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Unawatuna Geschrieben am 31.05.2002 von Melli [Padi AOWD, ? TG]
11 von 17 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 8 von 8 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Drei Monate nach meinem Urlaub habe ich mir heute mal meine Beurteilung vom Unawatuna Diving Center durchgelesen, die ich immer noch bis in jedes Detail vertrete. Dabei habe ich gesehen, daß es eine neue Funktion bei Taucher.net gibt: Mit dieser Funktion haben mehrere Leute meinen Bericht als hilfreich beurteilt, bzw. stimmten in Ihren Meinungen mit der meinen überein. Das fand ich total klasse :-)
Aus eben diesem Motiv heraus möchte ich noch einen Bericht über meinen (Abenteuer-) Urlaub ergänzen, dieser soll allerdings nicht die Informationen über Religion und Vegetation ergänzen (davon gibt`s meiner Meinung nach reichlich), sondern vielmehr beschreiben, wie ich die Menschen dort erlebt habe.
Für mich selber ist es auch die Möglichkeit, mich nochmal bei allen Leuten von CeylonEnterprises herzlich zu bedanken. Für alle anderen, die eventuell mit dem gleichen Gedanken spielen - sich ganz alleine auf, in ein "fremdes Land" zu begeben, soll dieser Bericht eine Ermutigung sein.
Überhaupt einen Urlaub alleine zu machen, resultierte aus einer Art schmollen: Mein Freund hatte seinen SnowboardUrlaub schon lange geplant, er hat mich x-fach gebeten mit zu kommen, aber ich wollte keine Spaßbremse sein: ich kann Kälte einfach nicht ab - die gehört nun mal bedauerlicherweise zum Schnee, zusätzlich habe ich auch noch total überflüssige Höhenangst - also, ich bin nicht wirklich WinterUrlaub-geeignet.
Aber Urlaub machen kann ich auch - jawoll: Die Idee mit SriLanka kam mir dann über www.google.de! Ich habe folgende Wörter in die Suchmaschine eingegeben: "Tauchen, günstig und warmes Wasser" -> heraus kam SriLanka!
Über Email hatte ich Kontakt zu den Leuten von CeylonEnterprises (www.srilankadiving.com) aufgenommen, die schon vor mir unverschämt gute Kritiken hatten. Das Schöne ist, daß man hier auch zum Teil deutsch reden/schreiben kann.
Dann brauchte ich noch einen Flug: www.flug.de - ausgucken, buchen, überweisen, ausdrucken - fertig! Mit meinem Zimmer in Unawatuna am Strand und der Abholung in Colombo war danach auch alles klar.
Wo ist der Haken - habe ich mich die ganze Zeit gefragt? Irgendwas muß doch schiefgehen, aber bis auf ein paar kleine Mißgeschicke am Flughafen D`dorf lief alles wie geschmiert!
In SriLanka habe ich mich als Erstes echt erschrocken: COLOMBO: Hilfe, überhaupt nicht mein Fall - zu voll und zu viel Beton.
Als die zwei Fahrer die mich abholten den Vorschlag machten, eine kleine Mahlzeit außerhalb von Colombo einzunehmen, war ich total dankbar. Ich war schneller eingeladen, als ich gucken konnte - verrückte Welt, oder?!
Während der Fahrt in den Süden wurde mir allmählich klar, was alle Leute mit "wunderbar, atemberaubend, idyllisch, faszinierend, etc., etc." meinten.
Die Beiden bemühten sich darum, daß ich während der Fahrt schon einige markante Dinge zu sehen, bzw. zu hören bekomme, meine Aufnahmefähigkeit neigte sich allerdings bereits dem Ende entgegen.
Als wir dann in Unawatuna-Dalawella in diesem total schönen Wijaya Beach Cottage ankamen, wurde meine leere Hülle (ich kann im Flugzeug nie schlafen) direkt auf`s Zimmer geleitet und ich mußte erstmal etwas Schlaf nachholen.
Aufgetankt fand ich mich dann einige Stunden später auf der Veranda von Karus Restaurant wieder, das dem Wijaya direkt angeschlossen ist. Dort nahm ich erstmal, die Füße fast im türkisblauen Wasser des Hausriffs, eine gehörige Mahlzeit mit einer kalten Flasche "Lion-Beer" ein - Boooaaah!
Bei dem darauffolgenden Sonnenuntergang tränten mir fast die Augen - sensationell, unvorstellbar, einfach wunderbar - wie es alle beschrieben haben - ein ganzes Stück Wehmut im Herzen, mußte ich mir ziemlich auf die Zunge beißen, weil ich dieses Erlebnis nicht mit meinem Freund teilen konnte.
Als die Leute dort mitbekamen, daß ich irgenwie geknickt war, versuchten sie direkt mich aufzubauen. Wir saßen beieinander, spielten, tranken und redeten miteinander - das ist schon erstaunlich - ich brauche normalerweise mindestens eine Woche bis ich anfange englisch zu sprechen - alberne Hemmungen ;-)
In den nächsten Tagen wurde ich oft zu den verschiedensten Dingen eingeladen: mit in den Tempel zu kommen, Volleyball zu spielen, oder einfach mal einen Spaziergang den Strand hinunter zu machen. Hatte ich Halsschmerzen, wurde mir ein Tee gemacht, eben wohlbehütet!
Nach wenigen Tagen klappte es sogar mit dem Tischnachbarn - spontane Unterhaltungen auf englisch - sowas habe ich bei mir nicht für möglich gehalten!
Natürlich gibt es auch die, aus allen Reiseführern bekannten, "Guides" in Unawatuna, wobei die sich aber meiner Meinung nach sehr von dem "harten Kern" unterscheiden. Bei mir hat es schon gereicht, daß ich mich von diesen Leuten direkt etwas distanziert habe. Was mir in Dalawella sehr positiv aufgefallen ist, die Guides haben sich das anscheinend gemerkt - man wurde also nicht jeden Tag auf`s neue angesprochen, sondern einmal und gut!
Ich kann jedem, der nicht viel Luxus benötigt, Unawatuna wärmstens ans Herz legen - wirklich ein Paradies :-)
Dieses Land und seine Menschen haben mich auf`s tiefste beeindruckt, die Aufmerksamkeit, das Einfühlungsvermögen und der gesunde Humor der Menschen läßt mein Herz höher schlagen, wenn ich daran denke, daß ich im Januar 2003 wieder da bin - diesmal aber gemeinsam mit meinem Freund.
Bis dahin ganz liebe Grüße und vielen Dank an das gesamte Team, vor allem aber an das Wijaya-Team Elisabeth, Mahendra und Kokilè (hoffentlich richtig geschrieben), ans UnawatunaDivingCenter: Sumith und Ranjith, sowie an den mir bekannten Rest der Familie: Susil und Karu :-)
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16 von 17 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 8 von 11 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Ende November bis zum 15. Dezember 2001 habe ich mit meiner Frau ein paar sehr schöne Tage in Sri Lanka verbracht. Wir haben aufgrund eines "Insider-Tipps" (mehr dazu unten) die malerische Bucht von Unawatuna, genauer Unawatuna-Dalawella, ausgesucht. Die Bucht liegt im Süd-Westen von Sri Lanka, eigentlich genau zwischen den Touristenhochburgen Galle und Kogalla. Gleich vorweg: wir sind keine "typischen" Touristen! Je weniger Europäer, Amis oder Australier wir am Strand antreffen, umso besser! Nichts ist für uns schlimmer, als sinnlos in der Sonne neben dutzenden anderen Touristen zu braten und dauernd von fliegenden Händlern - in Sri Lanka werden sie "Beach Boys" genannt, genervt zu werden. Deshalb waren wir für den Unawatuna-Dalawella Tipp sehr dankbar.
Während die eigentliche Bucht von Unawatuna im Westen einige Hotels und Anlagen und dementsprechend "viele" Touristen hat (viel ist relativ - es waren einige `zig dutzend Touristen - weit entfernt vom Massentourismus), ist Dalawella ein verschlafenes Örtchen mit keinen echten Hotels aber einigen Cabanas - den Blockhüten in Sri Lanka.
In einer solchen Cabana haben wir dann auch übernachtat: 5-10 Meter vom Meer entfernt. Obwohl die (recht befahrene) Hauptstrasse auch Dalawella durchquert, lag unsere Cabana sehr günstig. Vom Strassenverkehr haben wir nichts mitbekommen - dafür hatten wir recht laute Wellen, die uns unsere Umwelt einfach vergessen liessen. Im Garten unserer privaten Anlage stehen 66 perfekt exotische Kokosnusspalmen und 2 weitere Cabanas. Der Hausherr Susil und seine Frau kümmern sich (auf Wunsch) ständig um die Gäste: Frühstück auf der eigenen Cabana-Terrasse, zwischendurch Ananas- oder sonstige Fruchtsäfte, ein paar süsse Eierkuchen oder deftige Curry-Gerichte - herrlich romantisch! Wem die Küche von Susil nicht reicht, der geht etwa 200 bis 300 Meter über die Strasse oder entlang des Strandes zum "Karus Restaurant" von Mahendra. Hier schmeckt auch des einheimische Bier zusammen mit einem Chicken-, Fisch- oder Shrimps-Curry. Oder man verspeist frisch gefangenen Lobster, Calamares (Cuttle Fish) oder einfach nur eine Makrele.
Der Strand vor den Cabanas und dem Karus Restaurant ist durch das Riff geschützt. Das bedeutet, daß man in einer Art Badewanne in seichtem Wasser baden kann, aber ohne größere Anstrengungen an dieser Stelle nicht in das offene Meer hinter dem Riff kommt. Schnorcheln ist hier möglich, selbst in der Badewanne sieht man zahlreiche kleine Fische - nur ein Korallenriff darf man nicht erwarten.
Aber in taucher.net geht es ja um`s Tauchen - also zur Sache: In Unawatuna gibt es meines Wissens drei Tauchbasen - na ja, wenn man sie so nennen kann. Direkt am "Touristenstrand" in Unawatuna eine Hütte mit wenig altem Gerät - eine wirkliche Tauchbasis ist nicht zu entdecken. Ebenso das "Seahorse Diving" in Unawatuna (etwa 2 km von den Cabanas entfernt).
Wir haben auf der dritten Basis, dem "Unawatuna Diving Centre" mit den Tauchlehrern Micha (aus Deutschland) und Sumith (aus Sri Lanka) getaucht. Diese Basis eines deutschen Besitzers zeigt, wie es sein muss: saubere Anlage (ständig wird gewischt und geputzt), insgesamt gute Auswahl an Jackets und Wetsuits, Süßwasserdusche, zwei Süßwasserbecken zum Spülen der Ausrüstung, Kompressorraum, Trockenraum, eigener Raum für private Ausrüstung/Umkleide. Alles ist sehr gepflegt, hübsch bemalt und ansprechend eingerichtet.
Ich habe während meiner Anwesenheit 13 mal getaucht und dabei zahlreiche Sites vor der Küste Unawatunas gesehen, meine Frau war 4 mal unterwasser. Zusammenfassend kann ich das Tauchen in Unawatuna so beschreiben:
- Viiiiele Fische - Kein/kaum Korallenriff, aber zahlreiche solitäre Stein- und Weichkorallenkolonien - Die Sicht war wechselnd - teilweise nur 5 Meter nach einer unruhigen Nacht, dann wieder locker 15m am nächsten Tag. - permanent 27-28 Grad C warmes Wasser - Tauchtiefen 8 bis 28 Meter
Wir haben viel von dem gesehen, was der indische Ozean zu bieten hat: Schnapper, Grunzer, Makrelen verschiedenster Art, Rotfeuerfische, grosse Muränen, schwarze und bunte grosse Papageienfische, Zitterrochen, Lobster, Napoleon-Fische (einmal 4 Stück à etwa 1.2/1.5 Meter bei einem Tauchgang), Fledermausfische, Schildkröten, kleine Barracudas, Sepien, unzählige Falter- und Wimpelfische, Doktoren, Igel, Zackenbarsche usw. usw...
Wir haben bisher erst in der Karibik (Tobago und Grenada) getaucht, haben also kaum Vergleichsmöglichkeiten. Was uns hier besonders aufgefallen ist, war die Vielzahl der Fische bei den meisten Tauchgängen. Mein schönster Tauchgang ging übrigens in 28 Meter Tiefe, zwischen und entlang hoher Felsen. Beim Abtauchen wäre ich beinahe auf einen mehr als einen Meter grossen Zackenbarsch getreten, der aber rechtzeitig Leine zog. Beim nächsten Blick um die Ecke stand ein dichter Schwarm Süßlippen in einer kleinen Höhle. Darüber grosse Grunzer, etwa 20 bis 30 Stück - ein paar Flossenschläge weiter schwammen 5 ausgewachsene Fledermausfische vorbei. Ein Blick zur Seite - einige fette schwarze Papageienfische mit weissen Kiefern nagten an dem Gestein/einer Koralle herum. Nächster Felsen - uuups grosse Muräne in einer Spalte. Wieder ein paar Meter weiter 2 Rotfeuerfische, danach eine Dreiergruppe gelbe Pinzettfische. Hinter dieser Felsengruppe ging es etwas ins "offene Wasser" - Napoleon - zwei grosse Stück, zum Greifen nahe. Sie schwammen sehr ruhig und schienen sich überhaupt nicht für uns zu interessieren - gigantisch! Dazwischen natürlich überall das "Kleinvieh". Dieser Tauchgang hat mich wirklich schwärmen lassen - meine Frau war aufgrund der Tiefe leider oben geblieben und bereute ihren Entschluss bitterlich. Es gibt wirklich viele und einige grosse Fische in Unawatuna, aber dieser Tauchgang war wirklich die Krönung!
Das beste an den Tauchgängen waren übrigens nicht die Fische, sondern die sehr nette, ruhige und freundliche Atmospähre. Der deutsche Tauchlehrer war zu unserer Zeit nicht auf der Basis, wie sind also mit Sumith und/oder dem einheimischen Divemaster Ranji getaucht. Dieser hat selbst merklich Spaß am Tauchen und freut sich jedesmal mit den Touristen, wenn wieder ein Highlight ins Blickfeld kommt. Die Tauchgruppen waren klein - natürlich liegt das auch an den wenigen Touristen in der Bucht. Aber selbst, als aufgrund einiger neuer Taucher und eines Lehrgangs auf der Basis richtig was los war, wurde nicht gehetzt oder "gestopft". Mehr als 5 Mann hat es bei keinem Tauchgang gegeben. Mittlerweile gibt es an der Basis zwei Boote und genügend fähige Bootsleute, sodaß auch parallele Tauchgänge von zwei kleinen Gruppen möglich sind.
Genug geschwärmt, hier unser Fazit: Wir fahren wieder nach Unawatuna! Die Kombination aus unglaublich schöner Natur, netten Menschen, preiswertem Essen/Leben, wenigen Touristen in Unawatuna, der Möglichkeit von Safaris/Reisen ins Landesinnere zu Natur und Kultur lassen alle möglichen Bedenken vergessen. Übrigens war gerade Wahl - trotz angekündigter Unruhen haben wir uns zu jederzeit sicher gefühlt.
Man kann in Sri Lanka aber auch wirklich schreckliche Plätze erwischen. Colombo, die Hauptstadt oder Galle. Galle hat zwar einige touristischen Attracktionen wie das Fort, ein nettes Museum und sonstige sehenswerte Gebäude, dafür kann man sich kaum vor Händlern, Guides, Beach Boys und sonstigem nervenden Fußvolk retten. Hier hilft wirklich nur ständiges und überzeugendes "No/Nein", sonst wird man in irgendeiner Form abgeschleppt. Als Ort für mein Hotel/Cabana wäre Galle ein Alptraum. Ebenso schlimm ist Kogalla. Zwar hat dieser Ort wirklich schöne Strände, einen sehr attracktiven Brackwasser-See im Hinterland und sehr viel weniger Guides als Galle, dafür sind die dort gebauten Hotels der Inbegriff für Massentourismus. Fährt man mit dem Tuk-Tuk oder Auto daran vorbei, gleichen die Hotelanlagen Militär-Casernen mit vermutlich hunderten von Zimmern - der blanke Wahnsinn - unbedingt meiden!!!
So, das wars. 4 Flossen für schöne, ruhige und sichere Tauchgänge. Die fünfte Flosse gäbe es vermutlich für einen Tauchgang im Great Basses Reef - dort ist aber nur im Frühjahr Saison. Man verspricht kristallweissen Sand und ein traumhaftes Korallenriff mit Barschen, Schildkröten und Haien... Kommendes Jahr werden wir es ausprobieren! Ürigens hätten wir auch Tobago/Karibik vier Flossen gegeben - nur zum Vergleich.
Gut Luft, Markus und Cathrin
P.s.: Ach, bevor böses Blut aufkommt: ja, ich habe die Website für http://www.ceylonenterprises.com gestaltet - das sind genau die Cabanas, das Restaurant und das Tauchzentrum, von denen ich oben geschrieben habe. Ja, die Website war eine Auftragsarbeit aber ein entschiedenes NEIN - dies ist keine bezahlte oder erzwungene Werbung! Wir haben, nachdem ich die Homepage fertig hatte, uns dazu entschieden, diesen Tipp auszuprobieren. Alles, was oben geschrieben wurde, entspricht unserer Erfahrung/Überzeugung aus unserem Besuch im Dezember 2001. Als Beweis gibt es übrigens bald neue Tauchbilder und Bilder der Natur unter http://www.markusklatt.de/fischsuppe/ und http://www.unawatunadiving.com
Einige von UNS in unserem Urlaub fotografierte Schnappschüsse schon vorab:
Bewertung :
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Wie sieht es bei euch Tauchern aus: Wärt ihr bereit, eine auch deutliche Erhöhung der Tauchversicherungsprämien hinzunehmen, wenn dadurch ein Rundumbereitschaftsdienst der Druckkammern in Deutschland gewährleistet
werden könnte?
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