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12jaehriger in 1 Jahr vom Nichttaucher zum MSD Abgesandt von Jessica am 24.02.2005 - 12:10:
Ich habe eben diesen Bericht hier gefunden und wollte ihn mal zur Diskussion stellen.
Ich uebersetze nicht das ganze Ding, moechte nur ein paar wichtige Punkte hervorheben fuer die, die des englischen nicht so sehr maechtig sind:
Ein 12jaehriger Brite avanciert binnen 12 Monaten zum Master Scuba Diver. Er hat 5 Specialties absolviert, darunter Trockentauchen.
Er sei auch qualifiziert, erste Hilfe zu leisten (im Rahmen des Medic First Aid Kurses).
Aus dem Berich geht hervor, dass er jetzt erst 18 werden muss, bevor seine Tauchkarriere weitergeht. Daraus schliesse ich, dass er nichtden Junior MSD erworben hat, sondern den fuer Erwachsene.
Seine max. erlaubte Tauchtiefe sei 21m.
Ich will hier jetzt keine PADI-Hasser Diskussion lostreten. Bitte lasst uns sachlich bleiben. Aber kann man von einem Kind in dem Alter verlangen, dass es ein Verantwortungsvoller Tauchpartner ist?
Wie hat der Knabe denn die Bergeuebung gemacht? Mit einem anderen Kind als Opfer? Laut Artikel war die Rescue Diver Pruefung ja ziemlich hart.
Wie kann man ein Kind in diesem Alter derart tief tauchen lassen?
Wie kann man von einem 12jaehrigen erwarten, dass er eine HLW beherrscht? Es fehlt doch allein schon an koerperlicher Kraft.
Ich versteh das wirklich nicht, warum man diesem Extrem-Kindertauchen nicht langsam mal einen Riegel vorschiebt.
Ich warte auf den Tag, an dem in den USA Padi verklagt wird, weil irgendwas mit einem solchen Kind passiert ist
In Hoffnung auf eine sachliche Diskussion, hier der Originalbericht:
A 12-year-old from Plymouth has qualified as the youngest master scuba diver in the South West.
And the achievement of James Douglas, from Mannamead, is even more remarkable as the youngster only started diving 12 months ago.
The St Boniface College pupil`s achievements have been matched by his parents, Lee and Ellen Douglas, who also started only a year ago and have both qualified as master divers.
Enthusiasts aged under 18 can learn to dive as juniors from the age of 10. James will now have to wait until he is an adult before he can try for more qualifications to dive to greater depths.
James carried out his training with Barbican-based dive centre Aquanauts, and owner Brian Allen said he was extremely keen and dedicated.
"What is very impressive is that he has gone from nothing to this in just a year," he said.
"To get to master diver he first did his junior open water course, then his junior advanced and then his rescue diver course. As a junior he is qualified to dive to a maximum depth of 21 metres.
"He has also done five specialities such as underwater photography and dry suit diving.
"He is also first aid qualified. He has achieved a lot - the rescue diver course is a hard programme and the exam is extremely tough.
"He cannot go any higher than he is at the moment until he is 18 years old."
Mr Allen said that to gain so many qualifications so quickly was quite unusual and James had a strong interest in all aspects of the disicpline.
"It is very unusual to do so much so quickly. He`s just very dedicated to diving," he said.
"As a pupil he is just very interested in everything to do with the sport.
"He is very keen and whenever we have gone out he has always managed to keep everyone on the dive boat entertained."
James`s dad Lee, who works as a roofer, said that he was very proud of his son and that he was desperate to give the sport a go after seeing it on television.
"I am very proud. He got the bug to go diving before he even tried it after seeing it on the television," he said.
"He would love to go on now and do it professionally. He would like to get his own dive school.
"Myself and my wife started at the same time and we were out diving again this weekend and we dive every couple of weeks together.
"It really helps bring us all close together. I used to watch him play rugby but now we can all go out together and participate."
Antwort von Soni am 24.02.2005 - 12:28 dass ist ja eigentlich nix besonderes. Wieviele Eltern "zwingen" ihre Kinder zum Tennis, Klavierspielen etc..
PADI bedient nur einen Markt, und es gibt genug Opfer. Nachdem der Markt der "Erwachsenen" gesaettigt ist, muss eben eine neue Klientel ran, die Kinder.
Aber immer noch besser Tauchen, als wenn die Kids sich auf der Strasse rumluemmeln und klauen.
Antwort von Tauchmarie am 24.02.2005 - 12:48 > Aus dem Berich geht hervor, dass er jetzt erst
> 18 werden muss, bevor seine Tauchkarriere
> weitergeht. Daraus schliesse ich, dass er
> nichtden Junior MSD erworben hat, sondern den
> fuer Erwachsene.
Das nimmt sich hier nichts. Er muss den J-MSD erworben haben, den für Erwachsene kann er altermässig noch nicht haben (ab 15J.).
Aber einen Junior-DM gibt es (zum Glück) nicht, also kann er erst mit 18J. (mit dem DM) weitermachen.
> Seine max. erlaubte Tauchtiefe sei 21m.
Das ist max. erlaubte Tiefe für J-AOWDs.
> Ich will hier jetzt keine PADI-Hasser
> Diskussion lostreten. Bitte lasst uns sachlich
> bleiben. Aber kann man von einem Kind in dem
> Alter verlangen, dass es ein
> Verantwortungsvoller Tauchpartner ist?
Nein, deshalb gibt es auch andere Vorschriften, die dazu greifen. Z.B. Tauchen nur mit Erwachsenen, und ich mache mir durchaus Gedanken, ob ich mit einem J-xxx tauchen gehe. Wobei ich es einfach habe, die Gedanken "lasse ich mein Kind tauchen", müssen sich die Eltern machen. Aber wir haben einen 15Jährigen J-RD in der Umgebung (sehr verantwortungsvoll, grösser als ich ), mit dem ich durchaus seinem Alter angemessene Tauchgänge mache. Man muss sich nur immer vor Augen halten: Wenn was passiert, ist der Erwachsene "dran"!
> Wie hat der Knabe denn die Bergeuebung gemacht?
Keine Ahnung
Grüsse, Tauchmarie
Antwort von Bert Rudeck am 24.02.2005 - 13:13 Ein zwölfjähriger ist nur begrenzt geschäftsfähig und nicht strafmündig. Das dürfte sich m.E. auch haftungsrechtlich erheblich auswirken. Unter 18-jährige (und ggf. auch ältere) Straftäter werden nach dem milderen Jugenstrafrecht belangt, da ihnen zugestanden wird, dass ihnen die Reife fehlt, die Folgen ihres Handelns umfassend zu erkennen. Ergo kann ein Zwölfjähriger, auch wenn er Mastersupertaucher ist, vom Grundsatz her nicht wirklich für voll genommen werden. Was nicht heißen soll, er könne nicht durchaus ein guter Taucher sein.
Gruß, Bert
Antwort von ghost am 24.02.2005 - 13:24 Zum Thema der HLW kann ich nur sagen das es nicht spez. auf das Alter wegen der Kraft ankommt. Außerdem habe ich lieber ein piffiges Kerlchen um mich herum der eine Grundahnung von erster Hilfe hat, wie einen der vor mehr als 10 Jahren seine erste Hilfe Ausbildung für den Führerschein gemacht hat. Diese Diskusion ist schlicht und ergreifend einfach mal sinnlos, denn auch hier werden wiedermal Äpfel und Birnen verglichen...
... und schade ist auch das die red. hier mal wieder den zündstoff gibt...
gruß
ein berliner
Antwort von Scott am 24.02.2005 - 13:29 in las vegas packt dir der 14 jährige sohn des fallschirmspringer-anbieters den "rucksack", ein 5 jähriger hat einen IQ von 150, 10 jährige springen mit moto-x und snowboard über freestyleschanzen,....
mein gott, warum soll ein 12 jähriger nicht tauchen können ? kennst du den knaben ?
ist immer noch eine sache der eltern - frag doch mal perlentaucher, wie alt sie waren, als sie anfingen zu arbeiten....
Gruß
Scott
p.s. Bergen ist eine reine technik/gefühlssache !
Antwort von pressluftjünger am 24.02.2005 - 14:05 @ Jessica
Verrückte Welt, scheinbar.
Jedoch gibt es ein Paar Dinge, die man hier diskutieren sollte:
a, HLW: Die Fähigkeiten eine HLW durchzuführen ist relaitv unabhängig vom Alter. Dies kann ein 15 jähriger genau so wie ein 70jähriger. Nun abe reine Anmerkung dazu: Schon mal jemanden reanimiert? Ich habe dies schon etliche Male machen gemußt, im Rahmen meiner Arbeit und komme zu der Feststellung, daß die in der "freien Wildbahn", von einem Einzigen, der diese Person evtl. noch gerettet hat wirklich nicht lange machbar ist. Darüber kann nun diskutiert werden, jedoch nur von Leuten, die bereits Reaerfahren sind, nicht nur ich habe den RD oder ähnliches und da habe ich es gelernt... . Also wer Reaerfahren ist darf hierzu mitdiskutieren. Ich sage nochmals, eine Rea, allein, nachdem man jemanden gerettet hat aus dem Wasser hält wohl niemand längere Zeit durch (20Minuten). Ach ja, ich gehe hier von 100Kompressionen/min aus.
b, Rettungsübung:
Ich würde mal sagen, der Kerl wird dies schon geschaft haben. Schließlich gibt es ja auch genug Frauen, in einer zierlichen Bauweise, die diese Ausbildung ebenfalls haben. Zudem lernt der Taucher ja auch, verfügbare Möglichkeiten einzusetzen, evtl. hat er dies eben gemacht. Mich würde mal interessieren, wie Du diese Frage bei einer jungen Dame gewählt hättest? Zudem möchte ich gerne mal wissen, welche Frau, die selber evtl. nur 45kg auf die Waage bringt einen stämmigen Mann mit 100kg aus dem Wasser tragen will...?
Antwort von Doris am 24.02.2005 - 14:50 Zum Thema:
Was der Knabe macht ist mir wurscht, solange er es nicht mit mir macht.
Einem zwölfjährigen spreche ich ohne weiteres Nachdenken die nötige geistige Reife als gleichwertigen Tauchpartner ab. Ich könnte auch nicht entspannt nebenhertauchen. Das mag Einstellungssache sein, für mich zählt es als das , was es auch ist : ein Kind!
Ich bin nicht gegen Kindertauchen, im Gegenteil, sollen sie ruhig früh anfangen. Aber dann bitte nur im Bereich des einfachen Spasstauchens. Aber zusatzbrevets gehören da nicht mit hinein, s. Berts Geschäftsfähigkeit.
Kinderarbeit ist etwas ganz anderes, Scott, das hat hier nichts zu suchen, es sei denn ein zwölfjahruger TL*-*** bietet hier seine Dienste an.
Zu Dir, Jünger:
Punkt a) Danke, dass ich mitdiskutieren darf.
Eine Rea alleine über 20 min ist saumäßig anstrengend, aber wenn noch andere Personen da sind ist jeder blöd, der alleine reanimiert!
Wenn man alleine ist macht man so lange, wie man kann und wenn man langsamer wird sind 80/min bei anständiger Kompression besser als 100 Mal lasch gedrückt.
Was das jetzt aber mit der Thematik zu tun hat weiss ich nicht, jedenfalls wissen jetzt alle, dass Du Sanitäter o.ä. bist. Klasse!
Punkt b) Geh doch mal in ein Krankenhaus/Altenheim Deiner Wahl und suche Dir eine zierliche Schwester aus (am Besten eine Nachtschwester). Und dann machst Du mit ihr die Runde, wenn sie Patienten wäscht. Du wirst staunen, so ein zierliches Wesen schaffe oft mehr an Schepperei als ein Bodybuilder, denn es kommt auf die technik an. Ich betone, dass ich nicht von mir spreche, denn ich arbeite im Büro und bin alles andere als zierlich.
Antwort von Enzo-diver am 24.02.2005 - 16:02 Mit Sicherheit kann man das nicht allein am Alter fest machen; ein pauschales Urteil geht sowieso nicht, daher ich finde die Diskussion von der Art wie sie angefangen wurde unglücklich...
warum soll er keine Zusatz-Brevets machen dürfen? Ein 12jähriger darf laut PADI Satdards sowieso nur mit einem Erziehungsberechtigten tauchen.
Bestimmt gibt es viele Jugendliche die eine größere geistige Reife besitzen, wie mancher Großkotz mit 40, der die Weisheit mit Löffel gefressen hat...
Ich war selbst schon auf einer Safari bei der ein Vater mit deinem 14 Jährigen Sohn dabei war... ich würde mal behaupten, er war mit der beste Taucher auf dem Boot;
bestimmt nicht die ganzen Schwätzer, die auch nach 150 TG`s meinen alles zu wissen, dieses dann auch ungefragt an alle weitergeben zu müssen, aber mit ca. 5 kg Überblei ständig über die Korallen krabbeln...
nix für Ungut...
ENZO
Antwort von Doris am 24.02.2005 - 17:38 Hallo Enzo,
natürlich hast Du recht, dass man nicht verallgemeinern darf. Trotzdem könnte ich ein zwölfjähriges Kind nicht behandeln wie einen Erwachsenen, denn wenn etwas passiert fragt niemand nach dessen Brevets oder seiner geistigen Reife.
Und wenn ich schon die Verantwortung alleine tragen muss, dann wird im Zweifelsfall das gemacht, was ich für richtig halte auch wenn das Kind zehn Sterne mehr hat als ich oder wegen Reicher Eltern schon 500 Tauchgänge in Australien aufweist.
Deshalb die Frage: ob Zusatzbrevets sinnvoll sind wenn sie keine höherwertige Quallifikation darstellen. Ich wage es zu bezweifeln.
Zu Deinem Beispiel: ich habe schon erlebt, dass sich ein dreizehnjähriger an der Flasche einer 65jährigen Tauchanfängerin festgehalten hat und sich ziehen ließ. Er fand das lustig, die Frau hatte eine Viertelstunde weniger Luft als gewöhnlich.
Antwort von Bert Rudeck am 24.02.2005 - 19:40 @enzo-diver
Deine Aussage, dass ein Zwölfjähriger nur mit einem Erziehungsberechtigten tauchen darf, stimmt meines Wissens nicht. Diese Einschränkung gilt für Zehn- und Elfjährige. Sie wurde eingeführt nachdem das Einstiegsalter für den Junior-OWD von zwölf auf zehn Jahre gesenkt wurde.
Gruß, Bert
Antwort von Trimixler am 25.02.2005 - 10:53 @all
Vom taucherischen Können sind die Juniors zum Teil besser als Erwachsene.
Das einzige was meines Erachtens an Kindertauchen stört, ist die Tatsache, dass die Person im Wachstum ist. Unter Umständen können, durch die Microblasen schäden in Knochen, Geweben und anderswo mit Spätfolgen entstehen.
Diese Junge Person sollte gut beobachtet werden um Erfahrungen für evtl. Spätfolgen des Kindertauchens zu geben.
Daß ich meinen Sohn für solche Experimente nicht hergeben würde ist doch klar, Eltern sind eben nicht alle gleich.
Habe auch schon Kindern das Tauchen beigebracht, bin jedoch generell gegen das Kindertauchen.
Hatte mal einen Fall, da wollte mir der Vater die Altersangaben des Kindes auf 12 Jahre fälschen, das Kind war erst 10 Jahre alt. Verrückt sowas, oder?
Die andere Frage stelle ich mir manchmal auch bei Erwachsenen, die innerhalb eines Jahres bis zum Instructor avancieren???
Aber da sieht man wieder, wie wenig anspruchsvoll der Instructor ist.
Scheint so, daß nur das Alter eine Rolle spielt.
Ich Frage mich allerdings auch, wie kann ein bzw. zwei 12-jährige miteinander Tauchen gehen. Zum einen benötigen sie eine Ausrüstung, welche sie ja nicht selbst erwerben können. Wenn ein Erwachsener ihnen die Ausrüstung ausleiht, passt die nicht und dieser gehört erschossen, sofern er nicht selbst mitgeht, oder??
Deswegen ist es nicht wirklich praxisrelevant unsere Angst, daß Kinder miteinander tauchen gehen. Und es werden geringe Ausnahmen sein.
Aus- und Weiterbildung besuchen finde ich sonst super und ist jedem(r) zu empfehlen.
Den Besserwissern (gibts ja bekanntlich), rate ich, keine Ausbildung zu besuchen, denn sie wirken negativ auf den Ausbildungsunterricht, welches sich dann lediglich bei der schriftlichen Theorieprüfung bemerkbar macht. Aus der Sicht des Instruktors auch bei der praktischen Prüfung, selbst wenn sie es nicht für wahr haben wollen.
Wollte dies mal so am Rande erwäht haben.
mfg
Antwort von tauchdiscounter am 25.02.2005 - 14:05 Wenn mein Englisch reicht, dann hat er nur den Junior-MSD gemacht.
Interessant fand ich nur, dass auch die Eltern innerhalb eines Jahres sich zum MSD hochgearbeitet haben.
Wenn man jedoch die Kursstruktur von PADI ansieht, dann ist das ja nicht so schwer, innerhalb dieser Zeit bis zum MSD zu kommen, da ja nur für OWD und Rescue ne Prüfung gemacht werden muss, AOWD und MSD werden ja "verliehen".
Zitat: "Was das jetzt aber mit der Thematik zu tun hat weiss ich nicht,..."
Ich möchte es Dir erklären, es wurde nämlcih im eröffnenden Posting von Jessica angesprochen: "Wie kann man ein Kind in diesem Alter derart tief tauchen lassen?
Wie kann man von einem 12jaehrigen erwarten, dass er eine HLW beherrscht? Es fehlt doch allein schon an koerperlicher Kraft."
Also wurde die HLW angesprochen und dazu habe ich mich geäußert.
Dass bei einem Unfall, wenn möglich Anwesende mithelfen dürfte auch klar sein, jedoch wenn eben keine da sind ist dies nicht der Fall. Dies tut aber nix zur eigentlichen Sache. Ich wollte lediglich betonen, dass eine Reanimationsversuch verdammt anstrengend ist und dass dies alle, egal ob jung oder alt an ihre Grenzen bringt.
Weiter versuchte ich klarzustellen, dass es völlig egal ist, ob jemand groß und stark oder klein und schwach ist: "Schließlich gibt es ja auch genug Frauen, in einer zierlichen Bauweise, die diese Ausbildung ebenfalls haben. Zudem lernt der Taucher ja auch, verfügbare Möglichkeiten einzusetzen, evtl. hat er dies eben gemacht. Mich würde mal interessieren, wie Du diese Frage bei einer jungen Dame gewählt hättest? Zudem möchte ich gerne mal wissen, welche Frau, die selber evtl. nur 45kg auf die Waage bringt einen stämmigen Mann mit 100kg aus dem Wasser tragen will...?"
Darauf Deine Antwort: "Du wirst staunen, so ein zierliches Wesen schaffe oft mehr an Schepperei als ein Bodybuilder, denn es kommt auf die technik an."
Sollte meine Ausführung mit der 45kg Frau der Auslöser zu dieser Antowrt sein, so möchte ich mal sehen, wie die zierliche Frau nur mit Technik und Kinestätik dies bewältigen wird. Nichts gegen schwächere Taucher, es gibt ja auch leichtgewichtige Taucher, aber wenn jemand sein doppeltes Körpergewicht mal wo schleppen/tragen oder was auch immer muß, so dürfte dies sehr anstrengend sein.
Weiter zum Hinweis, ich sollte mal ins Krankenhaus oder Pflegeheim gehen und mir die am besten zierliche Nachtschwester ansehen, dann muß ich hier etwas anmerken. Ich arbeite nämlcih selber in so einem Haus, wo sich die Kranken tümmeln. Die kleine zierliche Nachtschwester mobilisiert die Patienten, dies dürfte nachts im Bett geschehen, dass diese die Patienten außerhalb des Bettes mobilisiert ist eher seltener der Fall. Wenn diese nun jemanden, der größer ist außerhalb des Bettes mobilisiert, so macht sie dies, indem sie dessen Ressourcen aktiviert und wendet spezielle Techniken an. Du hast völlig recht, dass es auf die Technik ankommt, jedoch können diese Leute auch noch selber etwas. Mobilisiert sie diese Leute im Bett, so tut sie sich mit der richtigen Technik ebenfalls leichter. ABER, ich glaube nicht, dass man diese kinestätischen Techniken in der Notfallrettung eines Tauchers einsetzen kann.
Zudem sei hier auch einmal genannt, dass man durch falsche Belastung sich verdammt schnell die Wirbelsäule ruiniert. Ansonsten hätte ich noch eine Frage, in welcher Buschklinik wäscht man denn nachts die Patienten, dies wird nur gemacht, wenn es absolut notwendig ist, sollt ees die Regel sein, um die vom Frühdienst zu ebntlasten, so ist es eine super schlechte Station, die keine Ahnung von der Pflegetheorie hat. Wäre ein Armutszeugnis, wenn dies heute noch der Fall ist.
Somit siehst Du, dass mein Posting bzgl. Rea und Bergung etwas mit der Thematik zu tun hat.
Bzgl. Deiner Aussage, leiber 80mal gut gedrückt, als 100mal lasch, Fakt ist eben, dass die Rate um die 100 liegen soll, strittig ist es mit der Beatmung und den Kompressionen, die NYHA ist mal der Meinung, dass man die Einhelfermethode nicht machen soll, dann wieder doch, dann wieder auch allein nur die Zweihelfermethode... . Hier trennen sich die Geister, strittig ist hier wohl, wie ein suffizienter Kreislauf aufgebaut werden kann und wie der Gasaustausch wo besser funktioniert. Da jedoch mitzureden wäre töricht, denn da disskutieren die Proffesoren. (Hoffentlich kommt nun niemand mit den Richtlinien von CMAS oder PADI...)
Weiter ein Zitat von Dir: Was der Knabe macht ist mir wurscht, solange er es nicht mit mir macht."
Okay, er kann Dich ja dann absaufen lassen, oder soll er Dich nicht reanimieren, wenn er der erst, der eben noch weiß was zu tun ist. Guck mal raus auf die Straßen, da haben die Jugendlichen oftmals mehr Ahnung als die "Alten", die ihren letzten EH-Kurs vor 20 Jahren hatten. Klingt schon etwas sehr überzeugt von sich Deine Aussage, oder?
Du schreibst:
"Einem zwölfjährigen spreche ich ohne weiteres Nachdenken die nötige geistige Reife als gleichwertigen Tauchpartner ab."
Wie ist es denn dann mit älteren Tauchpartnern? Sind die acuh unfähig, ach ja, ich vergaß, in Deutschland ist man ja auch bis 85 voll verkehrsfähig und darf Autofahren... .
Wieso sollte ein ausgebildeter jugendlicher Taucher nicht geistig so entwickelt sein zu tauchen? Wenn er die tauchrelevanten Dinge beherrscht, dann ist es gut so. Soll er etwas noch Fremdsprachen können und sonstige Erfahrungen haben nur um zu tauchen? Welche geistige Reife braucht denn ein Taucher? Wenn ich ab und zu Meldungen hier lese oder die Taucher an meinem Stammtümpel sehe, dann muß ich mich nach der Reife fragen.
Weiteres Zitat: " für mich zählt es als das , was es auch ist : ein Kind!"
Ja ist es denn schlimm ein Kind zu sein? Ist ein Kind deswegen ein Mensch zweiter Klasse? Außerdem die Wortwahl "es". Sind denn die, die Dir mal die Rente sichern nur Gegenstände oder Objekte, ach ja ich vergaß soll er machen was er will, nur nicht an Dir... . Kommt es dennoch nicht vor, dass sogar die Kleinen uns Großen oftmals überlegen sind in ihrem Verhalten. Wo habe wir denn unsere geistige Reife, ach ja, stimmt, nun weiß ich es, wir bringen den Kindern bei was Gut und Böse ist, führen Kriege, usw. welch geistige Reife der Erwachsenen.
Sorry Doris, aber mit Deiner Meinung kann ich nicht konform sein und ich hoffe Dir aufgezeigt zu haben, dass mein Posting etwas mit dem Thema zu tun hatte.
Antwort von Doris am 25.02.2005 - 19:21 Oho, da bin ich wohl jemandem auf den Schlips getreten
Das Helfersyndrom rechtfertigt sich, wo es doch gar keine Anklage gab.
Zurück zum Thema: "Kann ein Kind ein verantwortungsvoller Tauchpartner sein?"
Für mich wird ein Kind immer ein Schutzbefohlener bleiben, dem man allerhand lehren und spielerisch beibringen kann (meist sogar besser als jedem Erwachsenen).
Das Kind kann alles Wissen dieser Erde besitzen, die Verantwortung MUSS beim Erwachsenen liegen und sich so äußern, dass ein Tauchgang N I C H T schief gehen darf !!!
UUnd noch mal nebenbei: ich habe nie und werde hoffentlich auch nie der Besserwisser sein, der am See immer den Dicken macht, dazu ist mir mein Hobby zu lieb und der Testosteronspiegel zu niedrig.
So Jungs, auf in den Kampf, schönen Abend noch
Antwort von pressluftjünger am 25.02.2005 - 19:30 Hallo Doris,
nein, Du bist mir nicht auf den Schlips getreten. Ich wollte nur klarstellen, daß mein Posting etwas mit dem Thema zu tun hatte. Denke mal, dies ist nun klar. Zum anderen fand ich Dein Posting so herrlich provokant, daß ich eben etwas Paroli bieten wollte. Bitte nicht böse sein.
Antwort von Iris am 01.03.2005 - 10:02 ..den Rescue Diver kann man frühestens mit 15 Jahren machen. Das sehen die Standards vor. Hätte er ihn wirklich mit 12 Jahren gemacht, ist das Brevet sowieso ungültig.
Gut Luft!
Iris
Antwort von Bert Rudeck am 01.03.2005 - 12:53 @Iris
Mein `Intructor Manual` ist nicht mehr ganz aktuell, da ich schon 2 Jahre kein PADI-Mitglied mehr bin, aber dort steht im Kapitel `Rescue Diver Course` im Teil `Kursstandards`folgendes:" Schüler von 12 bis 15 Jahren können ein Junior Rescue Diver Brevet erhalten. Ein Junior Rescue Diver muss alle Brevetierungsanforderungen, mit Ausnahme des Alters, erfüllen. Die Anforderung, dass ein Junior Rescue Diver nur mit einem Erwachsenen tauchen darf, ist auf dem Brevet aufgedruckt."
Gruß, Bert
Antwort von hket am 07.03.2005 - 19:50 es fällt mir schwer, diesen bisher sehr sachlich geführten thread zu verhunzen,
aber die zierliche Nachtschwester die mich mit Ihrer Technik versucht zu mobilisieren würde mich beinahe mehr ansprechen, als mit dem 12-jährigen Bengel tauchen zu gehen.
Auch ich bin schon mit sehr jungen Menschen tauchen gewesen, aber dies sind m.E. Solo-TG mit erhöhten Zusatzrisiken.
Doris hat da 100% Recht.
Kürzlich war ich mit 2 14jährigen tauchen, denen plötzlich einfiel, dass es nicht allzu schwierig sein dürfte, einen im Trocki steckenden Kleinen abzuhängen, was zwar nicht gelang, mir aber nicht unbedingt gefiehl.
Wenn wir "Erwachsene" schon aufpassen müssen, nicht zu viel Blödfug zu machen, woher nehmen dann die Kids die Reife zu diesem nicht immer ungefährlichen Hobby ?
Helmut
Antwort von Scott am 09.03.2005 - 12:53 "kürzlich" mit 2 kindern ?
ist schon bei warmen wasser hart, aber bei dieser kälte mit 14jährigen ? oder warst du mit dem trocki in den tropen....
Antwort von hket am 09.03.2005 - 19:43 Hi Scott,
Kürzlich war Ende Oktober.
Ich hatte einem der beiden meinen HT und meine Mares gegeben und war dann mit Trocki und uralten Gummiflossen unterwegs. Nach dem TG im 12-14°C kalten Wasser war es mir dann entschieden zu warm. Die Idee mich abzuhängen hatten Sie vorher abgesprochen.
Helmut
Antwort von Scott am 09.03.2005 - 23:29 ok, dachte bei kürzlich nicht an ende oktober...
aber immerhin gabs ja bei den beiden eine sog. "tauchgangsplanung"
gruß
scott
Antwort von t-ohm am 04.05.2005 - 13:23 Ich finde, dass sich jeder selbst seinen Tauchpartner aussuchen muss. Ganz egal wie alt oder brevetiert, bis auf die Zähne Wenn ich mit einem 12jährigen tauchen gehe muss ich mich erstmals von seinen skills überzeugen. da genügt einfach nicht ein brevet und ein kurzer blick ins logbuch. der rest ist wie so oft reines business, leider! die frage stellt sich, warum ein 12 jähriger in seinem 1. tauchjahr unbedingt MSD werden will oder muss..
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