort „El Dorado" lohnt sich auch für Nichttaucher. Gute Küche - Ausrichtung Schweiz - eine ausgesprochen gepflegte und geschmackvolle Anlage mit einem schönen Sandstand (dunkelgrau - bis schwarz) lassen auch Nichttaucher die zeit schnell vergehen. Abneds kann man mit dem hoteleigenen Shuttle Kleinbus nahc Dumaguette fahren - eine der saubersten und angenehmsten Städte der Philippinen. Dort lädt insbesondere die Music Bos ein, eine Disco und Bistro für alle Altersstufen, die auch Markus und Franziska gehört. Wer im Resort bliebt kann abensd ab 9.00 Uhr am Pool auf einer riesigen Leinwand Videofilme mit Dolby Surround-Ton genießen wie im Autokino. Ein kaltes Bier - ca. 22 Pesos = DM 1,00 - treibt die Nebenkosten dabei nicht hoch.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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