Wracks bei Tulagi Island

Tulagi Harbour :
HMNZS Moa T-233
Hierbei handelt es sich um eine am 12.08.41 in Dienst
gestellte neuseeländische 607tons-Korvette der Bird-Klasse mit den
Maßen 51.2 x 48 x 9.1 x 4.7 m. Sie wurde
am 26.09.1939 für die Neuseeländische Kriegsmarine als ein Schiff
von dreien dieser Klasse bei Henry Robb Ltd. in Leith, Schottland bestellt
und verließ nach ihrer Fertigstellung, Ausrüstung und dem Einfahren
Grennock am 1.11.1941 um über St.John`s / Neufundland über Bermuda, Jamaica, Panama
und San Diego nach Neuseeland zu laufen.
Am 7.April 1943 lag dieses Schiff der 25. Minensuchflottille
um ca. 14.40 Uhr gerade im Hafen von Tulagi an einer US-Eisenhulk zur Treibstoffübernahme
längsseits, als ein Luftangriff mit ca. 100 japanischen Jägern
und Sturzbombern begann. Der Kommandant des Schiffes, Kapitänleutnant
Peter Phipps befand sich gerade in seiner Kabine als die erste 200kg-Bombe
in den Kesselraum einschlug, die zweite Bombe aber geradewegs durch seine
Kabine flog und tiefer im Schiff explodierte- wobei der Kommandant wegen
einem durch den Luftdrucks umherfliegenden Safe ausweichenderweise durch
die Kabine hechtete.
Das Schiff sank innerhalb von vier Minuten auf eine
Tiefe von ca.35-45m. Zu beklagen waren fünf Tote und 12 Verletzte.
Sie wird selten betaucht, wohl zum Großteil
deswegen weil die Sicht hier manchmal nicht besonders ist.
Betaucht man sie, sieht man vor allem die Bewaffnung: Ein 4''Buggeschütz,
Minenräumgeschirr, Wasserbomben und eine Zweipfünder-Flak sowie
ca. drei inoffiziell geführte 20mm-Flakgeschütze.
Zusammen mit HMNZS Kiwi versenkte sie das
japanische Uboot I-1
(siehe entspechender Bericht).
Tulagi Harbour :
Bug USS Minneapolis
Ebenfalls im Hafen in ca. 18m Tiefe liegt der riesige
Bug des Schlachtkreuzers USS Minneapolis, der durch einen japanischen
Torpedo des Typs "Lange Lanze" während der Seeschlacht
vor Tassafaroga am 30. November 1942 fast vollkommen abgetrennt wurde.
Dieser O2-getriebene Torpodptyp war der im 2.Weltkrieg am meisten gefürchtete,
da er eine Strecke von 47km mit einer Geschwindigkeit von 36kn laufen konnte
und somit ein integraler Bestandteil wurde in der japanischen Marinetaktik
bei Seeschlachten.
Tinete Point :
USS Aaron Ward DD-483
Dieser erst 1942 in Dienst gestellte 1630tons - Zerstörer der Gleaves-Klasse
ist außerhalb der Inseln des Bikini Atolls mit dem Flugzeugträger
USS Saratoga mit ca. 110m Länge und ca. 12m Breite das
einzige Großkampfschiff der US-Navy, das in noch einigermaßen
normal betauchbarer Tiefe liegt. Das tiefste gerade noch mit Tek betauchbare
Wrack wäre die schon erwähnte USS Atlanta.
Es wurde unter dem Kommando von Captain Robert G. Tobin beim Geleit von
LST-449 bei Togoma Point, Guadalcanal am 7. April 1943 von sechs
Flugzeugen angegriffen und mußte schwere Beschädigungen einstecken
die weiträumige Wassereinbrüche zur Folge hatten.
Trotzdem dann noch USS Ortolan ASR-5 und USS Vireo ATO-144
zur Hilfe kamen und den Zerstörer in Schlepp nahmen, sank der Zerstörer
immer tiefer ins Wasser so daß ein Strandungsversuch auf einer Sandbank
unternommen wurde.
Dies wurde nicht mehr ganz geschafft, und so kommt es daß der Zerstörer
heute nachdem er 1994 wiederentdeckt wurde aufrecht und intakt auf dem
Grund bei Tulagi, nur ca. 600m von Tinete Point
entfernt sitzt auf 09°10'S /160°12'E.
Zu besichtigen gibt es vier 5''-Geschütze, sieben 20mm Flakgeschütze, zwei
40mm Zwillings-Boforsflaks und eine Abschußvorrichtung für 5
21''Torpedos. Dort kann man auch noch einen scharfen Torpedo herausschauen
sehen, während ein anderer Gefechtskopf auf der anderen Schiffsseite
bei der dortigen Abschußvorrichtung liegt. Bei dem hinteren Schornstein
bietet ein großes Suchlicht auf einem großen Pivot einen schönen
Anblick. Auf dem Deck liegt ein Haufen Bereitschaftsmunition für die
Geschütze verstreut. Man befindet sich hier in einer Tiefe von ca. 60m,
während die Brücke auf einer Tiefe von ca. 55m betaucht werden
kann und das Heck sich bei ca. 72m befindet. Das Vorderdeck auf ca. 60m fällt
nach achtern ab, so daß die Deckshöhe am Heckhinter dem 5''-Geschütz
ca. 67m beträgt. Hier am Heck bei den Regalen der Wasserbomben ist
das heck steil aufwärts geknickt, wahrscheinlich eine Auswirkung des
Aufschlagens des Schiffes auf dem Meeresgrund. Das große Ruder und
eine Schraube ist immer noch am verknickten Rumpf, die andere Schraube, immer
noch an der Schraubenwelle ist hingegen größtenteils im Sand
versunken. Der rückwärtige Teil der Brücke beginnt zusammenzufallen
und der große Mast und der erste Schornstein liegen nun auch an Steuerbord.
Mit entsprechender Qualifikation kann man an diesem Wrack auch Penetrationen
vornehmen, so daß auf 68m der Aufenthaltsraum der Offiziere und diverse
Korridore die zu Kabinen führen, betaucht werden können. Hier ist
alles noch an seinem Platz: Die Couch, Tische, Stühle, Schränke
und sogar der Deckenventilator!
 Vorderdecksluke
|
 Hinteres 5inch-Geschütz
|
 Achterdeck
|
 Bofors-Zwillingsflak
|
 Bofors-Geschütz
|
 Achterliches Bofors-Deck
|
 20mm-Flak Backbord vorn Wetterdeck
|
 Backbord
|
 Großer Suchscheinwerfer Wetterdeck
|
 Steuerbord
|
 Torpedoderrick&20mm-Flak Deckstorpedorohre vorn
|
 Deckstorpedorohre vorn
|
 Torpedodeck
|
 4er-Deckstorpedorohrsatz
|
 Vordere 25inch-Geschütze
|
 Scharfer Torpedo
|
 Blick aus Brückenbullauge
|
 Brücke
|
 Brückendach
|
 Brückenbullauge außen
|
 Wetterdeck Steuerbord Trümmer Stb.-Wetterdeck
|
 Wetterdeck Steuerbord Trümmer Stb.-Wetterdeck
|
 Stb.-Wetterdeck Reling
|
 Vorderer Geschützturm
|
Das Schwarzweiß-Photo stammt aus der Public Domain
des National Archive und konnte so hier auch Dank Paul R. Yarnall von www.navsource.org
gezeigt werden.
Die von einem Film abgezogenen farbigen Bilder werden
hier mit der freundlichen Erlaubnis vom Urheberrechtsinhaber Mr.
Wayde Muller gezeigt.
Er macht sie mit weiteren Beschreibungen zugänglich
für das Internet auf seiner Tauchseite.
The coloured pictures that were captured off a film are shown
here with the kind permission of the holder of the copyright Mr. Wayde
Muller who makes them available in the internet at his Divesite.
Mouth of Tulagi Harbour :
USS Kanawha AO-1
Dieser schon 1915 in Dienst gestellte schwerbewaffnete 14.500tons-Flottentanker
der Cuyama-Klasse mit zwei Schrauben wurde bei den Kampfhandlungen um Guadalcanal
am 7.4.43 durch Luftangriff versenkt und 1971 wiederentdeckt. Das ca. 156m
lange und ca. 18m breite Schiff sitzt aufrecht und vollkommen intakt mit
dem Deck auf ca. 56/60m Tiefe auf dem Grund, kurz vor der Mündung des
Hafens von Tulagi. Der Bug befindet sich auf einer Tiefe von ca. 45-50m,
die relativ intakte Brücke mit Bomben-und Feuerschäden auf ca.
40m.
Auf ihrem Heck befinden sich vier steil aufgerichtete 40mm Zwillings - Flakgeschütze, sowie vier 20mm Zwillings-Flakgeschütze und zwei 5''
Schiffsgeschütze. Bei einem dieser Flakstellungen liegen haufenweise
Geschoßhülsen die von dem letzten Luftangriff auf das Schiff
stammten, sowie der Helm des Flakkanoniers. Noch mehr Flakgeschütze
befinden sich mittschiffs und am Bug. An diesen Stellen kann man auch weitere
Munitionshülsen sehen, deren Inhalt auf ein angreifendes Flugzeug verschossen
wurde, das es dann aber doch schaffte dieses Schiff zu versenken.
Die Mehrzahl der Decksluken wurde geöffnet, so daß man auch das
Magazin mir den 3''-Geschossen betauchen kann einschließlich der
Schiffsersatzteile, Ventile, Ölleitungen usw.
Die Waffenkammer befindet sich vorne an der Backbordseite wo man Gasmasken,
Helme, 3''-Geschütze und andere Ausrüstung betrachten kann.
Das Vorpiek ist zugänglich, allerdings fehlen hier viele der Stabilität
gebenden Platten, was man in dem reichlich einfallenden Licht sehen kann.
Bei Bergungsversuchen wurde außerdem in den Schiffsrumpf kurz vor
dem Heck ein Loch hineingesprengt, so daß man auch hier auf ca. 55m
einmal quer durch das Schiff zur anderen Seite tauchen kann. Vorsicht: Hier
hängeln Kabel herum in denen man sich erstklassig verfangen kann !!
Auch an diesem Wrack empfehlen sich mehrere Tauchgänge, da man es dann
besser kennenlernt. Leider ist die Sichtigkeit wegen der Nähe zum
Hafen von Tulagi (Hafenmündung) manchmal bescheiden.
Photo courtesy Warship International

USS Kanawha AO-1 beim betanken von Wasserflugzeugen
am 31.5.1921

Links USS Kanawha AO-1 beim betanken von USS
Texas BB-35 am 31.3.1921
The pictures of USS Kanawha AO-1 shown here are official
photographs of the National Archives numbered 80-G-179341 and 80-G-85099
and are thus copyrighted to the public domain, so that they can be shown
here.They were made available in the net by Mr. David Merrill`s rare site
about Fleet Tankers.
Tulagi-Mboli Passage :
LST 342
Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Landing Ship
Tank, das am 18.07.43 von dem japanischen Uboot RO-106
bei New Georgia auf 09°03'S/158°11' E torpediert
wurde. Das Heck mit dem Großteil der Besatzung sank dort sofort,
der Bugteil wurde nach Tulagi geschleppt und gestrandet. Unter einem LST
muß man sich ein hochseefähiges Schiff von ungefähr den
Ausmaßen eines Zerstörers vorstellen, das auf meheren Decks
schwere Ladung transportieren konnte, aber auch einen sehr flachen Tiefgang
hatte, so daß es diese Schwerlasten über eine Bugklappe an Strände
anlanden konnte.
Dieses LST befindet sich bei Tulagi in Nähe der Mboli Passage,
halbwegs unterwasser in den Mangroven.
Vorsicht: Es wurden dort Salzwasserkrokodile gesichtet!
Möchte man sich ein LST beim Anlanden
von Fracht anschauen mittels AVI-Filmchen, kann man dies hier machen (Film
1 ; Film
2 ; Film3)
 LST 4 National Archive
|
 LST 4 National Archive
|
 LST 22 National Archive
|
The depicted photos of LST`s with the numbers 80-G-256424, 80-G-74826, 26-G-3738
do come from the National Archive and can be shown here consequently as
part of the Public Domain.
The films donated here come from the LST
173-site and are hyperlinked here with the friendly permission of Mr.
K. Harris.
Mbanika Island
Hier soll ein versenkter Militärtraktor im Wasser liegen. Über
die genaue Lage und Tiefe ist vorläufig nichts bekannt.
Woodford-Riff:
Tama Maru
Hier soll noch vor der Schlacht um Guadalcanal
-etwa um die Zeit der Schlacht bei Midway - der unbewaffneter japanische
265t-Schlepper Tama Maru am 4.5.42 durch einen Luftangriff versenkt worden
sein auf der umgefähren Position 90° 0`S/ 160° 0`E.
Bis vor einigen Jahren lag er noch auf dem Riff,
heute soll er durch Stürme und Unwetter auf eine Tiefe von 70m geschlagen worden
sein. Genaueres zu Ort und
Lage ist im Moment noch nicht bekannt.
|