outdoor channel

Du bist hier: Foren Ausbildung Ängstlicher Anfänger





  

Momentan in den Foren unterwegs:
amos47, commander216, delfino, duese, tec-diving.org, wallin und 46 Gäste

Weitere Foren :
Tauchgebiete - Tauchausrüstung - Biologie - Tauchmedizin - TEK-Diving - Rebreather - Foto / Video - Wracktauchen - Recht - Diverses - Tauchunfälle - int. Tauchunfälle

Moderatoren: Hans_S , gunther
 Forum Ausbildung 
Antworten auf eure Fragen...

Antworten - Mailbenachrichtigung - zur Übersicht - Hilfe - Foren-Regeln

Hier liest noch ein Benutzer mit!


Ängstlicher Anfänger
Abgesandt von neverdivealone Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 21:21:

Hallo

bin frischgebackene OWD und habe folgendes Problem:

Beim Tauchen habe ich öfter mal Angstanfälle - also es ist keine Panik (ich schiesse nicht nach oben durch oder so). Sobald ein kleines Problem auftritt wie z.B. ein Krampf zeige ich meinem Tauchpartner das Problem an und versuche das Problem zu lösen - aber dann kommts - wegen der Aufregung fange ich an heftiger zu atmen und schon ist meine Tarierung hin. Das trägt natürlich auch nicht gerade zu meiner Beruhigung bei. Bisher war ich nur mit TL unterwegs, der mich dann beruhigt hat. Jetzt werde ich aber so auf die deutschen Seen losgelassen und hätte gerne ein paar Tips, wie ich es schaffe unter Wasser ruhiger zu werden. Bisher habe ich mir folgendes überlegt:

1. Ich melde mich bei einem Tauchverein an, um die Möglichkeit zum regelmässigen Üben zu haben und

2. Ich verdonnere meinen Mann (der schon länger taucht)dazu, erstmal mit mir nur im Bereich bis 6m rumzudümpeln weil ich weiss, daß ich dann im Notfall immer noch nach oben komme.

Jetzt seid ihr dran: Bitte gebt mir Tips, wie ich beim Tauchen ruhiger / weniger ängstlich werde (ich will doch nur Fische gucken).

Viele Grüße
Susanne



Antwort von Quietscheentchen Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 21:37
Bin zwar selber noch Anfängerin, aber ich würde jetzt einfach mal tippen, daß Du Zeit brauchst um Dich an das Element Wasser zu gewöhnen, was für Anfänger doch auch ganz und gar nicht ungewöhnlich ist.
Für mich klingen Deine Ideen nicht schlecht. Laß Dir die Zeit, die Du brauchst und setz Dich auf keinen Fall unter Druck. Die Sicherheit kommt dann mit der Zeit und Erfahrung bestimmt von selbst.

Ich hätte auch noch einen Buchtipp für Dich:
Hier klicken
Kostet nur 9,95 Euro und ist sehr interessant...
Antwort von Dirk F. Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 21:55

Mach beides. Im Schwimmbad kannst du in aller Ruhe viele Übungen machen und solange trainieren, bis sie sitzen (tauchen ohne Maske, Gerät ab- und anlegen, Schläuche und andere Ausrüstung suchen, ...)
Und dann probiere das alles zusammen im kalten Wasser bei weniger Sicht, aber der Gewissheit eines sicheren Aufstieges aus, bis du dich psychisch so gefestigt siehst, dass du dir deiner Kenntnisse und Fähigkeiten bewusst bist. Kurz: Übung macht den Meister
Antwort von Heiko Redaktionsmitglied am 15.05.2006 - 22:14
Hallo,

deine Ideen klingen sehr gut.
Übung macht den Meister - auch und gerade beim Tauchen. Im Schwimmbad kann man durch regelmäßiges Training viele "Reflexe" die der Mensch hat sehr gut erfahren und damit beherrschbarer machen.

Im Freiwasser ist die Idee sich langsam ranzutasten optimal. Wichtig hierbei noch: Man muss auch den Mut haben zu sagen, dass es einem jetzt nicht mehr gefällt und man lieber auftauchen möchte.
Ich musste mir mal von einem Buddy anhören wie saukalt ihm nach dem (exact so getaucht wie gebrieft) Tauchgang war. Daraufhin habe ich ihm klar gemacht, dass es dafür ein zeichen gibt - wusste er - und dass man in solchen Fällen davon gebrauch machen sollte - wusste er auch. Auf meine Frage warum er mir das nicht angezeigt hatte kam "Ich wollte euch den Tauchgang nicht verderben".

In meinen Augen: Ich breche einen TG sofort ab - egal was er mich an Zeit und Geld gekostet hat - wenn irgendwer aus meiner Gruppe sich unwohl fühlt. Den Mut dazu haben aber wenige, leider.
Wenn du jemanden hast, der sich mit dir ins Wasser stürzt und dem du vorher deine Probleme erklärt hast um so besser.
Viele tauchgänge helfen da einfach viel.

justmy2cents
Heiko
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 22:31
Noch eine Ergänzung: Bitte deinen Mann doch darum, eine Weile mit dir händchenhaltend zu tauchen. Damit hast du unterschwellig eine Sicherheitsempfindung und kannst dich dann erstmal an das dir noch nicht so vertraute lebensfeindliche Element gewöhnen.

Und sucht euch einen See mit einigermaßen Sicht aus, für Schwarzwasser fehlen dir noch einige TG.
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 22:32
Beide Möglichkeiten sind gut. Und tauch nicht nur mit deinem Mann sondern such dir auch ab und zu einen anderen Buddy. Sonst gewinnst du deine Sicherheit aus dem bekannten Tauchpartner und bist auf ihn fixiert. Viel Erfolg und viel Spass

Antwort von Abu Kafan am 15.05.2006 - 22:56
Antwort von Abu Kafan.
Versuchs doch zuerst einmal im Roten Meer, viel Licht, gute Sicht und warmes Wasser. Wenn das nicht hilft such Dir vielleicht ein anderes Hobby. Übrigens, Frauen die nur aus Liebe zu Freud oder Ehemann den Tauchsport ausüben und nicht aus eigenen Antrieb, gehen dabei auch ein größeres Risiko ein.
Antwort von bubu Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 23:43
ich würde auch die "guteSichtvielLichtundsomitstreßfrei" Methode empfehlen. Abu Kafan muß ich leider bedingt zustimmen. Tauche ist und bleibt eine Risikosportart und jeder der sich im Wasser nicht wohl fühlt, sollte seine Hobbywahl doch einfach überdenken. Meine Frau taucht auch nicht und wird es nie. Sie hat Panik und fertig. Auch wenn ich noch die großsporigen Sprüche der TL im Ohr habe ......von den vielen Tausend Schülern waren nur 3 in meiner Laufbahn dabei die es wirklich nicht lernen konnten.... laß es bleiben bevor etwas passiert. Was net geht geht net. Es gibt andere Lösungen. Ich geh einmal im Jahr auf nen Trip mit den Jungs tauchen und dafür hat sie beim gemeinsamen Urlaub ziemlich Ruhe vor dem Neopren. (es sei denn Bali oder Male steht auf dem Hauptprogramm )
Immer gut Luft Ingo
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 00:06
@ bubu

Nun mal langsam! Ich hatte schon einige Schülerinnen, die bei den ersten 10 TG, vorsichtig ausgedrückt, sehr skeptisch agierten. Vor allem bei Frauen mit Kindern ist das nicht ungewöhnlich, denn wenn was passiert (sagt ihr Kopfteil, in dem der Brutinstinkt verankert ist), steht der Nachwuchs ohne Mama da.

Das Verhalten vieler junger männlicher Anfänger ("Was kostet die Welt?") zeigen Frauen ganz selten.

Einige TG später war mit einem Mal der Knoten geplatzt. Und das waren keine Frauen, die dem Mann zuliebe tauchen lernten.

Also Susanne: Nimm die guten Vorschläge an.
Antwort von andi_diver Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 06:40
Als TL mit langjaehriger Erfahrung kann ich dir nur sagen... hoer drauf, was D32 geschrieben hat! Das hat Hand und Fuss und macht Sinn. Viel Spass beim Tauchen!
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 07:22
Im Übrigen ist das kein frauenspezifisches Problem, auch wenn die Männer hier so tun. Männer geben es nur nicht so leicht zu.

Viele flache Tauchgänge im Tümpel lassen dich Sicherheit gewinnen und dann wirds schon.


Antwort von neverdivealone Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 07:48
Vielen Dank für eure Antworten, damit habt ihr mir schon mal Mut gemacht

@Heiko "Ich wollte euch den Tauchgang nicht verderben" könnte auch für mich ein Problem sein -obwohl ich natürlich weiß, daß es richtig ist, einen TG abzubrechen wenn ich mich unwohl fühle.

@d-32 Händchenhaltend tauchen finde ich gut (hat mein TL auch manchmal mit mir gemacht, wenn ich unsicher wurde). Was den Brutinstinkt angeht, hast du wahrscheinlich recht - habe 2 Töchter und bin seitdem viel vorsichtiger/ängstlicher.

@Abu Kafan An´s Rote Meer, Ägypten etc. habe ich auch schon gedacht, möchte aber erstmal hier die Grundkenntnisse/-fähigkeiten erwerben die nötig sind um da nicht die Korallen zu "rasieren". Ich tauche übrigens nicht meinem Mann zuliebe - der taucht meistens mit einem Freund und kommt beim Tauchen prima ohne mich zurecht.

Ach ja, kennt jemand hier den Tauchverein TCR in Castrop-Rauxel (kenne die Homepage aber würde mich über Erfahrungsberichte freuen).

Gruß
Susanne
Antwort von monsta (nE) am 16.05.2006 - 08:00
@Susanne: Keine Sorgen, ich habe gerade am Wochenende einen Tec-Tauchgang nach 3 Minuten abgebrochen, weil ich mich nicht wohl gefühlt habe. Ist eine der wichtigsten Regeln: Jeder kann zu jedem Zeitpunkt aus jedem Grund den Tauchgang abbrechen! Ich bin 300km gefahren und hatte eine Menge fürs Gas bezahlt und so nur feuchte Ausrüstung. Das Passiert! Beim Golfen triffst Du auch nicht jeden Tag den Ball mit der gleichen Präzision!

Nimms easy! Und hab vor allem viel Spass beim Tauchen!

MONSTI
Antwort von bubu Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 08:24
@D-32 hey hey so war das nicht gemeint. Es ist ja ein himmelweiter Unterschied ob Tauchschüler generell eine Panik vonr Wasser haben oder sich noch einfach unsicher fühlen. Ich wollte nur sagen, daß nicht jeder für den Tauchsport geeignet ist. ....OT ein Mensch mit Höhenangst wird beim Gebirgsklettern oder Fallschirmspringen auch Probleme haben bzw wird es gar nicht anfangen....
Das meinte ich. Und eine Geschlechterduskussion will ich hier schon gar nicht vom Zaune brechen.

und warum nicht Ägypten? In Safaga bei den DDC gibt es ein "Hausriff" mit großen Sandflächen und Seegraswiesen. Super Sichtweiten bei uns damals und einiges Gesehen.

so und jetzt haben wir uns wieder alle lieb....
Antwort von creme21 Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 08:26
Hallo neverdivealone,
das Problem habe wahrscheinlich sehr viele Taucher, sie geben es aber meistens nicht zu. Sie wollen den anderen den Tauchgang nicht verderben. Ich hatte das, als ich angefangen habe zu tauchen, vor knapp 10 Jahren auch. Mein damaliger Tauchlehrer kniete sich dann mit mir auf den Boden (auf ca. 3m Tiefe)und dann atmeten wir tief ein und aus. Nach zwei bis drei Minuten war ich dann so ruhig, das wir lostauchen konnten. Wenn es brenzlig wurde nahm ich die Hand meines Tauchlehrers und es wurde immer besser. Heute habe ich keine Probleme mehr.
Ich hatte mal ein Problen mit einem Buddy, der im Meer aus heiterem Himmel plötzlich Hyperventilierte und Panik bekam. Er schoss nach oben, ich konnte Ihn gar nicht mehr halten. Er sagte mir hinterher, das er das noch nie hatte. Es lag an der Sicht und Temperatur, stellte sich dann heraus. Wir hatten an der Oberfläche ca. 28° nach der Sprungschicht ca. 23°. Die Sicht war gut, doch wir hatten keine Referenz zum Riff o. ä.. Er trug einen Shorty. Ihm wurde kalt und er konnte sich an nichts orientieren...
Nun weiß er Bescheid, das er mit Temperaturunterschiede nicht klarkommt und zieht sich auch in Asien dementsprechend an.
Antwort von **-diver Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 08:36
Das Wichtigste ist doch offensichtlich schon gesagt/geschrieben und du hast dir ja auch schon Gedanken gemacht.
Verein ist sicherlich schonmal eine Überlegung wert.
Wenn du deinen Mann dazu "verdonnern" musst - dann macht ihr was falsch
Das Buch von M.Rahimi würde/wollte ich dir auch empfehlen.
Und die Ruhe kommt schon nach und nach - wichtig aus meiner Sicht: "Du entscheidest, was gut und richtig für dich ist - niemand sonst"

Lass´ dich nicht entmutigen - du setzt dich doch mit den Problemen auseinander, dann kannst du sie auch angehen und lösen.

Ich wünsch´ dir viel Spaß bei deinem neuen Hobby.
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 08:52
@Heiko (15.05., 22:14 Uhr)
Du schriebst: "Ich breche einen TG sofort ab - ... - wenn irgendwer aus meiner Gruppe sich unwohl fühlt."
Ich finde, es ist nicht die beste Lösung bei einem "Unwohlsein" oder einem anderen Problem den TG sofort abzubrechen. Gerade für einen Anfänger ist es sehr frustrierend, wenn der TG aufgrund von Problemen enden muss. Das führt zu einer zunehmenden Verunsicherung und als Folge davon zu weiteren Problemen. Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, gerade auch einem Anfänger beizubringen, sich mit Problemen unter Wasser auseinander zu setzen. Ein gelöstest Problem führt zu wachsendem Selbstvertrauen und Stressfestigkeit. Natürlich muss man als der Erfahrenere hier Augenmaß walten lassen und darf den Anfänger nicht in Gefahr bringen.
Ein weiterer Aspekt ist das Tauchen in Gruppen. Anfänger wollen das häufig. Sie fühlen sich in der Gruppe sicherer. Aber gerade das Tauchen in Gruppen birgt Probleme. Man will der Gruppe den TG nicht verderben oder man taucht in der Gruppe tiefer als man eigentlich möchte, etc, pp.
Meines Erachtens sollte ein Anfänger - natürlich im Rahmen seiner Grenzen - im zweier Buddyteam eigenverantwortlich tauchen. Meine eigenen Erfahrungen damit sind absolut positiv. Ich bin nach meinen vier OWD Tauchgängen meist mit meiner ebenso unerfahrenen Frau alleine getaucht. Allerdings in dem Gewässer, das ich von der Ausbildung kannte. Wir haben allein bestimmt wie tief (der See war allerdings nur 11m tief), wie weit, wie lange. Wir fanden das beide angenehmer, als in einer Gruppe durch den See zu pflügen. Und man lernt von Anfang an selbst zu navigieren.
Gruß
Bert

Antwort von Heiko Redaktionsmitglied am 16.05.2006 - 09:31
Hallo Bert,

vielleicht habe ich das ein wenig falsch vormuliert.
Wenn einer aus der Gruppe signalisiert er will abbrechen ist das nicht diskutabel - dann wird abgebrochen. Es müssen ja nicht immer erkennbare Gründe vorliegen.
Wenn jemand aus der Gruppe ein erkennbares Problem hat und kann dies auch so den Mittauchern vermitteln wird natürlich zuerst das Problem beseitigt - klappt das nicht zufriedenstellend wird auch hier abgebrochen.
Ich hoffe nun ist es klar geworden.

Zum Thema Eigenverantwortlichkeit stimme ihc mit dir überein. Je kleiner die Gruppe desto besser - am Anfang. Ich habe es ähnlihch gehalten wie du und bin nach meiner Ausbildung mit Freunden aus dem Kurs auf eigene Faust losgezogen. Das herantasten an schwiereigere Gewässer habe ich dann mit Erfahrenen Tauchern gemacht.

Ich kann nur aus dieser rel. knappen Erfahrung sagen, dass es mir bisher niemand meiner Mittaucher übel genommen hat, wenn ein Tauchgang abgebrochen wurde.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 09:49
Es macht übrigens auch viel Sinn, innerhalb einer größeren Gruppe interne Buddyteams zu haben. Wenn einer abbrechen will/muss, dann geht er nur mit seinem Buddy hoch oder zurück. Warum müssen 10 Leute abbrechen, austauchen sollte jeder gelernt haben.
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 11:06
Ich bin auch der Meinung, dass am Anfang Zweierteams das optimale sind und bei schwierigeren Tauchgängen sowieso.

Antwort von Quietscheentchen Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 11:37
Susanne,
außerdem ist der Flachbereich gar nicht so übel

Am Samstag waren wir an einem sehr schönen See und sind dort mit meheren Buddy-Teams getaucht.
Beim Dekobierchen anschließend meinte einer der Taucher (auch noch ein Anfänger), daß der See nicht schön wäre, er hätte bei beiden TGs zusammen gerademal drei Fische gesehen. Da haben wir anderen ihn alle ziemlich blöde angekuckt und gefragt, ob er sicher ist, daß er im gleichen See war, wie wir. Im Flachbereich hatte es nämlich Fische ohne Ende. Des Rätsels Lösung war dann, daß er sich mit seinem Buddy gefrustet im 10m-Bereich einen abgefroren und nach Fischen gesucht hat, während es im wärmeren Flachwasser davon nur so wimmelte...

Viel Spaß
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 13:43
Mir ist sowieso schleierhaft, warum viele Taucher es offensichtlich erstrebenswert finden, in größeren Gruppen zu tauchen. Die Gruppe ist für mich allenfalls ein organisatorische Rahmen für das "Oberflächenmanagement". Unterwasser ist die optimale Organisationsform das Zweierteam.
Gruß
Bert
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 17.05.2006 - 16:11
Probleme (auch bei Anfängern) lassen sich durch gute Ausrüstung beherrschbarer machen. Wenn man also zu erhöhtem Atemvolumen neigt, dann braucht man zumindest einen Regler, der das toleriert. Besser 2 solche Regler und 2 getrennte Flaschen.

Wenn man jeden Tauchgang bei jedem Problem abbricht, dann kommt man nicht weiter. Trainingseffekt Null. Außerdem verliert man so auf Dauer jeden Baddie; ausgenommen vielleicht den eigenen Partner. Abbruch nur bei bedenklichen Problemen, nicht bei kleineren Problemchen. Mit der Zeit werden dann die Probleme seltener. Natürlich langsam herantasten.

Wenn man sich nur auf seinen Dauerpartner fixiert, dann viel Spaß, wenn man mal ohne den tauchen will (oder muß). Händchenhaltend im Urlaub schon beim 10. Tauchgang auf 30m, und später im Inland Panik und Tauchunfall, weil man bei schlechter Sicht auf 15m Tiefe den direkt oder mental immer händchenhaltenden Partner verliert.

Wichtig ist es auch, Szenarien wenigstens gedanklich durchzuspielen (besser teilweise zu proben), was im schlimmsten Falle denn gemacht werden muß. Erstens fühlt man sich dann sicherer (weil man ja für fst jedes Problem eine Notvariante kennt), zweitens reagiert man im Notfall dann auch richtiger. Was machst Du, wenn Dein Automat abbläst? Was machst Du, wenn Dein Jacket versagt? Was machst Du, wenn Dein Tauchcomputer ausfällt? Was machst Du, wenn Du (z.B. durch Trockidefekt oder im Falle eines Notaufstieges) rasch nach oben steigst; während des hochjagens und auch danach? Vieles davon lernt man nicht im OWD-Kurs. Wenn Du all das geklärt hast, auch richtige Ausrüstung hast (Krampf.. Flossenwahl?), gibt es keinen Grund zur Angst.

Zu Deinem Namen, "neverdivealone": Tauch lieber alleine. Nicht wirklich alleine (jedenfalls nicht als unsicherer Anfänger), aber selbstverantwortlich. Klammere Dich nicht an Deinen Baddie, der den Tauchsee bestimmt, Dir mit der Ausrüstung hilft, für Dich mit dem Kompaß navigiert, Dir im Notfall immer hilft, und der womöglich auch (navigierend) schneller vor Dir her tauchen kann als Du (Krampf).
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 17.05.2006 - 19:54
@flasche

sehr richtig! Nicht gleich aufgeben ist richtg, aber auch zu wissen, dass man jederzeit, wenns nicht mehr geht, abbrechen kann. Noch besser: Man bespricht den TG vorher und wenn max. "15m" verabredet sind, bleibt es auch dabei. Und wenn es heißt "30m, dunkel und kalt" und unterwegs merke ich, das ist nicht mein Tag, dann bleibt man höher und genießt den TG trotzdem. Die innere Stimme ist ein wichtiger Begleiter... Einen Buddy, der dann `ne Schute zieht, sollte man in die Wüste schicken.
In diesem Sinne mal gegenüber dem Gruppenfuhrer den TG einfacher gehalten oder abgebrochen zu haben - und dabei selbstbewußt dazu stehen, kann auch Angst vor der Angst (ist gar nicht so selten) vermeiden helfen.

Grüße
Klaus

Ich möchte eine Email, wenn jemand was zu diesem Thema hinzufügt.

Symbol:

Kommentar/Antwort:


Unsere Icons - einfach anklicken zum Einfügen!
Name:

E-Mail Adresse (wird nicht direkt gezeigt):


Code-Zahl übertragen:    (nicht notwendig wenn Du eingeloggt bist)

Mit der Nutzung dieses Onlineangebots, insbesondere aber nicht nur durch das Einstellen von Postings, erklärst Du Dich mit den Forenregeln sowie unseren AGB einverstanden.

Antwort eingegeben? - Dann hier klicken :      

Ich möchte eine Email, wenn jemand was zu diesem Thema hinzufügt.

E-Mail Adresse:


Code-Zahl übertragen:    (nicht notwendig wenn Du eingeloggt bist)

Hier klicken :      

Infos

Du sucht einen Buddy? In Deutschland, Europa oder anderswo? Unsere Buddy-Datenbank hat bestimmt einen Tauchpartner parat. Übersichtlich nach Ländern und Postleitzahlen geordnet findest Du auch einen Mittaucher aus Deiner Gegend. Oder trag dich selber ein!


22.11.2008 13:01 Taucher Online : 155
Heute 5037, ges. 30107147 Besucher
Login:  Autologin: 
Passwort:  
Gast : Registrieren - zur Login-Seite


Deine Bookmarks:
Taucher-News - Kalender - Sichtweiten - Postkarten

Unsere Produkt-Datenbank!
Über 2000 Tauchartikel mit detaillierten Daten!
Vergleichen lohnt sich!


Zu unserer Kooperationsseite...


Der Dachverband der Tauchorganisationen.

Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.

RSTC Europe


Aktuelle Länderberichte:


 Thailand
(20.06.2007) Das Königreich Thailand liegt in Südostasien und grenzt im Nordwesten mit seiner längsten Landgrenze von 1.800km an Burma, im Nordosten mit 1.754km an Laos, im Südwesten mit 803km an Kambodscha,im (mehr)

 Österreich
(19.02.2007) Österreich befindet sich mitten in Europa und grenzt auf insgesamt 2.562 Kilometern im Nordosten an die Tschechische Republik, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien (mehr)

 Oman
(02.09.2006) Im Norden und Nordwesten des Landes liegt die erst Ende des 20.Jhd. festgelegte Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Nordosten liegt der Golf von Oman, das arabische Meer begrenzt das (mehr)

Aktuelle Tauchfotos:


 Cenote Calavera
(21.11.2008, 85 Fotos)

   

 Cenote Bat-Cave (DosOjos)
(21.11.2008, 59 Fotos)

   

 Cenote Bat-Cave (DosOjos)
(21.11.2008, 47 Fotos)

   

Aktuelle Basenberichte:

Seawolf - Divers, Hurghada
(22.11.2008) Moin liebe Seawolf-Diver, es fällt uns wirklich nicht schwer, hier eine sehr Bewertung zu hinterlassen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht mit Euch zu tauchen und die Ausbildung war ebenfalls sehr (mehr)

Dive&Sail, Hakuraa Huraa
(21.11.2008) Unsere Kid´s absolvierten bei Leo den Tauchkurs (Oktober 2008). Mensch! Das sind jetzt meine Kinder! Sie genossen eine sehr gute Ausbildung und das Diplom mussten sie sich natürlich verdienen. (mehr)

Tauchpartner La Palma
(21.11.2008) Hallo, wir sind vor 1 Woche von La Palma zurück gekommen und haben in Puerto Naos mit Tauchpartner La Palma wunderbare Tauchgänge erleben dürfen. Die Basisleitung ist äusserst zuvorkommend und (mehr)



20.-27.09.2008

Cave Diving
TL Qualifikation
Trainingscenter
Plankstadt

Weitere Infos:

Barakuda Head Office
0201 - 67 00 49
info@barakuda.de

Aktuelle Bootsberichte:

M/Y Independence II
(21.11.2008) Im Juni 08 durfte ich mit der Indy II zu den Brothers schippern .Die Independence II ist in punkto Platz Luxus und Zustand ein Traumschiff der Extraklasse. Die Crew ist hilfsbereit und freundlich und (mehr)

M/Y Amba
(21.11.2008) M/Y AMBA 15 Tage-Tour vom 26.10.-10.11. Nach mehreren Safaris auf den Malediven ist für mich die AMBA das beste Boot für Taucher mit Erfahrung. Warum? Großes Boot mit viel Auslauf; großzügige (mehr)

MY Teate
(20.11.2008) Hallo Zusammen, bin zwar seit vier Tagen wieder im tristen Deutschland, im Kopf und Herzen aber noch immer auf der TEATE. Es war mein zweiter Urlaub auf diesem Safariboot und wird bestimmt nicht (mehr)




© 1997-2008 Taucher.Net GmbH - powered by TNetHosting