14jähriger Rescue-Diver? Abgesandt von rasselbande am 01.04.2008 - 09:52:
Ich verbringe im Mai mit meiner Familie 2 Wochen in der Dom.Rep. und will bei Merlin, Sosua tauchen, die hier sehr positiv bewertet werden. Ich bin AOWD, 72 TG und überlege, dort den Rescue-Diver zu machen, weil zum einen durch den Dollarkurs recht günstig (rd. 250 Euro), zum anderen weil ich öfter mit meinen Kindern tauche und mich einfach wohler fühlen würde, wenn ich diese zusätzliche Ausbildung hätte. Bei der Frage, wie ich meine Kinder während dieser Ausbildungstage beschäftige, habe ich überlegt, ob es Sinn macht, wenn auch mein fast 14jähriger Sohn den Rescue macht - er ist AOWD, 33 TG, die offiziellen Voraussetzungen erfüllt er also. Schaden kann`s ja wohl nicht, oder was meint Ihr?
Antwort von RichiH am 01.04.2008 - 10:39 Hmm, nachdem mir mein Latextrocki totgetrampelt wurde ruf ich an dieser Stelle einfach mal April April. Du erfuellst mir einfach zu viele Klischees.
Falls ich falsch liege und den schlimmsten aller Fehler mache und sozusagen einem Reverse Aprilscherz unterliege dann Asche auf mein Haupt und morgen gibts ne richtige Antwort ;)
Richard
Antwort von Telemar-king am 01.04.2008 - 10:40 Schaden kann es nicht. Denn Aus- und Weiterbildung ist immer gut im Leben.
Jedoch, die Voraussetzungen für einen Rescue Diver? Da man laut PADI-Ausbildungsrichtlinien für den AOWD 15 Jahre alt sein muss, wieso kann man den Rescue dann schon mit 14 machen? Einen Junior Rescue Diver gibt es (noch) nicht?!
Antwort von ThomasCanyonnotloggedon am 01.04.2008 - 10:44 Rescue mit 33 TG halte ich für fragwürdig. Die "offiziellen" P*** Voraussetzungen sind in erster Linie auf "Kurse verkaufen" ausgelegt - typisches US-Marketing. Das Kärtchen macht noch keinen guten (=erfahrenen) Taucher. Ich würde meine Kiddies erst mal tauchen tauchen tauchen lassen und mir einstweilen die 250 Euros sparen.
Ich hatte selbst meinen Rescue mit 25 TG in der Tasche gemacht und muss heute sagen, dass ich damals, als "frischgebackener" Rescuediver wohl selbst in Bedrängnig geraten wäre, hätte ich wirklich jemanden retten müssen. Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, vor allem nicht durch bunte Kärtchen.
Cheers
Tom
Antwort von Lukeleia am 01.04.2008 - 10:52 Das ist nicht richtig.
(Ob nun gut oder nicht) Nach den Padi Standards, kann man ab dem 12. Lebensjahr an dem Kurs teilnehmen.
Auszug:
"Um an der Ausbildung zum PADI Rescue Diver teilnehmen zu
können, muss man mindestens 12 Jahre alt sein.
Hinweis: Taucher unter 15 Jahren können das PADI Junior
Rescue Diver Brevet erhalten. Das Brevet enthält die aufgedruckte
Bestimmung, dass der Taucher mit einem brevetierten
Erwachsenen tauchen muss."
Antwort von ElFlaco am 01.04.2008 - 10:52 Hallo!
Schaden kanns nicht, da stimme ich Dir zu. Ob allerdings gerade der Rescue-Kurs im Urlaub sein sollte, will gut überlegt sein. Da ist viel Theorie, viel Arbeit an der Oberfläche, Schnorcheln, Schwimmen, Bergen, Abschleppen etc. enthalten, aber relativ wenig Tauchaktivitäten und Zeit zum Fischegucken bleibt gar nicht, wenn der Kurs sinnvoll durchgeführt wird.
Wenn Du und Dein Sohn damit kein Problem habt, nur zu! Wenn Ihr ohnehin nur im warmen Wasser im Urlaub taucht, ist es sinnvoll den Rescue Kurs unter den gleichen Bedingungen zu machen.
Wenn Ihr auch zu Hause tauchen geht, würde ich den Rescue Kurs zu Hause empfehlen und mit den so erworbenen Kenntnissen im Urlaub die Augen aufhalten und dazulernen.
Gruss
ElFlaco
Antwort von rasselbande am 01.04.2008 - 11:30 @richih: Na, dann schaufel mal fleißig Asche, und wenn Du hinterher fertig bist mit Haarewaschen, erzähl mir, welche Klischees ich erfülle - sind tauchende Mütter mit tauchenden Kindern so was Klischeehaftes?
Tom: Klar, dass ein Kärtchen nicht Erfahrung ersetzt. Es ging ja auch nicht darum, dass mein Sohn hinterher meint, er sei jetzt ein viiiiiel besserer Taucher, nur weil er RD ist. (Ich genau so wenig.) Aber das ist ja schließlich auch kein Entweder-Oder, sondern etwas, was sich ergänzt...Die Erfahrung wird er in seinem weiteren Taucherleben ja dazu gewinnen, ob er nun diesen Sommer den Rescue macht oder nicht.
Elflaco: Der Kurs dauert vier Tage, wir haben vierzehn vor Ort, da bleibt noch genug Zeit für normales Tauchen und anderes. Bei Burschen in diesem Alter ist man meist ganz froh, wenn sie beschäftigt sind...
Mir ging es eher darum, ob es körperlich im Rescue-Kurs Dinge gibt, denen Jugendliche noch nicht wirklich gewachsen sind, oder ob sonst irgendwas Inhaltliches dagegen spricht. Eine Art Erste-Hilfe-Kurs müssen wir ja wohl vorab schon zuhause machen, aber das wäre auch nicht das Problem.
Antwort von sching am 01.04.2008 - 11:54 Merke: Ein Brevet ist kein Qualifikationszeugnis, sondern eine Quittung.
Antwort von shuttle am 01.04.2008 - 12:02 Rasselbande: ernst gemeint, lass es, unabhängig von formalen Voraussetzungen bürdest du dem Jungen etwas auf, dass er nicht halten kann. Denk einfach mal in der Richtung, dass ein höher brevetierter Taucher und insbesondere mit einer "Rescue" Ausbildung gegenüber niedriegeren brevetierten eine Garantenstellung einnimmt. Ob du die mit 75 TG als Erwachsene übernehmen kannst und willst, deine Entscheidung. Aber lass Sohnemann weiter Kind bleiben. Eiune solche Ausbildung, wenn sie auch etwas oberflächlich ist, ist mit einem bestimmten Anspruch (auch an einen selbst verbunden). Das kannst du, ohne dir nahetreten zu wollen, vielleicht gerade mal so la la erüllen.
Das Ganze nur als Gedanken-/ Entscheidungshilfe, nicht böse gemeint.
Antwort von ElFlaco am 01.04.2008 - 12:13 Hallo nochmal!
Zum Thema körperliche Belastung: Abhängig von der Statur Deines Sohnes wäre es hilfreich einen anderen Jugendlichen von ähnlicher oder geringerer Größe und Gewicht dabei zu haben, der für einige Übungen das Opfer spielt. Das kann evtl. auch ein Nichttaucher sein.
Erste-Hilfe-Kurs ist Vorraussetztung und muss meines Wissens HLW beinhalten. Besser nochmal bei der Tauchbasis nachfragen wegen der Anerkennung (evtl. können die mit einer Bescheinigung in Deutsch nix anfangen).
Ansonsten kann jeder bei jedem Kurs was lernen. Sicherlich ist es hilfreich, wenn man vorher schon viel Taucherfahrung hat. Aber andererseits kann es nicht schaden, Dinge zu lernen, bevor man unvorbereitet entsprechende Erfahrungen sammelt.
Also viel Spass beim Lernen und beim Fischegucken!
Gruß
ElFlaco
Antwort von BigBlue65 am 01.04.2008 - 12:19 Bin CMAS und kenn mich mit den PADI-Richtlinien nicht so aus. Aber wie tief taucht den ein "Rescue"? Doch sicherlich tiefer als 14-15 Meter oder...? Und dein Sprössling ist ein Teenager bei dem die "Gräten" noch lange nicht fertig ausgebildet sind.
Insofern steht für mich bei der Sache eine ganz andere Frage im Vodergrund, als die Frage nach dem Sinn oder Unsinn der Rescue-Ausbildung. Nämlich die Gesundheit!
Wenn MEIN Nachwuchs (momentan erst 4 Jahre) mal in`s tauchfähige Alter kommt, werde ICH mich (der Gesundheit meiner Kinder zu Liebe) definitiv an die alte Regel halten: Solange Kiddies nicht ausgewachsen sind gilt ---> Alter = max. Tauchtiefe. Aber da schweifen wir wohl in das Medizinforum ab...
Gruß
Andi
Antwort von ElFlaco am 01.04.2008 - 12:37 @shuttle:
Garantenstellung hin oder her: Im Falle eines Falles wird keiner einem 14-jährigen einen Strick draus drehen. Der Hinweis ist ja OK, aber willst Du deswegen jedem Jugendlichen davon abraten, Verantwortung zu übernehmen oder Kenntnisse zu erwerben. Was ist z.B. mit jugendlichen Ersthelfern, Jugendfeuerwehren etc. etc.?
Also wenn Sohnemann den Kurs machen will (und nicht soll), würde ich nicht davon abraten.
Gruß
ElFlaco
Antwort von shuttle am 01.04.2008 - 12:50 ElFlaco: Bin trotzdem etwas skeptisch, muss aber zugegen, deine Argumente sind gut. Insbesondere der Verweis zu Ersthelfern, Jugendfeuerwehren.
Antwort von rasselbande am 01.04.2008 - 13:00 Shuttle, elflaco: Ich bin niemand böse und für jeden vernünftigen Hinweis dankbar. Das Thema Verantwortung würde ich sicher ansprechen. Und klar, dass wir das nur machen, wenn er wirklich will - erstens bringe ich einen Pubertisten sowieso nicht dazu, etwas zu machen, was er nicht will, und zweitens würde ich in dem Fall ganz sicher kein Geld raushauen...
Überdenkenswert ist sicher Bigblues Frage mit der Tauchtiefe, denn Sohnemann darf ja nur bis max. 18 m (finde ich auch ok so). Das war z.B. eine meiner Überlegungen, ob man beim Rescue aus irgendeinem Grund tiefer muss...
Statur: das Problem stellt sich bei jeder zierlicheren Frau genauso (1,65m, 52 kg),und Kraft hat er sicherlich mehr...
Ansonsten neige ich dazu zu denken, wenn er bereit ist, was zu lernen, muss man das nutzen - die Zeit, wenn sie Null Bock auf gar nix haben, kommt früh genug...
Antwort von Telemar-king am 01.04.2008 - 13:12 Ich kann Eure immerwährenden Diskussionen über Scheine, Tiefen und sonstiges nicht nachvollziehen.
Die Ausbildung zum Rescue Diver beinhaltet nicht nur Retten von Verunfallten, sondern (und das ist ganz besonders wichtig) das Erkennen von Unfallquellen und damit das Vermeiden von möglichen Unfällen überhaupt. Unfälle geschehen leider viel zu oft wegen mangelnder Vorbereitung des Tauchgangs, falscher Ausrüstung, fehlendem Buddy-Check, fehlender Kontrolle der TTU, usw.
Wenn Sohnemann rasselbande diese Dinge im Rescue-Kurs lernt, beherrscht und es dadurch erst gar nicht zum Unfall kommt, dann hat der Kurs sein Ziel erreicht.
Wenn es so ist wie Lukeleia oben zitiert: "Taucher unter 15 Jahren können das PADI Junior Rescue Diver Brevet erhalten. Das Brevet enthält die aufgedruckte Bestimmung, dass der Taucher mit einem brevetierten Erwachsenen tauchen muss" und wir davon ausgehen, dass der zertifizierte Erwachsene dann auch mindestens ein Rescue sein MUSS, dann ist doch alles im Lot?!
Ob rasselbande-Junior die Anforderungen des Rescue-Kurses körperlich besteht, können wir nicht beurteilen, da wir ihn noch nicht zu Gesicht bekommen haben. Das lassen wir mal rasselbande selbst entscheiden.
@BigBlue, Junior AOWD dürfen nur 21 Meter tief tauchen. Junior Rescue auch. Mit 15 Jahren fällt der Zusatz "Junior" weg und Sohn rasselbande darf dorthin tauchen, wo die anderen (Erwachsenen) auch hin tauchen.
@rasselbande, laut PADI-Programm muss man vor dem Rescue den EFR-Kurs (Emergency First Responce) ablegen. Jedoch werdet Ihr das sicherlich zusammen mit dem Rescue machen?!
Antwort von Scuba Dude am 01.04.2008 - 14:08 Wenn der Sohnemann motiviert ist, sehe ich keinen Grund ihn nicht den Jr. Rescue zu machen zu lassen. Viele dieser Uebungen waren mal Bestandteil des normalen Tauchscheins, was allerdings ab und an Leute davon abgehalten hat, den Tauchschein fertig zu machen. Ich hatte z.B. mal nen Tauchschueler, der um die 20 Jahre bevor er seinen Open Water bei mir machte, bei BSAC aufgegeben hatte, weil die nach ueber einem halben Jahr noch mehr mit Leute aus dem Wasser ziehen beschaeftigt waren, als mal etwas Pressluft unter Wasser zu atmen. Das ist zwar ein Teil der Kommerzialisierung, aber die meisten Leute machen einen Tauchkurs weil sie tauchen wollen und wenn sie das nicht geboten bekommen, verlieren sie stellenweise das Interesse. Allein daher haben die kommerziellen Verbaende die ganze Rettungsgeschichte so weit hinten und seperat angesetzt. Bei CMAS kommen viele der Uebungen von PADI oder SSI Rescue im ** vor, bei den Kommerziellen muss man nicht, wenn man nicht will. Und das Ziel des Rescue Divers ist nicht einen offiziellen Rettungstaucher auszubilden, sondern Tauchern vermitteln wie man Unfaelle vor allem verhindern kann und wie man reagieren sollte wenn mal was wirklich was passiert. Also wenn jemand schon von sich aus motiviert ist, soll er den Kurs machen. Ein erfahrener Taucher wird zwar meistens besser abschneiden als ein recht frischer, aber auch der frische Taucher wird hoffentlich mal erfahrener und vergisst nicht alles was mal gelernt wurde, sondern frischt das alles gelegentlich mal auf.
Antwort von JochenG am 02.04.2008 - 20:01 @rasselbande:
>Das war z.B. eine meiner Überlegungen, ob man beim Rescue aus
>irgendeinem Grund tiefer muss...
Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, war die einzige "Unterwasser-Übung" das Hochbringen eines "verunglückten" Tauchers - alles andere war sowieso Oberflächenarbeit... Schleppen, Schieben, Beatmen, An-Land/Boot-Bringen etc...
Ich kenne Deinen Sohn nicht, aber ich würde es nicht anstelle von Urlaub machen Lieber ein paar entspannte TG mehr, und den Rescue dann irgendwann mal an Wochenenden in Deutscher Sprache (Was nicht heisst, daß auf allen Basen Kauderwelsch gesprochen wird)....
Letztendlich ist und bleibt es wie immer: Die Entscheidung liegt beim Fragesteller, und in Deinem Fall zusätzlich an Deinem Sohn. Wenn er auch ansatzweise kein Interesse zeigt - zwinge ihn nicht, dann bringt der Kurs nichts. Und er ist mit Arbeit und einem guten Stück Theorie bestückt!
Jochen
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Wrack P 38 Antoine de Saint-Exupérys vom 30.11.2008 : Nur so zu Info für diejenigen, die nicht in die Programmzeitung gucken können, da sie immer vorm Monitor hängen:
Heute abend, ... [mehr] Wracktauchen in der Nähe von Port Berenice vom 13.11.2008 : Hallo zusammen, wer hat Erfahrungen bzgl. Wracks i.d.
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