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Wrack der Al Kahfrain an Shaab Sheer (Safaga) Geschrieben am 21.01.2009 von andrej_v
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He miteinander-
Wir sind im Juni 2007 an Shaab Sheer vorbei gekommen und haben einen Blick auf das Wrack geworfen, dessen letzter Name meines Wissens ´Al Kahfain´ war. Es gibt hier noch einen Eintrag unter anderem Namen ´Poseidonia´. Bewegungen und Geräusche waren keine mehr wahrzunehmen, allerdings hatten wir auch ziemlich ruhige See an dem Tag. Aus vergleichbaren Fotos geht hervor, dass sich die Schiffsaufbauten noch tiefer in´s Riffgestein gemahlen haben, sodass es möglich ist, dass das Wrack jetzt einigermaßen stabil liegt und vielleicht doch nicht über die Kante rutscht. Die ganze Szenerie machte auf mich allerdings einen abstoßenden und beklemmenden Eindruck, als hätte ein an Hospitalismus leidender Riese das Schiff solange auf den Meeresboden gehauen, bis seine Aufbauten quasi komplett verschwunden sind und ich habe noch während des Tauchgangs gehofft, dass an diesem Ort hoffentlich niemand sein Leben verschwendet. Ich glaube dieses Wrack ist das Risiko einer eingehenden Penetration nicht wert. Trotzdem beeindruckt es alleine wegen seiner Größe.
Salut, Andi
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Wrack der Al Kahfrain an Shaab Sheer (Safaga) Geschrieben am 08.12.2007 von DarkShark [PADI RD, 260 TG]
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Allgemeines Die meisten größeren Wracks des Roten Meeres sind bestens bekannt und werden täglich von Safari- und Tagesbooten angelaufen. Entsprechend groß ist der Trubel, wie z.B. an der ´Salem Express´, mit oft täglich Hunderten von U/W- Besuchern die mit riesigen Schwaden ausgeatmeter Preßluft fast schon für Whirlpool- Feeling sorgen.
Um so erstaunlicher ist es, wenn man quasi zufällig bei einem Tauchgang direkt am Rande der populären Dive- Spots plötzlich auf ein wenig betauchtes Wrack in leicht erreichbarer Tiefe und relativ gutem Erhaltungszustand trifft.
Tauchplatz Die Position des Wracks liegt etwa bei N 26° 39,600´ / E 34° 03,291´ (WGS84) am Tauchplatz Shab Sheer Ost etwa auf der Höhe des Küstenorts Safaga. Das mehr als 100m lange Wrack liegt kieloben teils auf Sandgrund, teils auf den Korallenstöcken des angrenzenden Riffs auf. Die Tiefe beträgt hier ca. 16- 25 m. Der Bug ist leicht beschädigt, sämtliche Aufbauten sind unter dem Schiff selbst begraben und sind dadurch nicht zugänglich. Das Heck ist wiederum ziemlich intakt, Schrauben und Ruder sind gut erhalten. Das Wrack erscheint relativ stabil, ein plötzliches Abrutschen über den nahgelegenen Drop- Off ist nicht unmittelbar zu erwarten.
Durch die im Heckbereich oberhalb der ehemaligen Wasserlinie deutlich erkennbare IMO- Nummer 6703317 und dem Namenszug am Bug läßt sich das Wrack schließlich eindeutig als ´Poseidonia´ identifizieren. Das IMO Schiffs- Identifkations- Schema wurde 1987 zur Verbesserung der Schiffssicherheit, Vorbeugung der Meeresverschmutzung, etc. eingeführt und ist seit 1996 verbindlich. Das Ziel war die Zuweisung einer dauerhaften Identifkations- Nummer für Passagierschiffe ab 100 BRT sowie Frachtschiffen ab 300 BRT. Die IMO- Nummer besteht aus der Kennung ´IMO´ sowie sieben Ziffern und ändert sich auch nach einem Namens- und/ oder Besitzerwechsel nicht. Dadurch wird es natürlich sehr viel einfacher Ursprung und Geschichte eines Schiffes zu ermitteln.
Historie Trotzdem gibt es auch Widersprüche: so wurde die ´Poseidonia´ im Jahr 1967 angeblich von Cammell Laird Shipbuilders Ltd. in Birkenhead erbaut und hörte zunächst auf den Namen ´Ulster Queen´. Dieser Name ist auch heute noch, mühsam ´übertüncht´, unter der letzten Bezeichnung ´Poseidonia´ zu erkennen. Andere Quellen nennen dagegen Harland & Wolff Ltd, Belfast als Werft und die Belfast SteamShip Co. als Auftraggeber. Zum ersten Einsatz kam das Schiff dann auf der Linie Liverpool-Belfast im ´Night Service´. Ab 1971 wurde diese Linie unter P&O Ferries vermarktet, 1978 in P&O umbenannt und schließlich 1981 eingestellt. Danach folgten Einsätze bei der Pangloss Bav. Co. Ltd., Limassol als ´Med Sea´ (1982- 1986) zwischen Zypern und Syrien sowie als Al Kahera (nach Aufliegezeit in Piräus 1986-1987), Ala Eddin (1987-1988) und danach verkehrte das Schiff als Ro- Ro- Cargo- Fähre ´Poseidonia´ bei der Hellenic Mediterranean Lines (HML) bis 1998 zwischen Igoumenitsa und Brindisi. Dieser Verwendungszweck wird auch durch das auch heute noch gut erkennbare Heck- Tor deutlich. Im Jahr 2003 wurde sie in Keratsini, Griechenland, erneut aufgelegt und im Mai 2005 zur ´Al Kahfain´. Die letzte Fahrt am 31.10.2005 sollte schließlich unter der Flagge Panamas auf der Route von Suez nach Saudi-Arabien enden, nachdem der auf der Höhe von Hurghada ein Feuer ausbrach und das Schiff dann schließlich sank.
Fazit Ein interessanter Tauchgang an einem ´neuen´ Wrack am Rande altbekannter Plätze der sich gut mit einer Tour zur ´Salem Express´ oder ´Shab Sheer´ kombinieren läßt. Sicher nicht wirklich spektakulär, aber bei gutem Wetter (wenig Wellen und Wind) auf jeden Fall einen Besuch wert.
Heck mit Propeller
Schiffsname ´Poseidonia´
Seitentreppe (Aufgang)
Oberer Bugbereich
Bug ´Poseidonia´
IMO- Nummer 6703317
´Poseidonia´ kieloben
Heck- Klappe
Tauchplatzkarte
Heck- Bereich
Bewertung :
( 5 von 6 Flossen )
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Wrack der Al Kahfrain an Shaab Sheer (Safaga) Geschrieben am 06.02.2006 von Michaelrio [PADI RD, 132 TG]
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Neues Wrack in Safaga - Shab Sheer
Wir haben am 03.02.2006 das neue Wrack betaucht. Es ist immer noch in Bewegung und gibt viele Geräusche ab. Es war schon ein wenig unheimlich. Da durch die Bullaugen und Fenster ´Nebel´ aufstige (wahrscheinlich durch die Ladung - angeblich Zement) war die Sicht nur mäßig. Umgangssprachlich wurde das Wrack als ´Ulster Queen´ bezeichnet. Ich stimme zu, dass aufgrund der Bewegungen der Tauchplatz nichts für Anfänger ist.
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Wrack der Al Kahfrain an Shaab Sheer (Safaga) Geschrieben am 02.01.2006 von Daviddive [AOWD, 30 TG]
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Die Tauchplatzbeschreibung wurde bereits in dem Bericht von Armin gemacht: Hierzu einige Anmerkungen: Auf der Rückfahrt von der Salem, sind wir auch über Shaab Sheer gefahren um das neue Wrack zu betauchen. Das war am 27.12.2005 !!! Das Wrack ist zwischenzeitlich ein Stück runtergerutscht und hat sich etwas gedreht. Aktuell ist es zwischen zwei grossen Korallentürmen eingeklemmt, welche meiner meiner Meinung nach in nächster Zeit nachgeben werden und im schlimmsten Fall wird sich das Wrack mit einer Drehung über den Drop off in 90 Meter tiefe verabschieden. Ich teile nicht die Meinung das dieser TG etwas für Anfänger ist (wenn schon dann mit Stömungs und Wrackerfahrung). Warum: 1. Das ganze Wrack ist in Bewegung, es dreht sich in sich selbst und nach oben und nach unten. Man kann es wirklich hören und sehen, wie es sich in der Dünung bewegt. 2. Wir hatten das ganze als Drifttg durchgeführt und sind bis zum Süden von Shab Sheer zw. dem ersten grossen Block und Hauptriff in die Lagune getaucht.Tauchzeit gesamt 65 min. Will damit sagen, das ein Anfänger schon relativ gut mit der Luft sein muss um hier nicht vorher aufzutauchen und dann mehrer hundert Meter zum Boot schwimmen muss und das bei entsprechenden Wellen. Es gibt vor dem Riff N-NO keine Möglichkeit für den Kapitän sein Boot festzumachen. Für alle die es sich zutrauen ist es ein wirklich spannender TG- mit Wrack- Strömung und tollen Korallen. Für alle die es noch sehen wollen, gebt Gas- ich glaube nicht das das Wrack der Fähre noch lange da sein wird. Gut Luft David
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Wrack der Al Kahfrain an Shaab Sheer (Safaga) Geschrieben am 11.12.2005 von Armin
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Folgender Bericht wurde uns von Nik Weber + Michael übermittelt - vielen Dank:
Vor ca. 3 Wochen ist hier in Safaga ein neues Wrack gesunken. Ein ca. 120 Meter langer Frachter - die "AL AHARAM". Das Schiff hatte Feuer gefangen und der Kapitän setzte das Wrack auf Shaab Sheer wo es in der darauf folgenden Nacht vom Riff rutschte und unterging. Heute konnten wir vom ´ Robinson Club Soma Bay ´ das erste mal dort tauchen gehen um zu prüfen in wie weit das Wrack betauchbar ist. Man kann das Wrack nur mit einem one way betauchen - die spitze des Wracks schaut ca. 1 Meter aus dem Wasser, so dass die Einsprungstelle sehr leicht zu finden ist. Man sollt jedoch etwa 30 Meter weiter nördlich abspringen. Die max. Tiefe liegt bei 22,5 Meter. Bei starker Strömung wird es ein recht kurzer Wracktauchgang. Das Wrack liegt parallel zum drop off. Man kann also nur hoffen dass das Wrack durch die Winterstürme nicht weiter abrutscht. Danke noch mal an den Kapitän das er das Boot so präzise versenkt hat ;)))) Man kann dann schön unter den Aufbauten durchtauchen und danach gemütlich nach Shaab Sheer Ost weiter driften. Wir hatten bei dem Tauchgang leichte Nord Süd Strömung. Wir verbrachten 22 Minuten am Wrack und sind dann bei gemütlichem Tempo 33 Minuten weiter getaucht bis unter das Boot in Shaab Sheer Ost. Echt ein lockerer schöner Tauchgang der alles zu bieten hat. Wrack Drift - Drop off und Korallengarten - auch für Anfänger geeignet insofern sie schon mal vom fahrenden Boot gesprungen sind. Leider ist die Ladeluke geschlossen, so dass man diese eventuell irgendwie öffnen sollte. Dann wäre das Wrack noch interessanter zum betauchen ;))) Anbei noch ein paar Bilder vom Wrack. Also Safaga Taucher: Viel Spass am neuen Wrack Nik Weber (Videofilmer Safaga www.klick-nik.de )
und nun weitere Bilder von Michael direkt nach der Havarie:
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