Anfüttern Abgesandt von Mr Tim am 07.09.2006 - 14:48:
Mal eine blöde Frage, eigentlich zwei, zum Anfüttern in unseren heimischen Seen:
Dürfen Angler Futter benutzen, um bessere Ergebnisse zu erzielen?
Ist es eigentlich zulässig, nur zum "Zeitvertreib" zu angeln, d.h. den Fang schmeiße ich in jedem Fall wieder ins Wasser?
Ich stelle mir vor, dass es da doch bestimmt irgendwelche tierschutzrechtlichen Regelungen oder so gibt. Vielleicht kann ja irgendein tauchender oder nichttauchender Angler was dazu sagen.
Antwort von Doris am 07.09.2006 - 15:18 Lernt man das mit den Anfüttern nicht beim Angelschein?
Wegen des Zeitvertreibs zu angeln mag erlaubt und üblich sein. Ob das den Fischen gefällt wage ichh zu bezweifeln. Ein gutes Buch lesen ist auch Zeitvertreib.
Antwort von Ernst Voller am 07.09.2006 - 15:43 Es gibt Schleudern für den Brei. Mit denen kann man sozusagen eine Strecke legen. Maden, Mais und oder Weißbrot gut vermischen und kneten...
Antwort von Ernst Voller am 07.09.2006 - 15:46 D: Ja, aber beim guten Buch tritt nach dem Beißen kein Angelhaken aus dem Auge...
Antwort von Vercingétorix am 07.09.2006 - 16:01 a) Keine Ahnung
b) Du brauchst jedenfalls in NRW einen Angelschein und ein Gewässer, wo angeln zulässig ist.
c) Stumpf am Wasser sitzen kannst du auch ohne Angel.
Antwort von Mr Tim am 07.09.2006 - 16:10 @Ernst:
Wie man den Kram herstellt, wollte ich nicht wissen. Mich interessiert, ob der Einsatz des Futtermittels legal ist.
@Vercingetorix:
Dass der Angler einen Schein hat, setze ich mal voraus.
Um meine Frage verständlicher zu machen. Gestern am See, den auch Angler benutzen dürfen, kam ein Angler und bat uns, einen bestimmten Uferbereich nicht zu betauchen, weil er dort angeln und fürs WoE anfüttern wolle.
Wir kamen ins Gespräch (auf der Basis, man sollte sich halt absprechen, dann muss man sich nicht übereinander ärgern). Dabei erzählte der, dass er letzten einen riesen Waller rausgeholt hatte. Wir "Waaas! Der Waller ist weg?" Er "Nein, ich hab ihn ja wieder reingeworfen, ich hole die Fische ja nur so raus."
Irgendwie finde ich das alles ziemlich abartig. Fische anfüttern, rausholen nur so zum Spaß. Wenn er sich sein Abendessen angelt, ok, kein Problem. Aber so halte ich das für Tierquälerei.
Man stelle sich mal vor, ein Jagdpächter würde an einer Futterstelle Seile mit Widerhaken verstecken, um sich einen Rehbock, der sich daran verbeist, besser angucken zu können. Danach ließe er in wieder los.
Antwort von boesewicht am 07.09.2006 - 16:18 Hi, Taucher und früher selber geangelt.
Füttern ist erlaubt, dürfen nur keine Lockstoffe im Futter und später im Köder enthalten sein.
Angeln ohne Angelschein am privaten Gewässer erlaubt, an Mietgewässern (Tageskarte und Fischmengenbegrenzung) dort durch den Vermieter genehmigt.
Ansonsten nur mit Fischereischein und nur an zum Angeln freigegebenen Gewässern. Hier schauen, meist ist ein Gewässer von einem Verein gepachtet, dort Genehmigung einholen.
Schonzeiten, Fischmengen- und größenbegrenzungen sind zu beachten. Keine Veränderung des Angelplatzes gestattet (zb. Äste abschneiden usw).
Alles andere wäre Schwarzangeln - fällt gesetzlich unter Wilderei.
Von Bundesland zu Bundesland in unterschiedlichsten Varianten gehandhabt, also erst mal informieren.
Antwort von Ernst Voller am 07.09.2006 - 16:19 Es war auch nur eine Bemerkung allgemeiner Art. Ob es legal oder nicht ist, ist mir persönlich egal...
Wenn ich einen Fisch brauche, dann um ihn zu verspeisen, nicht, um ihn mit heraushängendem Auge wieder in den/die See zu werfen.
Zur Frage: Warum sollte es verboten sein, über einen gewissen Zeitraum Brotbrocken in den See zu werfen? da müsste man ja ganz viele Omas verfolgen...
Antwort von Vercingétorix am 07.09.2006 - 16:20 Ok, nach der offiziellen Lesart ist es erlaubt den Beifang wieder in Wasser zu schmeißen, vorausgesetzt es handelt sich nicht um Tierquälerei. Zu kleinen oder nicht eßbare Fische. Anfüttern meine ich, ist nicht verboten, aber ohne Gewähr. Ist nicht ganz mein Hobby. Fragst du einen Angler, wird er immer behaupten der Fisch habe es gerade zu gerne, erst anzubeißen und dann wieder rein zu kommen. Defakto wird die Schleimhaut über den Schuppen verletzt, so das sich Bakterien und Parasiten leicher einnisten können. Gleiches gilt für das Maul und tiefer gehende Verletzungen. Ich halte das für reine Tierquälerei.
Antwort von Heiko am 07.09.2006 - 18:13 @ Vercingetorix Dann schlage ich dir mal die Lektüre diverser Karpfenfischerzeitungen auch und vor allem aus England vor. Die Tiere werden gefangen, fotographiert und wieder eingesetzt. In den so befischten Teichen entsteht eine warhaftige Dokumentaion über das Aufwachsen der Fische. Ebenso bei den Wallern. Bei als Speisefischen beliebten Sorten passiert das ohnehin nur selten denken ich.
In unserem Verein ist ein Anfüttern im Sinne von übermäßigem ausbringen von Futtermitteln ohne am Platz selber zu angeln verboten. Während man dort angelt ist es erlaubt in angemessenem Rahmen anzufüttern. Fische zurücksetzten, die das Mindestmaß überschritten haben, ist nicht gestattet. Bei verletzten Fischen, die keine Überlebenschance mehr haben ist das Zurücksetzten nicht gestattet.
Sich daran zu halten obliegt jedem selber....dehnbar ist das ja allemal.
Antwort von Moritz_v.k. am 07.09.2006 - 18:24 ich habe mal einen Angelschein gemacht, auch wenn ich schon seit ein paar ahren nicht mehr angle...
Es ist hier im land berlin sogar so:
ZB im schlachtensee muss man gefangene Barsche und Weißfische (Rotaugen, Rotfedern, Brassen, Güstern...) IMMER töten und mitnehmen, egal ob man sie essen will oder nicht!!!! Für Edelfische wie hecht, Zander, aal, schleihe, Karpfen und Waller gelten Mindestmaße, sind sie kleiner müssen sie zurückgesetzt werden, sind sie zu klein und tödlich verletzt werden sie getötet und DANN zurückgesetzt.
Die größten Fische werden meistens gar nicht gegessen, man stelle sich mal 50kg Wallerfleisch vor... Für Lockfutter gilt hier: 1kg, für mehr braucht man eine genehmigung.
Mir ist mal der Gedanke gekommen ein bissel Lockfutter zu nehmen und dann den Fischen beim spachteln zuzusehen, war mir aber dann doch zu stupide...
Antwort von Trilaminator am 07.09.2006 - 21:19 mhhhh immer diese Fische ... wegen den Fischne kann ich im November nicht an meiner geliebetn Franzosenschanze am Wolfgangsee tauchen
Antwort von Neoprenator am 07.09.2006 - 23:46 Ich habe mal vor 12 Jahren angefüttert und hatte einen Sußer Biss. An diesem Fang werde ich wohl mein ganzes Leben leiden. Wenn ich heute tauchen gehen will, hoffe ich, dass mein "Fang" nicht wieder nörgelt. Die Geister, die ich rief......
Antwort von Trilaminator am 08.09.2006 - 02:22 mhhhhhh laß Deinen "fang" in dieser Zeit wo Du tauchen gehst eine beschäfrigung zukommen! Küchenarbeit und Bude aufräumen paßt da super!
Der "fang" ist dann gut Beschäftigt und hat keine Zeit zum nörgeln ....
aus diesen gründen und noch vielen anderen sollte man das anfüttern bleiben lassen und lieber nix fangen.
Gruß
Trilaminator der lieber nix fängt
Antwort von Vercingétorix am 08.09.2006 - 08:14 Moin Heiko,
Danke für die Auskunft. Angeln ist nicht mein Ding. Von daher eine Frage oder zwei a) Der Mundraum wird durch den Harken verletzt oder?
b) Die Schleimhaut durch anfassen, oder?
Ist eine ernstgemeinte Frage, da ich von a und b bislang ausgegangen bin, mit meinen bescheidenen Bio-Kenntnissen.
Antwort von Tümpeltaucher de Luxe am 08.09.2006 - 09:59 Frage a) Ja
Frage b) Jaaaaain: Der Schleim auf der Schleimhaut ist ein "Verbrauchsteil", die Schleimhaut weniger. Durch vorsichtiges greifen (mit feuchtem Tuch z.B.) wird die Schleimhaut nicht übermäßig beansprucht. Wenn so ein Fisch sich den ganzen Tag durch die Pflanzen wühlt muss er das ja auch überleben.
@ moritz:
Dass Problem mit den Weißfischen ist, dass sie ja eigentlich niemand gezielt fängt und jeder wieder reinschmeißt. Dadurch haben die "Edelfische" ein Problem, die kommen in der Regel als Satzfische in den See und müssen sich gegen einen großen Bestand an Weißfischen durchsetzen.
Ausserdem neigen die Weißfische in hohen Dichten dazu zu "Verbutten" das heißt es gibt dann nur noch haufenweiße kleine Weißfische die wegen der hohen Dichte auch nicht mehr wachsen.
Das mit den getöteten untermaßigen Edelfischen hat auch einen gewissen Sinn. so kann keiner Sagen, "der war schon tot als ich ihn rausgezogen habe den darf ich trotz seine 20 cm mitnehmen!"
Jeder achtet mehr darauf dann nur die Größeren zu fangen.
Antwort von juaplus4 am 08.09.2006 - 20:31 meines wissen, (also von einen Anglerso bestätigt) ist es bei uns Sachsen so. dass Fische die gefangen wurden und das maß haben nicht wieder ins wasser zurück gesetzt werden dürfen.
Antwort von Heiko am 09.09.2006 - 13:38 @ Verzingetorix
ja, der Mundraum wird verletzt. Wie beim Menschen auch heilt aber vieles. Teilweise sind das recht robuste Gewebe. Anders ist es, wenn der Haken "geschluckt" wurde, also nicht mehr im Mundraum sondern tiefer sitzt.
Wie das bei der Schleimhaut ist kann ich nicht sagen. Ich kenne wie gesagt nur die Info`s meiner Karpfenangelnden Freunde hier aus Deutschland und die Tiere gehen teilweise mehrmals im Jahr an den Haken und das über Jahre hinweg. Die haben eine Art Isomatte, auf der die Fotographiert werden. Angefasst werden sie mit den Händen.
Die Entnahmepflicht ist eine regulierende Maßnahme bei Überpopulation in den Gewässern - analog zu den Jägern des Waldes sind die Angler und Fischer die Jäger der Seen. Das verletzte Fische getötet werden und dann zurückgesetzt kenn ich nicht. Das kann aber auch von Verein zu Verein unterschiedlich sein.
Antwort von Tauchlady am 09.09.2006 - 14:38 ...im Hohedeicher See wird definitiv illegal geangelt, habe auch schon gehört, daß auch Taucher Netze voll Krebse mit herausgebracht haben. Lange wird`s wohl nicht mehr dauern, daß man in D nirgendwo mehr angeln oder tauchen kann und darf ...
Antwort von scuba_steffi am 09.09.2006 - 14:53 Illegal geangelt wird an jedem Fluss.
Und ich habe schon gehört, dass Welse Dackel fressen
Die blöden Krebse sollen aber nicht schmecken, das habe ich gehört, sonst hätte ich auch schon welche rausgeholt, die lassen sich sehr schnell mit der Hand fangen. Die Viecher vermehren sich wie die Pest, das kann nicht gut sein für den See. Irgendwann werden wir dafür bezahlt, dass wir sie rausholen
Antwort von majovo am 09.09.2006 - 15:14 Beim Krebs ist es wie mit dem Hummer, erst die Soße macht den Geschmack.
Antwort von Doris am 09.09.2006 - 15:36 Außerdem sollen die Krebse nicht roh verzehrt werden, steffi. Ein Süppchen vom Teichkrebs ist sehr empfehlenswert.
Allerdings kommen die Krebse nicht von den Tauchern und Anglern, sondern von den Teichwirten, die im Herbst des Stöpsel rausziehen.
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