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Anfänger Frage Abgesandt von Michael Stamm am 25.06.2006 - 11:59:
hallo,
meine freundin und ich stehen kurz vorm dem abschluß der padi owd kurses.
unserer fragen lauten wie folgt und bitte gerne um hilfestellung:wie kann man im süßwasser see einen zu schnellen abstieg verhindern , da man in größerer tiefe auch den grund nicht sieht.
wie bekommt man in tiefere und trüben süsswasser
gewässer beim abtauchen neutrale tarierung da man den grund nicht sieht?
Antwort von Oliver am 25.06.2006 - 12:29 Hi!
Naja. Da mußt Du mit Deinem Tiefenmesser und dem Auslaßventil an Deinem Jacket jonglieren und eine langsame Abstiegsgeschwindigkeit hinbekommen. Das ist Erfahrungssache, also ggfs. n bissl üben.
Antwort von kwm am 25.06.2006 - 13:04 Ein durchsacken Richtung Grund? Zuviel Blei! Immer schön üben.
Für eine gute Tarierung muß die Bleimenge stimmen. Viele Taucher sind mit zuviel Blei unterwegs. Anfänger haben hier die größten Probleme, weil die Erfahrung fehlt. Die kommt mit jedem TG. Dann ist es ein Spiel mit dem Jacket und der Lunge. Versuche Deine Bleimenge zu reduzieren.
Und mache zu Anfang nur TG, wo Du den Grund auch sehen kannst in "größerer" Tiefe.
Viel Erfolg noch mit der OWD Ausbildung.
Gruß Klaus
Antwort von RogerT am 25.06.2006 - 14:12 ...und dann gibt es da noch den Trick, die Schwebeteilchen im Wasser zu beobachten - wie schnell ziehen die vorbei...nach oben oder nach unten (sinke ich also oder steige ich)...
Antwort von 2deep4U am 25.06.2006 - 14:20 Hallo Michael, die Kontrolle des Abstiegs ohne Referenz gehört zu den schwierigsten Fertigkeiten die ein Beginner zu meistern hat. Viele zertifizierte Taucher haben damit ihre Schwierigkeiten. Also nicht verzweifeln! Ansonsten schließe ich mich den Kommentaren von Oliver und kwm an. Üben, üben, üben! Du kannst als Referenz und zur Orientierung den Tiefenmesser, deine Ausatemblasen sowie deine Ohren nehmen. Die sind am wichtigsten da der Druckausgleich in den Ohren dir die Abstiegsgeschwindigkeit vorgibt!
Gruss
Bubblefree
Antwort von Michael Stamm am 25.06.2006 - 19:47 hallo,
vielen lieben dank für die tips dazu.
wenn ich nun ohne referenz abtauche,kann man die abstiegsgeschwindigkeit ;vorrausgesetzt die bleimenge stimmt laut meines tauchlehrers,durch langsameres ablassen der luft aus dem jacket langsam tiefer kommen?ich würde auch sagen,wenn ich zu schnell absacke,würde es auch helfen , zusätzlich mit den flossen entgegen zu schlagen?
ich selber bin schon scuba diver und habe diesen schein in ägypten,vor 3 wochen gemacht.
ich habe dort mit der tarierung weniger probleme da salzwasser ja mehr auftrieb hat.ich bin auch wesentlich langsamer bei komplett abgeblasenem jacketund durch ausatmen.
in ägypten , ob mit referenz oder ohne ,man sieht stets den grund.da sind für mich wenig schwierigkeiten.dort habe ich mich langsam absacken lassen und kurz bevor ich den grund erreicht hatte , blies ich das jacket ein bißchen auf,damit ich neutral bin.in dieser höhenlage bin ich geschwommen und nachdem ein hinderniss kam,über welches ich drüber schwimmen mußte , hatte ich einfach eine vollere lunge gehabt.
ich hoffe , dieses richtig gemacht zu haben.
daher frage ich euch,ich laß mich gerne anders belehren und bedanke mich schon mal für die vielen zuschriften.
Antwort von ttm49 am 25.06.2006 - 20:53 Ich bin ja durchaus ein Freund konstruktiver Antworten im Forum, aber in diesem Fall muss doch mal klar gesagt werden: Es ist Aufgabe Deines Tauchlehrers, Dir das anständig beizubringen und mit Dir zu üben. Falls wirklich noch theoretisch beantwortbare Fragen offen sind, dürfte die ein Blick ins Lehrbuch schnell beantworten.
Wenn ich dann sowas lese wie "... kann man die abstiegsgeschwindigkeit ;vorrausgesetzt die bleimenge stimmt laut meines tauchlehrers,durch langsameres ablassen der luft aus dem jacket langsam tiefer kommen?", dann stehen mir die Haare zu Berge: Wenn der TL Dir wirklich beigebracht haben sollte, während des Abstiegs Luft aus dem Jacket zu lassen, wäre das schon eine krasse Fehlleistung.
Luft lässt man zum Abtauchen eigentlich nur einmal (nämlich an der Oberfläche) aus dem Jacket, während des Abstiegs ist dann nach Bedarf wieder Luft ins Jacket einzulassen, damit man nicht immer schneller sinkt und in der gewünschten Tiefe eine neutrale Tarierung erreicht.
Und häufiges Gefummel am Jacket ist im allgemeinen nur ein Zeichen, dass die Tarierung mit der Lunge nicht ausreichend beherrscht wird... ich hoffe, die wurde Dir von Deinem TL vermittelt...
Antwort von Michael Stamm am 25.06.2006 - 21:22 hallo,
vielen dank für die antwort.meine fragestellung ging in die richtung, weil wir einen abstieg ohne referenz noch nicht gemacht hatten.
sorry:ich wollte mich verbessern:ich meinte natürlich wie folgt:
wenn ich nun ohne referenz abtauche,kann man die abstiegsgeschwindigkeit ;vorrausgesetzt die bleimenge stimmt laut meines tauchlehrers,durch langsameres ablassen der luft an der oberfläche aus dem jacket langsam tiefer kommen?
so war eigentlich die frage gemeint.zumal ich bislang die luft schnell und auf einmal an der oberfläche abgelassen habe.
Antwort von smileysunflower am 25.06.2006 - 21:30 Eigentlich gibt es doch immer irgendwo ein Bojenseil, man muss es ja nicht festhalten, einfach "beobachten" als Übung.
Wichtig ist, dass du nicht zu schnell absteigst, dann hast du auch bei wenig Sicht im See nahe genug vorm Grund die Möglichkeit den Abstieg zu stoppen.
Mit den Flossen strampeln ist ganz "bescheiden", das mögen die anderen Taucher so gar nicht.. Dadurch vernebelst du nämlich gleich den ganzen See...
Gerade am Anfang ist es vll nicht schlecht den Abstieg auf eine Plattform zu üben, dann habt ihr auch noch Sicht in der Umgebung, wenn ihr euch austariert habt
Antwort von und 26 Gäste am 25.06.2006 - 21:36 ttm49: zur Fehlleistung zitiere ich die erste Antwort auf die Ausgangsfrage: " Naja. Da mußt Du mit Deinem Tiefenmesser und dem Auslaßventil an Deinem Jacket jonglieren und eine langsame Abstiegsgeschwindigkeit hinbekommen."
Antwort von Michael Stamm am 25.06.2006 - 21:52 hallo,
ich habe somit dann folgende möglichkeiten:
1.tiefenmesser in verbindung mit dem auslaßventil des jackets jonglieren,wobei ich an der oberfläche anfangs nicht die ganze luft auf einmal ablasse,sondern schubweise .dieses kontrolliere ich mit hilfe des tiefensmessers.
2.en Abstieg auf eine Plattform zu üben, dann habt ihr auch noch Sicht in der Umgebung, wenn ihr euch austariert habt
3.am bojenseil orientieren
4.möglichst nicht mit den flossen strampeln=da aufwühlung von schlamm und schlick
5.ie Schwebeteilchen im Wasser zu beobachten - wie schnell ziehen die vorbei...nach oben oder nach unten (sinke ich also oder steige ich
6.richtige bleimenge
Antwort von und 26 Gäste am 25.06.2006 - 22:26 Ja, du hast alles Wesentliche erfasst. Du solltest gleich danach den AOWD in Angriff nehmen...
Antwort von ttm49 am 25.06.2006 - 23:42 @"und 26 Gäste": Das mit dem AOWD war hoffentlich ironisch gemeint...? Oder freust Du Dich heimlich schon auf den nächsten, dessen Ausbildungsdefizite den Marktführer in Mißkredit bringen?
Antwort von Ernst Voller am 25.06.2006 - 23:47 ttm49:..warte mal, bis Fröde seinen Kieler-Woche-Rausch ausgeschlafen hat - dann gehts hier richtig ab...
Antwort von Michael Stamm am 26.06.2006 - 09:13 hallo leute,
da mir der letzte freiwasser tauchgang noch fehlt,konnte ich dank eurer hilfe, in erfahrung bringen,daß die geschildeten probleme sich wohl dann auch lösen werden.
mit dem aowd ist eine überlegung wert,aber ich denke wir werden erst mal tauchen gehen und erfahrungen sammeln.
9 tauchgänge nach dem scuba diver in ägypten ist nicht so viel,da mir insbesondere erfahrung in süßwasser fehlt.
Antwort von flasche am 26.06.2006 - 13:04 Hallo Michael,
daß in Süßwasser der Auftrieb kleiner ist, und du folglich mehr Luft brauchst, hast du oben ja schon erkannt. Weiter ist da kein großer Unterschied.
Übrigens ist die Bojenseilhäufigkeit im Süßwasser sogar höher als im großen weiten Meer, also gar kein Problem mit der Tarierung. Notfalls setzt du selbst vor abtauchen eine Boje, und tauchst daran ab. Auch die Schwebeteilchen sind im Süßwasser reichlicher als im Meer. Auch gibt es mehr Plattformen und weniger gefährlich tiefe Stellen und Strömungen in den Binnenseen im Vergleich zu den Meeren. Wer in Ägypten im klaren Wasser ohne Orientierungsmöglichkeit (gut, im Flachen sieht man den Boden) tarieren und tauchen gelernt hat, kann überall tauchen.
Immer aufrecht bleiben und
Gut Luft.
Antwort von flasche am 26.06.2006 - 13:23 P.S.
Richtige Bleimenge:
Du mußt bei ganz vorsichtiger Luftabgabe an der Oberfläche, auf den Tiefenmesser guckend, herabsinken, und bei Luftzugabe dann natürlich neutral tariert sein bis langsam steigen. Steiggeschwindigkeit 9..10m/min, dann stimmt es.
Bei Abstiegsübungen zu einer Plattform: Bitte genau zielen, damit du genau da richtig aufschlägst (nicht daneben). Dann staubt es nicht so.
Antwort von und 26 Gäste am 26.06.2006 - 14:19 flasche: interessante Methode, die richtige Bleimenge zu ermitteln...
Antwort von niemand am 26.06.2006 - 14:25 Hallo,
wird dem eigentlich nur nicht geholfen weil er seine Ausbildung bei Padi macht?
Also Michael,
um das mal richtig zu stellen. Die Leute hier glauben, dass du die Grundlagen des Tarieren schon wissen solltest.
Ich werde es dir jetzt aber doch nochmal erklären.
Du solltest erst einmal die richtige Menge Blei dabei haben. Soviel Blei, dass du mit voll geatmeter Lunge mit der Nase an der Wasseroberfläche bist. Beim Ausatmen solltest du langsam absinken.
Wie du jetzt schon siehst, ist es völlig egal wie schnell du die Luft aus dem Jacket lässt, da du sowieso erst bei ganz leerem Jacket beginnst abzusinken. Ich lass die Luft zum Abtauchen immer durch den Schulterschnellablass heraus, weil ich zu faul bin den Inflator so lange nach oben zu halten bis das Jacket leer ist.
Beim Absinken wird die Geschwindikeit geregelt indem man den schwindenden Auftrieb (Neopren wird dünner) durch Luft einlassen ins Jacket ausgleicht. Hierbei ist bei fehlender Referenz der Tiefenmesser oder auch Tauchcomputer zu beachten.
Hat dir dein Tauchlehrer das so bisher wirklich noch nicht erklärt?
Ich hoffe, dass dir das jetzt geholfen hat.
Gruss Joachim
Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten.
Antwort von flasche am 26.06.2006 - 15:04 Nun die 2. Lektion:
Auftauchen.
Abtauchen klappt ja jetzt. Nicht zu schnell dank Bleimengenbestimmung.
Beim Auftauchen mußt du Luft ins Jacket geben, damit`s hoch geht; logo. Inflator immer schön hochgehalten, um etwas Luft loszuwerden, falls es durch zu wenig Blei doch schneller geht. Sollte das nicht reichen, verläßt du rasch die gewohnte aufrechte Lage, Kopf runter und Flossen hoch, und paddelst so stark du kannst gegen den Auftrieb. Zusätzlich Inflator schön weiter über den Kopf halten. Vergiß den Tip von Joachim zur Nutzung der anderen Schnellablässe, denn die findest du als Anfänger nicht schnell genug. Eigentlich sind es daher Langsamablässe. Ich hab mir da mit Angelsehne (Knotenkundespecialty vorausgesetzt) und einem Weinkorken eine Verlängerung gebastelt und kann so auch die anderen Schnellablässe bequem bedienen.
Übrigens: Oben ist da, wo die Blasen hingehen. Folge den Blasen!
Antwort von niemand bestimmtes am 26.06.2006 - 16:38 @niemand: "wird dem eigentlich nur nicht geholfen weil er seine Ausbildung bei Padi macht?" - Man mag einfach nicht helfen, wenn jemand (angeblich, vielleicht ist`s ja ein Troll) kurz vor Abschluss seiner Ausbildung steht und dennoch die wirklich elementarsten Fähigkeiten nichtmal theoretisch beherrscht. Da finde auch ich den Ruf nach dem Tauchlehrer gerechtfertigt - es kann nicht Aufgabe des Forums sein, derart krasse Wissenslücken zu schliessen.
Oder was würdest Du in einem Auto-Forum erwarten, wenn einer schreibt "habe morgen praktische Führerscheinprüfung, aber irgendwie klappt das mit dem Losfahren noch nicht so... mein Fahrlehrer sagt, ich soll halt dabei auf die Bremse treten, damit ich nicht immer gegen den nächsten Baum fahre!"
Antwort von flasche am 26.06.2006 - 16:48 Deshalb sollte man ja seine Führerscheinausbildung nicht in Ägypten bzw. in der Wüste machen. Da gibt es schließlich weniger Bäume, und eiskratzen ist da auch nicht erlernbar.
Antwort von Bernd_Allgäu am 26.06.2006 - 22:01 hi @ all
Ich selbst stand vor ein paar Jahren vor der selben Frage...
Für mich persönlich hat sich das "problem" dahingehend erledigt indem ich anfangs in gewässern mit guter sicht > 5m und flach abfallendem Ufer getaucht bin. Der Rest kam dann von selbst.
Das Bleithema bezügl. Durchsacken würd ich nicht zu hoch bwerten! Du wirst sehen das Du mit jedem Tauchgan sicherer wirst. Dann steigerst Du dich automatisch!
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