Tauchcenter Nullzeit, Duisburg Geschrieben am 04.04.2011 von Marko [CMAS***, 262 TG]
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Zu Acht haben wir das Tauchcenter Nullzeit besucht. Wir wurden freundlich aufgenommen und nach dem kurzen Einchecken gab es eine Einweisung über den Umkleide- und Tauchbereich. Das Gebäude ist ein alter Wasserspeicher und versprüht Ruhrgebiet-Industrie-Charme. Parkmöglichkeiten sind vorhanden und zum ein- und ausladen fährt man zum Gebäude vor. Unter der überdachten Laderampe kann man sein Tauchgerät zusammenbauen. Ist etwas eng aber auch bei viel Betrieb mit etwas Rücksichtnahme machbar. Hier wäre ein ´Rödeltisch´ zum bequemeren Anziehen sinnvoll. Zum Umkleiden geht es in den Keller. Jeder bekommt ein Vorhängeschloss für die Spinde. Warum es so viele Umkleidekabinen gibt, erschließt sich mir nicht. Dafür gibt es keine Dusche. Da der Boden hier nass und dreckig ist, wäre zumindest ein Schlauch zum abspritzen des Anzugs eine gute Idee. Dafür gibt es viel Platz zum Aufhängen der Anzüge. Nun geht es zum Tauchen. Man erhält ein Anhängsel mit Nummer, die in eine Tauchgangsliste eingetragen wird. Die maximale Tauchzeit beträgt eine Stunde. Wer länger möchte, kann kurz Bescheid sagen und dann wieder in den Fluten verschwinden. Das Wasser wird nicht geheizt aber es ist zumindest etwas wärmer als im See. Anfang April war das Wasser 9° C ´warm´. Der Tauchbereich ist unterirdisch angelegt und nach ein paar Stufen gelangt man auf ein kleine Plattform auf der man sich fertig machen kann. Auf der rechten Seite ist die Treppe vom Ausstieg. Dann geht es in das ca. 6 m tiefe Becken. Man folgt einem mäanderförmigen Weg durch die acht Bereiche. Abkürzungen zum Ein- oder Ausgang führen unter Wasser durch türgroße Durchgänge. Im Notfall müsste der Weg zurück geschnorchelt werden. Zur Decke hin ist ein knapper Meter frei. Um vom linken in den rechten Bereich zu kommen, muss ein enges Loch durchtaucht werden oder der Weg über Ein- und Ausstieg genommen werden. Die einzelnen Bereiche sind unterschiedlich interessant. Sehr gut sind das ´Piratenschiff´, ´Friedhof´ und ´Ladenstraße´. Die anderen Bereiche sind ausbaufähig und bei der ´Kirche´ hätte ich mir mehr Liebe zum Detail gewünscht, so wie bei den oberen drei Bereichen. Aber es ist ja gerade ein Jahr alt. Es wird sicher nach einiger Zeit renoviert werden müssen. Besonders die von den Wänden abblätternde Farbe ist schon etwas unschön. Die Sichtweiten waren Vormittags bei etwa 15 m und Nachmittags ca. 10 m. Trotz viel Betrieb hat man kaum andere Taucher gesehen. Es ist viel Platz. Ist man wieder umgezogen, kann die Flasche zum Füllen abgegeben werden. Das Füllen ist nicht gerade günstig aber noch erträglich und geht recht schnell. Nun kommt das ausruhen vor dem zweiten Tauchgang. Bei gutem Wetter kann man auf der großen Terrasse Platz nehmen. Wir hatten leider Regen, also drinbleiben. Beheizt wird mit Holzöfen, was einem Nasstaucher wie mich wieder aufwärmt. Sehr unangenehm ist das Rauchen im Gebäude. Ist viel los, ist die Luft im Raum für einen Nichtraucher kaum zu ertragen. Ändert das bitte! In einer Ecke ist die ´Gastronomie´ zu finden. Die freundlichen Damen bieten eine kleine Auswahl an essen und trinken zu fairen Preisen an. Vielen Dank, war lecker! Über Leihausrüstung und Ausbildung kann ich nichts sagen. Insgesamt war es, bis auf Rauch und Regen, ein schöner Tauchtag. Die Attraktionen sind noch ausbaufähig. Sehenswert ist es jetzt schon und eine Alternative zum See. Die freundliche Aufnahme lässt über die genannten Unbequemlichkeiten hinwegsehen.
Kleiner Tipp am die Taucher: Macht beim ´Friedhof´ doch eure Unterwasser-Flagscheinwerfer aus und die kleinen Backup-Funzeln an. Gibt eine prima Atmosphäre.
Bewertung :
( 3 von 6 Flossen )
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Tauchcenter Nullzeit, Duisburg Geschrieben am 21.03.2011 von Crystall [CMAS **, 41 TG]
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Wir waren vor kurzer Zeit im Wasserspeicher des Tauchcenters Nullzeit. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass der Tag sujper war, allerdings ist das Tauchcenter auch nicht besser (eher schlechter) als der Gasometer in Duisburg.
1) Anfahrt Die Anfahrt zum Tauchcenter ist unproblematisch, da es sehr Zentral gelegen ist. 5min von der Autobahnausfahrt entfernt ist schon der Wasserspeicher.
2) Tauchplatz Der Wasserspeicher ist ganz nett. Als Highlights sind sicherlich das Piratenschiff und die versenkte Stadt anzusehen.
Man taucht in 40m langen und 7,5m breiten Gängen in ca. 5m Tiefe. Jeder Raum ist eigens dekoriert und an den Wänden waren mal irgendwann Graffitis, welche allerdings nicht mehr vorhanden sind. Folgerichtig taucht man in einem Betonklotz.
Besonders gefallen haben mir das Piratenschiff und die versunkene Stadt. Die Silbermine ist etwas karg, sowie die Kirche und das ´Riff´. Vorsicht ist vor allen Dingen in der Stadt geboten. Dort sind einige Schaufenster gebrochen und daher besteht dort Verletzungsgefahr. (Der Betreiber sollte diese Fenster bei Möglichkeit austauschen oder ganz rausnehmen.)
Die Lichtverhältnisse sind nicht so gut. Man sollte also auf jeden Fall eine Lampe dabei haben.
3) Personal Das Personal ist nett und auch die kalbsgroßen Hunde sind wirklich klasse. Allerdings denke ich dass Menschen einer Abneigung gegen Hunde durchaus Probleme mit diesen ´Riesenviechern´ haben.
4) Aufenthalt Man kann seine Oberflächenpause im Pausenraumhalten. Was mir dort jedoch nicht gefällt ist, dass dort geraucht wird. Das sollte geändert werden, da nicht jeder Taucher auch ein Raucher ist.
5) Fazit: Das Tauchcenter Nullzeit ist ganz nett, allerdings nicht atemberaubend und schon gar nicht günstig. 25€ sind ein Preis. Nach zwei Tauchgängen hat man alles gesehen und es wird schnell langweilig. Auch werden keine Duschen angeboten und in der Umkleide ist es schon kalt.
Im Vergleich mit dem wenige Kilometer entfernten Gasometer kann ich aus Erfahrung behaupten, dass der Gasometer schöner und spektakulärer ist. Des Weiteren sind die Räumlichkeiten im Gasometer besser (Duschen, Umkleiden etc.).
Ich werde in das Tauchcenter Nullzeit wohl nicht mehr fahren, obwohl es ganz nett war. Deshalb 4 Flossen, da das Schiff und die Stadt schon sehr schön sind und man so etwas mal gesehen haben sollte.
Bewertung :
( 4 von 6 Flossen )
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Tauchcenter Nullzeit, Duisburg Geschrieben am 22.12.2010 von AndyS [PADI DM, 262 TG]
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Wir hatten uns am 18.12.10 zu dritt vom Rhein-Main-Gebiet aus aufgemacht, um mal diesen neuen Indoor-Spot zu besuchen und zwei Tauchgänge zu absolvieren. Um 10:00 wollten wir eigentlich dort sein, allerdings machten uns die winterlichen Straßenverhältnisse einen Strich durch die Rechnung. Und so wurde es 11:30, bis wir in der mit zwei Holzöfen gut geheizten Cafeteria des Tauchcenter Nullzeit einen ersten Kaffee trinken konnten, nachdem wir vom supernetten Team des Tauchcenters freundlich begrüßt worden waren. Nach etwas Smalltalk fuhren wir mit unserem Auto vor den Eingang, luden unser Gerödel aus und brachten dieses dann direkt in die Umkleiden im Keller. Auch hier sorgte ein Holzofen für angenehme Temperaturen. Nach der Anmeldung und einem Briefing ging´s dann über eine beqeme Einstiegsplattform ab in´s Becken zum ersten Tauchgang. Die insgesamt 8 serpentinenartig verlaufenden Gänge (jeweils 40m lang und 7,5m breit) des ehemaligen Wasserspeichers werden nacheinanader durchtaucht. Die Übergänge von einem Gang zum anderen sind einige Meter breit und raumhoch. Lediglich von Gang 4 nach Gang 5 taucht man durch einen ca. 1m x 1m großen Wanddurchbruch. Der Wasserspeicher ist übrigens nicht bis unter die Decke gefüllt. Man kann somit an jeder Stelle auftauchen. Aus fast jedem Gang kann man außerdem durch Wanddurchbrüche, bzw. durch dicke Rohre (ca. 1m Durchmesser) direkt zum Einstieg (Gang 1-4) oder zum Ausstieg (Gang 5-8) gelangen. Jeder Gang wurde von den Betreibern thematisch anders gestaltet. Highlights sind dabei sicherlich das betauchbare Piratenschiff (Gang 3) sowie die mit sehr vielen Details ausgestattete ´Stadt unter Wasser´ (Gang 8). Das soll aber bestimmt nicht heißen daß die anderen 6 Gänge (u.a. mit Kirche, Friedhof, Silbermine und Wohnung) langweilig sind - das Gegenteil ist der Fall (Bilder zu den einzelnen Gängen findet Ihr auf der Homepage des Tauchcenters). Vom 8.Gang aus geht es dann zur Ausstiegsplattform. Wärend wir uns nach diesem ersten Tauchgang in der Cafeteria stärkten (zur Auswahl standen u.a. frisch gegrillte Bratwurst, Knackwurst, belegte Brötchen, Tagessuppe, etc.), wurden unsere Flaschen für den zweiten TG gefüllt. Auch bei diesem zweiten Tauchgang wurde es uns nicht langweilig, denn wir entdeckten immer wieder Details, die wir beim ersten TG übersehen hatten. Die Wassertemperatur lag übrigens bei 11°C, und sie steigt auch im Sommer nur auf bis ca. 18°C an. Die Sicht ist sehr gut, Sediment gibt es so gut wie gar nicht. Eine Lampe ist unbedingt mitzunehmen, auch wenn die meisten Gänge beleuchtet sind; der Friedhof ist allerdings stockdunkel!
Fazit: Hier hat jemand eine gute Idee gehabt, und diese Idee auch gut umgesetzt. Es macht Spaß, hier zu tauchen. Auch für Anfänger ist das Tauchen hier gefahrlos möglich. Die Preise sind angemessen, das Team ist sehr nett und zuvorkommend. Nach Absprache sind ´Nachttauchgänge´ möglich (da wird dann einfach das Licht ausgeschaltet), ebenfalls nach Absprache ist im Sommer Camping auf dem Gelände möglich. Die Infrastruktur ist gut (Cafeteria, Füllanlage, Ausrüstungsverleih, abschließbare Spinde in den Umkleiden, etc.), wird aber nach Auskunft der Betreiber noch weiter verbessert. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen!
Bewertung :
( 6 von 6 Flossen )
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Tauchcenter Nullzeit, Duisburg Geschrieben am 02.05.2010 von toto1495 [MSD, 250 TG]
Eines vorweg, diese Bewertung ist von einem bekenenden Süßwassertaucher und wird nicht mit der Meinung von Urlaubstauchern vergleichbar sein.
Das Tauchcenter Nullzeit befindet sich direkt an der A3/ A40 bei Duisburg.
Es handelt sich um einen ehemaligen Wasserspeicher, der entsprechend für die Nutzung durch Sporttaucher umgestaltet und geflutet wurde.
Die erste Flosse gebe ich für das Team, das zuvorkommend, hilfsbereit und einfach unaufdringlich present ist.
Die zweite Flosse gebe ich für den unkomplizierten Umgang, was Anmeldungen, Schriftkram und Briefing angeht.
Die dritte und vierte Flosse gebe ich dem Becken selbst, was mit viel Mühe und Aufwand in eine abwechslungsreiche Themenwelt gestaltet wurde, von durchtauchbaren Mienen und Booten über Unterwasserhäuser, einem Kirchenraum mit nebenstehendem Friedhof und vieles mehr.
Die fünfte Flosse gebe ich aufgrund des wenigen Betriebes, 15 Taucher am Samstagmittag ist echt eher wenig, bedenkt man die räumlichen Trennungen unterwasser.
Die 6. Flosse gebe ich den erfolgreich inzenierten Lichtakzenten unter Wasser sowie die vielen Kleinigkeiten an Dekorationen, die erst beim 2. hinsehen ins Auge fallen.
Das Manko, das Umkleiden und andere Kleinigkeiten noch nicht fertig gestellt sind, wird mit einer vorrübergehenden vergünstigten Eintrittspreisliste ausgeglichen.
Alles in allem erinnert die Taucherei hier an seinen Zwilling, das Gasometer in Duisburg, nur sind die Wege deutlich kürzer.
Wer Flora, Fauna und lichtdurchflutete Gänge sucht, geht hier mit völlig falschen Erwartungen an das Tauchcenter, ehr ist es unter Wasser düster mit mehr oder weniger beleuchteten Gängen.
Eine Lampe empfinde ich als Pflicht, bedenkt man die zahlreichen Bäume samt Baumkronen auf dem dunklen Friedhof, in denen man sich gelungen verheddern kann, wenn man sie nicht sieht.
Bewertung :
( 6 von 6 Flossen )
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Tauchplatzkarten in Hülle und Fülle - aus der ganzen Welt gibt es auf unserer Kartenseite. Hier sind viele in- und ausländische Tauchplätze verzeichnet, und mit unseren Karten kann man sich prima auf den Tauchgang vorbereiten.
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