AOWD Ablauf Abgesandt von Michl1977 am 06.05.2008 - 21:13:
Hallo, habe den OWD und würde gerne weiter machen zum AOWD. Wie läuft das ab? Sind da Prüfungen zu absolvieren oder sind das einfach nur Fun-Dives?
Und kann man auch die Kurse einzeln machen und wenn man die 5 Gänge gemacht hat erhält man automatisch den AOWD?
Was ist bei Navigation zu tun?
Vielen Dank im vorraus.
Antwort von Padipeter am 06.05.2008 - 21:47 Hay Michl,
du musst die Leistungsanforderungen der Pflichttauchgänge Navigation und Tieftauchen, sowie die von dir gewählten anderen 3 Tg´s erfüllen und mit deinem Instructor die Wiederholungsfragen aus dem AOWD Buch besprechen, nähere Infos findest du auf padi.com
Ansonsten zu deiner Feage NAvi:
->Schätzen von Entfernung U/W, Navigieren verschiedener Strecken natürlich und mit Kompass.
Du kannst das auch als Specialty (das ist umfangreicher und sinnvoller als der eine TG) machen und auf den AOWD anrechnen lassen.
Antwort von koelle76 am 07.05.2008 - 01:15 Noch sinnvoller ist es allerdings, das Navigieren einfach zu praktizieren. Zwar ist es unheimlich bequem, sich von einem erfahrenen Buddy führen zu lassen, aber wenn man selbst in der Lage sein will, sich zu orientieren, sollte man selbst Erfahrungen sammeln. Die beste Möglichkeit ist es, sich die Grundzüge der Navigation erklären zu lassen (z.B. AOWD-TG) und die Erkenntnisse nachher regelmäßig umzusetzen. Am besten macht man das zusammen mit einem erfahrenen Buddy, der im Notfall auch selbst weiß, wo man sich befindet und wie man zu Einstieg zurück kommt; der einen aber machen lässt und nur im Notfall selbst tätig wird. Nur so lernt man es richtig. Kein Kurs kann das ersetzen. Ansonsten hat Shuttle die Inhalte des ThemenTGs schon genannt.
Antwort von shuttle am 07.05.2008 - 07:45 "Erkenntnisse nachher regelmäßig umzusetzen" -> That`s it
Antwort von Michl1977 am 07.05.2008 - 12:40 PADI würde ich machen.
Was sind das für Übungen beim Tieftauchen und Navigieren?
Tief tauchen nur abtauchen und wieder auf????
oder auch mit Übungen verbunden?
Antwort von shuttle am 07.05.2008 - 12:58 Navigieren hab ich oben beschrieben, tieftauchen auch mit entspr. theoretischen Grundlagen, auf Tiefe gehen, ein paar Aufgaben machen etc.
Schau mal auf meine private Homepage (www.halloneptun.de) und geh da auf "Tauchen und mehr" und dann auf "Tipps`n Tricks". Dort ist ein Link/Anker namens "PADI AOWD oder CMAS Silber". Dort habe ich in dürftigen Worten meine selbsterlebten Erfahrungen mit dem PADI AOWD zu Papier (nein, zu html) gebracht.
Viele Grüßle vom Neptun
_______________________________
www.halloneptun.de oder Hier klicken
Antwort von Michl1977 am 07.05.2008 - 17:33 Hallo Neptun,
danke hat mir echt gut weitergeholfen und eigentlich lohnt es sich dann nicht wirklich groß den AOWD zu machen.
Antwort von koelle76 am 07.05.2008 - 18:04 Das kommt auf die eigene Intention an. Meiner Meinung nach ist der AOWD eher eine Fortsetzung des OWD und sollte auch relativ bald nach dem OWD gemacht werden. Denn für einen halbwegs regelmäßig tauchenden Menschen stellt der AOWD nach 30-40 TG keinen Mehrwert mehr da. Ich sehe im AOWD eher eine Art erweitertes Anfängerbrevet. Die ** Ausbildung ist da schon umfangreicher. Alleine durch die nötigen Spezialkurse. Ich würde den ** auch eher mit dem Rescue gleichsetzten. Sowohl AOWD, als auch ** haben ihre Berechtigung. Aber man kann sie nicht vergleichen. Das das in manchen Äquivalenzlisten trotzdem getan wird, macht die Angelegenheit nicht richtiger.
Antwort von shuttle am 07.05.2008 - 18:19 Den AOWD und/oder ** brauchst du, um auf Basen ernstgenommen zu werden, sonst nimmt dich niemand zu vernünftigen Tauchgängen mit.
Antwort von Paraceon am 07.05.2008 - 23:23 Hallo Neptun,
der CMAS** entspricht von der Ausbildung dem Rescue Diver. Für den AOWD gibt es kein vergleichbares CMAS Brevet.
also ich glaube, koelle76 hat den AOWD ziemlich gut "eingeordnet". Ich finde seine Beschreibung, der AOWD sei eher eine Fortseztung des OWD, sollte relativ bald nach OWD gemacht werden und stellt nach 30-40 keinen großmen Mehrwert dar, sehr zutreffend im zusammenfassenden Sinn von "AOWD ist ein erweitertes Anfängerbrevet". Also ich kann mich koelle vollumfänglich anschließen.
Als ich damals den AOWD mit anfangs 13 TG begonnen hattte, war mir sehr stark ausschlaggebend die Aussage von Shuttle mit dem "Ernst nehmen". Genau das hatte mir damals die Tauchschule auch gesagt. Ich hatte damals nämlich erwähnt, daß ich in wenigen Monaten meinen ersten Tauchurlaub in Ägypten plane, und die Tauchschule sagte mir, dann mach mal lieber den AOWD vorher, sonst muss Du immer mit Guide tauchen oder hast sonstige Einschränkungen auf der ägyptischen Basis (vor allem mit so wenig TG`s). Und mit dem AOWD nicht mehr oder deutlich weniger Einschränkungen.
Fazit war dann in Ägypten, dass ich mich mit dem AOWD und erst 17TG (davon 4 im Meer, nämlich die meines PADI OWD) auf der Basis angemeldet habe, ich dann u.a. Buddy`s bekommen habe, die selber noch sehr jung und unerfahren waren, und mit denen habe ich dann zum ersten mal im Roten Meer, im Salzwasser und mir unbekannten Tauchplätzen getaucht, hatte keinen Plan über Orientierung und bin jedesmal unsicher, aber trotzdem mit der typischen Begeisterung eines Tauchanfängers ins Wasser gehüpft. Mit einer funkelnagelneuen Ausrüstung und 7mm-Anzug, noch nie vorher betaucht, und mit 14kg Blei um den Bauch. Aus jetziger Sicht rückblickend kann ich nur noch den Kopf schütteln vor so viel Leichtsinn. Bei mir war halt sehr viel Unbedarftheit im Spiel.
DAVOR möchte ich Dich schützen.
@paraceon
Ob der CMAS** dem PADI RD entspricht, bezweifle ich ganz stark, möchte ich aber hier auch nicht weiter diskutieren. Und Michl hatte auch nur nach den Inhalten des AOWD gefragt. Der "Vergleich" mit CMAS** kam hier auch erst auf, weil ich auf meiner Homepage über meine AOWD-Ausbildung und über meine Silber-Ausbildung berichtet habe. Dies hat aber nichts mit Michls Frage zu tun.
Also, Michl, nicht dass Du glaubst, der PADI AOWD ist für die Katz. JEDER Tauchgang bringt dich weiter, bei jedem kannst du was lernen, also auch beim PADI AOWD, wo nicht nur lapidar ein paar TG`s absolviert werden, sondern auch dazu etwas Theorie gelehrt wird. Man sollte den Kurs halt realistisch einschätzen können und nicht zu stark überbewerten.
Viele Grüße vom Neptun
Antwort von shuttle am 08.05.2008 - 11:41 Axel, gute Geschichte ... dazu sollte es natürlich nicht führen, da hast du recht! Ich hatte da bislnag mehr im Auge, dass ich schon erlebt habe, wir wirklich gute OWD`s oder * nicht an einen 25m Riff mitgenommen wurden und quasi genötigt wurden, dan AOWD vor Ort zu machen. Aber der Blickwinkel ist natürlich richtig. Sehr gutes Beispiel und Danke dafür.
Antwort von Michl1977 am 08.05.2008 - 15:34 Danke euch allen, dann werde ich mich wohl doch ein bischen weiterbilden und den AOWD machen. Oder einfach nur noch ein bischen Erfahrung sammeln. Schaden kann es nie.
Antwort von shuttle am 08.05.2008 - 16:25 ne, das schadet nicht nur nicht, das macht sogar Spaß Dir noch viele gute TG
Antwort von neverdivealone am 09.05.2008 - 08:37 Bedenklich finde ich nur, daß bei vielen Tauchbasen ein AOWD mit knapp 10 TG mehr Rechte/Freiheiten hat als ein OWD/CMAS* mit 100 TG. Da merkt man dann schon, daß es nicht wirklich um Sicherheit geht, sondern darum, noch ein Kärtchen zu verkaufen . Weiterbildung und regelmäßiges Üben ist allerdings immer richtig und wichtig
Antwort von shuttle am 09.05.2008 - 09:23 Neverdivealone: da kann man nicht widersprechen
Antwort von JonasLondon am 10.05.2008 - 18:38 Stimme dem zuvor gesagten zu, wir sahen unsere AOWD als "weitere intensive Tauchgänge mit unserem sehr erfahrenen Instructor". Quasi eine Art "Privatschulung" (da immer 1-on-1 abgehalten). Klar ist das vermittelte "Wissen" nicht riesig und ggfs. das Geld für manche "nicht Wert", aber ich war soweit ganz froh, z.B. das erste mal auf 30 m eben mit einem sehr erfahrenen Instructor zu gehen und dort diverse Übungen zu machen (nichts schwieriges, mehr ein Test um zu zeigen, dass manche eben bei rund 30 M doch eteas langsamer denken/funktionieren als an der Oberfläche (Namen rückwärts schreiben etc.). Navi-Kurs war auch gut, wenn gleich man es natürlich auch "an Land" theoretisch lernen kann. Dann aber im murks-Sichtwasser tatsächlich ein Viereck zu tauchen, während man beschäftigt ist, konstat 12 Meter Tiefe zu halten und die Flossenschläge zu zählen... sooo einfach ist das nun auch wieder nicht, und damit sicher, sinnvoll und interessant, dass unter guter Anleitung zu lernen.
Antwort von JonasLondon am 10.05.2008 - 18:39 @michselbst: zu schnell getippt, aber die ausgelassene Grammatik und Zeichen könnt ihr euch ja dazudenken
Antwort von Tobi35 am 12.05.2008 - 19:09 @ neverdivealone
grundsätzlich gebe ich ja recht. aber alles auf die basen zu schieben ist nicht richtig. wir dürfen laut gesetzgeber (in Italien) mit einen einsterner oder OWD offiziell nur im 18m berreich rumtauchen, auch wenn er 3000 TG hat. Ein AOWD mit 10 Tauchgängen dagegen bis 30m.
Wir haben da aber auch mal nachgehackt. Der Grund ist das 10 Nachgewiesene Schulungstauchgänge mehr wert sind als 3000 eventuell nur geschriebene Tauchgänge Deshalb raten auch wir so schnell wie möglich zum AOWD oder ** und nicht um Brevets zu verkaufen!! Bei uns bezahlt der taucher für die 5 taucgänge nicht mehr als wenn er so tauchen würde + brevet wo die Basis nichts dran verdient. Also nicht immer auf die Basen @paraceon das kannst du vergessen, wenn du nicht verbandskram liest, sondern gesetzblätter ist das zweite brevet nach dem Einsteiger meist als äquivalent zu sehen.
Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.
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