Akku der pro 14 Abgesandt von Flaschengeist am 08.05.2006 - 15:53:
Hallo Tauchgemeinde
kann mir jemand sagen, wie lange die empholenen Ladezeiten von einem 14Ah Bleiakku, wie die in der Halcyon, EXtreme Exposure oder GDS sind.
Und welche Maßnahmen/Umgang nötig ist, damit das Akku möglichst lange hält?
Würde mich sehr freuen
Gruß
Flaschengeist
Antwort von peter aus graz am 08.05.2006 - 16:07 kommt drauf an wie leer dein akku ist!
bleigeel-akkus brauchen aber immer länger für die ladung als NiCd/NiNH! dafür sind sie recht einfach zu behandeln! einfach immer draufladen oder eben falls leer, wieder laden!
das ist ja das schöne an den blei-akkus, sind sind von der ladung her recht einfach-unkompliziert und sind auch sonst recht einfach in der handhabung-lagerung!
einzig auf eine kompl. entleerung der akkus würde ich aufpassen, das mögen die bleiakkus nicht so gern ;.-) ! ! !
Antwort von shorty am 08.05.2006 - 17:34 Hi Flaschengeist.
Bleigel Akkus sind nicht wirklich schnellladefähig. Eine Schnellladung heißt hier Volladen in 8-10h. Eine Normalladung dauert 14-16h.
Wenn Du’s etwas genauer wissen willst, kannst du’s hier nachlesen:
Zum Thema, was macht den Akku glücklich hier mal ein paar Tips:
Wird mit einer Zellenspannung unter 2,35V geladen, erhöht sich die Sulfatierung in den Zellen, was zu einer schleichenden Verringerung der Kapazität und damit Bei einer Zellenspannung von mehr als 2,4V nimmt der Akku zwar mehr Energie auf, aber seine Lebensdauer wird verkürzt.
Eine Zellenspannung von 2,45V sollte bei der Ladung auf keinen Fall überschritten werden.
Eine Erhaltungsladung soll die Zellspannung auf 2,25-2,3V je Zelle halten.
Bleigel Akkus sind nicht Tiefentladefest und sollten, spätestens bei 20% der Kapazität wieder geladen werden.
Da die Selbstentladung eines Blei Akku durch seine internen chemischen Prozesse bei ca. 5% je Monat liegt, sollte der Akku nach spätestens 6 Monaten oder wenn die Zellenspannung auf 2,1V abgesunken ist wieder geladen werden.
Eine Längere Lagerung sollte immer im Voll geladenen zustand erfolgen
Ein regelmäßiges volles Entladen oder sogar leichtes Tiefentladen stresst den Akku, fördert die Sulfatierung und verringert so zunehmend seine Kapazität und damit auch seine Lebensdauer.
Wichtig zu wissen ist auch dass bei niedrigeren Temperaturen (und die haben wir beim tauchen meistens) die Kapazität und damit die Entnehmbahre Leistung deutlich sinkt
Zur Praxis:
Ich selbst benutze unter anderem zwei Panasonic Akkus mit zusammen 18Ah wie sie auch von GDS Angeboten werden und lade mit einem 3 Stufen Ladegerät. Dadurch wird im Akku zwar mehr Energie gespeichert, aber seine Lebensdauer wird gegenüber der Ladung mit einem Standard Ladegerät mit Konstantspannung etwas verkürzt.
Da ich die Akkus als „Verschleißteil“ ist die für mich akzeptabel
Ansonsten ist es für den Akku am besten wenn er einfach immer am Ladegerät hängt, wenn er nicht benötigt wird. Sprich, wenn ich vom Tauchen zurück komme wird er angestöpselt, und erst wieder weggenommen wenn ich wieder tauchen geh’
shorty
Antwort von Peter aus Wien am 09.05.2006 - 12:17 Hallo Flaschengeist,
hallo Shorty,
> Ein regelmäßiges volles Entladen oder sogar
> leichtes Tiefentladen stresst den Akku, fördert
> die Sulfatierung
Klar, jeder Entladevorgang belastet den Akku und reduziert damit die Lebensdauer. Allerdings ist die Ursache nicht die Sulfatierung. Entladen fördert nämlich die Sulfatierung nicht. Im Gegenteil, es verhindert diese sogar.
Eine andere Möglichkeit die Sulfatierung zu verhindern ist die, den Akku kurzzeitig mit sehr hohen Stömen zu beaufschlagen. Dieses Verfahren wird bei USVs (Unterbrechungsfeie Stromversogungen z.B. in der EDV) eingesetzt.
Ein wichtiger Punkt fehlt noch in den Ausführungen meiner Vorschreiber:
Bleigelakkus vertragen keine Hitze. Ein Tag im Kofferraum eines Autos kann einen Bleigelakku schon runieren. Empfohlene Lagerungstemperatur zwischen 0° und 25°C, je kühler desto besser.
Ideale Entladetemperatur ist 25°. Die schaffen wir als Taucher meist nicht. Bei 0° hat ein Bleigel nur ca 40% entnehmbare Kapazität (bei 1C Entladestrom). Fazit: Lampe im Winter vor Gebrauch so lange als möglich auf Raumtemperatur halten.
Ein paar Worte zur Schnellladlung von Bleigels:
Der Ladestrom sollte anfangs mit ca. 0,25C begrenzt werden. Sobald eine Zellenspannung von 2,45 Volt erreicht wird, muss der Strom reduziert werden. So erreicht man nach ca. 4 Stunden Ladezeit einen Ladezustand von 60%. (Wirklich voll ist er dann nach ca 16-20 Stunden)
Bleigels benötigen eine gewisse Zeit für den Wechsel von Ladebetrieb auf Entladebetrieb (15-45 Minuten, hängt vom Ladestrom ab). Hat der Akku nicht genug Zeit, so ist die Entladespannung in den ersten Minuten etwas geringer und steigt dann, nach ein paar Minuten, auf den normalen Wert an.
Daraus erkennt man leicht, dass Schnellladung bei Bleigels nicht viel bringt.
Viele Grüße
Peter
Antwort von Nodiver am 14.05.2006 - 00:23 hat nix mit der Ladung von Bleigel zu tun, aber noch ein Tip am Rande, welchen ich von einem Experten aufgeschnappt habe:
Bleigel hat sich als sehr temperaturempfindlich gezeigt. Bei Lagerung über +25°C verschlechtert sich die Leistung rapide. Das kann wohl soweit gehen, daß nach einem Transport im Kofferaum über ein WE bei sommerlichen Temperaturen der Akku hin ist!
Also möglichst kühl lagern u. transportieren.
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