Aladin Pro Ultra - Problem / Schaltet nicht ab Abgesandt von Frank Kathage am 04.03.2006 - 17:43:
Habe den TC im Flugzeug in einer eigenen Dose mitgehabt. Nach der Landung habe ich die Dose geöffnet (war vermutlich unter Druck). Der Aladin hat sich dann sofort angeschaltet (obwohl er keinen Wasserkontakt hatte) und befindet sich seitdem ununterbrochen in einem Tauchgang bei 1,70m Tiefe.
Was kann man tun ? Abbruch ist nicht möglich. Muss ich davon ausgehen das der Computer nun arbeitet bis Batterie leer ist und vor allem was dann ?? Ist der nun defekt. Danke für Infos !
Antwort von pitcairn am 04.03.2006 - 18:07 ..SuFu benutzen. Der Fall ist bekannt. Am besten verkauft du das bei Ebay und stattdessen einem Suunto Vyper.... Bei der SuFu auch Google benutzen.
Hier klicken
Antwort von flasche am 04.03.2006 - 18:59 Ohne daß ich pitcairns Antwort verstehe, und ohne den Aladin zu kennen, würde ich mal Folgendes versuchen:
1. Umgebungsdruck verringern, bis der Tauchcomputer 0m anzeigt (also Tauchgang als beendet ansieht). Entweder per erneutem Flug, oder irgendwie per Gefäß und Pumpe; ein langes wassergefülltes unten offenes Rohr von ca. 2m Länge (oben ist das Rohr geschlossen; da liegt im Lufthohlraum der Tauchcomputer) könnte auch nützlich sein...
2. Dann, wenn der Tauchcomputer also 0m Tiefe annimmt, gaaanz laangsam den Umgebungsdruck erhöhen, also um ca. 0,17 bar bis auf tatsächlichen Umgebungsdruck. (Vielleicht gaaanz laaangsaaam die Wassersäule im o.g. unten offenen Rohr verringern.) Das Flugzeug landet jetzt.
3. Hoffen, daß der Tauchcomputer durch so eine *langsame* Druckerhöhung erkennt, daß da wohl der Luftdruck der Umgebung verändert wurde, und kein Tauchgang stattfindet.
Vielleicht reicht es auch, einige Stunden einfach zu warten, während der Computer an Land 1,7m Tiefe anzeigt.
Viel Glück, und demnächst nicht in geschlossener Dose transportieren.
Antwort von pitcairn am 04.03.2006 - 19:26 @Flasche
...wie geht das, wenn der Flieger einen Jumbolino ist, wie passt das Rohr von 2 Meter Länge im Flieger und die Passagiere, was sollen wir denen mitteilen?? Ihre Aufmerksamkeit bitte: " wir sind in einem Notfall und müssen den TC retten..."
Schau weiter Star Trek.....
Antwort von Zystsche am 04.03.2006 - 20:11 Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit meinem Scubapro Trac.Ich habe den Computer in einem Vakuumierer gelegt.Wenn ich richtig rechne müßte das mit 0,17 bar absolutem Unterdruck zu regeln sein.Die Idee mit der Pumpe ist auch nicht schlecht.Müßte mit einem normalen Gefrierbeutel gehen.
Du solltest den Computer dabei aber sehen können, damit Du weißt wenns genug ist.
Antwort von flasche am 04.03.2006 - 20:15 @pit
*Ich* habe einen machbaren Vorschlag (mit 2 bis 3 möglichen Varianten) gemacht.
*Du* mußt den Vorschlag nicht begreifen, er war für den Fragesteller gedacht.
Zystsche hat`s (auch für Dich, Pittiplatsch) nochmal erklärt.
Antwort von flasche am 04.03.2006 - 20:31 Also gut, nochmal für Dich, pitti:
1. Man nehme ein 2m-Rohr (so etwa Abflußrohrdurchmesser).
2. Man binde oben einen Glaskübel an (Goldfischaquarium; zur Not reicht `ne Flasche mit abreschlagenem Flaschenhals), in den man den Tauchcomputer gelegt hat. Glas nur, um durchgucken zu können; evt. reicht es auch, einfach das Rohr einseitig zu verschließen, und da den Tauchcomputer innen festzukleben (Klebeband).
3. Man fülle das Rohr mit Wasser. Rohr dazu umdrehen; Wasser fließt nach unten. Dabei etwas Luft lassen, damit der Glasbehälter (nach umdrehen) oben, in dem der Computer liegt, luftgefüllt ist.
4. Wie schon angedeutet drehe man das Ganze vorsichtig um. Die Wassersäule zieht am Glasbehälter und erzeugt ca. 0,2bar Unterdruck in der Luftkammer im Glasbehälter. Wenn man vorsichtig genug ist, fließt das Wasser unten auch nicht raus (Umgebungsdruck verhindert das); evt. mit Membran (Stück Papier unten auf Rohröffnung legen reicht) etwas stabilisieren. Experiment für den, der`s nicht glaubt: Wasserglas mit Wasser füllen, Stück Zeitung drauf, umdrehen (vorsichtig; Papier dabei noch mit Handfläche andrücken), und Handfläche vorsichtig nach unten wegziehen. Wasser schwappt unten *nicht* raus.
5. Druckdifferenz wird durch Wassersäule bestimmt. In regelmäßigen Abständen Wassersäule etwas verringern (ein wenig Wasser unten rauslaufen lassen, dann wieder stabilisieren), bis Umgebungsdruck erreicht ist.
Viel Spaß beim Basteln. Ansonsten eben den Rückflug abwarten, oder einen Rundflug in ausreichender Höhe (mal nachrechnen...) buchen, oder einen Laden mit einer geeigneten Ausrüstung für Unterdruckerzeugung suchen (im Urlaub vielleicht kompliziert).
Antwort von flasche am 04.03.2006 - 20:59 Noch eine kleine Korrektur des Versuchsaufbaus:
Wie gesagt, unten druckübertragene Membran (Papier, evt. Tüte) aufs Rohr; Rohr muß unten Umgebungsluftdruck erhalten, aber Wasser darf nicht rausplätschern. Für`s Experiment im Wohnzimmer kein Rotwein benutzen bzw. Papier *nicht* wegziehen, das geht schief (bei genügend großem Loch plätschert`s raus). Aber man muß jedenfalls das Papier nicht unten andrücken, der Luftdruck hält das Wasser im stabilisierten, oben geschlossenen Behälter. Ab 10m Rohrlänge wird`s aber "komplizierter".
Viel Spaß beim Basteln.
Antwort von flasche am 04.03.2006 - 21:34 Also, für die, die lieber Bilder mögen:
Hier klicken (Flüssigkeitssäule langsam verkleinern, bis Umgebungsdruck wieder erreicht ist.)
Pitcairn, hastes?
hatte absolut identisches Problem mit meinem Aladin ( Smart Pro )TC. Der Aladin kann den Unterdruck ueber einen laengeren Zeitraum nicht vertragen bzw. bringt den TC etwas durcheinander.
Nach einem ( oder waren es zwei? ) Tag justiert der Aldain sich aber wieder selbst. Kann dann wieder ganz wie gewohnt eingesetzt werden.
1 - 2 Tage nicht mehr einsatzfaehig wird der Aladin auch wenn z.B. vergessen wird fuer den Tauchgang den Sauerstoffanteil entsprechend einzugeben. Tauchte mal mit Rebreather ( 32% Sauerstoffanteil ) hatte den Aladin auf 21% belassen ( vergessen ). Der hat einen Alarm gemacht, war dann fuer 1 -2 Tage nicht einsetzbar.
Bin aber ansonsten mit dem Teil ( bis Dato )ganz zufrieden.
Antwort von dm am 05.03.2006 - 16:45 ich kann nicht verstehen wie man sich heute bei den modernen komputern noch dazu entschliessen kann sich einen aladin zu kaufen.
absoluter schrott
Antwort von Frank Kathage am 05.03.2006 - 17:33 Tja, die Antwort von Nobi trifft den Nagel auf den Kopf. Nachdem ich den TC nun einen Tag in Ruhe gelassen habe, hat er sich zwischenzeitlich wieder resetet und ist ausgegangen.
Nun arbeitet er wieder einwandfrei!
Vielen Dank für die Tips, wenngleich ich den vorgeschlagenen Versuchsaufbau von Flasche nicht umgesetzt habe - hätte aber vielleicht auch geklappt, wer weiss
Antwort von flasche am 05.03.2006 - 19:38 @Frank
Glückwunsch (zur Geduld).
Einen Tauchcomputer ohne eigene Batteriewechselmöglichkeit, oder überhaupt einen Computer ohne manuelle Resetmöglichkeit, würde ich eher meiden. Da gibt es ja anscheinend mehrere Fälle, wo man dann 1..2 Tage ohne Resetmöglichkeit warten darf.
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