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Sporttaucher Schwandorf

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Datenbankeintrag 50829
Sporttaucher Schwandorf
Geschrieben am von Peter

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Hervorragende Mannschaftsleistung beschert Schwandorfer Finswimmern zwei Medaillen bei Deutschen Jugendmeisterschaften

Die vier Finswimmer des 1. FC Schwandorf Lisa Forster, Julia von der Sitt, Marte Anders und Sophie Kemptner starteten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin. Obwohl die gesamte Elite der bundesdeutschen Finswimmer aus 35 Vereinen am Start war, holte die kleine bayerische Mannschaft insgesamt 7 Jahrgangs- und vier Vizetitel sowie einen zweiten und dritten Platz mit der Staffel.

Die hochmoderne Schwimm- und Sprunghalle im Europa-Park, Austragungsort vieler höchstrangiger Schwimmwettbewerbe, beeindruckte die angereisten Athleten bereits beim Einschwimmen durch ihre Größe und den prächtigen Fahnenschmuck. Als jedoch bei der Eröffnung alle Aktiven, Trainer, Betreuer und Kampfrichter rund um das Becken Aufstellung genommen hatten und die Nationalhymne erklang, war Gänsehautfeeling angesagt. Die vier Schwandorfer Finswimmer hatten sich durch ihre Ergebnisse bei den Süddeutschen Meisterschaften für diese höchste nationale Ebene qualifiziert und waren fest entschlossen, ihre bisherigen Bestleistungen nochmals zu verbessern und für die eine oder andere Überraschung im Vergleich mit der bundesdeutschen Spitze zu sorgen.
Aus Schwandorfer Sicht wurden die dreitägigen Wettkämpfe mit dem Start von Julia von der Sitt (Jhg. 95) über die 1500 m FS eröffnet. Die junge Schwandorferin durfte altersbedingt zum ersten Mal über diese Strecke bei nationalen Meisterschaften an den Start gehen und machte gleich mit einem zweiten Platz in ihrem Jahrgang in 18:24,94 auf sich aufmerksam. Bereits im nächsten Wettkampf musste Lisa Forster (Jhg. 94) über die 400 m Streckentauchen an den Start. Hier bekommen die Schwimmer die Luft aus einer kleinen Pressluftflasche, die sie mit gestreckten Armen vor sich halten. Diese Disziplin erfordert neben sehr guter Kondition ein hohes Maß an Koordinationsfähigkeit und Kraft, denn ein Auftauchen würde zur Disqualifikation führen. Lisa meisterte diese Aufgabe jedoch ganz hervorragend und ließ in 4:21,62 alle anderen Schwimmerinnen hinter sich. Zum Ende des ersten Wettkampftages kam es zum Showdown in der Königsdisziplin, dem 4 x 200 m Flossenschwimmen. Hier wurden die FC Finswimmer als Außenseiter gehandelt, zu übermächtig schienen die Vereine aus Rostock, Leipzig, Mühlheim, Berlin und Dresden. Mit einer enormen Energieleistung konnten Sophie Kemptner, Marte Anders, Julia von der Sitt und Lisa Forster jedoch die renommierten Vereine hinter sich lassen und gewannen überraschend in 8:35,23 die Silbermedaille. Fast grenzenlos war die Freude der vier Mädchen als bekannt wurde, dass sie damit auch den neun Jahre alten bayerischen Jungendrekord, der bisher von den Nürnbergern gehalten wurde, pulverisiert hatten. Am zweiten Wettkampftag waren zunächst wiederum Lisa Forster und Julia von der Sitt gefordert und starteten über die 50 m Streckentauchen. In dieser Sprintdistanz ist Lisa Forster in ihrem Jahrgang momentan nicht zu schlagen und so holte sich die Spezialistin in 0:21,74 nicht nur den Jahrgangstitel, sondern auch noch die Silbermedaille in der Kategorienwertung, bei der immer zwei Jahrgänge zusammengefasst werden. Julia von der Sitt verbesserte ihre persönliche Bestzeit auf 0:24,15 und belegte den 8. Platz – um nach kurzer Erholungszeit bereits wieder zum Start über die 800 m Streckentauchen aufgerufen zu werden. Da die Athleten die gesamte Strecke unter Wasser zurücklegen, herrscht während dieser Zeit eine fast gespenstische Stille in der Schwimmhalle. Trainer verfolgen gebannt die Spur der aufsteigenden Luftblasen, die die Position der jeweiligen Schwimmer markieren und können bei einem knappen Ausgang des Rennens nicht eingreifen, denn anfeuern ist zwecklos! Julia von der Sitt hielt sich genau an die zeitlichen Vorgaben des Trainers und spulte die Bahnen gleichmäßig und routiniert ab. Am Ende holte sie erneut den zweiten Platz ihres Jahrgangs und verbesserte ihre bisherige Bestzeit um 7 Sekunden auf 9:53,99. Über die 200 m FS-Strecke gingen Lisa Forster, Sophie Kemptner und Marte Anders an den Start. Während Lisa Forster mit 1:59,50 den vierten Platz belegte und den Sprung auf das Siegerpodest nur knapp verfehlte, durfte sich Sophie Kemptner (Jhg. 97) mit 2:04,44 und einem 2. Platz über einen gelungenen Einstand bei den Deutschen Jugendmeisterschaften freuen. Marte Anders (Jhg. 97) zeigte enormes Stehvermögen und konnte sich durch einen kraftvollen Schlussspurt den 6. Platz in 2:19,27 sichern. Im anschließenden 50 m FS-Rennen schlug die Stunde von Sophie Kemptner. Gerade über die kurzen Distanzen sind ein schneller Start, eine perfekte Technik und große Schnellkraft ausschlaggebende Faktoren – und die junge Schwandorferin beherrscht sie alle. Nach nur 0:24,54 war das Rennen für Sophie bereits beendet und die Goldmedaille sicher. Auch Lisa Forster sprintete eine Bahn mit höchster Geschwindigkeit und belegte den 2. Platz in 0:24,01. Marte Anders verpasste den Sprung auf das Siegerpodest denkbar knapp und belegte nach 0:26,84 den 5. Platz. Der dritte Tag begann für alle vier Schwandorfer Finswimmer mit dem Start über die 100 m Streckentauchen. Hier konnten sich die Sprinter wiederum bestens in Szene setzen und nochmals die Medaillenbilanz der Schwandorfer verbessern. Sophie Kemptner war erneut nicht zu schlagen und bekam für den Sieg in 0:56,64 ihre Goldmedaille überreicht. Lisa Forster belegte in 0:50,25 den ersten Platz ihres Jahrgangs, Marte Anders schrammte erneut nur knapp am Treppchen vorbei und belegte in 1:05,28 den 4. Platz. Für die Langstrecklerin im Team, Julia von der Sitt, war in dieser Disziplin nichts zu gewinnen und so landete sie, trotz neuer Bestzeit, in 0:55,46 auf dem 10. Platz.
Den krönenden Abschluss der Deutschen Jugendmeisterschaften im Finswimming bildete die 4 x 100 m FS-Staffel. Gerade auf dieser kurzen Distanz spielt neben der Sprintfähigkeit auch die Taktik eine große Rolle und so entschloss sich Trainer Peter von der Sitt zu einem gewagten Schritt. Er ließ die Schwimmerinnen in einer völlig unorthodoxen Reihenfolge starten und hatte Erfolg. Lisa Forster, Julia von der Sitt, Marte Anders und Sophie Kemptner erschwammen sich unter den lauten Anfeuerungsrufen der Betreuer und mitgereisten Eltern einen nicht für möglich gehaltenen 3. Platz in 3:45,06, was neben der Bronzemedaille auch eine erneute Verbesserung des bayerischen Rekords aus dem Jahr 1990 bedeutete. Obwohl die Schwandorfer Finswimmer außer dem Hotel und der Schwimmhalle nichts von der Bundeshauptstadt gesehen hatten, waren sie mit dem Wochenende rundum zufrieden. In Sportlerkreisen zählt eben eine neue Bestzeit mehr als Sightseeing und Shopping.

Zuerst ist mal ....
Zuerst ist mal ....

... Sightseeing angesagt!
... Sightseeing angesagt!

Zweiter Platz mit der Staffel - SUPER!
Zweiter Platz mit der Staffel - SUPER!

Julia - Marte - Sophie - Lisa, da strahlen sie.
Julia - Marte - Sophie - Lisa, da strahlen sie.

Bärlin war eine Reise wert!
Bärlin war eine Reise wert!

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