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Tauchführer - Scapa Flow - Leichter Kreuzer der Königsberg II - Klasse



Leichter Kreuzer der Königsberg II - Klasse

SMS Karlsruhe
5.440 BRT 153m Länge 58°53`23``N/03°11`18``W
Our special thanks to Dr. Tait who kindly
allowed us to use his great photos on our site.

Die SMS Karlsruhe wurde auf der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven als Ersatz für SMS Niobe gebaut und lief am 31. Januar 1916 mit den Maßen 153,00m x 14,30m x 8,50m vom Stapel.
Die Bewaffnung bestand aus vier 15cm-Geschützen in Einzelaufstellung, zwei 8,8cm-Flakkanonen, vier 50cm-Deckstorpedorohren und 120 Minen. Die Panzerung bestand aus ca. 7cm Stahl um den Rumpf herum und ca. 10cm beim Beobachtungsturm. Die SMS Karlruhe war ca. 28kn schnell und hatte eine Besatzung von 475 Mann. Nach ihrer Fertigstellung und Indienststellung sah dieser Kreuzer kaum Kriegseinsätze. Er war lediglich an der Eroberung der Baltischen Inseln 1917 beteiligt und legte einige Minen, sowie führte einige Bewachungsaufträge durch während des Jahres 1918. In die Internierung fuhr das Schiff unter dem Kommando von Kapitänleutnant von Ruville.
 
 

(C) Rod Macdonald 1990
reproduced from Dive Scapa Flow

Das Wrack dieses einstmals so stolzen Schiffes liegt nun bei einer Sichtigkeit von um die 10m mit einer Krängung von ca. 80° in ca. 24-27m Tiefe auf seiner Steuerbordseite. Die flachste Stelle des Wracks erreicht man zwischen ca. 12-20m. Von den leichten Kreuzern hier im Flow ist dieses Schiff im schlechtesten Zustand. Mittschiffs ist der Rumpf auf einer Länge von ca. 30m aufgesprengt worden, vemutlich war das notwendig um den Maschinenraum und die Schornsteine zu bergen. Von der Bugspitze mit dem Mast für den Stander ist nicht mehr viel übrig, hier kann man nur noch Stahlgerippe betrachten. Die Buggeschütze die nicht in Mittellienie sondern nebeneinader aufgestellt sind, sind mit einem Mast in Richtung Meeresboden gewandert.
 
 

Beide Buggeschütze am Hauptmast
Photo courtesy by Thomas A. Easop

Auch das Deck löst sich vom Rumpf und fällt in sich zusammen. Peilt man am Rumpf entlang, kann man feststellen, daß er in sich verzogen ist. Anschauenswert sind die Poller vorn im Bugbereich, sowie ein Stück Ankerkette. Betauchenswert ist auch die Brücke mit ihren offenen Fenstern und Türen sowie der Heckbereich. Hier befinden sich die beiden noch vorhandenen Heckgeschütze. Eins davon ist zwar etwas unter Stahlplatten verborgen, man kann aber noch das Rohr ausmachen.
 
 

C-Geschütz mit Schutzschild
Photo courtesy by Thomas A. Easop

Unter diesem Deck befinden sich die Offizierskabinen. Mit etwas Glück kann man hier sicher penetrieren. In der Decksmitte befinden sich in einem Gewirr von Gegenständen vermutlich bei der Bergung hierhergeratene Rohre, Elektronikverteilerkästen, Kabel und Maschinenteile. Weiter hinten am Heck befindet sich das Ruder und auf dem Grund der Heckanker.


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14.05.2008 00:30 Taucher Online : 78
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