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Tauchführer - Scapa Flow - Gutter Sound



Gutter Sound


MV Myra & Bottle - Drift
50 BRT 20m 58°84`01``N/03°18`42``W

Bei diesem Tauchplatz handelt es sich um die letzte Ruhestätte eines Tauchboots-der Myra- und unzähliger Flaschen. Sie liegt knapp 40m entfernt von dem Rheplatz der F2 und YC 21. Taucht man hier an der Bojenleine ab auf eine Tiefe von ca. 16m, so trifft man auf ein kleines Boot an dem man sich fast festhalten muß wegen der starken Strömung. Hier herrscht eine Sichtigkeit von ca. 10m. Das Wrack ist schnell umrundet und erkundet. Hier wurde schon so ziemlich alles abgeschraubt, was nicht niet- und nagelfest war. Von diesem Wrack ausgehend taucht man die Umgebung ab und sammelt in Richtung Lyness die ein oder andere vielleicht interessant aussehende Flasche ein als Souvenir. Wie die alle hier hinkommen? Wer weiß....vielleicht handelt es sich hierbei um einen geheimen Versammlungsort der Royal Navy wo ohne Ende gebechert wurde?
Nein. Der Gutter-Sund wurde schon seit vor dem 1. Weltkrieg bis heute von der Royal Navy als Ankerplatz genutzt. Alles was nicht mehr gebraucht wurde, ist hier über Bord geworfen worden -Granathülsen, Flaschen, Teller usw. Natürlich ist dieses Plätzchen auch anderen bekannt, weshalb die interessanteren Stücke wohl schon nicht mehr hier liegen dürften.



F2
790 BRT 85m Länge 58°84`54``N/03°19`41``W

 
Photo courtesy of Dr. Charles Tait
My special Thanks to Dr. Charles
Tait who very kindly donated his
great photos to our site!

Dieses Schiff lief am 02. April 1935 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und wurde dann am 27. Februar 1936 als Geleitboot für eine Besatzung von 121 Mann in Dienst gestellt. Äußerlich hat es Ähnlichkeit mit einem Zerstörer, wurde aber zum Torpedofangschiff umgebaut und war eine Art Experimentalschiff für die Reichsmarine. Sie war 9m breit und hatte einen Tiefgang von ca. 3,30m. Die Bewaffnung bestand aus zwei 10,5cm-Geschützen -jeweils einem auf dem Vorder- und einem auf dem Achterdeck- und vier 3,7cm Flakgeschützen. Der Antrieb erfolgte über zwei Propellerschäfte und zwei Turbinenmotoren die 17.000 SPS und eine Geschwindigkeit von 28 Knoten entwickelten. Nach dem Krieg wurde das Schiff Großbritannien als Kriegsbeute ausgehändigt und warf Anker im Gutter Sund - nördlich von Lyness.
 
 

(C) Rod Macdonald 1990,
reproduced from Dive Scapa Flow

Dort sank die F2 am 30. Dezember 1946 während eines Sturms auf einer Tiefe von ca. 14-18m auf ihre Backbordseite. Die Mindesttiefe über dem Rumpf beträgt ca. 8m. Der Bug ist vom aufrecht stehenden Heckteil durch die Bergungsarbeiten abgetrennt worden. besonders mittschiffs wurden viele Bergungsarbeiten durchgeführt, so daß dies heute ein Trümmerfeld darstellt, durch das man sich gemütlich hindurchkrösen kann. Der teilweise intakte Vorderteil mit dem Bug bietet dann  auch noch das Geschütz und die Brücke zur Betrachtung feil.
 
 

Photo courtesy of Dr. Charles Tait
My special Thanks to Dr. Charles
Tait who very kindly donated his
great photos to our site!

Man kann auch in das Wrack hineintauchen, zB. kurz hinter dem Geschütz. Aber: Vorsicht! Man kann das ganze Wrack nicht auf einemal überblicken von zB. dem Bug zum Heck oder dem Trümmerfeld zum Heck. Mit genügend Luft kann man gleich auch hinübertauchen zur YC21, die gleich nebenan liegt.



YC21
550 BRT Gutter Sound

Im November 1968 war die Bergefirma der dieses Bergeschiff gehörte gerade dabei Kleinteile von der an ihrem Ankerplatz verrottenden F2 abzumontieren, als ein Sturm aufkam. Man hatte bereits die ebenfalls entfernten leichten Flakgeschütze der F2 in den Laderäumen der YC 21 verstaut.
In dem Sturm sank dann aber auch die YC 21 in eine Tiefe von 14-17m auf ihre Steuerbordseite mit einer Krängung von ca. 90° . Sie liegt dabei nur ca. 30m von der F2 entfernt. Damit man besser zu den beiden Wracks jeweils vom anderen herüberfindet, ist eine Leine gespannt.
Achtgeben sollte man auf die mittlerweile 30 Jahre alten Azetylengasflaschen an Deck der YC 21,
in diesem Alter immer eine potentielle Gefahr, abgesehen mal von dem Azetylengasinhalt.
In dem Laderaum des Wracks liegen noch immer die abgeborgenen Geschütze der F2. Taucht man von hier einen östlichen Kurs, so landet man genau mittschiffs an der F2.
 
 

Flakgeschütze in Lastraum
Photo courtesy by Thomas A. Easop



B 109 Torpedoboot-Zerstörer
1.843t max. 98,15m Länge Gutter Sound

 
Dieser Schattenriß erscheint hier mit der freundlichen Genehmigung von
Herrn Michael Emmerich direkt von seiner reichhaltigen Seite www.german-navy.de

Das Wrack der B 109 gehört vom Schiffstyp her zur selben Klasse wie das Wrack der B98. Näheres zu den technischen Daten daher dort.
Die B109 wurde im Jahre 1914 bei Blohm & Voss in Hamburg mit der Baunummer 244 auf Kiel gelegt, lief am 11. März 1915 vom Stapel und wurde schließlich am 08. Juni 1915 in Dienst gestellt.
Nach Kriegsende nahm das in Scapa Flow internierte Schiff an der Selbstversenkungsaktion teil, wurde jedoch 1925-1926 teilweise abgeborgen und verschrottet.


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