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Datenbank - Tauchplätze - Mikronesien - Yap



Tauchplätze Mikronesien

Yap

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 Datenbank - Tauchplätze - Mikronesien - 3 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 22271
Yap
geschrieben am 28.11.2005 von Adnan [AOWD, 130 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 0 Usern stimmten diesem Bericht zu.

2.November - 9.November 2005

Gleich Auftakt meiner YAP-Palau Reise war mit dem Aufenthalt auf YAP schon ein richtiger Hammer! Sowohl das von mir gebuchte Traders Ridge Hotel als auch die direkt angeschlossene Tauchbasis sind erste Sahne und haben mir eine unvergessliche Zeit beschert.
Die Insel selbst ist im Gegensatz zu Palau touristisch noch nicht sehr erschlossen und hat sich immer noch seinen ursprünglichen Charme erhalten. Es gibt nur wenige Geschäfte die auf die täglichen Bedürfnisse der Bewohner ausgerichtet sind, daneben gibt es zwei Hotels (Das Traders Ridge und das Manta Ray Bay Hotel) und einige kleinere Gästehäuser (z.B. Pathways)

Das Traders Ridge Hotel:
Das kleine (ca. 20 sehr geräumige Zimmer) im kolonialen Stil errichtete Hotel zeichnet sich besonders durch die schon fast außergewöhnliche Freundlichkeit des vorwiegend einheimischen Personals und die ausgezeichnete Küche aus.
Sehr angenehm empfand ich die lockere Atmosphäre und die fehlende kühle und steife Art, die sonst bei vielen großen Hotels der gehobenen Kategorie zu finden ist.
Wer nicht immer im Hotel Essen mag, findet nur wenige Gehminuten entfernt auch einige kleinere Restaurants in denen man günstig und auch gut essen kann.

Tauchen:
Von der Lage her ideal ist die direkt an das Traders Ridge angeschlossene Basis von Werner Lau. Vom Pool des Hotels aus muss man nur eine Treppe runter, über die Strasse und ist in weniger als einer Minute in der Basis.
Die Betreuung durch die von Dieter und Barbara geleitete Basis war hervorragend. Selbst muss man nur noch seinen Anzug anziehen und tauchen. Alles andere, inklusive das Auf-, Abrödeln, Spülen der Ausrüstung nach dem Tauchen,.. wurde komplett vom Team der Basis erledigt!
Es waren immer frische Handtücher auf dem Boot und schon fast legendär war Barbaras selbstgebackener Bananenkuchen (sehr lecker!) zwischen den Tauchgängen!!

Sehr empfehlenswert ist auch der Nitroxkurs, insbesondere wenn man anschliessend noch, wie ich, einen Aufenthalt in Palau auf einem Liveaboard mit 4-5 Tauchgängen/Tag plant.
Nachdem hier Nitrox for free angeboten wird, fielen ausser den Kurs- und den Zertifizierungsgebühren keine zusätzlichen Kosten an (das war bei den anderen Basen auf Palau leider noch nicht der Fall).

Vom Taucherischen her zu den Highlights zählte für mich in jedem Fall Goofnuw. Bei allen drei durchgeführten Tauchgängen an diesem Platz konnte ich immer 3-6 Mantas sehen. Die Attraktion auf Yap.
Mann musste sich nur noch hinlegen und zuschauen wie die 3-5m großen Tiere in einem Abstand von 1-2m über einem schwebten. Einfach atemberaubend!!

Sehr empfehlenswert waren aber auch die angebotene Haifütterung (sehr aufregend wenn man so etwas noch nicht gesehen hat) und der Mandarinfischtauchgang, der in der Dämmerung durchgeführt wird.

Der einzige Wermutstropfen sind das praktisch völlige Fehlen von Weichkorallen, die anscheinend einem Taifun im vergangenen Jahr zum Opfer gefallen sind. Es wird wohl noch einige Zeit dauern bis sich die Riffe davon wieder erholt haben.

Trotzdem hatte ich eine großartige Zeit mit wunderschönen Tauchgängen auf Yap und das bestimmt nicht zum letzten Mal!
Einen großen Anteil daran hatten aber auch nicht zuletzt die Basisleiter Dieter Kudler und Barbara Ruben sowie ihr Team.
5 Flossen gebe ich nur aufgrund des beschädigten Korallenbewuchses. Alles andere ist für mich eine eindeutige 6.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 18790
Yap
geschrieben am 22.06.2005 von Walter [Instructor IDD, 1000 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 0 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Während meines Aufenthaltes bei FishnFinns im Juni 2005 berichteten Bennie und Matthias, die gerade 2 Wo auf Yap verbrachten, dass die Riffe durch den Taifun Nov/Dez 2004 ganz erheblich geschädigt seien.
Leider werde das in der Reisepresse völlig totgeschwiegen.
Walter

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Datenbankeintrag 14506
Yap
geschrieben am 03.02.2004 von Heide

18 von 18 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ende Januar 2004 waren wir, von der "Unterwasser" inspiriert, auf Yap in Mikronesien. Nach einer wirklich langen Anfahrt (mit Umsteigezeiten haben wir es pro Strecke auf je 2 Tage gebracht) über Dubai, Manila und Palau sind wir aus dem kalten Deutschland in tropischer Sonne gelandet. Toll. Nicht sehr heiß (immer so um die 31 Grad), etwas windig, üppig grün. 100 qkm groß, um die 10.000 Einwohner. Der Flieger von Manila landet nur mittwochs, den darf man also nicht verpassen.
Gebucht hatten wir die Reise über Diversion Dive Travel – das war keine gute Idee, ich werde am Ende noch mal darauf eingehen.

Yap gehört zusammen mit Chuuk, Ponpei, Kosrae und Pohnpei zu den Federate States of Micronesia. Palau und Guam sind eigenständig, gehören aber geographisch zu Mikronesien.
Wir hatten uns im Vorfeld viele Informationen aus dem Web (http://www.fsmgov.org/info/index.html , www.lonelyplanet.com/destinations/pacific/federated_states_of_micronesia/) geholt, einige Bücher("Diving & Snorkeling guam & Yap" - lonely planet, "Diving Micronesia" by Eric Hanauer) und über http://www.visit-fsm.org/visitors/whats-hot.html Informationsmaterial und einen Film bestellt. Damit waren wir prima vorbereitet.

Allgemeines:
Zeitverschiebung: 9 Stunden voraus.
Währung: US Dollar
Sprache: Englisch (es gibt aber auch einen deutschsprachigen Tauchguide: Freddy)
Kriminalität: praktisch gar keine, die Menschen sind ausgesprochen freundlich - ein wenig scheu
Stechgetier: keins. sehr angenehm
Wassertemperatur: 28°C (unten auch)
Kleidung: leichte Sommerbekleidung, Sandalen. Für Frauen gilt, dass die Knie bedeckt sein sollten (also nehme man sich einen Wickelrock o.dgl. mit). Die Bevölkerung ist noch sehr ursprünglich - die einheimischen Frauen tragen lange Röcke und oftmals kein Oberteil.
Die Fahrt zu den Tauchplätzen ist (wenigstens bei Hochwasser und auf dem offenen Meer) oft rasant und dauert zwischen einer halben und einer ganzen Stunde. Eine Mütze und eine dünne winddichte Jacke sind eine richtig gute Idee.

Hotel: wir haben im "Manta Ray Bay Hotel" (http://www.mantaray.com/) gewohnt, weil die Tauchbasis direkt nebenan liegt. Schöne Geschichte. Am Wasser gelegen, gehört zur Hauptstadt Colonia (die Stadt ist eher ein Ort). Supermarkt, weitere Hotels und ein paar wenige einheimische Kneipen sind zu Fuß erreichbar. Zweistöckig mit so um die 20 sehr geräumigen Zimmern. Ein kleiner Tauchshop im Erdgeschoss. Restaurant und Bar sind auf einem großen, alten Holzschiff, das sie aus Indonesien geholt und überholt haben und das man über einen Steg erreicht. Die Öffnungszeiten richten sich nach den Tauchern (z.B. Frühstück ab 6 Uhr), die Preise sind mittelmäßig teuer (Frühstück mit Eiern, Schinken, Marmelade, Brot, Kaffee: 7,50 USD, Menü zwischen 13 und 17 USD). Von einem Reisebüro wurde uns im Vorfeld empfohlen, Halb- (35 USD) oder Vollpension (50 USD) zu buchen, das lohnt sich meiner Meinung nach nicht. Außerdem hatte eine Rückfrage beim Hotel per eMail ergeben, dass dies keineswegs vorher gebucht werden muss, sondern vor Ort noch entschieden werden kann.
Es gibt noch ein etwas größeres Hotel ("Trader`s Ridge Resort" - http://www.tradersridge.com/english/english.htm) - sehr ordentlich, in kolonialem Stil, aber auch recht teurer. Zu Fuß etwa 5 Minuten von der Tauchbasis entfernt. Wir haben dort ein paar mal gegessen - wirklich ein sehr schönes Hotel, aber lohnt sich aus meiner Sicht nicht.

Tauchen: es dreht sich alles um die Mantas. Logisch.
Die größte Tauchbasis ist "Yap Divers" und gehört zum Hotel "Manta Ray Bay Hotel" (s.o.). Jeder Taucher bekommt eine Box zugeteilt, dort bleibt das Equipment die ganze Zeit. Vor der Ausfahrt sorgt die Crew dafür, dass alle Jackets, Atemregler usw. auf den richtigen Booten sind und montieren den Kram zusammen. Das hat immer tadellos geklappt - ich war sehr erstaunt. Leihausrüstung gibt es nicht (vielleicht im Notfall doch?), man sollte also sein Gerödel vollständig haben. Für Nachttauchgänge werden Lampen ausgeteilt. Während der Oberflächenpause der morgendlichen Ausfahrt gibt es Tee und Kuchen und nach jedem Tauchgang ein trockenes Handtuch - guter Service.
Wir haben bei einer Rundfahrt noch eine kleine Tauchbasis gefunden ("ORC Diving Center"). Kleine Häuschen an einem Strand, sehr nett. Aber: weit ab von sonstiger Zivilisation, relativ teuer, von einer japanischen Familie geführt (der einzige Tauchguide ist deren Tochter) sind sie vorrangig auf asiatische Gäste eingestellt.
Die Abfahrtzeiten richten sich nach den Gezeiten. Wir starteten zwischen 7 und 8 Uhr. Morgens werden zwei Tauchgänge gemacht, dann geht’s zurück zur Station, Mittagessen und oder schlafen, erneute Ausfahrt, ggf. Nachttauchgang.
Die Zufahrt zu den Mantatauchplätzen erfolgt mit schnellen Booten. Dabei wird eine Abkürzung genutzt: der "German Channel" - ein Kanal, den Deutsche vor über 100 Jahren angelegt haben. Mitten durch Mangrovenwälder, eine wunderschöne Strecke.
Die Tauchplätze sind meist die selben und offensichtlich stark von Jahreszeit und Strömungsverhältnissen abhängig. Wir waren im wesentlichen an der Westküste am "Mill Channel", "Mill Point" und "Manta Cleaning Station".
Ob wir uns erst durch den Kanal treiben ließen (leichte Strömung, sehr witzig) oder an der Putzerstation auf die Mantas warteten, hing von der Richtung der Strömung ab. Mit der Putzerstation zu beginnen ist günstiger, weil sie auf 23 m Tiefe liegt und somit die Grundzeit am Ende eines Tauchgangs doch recht begrenzt ist. Bis auf zwei Tauchgänge haben wir an diesen Tauchplätzen immer Mantas gesehen. Im Kanal kamen sie uns einzeln oder als Gruppen entgegen. Eine Gruppe bestand irgendwann aus 5 Tieren, drehte mehrere Runde über uns (neugierig sind sie schon) um dann weiterzuziehen. Toll. Mill Point ist eine Kante im Kanal über den die Tiere hinwegschweben. Man klammert sich in der Strömung an Felsen oder sucht sich einen Platz der etwas geschützt liegt. Die Putzerstation ist ein sandiger Hügel im Kanal. Strömungsfrei hockt man wartend auf dem Boden und mit etwas Glück kommt in der knappen halben Stunde, die man dort verharren kann, ein Manta vorbei und dreht seine Runden. Oder mehrere - noch besser. Sie segeln im Abstand von weniger als einem Meter über die Taucher hinweg - atemberaubend! Man kann nicht genug davon bekommen!
Die Sicht war oft nicht gut (um 10 m), bei abfließendem Wasser werden halt viele Trübstoffe aus den Mangrovenwäldern gespült. Und selbst bei Flut, wo man mit klarem Wasser vom offenen Meer rechnet, kann das Wasser trüb und ablaufend sein - wenn nämlich durch Seegang zu viel Wasser über das Außenriff der Insel gedrückt wird und durch die Kanäle wieder abfließen muss.

Bedingungen sind: Mantas nicht anfassen, ihnen nicht hinterher schwimmen und direkt unter ihnen nicht stark ausatmen. Mantas sind neben ihrer Neugier doch recht scheu und lassen sich leicht vertreiben.

Nachmittags geht’s ans Außenriff (Korallen, Schildkröten - viele, aber sehr scheu, Haie, Zackenbarsche, Makrelenschwärme), zu Tauchplätzen innerhalb der Riffe (viele Anemonenfische, bunte Schnecken) oder zu "Yap Caverns" (lichtdurchflutete Höhlen, die durch große Steinbrocken gebildet werden).
Sehr zu empfehlen ist ein Mandarin-TG. Sehr hübsche, bunte, kleine Fische des westlichen Pazifiks. Leben allein oder zu zweit. Jedes Buddyteam bekommt eine eigene Koralle und wartet, bis sich die Winzlinge endlich zeigen. In 4 m Tiefe kann man ewig bleiben und entdeckt um "seine" Koralle noch so allerlei andere Dinge.

Fazit: ein toller Urlaub. Außergewöhnlich, exotisch. Aber auch: sehr aufwendig. Das Rote Meer hat schönere Korallen, mehr Fische, mehr Farben. Keine Mantas, freilich – schon gar nicht in der Menge! Aber der Preis ist hoch: lange Anfahrt, Zeitverschiebung, hohe Kosten.

Wie gesagt, gebucht hatten wir die Reise über Diversion Dive Travel – einem australischen Anbieter, der sich auf seiner Web-Site als Online-Tauchreisespezialist u.a. für Tauchreisen in Mikronesien darstellt. Wir hatten ihn gewählt, weil er im ersten Angebot mit Abstand der billigste Anbieter war. Das haben sie aber später korrigiert: Fehler im Umrechnungskurs. Damit waren sie nicht günstiger als viele der deutschen Anbieter auch. Der Kontakt war mühsam, weil zum einen die Zeitumstellung dafür sorgt, dass man schlichtweg nicht mal eben eine Antwort auf eine Frage haben kann und sie zum anderen arg überlastet scheinen. Für unsere Anfrage, ob wir unser Tauchgepäck anmelden müssen, haben sie trotz mehrfacher Nachfragen mehr als 4 Wochen gebraucht! Von einem Tauchreiseveranstalter hätte ich erwartet, dass er die Rahmenbedingungen der großen Airlines kennt oder wenigstens in kurzer Frist erfragen kann. Trotzdem in den AGBs beschrieben ist, dass die Bezahlung (wegen der Währungsschwankungen und des für sie damit verbundenen Risikos) in US Dollar erfolgt, haben sie an dem auf der Rechnung parallel aufgeführten Euro-Preis festgehalten. Zusätzlich verwenden sie bei der Kreditkartenbelastung einen anderen (wieder für sie günstigeren) Kurs als die Kartengesellschaft. Damit haben sie uns dann fröhlich einen höheren Euro-Preis und einen noch viel höheren Dollarpreis – als auf der Rechnung angegeben - abgebucht. Nach einigem recht mühsamen Schriftwechsel erstatteten sie das Geld allerdings.
Fazit: solche Albernheiten kann man sich sparen, wenn man sich an einen inländischen Anbieter wendet, davon gibt es ja genügend und richtig gute.

Yap aus der Luft, Kanal im Außenriff gut zu erkennen.
Yap aus der Luft, Kanal im Außenriff gut zu erkennen.

Mandarinfisch
Mandarinfisch

Mit Speed durch den German Channel - durch Mangroven - toll!
Mit Speed durch den German Channel - durch Mangroven - toll!

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