Tauchplätze Ägypten

Wrack der Salem Express (Safaga)

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 Datenbank - Tauchplätze - Ägypten - 8 Berichte zu diesem Eintrag!

 

Datenbankeintrag 72431
Wrack der Salem Express (Safaga)
Geschrieben am 18.04.2012 von fbauer [CMAS**, 2 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Waren heuer 2 mal bei dem Wrack tauchen sehr schöner tauplatz nur zu empfehlen! wünderschon bewachsen!

Wrackdetails:
Name: Salem Express
Typ: Fährschiff
Nationalität: Ägyptisch
Baujahr: 1966
Tonnage: 1105 BRT
Gesunken: 16.12.1991
Länge: ca.100m
Tiefe: 10-33m

Die Salem Express war mit 1105 Bruttoregistertonnen und einer Länge von 100 Metern eines jener typischen, großen Fährschiffe, wie sie vielfach im Mittleren Osten eingesetzt werden. Sie war mit zwei Maschinen ausgestattet, und der Antrieb erfolgte über zwei Wellen und Schrauben.

Ein tragischer Navigationsirrtum war es, der den Untergang der Salem Express herbeiführte. Das Schiff kam von Jeddah in Saudi-Arabien und wollte den Hafen von Safaga anlaufen. Nur elf Kilometer vom Zielhafen entfernt lief die Fähre mit voller Fahrt auf den westlichsten Korallenblock vom Hyndman-Riff auf.

Ein 10 Meter langes Loch war in den vorderen Teil des Rumpfes gerissen worden, wodurch die riesige Bugklappe des Schiffes aufsprang. Durch diese beiden Öffnungen drangen enorme Wassermengen ein und es sank in nur wenigen Minuten. Von den 690 Passagieren überlebten nur 180 den Unfall.

Es versteht sich von selbst, daß man nicht den Versuch unternimmt, in die Fahrgasträume einzudringen. Selbstverständlich ist es, daß den Hundertschaften von Toten Respekt gezollt werden muß.

Der Tauchgang beginnt am Heck. Die mächtigen Ausmaße der Backbordschraube sind imponierend. Hier im Heckbereich kann man die Überreste des Sonnendaches aus Wellblech finden, ebenso noch gut erhaltene Poller, Schiffstaue, Entlüftungskamine und Winschen.

Man schwimmt an der Backbordseite entlang zum gut erhaltenen Hauptdeck sowie zum Sonnendeck. Weiter bugwärts erreicht man die ersten Aufbauten, und nach 15 Metern ist man bei zwei Davits angelangt. Schwimmt man hier in die Tiefe, gelangt man zu den Rettungsbooten, die ausgefahren sind, aber immer noch an den Seilen hängen. Schon aus einem gewissen Abstand erkennt man die beiden großen Schornsteine, von denen jeder den riesigen Buchstaben ´S´ trägt.

Von hier aus geht es zur Brücke direkt über dem Hauptdeck. Auf ihrem Dach sind noch unversehrt Antennen und ein großer Radarschirm erhalten. Durch die Fenster der Brücke kann man einen Blick ins Innere werfen. Nach der Brücke wendet man sich dem Vorderdeck und der Hauptluke zu, aus der ein riesiger Anker aus seiner Klüse herausragt.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 30829
Wrack der Salem Express (Safaga)
Geschrieben am 24.10.2006 von Oland-air [AOWD, ? TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Die Salem Express ist im Dezember 1991 auf dem Weg von Mekka nach Salem gesunken. Beim Untergang befanden sich mehr als 1000 Passagiere an Board, von welchen lediglich etwa 200 das Unglück überlebten. Aus diesem Grund wird dieser Tauchplatz von einigen Bootsführern (insb. aus Safaga) ungerne oder gar nicht angesteuert, da bei dem Unglück in vielen Fällen Verwandte, Bekannte oder Freunde der Einheimischen ums Leben kamen.
Daher sollte man auf jeden Fall das Gebot ´nicht in das Wrack zu tauchen´ (es wird verständlicherweise als heilige Stätte betrachtet)
befolgen.

Kann man sich emotional von der Tatsache des tragischen Unglücks ein wenig distanzieren, dann erwartet einen ein sehr interessanter Wracktauchgang. Das Wrack ist innerhalb der letzten 15 Jahre schon relativ schön bewachsen und bietet ein Zuhause für viele der typischen Rifffische des Roten Meeres.
Das Wrack ist 120 Meter lang, liegt auf der Seite und eignet sich ideal für Retro-Fotografie.
An der tiefsten Stelle liegt es auf etwa 34 Metern und reicht mit dem Heck bis knapp 8 Meter unter die Wasseroberfläche.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 21589
Wrack der Salem Express (Safaga)
Geschrieben am 26.10.2005 von www.dive-dive-dive.de [SSI AOWD, ? TG]

0 von 0 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ich war dieses Jahr 2mal an der Salem Express und muss rückblickend festhalten das dies doch die beiden beeindruckendsten Tauchgänge waren die ich in Safaga gemacht habe.

Die Salem Express zeigt einem was die Natur innerhalb der gut 13-14 Jahren seit dem Untergang zu schaffen in der Lage ist, ohne dabei die Überreste der Katastrophe zu vertuschen.

Man taucht in einem Wechselbad der Gefühle. Während man gerade noch den riesigen Rumpf entlangtaucht und die jungen, schönen Korallen betrachtet kommt einem die schreckliche Katastrophe vor Augen wenn man auf einmal die Koffer, Taschen und das Radio vor sich liegen sieht.

Man sollte zum Beginn des Tauchgangs am Rumpf entlang, an der defekten Bugklappe ums Schiff herum in die Aufbauten hinnein tauchen.

Am Heck findet man sehr viele Seenadeln die die Nieschen bevölkern. An der Schiffsschraube sollte man dann aufwärts auf das Schiff tauchen.
Dort kann man sehr gut austauchen im ca. 10m Bereich. Wirft man dann einen Blick in die Kabinen wird einem schnell klar wie Schrecklich diese Katastrophe war, mit diesem abschließenden Eindruck taucht man dann entlang des Ankerseil auf.

Wie bereits vorher berichtet: Es handelt sich hier um keinen ´FUN-TG´. Man bedaucht ein Massengrab und dessen sollte man sich bewusst sein.

Fotos gibt es unter: http://www.dive.dive.dive.de

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 14461
Wrack der Salem Express (Safaga)
Geschrieben am 31.12.2003 von Haibi [Korallenwalze, ? TG]

4 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 7 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Moin moin,
ich war am 13.12.03 an der Salem Express, und fand den Tauchgang dort sehr beeindruckend !!!!
Es ist nat. kein Fun-Tauchen dort, weil das Ereigniss des Untergangs noch nicht so lang zurückliegt und es leider sehr viele Opfer zu beklagen gab.Grundsätzlich aber finde ich Tauchen auch an solchen Wracks ok.
Den Tauchgang habe ich mit dem Shams Safaga Diving Center durchgeführt.
Wir sind das Wrack von der Rumpfseite her angetaucht, und ich muss sagen das diese gewaltige Wand aus Stahl schon sehr beeindruckt, die Schäden an der Bugklappe und im Bugbereich sind gut zu erkennen.Noch intensiver aber werden die Eindrücke wenn mann dann sdie decks und Brücke der Salem Express in Augenschein nimmt. Auch ohne in das Wrack einzudringen wird einem klar was für eine Katastrohpe hier abgelaufen sein muss.
Die Aufbauten sind sehr gut erhalten, die darauf angewachsenen Korallen haben inzwischen ungefähr die Grösse von Fussbällen erreicht.
Sehr beeindruckend auch die Schrauben und das Ruder. Durch die Lage des Wracks hat man am Ende des tauchgangs noch vile Zeitdie Steuerbordaufbauten zu begutachten,..da man sich bereits in recht geringer Tiefe aufhält ist das Licht sehr intensiv und Fotografen und Viedeofilmern sei angeraten nicht zuviel Material in der Tiefe zu verschiessen!!!!
UInsgesamt ist der Tauchgang einer der Beeindruckensten tauchgänge die ich bisher gemacht habe, und ich werd da wieder hinfahren !!!!

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 13803
Wrack der Salem Express (Safaga)
Geschrieben am 19.12.2002 von wrack-uli

1 von 8 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 6 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Neue Fotos vom Alfredo
Wrack der Salem Express
http://www.mytaucher.net/photos/photo221/index.html

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Datenbankeintrag 13673
Wrack der Salem Express (Safaga)
Geschrieben am 16.09.2002 von Tom [AOWD, 170 TG]

5 von 13 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 12 von 19 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Es wurde ja schon viel darüber geschrieben, ob man an Wracks wie der Salem (also, "Unterwasser-Friedhöfen") tauchen sollte. Dazu hat jeder sicher seine eigene Meinung und auch Einstellung.
Ich persönlich fand das Wrack sehr schön. Kaum bewuchs, gut erhalten und absolut einen TG Wert. Sicher ist es bedrückend, wenn man dann beim TG Schuhe, persönliche Sachen, das Kofferradio und sonstiges sieht und sich Gedanken über das Schicksal der Menschen macht die hier umgekommen sind, aber mit dem nötigen Respekt ist es durchaus ein sehr schöner TG. Ehrlich gesagt hat es mich ein wenig "Überwindung" gekostet, keinen "echten" Wrack-TG draus zu machen und mir das Schiff auch von innen an zu sehen, aber so viel Respekt vor der Katastrophe habe ich dann doch noch.
Die Sicht war an dem Tag so gut, das man beim abtauchen problemlos das gesamte Wrack überblicken konnte, schon sehr faszinierend. Da mittlerweile auch einiges an BEwuchs da ist, tummelt sich auch schon viel interessantes und schönes Fischzeug am Wrack.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 13579
Wrack der Salem Express (Safaga)
Geschrieben am 02.08.2002 von Harry

4 von 9 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 5 von 9 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ein Bericht zu diesem Wrack befindet sich unter dem Titel 'Der Todes Express' in unserer 21. Redaktionsausgabe.

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Datenbankeintrag 12526
Wrack der Salem Express (Safaga)
Geschrieben am 17.12.2001 von Bubblemaker

27 von 32 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 33 von 38 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Die Salem Express liegt bei 26° 39’ 01" N, 34° 03’ 48"O südöstlich von Safaga, bei Shab Sheer Soraya in einer minimalen Tiefe von 10m (Heckbereich) und einer maximale Tiefe von 30m (Bug). Die Sichtweiten am Wrack liegen zwischen 30 und 40 Metern.

Über den exakten Zeitpunkt des Untergangs der Salem Express gibt es widersprüchliche Aussagen. Sicher ist nur, das er sich in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 1991 gegen Mitternacht ereignete. Die Salem Express war auf dem Weg von Saudi Arabien nach Safaga und hatte mehrere hundert Passagiere an Bord. Diese waren in der Mehrzahl Pilgerer, die auf dem Weg von der heiligen Stadt Mekka in die Heimat waren.

Die Salem Express hatte Ihren Heimathafen in Safaga und wurde hauptsächlich für den Fährverkehr zwischen Ägypten und Saudi Arabien eingesetzt. Der damalige Kapitain Hassan Moro war ein erfahrener Seeman, der auch als Ausbilder an der „Egyptian Naval Academy“ tätig war. Das Kommando der Salem Express übernahm er in 1988 bei der Reederei Samatour. Das Schiff hatte 4771 Bruttoregistertonnen und ist 100.29 m lang.

Moro kannte die Route zwischen Safaga und dem Saudi Arabischen Hafen Jeddah gut – wahrscheinlich zu gut. Jedes Mal, wenn er den Hafen von Safaga anlief fuhr er eine Route zwischen dem Festland und dem Hyndman Riff. Diese Route verkürzte die Fahrzeit um zwei ganze Stunden.

Keiner der anderen Kapitäne fuhr diese Route, sondern blieben weiter weg vom Festland bis sie auf der regulären Route nördlich des Panorama Riffs und dann weiter auf einem südwestlichen Kurs, der die Schiffe durch tieferes Gewässer führte, direkt in den Hafen von Safaga.

In der Nacht des Unglücks herrschte schlechte Sicht an der Küste von Safaga und es wehte ein heftiger Sturm, der es unmöglich machte tiefes Wasser von Riffen zu unterscheiden. Das Ergebnis war, das Kapitän Moro leicht von „seinem“ Kurs abkam und auf ein Riff auflief. Wahrscheinlich das Hyndman Riff – gelegentlich wird auch Shab Sheer Soraya als Unglücksstelle genannt. Der Aufprall auf das Riff hatte zwei folgenschwere Konsequenzen. Zum einen riss das Riff ein Loch in die Steuerbordseite des Bug, zum Anderen öffnete sich die Bugklappe und Wasser lief in das Autodeck des Schiffes. Die gewaltige Menge an Wasser, die nun in den Rumpf strömte versenke das Schiff innerhalb von 20 Minuten, nachdem es auf das Riff gelaufen war.

Keines der Rettungsboote oder Rettungsinseln konnten zu Wasser gebracht werden, das die im Wasser schwimmenden Passagiere, die sich noch retten konnten hätte aufnehmen können. Kleinere Schiffe, die wegen der rauhen See an den Riffen um die Unglücksstelle festgemacht hatten, konnten nicht zur Hilfe kommen ohne das eigene Leben zu riskieren.

Nur 180 Menschen überlebten das Unglück – einige von Ihnen schwammen ohne fremde Hilfe an die rettenden Riffe oder das Festland. Offiziellen Angaben nach waren 650 Personen an Bord, 578 Passagiere und 72 Besatzungsmitglieder. Inoffiziellen Quellen nach sollen zwischen 1200 und 2000 Personen an Bord der Salem Express gewesen sein. Die Zahl der Toten wurde offiziell mit 470 beziffert unter Ihnen war auch Kapitän Moro.

Die Salem Express gehört zu den größten Wracks im Roten Meer und hat ungefähr die gleichen Abmessungen wie die Thistlegorm. Das Wrack liegt auf der Steuerbordseite bis auf eine maximale Tiefe von 32m. Die Bugklappe des Schiffes ist weit geöffnet. Auf dem Vorderdeck befinden sich zwei grosse Ankerwinden. Die Fenster der Brücke sind herausgenommen bzw. zerstört, genauso wie einige der Kabinenfenster oder Bullaugen. Über der Brücke ist noch der grosse Mast mit dem Krähennest gut sichtbar. Auf dem Wrack selbst sind viele Luken und Fenster geöffnet, die einen kleinen Blick ins innere des Rumpfes gestatten. Da das Wrack offiziell als Grab deklariert wurde sind Tauchgänge in das Wrack nicht nur gefährlich sondern sollten auch schon aus Respekt den Toten gegenüber, die immer noch im Wrack vorhanden sind, selbstverständlich zu unterlassen.

Auf dem Sonnendeck hinter der Brücke befinden sich noch die Winden der Rettungsboote, die zum Teil in unmittelbarer Nähe des Wracks versunken liegen. Ein markanter Punkt ist das „S“ im Lorbeerkranz, das sich an den Schornsteinen des Wracks befindet. Immer wieder findet man Koffer, Radios oder andere Dinge in der Nähe des Wracks auf dem Sandboden.

Am Heck sieht man die riesige Heckklappe, die bei entsprechendem Seegang unheimliche Geräusche macht, da sie sich mit den Wellen leicht öffnet um gleich wieder zuzuschlagen. Am Heck hat man dann auch noch einen guten Blick auf die beiden Schiffsschrauben und das Ruder der Salem Express.

Sicher ist der Tauchgang an der Salem Express ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ein phantastischer Tauchgang an einem in gut betauchbarer Tiefe liegenden Wrack, zum anderen aber auch ein Ort an dem mehrere hundert Menschen ihr Leben gelassen haben. Man sollte sich in jedem Fall dem Wrack mit entsprechendem Respekt nähern und auf Vorstösse ins Innere des Wracks in jedem Fall verzichten.

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