Yellowsubtarifa, Costa de la Luz, Tarifa Geschrieben am 06.06.2010 von Hammerhai 07 [AOWD, 306 TG]
Mein Tauchbuddy und ich waren ein verlängertes Wochenende (22 bis zum 25.04.10) in Südspanien (Andalusien), um einmal in der Meeresenge von Gibraltar zu tauchen. Die Anreise erfolgte problemlos über den Flughafen Malaga. Von hier aus ging es mit dem Mietwagen weiter in Richtung Tarifa. Nach 1,5 Stunden Autobahnfahrt und ca. 8€ Maut weniger in der Tasche kamen wir an unserem Hotel an. Das Hotel Mason de Santjo*** ist relativ leicht zu finden, da es direkt an der Schnellstraße N340 zwischen der Hafenstadt Alcesieras und dem Ort Tarifa liegt. Vom Lärm vorbeifahrender Autos war glücklicherweise nichts zu hören, da sich die Hotelzimmer auf der hinteren Seite des Hotels befinden, also auf der Straße abgewandten Seite. Am nächsten Morgen starteten wir, nach Erreichen der Hafenstadt Tarifa, die Suche nach der Tauchbasis „YellowSub“. Nach kurzer Suchaktion fanden wir die Basis direkt im Fährhafen. Wir wurden dann um 9:30 Uhr freundlich vom Tauch-Guide Alex an der Basis begrüßt. Nach kurzem Einchecken ging es raus aufs Meer. Hier wird überwiegend in der Nähe der gleichnamigen Insel „Tarifa“ getaucht - mal im Mittelmeer und mal im Atlantik. Ich war bis dahin schon sehr von der ansprechenden Landschaft angetan, welche allein schon eine Reise wert ist. Aber dann kam zur meiner Überraschung auch noch eine wirklich tolle Unterwasserlandschaft dazu, welche vom Fischreichtum und der Artenvielfalt noch übertroffen wurde. Selbst in Ägypten habe ich solche Fischmengen noch nicht erlebt. Die Wassertemperaturen sind das ganze Jahr relative kühl. An diesem Wochenende betrugen die Wassertemperaturen zwischen 12-14°C. Mit einem 7mm Halbtrockenanzug und dünnen Handschuhen war man gut gerüstet. Es werden um 9:30 Uhr und um 17:00 Uhr Bootstauchgänge angeboten. Diese sind im Regelfall 2 Flaschen Tauchgänge. Rausfahren - Tauchgang – nach Flaschenwechsel und kurzer Oberflächenpause an Bord wieder rein. In der Regel wird ein zweiter Tauchplatz angesteuert. Die Tauchgänge sind sehr anspruchsvoll, da hier teilweise sehr viel und unterschiedliche Strömung herrscht. Aus diesem Grund werden die Tauchgänge auch im Regelfall durch einen Guide geführt. Für Anfänger haben sie auch eine einfachere Bucht, die auch vom Land aus betaucht werden kann. Am Freitag unternahmen wir vormittags 2 Tauchgänge und am späten Nachmittag fuhr uns Enrico nochmals zu einem Tauchgang heraus. Das war für uns natürlich super, denn manch eine andere Basis hätte auf Grund zu geringer Nachfrage das Rausfahren verweigert. Aber nicht hier. Am Samstag folgten nochmals 2 sehr schöne Tauchgänge, welche mit Sicherheit in sehr guter Erinnerung bleiben werden. Mittags wird die Basis kurz geschlossen und „Siesta“ gehalten - das ist halt in Spanien so. Wie Enrico der Basic Chef sagte: „Siesta is the best of Spain !!“. Wir haben diese Zeit genutzt, um in einer der zahlreichen Restaurants etwas zu essen. Ach ja, Enrico und Alex sprechen ein gut verständliches Englisch und Alex sogar etwas Deutsch. Somit kann da nix schief gehen. In den 5 Tauchgängen hatten wir jede Menge Schwarmfisch (z.B. Sardinen), zwei Oktopusse , mehrere riesige Krebse, Skorpionfische, Steinfische, Congeraale , Mittelmeermuränen und als Mega Highlight einen Mond Fisch !!!! Ich konnte es auch nicht glauben, aber es war so! Er war zwar mit seinen gut 50cm nicht der Größte, jedoch für uns eine absolut neue Attraktion. Einfach nur der Hammer. Die Sichtweiten lagen bei sehr guten ca. 25-35m. Also insgesamt ein sehr gelungener Kurz-Tauchurlaub dank der Basis und dem Super Wetter. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier. Mein Buddy und ich vergeben verdiente 6 Flossen!
Da ist er !!
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Yellowsubtarifa, Costa de la Luz, Tarifa Geschrieben am 15.08.2008 von Usimon
Tauchbasis: www.yellowsubtarifa.com Mitte Juli habe ich über diese Basis mit Sven Jacobsen (kommt zwar mit dänischem Namen daher ist aber Deutscher und stammt aus Gummersbach) und Enrico Demelas (ist wirklich Spanier) einige Tauchgänge in der Straße von Gibraltar gemacht. Genauer an der Tarifa vorgelagerten Halbinsel Isla de Tarifa. Das ist der südlichste Punkt Europas und weiter raus in die Meerenge geht’s nicht. Die Basis ist neu, liegt direkt am Hafen von Tarifa und hat alles was man evtl. so braucht hinsichtlich technischer Austattung, Leihequipment, Duschen, Umkleide- und Lagermöglichkeiten (sogar Schließfächer). Da ich von Conil eine etwas weitere Anreise hatte, war ich nur zum Tauchen dort und bin danach gleich wieder zurück zum Hotel, von daher war das für mich optimal. Für Leute die den ganzen Tag an der Basis verbringen wollen, ist das hier aber nichts, die Öffnungszeiten liegen fest und werden auch eingehalten. Heißt also Ankommen-Aufrödeln-Tauchen-Abrödeln-Umziehen- undTschüß. Die Tauchplätze um die Insel herum sind interessant und abwechslungsreich aber nicht unbedingt spektakulär. Man taucht zwischen Felsformationen, Canyons und Tunneln sowie dem einen und anderem Wrack aus alten Zeiten (Die Straße ist ja schon vielen zum Verhängnis geworden). Es gibt beeindruckend große Schwärme durchziehender Fische und erstaunlich bunte Schwamm- und Korallenkolonien (Lampe mitnehmen). Da hier sehr viel Bewegung im Wasser ist, gibt es keine standorttreuen Großfische, man kann aber allem Möglichen begegnen, in unserem Fall z.B großen Geigenrochen. Das Wasser ist relativ frisch, also min. 5mm (besser 7) Halbtrocken und Kopfhaube ist auch im Juli angesagt. Für die spärlich vorhandenen Basen an der Costa de la Luz ist das hier meiner Ansicht nach eine recht Gute aber es fehlt ein Tisch und die Zeit um nach den Tauchgängen noch eine halbe Stunde bei einem Kaffee abzuhängen und das Logbuch zu schreiben. Aber wer hier Urlaub macht will ja wohl nicht nur tauchen, da gibt es andere Ziele. Alles in Allem würde ich dort wieder tauchen.
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