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20 Jahre ohne Brevet überlebt
Abgesandt von phuket Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 16:15:

Würde mich mal interessieren wie ihr darüber denkt (bitte ohne Orga-Krieg).
Ich guide fast täglich und da stell ich mal die Frage in den Raum.
unbekannter OWD od. 1* mit Mindesttaucherfahrung (4-5 Freiwassertauchgänge) oder ohne Brevet aber mehr als 50 TG im Lügbuch.
Wem würdet ihr mehr zutrauen oder bei wem würdet ihr auf einen Tauchgang ohne andere Mittaucher bestehen?

Soll keine Fangfrage sein, ich hab Erfahrung aber mich würde mal die allgemeine Meinung interessieren.

Grüße aus Thailand
Stephan



Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 16:21
Ich würde beiden gleich wenig oder gleich viel zutrauen. Denn beide sind Anfänger.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 16:34
Wozu hat jemand ohne ein Brevet ein Logbuch? Der braucht das doch gar nicht? Für mich ist das ein Widerspruch in sich.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 16:41
@phuket - Gegenfrage: Würdest Du einen 1-Stern-Taucher mit geloggten fast 3.000 TG tiefer als 18/20 Meter tauchen lassen? Entgegen der Tiefenempfehlungen der Verbände? Und somit Deine Berufshaftpflicht (im schlimmsten Fall) selbst ausschließen?
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 16:42
o.k. kmw, selbes Spiel mit "deines-Erachtens-Anfängern":
Jeweils 100 TG im Logbuch:
Der/Die eine im Laufe von 10 und der andere im Laufe von 2 Jahren.

Übrigens hat jeder mal angefangen, auch die Erfahrenen und auch jeder Tauchlehrer musste mal seinen ersten Kurs geben und seine Erfahrungen sammeln. Halt mal den Ball flach und bleib bitte sachlich.
Wer bei einem erfahrenen TL gelernt hat muss nicht gleich erfahren sein und wer keinen TL hatte kann seine Erfahrungen auch so gesammelt haben. TL`s sind keine Götter und ich könnte Dir einige sagen die ich als gute Tauchanfänger einstufen würde.
so long
Stephan
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 16:48
@ tel: womit willst du ihm das verbieten?

So lange keine Ausbildung stattfindet ist der gute mann selbst verantwortlich so lange nichts unbekanntes oder aussergewöhnliches (bei fast 3000 TG sehr unwahrscheinlich) auf dem Plan steht.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 16:59
Verbieten will es ihm keiner. Nur aus der Sicht der Tauchbasis, die sich ja an die Empfehlungen der Verbände hält (wegen des möglichen Versicherungsfalls), wird man einen `Taucher` ohne Brevet und trotz 20 Jahre `Taucherfahrung`(?) nicht ins Wasser lassen. Und einen *-Stern nicht tiefer als 18/20 Meter.

Denn den `ohne Brevet` darfst Du gar nicht ins Wasser lassen (so wie es in seinem Bericht die Basis in Ägypten gemacht hat). Oder ist der Verhaltenskodex der thailändischen Tauchbasen ein anderer?
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 17:02
Zu deinem zweiten Fall:
Wer 100 TG in 2 Jahren macht, der taucht auch zu Hause und ist im Training.
Wer 100 TG in 10 Jahren macht, ist (Annahme 2 Wochen Urlaub) ein Fast-Nichttaucher und somit permanenter Anfänger, denn in 13 zum Tauchen möglichen Tagen kann ein ambitionierter Urlaubstaucher mindestens 25 - 30 TG schaffen.

Ich würde den mit 100 TG in 2 Jahren mit Buddy losschicken und den mit 100 TG in 10 Jahren als Guide keine Minute aus den Augen lassen, sofern sich die 100 TG als jährliches Mittel von ca. 10 TG im Logbuch zeigen.
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 17:14
Einen Taucher ohne wird ein Instructor begleiten (von wegen nicht ins Wasser lassen) und wie kommt es dann daß OWD`s ganz stolz ihre 25 Meter Logbücher herzeigen (während des OWD-Kurses und vom Instructor abgestempelt). Überleg mal wie viele hier tauchen und wie wenige Unfälle wir hier im Gegensatz zu anderen Gebieten (einschließlich Germany) haben. Nicht das Standartdenken sondern die Erfahrung und das Sicherheitsbewusstsein ist wichtig. Der Verhaltenskodex eines unerfahrenen TL oder Guides ist leider bei weitem nicht ausreichend um Tauchen sicher zu machen.
Sicher tauchen heißt nicht nur sich an Empfehlungen zu halten sondern aus Erfahrung Entscheidungen treffen zu können.
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 17:23
@ D-32:

Antwort von Günter 05 Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 17:32
@ phuket

Das tauchen ohne Brevet ist kein Problem zumindest in Deutschland. Ich tauche nur in Deutschland auch oft in Vereinen oder Tauchbasen es hat sich noch niemand ein Brevet
Zeigen lassen. Man zahlt, trägt sich in ein Buch ein oder unterschreibt einen Zettel wegen
der Haftung, damit die Basis nicht haftbar gemacht wird und das war’s.

Günter
Antwort von M. Henke Registriertes Mitglied am 22.05.2008 - 22:18
Mit einem uralt Brevet von Barrakuda und genügend dokumentierte Tauchgänge gab es Jahrzehnte lang keine Probleme. Spätestens beim Checkdive wurde schnell abgewunken, doch mit zunehmender Verschlechterung der Tauchanimateure treten immer mehr komische Fragen auf.
Wenn ich die Ausrüstung der Taucher sehe und wie sie zusammengebaut wird, weiß ich eigentlich schon recht gut was gleich unter Wasser kommt.
Es lebe das Platin-Plastikkärtchen und möglichst viele Vorschriften, das ersetzt Erfahrung und Verantwortung.
LG
Michael
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 07:40
@phuket: Wenn es die Basis zuläßt (tauchen ohne Vorlage eines Brevets oder eines anderen Nachweises der Tauchausbildung, z.B. abgestempeltes Logbuch aus DDR-Zeiten mit GST-Ausbildung), würde ich mit beiden Kandidaten einen Checkdive machen , inkl. ein paar Selbsthilfeübungen (Wiedererlangung Atemregler, Maske komplett ab + Ausblasen nach Wiederaufsetzen, mindestens Octopusatmung bzw. Wechselatmung (nach Vorheriger Klärung an der Oberfläche) am Grund-evtl. sogar mit Aufstieg (5m max. sollten reichen). Danach wird eine Runde getaucht und die Tarierfähigkeiten, Partnervhalten, Umweltbewußtsein im Auge behalten.
Erst dann treffe ich eine Aussage über einen Taucher, niemals laut Brevet, Logbuch oder persönliche Empfehlungen (Thema: Tauchleerer ).
Und D-32 hat die Erfahrungs-TG´s-Situation perfekt auf den Punkt gebracht, wer nur einmal pro Jahr eine Woche im Urlaub, vielleicht 5 Tage a 2TG + evtl. ein, zwei Nacht-TG taucht, hat zwar in 10 Jahren auch eine Menge TG, ist aber die ersten beiden Tage meist noch mit sich selbst beschäftigt.

Übrigens hatte ich mal eine Refreshing-"Schülerin", die war zu DDR-Zeiten Ausbilderin bei der GST aber einige Jahre nicht mehr getaucht, die Übungen waren nur noch rudimentär vorhanden, Tarierung durch Speed inkl. gelegentlichem "Hochploppen". Hätte ich die nur wegen ihres Brevets und Ihrer TG-Anzahl tauchen lassen, die hätte ihren Buddy ganz schön ins Schwitzen gebracht
Antwort von chamber am 23.05.2008 - 07:58
Also bei DIWA gibt es, lt. Ausbildungsunterlagen, keine Tiefenbegrenzung.
Es wird lediglich von den TLs darauf hingewiesen, dass man sich am Anfang auch auf ca. 18m bewegen soll.
Ist aber wie gesagt, keine Pflicht.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 10:43
Die Tiefengrenze 18 m für OWDler ist erstmal die Verkaufsmotivation für den AOWD, dessen Tiefengrenze 30 m Verkaufshilfe für den diep deif späschel. Selbst erlebt bei jemand mit CMAS *, 170 TG bis über 40 m, der nicht zur Thistlegorm durfte, weil er sich weigerte, den AOWD zu kaufen.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 11:03
Die 18m sind eh nur eine Empfehlung, aber das Thema hatten wir ja schon gelegentlich ein-, zweimal oder so
Wenn der Taucher fit ist (nach Einschätzung durch den Guide/TL) wird er auch tiefer mitgenommen-Einschränkung dazu: 40m sind genug (auch nach Auffassung einiger CMAS-Verbände)
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 11:08
... und die vom VDST empfohlene max 20 m für * Taucher ist dann ebenfalls eine Verkaufsmotivtion hierfür? ...
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 11:09
bikefresh: ne, viele Basen nehmen OWD`s und *Taucher trotz objektiver Eignung nicht mit an anpruchsvollere Tauchplätze. In dem Punkt hat Fröde recht.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 11:30
Eines versteh ich übrigens an der ewigen Padi-Basen-Schelte nicht. Im Mutterland der CMAS,Frankreich, gilt ohne Kompromiss im "tiefen" Bereich von – 20 m bis – 40 m eine CMAS 5***** Sterneregel, d.h. hier kann ein CMAS * Sterntaucher gar nicht mehr tauchen. Hat mal für viel Wirbel gesorgt, wenn ich mich richtig erinnere.
"Hier klicken"
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 11:50
5-Sterne-Regel?

5 x 1-Stern = 5 Sterne

2 + 2 + 1 = 5 Sterne

2 + 1 + 1 + 1 = 5 Sterne

usw.

Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 12:02
Telemar: ja, deutsche, respektive französische Sprache ist manchmal schwierig. Lies den geposteten Artikel einmal langsam, zur Vorsicht vielleicht zweimal. Was du dann noch nicht verstanden hast, erklärt dir sicherlich ein geduldiger user. Viele Taucher, die in Frankreich Urlaub machen und tauchen wollen, finden die Regel, dass sofern kein "directeur de plongeé" anwesend ist, nur *** CMAS Taucher zusammen tauchen gehen können, gar nicht zum lachen. Zwei *** Taucher sind dann sechs Sterne (rechne zur Vosicht mit dem Taschenrechner nach)
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 12:05
Lesen? Ne`, heute nicht. Habe
`Brückentag`.

Ich weiß auch so, wie die Sterne-Regel gemeint ist.

Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 12:10
... dann lass halt vorlesen und schon dein blondes Köpfchen ... ne, klar, weiß ich doch (dass du das weißt)
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 12:26
@shuttle:"... und die vom VDST empfohlene max 20 m für * Taucher ist dann ebenfalls eine Verkaufsmotivtion hierfür?" Du wolltest doch keine Verbansdisskussionen mehr anstacheln (oder auch nicht weniger)

"bikefresh: ne, viele Basen nehmen OWD`s und *Taucher trotz objektiver Eignung nicht mit an anpruchsvollere Tauchplätze. In dem Punkt hat Fröde recht." Auch da meine Zustimmung, finde ich auch zum Logische Konsequenz in so einem Fall (so möglich)-Basis wechseln.

@Telemar-Queen: pöser,pöser Profokatöhr

Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 13:08
Bikefresh, ganz im Ernst: du weißt ich bin der letzte, der eine Verbandsdiskussion anzettelt.

Aber ich werde immer dagegen halten (wenn mit unsachlichen Argumenten gegen einen Verband geschossen wird). Tiefenbeschränkungen (die Empfehlungen hierfür) für Beginners sind bei allen Verbänden gegeben. Nur wird Verband XY hier schnödes MArketing unterstellt und beim heiligen St. YZ ist es was völlig Anderes ... und dann schimpft man, wenn die bösen Padi-DMs sich genau an die Verbandsvorgaben halten (um rechtlicher HAftung z.B. aus dem Weg zu gehen). Man mag die ein oder andere Regel für fragwürdig halten oder die ein oder andere Zusatzausbildung (das tu ich hie und da auch, allerdings fallen mir da zu allen Verbänden ein paar Sachen ein), aber es sind die von den Ausbildungsverbänden herausgegebene Standards an die man sich als jeweiliges Mitglied halten sollte. Wenn du als guide einen * oder OWD zu einem Wrack auf 35m mitnimmst und es passiert was, hilft es dir nicht viel, dass du dann argumentierst, beim Checkdive hat er sich aber gut gezeigt. Schon mal von der Seite betrachtet?
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 14:06
@ Queen

Brückentag - was war da gestern bei den Katholen? Happy Kadaver?
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 14:13
Von wegen Tiefengrenzen und Brevet:
Mal ganz ohne Verbandsbashing - die meisten Urlaubsbasen sind PADI-Basen.
In manchen Gegenden gibt es viel zu viele Basen, weshalb es vielen von ihnen wirtschaftlich nicht ganz so gut geht.
Um überleben zu können, müssen sie Kurse verkaufen, denn daran verdienen sie mehr als an gebuchten Tauchgängen.
Auch deren angestellte TLs legen Wert auf Kursbuchungen, entweder um Brevetierungen zu sammeln für die Höherbrevetierung, oder weil Provisionen auf verkaufte Kurse ein wesentlicher Teil ihres Einkommens sind.

Welches Interesse sollten also Basis und TLs haben, einen erfahrenen 1* bis 30+ m tauchen zu lassen? Und bei vorgebuchten Tauchpaketen läuft der Kunde auch garantiert nicht zum Mitbewerber, sondern löhnt zähneknirschend den Fun-Kurs.
Antwort von neverdivealone Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 14:52
Irgendwie muss ich D-32 schon wieder zustimmen . Der AOWD-Kurs ist m.E. reine Geldschinderei und ich habe selber miterlebt, wie erfahrenen OWD/* Tauchern gesagt wurde: "der Tauchgang führt in 25 Meter Tiefe ... da müsst ihr erst den AOWD machen". Eine Tiefenbegrenzung für Anfänger ist richtig und sinnvoll (sie muss ja nicht soooo kleinlich gehandhabt werden ) aber wird ein Taucher, der im Extremfall mit 9 TG OWD und AOWD hinter sich gebracht hat, damit automatisch zum erfahrenen Taucher? Zumal meiner Meinung nach nur 2 dieser TG (Navigation und Tief) überhaupt Sinn machen (ok - Tarieren auch, aber der ist nicht Pflicht) und so lebenswichtige Dinge wie Unterwasserfotografie mögen ja sehr schön sein, nützen mir aber bei schwierigen TG nicht wirklich viel.

Daher meine ich, wenn schon Erfahrung in Form eines Kärtchens nachgewiesen werden soll, dann sollte es der **/Rescue sein.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 23.05.2008 - 22:23
@shuttle: Ich kenne aber auch keine Urteile, nach denen ein Guide oder TL nach einem Tauchunfall verknackt wurde, weil gegen eine Tiefenempfehlung (und das sind in den Standards nunmal "nur" Empfehlungen) verstoßen hätte.
Ich lasse nur in genau zwei Fällen nicht mit mir reden (bzw. durch Checkdive überzeugen): 1. Nachweis einer Tauchausbildung und 2. beim Thema Nitrox
Wer jemandem nur einen Trocki verkauft, wenn er auch ein Trockibrevet vorlegen kann, Nacht-TG nur gestattet, wenn ein Night-Specialty vorliegt etc. hat in erster Linie die $-Zeichen in den Augen.
Aber egal, DAS Thema hatten wir ja auch zur Genüge.

Ich wurde bei meinem ersten Salzwasserurlaub auf einer PADI-Basis zu einem typischen AOWD-Tauchplatz mitgenommen, war nach SSI aber noch kein AOWD. Die Begründung des Guides, die Empfehlungen von SSI sind nicht ganz so strikt wie bei PADI und Dein Checkdive war o.k.
Und so halte ich es im Fall der Fälle auch, der entsprechende Kandidat wird dann ggf. mein Buddy oder einem entsprechend erfahrenen Buddy (nach vorheriger Absprache) zugeteilt, bevorzugt unter meiner "Supervision" (Z.B. Buddyteam hinter mir).
Es hängt halt immer davon ab, wie man es macht






Antwort von helix_nitrox Registriertes Mitglied am 25.05.2008 - 09:30
kompliment an phuket! DER weiss, wie man diskussionen lostritt! schöne grüße ins wärmere thailand!
Antwort von Checkdiver.de am 26.05.2008 - 16:09
Merkwürdig - muss ein deutsches Problem sein!

Ich war in meinem bisherigen Taucherleben nur ein einziges mal bei einer deutsch geführten Tauchbasis (in Makadi Bay in Ägypten...ihr wisst schon, welche ich meine) und die wollten mir sogar einen Check-Dive verkaufen....

Alle anderen, nicht-deutsch geführten Tauchbasen scheinen solche Anwandlungen nicht zu haben - ich habe es jedenfalls noch nie erlebt, dass die (mir bekannten) sagten: Du musst den AOWD für die Thistlegorm machen oder du brauchst das diep deif späschel für die Rosalie Moller.... die Tauchbasen, die ich kenne (und deren guides/TLs) schauen sich die Leute beim ersten Tauchgang genau an (verdeckter check-dive nenne ich sowas...) und beurteilen dann selbst, ob der jeweilige Interessent z.B. fit ist für die Thistlegorm oder nicht.

Ergo - man sollte mal ein bisschen Englisch lernen und nicht immer nur die deutschsprachigen Tauchbasen frequentieren - dann gibts auch weniger typisch deutsches Oberlehrergehabe.

Moin!
Antwort von helix_nitrox Registriertes Mitglied am 26.05.2008 - 16:22
aber aber, checkdiver, nicht so pessimistisch, dafür können die deutschen beim songcontest gut mithalten (oder verwechsel ich da jetzt was?) … naja, wir durften gar nicht mal mittun … und aus!
Antwort von Cl@us Registriertes Mitglied am 26.05.2008 - 18:44
@ neverdivealone / D32

"Der AOWD-Kurs ist m.E. reine Geldschinderei"
... diese Aussage ist als solches natürlich bullshit!
Beim AOWD-Kurs geht es nicht primär darum, den Umgang mit einer größere Tiefengrenze zu erlernen. Man rechnet vielmehr einem brevetiertem AOWD ein gutes Stück mehr an Erfahrung zu als einem OWD, und die Tiefe wird daher auch nur für den OWD deutlich beschränkt.


@ D32

"Die Tiefengrenze 18 m für OWDler ist erstmal die Verkaufsmotivation für den AOWD"
... das ist zunächst profitorientiert und somit einseitig gedacht. Diese Tiefengrenze ist IMHO auf jeden Fall auch aus anderen Gründen berechtigt und richtig.

"... jemand mit CMAS *, 170 TG bis über 40 m, der nicht zur Thistlegorm durfte, weil er sich weigerte, den AOWD zu kaufen."
Auf der einen Seite ist diese Sichtweise natürlich etwas engstirnig und zeigt sicherlich etwas von den AOWD-Verkaufsabsichten, andererseits aber ist sie durch das Recht der Tauchbasis gedeckt, ihre eigenen Bestimmungen (zur Gefahrenabwehr/Haftungsausschluß) durchzusetzen (auch im Sinne des verantwortlichen Tauchguides!!).

Merke: Bei einer Tauchbasis hat man keine Rechte, man kann nur mit geschaftstüchtigem Goodwill rechnen und dank unterschriebener, unsinnigster Haftungsausschlußerklärungen ist man im Fall der Fälle sowieso nur "zahlender Gast". In Ländern wie Ägypten können auch landeshoheitliche Verpflichtungen in Unglücksfällen keinen Ausweg bieten - eher im Gegenteil

@ phuket

Große Misere - Einfache Lösung: 4-Sterne-Regel

Ich würde keinem von beiden mehr zutrauen als von dieser Regel gedeckt wäre, d.h. "Zutrauen" ist gut - aber 4-Sterne-Regel und Kontrolle sind besser!


IGL C.
Antwort von neverdivealone Registriertes Mitglied am 27.05.2008 - 08:08
@ Cl@us

Bist Du sicher, daß z.B. ein AOWD, der seinen Schein mit 9TG in einer geschützten Bucht in Ägypten gemacht hat wirklich erfahrener ist, als ein OWD/*, der bereits 100+ TG in deutschen Tümpeln hinter sich hat .

Ich habe übrigens noch keinen Taucher getroffen, der allen Ernstes behauptet hat, er habe den AOWD gemacht um unter Anleitung eines TL Erfahrung zu sammeln ... bisher waren alle ehrlich genug um zuzugeben, daß es ihnen tatsächlich um die erweiterte Tiefengrenze ging
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 28.05.2008 - 11:08
Ich ging anfangs einfach tauchen, nach 50 TG machte ich dann meinen Schein.
Nach ein paar Jahren und 400TG (darunter 3x Safari) wollte man bei mir dann Plastik sehen - also für 70,-DM ein SSI Kärtchen gekauft.
Inzwischen habe ich ein CMAS TL* Kärtchen und bekam CMAS *** dazu geschenkt (Prüfung musste ich machen, aber nix extra gekostet.
Dennoch Checkdive in Egypt und Frau mit OWD (70TG)
durfte nur max. 18m
Jetzt werde ich ihr eben CMAS** abnehmen,
das sollte dann fürs weitere Taucherleben einiges vereinfachen.

Fast finde ich es sogar Schade, dass nicht einige Brevets tatsächlich Vorschrift sind, inclusive sauberer Prüfvoraussetzungen und restriktiven Prüfungen, bei denen man auch durchfallen kann.

Vielleicht würde es der Branche sogar guttun, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Checkdive und Tiefenlimit könnte man sich sparen,
die Taucher könnten tarieren und sauber austauchen, ggf. incl. DECO
... und Barbie und Ken könnten vom Glasbodenboot aus Cocktail schlürfend die UW Welt bestaunen.

Helmut
Antwort von Cl@us Registriertes Mitglied am 28.05.2008 - 16:22
nä, neverdivealone, da bin ich nicht sicher ... gerade deshalb ja ...

ich kenne sogar ein paar ganz spezielle "Chaoten" - mit teilweise weit über 500 TGs - mit denen gehe ich auch nicht allzu gerne tauchen ... und deren ganzer Stolz ist oft, daß sie kein AOWD oder höheres Brevet haben

IGL C.
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 29.05.2008 - 02:00
hket,
da bin ich ja mal gespannt wie du als CMAS-TL* den 2* abnehmen willst. Was mich auch interesieren würde ist, bei welchem Verband du TL bist.

Grüße aus Phuket
wiesel
Antwort von Cl@us Registriertes Mitglied am 29.05.2008 - 04:03

.. das würde mich auch interessieren! Ausbilden darf er - aber nicht die Prüfung abnehmen.

IGL C.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 29.05.2008 - 07:21
"... bei denen man auch durchfallen kann. " -> kann man, Helmut kann man.

Oder anders ausgedrückt, man brevetiert nur dann, wenn die Leistungsanforderungen erfüllt wurden. Oder wie machst du das?

Bitte nicht alles brevetieren, was um die Ecke kommt, und schon gar keinen **
Antwort von Mike.h Registriertes Mitglied am 29.05.2008 - 08:24
@Telemar-king


Was hat ein Logbuch mit einem Brevet oder Ausbildung zu tun?

Ich bin auch einige Jahre in Ägypten ohne Tauchschein unterwegs gewesen. Ein Logbuch hatte ich trotzdem.
Zu der Zeit konnte ich noch einen OWD für 100DM kaufen.
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 29.05.2008 - 12:47
so wie Claus sagt - ich werde ausbilden,
prüfen und brevetieren wird ein **-Ender

Helmut

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