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Angst vor Tiefenrausch?
Abgesandt von göttinger-diver27 Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 17:26:

Hallo Ihr lieben, ich bin seit kurzen NAUI OWD und mache zur Zeit den Rescue Kurs. Das tauchen hat mir verdammt viel gegeben, ein Hobby welches mich einfach glücklich macht und mich abschalten lässt.
Ich habe nur folgendes Problem: Und zwar Angst tiefer zu tauchen wegen dem Tiefenrausch u folgendem! Nach meiner OWD Ausbildung machte ich mit einem Instructor einen Tauchgang auf 15m dann auf 8 und wieder auf 10m. Dabei wurde mir ziemlich schwindelig (von 8 auf 10)und ich hatte natürlich auch Angst. Nach dem Kontrollierten Notaufstieg ging es mir wieder gut! In Foren und Tauchmedizinforen habe ich erfahren das es wohl ein Druckdifferenzschwindel ist. Die Sache mit der Angst häte ich wohl besser im Griff gehabt wenn ich gewusst hätte was da passiert. Und das nach oben schauen ins dunkle war nicht gerade hilfreich. Bis jetzt war ich immer Glücklich zwischen 8 und 11m zu tauchen. Es ist heller und mann sieht viele Fische. Aber ich würde mich gerne überwinden mal mit dem Tauchlehrer tiefer zu gehen, wie sind Eure Erfahrungen mit dem Tiefenrausch?? Weshalb ist der Reiz bei vielen so groß tief zu tauchen obwohl mann schlechter sieht und weniger Fische dort sind?
Würde mich über Antworten sehr freuen.

Hoffe diese Fragen sind nicht zu blöd, aber sie beschäftigen mich nunmal sehr.

Lieben Gruß Björn



Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 18:44
Darf ich mal fragen, wie viele TG du auf welchen Tiefen hast? Für den Rescue Kurs muss man ja schon gewisse Fähigkeiten haben und auch mal tiefer gewesen sein.
Tiefenrausch hatte ich 2 Mal, einmal im See auf 26m und mal im Meer auf 36m. Wenn ich merke, dass das anfängt, gehe ich sofort etwas höher und weg ist es.

Drehschwindel hatte ich auch einmal und fand das sehr unangenehm. Jetzt weiss ich aber auch was das ist und dann muss man sich halt einen festen Punkt suchen, notfalls den Buddy und dann geht das auch.

Antwort von vucub-caquix Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 18:59
Für den Rescue muss man keine Tieftauchgänge haben soweit ich weiss- man will ja retten und nicht tief tauchen, das hat ja erstmal nicht viel miteinandere zu tun.
Zum Rausch; ich kann dein Gefühl schon nachvollziehen. Man begibt sich ohnehin in eine Extremsituation, um so tiefer, um so wichtiger wird es Probleme vor Ort zu lösen, um so wichtiger keine Panik zu bekommen, usw. Dazu kommt dann das Wissen um eine mögliche Einschränkung seiner selbst- und besonders wenn man keine oder nur wenig Erfahrung damit hat auch ein Gefühl der Unberechbarkeit. Wird man wissen ob es Narkose ist?!
Wenn du tief tauchen willst, dann tue es mit Leuten die erfahren sind und denen du absolut vertrauen kannst. Musstest du nicht beim AOWD einen Tiueftauchgang machen? Man macht da doch eigentlich dann Kognitionstest- auch das kann einem ein bisschen Sicherheit geben (auch wenn man immer im Kopf behalten sollte das nie alle Faktoren gleich sind und die Narkose immer anders wirken kann).
Allerdings kannst du ohen grössere Bedenken mal unter 11m sacken- die Narkose setzt bei den meisten Leuten so ab 30m ein, vielleicht auch mal ab 25m.
Vielleicht machst du auch mal eine Druckkammerfahrt um das Gefühl in einer "ungefährlichen" Umgebung kennen zu lernen.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 19:49
Hallo Björn,

viel Erfolg für Deine Ausbildung zum NAUI Rescue Diver. Unter anderem hat diese Ausbildung zum Ziel "Learn how to manage risks and effectively handle limited in-water problems and diving emergencies, ..."

Um Risiken und Tauchnotfälle zu beherrschen, muss man gar nicht tiefer als 15 Meter tauchen. Das Gelernte kann man als NAUI Scuba Diver auch bis zu dieser Tiefe anwenden.

Wenn Du Erfahrung im Tauchen gesammelt hast, dann wende Dich später auch noch dem NAUI Deep Diver Speciality zu. Dort lernst Du mit der Tiefe umzugehen und diese zu beherrschen. "a Deep Diver course where you`ll gain the knowledge and skills to plan and make enjoyable deep dives while minimizing risks of deep diving."

Kopf hoch, dass wird schon. Wir haben alle mal im flachen Wasser angefangen.
Antwort von hastemalne am 01.06.2007 - 19:56
@Björn
Investiere statt in den Rescuekurs besser in mehr Tauchgänge, langsam sich steigernd, vielleicht auch am Seil oder an einer Wand oder langsam am Boden abtauchend, und in eine bessere Tauchausrüstung, insbesondere in eine gute warme Mütze. Vielleicht ist es bloß etwas sehr kalt um die Ohren.

Von Tiefenrausch auf 10m habe ich noch nichts gehört. Und was ein Rettungstaucher auf maximal 10m nützen soll, weiß ich nicht so genau; aus 10m komme ich auch von alleine hoch und werde wohl auch keine Dekoprobleme haben.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 20:30
hastemalnewarmemütze? Beim Tauchen? Das muss ich mir merken und mir gleich von Omma ein stricken lassen. Brauche ich dazu Neoprenwolle oder Trilaminatfäden?

Red` dem Björn nicht seine Ausbildung schlecht. Die macht er gut und genau richtig. Als nächsten Schritt geht er den NAUI Advanced Diver an und danach den NAUI Deep Diver. Und schon beherrscht er auch den "Rausch der Tiefe".

P.S.: Das Rescue-Ziel ist nicht der "Rettungstaucher", sondern das Zurechtkommen mit Risiken beim Tauchen und Bewältigen von begrenzten Problemen im Wasser und Notsituationen beim Tauchen. Wohlgemerkt: Notsituationen - nicht Notfällen!
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 20:56
Telemar und dann hat man 15 TG und 5 verschiedene Kärtchen, aber kann man damit automatisch tauchen?
Ich finde so elementare Fragen und Ängste kann man nicht unbedingt mit einem Rescue-Kurs (was immer das bedeutet, da blickt ja keiner mehr durch..)bewältigen, sondern nur durch tauchen, tauchen und tauchen.
Und wenn ich höre, dass ein weiterführender Kurs anscheinend unmittelbar an die ersten TG angeschlossen wird und man sich dann "Rescue-diver" nennt.....*puh* ich würde denken, er kann was und hat eine gewisse Erfahrung. Weil ich bisher dachte, dass der "Rescue-diver" in etwa gleichzusetzen ist mit Rettungstaucher von CMAS, der ja nach dem CMAS** folgen kann. Und dass man dann einen Taucher retten können sollte, dass sich das nicht automatisch auf 10-15m beschränkt ist wohl klar.
Wenn es aber so ist, wie du sagt, dass der "Rescue-diver" bei Naui so abläuft, dass man lediglich Verhalten in bestimmten Situationen übt, dann finde ich das grundsätzlich natürlich nicht verkehrt, obwohl DIESE Dinge ja normalerweise im Grundkurs mit drin sein sollten. (?) Alles in Allem finde ich das verwirrend, dass anscheinend der Begriff "Rescue-diver" verschiedene Bedeutungen haben kann. Muss ich in Zukunft, wenn ein Buddy sagt, er hätte den "Rescue", fragen, ob Naui oder Padi?
Dass aus Notsituationen sehr schnell echte Notfälle werden können, weiss wohl jeder und dann sollte das auch gemeistert werden können.

Verwirrte Grüße, Steffi
Antwort von hastemalne ankerplast am 01.06.2007 - 21:11
@steffi
Nicht verwirren lassen, wenn T-King was erzählt. Siehe hier, der Advanced dürfte ja die Voraussetzung zum Rescue sein:
Hier klicken

QuatschKing hat seine Kenntnisse vermutlich hier gefunden:
Hier klicken
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 21:17
Hallo Björn,

"Aber ich würde mich gerne überwinden mal mit dem Tauchlehrer tiefer zu gehen, wie sind Eure Erfahrungen mit dem Tiefenrausch??"

Mach das mal, mit TL oder erfahrenem Buddy, und langsam steigernd und nicht gerade in tief/dunkel/eiskalt, sondern wärmer und klar. Eigene Erfahrung:: Wenn es beginnt, schmeckt mein Mundstück nach blankem Eisen. Beobachtungen bei anderen: oben und unten verwechselt, stark verzögerte oder falsche Reaktion und Beantwortung von Zeichen. Nettes Indiz ist auch das +/- Fingerspiel, wenn 6 + 1 = 8 ist.

"Weshalb ist der Reiz bei vielen so groß tief zu tauchen obwohl mann schlechter sieht und weniger Fische dort sind?"
Es gibt Lebensformen, die sich nun mal nicht oder selten oberhalb 30 m aufhalten, die aber wunderschön anzusehen sind. Außerdem sind Riffbereiche jenseits 30 m selbst in Massentauchorten nahezu unberührt. Beispiel:: Die größte Tischkoralle, die ich kenne, steht auf 48 m und hat bestimmt 5 m Durchmesser. Und an dem Spot gehen keine Tekkies rein.

Ich stelle mal die etwas provokante These auf: Ein Tauchlehrer, der selbst noch nie einen Tiefenrausch hatte, taucht nix.
Antwort von G8 am 01.06.2007 - 21:31
Stickstoffnarkose auf 10m? Das heißt Angst, sollte
sich aber nach mehren TG legen, wenn nicht an Land bleiben.....ist nicht böse gemeint
Antwort von tl3 Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 22:32
@göttinger-diver27

„Dabei wurde mir ziemlich schwindelig (von 8 auf 10)und ich hatte natürlich auch Angst.“
Ich denke nicht, das es ein Tiefenrausch ist.
Das klingt nach „erzwungenen“ Druckausgleich. Beim Druckausgleich baust du einen Druck im Mittelohr auf.
Wenn du zu sehr drückst, kommt es zu einem erhöhten Druck auf das Innenohr. Du drückst gleichzeitig auf das Ovale und das Runde Fenster der Innenohres. Dabei kann es zu einer Irritation des Innenohres kommen. Die Folgen können sein: Schwindel/Drehschwindel, Übelkeit, Orientierungsverlust.
Dieses „Phänomen“ tritt in der Regel in Tiefen bis 10m auf.

TL3
Antwort von Platt Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 22:38
Schließe mich Steffi vollkommen an. Bin eigentlich auch ziemlich verwirrt. Es gibt so viele Dinge, die man lernen muß (z.B. Gruppenführung, Orientierung.........). Und das alles Kurs an Kurs.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 01.06.2007 - 22:55
Eigentlich wollte ich zu der Kurssache nichts sagen, aber nun doch:

Björn hat einen Tauchlehrer, der gutes Marketing macht. Wovon soll der arme Kerl denn auch leben, wenn er nach dem OWD seine Schüler erstmal für 20 - 30 TG zum Erfahrungsammeln losschickt!

Wie er den Rescue vor dem AOWD verkaufen kann ist mir ein Rätsel. Vielleicht brauchte er noch einen Kandidaten?

Und Björn als Anfänger sieht in ihm natürlich jemand gleich unterhalb von Gott, weiß noch gar nichts und kauft bereitwillig Kurse, die seine tatsächlichen Fähigkeiten bzw. notwenigen Vorkenntnisse weit übersteigen.

Gut für den Tauchlehrer!

@ tl3

Deine Erklärung stimmt, dürfte den armen Björn aber ein wenig überfordern. Siehe dazu, dass er irgendwas über Tiefenrausch-Existenz gelesen hat, aber eben nur extrem rudimentär. Das nächste Rudiment wird sicherlich im Diepdeif-Späschal geleert und ist immer noch weit von Inhalten z. B. eines CMAS** entfernt.
Antwort von tl3 Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 00:12
@D-32
ich frage mich, wie schlecht, oder besser unsensibel, ein TL sein kann.

Ich frage mich auch, wenn „göttinger-diver27“ schon mit einem TL baden geht, und dafür wohlmöglich auch noch extra bezahlt, warum er nicht ausreichen betreut wird?

„Nach dem Kontrollierten Notaufstieg ging es mir wieder gut!“
Na ja, Notaufstieg, kontrolliert.

TL3
Antwort von M. Henke Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 00:40
Tiefenrausch bei 15/8/10 ?
Ok, jetzt habt ihr mein Limit erreicht. Reden wir hier vom Schnorcheln oder vom Tauchen?
@D32
, aber noch nicht in Form, sonst könnte ich mir den Kommentar sparen!
PS
Wenn ich den Zeh ins Schwimmbad tauche und ans tauchen denke, kann ich das dann als Tauchgang aufschreiben?
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 04:55
Hallo Björn,

meine Lebensgefährtin hatte bisher 2 x das Vergnügen eines Tiefenrausches erleben dürfen. Das eine mal war es gezielt bei einer Druckkammerfahrt und das andere mal bei einem Tauchgang auf 38mtr.
Dies kam dabei bei Ihr aber dadurch, weil wir - für Ihre Verhältnisse - zu schnell abgetaucht sind.
Tiefenrausch kann durch die unterschiedlichsten Faktoren ausgelöst werden (zb. Kälte, zu schnelles Abtauchen usw.) und ist auch von Person zu Person unterschiedlich und dabei auch noch mit abhängig von der jeweiligen persönlichen Tagesform.
Wenn Du bei Deinen Tauchgängen langsam abtauchst und bei Anzeichen von irgendwelchen - für Dich - untypischen Empfindungen (zb. Beklemmung, Euphorie, Sehstörungen- oder Einschränkungen usw.) wieder höher auftauchst sollte der Tiefenrausch nicht so das Problem sein.
Mit der Zeit gewöhnt man sich auch an die tiefernen Tauchgänge.
Wichtig wäre auf alle Fälle für Dich, unbedingt mit Buddy tauchen und diesem auch schon an Land mitteilen, das Du evtl. schnell zu einem Tiefenrausch neigen könntest und er somit vermehrt darauf bei Dir achten kann.

Wenn Du dich im flacheren Gewässerbereich wohler fühlst, dann bleibe auch dabei und wenn Du interesse an etwas tieferen Tauchgängen hast, dann taste Dich einfach langsam dort hin (natürlich mit Begleitung).

Was der Reiz bei tieferen Tauchgängen ist ? - da gibt es viele

Wenn sich zb. an einem Tauchplatz ein Wrack befindet (zb. Bodensee - Jura), wenn in einem tieferen Gewässer im oberen Bereich viele Schwebeteile im Wasser sind und sich im tieferen Wasser alles schön aufklärt usw. (zb. hier Starnberger See - Steilwand ...)

Das wichtigste bei allen Tauchgängen, ob nun flach oder tiefer - setz Dir ein Limit und halte Dich dran und lasse Dich nicht von anderen unter Druck setzen.

Mit den Tauchgängen kommt die Erfahrung und Gewöhnung.

Viel Vergnügen weiterhin und allzeit gute Luft
Antwort von Tanztaucher Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 08:00
Hallo Bjoern, hier mal ein kurzer Auszug aus der NAUI-Kursbeschreibung zum Rescue Diver: Der NAUI Rescue Diver ist bei uns die Rettungstaucher asubildung auf höchsten Niveau. Hier wird die ganze Frau oder der ganze Mann gefordert. Pure Leistung ist hier gefragt.
Wer dieses Programm absolviert, darf sich mit Stolz Rettungstaucher nennen.
Dies ist die Eintrittskarte zur Ausbildung als Profi!
Der hohe Sicherheitsstandard ruht auf den Schultern seiner Rescue Diver!

Soweit also die Theorie. Aber wie sieht deine Praxis aus? Als Rescuediver sollst du in der Lage sein bei Notsituationen zielgerichtet und kompetent zu helfen. Bei den Problemen, die du schilderst, sehe ich aber die Gefahr, dass du schnell derjenige sein wirst, der Hilfe braucht, statt zu bieten. Bitte nicht falsch verstehen, ich finde den Rescue Kurs sehr wichtig und bedaure, dass relativ wenig Taucher die Einsicht haben, ihn zu absolvieren, ich bin aber auch der Meinung, dass man sich um den Rescue erst bemühen sollte, wenn man selbst schon eine gewisse Routine entwickelt hat und nicht mehr mit sich selbst beschäftigt ist. Wenn du als zertifizierter Rescue-Diver irgendwo auf der Welt eincheckst, um einen Tauchgang zu machen, hast du schon mal einen Riesen-Vertrauensvorschuss, der z.B. dazu führen kann, dass dir ein unerfahrener oder unsicherer Buddy zugeteilt wird, dem du als "starker Partner" zur Seite stehen sollst. Wie willst du, als unerfahrener, mit sich selbst beschäftigter Taucher das leisten? Mein Tipp an dich ist: sammel mehr (begleitete) Tauchgänge, werde routiniert, lerne deine eigenen Grenzen kennen und wenn du dann noch Potenzial hast, während des Tauchens auf andere achten zu können, mach den Rescue und sei stolz darauf etwas gelernt zu haben, dass dir und anderen Tauchern ein Sicherheitsplus bringt.
Ich wünsche dir für deine weitere Tauchkarriere viel Spass und drück dir fest die Daumen, dass du deine Probleme in den Griff bekommst.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 08:30
Tanztaucher:
... usw.

Exakt so ist es! Vermutlich steckt Björns Hauptproblem in ziemlich instabiler psychischer Verfassung, sobald über seinem Kopf ein paar Meter Wasser sind. Und damit gehört er wirklich nicht in den Rescue-Kurs, dürfte damit eigentlich auch nie die Brevetierung erhalten, sondern ist de facto nicht mal ein selbständiger Taucher im Sinne der EN 14153-2, sondern ein zu beaufsichtigender Taucher gemäß EN 14153-1 - und schon seine OWD-Brevetierung war dementsprechend ein etwas geschmeichelter bzw. bezahlter Fake.

Und wer noch nie tiefer als 16 m war, ist ohnehin von den Teilnahmevorgaben eines Rescue-Kurses meilenweit entfernt.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 12:42
@hastemalnenankerplatz, mein Schnuckelchen. Leider liegst Du falsch mit Deinem hastemaleinrätselgeraten. Die Reihenfolge der NAUI-Ausbildung kannst Du hier besichtigen Hier klicken . Und wenn Du keine hastemalneleseschäche bist, dann wirst auch Du unschwer herausfinden, dass für den Rescue Diver nur der NAUI Scuba Diver notwendig ist. Den hat diver27 bereits absolviert. Falls er mal den Deep Diver machen will, muss er vorher den NAUI Advanced Scuba Diver absolvieren. Und was Dein Scuba Marin Verein auf seine Homepage schreibt, ist dessen Sache. Ausschlaggebend ist die Reihenfolge der Organisation, so wie bei allen andern auch, die C oder P oder sonst wie heißen?!

Zumindest ein NAUI Dive Master dümpelt ab und zu hier in den Foren herum. Vielleicht kann der mal über seinen NAUI-Weg und die Reihenfolge NAUI Specialities berichten?

Ich sehe die Ursache für den "Tiefenrausch" auch dort, wie tl3 gestern Abend beschrieben hat. Nach persönliche Meinung über Sinn oder Unsinn von Ausbildung und "Specialities" ist von diver27 nicht gefragt worden.
Antwort von hastemalnemeinung am 02.06.2007 - 13:03
@t-king
Ok, dann sind das offenbar nicht einheitliche Vorgaben bei verschiedenen NAUI-Anbietern. Also womöglich ein normales "Späschel", dieser NAUI-Rescue. Wenn als Voraussetzung nur der normale OWD (wie immer der bei NAUI heißt) reicht... dann ist das schon etwas seltsam.
Demnach gibt es dann also gar keinen NAUI-Rescue-Diver, sondern nur einen NAUI-sonstawas-Diver mit Rescue-Späschel? Auch gut.

"Nach persönliche Meinung über Sinn oder Unsinn von Ausbildung und "Specialities" ist von diver27 nicht gefragt worden."
1. Schreibst du sonst auch so streng sachlich und nur die Fragen des Fragestellers brav abarbeitend? Wohl nicht. (Wäre auch etwas viel verlangt; wir sind hier keine Servicemitarbeiter.)
2. Gibt es auch eine "unpersönliche" (neben einer "persönlichen") Meinung?

Ich muss mal D32 bzgl. seines letzten Beitrages hier zustimmen. Wer bei 10..15m schon Probleme hat, sollte bitte keinen Kurs oder Status anstreben, der ihn dann als erfahrenen Taucher erscheinen lässt; hoffentlich ist derjenige psychisch wenigstens dann so stabil, tiefere Tauchgänge oder Tauchen mit 1 oder gar mehr unerfahrenen Baddies offen und mit Begründung abzulehnen.

Das war jetzt meine eigene, persönliche Meinung von mir selbst.
Antwort von Nowotaucher Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 13:27
Hallo Björn,

Du hast ja schon in Deinem Anfangsposting geschrieben, dass Du auf 10m KEINEN Tiefenrausch, sondern Drehschwindel aufgrund von zu schneller Druckänderung hattest.

Um Dir aber trotzdem etwas die Angst vor dem Tiefenrausch zu nehmen, der Tiefenrausch fängt nicht oberhalb von 25m Tiefe an, selbst hier sind sich die Experten nicht einig, ob das schon zutrifft oder ob die Grenze nicht erst bei 30m anzusetzen ist. Mehr Informationen zum Tiefenrausch findest Du auf meiner Seite: Hier klicken

Ich stimme allerdings den anderen hier zu, dass Du noch viel Erfahrung benötigst, sprich viele viele Tauchgänge machen solltest, damit Du Dich unter Wasser auch wirklich sicher fühlst. Zu diesem Zeitpunkt schon einen Rescue Kurs zu machen halte ich auch für sehr früh, denn wenn ich meinen Buddy fragen würde, was er für Brevets hat und ich bekomme als Antwort "Rescue Diver" würde ich schon ein gewisses Maß an taucherischem Können erwarten.

Das tun dann z.B. auch Basen, die Dir Buddys zuteilen. Und möchtest Du als Anfänger aufgrund Deines Rescue Status gleich die Verantwortung für andere Anfänger tragen?

Gut Luft,

Andreas
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 13:36
Interessante Seite von NAUI!

Mal ein paar Zitate daraus zum Gruseln.
Zum Skin Diver:
"this certification class is for 8 year-olds and older whether you are an accomplished swimmer or someone who has never spent time in the water."
Aha, sogar absolute Nichtschwimmer, die zu Hause nur Dusche statt auch Badewanne haben, dürfen das machen .

und weiter dazu:
"Once you’ve completed your training and two open water dives, you will have the skills you need to be a comfortable and safe Skin Diver."

So wird aus dem Nichtschwimmer jemand, der laut Ablaufplan der Ausbildung auf der Webseite nicht mal den Scuba Diver äquivalent OWD machen muss, sondern sich ebenso wie der Scuba Diver gleich in Spezialkurse wie u. a. Nitrox, Tief, Trockentauchen, Rescue, Nachttauchen begeben darf.

Unfassbar!
Antwort von pressluftfreak Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 14:02
Einspruch:
Ihr haltet euch zu lange mit bescheuerten Theorien auf!
Ich für meinen Teil gehe jetzt zum See. Mein Tauchgerödels ist fertisch gepackt im Auto.

Für die "Virtual-Taucher" : Macht doch lieber mal mehr in Praxis, anstand mit der langweiligen Verbandssabberei wichtige Zeit zu vergeuden.

Für die "TOP-Ausbilder" hier: Wenn ich so viel Zeit hätte, hier rumzusabbern, müsste ich mich ernsthaft fragen, wann ich Zeit zum Tauchen finde!
Antwort von pressluftfreak Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 14:04
@D-32: JA, du solltest wirklich nichts mehr dazu sagen! Hafensänger!
Antwort von göttinger-diver27 Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 14:10
Hi, erstmal danke für die vielen sachlichen Antworten.
Einige Kommentare erwiedere ich hier lieber nicht.
Einige Fragen von euch: Mein tiefster TG war 16m wie von NAUI vorgeschrieben-ohne Probleme.
Natürlich hatte ich in dieser Tiefe keinen Tiefenrausch, wie ich auch erwähnt habe.
Den Rescue kurs kann mann nach erfolgreicher OWD Brevetierung ablegen und dafür sind keine Tieftauchgänge erforderlich.
Den Kurs mache ich für mich, um einfach mehr Sicherheit zu bekommen. Ich gehe ohnehin nicht mit Profis (ausgenommen TL tauchen) das Niveau meines Buddies sollte meines auch nicht überschreiten und ungekehrt genauso. So sind meine Tauchpartner auf meinem Niveau und tiefen unter 16m sowieso nicht drinne. Den AOWD Kurs werde ich sicherlich irgendwann belegen allerdings erst wenn ich sicherer bin und mehr Erfahrung (TG) habe.
Was ich bis jetzt im Kurs gelernt habe halte ich besonders wichtig für mich. Sei es nur die erste Hilfe Ausbildung und der Umgang mit dem DAN Koffer etc. Dieser Kurs ist in jeder hinsicht eine sinvolle Sache. Ich mache ihn auch nicht um mich mit einer Plastikkarte zu schmücken.
Alleine das Training mit bestimmten Griffen, Beatmungsmethoden, anpeiltechniken etc. Diese Dinge muss manm meiner Meineung nach eher beherschen als einen TG auf 40m. Oder?
So ich muß jetzt leider zur Arbeit.

Allen ein schönes Wochenende.
Björn
Antwort von Nowotaucher Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 14:25
Hallo Björn,

gerade als Anfänger solltest Du eher mit deutlich höher qualifizierten Tauchern zum tauchen gehen, als mit Tauchpartnern auf Deinem Niveau. Auch auf 16m kann etwas passieren und da ist es meiner Ansicht nach schon wichtig, dass zumindest einer der beiden Taucher ein wenig Ahnung hat, was zu tun ist.

Auch wenn der Vergleich hinkt, letztlich ist Tauchen wirklich wie Autofahren: Den Schein bekommt man nach dem Bestehen des Kurses, aber Tauchen/Fahren lernt man erst in der Praxis. D.h. in diesem konkreten Fall aber auch, dass Du das, was Du im Rescue Kurs gelernt hast, unter halbwegs realistischen Bedingungen, immer wieder üben solltest und das solltest Du aus Sicherheitsgründen lieber mit erfahreneren Tauchern machen.

Gut Luft,

Andreas
Antwort von niemand Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 14:47
Na toll,
warum will einer Rettungstaucher werden bevor er richtig Tauchen kann?

Die wichtigsten Rettungsgriffe und Sauerstoffbeatmung und das auslösen einer Rettungskette sollte ja wohl jeder in seiner Ausbildung, wie bei uns zum CMAS* gelernt haben.

Anderen als Rettungataucher zur Seite stehen kann man ja wohl erst, wenn man genug Erfahrung hat und mit sich selbst keine Probleme mehr beim Tauchen hat.

Gruss Joachim
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 16:17
Nowotaucher, der Vergleich mit der Fahrschule ist richtig, jedoch "hinkt" er. Kopfzahlmäßig bekommen pro Tag mehr Fahrschüler den "Bestanden"-Stempel, als Tauchschüler ihr erstes Brevet. Fahranfänger dürfen immer, überall, so schnell wie`s die Karre hergibt (und es die Verkehrssituation erlaubt) und allein fahren. Tauchanfängern bleut man ein "Tauche nie allein und nie tiefer, als Dein Brevet erlaubt."

Gehört NAUI eigentlch zu den "anerkannten Tauchsport-Organisationen"? Wenn ja, dann darf diver27 weltweit gemeinsam mit anderen Tauchern tauchen.

Weiter oben schreibst Du noch "... denn wenn ich meinen Buddy fragen würde, was er für Brevets hat ..." Zum Glück gibt`s taucher.net und zu Glück haben wir nun gelernt, dass nicht nur nach C- und P-Regeln ausgebildet wird, sondern es auch noch andere gibt. Und wie die jeweilige Organisation seine Ausbildungs- und Specilialiy-Stufen nennt ist leider noch nicht international festgelegt?!

Frag` doch mal Dein zweites Ich, ob er im taucher.net eine Seite kennt, wo alle (anerkannten) Tauchsportorgisationen verglichen werden können. Dann kann man bei Verbandsdiskussionen gleich dorthin verlinken.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 16:32
@niemand, woraus schließt Du, dass diver27 "Rettungstaucher" werden will? Wenn Du weiter oben in den anderen Beiträgen oder im Internet nachschaust, wirst Du feststellen, dass wir schon drauaf gestoßen sind, das der -NAUI Rescue Diver- nichts mit Rettungstaucher zu tun auch. Auch ein -PADI Rescue- wird nie ein Rettungstaucher sein und werden. Weil für den "Rettungstaucher" noch ein paar mehr Voraussetzungen verlangt werden, als uns in jeglicher Tauchausbildung auferlegt wird (u.a. mindestens Rettungschwimmerabzeichen Silber und Sanitätsausbildung A, B und C). Hast Du das oder kennst Du einen Taucher, der das hat? Das wirst Du nie und nimmer bei uns sog. -Rescue Divern- finden, egal bei welcher Organisation ausgebildet!!!

Einigen wir uns doch einfach darauf, dass Rescue im Sinne von "come to the rescue = zu Hilfe kommen" zu sehen ist?! Das trifft unsere Level doch ein wenig eher?
Antwort von niemand Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 17:36
OOOO Entschuldigung,
dass ich den Begriff auf Deutsch übersetzt habe.

Ich wusste auch nicht, dass es Taucher mit Brevet gibt die nicht wissen wie die normale Hilfeleistung funktioniert.
Da gibts echt extra ein Kärtchen für
Na dann sollte das doch jeder machen bevor er Tauchen gehen darf?

Aber wie lieber Telemar soll einer der sich selbst noch nicht mal sicher ist jemand zur Hilfe kommen?
Also ich bleib dabei. Erstmal richtig sicher tauchen lernen und dann kann man nach höherem streben. Ich setze natürlich voraus, dass einer der ein Tauchbrevet hat seinem Partner in normalem Umfang helfen kann. Sonst möchte ich auf solche Tauchpartner verzichten.
Oder ist mein Englisch so schlecht, dass Recue Diver nicht mehr Rettungstaucher heist sondern zu rettender Taucher?

@göttinger-diver27
am besten lässt du die blöden Kurse Kurse sein und such dir ein paar nette Leute oder nen ordentlichen Verein, mit denen du Tauchen kannst und tauch erst mal bis du die nötige Sicherheit hast und lass dich nicht vermakten. Tauche, trau dich mit erfahrenen Partnern, die nicht nur deinen Geldbeutel sehen, dich an neue Grenzen ranzutasten. Also ich wünsch dir einfach mal Spass beim Tauchen, Tauchen und Tauchen.

Gruss Joachim
Antwort von niemand Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 18:15
hallo,
@telemar
jetzt hab ich mich doch nochmal schlau gemacht und die Auschreibung des Naui Recue Diver gefunden.

Da es sich hierbei um die Ausscreibung einer Naui Tauchschule handelt ist dann ja mal klar was dort Rescue Diver bedeutet.

Der NAUI Rescue Diver ist bei uns die Rettungstaucherausbildung auf höchsten Niveau. Hier wird die ganze Frau oder der ganze Mann gefordert. Pure Leistung ist hier gefragt. Wer dieses Programm absolviert, darf sich mit Stolz Rettungstaucher nennen. Dies ist die Eintrittskarte zur Ausbildung als Profi! Der hohe Sicherheitsstandard von Scuba Marin ruht auf den Schultern seiner Rescue Diver!

Jeder Taucher wird gerne mit einem NAUI Rescue Diver tauchen. Den Mittelpunkt des Kurses bildet die bekannte, komplette NAUI-Rettung, bei der bereits im Wasser beatmet wird. Nach dem Transport des Verunfallten an Land werden weitere lebensrettende Maßnahmen gesetzt, wie Schockbekämpfung, Herzmassage und die Verabreichung von Sauerstoff.

Ich hoffe du verstehst jetzt was ich mit meinem Posting meinte.

Gruss Joachim
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 18:31
Und so einer auf "höchstem Niveau" kannst du laut offizieller NAUI-Website sogar werden, wenn du Skindiver = Oberflächenschnorchler bist, plus 2 Geräte-TG absolviert hast und besagten Rescue-Kurs belegst.

Der Minimalismus sprengt allmählich sämtliche Grenzen! Wann kommt das Pico-Taucher-Brevetchen?
Antwort von Nowotaucher Redaktionsmitglied am 02.06.2007 - 19:48
Hallo Telemar-king,

"Wenn ja, dann darf diver27 weltweit gemeinsam mit anderen Tauchern tauchen."
Ich habe auch nie etwas anderes behauptet. Ich habe lediglich gesagt, er sollte mit erfahreneren Leuten tauchen. Was er letztlich macht ist seine Sache.

Nur noch eines am Rande, ein Problem mit diesen Schnell-Schnell Sonderbrevets ist natürlich das der steigenden Verantwortung. Sprich, ein OWD mit Orientierung und Rescue taucht mit einem anderen OWD ohne diese Brevets. Beide sind relativ gesehen volle Anfänger. Aber der eine trägt tatsächlich deutlich mehr Verantwortung auf seinen Schultern.

Mein Alter Ego habe ich auch befragt, aber der kennt auch keine Seite im TN, auf der die verschiedenen ORGs verglichen werden. Ich persönlich habe so etwas mal auf meiner privaten Seite gehabt, aber wegen der ständigen Änderungen wieder herunter genommen.

Gut Luft,

Andreas
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 20:48
Moin Andreas,

um deinen Gedanken mal weiterzutragen: Die immer wert- und erfahrungsloser werdende Inflationierung von hochtrabenden Tauchertiteln gegen Zahlung der Kursgebühr ruiniert die gesamte Szene.
Dem zahlenden Kandidaten wird etwas vorgegaukelt, das er de facto mangels Erfahrung und Routine nicht mal ansatzweise leisten kann.
Den Auslandsbasen bleibt der stetig sinkende, von ihnen mitproduzierte Qualitätsstandard auch nicht verborgen, und bequemerweise hauen sie dann gleich alle Gäste = Kunden in eine Pfanne und legen allen das gleiche Gängelband an. Siehe dazu das tolle Editorial "Nachgedanken" Heft 04/2007 der Unterwasser.

Wer davon zumindest noch kurzfristig profitiert, das ist die Tauchausbildungsbude, aber nach Ende des low level booms wird es noch Jahre dauern, bis z. B. in Ägypten wieder eine Tauchkultur wie weiland zu Zeiten von Rudi, Roland, Sepp und einigen anderen besteht.

CMAS und SSI verlangen wenigstens noch eine gewisse Anzahl von Pflichttauchgängen nach dem Einsteigerlevel, PADI ist nun im Mittelfeld, und NAUI schießt den Vogel einer lowest level "Ausbildung" ab!
Antwort von pressluftfreak Registriertes Mitglied am 02.06.2007 - 23:36
Ja, CMAS is Best, Padi ist jetzt im Mittelfeld! Jawoll, so ist das nu mal. Reine Feststellung.

1 Zander und 2 Hechte gesichtet, heute im See. Denen war meine Brevetierung aber sowas von egal?!
Antwort von Fritte Registriertes Mitglied am 03.06.2007 - 09:20
@D-32
"Der Minimalismus sprengt allmählich sämtliche Grenzen! Wann kommt das Pico-Taucher-Brevetchen?"
Wieso? gibt es doch schon zu Hauf. Heißt Scuba-Diver oder so. Tauchen bis 12 m in Begleitung eines TL oder Teichmeisters.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 04.06.2007 - 09:14
Nowo, "Ich habe auch nie etwas anderes behauptet ..."

Da hast Du Recht, und ich habe auch nicht behauptet, dass Du das behauptet hast. Sondern, "wenn NAUI eine anerkannte Tauchsport-Organisation ist, DANN darf ...."

Ist NAUI das denn nun, eine anerkannte Tauchsport-Organisation? Bis vor dieser Diskussionsrunde haben sicherlich viele den Namen noch gar nicht gekannt?!
Antwort von Nowotaucher Registriertes Mitglied am 04.06.2007 - 09:48
Hallo Telemar-king,

ok, dann habe ich Dich gründlich missverstanden.

Zu NAUI: Ja, die sind auf jeden Fall eine anerkannte Tauchsport Organisation. In Europa vielleicht nicht ganz so bekannt, aber sie gehört tatsächlich mit zu den ältesten Tauchorgs (bzw. war meines Wissens sogar die erste), gegründet 1959 u.a. von Albert Tillman. Jacques-Yves Cousteau war einer der beratenden Vorstände der Organisation. NAUI genießt (zumindest in den USA, wo sie deutlich bekannter sind) einen ausgezeichneten Ruf.

Etwas, aber nicht viel mehr Info bei Wikipedia:
Hier klicken

Gut Luft,

Andreas
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 04.06.2007 - 10:02
> Lästermodus ein

Na ja, angesichts der Bildungsmentalität in USA muss ein guter Ruf nicht gleichbedeutend mit guter Qualität sein.

> Lästermodus aus
Antwort von Nowotaucher Registriertes Mitglied am 04.06.2007 - 10:14
Ach ja, kleiner Nachtrag:

NAUI war bis 1987 Mitglied von CMAS.

Und apropos ehemaliges CMAS Mitglied, der BSAC ist tatsächlich noch früher gegründet worden als NAUI, nämlich 1953. Auch früher wurde meines Wissens der
VDST gegründet (1954) und PADI dann 1966.

So, ich hoffe, das stimmt jetzt alles

Gut Luft,

Andreas
Antwort von Kein_Nick_eingefallen Registriertes Mitglied am 04.06.2007 - 15:53
@D: Na wie gut, dass die Bildung in Deutschland so viel besser ist. Wo genau sind wir bei PISA gelandet ? WIMRE USA Platz 15, Deutschland Platz 21. OK, Platz 15 ist auch Scheisse, aber immerhin noch vor uns.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 04.06.2007 - 18:57
Nochmal zur Ausgangsfrage zurück: Ich glaube nict, dass das ein Tiefnrausch war. Der OP ist ein blutiger Anfänger, der jeder von uns mal war, und hat Angst vor dem TR. Und das ist gut so, weil er unerfahren ist und die Angst ihn vor Überforderung schützt.

Ich halte es für keine gute Idee, mit Kursen hochtrabender Namen dem Anfänger eine Sicherheit vorzugaukeln, dass er die schützende Angst verliert ("bin jetzt Rescue Diver"), sondern besser ist es, erfahrene Buddies (keine kommerz. Tauchlehrer) zu suchen und 30-50 Tauchgänge unter verschiedenen Bedingungen zu machen. Dann möge Björn diese Diskussion noch mal lesen - er wird staunen.
Grüße
Klaus
Antwort von hastemalneflaschebier am 04.06.2007 - 22:09
Ich glaube an den tiefen Rausch, bei Dunkelheit, ab 10.
Und wie Testergebnisse und Wahlen manipuliert werden, das wissen die Amis wohl besser. Hilfe gibts im Osten, aber die wollte ja keiner...
Antwort von napoleon-knutscher Registriertes Mitglied am 05.06.2007 - 14:34
Hallo Björn,

nachdem ich mich durch den bisherigen Thread gelesen habe, juckt es mir in den Fingern ...

Dir ist selbst bewusst, dass du keinen Tiefenrausch hattest, sondern Schwindelgefühle auf Grund eines mangelhaften Druckausgleichs. So weit, so gut. Derartiges wird dir im Laufe deines Taucherlebens immer wieder passieren - da nützen auch 5000 Tauchgänge nichts. Es geht bei diesem Problem also darum, innerlich auf solche Situationen vorbereitet zu sein und zu lernen, damit umzugehen, ohne in Panik zu geraten.

Deine Frage nach dem Tiefenrausch ist ja schon mehrfach beantwortet worden. Ich finde es auch mehr als verständlich - und vernünftig (!) - dass du dich mit dem Thema Tiefenrausch beschäftigst. Ich selbst bin keine Tiefenjägerin und habe aus verschiedenen Gründen, die nichts mit einem Tiefenrausch zu tun hatten, eher schlechte Erfahrungen in der Tiefe gemacht und bin dieser dann jahrelang aus dem Weg gegangen ...

Mit Hilfe von erfahrenen Taucherfreunden und hervorragenden Tauchlehrern habe ich mich aber systematisch wieder ans Wasser und die Tiefen herangewagt und schließlich dann auch eine Druckkammersiulation auf 50 m Tiefe mitgemacht. Was ein extrem lustiges Erlebnis war: Ein Rausch ist schließlich ein Rausch und unter diesen kontrollierten Bedingungen (Schulung, Briefing, Monitorüberwachung, ärztliche Begleitung) sicher für viele Menschen eine Möglichkeit, ihren Ängsten rund um das "mystische Thema Tiefenrausch" zu begegnen. Diese Fahrten kosten zwishcen 50 € und 75 €. In deinem Fall sicher kein verschwendetes Geld und auch für Menschen ohne Angst vor Tiefenrausch ein spannendes Erlebnis. Und lustig!!!

Und selbst, wenn du dann immer noch "Angst" vor der Tiefe hast: Dann hast du sie eben! Ängste sind ein Warnsignal unserer Seele. Und wenn du dich unterhalb von zehn, 20 Metern unwohl fühlst, dann bleibst du halt in einer Tiefe, in der du dich gut und sicher fühlst. Alles andere ist Unsinn, gefährdet dich selbst und andere!

Natürlich kann es reizvoll sein, tiefer zu tauchen, weil man dort bestimmte Felsformationen, Wracks oder anderes sehen kann. Aber eben alles zu seiner Zeit!

Deiner pauschalen Aussage, "obwohl mann schlechter sieht und weniger Fische dort sind?" muss ich leider widersprechen: In vielen Bergseen siehst du sogar erst ab einer Tiefe von unter 20 Metern wieder halbwegs gescheit. Vom Roten Meer und den herrlichen Drop-Offs will ich lieber gar nicht erst anfangen zu schwärmen ...

Dass von deiner Ausbildungsorganisation eine Ausbildung zum Rescue Diver direkt im Anschluss an den OWD möglich ist, haut mich um. Ich finde es gut, dass du dich mit Themen wie Stress unter Wasser und dem Umgang damit so wie der (Selbst-)Rettung auseinandersetzt. Aber direkt nach dem OWD hätten dir ein paar mehr Tauchgänge mit erfahrenen Buddies und ein gutes Buch zum Thema Taucherstress sicher besser getan!

Du schreibst "Den Kurs mache ich für mich, um einfach mehr Sicherheit zu bekommen." Gut, du solltes JEDEN Kurs nur für dich machen und nicht etwa, weil dich deine Tauschschule dazu überredet oder als Reaktion auf Gruppendruck. Mehr Sicherheit gewinnst du vermutlich nur in Maßen, so lange es dich noch irritiert, aus der Tiefe nach oben zu schauen. Ich zitiere: "Und das nach oben schauen ins dunkle war nicht gerade hilfreich." So lange du dieses Problem nicht im Griff hast, bist du in meinen Augen nach in einer Ausbildung zum Rescue Diver fehl am Platz.

Wenn dich das Thema Erste Hilfe interessiert, hätte es auch eine entsprechende Ausbildung getan. Du kannst sogar über den normalen EH-Kurs hinausgehen und dich zum Sanitätsdiensthelfer ausbilden lassen.

Wie gesagt: Den Rescue-Kurs sollte jeder mal absolvieren. Also dafür ein dickes Lob! Aber eben besser erst dann, wenn du ein wirklich sicherer Taucher bist.

Mich wundert auch, dass du über diese Probleme nicht mit deinem TL sprichst und gemeinsam mit ihm daran arbeitest, bevor du den nächsten Schritt deiner Taucherkarriere in Angriff nimmst. Sollten TLs nicht auch dazu da sein, über Ängste und Stress beim Tauchen zu sprechen? Meine waren und sind es jedenfalls!

Auch diese Aussage von dir bestärkt in mir nicht das Gefühl, dass du bei einem guten TL gelandet bist: "Die Sache mit der Angst häte ich wohl besser im Griff gehabt wenn ich gewusst hätte was da passiert." Habt ihr da während deines OWD-Kurses nie drüber gesprochen? Liest du keine Bücher zum Thema Tauchen?

Aber ich will jetzt nicht auf deinem TL rumhacken, ohne ihn zu kennen (auch wenn mich die Ausbildungstruktur bei NAUI irritiert ...): Es liegt in DEINER Verantwortung, Probleme anzusprechen!

Wenn dir während deiner Tauchausbildung etwas nicht geheuer ist, bist du in der Pflicht, das Thema auf- und anzugreifen.

Wieso gehst du nicht mit "Profis" in Wasser? Und wer ist überhaupt ein Profi für dich? Ein AOWDler mit 500 Tauchgängen? Ein TL? Ein Apnoetaucher, der auf ein Gerät ganz verzichten kann?

Ich kenne OWDler, die einfach aus Freude am Tauchen unterwegs sind und gar keine Specialties mehr machen (oder sie sich zumindest nicht brevetieren lassen). Und ich habe leider auch ein, zwei TLs gekannt, die man bei allem Großmut nur als grottenschlecht bezeichnen kann. Glücklicherweise musste ich bei letzteren keine Ausbildung machen; allein, ihnen zuzusehen, hat mir schon gereicht.

Erfahrene Taucher sind Taucher, die dir dabei helfen können, dein taucherisches Potenzial voll auszuschöpfen und zu entwickeln. Und das macht Spaß!

Dabei ist es egal, ob du auf vier oder auf 40 Metern "perfekt" tauchst. Wobei ich genug Leute kenne, die im Flachwasser nicht tarieren können ...

Mein Rat: Sprich mit deinem TL, führe ein sachliches, ruhiges Gespräch über deine Ängste und suche dir ein paar gute Buddies.

Alles Liebe!

Sissi
Antwort von Gunni Registriertes Mitglied am 05.06.2007 - 16:22
das thema ist ja schon recht erschöpfend beantwortet aber eins hab ich beim überfliegen nicht gesehen.

der tiefenrausch setzt nicht plötzlich ein. das ist nicht wie volltrunken in 2 sekunden. mein tiefster tauchgang bislang war 58 meter und ich würde nun gerne behaupten, ich hätte noch nie einen tiefenrausch gehabt.

die wahrheit ist, dass ich mit sicherheit einen hatte, nur nichts davon gemerkt habe. der erwähnte 58 meter tauchgang sollte eigentlich bei einem sportboot-wrack auf 50 meter tiefe enden. als wir dort waren und mein luftverbrauch halbwegst ok war dachte ich mir "ach, schaust dir mal die schraube an" boot lag leicht schräg mit heck nach unten" was ich dann auch getan habe. ausgemacht war 50 meter, die schraube lag auf 56 und ich bin mal drum rum getaucht.
dann hab ich gemerkt, dass es zeit ist, wieder bissi höhe zu gewinnen und bin aufgestiegen.
berauscht gefühlt habe ich mich die ganze zeit nicht. auffällig aber war, dass ich mich von meiner frau etwas weiter entfernt habe als ich das normaler weise mache und das auch noch auf über 50 meter tiefe, wo wir bei tiefen tauchgängen normal eher sehr eng zusammen bleiben.
einen richtigen rausch in dem sinne hatte ich glaube ich nicht, aber ich war leichtsinniger als angebracht gewesen wäre.
wenn du dir einen andüdelst springst du ja auch nicht vors nächste auto oder machst sonst was total unsinniges, du wirst auch nur leichtsinniger und leidest an selbstüberschätzung.
wichtig ist, dass wenn es passiert dein buddy dich zurückpfeifft, meine frau wurde auch schon nervös und hat sich überlegt ob sich einschreiten soll.
wie auch immer, ein tiefenrausch kommt bei tieftauchgängen sicherlich. ab welcher tiefe hängt von unheimlich viel faktoren ab und kann nicht exact vorhergesagt werden.
ich behaupte einfach mal, dass fast alle taucher schon mal einen hatten, aber nur sehr sehr sehr wenige haben dadurch schaden genommen. es ist also nichts wovor du dich fürchten müsstest.
Antwort von deep_teichdümpler am 04.09.2007 - 09:34
Naja ich kenne den TL aus eigener Erfahrung. Hier trifft nach meinen Erfahrungen fast alles zu, was immer wieder über kommerzielle Tauchschulen gesagt wird, die im Hau-Ruck Verfahren Anfänger brevetieren. (Wobei die Theorie des NAUI Scuba Diver Kurses wirklich fundiert ist und sich vom Level her durchaus mit der CMAS-Ausbildung vergleichen lässt, wenn man die albernen Ami-Manierismen mal ausser acht lässt)
Meine sämtlichen Ausbildungs-TG wurden nach dem Motto schnell-schnell durchgezogen, teils mit echt schrottiger, unzureichender oder nicht vorhandener Ausrüstung.
Der Hammer war der Pflicht-Tieftauchgang im "Advanced" Kurs:
3 Tauchkurse parallel, pro TL 6 Schüler, 21 Meter, 2 M Sicht, kalt + zappenduster, der TL hat als einziger ne Lampe dabei und wartet unten ...

Nach dem "Reaktionstest" auf MAx. Tiefe mit dem TL schau ich mich nach meinem Buddy um, auch so nem "Rescue"diver, der zur Unterstützung des TL auf mich aufpassen sollte: Uups, Buddy ist verschwunden! Bin dann alleine aufgetaucht, Sicherheitsstop in 3 M, danach sehe ich meinen "Rescue-"Buddy 25 M abseits an der Oberfläche. Was war denn los? "ich hatte Wasser in der Maske, da bin ich aufgetaucht" Zu nem kurzen Handzeichen hatte es bei ihm dann wohl nicht mehr gereicht.



So passieren Tauchunfälle.

Naja ich hab den Kurs durchgezogen und bin doch noch ein halbwegs anständiger Taucher geworden. dabei geholfen hat mir vor allem Tauchen, Tauchen, Tauchen

Aber mein Tipp an jeden Anfänger, auch nach meinen Erfahrungen mit anderen Tauchschulen: Verband schnurzegal!! Suche Dir den *TL* sorgfältig aus, Sympathie ist wie ich finde nicht unwichtig, und mache nie, nie einen Anfängerkurs bei einem TL mit mehr als 1000 TG.
Die geballte Erfahrung von mehreren tausend TG kann den anscheinend unvermeidlichen Überdruß an der Anfängerausbildung nicht wettmachen.

Antwort von Achillesferse Registriertes Mitglied am 22.11.2007 - 19:50
Leider sehe ich dieses Thema viel zu spät

eines möchte ich aber dennoch zufügen, was mich wirklich schockiert hat, 6 Schüler auf einen TL ?? auf 21 m ?

NAUI hat für Deutschland einen zuständigen Representative, Sitz: Berlin. Dieser hätte sich 100% um diesen Fall (und auch TL) gekümmert.


Ich bin mir da ziemlich sicher

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