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Kriegsgräber
HMS Royal Oak
(Achtung: Nicht betauchbares Kriegsgrab!!!)
| 33.500 BRT |
201m Länge |
Gaitnip Cliffs |
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Dieses Schiff wurde am 15. Januar 1914 auf Kiel gelegt, am 17. November
1914 in Devonport bei Plymouth vom Stapel gelassen und im Mai 1916 Indienstgestellt
. Das ca. 31m breite Schiff war mit acht 38cm-Geschützen in vier Doppeltürmen
bewaffnet, außerdem gab es noch einige 15cm-Geschütze sowie
einige 76mm-Geschütze und einige Lewis-MG`s . Bis ca. 1,50m unter
die Wasserlinie zog sich eine ca. 13inch-Panzerung des Schiffs. Trotzdem
erreichte es mit seinem 40.000 PS entwickelnden Ölantrieb über
vier Propellerschäfte noch eine Geschwindigkeit von 22 Knoten.
So wurde dann über eine Fahrstrecke von 7500 nautischen Meilen
bei 12,5 Knoten bzw. 2400 nautischen Meilen bei 21 Knoten maximal 3400
t Öl bzw. 140t Kohle verbraucht.
Die 1.100 Mann Besatzung des Schiffes erlebten mit diesem dann die
Skagerrak-Schlacht.
Nach einer langen Friedenszeit brach der 2. Weltkrieg herein und mit
ihm am frühen Morgen des 14. Oktober 1939 in Scapa Flow U-47
durch den Kirk-Sund unter Kapitänleutnant Prien. In der Erwartung
hier reichhaltige Schiffsbeute vorzufinden, konnte Prien statt der erhofften
Home Fleet nur die Royal Oak vorfinden. Sie ankerte als Luftabwehrschutz
für Kirkwall im Flow südlich von Kirkwall. Nach zwei Anläufen
und insgesamt mit vier Torpedos versenkte er dann gegen 1.20 Uhr mit drei
direkten Treffern dieses Schiff und mit ihm 833 Mann von der Besatzung
innerhalb von elf Minuten.
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Photo copyright Charles Tait.
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Sofort nach dieser Katastrophe ordnete Winston Churchill die Versenkung
der 13 Blockschiffe in den noch verbliebenen Zugangsmöglichkeiten
in den Sunden zum Flow an und die Errichtung der Betonsperren an den gleichen
Stellen (sog. Churchill-Barrieren).
Die Versenkung dieses Schiffes war eine nationale Katastrophe. Am 15. Oktober
schon wurden erste Maßnahmen ergriffen um die Schäden für
die nationale psychische Kriegsführung mölichst gering zu halten
und das massenweise Anschwemmen von Leichen an der Küste zu verhindern.
Trotz der 400 von dem kleinen Marinetender Daisy 2 aus dem kalten Wasser
geretteten Besatzungsmitglieder waren immer noch zu viele ertrunken. Viele
steckten in den Bullaugen fest durch die sie entkommen wollten. Schnell
wurde ein Netz über das Wrack gelegt um alle auftreibenden Leichen
aufzusammeln. Hinuntergeschickte Marinetaucher waren ziemlich geschockt
als sie wieder hochkamen und von all den Leichen erzählten. Sehr bald
wurde dieses Wrack zum Kriegsgrab erklärt.
Bis heute herrscht hier ein striktes Tauchverbot. Lediglich ein jährlicher
Gedächtnistauchgang durch die Marine selbst findet statt. Direkt neben
dem Wrack der HMS Royal Oak liegt auch das Wrack ihrer eigenen großen
Motorbarkasse.
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Das Schlachtschiff liegt in 30m Tiefe auf der Backbordseite mit einem
Winkel von ca. 45° auf dem Seegrund auf. Die flachste Stelle des Schiffsrumpfes
liegt bei ca. 7-8m. Noch immer ist über dem Wrack ein Ölfilm sichtbar
der von dem immer noch auslaufendem Öl stammt. Auf dem Echolot läßt
sich einwandfrei ihr Schatten ausmachen und man kann auch zT. den Rumpf
mit dem Auge sehen, wenn man darüberfährt. Die Stelle ihres Untergangs
ist mit einer Wracktonne gekennzeichnet.
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HMS Vanguard
(Achtung: Nicht betauchbares Kriegsgrab!!!)
| 23.030 BRT |
162m Länge |
N von Flotta Island |
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Sie wurde am 02. April 1908 auf Kiel gelegt und ist am 22. Februar 1909
vom Stapel gelaufen. Bis 1910 in Barrow bei Vickers-Armstrong fertig gebaut
und eine der ersten Abkömmlinge des ersten modernen Schlachtschifftyps
von der HMS Dreadnought-Art wurde es im März 1910 in Dienst
gestellt. Die Bewaffnung bestand aus fünf Geschütztürmen
in denen jeweils zwei 12inch-Geschütze installiert waren. Hinzu kamen
zwölf 4inch- Geschütze und drei 18inch-Torpedorohre. Entsprechend
der neuen Antriebsmethoden verfügte sie über neuartige Turbinen. Dies
waren 15 Babcock, 3 Wilcox und 15 Yarrow-Kessel die auf vier Parson-Dampfturbinen
wirkten und mit 26.300 PS über vier Propellerschäfte eine Maximalgeschwindigkeit
von 22,1 Knoten erreichte. Mit dieser Maschine konnte eine Maximalentfernung
von 6900 nautischen Meilen bei 10 Knoten erreicht werden bzw. 4250 nautische
Meilen bei 18,7 Knoten. Hierbei konnten bis zu 2800 t Kohle bzw. 940 t
Öl verbraucht werden. Die seitliche Panzerung betrug zwischen 2,5 inch
an den Enden bis hin zu 10 inch mittschiffs. Die Deckspanzerung betrug 2,5
inch. Die Bewaffnung betrug in der Hauptartillerie zehn 12inch/50 cal-Geschütze
in 5 Zwillingstürmen. Davon befand sich einer vorn, zwei hinten und
zwei mittschiffs. Die Sekundärartillerie bestand aus zwölf 4inch/50cal-Geschützen
und dann noch aus drei 18 inch Torpedorohren unter der Wasserlinie.
Trotz dieser Wehrhaftigkeit verbrachte sie den Großteil des 1. Weltkrieges
in Scapa Flow, abgesehen mal von einigen Ausflügen in die Nordsee
oder der Teilnahme bei der Seeschlacht von Jütland.
In der Nacht vom 8. Juli 1917 kam es zu einer massiven Explosion. Die
Ursache ist heute immer noch nicht ganz geklärt. Man tippt auf instabiles
oder unausgewogen gemischtes Kordit in den Munitionsmagazinen.
Die Explosion war so stark, daß einer der 400 t schweren Geschütztürme
mit seinen zwei Kanonen fast eine Meile auf die Insel von Flotta flog und
dort niederging. Bei der Explosion und dem Sinken des Schiffs fanden 804
Besatzungsmitglieder den Tod.
Da dieser Vorfall an die Explosion des Kreuzers HMS Natal erinnerte
und man sich gerade im Krieg befand, vermutete man eine Zeit lang, daß
es sich hierbei um einen Fall von Sabotage handeln könnte.
Das Wrack dieses Schiffes mit seiner immer noch vorhandenen Bugsektion
liegt heute in ca. 34m Tiefe. In den 60er und 70er Jahren wurden hier noch
einige Bergungsarbeiten durchgeführt.
Seit 1982 handelt es sich bei diesem Wrack um ein Kriegsgrab
und es ist verboten in einem Umkreis näher als 100m um das Wrack herum
zu tauchen. Hier sollen die Überreste des Wracks weit verstreut sein. Angeblich
liegen viele Dinge rund um das Wrack-so auch immer noch scharfe Munition.
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