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Tauchführer - Kuba - Furor






(C) 2001 Oliver Meise
-Keine Gewährleistung-


U.S. Naval Historical Center Photograph

Bei diesem 67,1m langen Wrack handelt es sich um den ehemals spanischen 370ts-Zerstörer Furor - gleichzeitig Typschiff der Zerstörer der Furor-Klasse.Noch als Torpedoboots- Zerstörer konzipiert, wurde die 28 Knoten schnelle Furor 1896 in Schottland gebaut und dann nach Spanien verkauft.
Die Bewaffnung dieses 6,71m breiten Schiffs bestand aus zwei Vierzehnpfündern,zwei Sechspfündern, zwei Einpfündern und zwei 35,5cm-Torpedos.
Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Diego Carlier trat es mit seiner 67-köpfigen Besatzung zum Kap Verden- Geschwader von Admiral Cervera.


U.S. Naval Historical Center Photograph

Mit diesem versegelten sie nach Kuba und wurden bei Ausbruch des Spanisch-Amerikanischen Krieges im Hafen von Santiago eingeschlossen. Beim Ausbruch des Geschwaders am 3.Juli 1898 waren die Furor unter dem Kommando von Capitán de Navio Villaamil  zusammen mit dem Zerstörer Pluton unter dem Kommando von Teniente de Navío Pedro Vázquez die letzten Einheiten,die aus dem Hafen ausliefen.

Mittlerweile konnte nicht mehr mit dem Überraschungsmoment gerechnet werden und die ganze Flotte, speziell die USS Indiana,USS Iowa und die USS New York, ballerte in die Richtung der beiden kleinen Schiffe.Außerdem näherte sich noch die kleine Kriegsjacht USS Gloucester unter dem Kommando von Kapitänleutnant Richard Wainwright, die mit ihren leichten Geschützen das Feuer eröffnete. Hieraus entspann sich nun ein laufendes Gefecht in dessen Verlauf mehrere Treffer in die Furor einschlugen. Eine Granate zerfetzte den Steuermann Duenas. Dessen Körperteile fielen in das Ruder und blockierten die Steuerung, woraufhin das Boot nur noch Kreise fuhr. Die nächsten Treffer saßen im Servomotor und dann in der Maschine. Hier befahl der Kapitän des Schiffs der Besatzung von Bord zu gehen. Drei Seemeilen vom Ufer entfernt,gelang es der Besatzung zunächst zur Küste zu schwimmen und dann nach Santiago zu gelangen.Ein weiterer Treffer um 11.06 Uhr im Maschineraum besiegelte dann das Schicksal der Furor: Sie platzte auseinander und sank auf den Meeresboden. Dieses Wrack ist noch nicht gefunden und es bleibt wohl einem zukünftigen glücklichen Taucher überlassen vom Fund zu berichten.Sobald dies geschieht,wird hier ein Update erfolgen.

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07.09.2008 00:40 Taucher Online : 70
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