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 | Abschaffung der tauchsportärztlichen Untersuchung Abgesandt von ManuS am 29.08.2006 - 14:40:
Sollte diese aus meiner Sich diese völlig unnötige tauchsportärztliche Untersuchung nicht endlich abgeschafft werden!
Ebenso wie der Taucher für sein eingesetztes technisches Gerät verantwortlich ist hat er auch dafür sorge zu tragen, dass er Gesund ist.
Es hindert mich ja auch keiner daran 6 Monate nach einer positiven tauchsportärztlichen Untersuchung sterbend krank zu werden und trotzdem zu tauchen – oder? Anders ausgedrückt, ich kann gestern meine Arztstempel abgeholt haben und Morgen mit Fieber tauchen gehen!
Die vorgeschriebene Untersuchung ist nicht anderes als Beutelschneiderei!
Nicht umsonst haben div. Sportverbände (z.b. Judobund) sportärztliche Pflichtuntersuchungen abgeschafft – auch im Hochleistungssport (Bundesliga) und warum?
Weil der vernünftige und mündige Sportler nun einmal ein Selbstbestimmungsrecht hat. Pflichtuntersuchungen werden nicht einen Kamikaze von seinem tun abhalten; sie belasten nur die große Zahl der mündigen Taucher unnötig. Als 43 jähriger sportlicher und gesunder Mensch, muss ich mir mittlerweile jährlich für viel Geld bescheinigen lasse was ich vorher schon wusste: Du bist Gesund!
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 | Antwort von westo am 29.08.2006 - 14:50 lol, genau das habe ich mich schon seit mindestens 10 Jahren auch schon gefragt.
Bin mal auf die Meinungen der anderen gespannt! Gehe davon aus, daß wir beide viel Gegenwind erhalten.
Mir würde es viel Scannerarbeit ersparen
Grüße
Thomas
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   | Antwort von Doppeldreier am 29.08.2006 - 15:04 nehme mal an die TTU wurde mal aus den Berufstauchen übernommen und nie mehr hinterfragt. Eine gründliche Einstiegsuntersuchung okay ist sinnvoll aber alle weiteren Untersuchen sind überflüssig. Somal sie ja wirklich nur bescheinigen an den Tag X war der Taucher okay, bekomme ich am nächsten Tag eine Lungenentzündung kann ich 2 Monate später an der Basis vorzeigen, ich bin kerngesund.
Gruß,
D3 |
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  | Antwort von Markus E am 29.08.2006 - 15:17 Da viele Basen diese Untersuchung verlangen, wird sie bleiben.
Ist sie sinnvoll?
Als Erstuntersuchung schon. Ob in der Folge alle zwei Jahre (oder jedes Jahr oder was weiß ich) eine Untersuchung stattfinden muß, ist so einfach nicht zu beantworten. Es mag durchaus Änderungen in der Gesundheit geben, die schleichend sind und vom Einzelnen nicht unbedingt bemerkt werden. Daher erstmal ein Ja.
Wenn ich mir dann allerdings an Tauchplätzen, an denen eine TTU vorgelegt werden muß, anschaue, was dort an Übergewicht rumläuft, wird mir schnell klar, daß es sich hier nur um Gefälligkeitsgutachten oder um selbstgeklöppelte TTU`s handeln kann. Da sind Taucher bei, die mit `ner Mono 10 auf dem Rücken nach 10m zu Fuß schnaufen wie der Santa-Fe Express bei 10% Steigung. Diese Leute haben unter Wasser nichts zu suchen. Hier wäre eine TTU, die richtig durchgeführt wird, sinnvoll. Sie würde die entsprechenden Leute vom Wasser fernhalten oder dafür sorgen, daß diese Leute etwas an ihrem Zustand ändern. Ist aber leider nur Wunschdenken. |
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  | Antwort von ManuS am 29.08.2006 - 15:19 @ Nowotaucher
Nichts für ungut, die von dir aufgeführte Anfrage beschäftigt sich mit dem Erfordernis oder Sinnhaftigkeit einer Wiederholungsuntersuchung.
Ich will mehr! Ich fordere die generelle Abschaffung und rufe hiermit zur Revolution auf.
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  | Antwort von maxxi am 29.08.2006 - 15:37 In der Sporttaucherei wimmelt es von unsäglichen und unsinnigen Dogmen, die seit 50 Jahren nicht mehr hinterfragt worden sind. (Tauche nie allein! Nur nichts anfassen! Immer mit 50 Bar zurück ins Boot!) Immer wieder eine herrliche Situation beim Briefing durch den königlichen Diveguide, wenn man an der falschen (oder richtigen) Stelle mal "warum?" fragt. |
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  | Antwort von Doris am 29.08.2006 - 15:43 Die Einstiegsuntersuchung ist wichtig, ich denke, hier werden auch die meisten von euch zustimmen.
Die regelmäßigen Zwischenuntersuchungen wären unnötig, wenn das tauchende Völkchen etwas mehr Verantwortung für sich und andere übernähme.
Damit meine ich, dass ich von einem Buddy erwarte, dass er merkt und reagiert, wenn irgendetwas anders ist wie immer.
Jeder schreibt immer wieder, dass im Untersuchungsintervall ja schwere Krankheiten etc. einsetzen können. Leider scheinen aber viele der Meinung zu sein, dass eine gültige TTU über so einer Bagatelle steht und man beruhigt weitertauchen kann.
Ehrlichkeit und eine gesunde Selbsteinschätzung sind wichtiger als eine TTU zwischendurch. Wegen der Deppenolympiade in allen Weltwassern weid sie dem Normdeutschen aber nie erspart bleiben.
@maxxi, was meinst Du wohl, was passiert, wenn der Urlaubsguide die von Dir genannten Dogmen nicht immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt?
Schau doch mal, wieviele Taucher in Ägypten am Oktopus zurücktauchen, wieviele im Riff knien oder die korallen mit den Flossen rasieren oder wieviele zurückgeholt werden müssen, weil sie langsam dem Sichtfeld entschwinden. Und dabei passen die schon alle auf ihre Dogmen auf!
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  | Antwort von Widukind am 29.08.2006 - 15:45 Wer zwingt Dich, die Untersuchung machen zu lassen?
Kann natürlich sein, dass eine Tauchbasis auf den Zettel besteht, spätestens die Versicherung wird aber einen TTU-Nachweis von Dir wollen, wenn Du ihre Leistung (?) in anspruch nehmen willst, nicht wahr?
Freue Dich, dass Du so gesund bist, um auf eine TTU verzichten zu können, schaden tut sie nicht, vor allem, wenn man sie mit anderen Vorsorge(!)-Untersuchungen kombiniert...
Selbstbestimmte Grüße,
Widukind |
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  | Antwort von Weltenbummler am 29.08.2006 - 15:59 Die TTU hat den gleichen Sinn wie Vorsorgeuntersuchung, TÜV, ASU, etc.- frühzeutig Mängel erkennen. Ich mache die TTU gerne, denn ich will selbst wissen, ob noch alles in Ordnung ist mit mir anstatt bei einem TG abzukratzen. Letzte Woche hat es einen Ami und einen Briten auf diese Art erwischt. |
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  | Antwort von gradnichtdrin am 29.08.2006 - 16:08 ICH BIN DAFÜR, SCHAFFT DIE TTU AB. Eingangsuntersuchung OK. Nach schwerer Krankheit OK.
Gruss |
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  | Antwort von kwm am 29.08.2006 - 16:30 Die Eingangsuntersuchung mach schon Sinn. Da läßt sich schnell klären, ob sie oder er grundsätzlich tauchen kann. Die regelmäßige TTU alle ein bis zwei Jahre macht keinen Sinn. An der grundsätzlichen Tauchtauglichkeit ändert sich ja nichts. Anders ist es mit der aktuellen Tauchtauglichkeit (Tagesform), also der Frage, bin ich Gesund & Fit. Die steht vor jedem TG und muß vom Taucher selber beantwortet werden.
Gruß Klaus |
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  | Antwort von ManuS am 29.08.2006 - 16:31 Setzt doch bitte mal den Aufwand und den Nutzen in eine vernünftige Relation! Und dann immer diese erquickenden Beiträge: „ Letzte Wochen in Lummerland“ hat es erst einen Briten und einen Ami zerrissen“! – Na klar, nur wegen dem fehlenden Stempel!
Faxt ist doch das z.B. lt. VDST eine TTU bei unter 40ig Jährigen nur alle 2 Jahre erforderlich ist. Was kann in 2 Jahren alles Passieren?
Die TTU ist eine völlig unnötige Einrichtung. Faxt ist doch, dass ich trotz gültiger TTU nicht mit einer Mittelohrentzündung tauchen gehen. Ich lasse mich vom Facharzt behandeln und Frage diesen, wann darf ich wieder Tauchen. Dies ist Realität, sonst nichts. Allein schon die Tatsache das eine Standart TTU eine offnes Foramen nicht diagnostizieren kann – spricht für sich!
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  | Antwort von Platt am 29.08.2006 - 17:09 Ja, Doris. Vor dem 1. Tg mal alles abzuchecken, ist auf jeden Fall sinnvoll. aber anschließend, sollte man doch selbst wissen, ob man tauchfähig ist. |
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  | Antwort von masay am 29.08.2006 - 17:10 Vernünftiger Vorschlag:
Jeder Sporttaucher ist für sich verantwortlich. Ist ein Anfänger unschlüssig über seine Tauchtauglichkeit soll er einen Taucherarzt konsultieren. Das gleiche gilt auch für Kinder.
Ansonsten wissen Eltern schon ob Ihr Kind normal entwickelt und gesund ist. Dafür gibt es ja die unzähligen Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen.
Und die Basenbetreiber fordern nur ein was Verbände und insbesondere Verbandsärzte vorgaukeln – natürlich völlig uneigennützig!
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  | Antwort von GWS am 29.08.2006 - 17:28 Ein vernünftiger Kompromiss wäre es, keine regelmäßigen Untersuchungen zu verlangen, dafür aber die Einstiegsuntersuchung gründlicher zu gestalten.
So wäre es z.B. sinnvoll, bei Leuten, die Tauchen lernen wollen, routinemäßig zu überprüfen ob sie ein offenes Foramen Ovale haben (PFO). |
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  | Antwort von gerneTaucher am 29.08.2006 - 19:00 @GWS
Ein PFO hindert doch keinen zu tauchen. Einem beizubringen, dass man den Aufstieg immer nur langsam durchführt ist doch Aufgabe des TL. Dies wäre dann auch der erste Schritt in Richtung: Deco-Pflichtige Tauchgänge richtig durch zuführen. Da ich über die offizielle Sporttauch-Tiefe hinaus tauche, habe ich diese Untersuchung bei mir durchführen lassen.
Ich sehe das mit der TTU genau so wie Doris. Wenn sie nicht von den Verbänden vorgeschrieben wäre, würde auch keine Versicherung oder Basis danach schreien.
gut Luft |
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  | Antwort von dedi02 am 29.08.2006 - 19:23 Wir Deutschen sind schon sehr hörig. Egal um was es geht. Das fängt damit an das ich einen Tauchschein mache obwohl vom Gesetztgeber nicht vorgeschrieben. Ich kenne Leute die Tauchen seit 40 Jahren und haben so ein Plastikkärtchen nicht. Das System das wir uns alle aufbauen ist schon ganz schön plemplem. Egal in welchen Bereichen. Der Tauchsport ist ja (noch) keine Risikosportart aber wird behandelt wie eine. Ich bezweifle das meine Lebensversicherung nicht zahlt, wenn ich beim Tauchen ohne TTU verunglücke.
Zum Thema Selbstbestimmung: Leider leider will man uns bevormunden und das so früh wie möglich. Wir müssen wieder lernen Gefahren selber einzuschätzen. Warum ertrinken so viele Leute in den letzten Jahren, weil sie bevormundet werden, weil Regeln überall aufgestellt werden. Kinder können teilweise nicht mehr vom Ast springen ohnen sich was zu brechen.
Und überhaupt warum muss ein Skifahrer keinen Schein machen und darf die Pisten runter. Da passiert noch viel mehr.
Eine TTU am Anfang als Empfehlung sehe ich vielleicht noch ein. Aber jeder ist für seinen Gesundheit verantwortlich (auch der Nichttaucher) oder sollten jetzt alle Taucher werden (weil die machen ja eine TTU) da erkenne ich dann meine Krankheiten. Ich bin doch als Nichttaucher auf meine Gesundheit bedacht oder auch nicht.
Ich bin genrelle nicht vor Vorgaben. Ich bin für Aufklärung für Informationen und dafür das man den Bürger wieder lehrt sich Informationen zu beschaffen und zu hinterfragen. Dann kann ich mnich und das Gewässer mit all ihren Gefahren wieder einschätzen lernen.
Verbandsrichtlininen und können nur eine Art Empfehlung und Hilfestellung sein, aber sonst sollten sie sich raushalten.
Jörg
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  | Antwort von AndréM am 29.08.2006 - 20:07 Daür |
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  | Antwort von LudwigPF am 29.08.2006 - 21:22 Ich finde sie auch lästig. Vor allem die 80,- € gehen mir auf die Nerven. Ich bin beim Bund und werde eh alle 2 Jahre untersucht. Aber anerkannt wird das beim Arzt draußen nicht und unser Stabsarzt macht keine privaten TTU. So bald bin ich über 40 und dann darf ich jedes Jahr antreten. |
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  | Antwort von Paddy am 29.08.2006 - 22:38 @gerneTaucher,
"Ich sehe das mit der TTU genau so wie Doris. Wenn sie nicht von den Verbänden vorgeschrieben wäre, würde auch keine Versicherung oder Basis danach schreien"
Dem kann ich mich auch anschließen.
@all,
da ich nun immer mehr ins technische Tauchen einsteige und die Deko TG´s zunehmen, habe ich mir gerade heute einen Termin beim Radiologen geben lassen um mich einem gründlichen Check zu unterziehen der auch das PFO beinhaltent.
Das verlangt auch keiner, nur mir wird es Gewissheit geben.
Gruß Paddy
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  | Antwort von Entmündigter am 29.08.2006 - 23:15 Auch ich bin gegen verbindliche Zwangs-TTUs
Dass der Arzt, und nicht ich entscheiden soll, ob ich nun tauchen gehen "darf", motiviert mich doch nur, bloss nichts zu erzählen, was Verdacht erwecken könnte. Und das ist kontraproduktiv: Möchte ich wirklich für mich selbst wissen, welches Risiko ich beim Tauchen eingehe, dann müsste ich eigentlich alles erzählen, was irgendwie relevant sein könnte.
Aber nachdem eine Freundin 2 Wochen vor unserem Urlaub keine Tauglichkeit bescheinigt bekam, weil ihr an dem Tag gerade schlecht war (zwei Tage später war schon nix mehr - hatte wohl was schlechtes gegessen o.ä.), und natürlich keinen weiteren Termin mehr vor dem Urlaub bekam (und natürlich dennoch den vollen Preis zahlen durfte), würde ich einen Teufel tun, bei einer TTU ehrlich zu sein. Wir mussten dann zu einer anderen (schlechteren) Basis ausweichen, die keinen TTU-Wisch sehen wollte.
Ist schon wirr: Wem`s am Tag der TTU mal schlecht geht, darf nicht tauchen, aber keiner hat ein Problem mit den Leuten, die auf dem Tauchboot kurz vor dem TG Seekrank über der Reling hängen...
Wenn ich mit Leuten zusammen tauchen soll, die ich nicht kenne, dann ist mir ehrlich gesagt ziemlich wurscht, ob sie z.B. einen etwas erhöhten Blutdruck haben, und das minimale Risiko, während des TGs plötzlich zu versterben, ein klein wenig erhöht ist. Was mich richtig nervt, dass sind die (auch von anderen schon erwähnten) Leute, die kaum ihre Ausrüstung tragen können, zu ungelenkig sind, um ihr Ventil zudrehen zu können, wenn der Automat mal abbläst, bei kleinster Strömung kapitulieren oder beim Versuch scheitern, eine Leiter ins Boot rauf zu kommen. Oder die Paniker, die jeden Ausflug ins Blauwasser oder in einen Canyon ablehnen - ihrem "Taucharzt" aber natürlich nichts von ihren Ängsten erzählt haben, weil sie sonst ja kein Scheinchen bekommen hätten. Praktisch keines dieser Risiken kann bei einer TTU objektiv untersucht werden.
Eine Lösung ohne Entmündigung, die beiden Seiten gerecht würde: Für TTUs könnte ein Beleg ausgestellt werden, der einfach nur bescheinigt "XY hat sich heute tauchmedizinisch untersuchen lassen, er wurde über mögliche gesundheitliche Risiken aufgeklärt.". Damit wäre belegt, dass jemand nicht völlig planlos ins Verderben taucht, ihm aber selbst die Risikoabwägung überlassen. Gleichzeitig gäbe es dann keinen Grund mehr, dem Arzt irgendwelche Wehwehchen zu verschweigen - man könnte offen darüber reden.
Es ist doch so: Bin ich 40, dann akzeptiere ich vielleicht ein Unfallrisiko von 1:100000. Mit 60 finde ich vielleicht 1:10000 ok, und mit 80 wäre es mir vielleicht ein Risiko von 1:1000 wert, nochmal ein paar schöne Erlebnisse unter Wasser zu haben. Warum darf ich das nicht selbst entscheiden? Nicht jeder will nur seine Lebensdauer maximieren - manchem geht`s auch um "Inhalte". |
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  | Antwort von Heiko am 29.08.2006 - 23:40 Gegenfrage Manu: Würdest du denn in der Erstuntersuchung Sachen wie eine PFO Untersuchung mit einbeziehen ? Wenn ja : mit was für Konsequenzen ? Muss so eine Untersuchung nach Krankheit wiederholt werden ? Wenn die Verbände/Basen das nicht fordern würden bin ich mir sicher, dass die Versicherungen das tun. Jeder mensch sollte regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Warum also nicht auch eine, die auf das Hobby zugeschnitten ist ? Viele Fragen - ich hoffe auf Antworten. Gruß Heiko |
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  | Antwort von ttm49 am 30.08.2006 - 00:18 @Heiko: Gerade Versicherungen rechnen sehr genau, ob sich Vorsorgeuntersuchungen lohnen - und kommen in den allermeisten Fällen zu dem Ergebnis: Nein. Gerade erst vor kurzem hat eine sehr große US-Studie (dort ist man in Sachen evidenzbasierter Medizin ja leider deutlich weiter als hier) das Resultat gebracht, dass sich allgemeine Vorsorgeuntersuchungen beschwerdefreier Erwachsener nicht rechnen.
Natürlich nutzen Versicherungen gern allerlei Möglichkeiten, sich um Zahlungen zu drücken, aber ich kenne nicht eine einzige - auch keine explizite Taucher-Versicherung - die regelmässige Vorsorgeuntersuchungen als Bedingung für den Versicherungsschutz vorschreibt.
Es entspricht wohl der hiesigen Mentalität, Aufwände und Risiken nur ungern bewusst gegeneinander abwägen zu wollen - tatsächlich aber geschieht dies andauernd, und es geht auch gar nicht anders. Man könnte jeden, der mit Fieber zum Arzt kommt, auf alle möglichen exotischen Viren testen. Man könnte Brücken so auslegen, dass sie nicht nur das vierfache, sondern das 1000-fache dessen tragen, womit man rechnet. Man könnte alle Häuser auf Erdbeben Stärke 9 auslegen.
Aber all das würde immense Kosten bei geringem Nutzen verursachen, und wer mal rational darüber nachdenkt, wird feststellen, dass eben auch eine Vorsorgeuntersuchung vor jedem TG zu viel ist - ob auch eine pro Monat, pro Jahr, pro Jahrzehnt zuviel ist: Warum soll das jemand anderes entscheiden, als derjenige, der das Risiko trägt? |
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  | Antwort von Heiko am 30.08.2006 - 01:00 Hi, da scheint ein Missverständniss vorzuliegen, also nochmal (hoffentlich) etwas deutlicher: Bei Tauchuntersuchungen: Der Taucher zahlt - nicht die Versicherung. Die Verlangt nur eine Untersuchung und zahlt nicht, wenn sie nicht vorliegt. Es ist quasi ein doppelter Gewinn was momenatn Stand der Dinge ist. Wenn dann auch noch Lobbys zusammenarbeiten... Ist nun deutlich geworden was ich meinte ? |
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  | Antwort von andi_diver am 30.08.2006 - 02:15 Was ich nicht verstehe: irgendwie haben sich hier bei t.net viele Leute über das US system (ich will keine Verbandsdiskussionen) aufgeregt - nämlich daß intelligente und mündige Erwachsene einen Fragebogen ausfüllen anstatt einer TTU (die meistens sowieso getürkt ist).
Auf einmal ist das aber ganz toll...! Liebe Leute, könnt ihr euch dann mal entscheiden? Bitte!? |
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  | Antwort von ilseseehecht am 30.08.2006 - 06:30 Einige hier schreien nach Eigenverantwortung und wollen die TTU abgeschafft haben.
Die Eigenverantwortung hast Du doch schon jetzt:
1.Zu welchem Arzt geh ich: viele kommen mit dem geiz-ist-geil-wisch für 20€ und drücken damit ihre Missachtung gegenüber der Untersuchung aus. (Das gehört abgeschafft!)
2. Im Untersuchungsintervall - hier entscheidet Taucher jeden Tag selbst. Und das Argument, das eine TTU eine zukünftige Erkältung nicht erkennen kann und deswegen abgeschafft gehört, ist ja wohl das Blödeste, was hier je geschrieben wurde.
Die Masse der Taucher in unseren Gewässern ist wenig informiert, ein anderer Teil zwar gut, ist aber sehr risikobereit. Die TTU-Pflicht soll dies auffangen und dies sehe ich als wichtig an, denn die Allgemeinheit zahlt für die Folgen (nicht für die Druckkammer, aber den Rest). Und da gehören nun mal so Dinge wie TÜV dazu. Die Regeln sollten allerdings klarer sein.
Die Intervalle sind übrigens unter 40 Jahren 3! Jahre. Über 40Jahren 1Jahr - da sollte man verlängern.
Die PFO-Untersuchung kann nicht verpflichtet eingeführt werden, solange die Datenlage noch nicht eindeutig ist, was ein PFO für Tauchen definitiv bedeutet. Eine Empfehlung zur PFO-Unters. bei der Eingangsuntersuchung wäre sinnvoll.
gruss Ilseseehecht
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  | Antwort von ManuS am 30.08.2006 - 07:57 @ Heiko und Ilse
Gegenfrage Manu:
Würdest du denn in der Erstuntersuchung Sachen wie eine PFO Untersuchung mit einbeziehen ?
Antwort NEIN deswegen entfallen weitere Antworten!
Wenn ja : mit was für Konsequenzen ?
Muss so eine Untersuchung nach Krankheit wiederholt werden ?
Wenn die Verbände/Basen das nicht fordern würden bin ich mir sicher, dass die Versicherungen das tun.
Antwort: Na und die finden doch sowieso einen Rostfleck in deiner Flasche oder stellen fest das dein Atemregler nicht nach 12 Monaten sonder nach 12 Monaten und drei tagen Revidiert wurde und zahlen nicht!
Jeder mensch sollte regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Warum also nicht auch eine, die auf das Hobby zugeschnitten ist ?
Antwort Richtig: Und wenn ich beruflich (POLIZEI, Feuerwehr, Bundeswehr etc) regelmäßig auf den Kopf gestellt werde – wozu noch im privaten Bereich. Das Zauberwort heiß Mündig und selbstbestimmt und nicht ERZWUNGEN:
Viele Fragen - ich hoffe auf Antworten.
Gruß
Heiko
Die habe ich Dir geliefert bitte schön.
Liebe Ilse Hecht. Ich werde nicht mit einem Berufsstand der schwindende Umsätze zu verzeichnen hat eine Diskussion führen, es sei den du bestätigts hier das ich kurz nach einer TTU ernsthaft erkranken kann und somit eine TTU ababsurdum ist.
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  | Antwort von AndréM am 30.08.2006 - 08:22 @Heiko
"Bei Tauchuntersuchungen:
Der Taucher zahlt - nicht die Versicherung. Die Verlangt nur eine"
Welche Versicherung verlangt denn zwingend eine TTU?
Beim VDST und bei AquaMed zumindest konnte ich keine solchen Klauseln in den Versicherungsbedingungen finden.
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  | Antwort von ManuS am 30.08.2006 - 08:25 OK wieder Sachlich:
Theorie und Praxis!
Die Regeln sind uns bekannt darüber brauchen wir nicht diskutieren! Ich zweifele die Regeln an, nicht um zu stänkern sondern aus Überzeugung.
Die Basen fordern eine TTU, legen Dir aber dann die übliche „ Alles auf dein Risiko, wir haften für nicht“ Erklärung zur Unterschrift vor. Wenn dem so ist und das ist so, wozu eine TTU vorlegen. Basen haften doch sowieso für nicht, du haftest aber gegenüber den Basen!
Frau Hecht, das TTU für die Mediziner ein ordentliches Zubrot ist versteht sich von selbst. Ein wichtiges Angebot für Menschen die eine Abklärung zu Ihrer Beruhigung benötigen – sonst ist die TTU für nichts gut.
Die ständige überreglementierte Abzocke im Tauchgeschäft nervt mich ungemein.
Mittlerweile braucht man 10 Atemregler [Luftventil, Nitroxventil, O2 Ventil) 5 verschiedene Flaschen und und und.
Das ist doch hier alles nicht mehr normal.
Ich fordere nicht die Abschaffung der TTU, sondern die Abschaffung dieser Verpflichtung. Wie der Kollege vom Bund schon gesagt hat. Er wir regelmäßig auf den Kopf gestellt, und dem entsprechend handelt er!
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  | Antwort von Ferdi(out) am 30.08.2006 - 08:59 Es gibt viele "Für" und "Wieder" einer TTU, ich denke das System gehört gründlich überarbeitet. Schon allein der Bereich das ab 40 Jahre eine jährliche Untersuchung gefordert wird finde ich überholt. Das ist ein sehr krasser Schnitt von 3 Jahre auf 1 Jahr. Die Medizin ist heute doch auf ein ganz anderen Stand. Von wann sind diese Regeln eigentlich?
Gruß
Ferdi |
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  | Antwort von Tauch-Schlumpf am 30.08.2006 - 09:26 Auch ich muss sagen Erstuntersuchung OK, Folgeuntersuchungen sind nicht nötig. Wenn ich eine TTU haben will, finde ich auch ein Arzt der mir das Bescheinigt, ob gesund oder nicht (ja hier in Deutschland). Für gutes Geld Bescheinigen einige Ärzte (ich will nicht alle über einen Kamm schären) einen sogar "ewiges Leben". Daher ist das ganze für nicht Geld schneiderei. Die viele Basen lassen einen auch ohne gültige TTU tauchen, weil sie das Geld sehen.
Gruß
TS (mit gültige TTU)
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  | Antwort von Vercingétorix am 30.08.2006 - 10:37 Was spricht gegen eine regelmäßige Untersuchung durch einen Arzt. Nichts, alles spricht dafür, oder?
Selbstbestimmt würde in dem Fall doch bedeuten, ich weiß das es Krankheiten gibt die das Tauchen ausschließen. Eine jährliche Prüfung ist sinnvoll. Ich bestimme den jährlichen Zeitpunkt selber. Und nicht ich werde bevormundet und deshalb mache ich das nicht.
Leider geht kaum einer freiwillig zum Arzt. Und so lange das so ist, halte ich die Auflage der Basen und der Verbände für sinnvoll. Das ein Fettkloß den Stempel bekommen hat, ist keine wirklich gute Begründung, nicht zum Arzt zu gehen oder gegen die Verpflichtung anzustinken. Man kann eher fragen, welcher Arzt mit welcher Begründung den Fettkloß tauchtauglich geschrieben hat und ob er sich des Haftungsrisikos bewußt war.
Selbstbestimmung und mündiger Taucher ist in diesem Fall lediglich eine Ausrede für eigene Faulheit oder Dummheit. |
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  | Antwort von Mönchsrobbe am 30.08.2006 - 10:54 @Vercingétorix
Schlusssatz .... und Geiz
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  | Antwort von flasche am 30.08.2006 - 10:57 @Paddy
"da ich nun immer mehr ins technische Tauchen einsteige und die Deko TG´s zunehmen, habe ich mir gerade heute einen Termin beim Radiologen geben lassen um mich einem gründlichen Check zu unterziehen"
Gut so. Wer so raketenartig von Null auf 200 durchstartet, sollte sich mal richtig checken lassen. Schließlich wurdest du ja erst "bei deinem letzten Ägypten-Urlaub im Januar 2006 absolut vom Tauchen infiziert".
Hoffentlich gibt`s die Trimix-Ausbildung schon mit 40 Tauchgängen, davon die Hälfte in Ägypten? |
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  | Antwort von Vercingétorix am 30.08.2006 - 11:12 Einen neuen Stempel kann er sich ja machen lassen |
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  | Antwort von flasche am 30.08.2006 - 11:13 @Vercingetorix
Dagegen sprechen:
-die Kosten (ja ja, aber es gibt auch Leute, die härter für ihr Geld arbeiten müssen )
-die Folgen, wenn man mal den Termin verpaßt (meist folgenlos, mit Pech aber versauter Tauchausflug oder bei Unfall, auch aus ganz anderem Grund, weitere Folgen)
-die fehlende sachliche Begründung, weil praktisch jeder das begehrte Zettelchen mit Stempel bekommt, und die jährliche oder 2..3-jährliche Wiederholungs-TTU das Unfallrisiko so minimal verringert, daß zum gleichen Aufwand andere Maßnahmen effektiver wären (z.B. technische Wartung, bessere Ausrüstung, mal einen vernünftigen Kurs o.ä.).
Mit der gleichen Begründung könntest du auch vierteljährliche Pflichtuntersuchungen für Autofahrer über 40 begründen, oder Badeverbot für Menschen ohne Schwimmfähigkeitszeugnis in Verbindung mit Meeresbadespecialty und aktueller ärztlicher Untersuchung (BTU). Klappt nur nicht wegen der schwierigen Kontrolle.
Hast du schon eine Badeversicherung abgeschlossen? Natürlich mit Verweis auf die anerkannten Regeln internationaler Badeverbände. |
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  | Antwort von niemand bestimmtes am 30.08.2006 - 11:20 @Illseehecht: "...denn die Allgemeinheit zahlt für die Folgen (nicht für die Druckkammer, aber den Rest)." - auf welcher Milchmädchenrechnung beruht denn nun dieses Argument?
Wenn jeder Hobbytaucher in D nur einmal im Jahr 1/2-Stunde unproduktiv im Wartezimmer eines Arztes herumsitzt, ist der volkswirtschaftliche Schaden dadurch schon erheblich höher als die Behandlungskosten sämtlicher Tauchunfälle zusammen.
Hey - wir erlauben jedem erwachsenen Menschen, sein Leben vorsätzlich, bewusst, und mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit durch Rauchen oder Saufen zu verkürzen.
Aber ausgerechnet Hobbytaucher sollen genötigt werden, sich jedes Jahr erneut gegen Geld ihr Hobby "erlauben" zu lassen?
Du weist zurecht darauf hin, dass es noch keine klare Datenlage dazu gibt, ob ein PFO für Taucher gefährlich ist. Aber wo sind denn die Belege dafür, dass eine TTU die Anzahl der Tauchunfälle signifikant vermindert?
Im "Ehm" muss als einziges, äusserst schwaches Argument dafür eine kleine, uralte Statistik herhalten, die nur etwas darüber sagt, wie viele verunglückte Taucher _im_Nachhinein_betrachtet_ zum Zeitpunkt des TG nicht tauchtauglich waren. Was natürlich überhaupt nichts darüber aussagt, ob dieser Anteil höher war als der Anteil der nicht-untersuchten Taucher an den nicht-verunglückten, und was nichts darüber aussagt, ob eine TTU vor XX Monaten überhaupt eine vage Chance geboten hätte, den Unfall zu verhindern. |
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  | Antwort von ManuS am 30.08.2006 - 11:34 Nochmals es geht nicht darum TTU zu verbieten, sondern die zwingende Verpflichtung abzuschaffen.
Die gallischen Beiträge aus der Rubrik polemisches Denunziantentum gepaart mit einem Hauch an Gossenrhetorik sind wenig hilfreich. Es ist auch wenig Sinnvoll ein Feuerwehrmann nach bestandener G 36 zum Taucharzt zu schicken – auch er weiß das er Gesund ist.
Ach herrje, die Meldung von dem Trimix Anwärter zeugt auch von umfangreichem Sachverstand! Wer geht denn den gesundheitlich Anspruchsvolleren TG ein. Der Lufttaucher auf 50m oder Trimix Taucher auf 70m? Na; denk mal nach du Todesmutiger!
Und selbst wenn du dein gesamten Supertauchkörper durch das RMT jagst, wird es dir passieren können, dass dich ein schleichender Infekt befällt, du dies nicht bemerkst und dir trotzdem einen Deco-Unfall einhandelst. Was Dir wirklich keiner Wünscht.
Vielleicht hilft der Gallier, er könnte bei Vollmond (unter diesem Zeichen stehen seine Beiträge zumeist) mit Dir nackig im Steinkreis tanzen um Unheil von Dir abzuwenden!
In diesem Sinne immer Gut Luft/Nitrox/Triox/Trimix
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  | Antwort von Vercingétorix am 30.08.2006 - 11:40 @Flasche
Ich muß für mein Geld arbeiten. 85 € sind viel Geld, 300 € für einen Automaten auch. Das ist also relativ. Die Folgen eines verpaßten Termins sind dein Problem. Terminkalender gab es auch im Osten. Mir geht es nicht um das Unfallrisiko, sondern um die Frage ob du dir zwischen durch eine Krankheit eingefangen hast, die das Tauchen einschränken oder ob du so untraniert bist, das du mit einer Einkaufstasche nicht mehr die Treppe hochkommst. Ein Pflichtuntersuchung für LKW´s gibt es bereits. Für PKW´s und Krad halte ich die ab einem gewissen Alter für dringend erforderlich. Eine Unfallversicherung wirst du wohl haben oder?
@niemand bestimmtes, ich habe was gegen Angestellte die wärend der Arbeitszeit zum Arzt gehen, ohne Krank zu sein. Nach 16:00 Uhr hat auch noch ein Arzt offen. Das Rauchen und saufen erlaubt ist, ist richtig. Ist es deshalb richtig mit diesem Argument die Verpflichtung zu verneinen. Wohl nicht, das ist ein Scheinargument. |
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  | Antwort von Vercingétorix am 30.08.2006 - 12:06 @ManuS
Die Bewertung meiner schriftstellerischen Leistungen geht runter wie Öl .Welch eine Bewertung nach deiner kurzer Anwesenheit im Forum, mein kleiner Literaturkritiker. Bist du etwa zu dick....
Nur eine kleine Korrektur bitte. Die Gallier war ein zivilisiertes Völkchen, das nicht nackt bei Vollmond um das Feuer im Steinkreis getanzt ist. |
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  | Antwort von flasche am 30.08.2006 - 12:11 @Vercingetorix
Die Ost-Terminkalender gingen immer nur von Januar bis Dezember. Vielleicht noch mit ein paar Seiten hintendran. So wichtig waren die Kalender ja auch nicht, versäumte Termine gaben allenfalls böse Worte, und alle verdienten ähnlich, und Zuzahlungen und finanzieller Ruin wegen Arztkosten nach Unfällen waren unbekannt. Tauchen war auch nicht so verbreitet. Die Versicherungen, z.B. Kfz-Versicherungen, zahlten fast immer und kosteten fast nichts; auch Beitragserhöhungen gab es nicht. Demnächst gerne mehr
Bei 2..3jährigen Folgeterminen, selbst bei Terminen Mitte nächsten Jahres, sollen auch heutige Terminkalender manchmal Probleme haben, wenn man nicht aufpaßt und am Jahresende manuell überträgt.
Problemlos funktionieren hingegen elektronische Merkhilfen. Vielleicht gibt es auch schöne mechanische?
Spaß beiseite: Es ist, wie immer, eine Frage des richtigen Maßes. Jährlich finde ich übertrieben. Mit etwas Pech muß man eine TTU vor Urlaubsbeginn machen, weil die letzte TTU 1 Woche später "abläuft", und man im Ernstfall keine Probleme will. Dann kostet der Wisch dann für einen Urlaubstaucher für die letzte Tauchurlaubswoche 80EUR, oder er macht die noch sinnlosere Billig-TTU. So aus dem Bauch heraus: Bis 40 aller 5 Jahre, über 40 aller 3 Jahre, ab 60 jährlich wäre ok, dann darf die Untersuchung auch etwas gründlicher sein. (Wobei: Ab 60 sinkt ja das Versicherungsrisiko auch.. vielleicht ab 60 die Pflicht ganz lassen?)
Wer gesundheitliche Probleme hat, sollte natürlich öfter zum Arzt gehen; der Rhytmus von Pflichtuntersuchungen (oder Quasi-Pflichtuntersuchungen) sollte sich aber nicht an den Kränkesten orientieren.
Abschließend aber:
Glücklich ist, wer vergißt, was nicht zu verändern ist.
(Ich muß mich gleich mal für`s Nackttauchen mit anschließendem Grillen anmelden...
Das Nackttauchspecialty ist ja bei einem entsprechenden Tauchunfall auch versicherungsrelevant ) |
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  | Antwort von Steve Downunder am 30.08.2006 - 12:29 Ich bin Feuerwehrmann und muss deswegen alle 3 Jahre meine G26 (@ ManuS: -10) machen. Danach will sie mir der Feuerwehrarzt jedesmal noch gegen Geld in eine TTU umschreiben. Ist leider nötig weil manche Tauchbasen mit dem grünen G26 Zettel gar nix anfangen können und ein PADI, VDST oder sonstwas Vordruck sehen wollen. Das ist sicher unnötige Abzockerei. Trotzdem muss ich sagen das mir die Untersuchung wichtig ist, weil sie mir Gewissheit gibt. Vorallem die Erstuntersuchung sollte man für die Sporttaucherei nicht weglassen. Das erst hierbei z.B. ein angeborener Herzfehler entdeckt wird kommt vor und bewahrt einem davor die "falsche" Sportart auszuüben.
@ dedi02: Die Deutschen sind da sicher nicht anders als die Amis oder Franzosen. Amerikaner sammeln sehr gerne Plastikkärtchen und Franzosen gehen meist ohne CMAS Brevet und FFESSM Mitgliedschaft gar nicht erst ins Wasser. |
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  | Antwort von niemand bestimmtes am 30.08.2006 - 12:35 @Vercingétorix: Ich dachte bisher immer, nur Ärzte selbst würden die Wartezeit ihrer "Patienten" so gering schätzen... es ist doch völlig wurscht, wann jemand zum Arzt geht: Wartezeit ist weder erfreuliche Freizeit, noch in irgendeiner Weise produktiv.
Und von den Befürwortern der Zwangs-TTUs kam immer noch kein Beleg für deren Effizienz.
Wer wieder mal ein aktuelles Gegenbeispiel sehen will, braucht nur ins Unfallforum zu schauen... Hier klicken ... man darf wohl wetten, dass der Verunfallte eine TTU-Bescheinigung hatte... |
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  | Antwort von RogerT am 30.08.2006 - 12:41 Nach Lesen der ganzen Threads hier zu diesem Thema kommt man vernünftigerweise zu einem Fazit:
- eine regelmäßige TTU bringt nichts, zu viele lassen auch vom taucherisch unbedarften Hausarzt eine "TTU" ausstellen, die den Namen nicht verdient. Echte Krankheiten (wie ein PFO), die beim Tauchen gefährlich werden können, werden gar nicht erkannt. Also wozu das Ganze?
- eine TTU am Anfang der Tauchkarriere ist aber wichtig, um überhaupt eine Tauchtauglichkeit vor einer Ausbildung festzustellen. Diese könnte auch zweigeteilt sein: eine TTU von einem dafür zugelassenen Arzt, der aber kein Verbot ausspricht, sondern nur die medizinischen Punkte aufführt. Eine zweite TTU vom Tauchlehrer, der beispielsweise feststellen kann, ob eine Tauchuntauglichkeit im Wasser vorliegt - ich denke da an den Fall in der aktuellen "Unterwasser", das kann kein Arzt feststellen.
- Nur der Tauchlehrer entscheidet dann an Hand aller Fakten, ob und wie jemand tauchen darf. Bei Beschränkungen kommt ein Eintrag in das Brevet - ähnlich dem Eintrag im Führerschein bei Brillenträgern. So weiss dann auf einen Blick auch jede Basis auf der Welt, wen es da vorsich hat und kann den Taucher entsprechend einem Guide/einer Gruppe zuweisen.
- für den weiteren Werdegang ist der Taucher selber verantwortlich; taucht er trotz wissentlicher gesundheitlicher Risiken, ist er es meist auch selber, den es dann trifft... selbstgemachte Leiden.
Leider entspricht die gängige Praxis dem allgemeinen Vollkasko-Denken in Deutschland, ich bin tauchtauglich, schließlich hat das ja ein anderer festgestellt - auch wenn ich mich seit Wochen schlecht fühle und vielleicht Kreislaufprobleme habe...wenn es dann kracht, ist der Andere (der arme Taucharzt) Schuld...
Das gehört ganz schnell abgeschafft, m.E. ist diese bisherige Praxis mit den TTUs Schuld an einigen Tauchunfällen, weil die Taucher sich blind auf diese TTU verlassen haben, anstatt sich selber kritisch zu beobachten und entsprechende Schlüsse zu ziehen...d.h. die bisherige Praxis mit den TTUs ist nicht nur überflüssig, sie ist auch gefährlich. |
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  | Antwort von ManuS am 30.08.2006 - 12:48 An den Gallier:
Wie du völlig richtig bemerkt hast, haben mir wenige registrierte Tage genügt Dich zu erkennen. Bekanntlich sind Schreiben ein Spiegelbild der Persönlichkeit. Ich konnte dich schnell erkennen, bewerten und meiden.
Sollten dein Wissen über das Tauchen der selben Quelle entsprungen sein, wie deine gallischen Lebenserfahrungen solltest Du schnellstens den Druidenrat einberufen oder alternativ ein neurologische Check- up durchführen lassen. Besser wäre das!
Ansonsten sind Diskussionen mit Personen die Quer durch das Tauchernet sich durch Beleidigungen und Herabwürdigungen hervortun Zeitvergeudung. Damit ist alles gesagt, ich werte dich nicht durch weitere Antworten auf. Du bist einzigartig, das hofft der Rest der Menschheit.
An alle sachlichen Diskutierer, wäre es sinnvoll die Verbände mit meiner Forderung zu konfrontieren?
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  | Antwort von dedi02 am 30.08.2006 - 12:53 @Steve Downunder: Ja da kann man mal sehen, was die Verbände in den letzten Jahren so geschafft haben . Da haben sie auch schon die anderen Länder gut erzogen.
Ich finde es ja OK, wenn an einer Sportart auch andere Leute noch mitverdienen. Aber bitte alles in geordneten Bahnen und nicht so übertrieben. Ich habe mich ja leider damit abgefunden das Tauchen sehr Teuer ist. Aber das so viele Leute da mitverdienen wollen, finde ich manchmal ein wenig übertrieben. Und von meiner persönlichkeit kommt noch hinzu das ich mich generell nicht gerne bevormunden lasse.
Kleiner Scherz am Rande:
Ich mache demnächst auch ein Verband auf für Skifahrer. Mit den Specialitys für "sichere Schussfahrten", "Tiefschneefahren" usw. Ohne Skittauglichkeitsuntersuchen kommt dann keiner mehr in den Lift. Und die Krankenkassen der Skifahrer dürfen dann nicht mehr zahlen wenn derjenige keine Ausbildung zum PSD (Proffessionel Ski Driver) hat.
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  | Antwort von flasche am 30.08.2006 - 12:59 @ManuS
..aber bei aller Übereinstimmung über den Unsinn der jährlichen TTU und bei aller generellen Sympathie für Revoluzzer, nach deinem letzen Beitrag eben:
Vielleicht solltest du vorm Generalangriff auf die Verbände erstmal zwecks RTU* zum Arzt?
*Revoluzzer-Tauglichkeits-Untersuchung |
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  | Antwort von Vercingétorix am 30.08.2006 - 14:03 @ManuS
Leider kann ich bei meiner Antwort um 10:37 Uhr nicht feststellen, das sie beleidigend oder herabwürdigend ist. Ich hätte natürlich schreiben können, den an Fettleibigkeit leidenden. Aber gut, ich bin für eine plastische Ausdruckweise. Das hilft dem gemeinen Volk beim Verständnis.
Ich bin gespannt auf deinen Antrag und Reaktion darauf bei der nächsten Vollversammlung des VDST. |
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  | Antwort von Mistkaefer am 30.08.2006 - 15:00 Hmm..
ich hab mir bisher Atteste vom Hausart geholt,
der checkt auch so ein paar Sachen durch und das ganze Kost 5€
Die "richtige" Untersuchung hab ich bisher bewusst vernachlässigt, ist mir schlicht zu teuer!
MfG Lars
www.tuempeltaucher.org |
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  | Antwort von RogerT am 30.08.2006 - 15:09 @Vercingétorix
>> Leider kann ich bei meiner Antwort um 10:37 Uhr nicht feststellen, das sie beleidigend oder herabwürdigend ist.<<
ok, Selbstkritik ist nicht jedermanns Sache; hat vielleicht auch etwas mit "Gesicht waren" zu tun (ein anderer Ausdruck dafür, stur auf seinem Standpunkt zu verharren).
Auf alle Fälle ist Deine Aussage pauschalisierend und daher schlichtweg dumm. Es gibt sehr wohl etwas dickere Taucher, die keine Konditionsprobleme haben, kerngesund sind und vielen idealgewichtigen aber kettenrauchenden Tauchern voll aufgerödelt locker davon laufen...aber in Deinen Augen sind alle dicken Taucher pauschal tauchuntauglich...
Dann musst Du auch alle Raucher, Gelegenheitstrinker usw. als Taucher pauschal untauglich erklären - nur bleiben dann nicht mehr viele Taucher über...
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  | Antwort von drrobertprestele am 30.08.2006 - 15:26 Darf ich mich als Tauchmediziner mal einmischen?
Ich verstehe die Aufregung nicht so ganz. Wo steht die Verpflichtung einer TTU? Wir haben Empfehlungen der GTUEM, haben Verbände, Clubs oder Basen, die die Empfehlungen übernommen haben. Es gibt kein Gesetz! Jedem steht es frei im Rahmen des amerikanischen Systems die Verantwortung auf sich zu nehmen.
Schon jetzt ist gängige Praxis,
- dass die Mehrzahl der Taucher keine TTU besitzt.
- dass die hier häufig geforderte Erstuntersuchung (von vielen Tauchlehrern verlangt) über lange Zeit die einzige TTU ist.
- dass die Mehrzahl der Taucher eine Ausschlusserklärung an Tauchbasen unterschreibt.
Soviel mal zum Zwang.
Zum Sinn der TTU wird hier viel polemisiert. Es geht bei der TTU nicht um Infekte im Intervall und natürlich können Erkrankungen auch Monate nach einer TTU auftreten. Eine Empfehlung für die Untersuchungsabstände wird immer ein Kompromiss sein. Der Übergang von 3 auf 1 Jahr erscheint auch mir recht krass.
Das viele Taucher eine TTU besitzen, die das Geld nicht Wert ist, ist richtig. Diese Taucher verstehe ich auch nicht. Jeder hat die Möglichkeit sich kompetent untersuchen zu lassen. Viele aber wollen sich gar nicht richtig untersuchen lassen. Sie wollen eine Absicherung und Freifahrtschein.
Die wenigsten sind sich hier trotz vermeintlich großem Taucherwissen gar nicht bewusst, was eine solche Untersuchung verhindern kann. Zu mir kommen viele Taucher nach Tauchunfall. Und bei einer großen Zahl lassen sich gesundheitliche Ursachen finden (kälteinduziertes Asthma, Belastungsbluthochdruck, vasospastische Kälteangina pectoris, Herzrhythmusstörung, Herzklappenfehler). Die Symptome treten häufig erst unter Extrembelastung auf, so dass viele sagen, sie seien so schon oft ohne Probleme getaucht - und dann eben kam Faktor x+y+z dazu.
Die Aufgabe der TTU ist es grundsätzliche gesundheitliche Probleme aufzudecken, dies setzt tauchmedizinisches Wissen des Untersuchers voraus und natürlich einen versierten Diagnostiker, aber auch Ehrlichkeit des Tauchers.
Um die Ehrlichkeit zu erreichen muss dem Taucher aber vermittelt werden, dass Tauchen auch mit Einschränkungen (siehe Asthmatiker oder Diabetiker) möglich ist, oder erst nach Therapie (oder abspecken).
Denn wenigsten, offensichtlich auch in dieser Diskussion, sind die physikalischen Einflüsse auf unseren Organismus durch Überdruck bewusst. Das macht den Unterschied zum Radfahren, Schwimmen oder Skifahren aus.
Recht geben muss ich den meisten, dass Zwang einerseits und unklare Regeln nicht zusammenpassen.
gut Luft
Dr. Robert Prestele
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  | Antwort von Ferdi(out) am 30.08.2006 - 15:50 Dank an Doc Prestele, entlich mal eine vernüftige sachliche Aussage. @ all Warum müsst ihr euch eigenlich immer sofort kloppen? Und (wahrscheinlich mit Lexikon und Duden bewaffnet) euch schriftlich einen Kampf der vermeitlich "Klugen" zu liefern?
Gruss
Ferdi |
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  | Antwort von shuttle am 30.08.2006 - 15:51 @Prestele: gutes, sachlich getragenes Post mit Stoff zum Nachdenken, Danke! |
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  | Antwort von Damon am 30.08.2006 - 16:04 TTUs Sind einfach nur schwachsinn! Geldzocke und zeitraub!!!!
(ps: den link zu meiner frage muss ich wohl nicht schreiben, hat ja schon Nowotaucher gemacht)
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  | Antwort von ManuS am 30.08.2006 - 16:07 Robert schön gesagt. Aus Empfehlungen wurden aber knallharte Regeln. Selbstverständlich ist ein Tauchtauglichkeit vor der Aufnahme des Tauchsportes festzustellen. Darum geht es doch nicht. Es geht um eine Regelwerk das wieder dem gesunden Menschenverstand läuft.
Mein Kind wurde von Geburt an sämtlichen Regeluntersuchungen unterzogen. Mir ist bekannt das Herz-Kreislauf, Lunge, Motorik, und der HNO-Bereich o.B. ist. Was will ich den mehr.
Ich werde Jährlich eine umfangreichen ärztlichen Untersuchung durch meinen Dienstherrn unterzogen. Darüber hinaus absolviere ich dabei einen körperlichen Leistungstest. Ich weiß das ich Gesund bin.
Wozu soll ich mir diesen unnötigen Stempel im Tauchpass teuer einkaufen? Um zu lesen was ich bereits weiß.
Der Mensch merkt doch wenn die Leistungsfähigkeit nachlässt, man sich unwohl und Krank fühlt. Da geht doch jeder verantwortungsvolle Mensch zum Arzt.
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  | Antwort von Vercingétorix am 30.08.2006 - 16:10 @RogerT
Fettkloß meint nicht den ich habe 5 Kg zu viel Taucher. Im übrigen läßt sich bei genauem lesen, kein Pauschalurteil finden, sondern nur die schlichte Frage, ob der Doc die gesundheitlichen Risiken bei Fettleibigkeit wärend des tauchens berücksichtigt hat. Wie war das gleich mit dem Stickstoff und den Geweben? |
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  | Antwort von flasche am 30.08.2006 - 16:35 @Mistkaefer:
"Hausart checkt auch so ein paar Sachen durch und das ganze Kost 5€"
Das dürfte dann eher der Fernsehdoktor sein.  
"Mündliche Beratung (auch telefonisch)" heißt das wohl.   |
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  | Antwort von RogerT am 30.08.2006 - 16:41 @Vercingétorix
dann musst Du das auch schreiben, wie Du es meinst. So wie um 10:37 von Dir geschrieben ist es eine Pauschalisierung (>>Man kann eher fragen, welcher Arzt mit welcher Begründung den Fettkloß tauchtauglich geschrieben hat...<<). Heisst ja wohl, das alle Fettklöße nicht tauchtauglich sind (was schlichtweg Unfug ist); wie gesagt, wenn Du das so nicht gemeint hast, schreib es gleich richtig... |
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  | Antwort von niemand bestimmtes am 30.08.2006 - 17:46 @drrobertprestele: "Wo steht die Verpflichtung einer TTU?" - in den Satzungen einiger Vereine sowie in den Geschäftsbedingungen einiger Tauchbasen. Dieser Zwang ist kontraproduktiv, weil er Leute dazu bringt, bei TTUs unehrlich zu sein, und gleichzeitig das Gefühl vermittelt, nicht mehr selbst für die eigene Tauglichkeit zum Zeitpunkt des TG verantwortlich zu sein.
"Viele aber wollen sich gar nicht richtig untersuchen lassen. Sie wollen eine Absicherung und Freifahrtschein." - genau - und gerade die Nötigung zur TTU fördert diese Haltung.
"... lassen sich gesundheitliche Ursachen finden (kälteinduziertes Asthma, Belastungsbluthochdruck, vasospastische Kälteangina pectoris, Herzrhythmusstörung, Herzklappenfehler). Die Symptome treten häufig erst unter Extrembelastung auf..." - keines der o.g. Probleme wäre bei mir im Rahmen der TTU nach GTÜM-Empfehlungen vom zertifizierten GTÜM-Arzt gefunden worden. Ich muss also trotz Geldausgabe für diese Untersuchung weiter auf das (wahrscheinliche) Glück setzen, nicht an sowas zu leiden.
"... dies setzt tauchmedizinisches Wissen des Untersuchers voraus und natürlich einen versierten Diagnostiker, aber auch Ehrlichkeit des Tauchers.
Um die Ehrlichkeit zu erreichen muss dem Taucher aber vermittelt werden, dass Tauchen auch mit Einschränkungen (siehe Asthmatiker oder Diabetiker) möglich ist, oder erst nach Therapie (oder abspecken)." - genau die Ehrlichkeit wird dadurch torpediert, dass ich in festgelegten Intervallen eine im Ergebnis verbindliche Untersuchung machen lassen soll. Wie die meisten Menschen mache ich jedes Jahr etwa um die gleiche Zeit Urlaub. Will ich nicht noch häufiger Geld für TTUs ausgeben, als mir aufgenötigt wird, bedeutet das, dass ich erst sehr kurz vor dem Urlaub einen TTU-Termin machen werde - was dann aber bedeutet: Läuft die TTU negativ, ist keine Zeit mehr für eine Therapie möglicher Probleme oder aufwändige Nachuntersuchungen.
"Den wenigsten, offensichtlich auch in dieser Diskussion, sind die physikalischen Einflüsse auf unseren Organismus durch Überdruck bewusst." - ich habe den "Ehm" komplett gelesen, und ich fand darin keine medizinischen Risikofaktoren beschrieben, die für Taucher gelten, für Schnorchler (von denen niemand ein Attest verlangt) aber nicht, die im Rahmen einer TTU gefunden würden. Ob PFO, N2-Narkose/HPNS-/OxTox-Anfälligkeit usw. - alles keine Punkte, die bei einer TTU nach GTÜM gefunden würden. Und der Druckunterschied zwischen Herz und Fuß ist beim Schwimmer meist höher als beim Taucher auf 20m Tiefe...
Aber wenn schon ein fachkundiger Taucharzt mitliest: Wie wäre es mit einem Verweis auf Belege für den Nutzen von TTUs? Wenigstens irgendeine seriöse Studie, die das Risiko von Untersuchten und nicht Untersuchten vergleicht? |
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  | Antwort von Butsche am 30.08.2006 - 19:10
Ich war vor 8 Wochen beim Arzt wegen TTU
sollte anfangs 80.- euro kosten.
in der Untersuchung sagte er mir der Dok dann, "über 40 sollte man auch mal eine Belastungs EKA machen würde nur ein paar euro mehr kosten"..
..gesagt getan..
dann schlug er mir vor nicht ein "normalen TTU " zu machen sondern mich mal "richtig " auf dem Kopf zu stellen...gesagt getan er ist schließlich ist er Arzt. Danach schlug er mir vor ich sollte als man sollte auch mal eine Herz-Schall Untersuchung durchführen lassen - "bei Männern ab 40 sollte man so was mal machen lassen" sagte er.
Habe alles gemacht! Schließlich will man ja auf
Nummer sicher gehen - man könnte ja was haben was noch nicht entdeckt wurden ist ..
und habe jetzt schriftlich
ich bin gesund und darf tauchen..
ach ja, gekostet hat mich die ganze Sache 750.-
und da ich Privat Versichert bin darf ich diesen Betrag nach Abzug des Selbstbehalt auch zahlen.
füll mich "etwas" abgezockt..
Gruss
Butsche
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  | Antwort von frmbl am 30.08.2006 - 19:27 @Butsche: Ok, Du bist auf die Verkaufsmasche eines Arztes hereingefallen, wird Dir nächstes mal nicht mehr passieren, teure Erfahrung. Immerhin kann man Dir vorwerfen, nicht nach dem Preis gefragt und immer brav "ja" gesagt zu haben.
Einem Bekannten von mir ist neulich viel übler mitgespielt worden: Er hat sich ein schriftliches Angebot geben lassen, Preis war ok, brav Termin vereinbart, dann am Tag der TTU hiess es auf einmal "ja aber heute ist nur ein anderer Doc da - ist hier Gemeinschaftspraxis, macht aber nix, der andere kann das auch!". Und dann stellt sich heraus: Dieser "andere" Doc will mal locker das 3 fache des angebotenen Preises
Also Obacht Leute, Ärzte ticken auch nicht anders als Gebrauchtwagenhändler, Abo-Verkäufer und Animierdamen... |
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  | Antwort von Vercingétorix am 30.08.2006 - 19:50 @RogerT
Von Dicken war am Anfang die Rede, als es um ein Argument gegen die TTU ging. Sieh es mir nach das ich nicht alles zitiere, was drei Zeilen über mir steht. Das sollte eigentlich gehen.
@Niemand bestimmtes
Das halte ich für ein falsches Argument. Die Leute lügen nicht weil sie zum Arzt müssen, sondern weil sie den Zettel haben wollen. Und Ärzt die trotz fehlender Ausbildung die Untersuchung machen (Halbgott in Weis) sind genau so fehl am Platze. Was spricht also dagegen, jedes Jahr zum Arzt zu gehen? |
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  | Antwort von niemand bestimmtes am 30.08.2006 - 20:21 @Vercingétorix: Häh? - Welche Wahl hat denn jemand, der _selbst_ entscheiden möchte, ob er tauchtauglich ist, aber auf Basis einer sachkundigen Untersuchung? Soll er sagen: Lieber Onkel Dr., bitte unterschreib` mir erst mal, dass ich tauglich bin, und danach erzähle ich mal, wo es mich neulich gezwickt hat... und wenn wir dann darauf kommen, dass der Grund dafür was furchtbar gefährliches für`s tauchen ist, dann verspreche ich auch, den Zettel zu zerreissen..? Wohl kaum. Klar, wenn Geld keine Rolle spielt, kann man sich einfach zwei Ärzte leisten: Einen, mit dem man offen alles diskutiert, und einen zweiten, bei dem man auf Mr. Gesund macht und sich einfach nur den Zettel unterschreiben lässt. Aber für die meisten Leute dürfte das nicht in Frage kommen.
Was dagegen spricht, jedes Jahr zum Arzt zu gehen? Was spricht denn dagegen, jeden Monat zum Arzt zu gehen? Oder jeden Tag? Ganz einfach: Aufwand/Kosten und der zweifelhafte Nutzen. Keiner hat hier bislang einen Beleg liefern können, dass eine TTU das Risiko eines Unfalls auch nur minimal verringert. Alles nur Meinungen, Mutmassungen, Theorien. |
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  | Antwort von RogerT am 30.08.2006 - 20:43 @Vercingétorix
ok, akzeptiert, das geht
@niemand bestimmtest
100% Zustimmung
>>Keiner hat hier bislang einen Beleg liefern können, dass eine TTU das Risiko eines Unfalls auch nur minimal verringert.<<
Ich habe es weiter oben schon geschriebe... ich bin sicher, das es durch diese TTU Unfälle gab, weil die Leute sich in Sicherheit gewiegt haben "ich war beim Arzt, ich bin tauchtauglich" - ohne auf ihren aktuellen Gesundheitsstatus zu achten bzw. zwischenzeitlich aufgetretene Störungen nicht beachtet haben. Blind einem Schein geglaubt, der von einem überforderten Hausarzt vor einem halben Jahr ausgestellt wurde, sind die jämmerlich abgesoffen...oder so ähnlich.
Die (berechtigte) Frage dabei ist nur, hätten diese Leute, wenn es keine TTU gäbe, auf ihren Körper gehört und den Tauchgang nicht angetreten?
Da geht die Frage direkt an unseren Tauchdoc hier (@drrobertprestele), nur er ist hier der Fachmann: gibt es stichhaltige überzeugende Argumente für eine regelmäßige TTU? |
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  | Antwort von drrobertprestele am 31.08.2006 - 06:58 Guten Morgen
ich möchte nochmals versuchen Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen.
Zunächst ein paar direkte Antworten:
ManuS: Warum lassen Sie sich von dem untersuchenden Arzt des Dienstherrn nicht einen Stempel in Ihren Tauchpass drücken, wenn der Sie so gut untersucht? Oder traut sich der (vielleicht mit Recht?) die Beurteilung nicht zu?
RogerT: Vor 2 Jahren erschien in der renommiertesten medizinischen Fach-Zeitung, dem New England Journal of Medicine eine Untersuchung darüber, ob der Nutzen des Fallschirms beim Sprung aus großer Höhe das Überleben rettet. Fazit war, dass es keinerlei wissenschaftlichen Daten dazu gibt. Würden Sie deshalb sagen, der Fallschirm ist nutzlos? Sämtliche medizinische Fachgesellschaften Europas sind sich über den Nutzen der TTU einig. Seit Einführung (wohlgemerkt es ist nur eine Empfehlung + kein Gesetz, welche von Verbänden aber umgesetzt wird) ist die Zahl der Tauchunfälle im Verhältnis zu der Tauchgangszahl dramatisch zurückgegangen, obwohl tiefer, länger und riskanter getaucht wird. Ein wissenschaftlicher Nachweis wird sich nie erbringen lassen, da sich der Nutzen der TTU von anderen Verbesserungen wie Technik, Nitrox, Ausbildung nicht trennen lässt.
Einzelberichte über qualtativ schlechte Untersuchungen oder einzelne Abzocke belegen ja nur, dass der Grad der Informiertheit nicht bei allen gleich ist und haben mit dem Anspruch der TTUnichts zu tun. "Schlechte Autowerkstätten gibt es auch".
Es kam der Einwand, dass gesundheitliche Probleme wie Belastungsbluthochdruck bei der normalen TTU nicht aufgedeckt würden. Das ist korrekt und ein erheblicher Kritikpunkt vieler Tauchärzte an den Vorgaben, weswegen diese die Ergometrie dringend empfehlen.
Zur Tauchphyseologie: Es geht nicht um den Immmersionsdruck (Druckunterschied zwischen Kopf und Fuss), es geht um weit komplexere Themen.(Z.B. Einfluss der Luftströmungsänderung von laminarer auf turbulente Strömung und Wechselwirkung mit den kleinen Atemwegen). Aber eine komplette tauchmedizinische Vorlesung würde hier wohl den Rahmen sprengen. Dem Tauchmediziner obliegt es mit seinem Hintergrundwissen den Finger in mögliche Schwachstellen zulegen. Gezielte Fragen können dem Erfahrenen konkrete Hinweise auf Probleme bringen (Beispiel Kälteasthma). Dies macht eben den Unterschied zwischen Hausarzt und Tauchmediziner aus.
Die tauchmedizinische Untersuchung sollte auch als Beratung verstanden werden; bin ich fit für die Tauchgänge, die ich ausübe? Und die Anfoderungen können hier ja sehr unterschiedlich sein. Kommen Sie weg vom Gefühl der Verpflichtung. Sehen Sie die TTU als Chance für eien kompetente Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit in Bezug auf ein herrliches Hobby.
schönen Tag
Dr. Robert Prestele |
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  | Antwort von Vercingétorix am 31.08.2006 - 08:24 Ergänzung:
Wenn der Mediziner tatsächlich von der BG ermächtigt ist, G 31 Untersuchungen durchführen düfte es doch ein leichtes sein, einen Stempel in das Logbuch zu machen. Wo ist das Problem?
@nimand bestimmtes
Wenn du dich nicht im Vorfeld informierts, welche Bedingungen die Basis hat bist du doch selber schuld. Eine Email im Vorfeld mit dem Inhalt, welche Gültigkeitsdauer muß die TTU haben ist doch ein Klacks. Das der Basendoc nicht immer kompetent ist, ok. Das kann sein. Und das man in solch einem Fall mal schwindelt. Auch selber schuld. Rudimentäre Kenntnis auf dem Gebiet der Tauchmedizin sollte man sich selber aneignen. Auch das ist nicht wirklich ein Problem. Dem Ehm kennst du ja.
Das nicht jeder Arzt sachkundig ist, davon mußt du schlicht ausgehen. Du gehst ja auch nicht mit Zahnschmerzen zum Veterinär oder?
Mag sein, das ich Glück habe. Mein Hausarzt ist Untersuchungsstelle der BG und der Gtüm.
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  | Antwort von ManuS am 31.08.2006 - 08:25 Verehrter Mediziner, der verantwortliche Behördenarzt, darf auf Grund innerdienstlicher Anweisungen keine privaten Tauchpässe abstempeln. In meinem Fall ist er auch Taucharzt!
Die üblichen Tauchbasen und Verbände können mit der dienstlichen Bescheinigung nicht viel anfangen. Das war aber nicht meine Diktion. Auf meinen Beitrag bezüglich „ Mein Kind wurde von Geburt an sämtlichen Regeluntersuchungen unterzogen. Mir ist bekannt das Herz-Kreislauf, Lunge, Motorik, und der HNO-Bereich o.B. ist. Was will ich den mehr.“
Bist du mit keinem Wort eingegangen.
Nach wie vor stelle ich in Frage, ob der medizinisch gut betreute Mensch, der sich seines Gesundheitszustandes bewusst ist, einer Absegnung durch die Äskulapfraktion bedarf?
Oder ob der selbstbestimmte Mensch nicht frei entscheiden kann was er für notwendig erachtet oder nicht. Wir müssen uns doch gegenseitig nicht bekehren, dass eine Standart TTU nur an der Oberfläche kratzt. Die von Dir aufgeführten Befunde sind bei einer Standart TTU unmöglich zu diagnostizieren.
Der Beitrag über die Abzocke ist leider Realität geworden! Es ist schon unglaublich was dein Berufsstand für Nischen sucht um Gewinne zu erzielen.
Wie lässt sich es den mit dem so gerühmten hypokritischen Eid vereinbaren, das gesunde Zahnsubstanz aufgebohrt wird um ein Brilli einzusetzen, über Schönheitsoperationen bis hin zum Einsetzen von Pircing ganz zu schweigen?
Da sind die Tierärzte besser kontrolliert. Wer aus Schönheitsgründen einem Hund Schwanz oder Ohren abschneidet hat es mit dem Tierschutzgesetz und dem Staatsanwalt zu tun.
So Herrn Dr. das war mal mein sachliches Schlusswort zum Thema, ich habe gestern meine Verbandszeitung erhalten – die hat mich mehr in Rage versetzt. Da ist es meinen Präsi wichtiger negative Schlagzeilen zu vermeiden damit man sauber in der Presse steht, als Tauchunfälle zu verhindern und leben zu retten. So habe ich zumindest die Wertigkeit seines Beitrages empfunden.
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  | Antwort von drrobertprestele am 31.08.2006 - 11:09 ManuS - ich denke auf der Ebene von Verleumdung + Beleidigung werden wir hier nicht weitermachen.
(Abzocke - Äskulapfraktion)
Offensichtlich bestehen hier auch Probleme Aussagen zu verstehen, solange emotionale Abwehr dies nicht zulässt.
Lass gut sein
Dr Robert Prestele |
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  | Antwort von masay am 31.08.2006 - 11:15 Meine abschließende Meinung zu diesem Thread!
Bei Aufnahme des Tauchsports unbedingt eine TTU verpflichtend vorschalten. Keine Wiederholungen auf Grund von Regeln der Verbände, Basen und Seebenutzungsordnungen der Vereine.
Dem Arzt möchte ich noch sagen: Standpunkt gut gehalten – ABER – wo sind denn die Beweise zu finden das es durch TTU eine Rückgang der Unfälle gab.
Wie kommt er denn auf die Idee, dass das heutige Tauchen risikoreicher wie früher sein soll. Die Tauchen ist doch gar nicht mehr risikoreich! 2 getrennte erste Stufen, Lufttieftauchen ist verpönt, Nitrox und Trimix hat einen riesigen Sprung in Richtung Sicherheit möglich gemacht und die CMAS hat doch die Aufstiegsübungen ohne Atemregler aus der Ausbildung verbannt (Schade eigentlich)!
@ Manus – Zustimmung, die letzten beiden Verbandszeitungen haben mir auch den Hals schwellen lassen. Erst die Oberlehrerausgabe mit dem Bann über die Kolbengesteuerten Regler und jetzt der seltsame Beitrag des Herrn Präsidenten! Ich hatte auch den Eindruck dass es dem Herrn wichtiger war keine negative Presse zu bekommen, anstelle sich um die Vermeidung zu von TUs zu kümmern Auf der einen Seite drängen Sie immer mehr vom Sporttauchen ins Tek- diving, auf der anderen Seite gibt es dann so ein merkwürdigen Mischmasch Triox, oder für das Nitrox ** Presslufttabellen bis 60m obwohl das Bottomgas bei Gaswechsel nur max 1,3 Bar Sauerstoffpartialdruck eingesetzt werden soll! Und Trimix * bis 60m. Seltsam !
Ohne Worte lieber Franz
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  | Antwort von RogerT am 31.08.2006 - 11:33 @drrobertprestele
Ich habe nicht nach wissenschaftlichen Beweisen gefragt, sondern nach überzeugenden Argumenten für oder wider einer TTU; den Vergleich mit dem Fallschirm betrachte ich daher als versuchte Ironie. Ernst gemeint kann er nicht gewesen sein, da er nicht passt.
Es gibt Dinge, die brauchen keinen wissenschaftlichen Beweis, weil sie augenscheinlich sind. Ein Sprung aus z.B. 2000m Höhe ohne Fallschirm ist immer tödlich, aber ich kann tausende Tauchgänge ohne TTU machen und habe keine Probleme - auch das ist belegt.
Ein Argument währe doch, das z.B. bei einer TTU irgendwelche Ausschlußkriterien oder Einschränkungen für das Tauchen erkannt werden, was durch die häufig mangelhafte Untersuchung aber nicht der Fall ist. Dazu müsste aber die TTU stark verbessert und verbreitet werden - auch die Aus- und Weiterbildung der Ärzte gehört dazu.
Fakt ist doch auch, das hier auch ein Milliardengeschäft dahinter steht, Tauchen ist ein Massensport mit entsprechenden Umsätzen geworden. Wenn es um viel Geld geht, nimmt man doch ein paar "Kollateralschäden" billigend in Kauf - sonst gäbe es z.B. keine Autos mehr...
So kann man immer wieder beobachten, das gerade in Urlaubsländern Tauchneulinge nur einen Zettel unterschreiben, mit dem sie erklären, keine Krankheiten zu haben, die dem Tauchen entgegen stehen (woher will ein Laie das wissen?); im Endeffekt dient es nur der rechtlichen Absicherung der Tauchbasis - auf Deutsch: denen ist die Gesundheit der Tauchnovizen scheißegal, Hauptsache er zahlt.
Eine wirklich wirkunsvolle TTU kann nur länderübergreifend geregelt sein und muss alles an Untersuchungen beinhalten, was nur irgendwie möglich und machbar ist. Und wie soll ich einem Taucher mit vielen Tauchgängen und vielen nützlichen und nutzlosen Spezialbrevets beibringen, das er aus gesundheitlichen Gründen jetzt nur noch max. 20m tief tauchen darf - das ist schlichtweg Wunschdenken.
So betrachtet ist diese ganze Diskussion hier an Sich völlig sinnlos, d.h. völlig nicht, sie appelliert an die Eigenverantwortung der hier Mitlesenden sich regelmäßig untersuchen zu lassen und bei dem Arzt Untersuchungen einzufordern, die der sonst nicht gemacht hätte - wenn dadurch nur ein Tauchunfall verhindert wird, hat das schon was gebracht. Die Hoffnung stirbt zuletzt... |
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  | Antwort von Vercingétorix am 31.08.2006 - 11:49 Natürlich dient der Zettel auf der Basis der rechtlichen Absicherung der Basis (besser der Betriebshaftpflicht), aber nur soweit man den Kunden auch vollständig und richtig aufgeklärt hat. Sonst ist er wirkungslos.
Der Mediziner ebringt eine Dienstleistung, ob gut oder schlecht lassen wir mal. Er hat Anspruch auf eine Vergütung und die richtet sich nach der GOÄ und nicht danach ob er gut oder schlecht war. Schwarze Schafe gibt es überall.
Aber eine Antwort darauf, was gegen eine fachkundige ärztliche Untersuchung spricht habe ich bis jetzt nicht gelesen. Ok, natürlich ich fahre seit Jahren ohne Gurt, deshalb ist der Gurt nicht sinnvoll. Das kann doch kein Argument sein. |
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  | Antwort von ManuS am 31.08.2006 - 11:57 Sehr geehrter Herr Dr. Zur Klarstellung – und da lege ich größten wert darauf. Mitnichten habe ich gegen Sie Beleidigungen Ausgestoßen. Der umgangssprachlich flabsige Begriff „ Äskulapfraktion“ enthält keine beleidigen Inhalte. Laut Duden (den werden Sie griffbereit haben) bedeutet Fraktion ein Zusammenschluss einer Interessensgemeinschaft!
Die Darstellung einer gewissen Art von Abzocke die Sie so schnell als Verleumdung durch mich anprangern stammt nicht von mir sondern von dem Poster Budsche der offensichtlich zurecht Beschwerde über eine TTU führt die zu einer Liquidation in Höhe von 750 Euro führte. Nachzulesen weiter oben!Ich habe lediglich auf die von Budsche geschilderte Abzocke hingewiesen.
Ich darf Sie doch herzlich bitten mit Worten die dejure Straftatbestände beschreiben etwas sensibeler umzugehen. Es könnte ja sonst der Eindruck entstehen, das Sie mich öffentlich der Begehung von Straftaten beschuldigen – das wollen wir doch nicht wirklich?
Anderseits erwecken Sie möglicher Weise den Eindruck mit mundtot machen zu wollen.
Liebe Grüße und ich halte Sie persönlich für einen hervorragenden Mediziner der nur seinen Job machen will.
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  | Antwort von niemand bestimmtes am 31.08.2006 - 12:08 @drrobertprestele: Erstmal Danke für den impliziten Vorwurf an alle andersdenkenden, unsachlich zu argumentieren!
Wenig sachlich ist aber erstmal der "Fallschirmspringer"-Vergleich: Sicherlich wird die Zahl jener, die freiwillig ohne Fallschirm aus großer Höhe springen, zu gering sein, um darüber eine wissenschaftliche Studie anfertigen zu können. Es wäre aber sehr einfach, einen Nachweis dafür zu erbringen, dass TTUs effizient sind: Man müsste nur den Anteil der beim Tauchen Verunfallten mit gültiger TTU-Bescheinigung mit deren Anteil an den nicht-Verunfallten Tauchern ins Verhältnis setzen. Andere Effekte wie technische Verbesserungungen oder veränderte Tauchprofile liessen sich dadurch ausschliessen.
Das sich "sämtliche medizinische Fachgesellschaften Europas" über den Nutzen von TTUs einig sind, ist aber genauso wenig aussagekräftig wie die Tatsache, dass sämtliche Verbände der Versicherungswirtschaft vor Unterversicherung warnen und ihre Vertreter die Menschen auffordern, mehr Versicherungen abzuschliessen.
In letzter Zeit werden ja - nicht nur für`s Tauchen - immer mehr Vorsorgeuntersuchungen angeboten, deren Nutzen zweifelhaft ist - ob PSA-Test, Knochendichtemessungen, Ganzkörper-MRTs usw. - aber immerhin steht es bei diesen jedem frei, sich ihnen zu unterziehen. Gegen TTUs - gleich welchen Umfangs - als Wahlleistung für Interessierte hat hier eigentlich keiner argumentiert.
"Kommen Sie weg vom Gefühl der Verpflichtung." - klar, wollen wir ja alle gern - indem die Sachlage verändert wird, die Nötigung zur Bescheinigung ein Ende hat und es damit keinen Anlass mehr für das Gefühl der Verpflichtung gibt. |
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