Momentan in den Foren unterwegs: Biodiver, Dagmar81, Doris, Engelchen, Flocke, FunKiller, klecks, mbsub, nemo33, Stefan M., sunshineblub, tauchgeist, wetneck, x344, °°steffi°° und 69 Gäste
Wichtiger Hinweis: Bei Fragen zur Gesundheit und Tauchen ist es dringend empfohlen, einen fachmännischen Rat bei einem Tauchmediziner einzuholen.
ADS/Ritalin/Kindertauchen Abgesandt von Frank 2000 am 11.04.2006 - 19:47:
Gibt es Erfahrungen beim Kindertauchen mit ADS/ADHS Kindern und Ritalin ?
Antwort von mhille am 11.04.2006 - 21:55 Hallo Frank.
Vorne Weg: Ich bin kein Mediziner. Bitte frage einen kundigen Taucharzt, wie Du ihn auf der Homepage der GTÜM (Hier klicken) oder auf der "Tauchersprechstunde" finden kannst.
Meine Gedanken dazu:
* Tauchen ist ein Sport, zu dessen Erlernung und Ausübung eine gewisse Konzentration notwendig ist. Schon "normalen" Kindern das Tauchen bei zu bringen, bedarf Geduld und Ausdauer (wenn man`s ordentlich macht). Kinder mit ADS bedürfen deswegen (wenn man`s überhaupt machen will) einer enormen(!) Geduld. Zu hoffen, dass sich durch das Tauchen eine gewisse "Beruigung" einstellt ist der falsche Ansatz - dazu gibt es geeignetere Betätigung.
* Generll gilt: Die Wirkungsweise von Medikamenten unter hyperbaren Bedingungen ist nur sehr rudimentär erforscht. Für die wenigsten Medikamente gibt es überhaupt irgendwelche Aussagen. Zu Ritalin ist mir nichts bekannt. Aber mir wäre das zu heiß - stell Dir vor die Wirkung läßt "zu schnell" nach oder noch schlimmer: Die Wirkung wird UW noch verstärkt. Keine gute Idee.
* Kindertauchen per se ist nicht umumstritten. Manche halten das "Risiko" (so sie es selbst als solches empfinden) als vertretbar bis nicht vorhanden. Ich teile diese Einschätzung nicht. Zu wenig statistisches Material ist vorhanden, um überhaupt irgend eine Aussage zu treffen. Ich für meinen Teil bin daher mit "Kindertauchen" nicht einverstanden - einfach auf Grund der ungewissen Art, ob Folgen zu befürchten sind oder nicht. Jedenfalls bin ich nicht bereit, (m)ein Kind <13Jahren als "Statistikfutter" an zu bieten.
Mein persönliches Fazit: Egal wie man zum Kindertauchen stehen mag - allein schon die Gründe, das Medikamente unter hyperbaren Bedingungen unvorhergesehen wirken können und dass in diesem Fall ADS vorliegt, dass wegen der Ritalingabe doch sehr ausgeprägt zu sein scheint, würde ich davon abraten.
Andere mögen dies vielleicht ähnlich sehen - deswegen sind vielleicht auch keine Informationen darüber verfügbar?
Grüße - Martin.
Antwort von henri am 11.04.2006 - 23:24 Hallo Frank,
bezüglich der Wirkung von Ritalin würde ich mich, wie von Martin empfohlen, mit einem Fachmediziner in Verbindung setzen.
In den übrigen Punkten bin ich aber anderer Meinung:
1. Weil wir sehr positive Erfahrungen mit einem hyperaktiven Kind beim Tauchen hatten. Wobei meiner Meinung nach eine "echte" Hyperaktivität bei den wenigsten Kindern vorliegt. Die meisten Kinder, denen ein ADS/ADHS diagnostiziert werden, sind Opfer diagnose- und verschreibungwütiger Ärzte (was inzwischen auch durch Studien belegt ist). Meist sind diese Kinder einfach nur völlig mit Reizen aus ihrer Umgebung überflutet, in gewisser Weise orientierungslos, unkonzentriet und ständig in Bewegung. Sieht aus wie ADS, ist aber einfach nicht das Gleiche. Wie auch immer nach einigen Wochen wurde unser Kindertaucher merklich ruhiger. Nach Aussage der Mutter wurde er auch konzentrierter und die Schulleistungen wurde besser. Er hatte einen ruhigen Punkt im Leben gefunden.
2. Ich stimme dem Kindertauchen auch nicht uneingeschränkt zu, obwohl ich Kindertauchlehrer bin und wir in unserem Verein seit 5 Jahren auch Kindertauchen als festen Ausbildungspart anbieten. Es kommt auf die Kinder an, auf die geistige Entwicklung auf das soziale Verhalten und die körperliche Entwicklung. Und ein ganz wesentlicher Part sind auch die Eltern. Wenn sie nicht begreifen, daß für Kinder andere Regeln beim Tauchen gelten als für Erwachsene, dann sollte man die Kinder vielleicht nicht unterrichten.
3. Das es kein ausreichendes statistisches Material gibt, mag vielleicht stimmen. Das heißt aber nicht, daß die Anzahl der jugenlichen Taucher zu klein ist, vielleicht gibt es auch zum Beispiel aufgrund der sehr strikten und sinnvollen Grenzen für das Kindertauchen keine Unfälle. Schädigungen durch Dekompressionserkrankungen scheinen allerdings bei den gültigen Grenzen kaum möglich zu sein, ebenso die signifikante Aufsättigung und damit eine negative Beeinflussung des Längenwachstums der Röhrenknochen etc.
4. Wenn wir unseren Kinder alles verbieten, zu dem es nicht genügend statistisches Material gibt, um die Unschädlichkeit zu beweisen, was machen wir dann mit den Dingen, die nachgwiesenermaßen schädlich sind: Fernsehen, Inlinescaten, Klettern, Fußball spielen, Fahrrad fahren, Handball spielen, Handybilder tauschen... Es gibt viele weitere Beispiele, die Kette kann man endlos fortsetzen.
Grüße,
henri
Antwort von dave am 12.04.2006 - 07:43 Hallo Frank2000,
ich bin selbst Vater eines ADS Kindes.
Auffallend ist, das diese Kinder für bestimmte Tätigkeiten einen hohen Grad an Konzentration aufbringen können. Allerdings muß man sich immer vor Augen halten, das dieses Konzentrieren nicht immer stattfindet, ist sehr stark von der Tagesform abhängig, aber das geht ja allen Menschen so.
Ich würde das Risiko meinen Sohn mit zum tauchen zu nehmen nicht eingehen.
Übrigens, wir haben uns entschlossen ohne Ritaölin auszukommen, gerade weil wir die Nebenwirkungen und Langzeitschäden nicht in ausreichendem Maße kennen. Das klappt jetzt schon seit 22 Jahren.
Antwort von mhille am 12.04.2006 - 09:15 Hallo Henri.
Zu Punkt1:
Dass ADS/ADHS oft falsch diagnostiziert wird, ist wohl leider wahr. Allerdings gehe ich in dem Fall einfach mal davon aus, dass es stimmt.
Wurde "Dein" Kindertaucher mit Ritalin "behandelt"? Wie sind Deine Erfahrungen mit Ritalin in einer hyperbaren Umgebung? Wie sieht es mit der Wirkung aus?
Ich denke, dass dies ein WESENTLICHER Bestandteil der Betrachtung sein muss! Nicht aus zu denken, wenn ein Kind aufgrund der veränderten Wirkung von Ritalin UW "ausflippt".
Zu Punkt 2+3:
Ich denke alles Wesentliche über Kindertauchen ist gesagt - wir sind unterschiedlicher Meinung darüber, es wird keinen Kosens geben.
Zu Punkt 4:
Die Folgen von Fernsehen, Inlinecaten, Klettern und Fußballspielen sind hinreichend bekannt. Man kann sehr gut entscheiden, ob man das sich und/oder seinem Kind antun will.
Beim Thema "Handy und Kinder" hast Du ein sehr heißes Eisen angefasst. Die sog. "Fachleute" sind sich extrem uneins darüber, ob das nun toll ist oder nicht, wenn ein Kind mit einem Handy ausgestattet ist. Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen und ähnlich emotional, wie das Kindertauchen.
"... was machen wir dann mit den Dingen, die nachgwiesenermaßen schädlich sind: Fernsehen, Inlinescaten, Klettern, Fußball spielen, Fahrrad fahren, Handball spielen, Handybilder tauschen..."
Aus dieser Liste sollten die sportlichen Betätigungen herausgenommen werden, denn ein Riesenproblem bei heutigen Kindern ist gerade der Bewegungsmangel bzw. die unzureichend geschulte und geübte Bewegungskoordination (zu beobachten beispielsweise, wenn Grundschulkinder im Sportunterricht Kurzstrecke laufen sollen und dabei aussehen wie ein taumelnder Kegel).
Hervorzuheben ist jedoch der bereits frühkindlich beginnende exzessive TV-Konsum. Es ist triviale Erkenntnis, dass Kinder die schnelle Szenenfolge der allermeisten angeblich kindgerechten Zeichentrickfilme überhaupt nicht verarbeiten können, jedoch dadurch eine innere Unruhe erzeugt wird, die sich dann in Konzentrationsschwächen und Hypermotorik äußert. Gleiches gilt für Konsolenspiele/Gameboys.
Wäre mal eine Frage an Fachleute, ob es fundierte Untersuchungen gibt, inwieweit eine AHDS-Diagnose hinfällig wird, sobald dem Kind TV-Verbot, Gameboyverbot und gleichzeitig sportliche Betätigung sowie konzentriertes Buchlesen verordnet wird.
Kindertauchen mit oder ohne Ritalin lehne auch ich als TL konsequent ab (abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen, bei denen ich das Kind persönlich sehr gut kenne und als über längere Zeit konzentrationsfähig einschätzen kann). Abgesehen von Hypermotorik ist es schließlich aktuell leider ein Faktum, dass eine Lehrerin mindestens bis zum Ende des 4. Schuljahres mindestens alle 15 Minuten einen methodischen Wechsel machen muss, weil die Konzentrationsfähigkeit auf eine gestellte Aufgabe eklatant nachlässt. Und wenn es sich dann auch noch um ein medikamentös therapiertes ADHS-Kind handelt, dürfte das eine absolute Kontraindikation darstellen.
@ Frank 2000
Guck mal auf Hier klicken in das Forum zum Stichwort Kindertauchen. Dort kannst du auch die Eingangsfrage posten und den dort mitlesenden Ärzten zur Diskussion stellen.
Jo
Antwort von henri am 12.04.2006 - 13:02 @ D-32
Die sportlichen Betätigungen sollte man auf keinen Fall aus der Betrachtung herausnehmen. Natürlich hat Sport meistens eine positive Entwicklung unserer Sprößlinge zur Folge. Aber eben nur meist, denn die meisten Unfälle passieren auch beim Sport oder "Spielen". Nur verbieten wir deshalb den Sport? Nein, wir tun es nicht. Wir versuchen die Einzelfälle, bei denen es voraussichtlich negative Auswirkungen haben wird, herauszufiltern, damit sie keinen Schaden nehmen.
Und da muß man zwischen Kinderfußball spielen und Kindertauchen nicht zwingend einen Unterschied machen. Wir haben sogar die Erfahrung gemacht, daß die Kinder besser lernfähig sind und sich durchaus über einen Schwimmbadtauchgang oder einen im begrenzten Freiwasser (ca. 25 Minuten) sehr gut konzentrieren können.
Wir reden hier nicht von excessivem Kampftauchen, wie es von einigen Kollegen für übermotivierte Sporties mit Doppelpäckchen und Backblech propagiert wird.
@ Frank2000
Zurück auf die Eingangsfrage von Frank2000: Nein, ich weiß nicht mehr ob unserer kleiner Tauchkamerad mit Ritalin behandelt wurde. Ich wäre wie auch oben schon geschrieben ohne ausführliche Beratung durch einen Fachmediziner vorsichtig.
Grüße,
henri
Antwort von ahoifisch am 12.04.2006 - 13:17 Hallo Frank2000
also ich kann hier nur von positiven Erfahrungen berichten. Also mein Sohn vor 3 Jahren mit dem Tauchen anfing, hatte es keine Auswirkungen auf seine Ritalingabe. Im Gegenteil, wir hatten ein super glückliches Kind, das nun mit uns tauchen durfte.
Zum Thema Ritalin kann ich den ganzen Oberschlaumeiern, die hier mitlesen nur eins sagen, macht Euch erstmal schlau:
Was ist Ritalin?
Warum wird es verabreicht?
Redet mal mit betroffenen Eltern!!
bevor Ihr eure "oberschlauen" Aussagen macht.
Also Frank2000, don`t worry, die Kids haben einen
riesen Spass am tauchen. Solltest halt den Tauchlehrer nur vorher informieren.
Ich sehe da einen enormen Unterschied, ob sich ein Kind beim Fußballspielen mal einen Knochen bricht (Fußballspielen = halbwegs normale artspezifische Fortbewegungsart) oder wegen mangelndem Konzentrationsvermögen und/oder Lernresistenz eine arterielle Gasembolie beim Durchschießer zur Wasseroberfläche erleidet incl. ggf. cerebrale Folgen.
@ ahoifisch
"Zum Thema Ritalin kann ich den ganzen Oberschlaumeiern, die hier mitlesen nur eins sagen, macht Euch erstmal schlau: ..."
Dieser Satz in der Medizinecke des Forums diskriminiert alle diejenigen, die weiterdenken als du, dem das "super glückliche Kind" mehr bedeutet als jegliche medizinischen Überlegungen
"Solltest halt den Tauchlehrer nur vorher informieren." Weißt du, was dabei herauskommt? Der hat entweder nicht die geringste Ahnung der Problematik und sagt einfach JA und/oder er sieht die angebotenen Euros/Dollars und sagt JA, damit er morgen noch leben kann. Soll keine Verbandsdiskussion initiieren, aber es ist leider Fakt: Rechne gerade bei P...-Instructoren nicht mit einem umfangreichen und fundierten medizinischen Hintergrundwissen. Die werden auf Marketing und Animationsfähigkeit geschult, nicht auf Tauchmedizin, weil ggf. zum Marketing kontraproduktiv.
und da meldet sich auch schon der erste zu wort....war ja klar!!
"Dieser Satz in der Medizinecke des Forums diskriminiert alle diejenigen, die weiterdenken als du, dem das "super glückliche Kind" mehr bedeutet als jegliche medizinischen Überlegungen"
Du denkst weiter als ich? Donnerlippchen!!!
D-32 und medizinische Überlegungen??? Berücksichtigst du bei deinen Kindern auch eher den medizinischen Aspekt bevor du darüber nachdenkst, was dein Kind glücklich macht(falls du welche im ADS-Alter hast!!)
Ich habe 6 Jahre mit Ärzten diskutiert, gelacht, geweint, gefetzt und auch Erfolge gefeiert!
Also was willst du mir jetzt implizieren??
Es gibt heutzutage sogar Fachärzte für diese Krankheit, und sogar solche, die Tauchen wegen der ganzheitlichen Entspannung des Körpers
empfehlen. Nur so am Rande....
Diskriminiert fühlen sich doch nur die, die sich den Schuh anziehen, i.d.R. immer die Gleichen...
In erster Linie gehts doch in diesem Thread um
Erfahrungen mit ADS-Kindern, die tauchen oder es lernen wollen. Und hier gibts von mir ein klares
ja zum Tauchen.
allzeit gut Luft
Antwort von D-32 am 12.04.2006 - 15:02 "Berücksichtigst du bei deinen Kindern auch eher den medizinischen Aspekt bevor du darüber nachdenkst, was dein Kind glücklich macht(falls du welche im ADS-Alter hast!!)"
Ich habe eine jetzt 22-jährige Tochter (kein ADSH-Kind). Und was ein Kind "glücklich" macht, ist nicht immer auch das, was aus medizinischer Sicht gut für das Kind ist (Gameboy, McDonalds, TV-Blödsinn, Bewegungsmangel ... machen Kinder immer vordergründig glücklich, unterm Strich dagegen krank, träge, dick).
Das Kind, das tauchen will, ist die eine Seite. Kinder wollen auch Handies haben - sie brauchen sie nicht, aber sie gewinnen dadurch eine positive Identifikation in der Gruppe, müssen allerdings immer das aktuelle Szene-Gerät haben, sonst sind sie "out". Armselige Jugend!
Ich stehe auf der anderen Seite und sage fast allen unter 12 Jahren: Geh schnorcheln, trainiere deine Apnoe-Fertigkeiten, und in zwei Jahren sehen wir uns zum *-Kurs.
Wer ihm unbekannte Kinder unter 12 Jahren in einen Gerätetauchkurs (Freiwasser) nimmt, hat für mich schlichtweg nur das Eurozeichen im Visier und handelt weitgehend verantwortungslos. Und wer ein Ritalin-therapiertes Kind in einen Kurs nimmt, begeht in meinen Augen einen Verstoß gegen sämtliche gebotenen Vorsichtsregeln.
Antwort von S.G. am 12.04.2006 - 18:27 Hallo,ich bin selbst Mutter eines Kindes mit ADHS.Seit 2 Monaten wird er mit Concerta und Medikinet behandelt.Ich habe in einer bekannten Tauchzeitschrift vor kurzem einen Bericht über Tauchen mit Ritalin gelesen und war traurig über die Antwort vom "Experten",denn mein Sohn ((8 Jahre )möchte auch gerne den Bubble Maker Kurs machen.Nun habe ich beim letzten Gespräch mit seiner Ärztin ,die selber aber auch taucht,einmal nachgeforscht.Die Aussage zb. ,dass die Krampfneigung bei Ritalingabe erhöht sei ist ihres Wissens nach,ein alter Hut.Sicherlich ist es schwieriger, ein ADHS Kind zu lehren,aber durch die Medikamente ,die das Kind deshalb bekommt ist die Konzentration dann wohl oft eine höhere ,als bei manch anderem Kind ,welches den Tauchsport erlernen möchte.Ich für meinen Teil habe entschieden,noch mind.2-3 Jahre zu warten ,bevor ich mein Ok gebe,weil das Tauchen, mit seinen Nebenwirkungen auf den kindlichen Organismus als solches noch zuwenig erforscht wurde.Ob nun ADHS oder nicht, spielt da wohl keine Rolle.
Bitte warte noch mindestens 4 Jahre, fliege mal in Urlaub mit deinem Sohn, lass ihn reichlich Apnoe-Erfahrungen sammeln: Das ist immer noch der allerbeste Einstieg ins Tauchen mit Gerät.
Und wie von mir oben dargestellt verbiete ihm einfach mal eine Zeitlang die Stressfaktoren TV und Computerspiele, animiere ihn zu Bewegungssport und Bücherlesen: Viele vermeintliche ADHS-Syndrome snd de facto Überreizung durch derartige Medien. Und auch sein Wunsch des bubble-maker-Kurses ist doch sicherlich etwas, das er auf einem Bildschirm gesehen hat.
Jo
Antwort von S.G. am 12.04.2006 - 21:06 @D-32
Ich tauche seit 5 Jahren und aus diesem Grund wird sicherlich auch bei Ihm der Wunsch des "Tauchens "bestehen.Er hat natürlich fast tagtäglich mit diesem Thema zu tun.Er verfolgt auch sehr aufmerksam diese Sportart.Und wenn wir im Sommer immer in Ägypten sind und er den Erzählungen von meinen Erlebnissen des Tages(Thistlegorm,Rosi, ,Ham Ham usw.)lauscht ,äußert er noch stärker den Wunsch auch einmal mit unter die Wasseroberfläche zu dürfen.
Wir haben Ihn 5 Jahre" testen" lassen und die Diagnose ADHS kam für uns nicht überraschend .Wir haben auch kein Problem mit seiner Aktivität,nur jetzt in der 2.Klasse verstärkte sich sein Problem ,die Konzentration aufrecht zu erhalten .Seine Leistungen sind bis jetzt super und er hat Spaß am Lernen und das soll auch so bleiben.Deshalb die Gabe des Medikament`s.Ich denke auch ,dass Menschen die keinen direkten Kontakt mit solchen Kindern haben ,sich auch nicht immer gleich anmaßen sollten igendwelche Ratschläge zu geben.Denn als Außenstehender ist es natürlich immer super einfach zu maßregeln.Da kann man ewig über Pro und Kontra der Medikamente diskutieren,ein Außenstehender wird immer nur die Nebenwirkungen sehen.Mein Mann und ich haben auch lange gehofft ,kein Medikament verabreichen zu müssen.Aber es geht hier letztendlich um meinen Sohn,der einen schwierigen Weg beschreiten muß und den wir durch die Gabe des Medikament`s messbare Erfolge erleben lassen können .Seine Auffälligkeit trat schon in einem Alter auf ,wo Reize wie TV oder Computerspiele noch nicht einmal im Gespräch waren.Da mein Kind seit ehher mehr Interesse am spielen Draußen hatte,scheidet diese Überflutung auch noch Heute aus. Also bitte nicht immer sofort an "Fehler "der Eltern denken.
Antwort von Vercingétorix am 12.04.2006 - 21:22 Interssante Diskussion. Zwei Anmerkungen habe ich.
@D-32
Deine Ausführungen über die Unterichtsgestaltung an Grundschulen ist bullshit. Richtig ist, das das soziale Umfeld der Kinder entscheident für den Lehrenerfolg der Kinder ist. Schule kann nicht das häusliche Versagen der Eltern auffangen und die Elitenbildung wird gerade in NRW wieder verstärkt gefördert.
@henrie
Ich hatte glaube ich schonmal gefragt ob du hinreichend qualifiziert bist mit Kindern zu arbeiten oder ob du nur die Klippschule eines Verbandes absolviert hast und meinst als Elternteil bist du zum Erzieher berufen.
Kindertauchen ist schon schwierig, weil der Wunsch der Eltern meist der Ursprung ist. Tauchen unter Medikamenten ist genauso schwierig. Ich würde ehr zu D-32 neigen. Schwimmen, Schnorcheln und dann vielleicht.
Antwort von henri am 13.04.2006 - 14:33 @ Vercingétorix
Ach Du warst das....
Natürlich habe ich auch eine Weiterbildung bei einem Verband gemacht. Wie wird man sonst Kindertauchlehrer.
Zu dem Thema "hinreichend qualifiziert" hatte ich Dich damals auch schon mal gefragt, was Du damit meinst. Wenn Du eine "qualifizierte" Ausbildung eines lehrpädagogischen Studiums meinst, kann ich nur sagen: Zum Glück nicht! Sonst würde es ja vielleicht bei uns so aussehen, wie in Kindergärten und Schulen und das wollen wir doch nicht wirklich.
Neben der Tatsache, daß ich ein wenig Erfahrung mit meinen eigenen Kindern gesammelt habe (was Du ja nicht anerkennst), habe ich seit einigen Jahren auch Erfahrungen mit der Ausbildung von Kindern und Erwachsenen gesammelt. Nicht nur im Hobby auch teilweise im Beruf. Das wichtigste ist aber meiner Meinung nach, daß man sich in die Lernenden hineinversetzen kann, eine Gabe, die den meisten Berufslehrern und Kindergärtnern komplett abhanden gekommen zu sein scheint. Da finde ich von kindgerechter Lernweise auch nichts wieder.
Und wenn es Kindern und Erwachsenen dann auch noch Spass macht und sie gerne zur Ausbildung kommen, dann ist das sicher auch ain Zeichen dafür, daß das Verhältnis Schüler/Ausbilder ok ist.
Ich bilde übrigens in einem Verein fast für Nüsse aus. Also der Verein kriegt fast nichts dafür, ich bekomme gar nichts. Daher kann man dem Ganzen wohl kaum die kommerziellen Interessen unterstellen, wei D32 in seiner immer wieder bewiesenen qualifizierten Allwissenheit oben postuliert...
Das Einzige wo ich Dir uneingeschränkt Recht gebe, ist, daß die Schule die Erziehung der Eltern nicht auffangen kann. Ein Glück, daß wir jetzt in Richtung Ganztagsschule marschieren. Da können Lehrer und Eltern bei dieser Aufgabe ja noch viel besser versagen.
Ansonsten wäre es gut, da hatte ich Dich auch schon mal nach gefragt, wenn Du mal definieren würdest, was Deiner Meinung nach eine hinreichende Qualifizierung ist.
Grüße,
henri (ohne "e")
Antwort von Philip am 13.04.2006 - 15:23 Wow Henri, hier denkt aber jemand so gar nicht in Klischees!
Verdammnis gleich zweier Berufsstände
"eine Gabe, die den meisten Berufslehrern und Kindergärtnern komplett abhanden gekommen zu sein "
Einmal mit der Keule draufgehauen:
" Ein Glück, daß wir jetzt in Richtung Ganztagsschule marschieren. Da können Lehrer und Eltern bei dieser Aufgabe ja noch viel besser versagen."
Aber selber der super Pädagoge sein wollen, mit einer Fortbildung zum Kindertauchlehrer. Finde ich schon ziemlich kühn.
Dass ein gutes Verhältnis zwischen Tauchlehrern und -schülern nicht unbedingt etwas über die Lehrfähigkeiten der Ausbilder aussagt, kann man eigentlich regelmäßig an Seen oder auf Urlaubsbasen sehen, denn neben vielen guten Ausbildern gibt es halt auch didaktische Tröten, die aber menschlich voll in Ordnung sind.
Ansonsten stimme ich dem ersten Poster voll zu:
Es gibt meines Wissens keine Untersuchung zur Wirkung von Ritalin unter hyperbaren Bedingungen.
Es gibt zwar keine eindeutigen Aussagen über die Wirkung von Tauchen auf nicht ausgewachsene Knochen, die Ärzte mit denen ich über dieses Thema gesprochen habe, sehen dies allerdings sehr kritisch. Kernaussage: Zu früh (d.h. zu wenige Kindertaucher) um klare Aussagen zu treffen, aber aus physiologischer Sicht sehr wahrscheinlich, dass es Folgen gibt.
Es kann gut gehen, aber ich würde mein Kind diesem Risiko nicht aussetzen.
"Wenn wir unseren Kinder alles verbieten, zu dem es nicht genügend statistisches Material gibt, um die Unschädlichkeit zu beweisen, was machen wir dann mit den Dingen, die nachgwiesenermaßen schädlich sind: Fernsehen, Inlinescaten, Klettern, Fußball spielen, Fahrrad fahren, Handball spielen, Handybilder tauschen... Es gibt viele weitere Beispiele, die Kette kann man endlos fortsetzen."
Du vergleichst hier völlig unterschiedliche Dinge. Erstens besteht zwischen Fernsehen und Klettern ein riesiger Unterschied (passive vs. aktive Beschäftigung) und zweitens ist "Inlinescaten, Klettern, Fußball spielen, Fahrrad fahren, Handball spielen" nicht nachgewiesen schädlich. Im Gegenteil, sie sind sogar förderlich für eine gesunde Entwicklung. Natürlich haben diese Tätigkeiten ein Verletzungsrisiko, aber das ist in jedem Fall klar erkennbar und zumindest minimierbar. Was diese Tätigkeiten nicht haben sind ein langfristiges Schädigungspotential, dass heutzutage noch völlig unbekannt ist und dessen Folgen vielleicht erst nach 20 oder mehr Jahren auftreten können.
Kindertauchen hat genau dieses potentielle Schädigungspotential, neben dem normalen Verletzungsrisiko und genau deswegen lehne ich es ab.
Philip
Antwort von Vercingétorix am 13.04.2006 - 15:39 Henrie ich bin selber gelegentlich in Sachen Erwachsenenbildung unterwegs und Erzeihungsberechtigter. Über Kindertauchen werden wir nie einer Meinung sein. Aber das was die Verbande biete reicht m.E. nicht um wirklich mit Kindern zu arbeiten. Deine Meinung über Lehrer in Ehren, aber ein Sportpädagogigstudium umfaßt mehr als das was Verbände dort vermitteln. Das ist keine hinreichende Qualifikation.
mal abgesehen von der Problematik des Kindertauchens hier ein paar Links mit Informationen:
Diving Medicine FAQs Attention Deficit Disorder (ADD): Hier klicken
DAN - How Your Diving Fitness Can Be Affected By Your Central Nervous System Health: Hier klicken
Diving Medicine Online: ADD/ADHD and Diving Hier klicken
Ritalin ist ein amphetaminähnliches Stimulanzmittel, auch wenn es bei Kindern beruhigend wirkt. Jeder Arzt würde wohl erst einmal abraten, unter dem Einfluss von Amphetaminen tauchen zu gehen. Bei Personen mit ADS scheint die Wirkung ja vom aufputschenden ins beruhigende umgedreht zu sein. Trotzdem wäre ich sehr vorsichtig, da es bisher keine aufschlussreichen Untersuchungen zu dieser Problematik gibt.
Nur zwei Kommentare: Ich habe mich selbst nicht als "super Pädagoge" bezeichnet. Und sicher lernt man in einem sportpädagogischen Studium mehr als bei einer "Verbandsausbildung". Nur leider scheinen viele Pädagogen das nicht umsetzen zu können. Das ist leider kein Klischee sondern Lebenserfahrung.
Das die Ganztagsschule meiner Meinung nach die familienpolitischen und sozialen Probleme eher verschlimmert als verbessert ist eine persönliche Meinung.
Inlinescaten, Fußball spielen, Handball spielen hat durch aus ein nicht kontrollierbares Langzeitschädigungspotential. Natürlich gibt es viele denen es gut tut und manche, die später Langzeitschäden haben. Das gilt auch für Tauchen. Das aber die Risiken größer oder kleiner kann man wahrscheinlich kaum beurteilen. Das Risiko ist bei Einhaltung der vorgegebenen Grenzen sehr beschränkt. Eine Langzeitschädigung durch Tauchen ist, wenn überhaupt nachweisbar, bei Personen aufgetreten, die sich über lange Zeiträume oft hoher Sättung aussetzen. Beim Tauchen in den Grenzen für Kinder wird aber nur eine sehr niedrige Sättigung erreicht.
Bei all den Kritikern würde mich mal interssieren, ob irgendjemand Kinder kennt, die durch Tauchen innerhalb der Grenzen nachweislich geschädigt wurden.
Über Informationen wäre ich dankbar.
Grüße,
henri
Antwort von Philip am 14.04.2006 - 10:49 Hallo Henri,
mich würden jetzt aber dann doch die Untersuchungen interessieren, die Langzeitschäden aufgrund normaler Inline-Skate-, Fußball- oder Handballaktivitätedn untersuchen. Wir reden hier ja nicht vom Leistungssport. Und wenn du Langzeitschäden durch Verletzungen, z.B. nach einem Sturz, meinst, ist es auch nicht das worum es hier geht. Es geht darum, dass es durch die Ausübung dieses Sports im Kindesalter eventuell zu körperlichen Beeinträchtigungen im Alter kommt.
Und damit ist auch deine Frage nach den geschädigten Kindern beantwortet. Es kann keine Kinder mit Langzeitschäden geben, weil es Kindertauchen noch nicht so lange gibt und die paar wenigen Kinder die in den 70er Jahren schon getaucht sind, statistisch nicht relevant und immer noch zu jung sind, um diese Frage abschließend zu klären. Wir reden hier über Zeiträume von 40-50 Jahren. Ein Beispiel, das vielleicht allen aus der Presse noch bekannt ist (und indirekt mit Nowotauchers Antwort zu tun hat): In den 90er zu Hauptzeit der Rave- und Ecstasy-Szene gab es Untersuchungen die besagten, dass der Konsum von Ecstasy kurzfristig "Löcher" im Hirn macht und langfristig Alzheimer auslösen kann, durch die langfristig verringerten Serotinspiegel im Gehirn. Ok, das erste ist inzwische wiederlegt, aber zu dem zweiten kann man frühestens in 40 Jahren etwas sagen.
Und so ist das auch beim Kindertauchen. Wahrscheinlich wird es erst in 30-40 Jahren entsprechende Untersuchungen geben. Tendenziell wird es aber in der Medizin argwöhnisch betrachtet. Es sind ja noch nicht einmal die Langzeitauswirkungen für Sporttaucher 100%ig gesichert, weil auch hier noch nicht ausreichend verlässliches Zahlenmaterial zur Verfügung steht.
Wer also seine Kinder vor Ende des Wachstums zum Tauchen nimmt, verwendet sie als Versuchskaninchen in einem großangelegten Feldversuch. Das muss jeder selbst entscheiden.
Philip
Antwort von Frank 2000 am 14.04.2006 - 11:31 Ich wußte garnicht, dasss meine Fraage nach den Erafhrungeen mit Ritalin und Kindertauchen ein solch angeregte Diskusssion auslösen würde. Danke für die vielen Tips und Denkansätze.
Antwort von Vercingétorix am 14.04.2006 - 13:24 Henrie deine Vorurteile gegen Lehrer oder besser Leerer in Ehren. Du wiederholst das ganze Gebetsmühlenartig. Sicher gibt es schlechte die man besser nicht auf Kinder losläst, aber der überwiegende Teil macht seinen Job ordentlich. Das ist ein Problem der nicht hinreichenden Dienstaufsicht und vorallem des fehlenden Geldes und läst sich nicht verallgemeinern. Das Ganztagsschule super funktionieren kannst du dir bei unseren Nachbarn anschauen. Die Skandinavier sind ein gutes Beispiel dafür. Das funktioniert hier nicht richtig, weil man zwar die Denkansätze übernehmen will aber leider übersieht, das die Nordmänner wesentlich mehr Geld in die Bildung stecken. Gutes Beispiel. Unser hochlöblicher Landesfürst hat gelobt neue Stellen zu schaffen, hat er auch, was er verschwiegen hat, ist das das Geld statt Stellenprogram weggefallen ist. Keine neuen Stellen nur Umschichtung.
Was die Studien angeht, gibt es einen Tierversuch mit Mäusen die sich im Wachstum befinden. Dort konnten schädigende Auswirkungen beschrieben werden. Ob das auf den menschlichen Körper unsetzbar ist? Wir reden hier aber über einen sehr langen Zeitraum den an beobachten muß. Wie Phillip schon richtig anmerkte, Versuchskanichen im Langzeitversuch. Das Argument, beim Radfahren etc. pp. kann man sich auch den Hals brechen, ist keins. M.E. ist eine sehr differenzierte Betrachtung angezeigt. Klar bin ich als Kurzer ohne Helm gefahren, ist das ein Argument den Helm bei meinen Kindern wegzulassen?
Ich für meinen Teil will meinen Kindern sicher den Spaß an der Sache vermitteln, aber nicht unter diesen Bedingungen. D.h. erstmal Schwimmen, Schnorchel und dann sehen wir irgendwann ob sie das möchten. Wo? Gute Frage. Einige Vereine im Umkreis haben das ganze abgeschafft, weil der Aufwand zu groß ist. Da bilden die TL nur auf Anfrage von Freunden und Bekannten aus.
Antwort von D-32 am 14.04.2006 - 17:25 Um wieder auf den eigentlichen Sachverhalt zurückzukommen:
Nach seiner pharmakologischen Struktur ist Ritalin ein Präparat einer Medikamentengruppe, die bei einer korrekten TTU-Anamnese per se eine absolute Kontraindikation darstellt.
Von daher verbietet sich ein Koppelexperiment in Verbindung mit einem Kind beim Tauchen von selbst. Und wer eigene oder schlimmer noch fremde Kinder mit dieser Diagnose und medikamentösen Therapie als Versuchskaninchen missbraucht, gehört m. E. in eine neue Akte des Staatsanwalts.
Speedy Diving, Lanzarote (23.07.2008) War schon mehrmals mit Stephan und Karin tauchen.Zu letzt im Juni 2008 . Es ist immer wieder meine schönste Zeit im Jahr.Man kann sich voll auf Stephan verlassen ein GUTES GEFÜHL ein SPUER (mehr) Diving Akassia (21.07.2008) Wir waren schon einmal im vergangenen Sommer im Akassia und somit auch im Waterworld Divingcenter (jetzt diving.de). Da es uns sehr gut gefallen hat,waren wir nun wieder für 3 Wochen dort. Eines ist (mehr) Diverland-Mauritius, Flic en.. (21.07.2008) Ein Bericht über die kleine Basis Diverland Mauritius. Wir waren im März bis April in Mauritius um Land ,Leute kennenzulernen und natürlich zu tauchen. Wir hatten Glück gegenüber der Basis in einem (mehr)
Auszug aus diesem Forum: Schon wieder Anfängerfragen.... vom 05.07.2005 : Hallo zusammen!
Zunächst muß ich erstmal ein Wenig Schleimarbeit leisten: Selten habe ich in einem Forum so sachliche und ... [mehr] Intensiv oder Langzeitkurse vom 29.06.2005 : Hallo
Ich wollte mal nachfragen wie den die Erfahrungen sind mit Intensivkurses im Gegensatz zu den Langzeitkursen..?? Also es ... [mehr] Ex CMAS-Germany Mitglieder - Nitrox Brevet oder Seminar? vom 01.07.2005 : In Punkto VDST bin ich nach dem Posting http://www. taucher. net/forum/CMAS_ Einkleber_ fuer_SK_Nitrox_ausb275.html#9 ja schon ... [mehr]