Angst vor Tiefe Abgesandt von Fryzor am 12.07.2005 - 15:23:
Ja ich weiss: Tauche immer innerhalb deiner Grenzen usw. Das ist mir durchaus klar. Aber irgendwie muss man ja seine Grenzen auch verschieben können. Folgendes Problem: Ich habe einen Buddy, der sich früher wie ein Fisch im Wasser bewegt hat und jetzt ab 20m einfach Panik bekommt. Es ist nichts passiert, ihm selbst ist das auch nicht klar, warum das so ist, ab 20m auf dem Fini bekommt er aber einfach Angst und drängt nach oben. Er leidet darunter und würde seine Tiefe gerne wieder ausbauen, weiss aber nicht wie und ich bin auch eher ratlos. Wie mach ich jemand glaubhaft klar, dass jedes Problem unter Wasser lösbar und die Tiefe fürs Tauchen eigentlich erstmal egal ist. Gibt es Möglichkeiten eine Gewöhnung an die Tiefe schrittweise vorzunehmen? Er meint, er hätte Angst nicht zügig im Fall von Panik an die Oberfläche zu kommen. Ich vermute, dass er mittlerweile eher Panik vor dem "Erleben von Panik" hat. Kennt man sowas? Für konstruktive Hilfe und Vorschläge wäre ich dankbar...
Antwort von Tauchalarm.de am 12.07.2005 - 16:34 Da ist es sicherlich schwer pauschal eine allgemeingültige Antwort oder Hilfestellung zu geben.
Zunächst einmal müssen wir schauen wann dies auftritt.
Wo taucht Ihr, ist das Ganze sichtweitenabhängig oder ähnliches.
Grundsätzlich muss man hier vielleicht auch mal psychologischen Rat einholen.
Wenn man das Ganze dann noch einem erfahrenen Tauchlehrer vorträgt und der auch mal mit Euch taucht, kann man hier bestimmt Abhilfe schaffen.
Eine Lösung hierfür im Forum zu finden ist sicherlich utopisch...
Antwort von Stephan K. am 12.07.2005 - 16:39 Tja, aussprechen hilft oft, ansonsten langsam an die TIefe herantasten.
Fraglich ist, ob du bei diesem herantasten der richtige Tauchpartner bist, oder ob es nicht vielleicht besser ein Tauchlehrer sein sollte.
Schliesslich könnte sich eine gefähliche Situation entwickeln und damit kommt evt. ein guter Tauchlehrer besser zurecht.
Auch der Ort, wo dieses herantasten geschieht spielt eine Rolle.
Dunkler trüber See, oder klares, buntes Riff mit viel Ablenkung.
Was ist auch mit z.B. dem Atemregler?
Ein hoher Atemwiederstand kann zum Unwohlsein beitragen. Oder zu enger Anzug.
Mal alles analysieren und unangenehme Faktoren ausschliessen. Und kleine Schritte.
>Klugscheissmodus ein<
Auf gar keinen Fall die Tiefe vom Fini ablesen, nach 5 min TG eine Tiefe von 190, da würde ich auch Fracksausen kriegen.
>klugscheissmodus wieder aus<
Aber im Ernst: Erzwingen kannst und solltest Du gar nix. Geht ins Wasser unter schönen und einfachen Bedingungen (Temp, Sicht...), habt viel Spass beim Tauchen, und wenn Ihr beide wollt geht tiefer, wenn nicht, - auch gut. Auch oberhalb 20 m kann man wunderschöne TG´s haben
Gruß
stonefish
Antwort von Fryzor am 12.07.2005 - 16:49 Also erstmal ist es eigentlich egal ob Starnbergersee, Kroatien oder Rotes Meer. Zweitens: Witzig bzw eben nicht witzig ist, dass es früher sprich vor einem Jahr nicht so war und jetzt auf einmal so ist. An sich ja kein Problem, er würde nur gerne wieder tiefer gehen und verkopft sich da so ein bißchen rein...
Antwort von mikehak am 13.07.2005 - 15:35 Hier würde ich als Buddy sagen, dann machen wir halt wunderschöne Tauchgänge zwischen 0 und 20m. Total ungezwungen und total ohne Druck. Dies ist reine Kopfsache und sicher nicht durch die Brecheisenmethode zu schaffen. Lieber einige nicht so tiefe Tauchgänge machen damit sich die Person nicht mehr unter Druck steht, unter die 20m zu kommen. Nach ein paar Tauchgängen kann man sich dann mal wieder der 20m Marke nähern. Tauchen sollte Spass machen.
Antwort von Tobbe am 15.07.2005 - 12:50 Wie fix sind denn die 20 Meter als Angstgrenze. Habe es des öfteren erlebt, daß Leute vor einer Zahl auf dem Tiefenmesser mehr Angst haben als vor der Tiefe selbst solange der Tauchgang als solcher stressfrei ist (gute sicht, warmes wasser, licht etc.). Insbesondere im warmen Meer ist die gefühlte Tiefe deutlichrter tauchgang unter optimalen bedingungne ohne tiefenmesser zu überlegen.
Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.
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