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AOWD im Urlaub
Abgesandt von paddi Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 14:48:

Hallo,
ich möchte in Korfu den AOWD machen (habe 38TG im See u. Meer). Wie sieht es eigentlich mit der Pflichtübung "Navigation" aus? Da man im Meer eigentlich recht gute Sichtweiten hat, sollte die Übung keine große Schwierigkeit darstellen? Wer hat den AOWD im Urlaub gemacht und kann mir seine Erfahrungen schildern?



Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 15:02
"Navigation" hat nicht unbedingt etwas mit Sichtweiten zu tun. Beim Umgang mit dem Kompass (einpeilen über Wasser und Richtung halten unter Wasser) ist es wurscht, ob Du 1 oder 100 Meter Sicht hast. Du musst halt der Kompassnadel folgen.

Für die natürliche Orientierung (anhand von Unterwassergegebenheiten sowie der getauchten Strecke den Rückweg einhalten und den Ein- bzw. Aussteig finden) ist gute Sicht schon sehr hilfreich.
Antwort von Thiemo P. Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 15:12
Man kann es sicherlich anspruchsvoll auch bei guter Sicht gestalten. Als ich aber die Uebungen hier in Suedafrika gesehen habe, ist mir vor Staunen fast der Regler raus gefallen! Viereckkurs mit 5 Flossenschlaegen um den OWSI herum. Der Ausgangspunkt sollte wieder getroffen werden. Wohl gemerkt, bei >10m Sicht! Das hat selbst der groesste Depp geschafft! Aber der AOWD ist ja wohl auch kein Kurs, sondern eher ein Schpaescheltie-Overview. Also schnapp dir billig den AOWD irgendwo und mach dann bei einem guten Instructor den Rescue. Da lernst du was brauchbares. Oder, wenn du an der Navigation interessiert bist, geh eben in Deutschland in nen dreckigen Tuempel und lerne dort navigieren. Insofern widerspreche ich Telemar-king hier mal ein wenig. Navigation hat demnach schon etwas mit Sichtweiten zu tun.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 15:24
"Navigation hat demnach schon etwas mit Sichtweiten zu tun. " ?? Habe ich doch geschrieben - für die "natürliche" Orientierung?!

Kompasskurs schwimmen mache ich Dir auch nachts oder bei 10 cm Sicht im Freiwasser mit Einhalten der Tiefe anhand des Tiefenmessers/Computers.
Antwort von paddi Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 15:24
Ich habe eigentlich schon im heimischen See geübt und finde eigentlich immer zum Einstieg zurück (manchmal eben 10m versetzt).Nur, ich habe es nicht auf dem Papier. Außerdem beinhaltet der AOWD ja auch noch das tiefere Tauchen.Ich möchte mir auch noch "Tarieren in Perfektion" aneignen. Ich weis nicht wie das Achillion Padi Dive Center ausbildet, habe aber hier in der Datenbank ein paar positive Bewertungen gelesen. Ich muss mich also den Instruktoren dort anvertrauen und hoffe auf eine gepflegte Ausbildung.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 15:32
paddi, übst Du "natürliche" Orientierung zurück zum Ausstieg oder mit Kompass? Deine Beschreibung liest sich nicht schlecht und Du wirst immer aus dem Wasser finden.
Antwort von Thiemo P. Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 15:53
@Telemar-King
Klar kann ich den Kurs und die Tiefe einhalten, fast egal, wie die Sicht ist. Nur meistens will man ja irgendwohin. Und wenn ich dann den Ausstieg, das Wrack, die Gebaeude oder was weiss ich sonst noch schon von 40m Entfernung wie in AGY sehen kann, ist der Anspruch an die navigatorischen Faehigkeiten schlicht geringer. Und wer unter diesen Bedingungen lernt hat es leichter in der Pruefung, aber im trueben deutschen Tuempel

@paddi Tarieren kann man nur bedingt im Kurs (und schon gar nicht in Perfektion) lernen. Dazu muss man einfach tauchen gehen. Immer wieder. Und sich dabei vielleicht auch mal kritisch sich selbst gegenueber umschauen (Ist diese Spur von mir?). Dann kann man das irgendwann (hoffentlich).
Tief tauchen darfst du auch ohne AOWD. Allerdings hat man dir mit der OWD-Karte nur ein Wissen bescheinigt, dass dich befaehigt, sicher bis 18m zu tauchen. Aber selbstaendig weiter lernen ist ja nicht verboten. Es soll sogar OWDs geben die manchen DM in die Tasche stecken Daher sollte derjenige, der der trotzdem ueblichen Gaengelung entgehen will, einfach nen AOWD billig (!) "kaufen" und die wichtige Ausbildung (Rescue) mit Bedacht und einem guten Ausbilder machen - das bringt mehr.
Antwort von paddi Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 16:13
@Telemar-king,

ich übe die natürliche Orientierung, kontrolliere aber parallel mit dem Kompass die Richtung , da wir im See oft eine Sprungschicht haben und es dann manchmal auf bis zu 1m Sichtweite zurück geht.
Antwort von swidi Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 19:30
Hallo,

ich mache gerade inländisch den AOWD und bin etwas enttäuscht von dem, was da einem "beigebracht" wird. Es ist tatsächlich kein Kurs! D.h, mann soll da auch nichts lernen ,sondern nur kennen lernen.
Das Navigieren kennst Du schon vom OWD. Nur , das mann bei AOWD mal im Viereck taucht und dann im Dreieck. Wie das wohl geht,lernt mann in der Schule schon
Tiefen tauchen. Such Dir einen erfahrenen Buddy und geh mit ihm tiefer.Für AOWD reichen unter 18m.
Tarieren ist auch nix anderes, und mit deiner Erfahrung wirst du enttäuscht sein, von dem, was dort geboten wird.

Hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich mir die 250€ gespart und sinnvoller investiert

Die Tiefe bei OWD von max. 18m ist nur eine Empfehlung und kein Verbot.
Du kannst, wenn Du willst, also auch als OWD tiefer gehen.

Wenn Du also auf Kärtchen stehst, dann mach es so günstig wie möglich, ansonsten spar es dir.

cu
Jörg
Antwort von tity20 Registriertes Mitglied am 05.07.2007 - 20:07
Hallo paddi,

ich habe den AOWD diesen Sommer in Ägypten gemacht und fand den Navigations-TG am anspruchsvollsten, aber machbar.

Ich musste anhand der natürlichen Navigation einen Hin- und Rückwärtskurs schwimmen, Viereck und Dreieck mit 15 Flossenschlägen und verschiedene Methoden zur Entfernungsbestimmung. Den Gebrauch des Kompasses haben wir vorher auf dem Boot geübt, dann ging es ganz gut.

Danach haben wir einen Fun-Dive gemacht und irgendwann wusste meine TL nicht mehr wie es zurück zum Boot geht. Ich musste dann dorthin zurück finden.

Die Übung ist auf jedenfall praxisbezogen und sinnvoll, denn nur weil man den Navigation-TG gemacht habt heißt das noch lange nicht, dass man auch den Weg zurück findet. Allerdings wären wir bei meinem Rückwegvorschlag weit am Boot vorbeigetaucht, selbst bei guter Sicht.

Ich stimme dem zu, dass der AOWD nur Geldmache ist, aber in fast allen Basen Ägytens z.B. darf man mit dem OWD eben nur 18m tauchen, auch wenn es nur eine Empfehlung ist. Wracks darf man teilsweise gar nicht mitbetauchen.

Viel Spaß beim pauken
Cindy
Antwort von Nord-diver Registriertes Mitglied am 06.07.2007 - 08:21
Hey Cindy, glaubst du wirklich das der TL nicht zurück gefunden hätte, oder könnte es sein das es zu seinem Ausbildungsvorhaben galt?

Ich mache es nicht anders, denn somit kannst du auch etwas testen, ob der Schüler auch mit Navigiert.

Bin selber nicht über PADI in der Ausbildung tätig, aber finde das der AOWD keine Geldmacherei ist.

Die Tauchbasen in Ägypten, die ich kenne, nehmen die Empfehlung so wie sie ist, dort besteht kein Verbot über 18m tief zu gehen.

Vorallem, wie kommst du auf Ägypten?
Es gibt Länder da wird es wesentlich schlimmer gehandhabt.
Wohl noch nicht viele Länder betaucht
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 06.07.2007 - 08:27
Zum Thema Navigation empfehle auch ich Deutschland und schlechte Sicht. Bei einem vogegebenen Kurs kann man eben nicht mal schnel besch...ummeln, weil man den Ausgangspunkt nicht mehr sieht. Da muß man genau Kurs halten, die Zeit oder Flossenschläge genau einhalten und auch immer mit konstatem Tempo tauchen. Das ist auf jeden Fall anspruchsvoller als bei guter Sicht. Und je mehr Zeit man für die Kantenlänge des Dreiecks oder des Rechtecks ansetzt, umso schwieriger wird es. Bei nur ein paar Flossenschlägen (selbst 15 im heimischen See) ist das kaum eine Herausforderung.
Dafür kann man bei guter Sicht die natürliche Navigation besser üben, da gebe ich Telemar-king Recht.

Tarieren in Perfektion halte ich für einen guten Kurs, gerade für Anfänger und Gelegenheitstaucher. Klar sollte jeder OWD eine Mindestanforderung an eigenständige und sichere Tarierung erfüllen-gar keine Frage. Nur mehr ist bei gewerblicher Ausbildung eben nicht drin. Und manchmal werden eben Taucher auch im Schnell-/Billigkurs durchgezogen und brevetiert, ohne dieses Mindestmaß ( und jetzt ein paar Otternasen bitte ). Beim Special übt man die Tarierung auf einem anderen Niveau, warum soll sich ein Anfänger über viele TG quälen und bittere Erfahrungen sammeln müssen, wenn er die Möglichkeit hat, seine Fertigkeiten unter Anleitung und Aufsicht eines Instructors zu verbessern? Aber auch das ist wieder ein Fall für Otternasen...

Tieftauchen: Die 18m werden leider, wie immer wieder hier im Forum angemeckert (Otternasen bitte) von Tauchbasen als Tiefenlimit gesetzt, obwohl es nur eine Empfehlung ist. Auch hier sollte man langsam an die Materie herangeführt werden.

Über die Qualität des AOWD will ich hier keine Diskussion lostreten, die findet man hier zur Genüge.

@tity20: Mensch Cindy, Du hast Dich doch vorher hier im Forum auch diesbezüglich belesen, explizit gefragt und dann trotzdem den AOWD gemacht
Antwort von tom67 Registriertes Mitglied am 06.07.2007 - 09:53
Kann bikefresh nur zustimmen

Was ist denn gegen einen TarierungsTG im AOWD einzuwenden?

Welcher Tauchanfänger macht sich denn nach Beendigung seines ersten Kurses die Mühe, sich richtig auszubleien oder übt Schweben?-Denke mal die wenigsten!

Welcher Beginner weiß denn wirklich, wieviel Blei er braucht? - Warum sieht man denn immer wieder Bleienten oder hört ständig die Frage an den TL/Guide, wieviel Blei braucht man hier?

Finde dieser TG macht für viele Sinn, einmal zur Wiederholung des Gelehrnten und zum andern hat man noch mal die Möglichkeit in Ruhe und unter Anleitung (wenn der TL sich auch wirklich Mühe gibt) an seiner Tarierung zu feilen.

Gruß Tom
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 06.07.2007 - 09:54
Das wäre auch meine Antwort. Hier steht so viel, was der AOWD ist, wenn man ihn trotzdem macht, ist man irgendwie selbst schuld.....

Der beste Navikurs wäre der, der sowohl im Tümpel als auch im Meer stattfindet. Nur sowas wirds selten geben. Im Tümpel ist eher Kompasstauchen angesagt, in manchen auch eher natürliche Navigation. Im Meer, soweit man nicht an einer Steilwand taucht, kann es ganz schön verwirrend sein, den Rückweg zu finden, sieht doch alles von der anderen Richtung anders aus. Vor allem im Mittelmeer habe ich schon Sichtweiten von 2 m erlebt, je nachdem, wie der Wind und die Strömung kommt. Hast du eine abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft, kanns nur mit Kompass schon schwierig werden, ist doch zwischendurch auftauchen zu vermeiden. Und die Steine sehen plötzlich alle gleich aus.... Ich kenne da Tauchplätze, da siehts in eine Richtung ganz problemlos aus, ein kleiner Canyon nach dem anderen, auf dem Rückweg tun sich da Abzweigungen auf, die vorher gar nicht wahrgenommen wurden. Dann ists schon sinnvoll, auch ab und zu mal nen Kompasskurs zu nehmen...
Antwort von swidi Registriertes Mitglied am 06.07.2007 - 13:14
Hallo,

nur das hier keine Missverständnisse entstehen.
Die Spezial Kurse, die dann auch welche sein sollten, finde ich,natürlich, Sinnvoll.

Tarieren in Perfektion, Navigation, kann mann auch als extra Kurs machen.
Aber das, was in AOWD nur angekratzt wird, kann mann sich sparen.Über das Tarieren lernt mann nicht mehr und nicht weniger als im OWD.Navigation das gleiche, ausser mann taucht nicht nur geradeaus sondern auch mal um die Ecke.
Also, kann mann sich wirklich das Geld sparen. Diese Fertigkeiten kann mann sich selbst beibringen.
Ein typischer Fall von Geldmacherrei.

cu
swidi
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 06.07.2007 - 13:41
Hallo Swidi, genau DAS sind ja die Erfahrungen, die hier immer diskutiert werden- deshalb die Otternäschen

Persönlich finde ich selbstredend (mußt Du klicken auf mein Reg ), den SSI-AOWD um einiges sinnvoller- vier Spezialkurse, statt reinschnuppern. Meine Empfehlung dafür: Navigation, Tieftauchen, Streß und Rescue + einen Kurs nach persönlichen Vorlieben (Nacht/Limited Visibility, Trockentauchen etc. pp).
Antwort von DigiAchim Registriertes Mitglied am 06.07.2007 - 13:44
Ich habe vor 4 Wochen meinen AOWD in Ägypten
gemacht,
das was mir am meißten gebracht hat war Navi und Tarierung, allerdings hatten wir auch einen sehr guten TL und wir waren nur zu zweit im Kurs.
Bei Sichtweiten von 20m in der Bucht und Viereck und Dreieck Kurs Tauchen über Seegras mit 35 Flossenschlägen muß man auch schon mal 2 und 3 mal üben um den Ausgangspunkt auf 5m wieder zu finden.
Auch eine Tarierungsübung mit einem Ei auf einem Löffel balancieren und damit durch einen Tarierparkur tauchen ohne das Ei zu verlieren, schult die Tarierung schon enorm. Ist auch eine klasse Übung die man einfach so mal gut machen kann, ps sollte das ei auftrieb haben muß man den Löffel einfach drüber halten.
Beim Tieftauchen ( 39m )mal die Maske abzunehmen
nimmt einem die Angst die Maske in größerer Tiefe nicht ausgeblasen zu bekommen.

Gruß Achim

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