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Angsthase
Abgesandt von olli69 Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 01:19:

Hallo!
Hab mal ne Frage an die Tauchausbilder!!!
Ich hab einen bekannten Taucher im meinem Umfeld der seine Angst nicht ablegen will!
Sogar in Ägypten wo er sein Schein gemacht hat
reagiert er panisch auf Tiefe.Er ist jetzt AOWD
mit ungefähr 50-60 TG.Meine Frau sagte,er bräuchte mal einen TG alleine..(ohne Verantwortung gegenüber dem Partner)
Leider stimme ich dem garnicht zu!
Meine Therapie wäre Flachwasser-TG`s bis zum erbrechen.Habt ihr auch schon mal so einen hartnäckigen Fall gehabt?Und wenn,wie seit ihr damit umgegangen?Danke....



Antwort von Trilaminator Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 02:23
mhhhh manchmal hilft eine Psychotherapie gnaz one Medikamente bei ANGST .... Angst ist eine Krankheit die man gut therapieren kann ....

einfach mal den hausarzt fragen udn dann schauen das man einen guten Therapeuten findet ....

als ich noch aktiv ausgebildet habe ... einfach mit viel Ruhe udn Geduld an den schüler rangehen immer wieder erklären ... im alles zeigen ... und immer helfend zur Seite stehen !!!

Ruhe und Geduld und VIEL Zeit sind am wichtigsten!

Gruß
Trilaminator
Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 03:44
Tauchen soll Spaß machen. Wenn Dein Bekannter nur auf Tiefe panisch reagiert, dann sollte er nur so tief tauchen, wie es ihm Spaß macht.
Immer schön entspannt tauchen.
Gruß Klaus
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 06:54
100% richtig, klaus.

Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wieso es immer wieder vorkommt, dass jemand bis hin zur Panik tauscht. Und damit meine ich nicht einen unvorhergesehenen Zwischenfall sondern ein bewusstes und deutliches Überschreiten der eigenen Grenzen.
Wenn einer Probleme mit großer Tiefe hat dann sollten seine Buddys so fair sein das bei gemeinsamen Taugängen zu berücksichtigen.
Ihn alleine ins Wasser zu schicken ist jedenfalls voll daneben!

Er sollte sich auf Auslandsbasen allerdings besser als OWD anmelden, dann hat er es leichter.
Antwort von Weltverbandsseniorenbeauftragte Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 07:41
Ja, flach tauchen. Entweder die Angst legt sich oder Tauchen ist nicht die richtige Sportart.

Tri, was bildet man denn als Einsterntaucher aus?
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 22.08.2006 - 08:12
Hallo,
da Angst zu Panik führen kann ist sie eine ernsthafte Bedrohung unter Wasser.

Wichtig wäre ein geduldiger einfühlsamer TL mit dem er seine Grenzen in Ruhe erarbeiten und womöglich verschieben kann. Aber wie Klaus schon schrieb, nicht jeder muß tief tauchen.

@olli69
schreib mir mal eine PM, dann schauen wir mal ob
wir nicht dirket helfen können.

Sicherlich mal interessant sich auszuleihen ist:
Hier klicken
= "Tauchen ohne Angst"

Grüße
Gunther
Antwort von KarinM Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 08:15
Viel reden und viel Geduld hilft! Du solltest herausfinden warum er Angst hat und die Ursachen bekämpfen.
Ich kannte mal jemanden, der panisch wurde, wenn er die 30 meter überschritten hatte. Ich habe gesehen, dass er sich total auf den Tiefenmesser fixiert. Irgendwann habe ich ihm mal meine Lampe gegeben und auf einmal waren die 30 meter gar kein Problem mehr.
Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 08:16
@Trilaminator, du nimmst doch noch deine Medikamente??? Und was sagt inzwischen DEIN Therapeut??? Du kennst dich ja damit aus.
Musste dies einfach los werden, weil du ja 0lli 69 schon Tipps gibst.

Nun zur Frage: Mit 50 - 60 Tauchgängen sollte er sich lieber dem Schnorcheln zuwenden. Es gibt Leute, die sind einfach fürs Tauchen nicht geschaffen. Das muss man akzeptieren, am besten bevor etwas passiert. Mit Erzwingen geht es nicht. Manchmal muss man der Wahrheit ins Auge schauen und mit einem Freund erst recht Tacheles reden können. Wozu hat man Freunde?

Antwort von Tümpeltaucher de Luxe Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 10:18
Wie wäre es mit flachen Tauchgängen im trüben flachen Baggersee, ganz ohne Tiefenmesser?
wenn er sich daran gewöhnt hat wird er unter besseren Bedingungen die tiefe nicht als ganz soo bedrohlich empfinden
Antwort von klarwassertaucher am 22.08.2006 - 10:48
Moin,
Ich bin zwar kein Ausbilder, aber weil ich auch schon als Buddy mit so einem Fall zu tun hatte:

Angst hat viele Gesichter und es gibt auch Leute, die einfach aus übertriebenem sozialen Verantwortungsgefühl verkrampfen, wenn sie in eine (tatsächliche oder vermeintliche) Garantenstellung hineingeraten. Der ständige Gedanke, ob man tatsächlich in der Lage wäre seinem Buddy in einer kritischen Situation auch helfen zu können, kann für solche Leute schon arg belastend und u.U. auch panikfördernd sein. Insofern k ö n n t e es schon sein, dass ein Solotauchgang (weil man sich dabei „nur um sich selbst“ kümmern muss) hier befreiend wirkt. Es k ö n n t e aber auch etwas anderes dahinterstecken- dann wäre ein Solo-TG u.U. fatal. Mal die Abklärung durch einen Fachmann (die immer anzuraten ist) aussen vor- Wie wäre es mit einem „Solo-TG zu zweit“? D.h. als Partner ein Tauchlehrer oder ein sehr erfahrener Taucher, der den Kandidaten im Auge behalten und notfalls eingreifen kann, aber erklärterweise kein „Buddy“ ist, um den man sich kümmern muss. Ich habe auch schon den Fall erlebt, dass das allein das Weglassen des Tiefenmessers/ Computers (tauchen nur nach Fini, der Buddy übernimmt die TG-Führung ) die „Tiefenangst“ wegen mangelnder Kontrollmöglichkeit wegnimmt. 40m in klarem Wasser nachmittags gegen zwei bei strahlender Sonne wirkt nur halb so tief wie 20m gegen Abend bei bedecktem Himmel und leicht getrübtem Wasser.....

Wenn alles nichts hilft: Aufhören ist auch eine Alternative. Sich erfolgreich durch 200 TG hindurchgefürchtet zu haben ist weder heldenhaft noch erhebend, sondern schlicht (teurer) Blödsinn.

Mit freundlichen Grüssen,

Hartmut
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 12:28
olli69, wo liegt denn die `Angsttiefe` Deines Dir bekannten Tauchers? Wenn er AOWD mit fast 60 TG ist, ist er doch `n klasse Kerl?! Warum wollt Ihr ihn auf `Tiefe` zwingen, zumal man in unseren einheimischen, als auch in den fernen Tauchgewässern in der `Flache` am meisten zu sehen bekommt.

Und ab wann erbrichst Du in die Flachwassertherapie? Wenn er auf 120 TG raufgeklettert ist? Dann hätte er mehr TG als manch anderer hier im taucher.net.

Auch mir wird es flau im Magen, wenn ich an der Galerie im Walchensee auf 40m bin und unter mir die kalte, dunkle Tiefe der 197m spüre. Hu, da wird mir immer ganz mulmig vor Respekt. Aber Respekt vor der Tiefe ist sicherlich etwas anderes als Angst vor der Tiefe.

Deshalb soll er seine Angst möglichst behalten, weil dann wird ihm die Tiefe nie respektlos.
Antwort von Markus E Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 12:46
Warum muß eigentlich jeder tauchen dürfen / können / sollen?

Kandidaten mit Angst, kaputten Trommelfellen oder stärkeren körperlichen Behinderungen müssen nicht ins Wasser.

Wer nach 60TG immer noch Angst hat, soll gefälligst das Hobby wechseln und nicht noch sein Tauchpartner gefährden. Das ist Fahrlässig.

Wenn ich mir hier die Anfragen von Leuten durchlese, die anfragen, wie sie es denn jetzt doch noch schaffen können, zu tauchen, fehlt mir das Verständniss. Diesen Leuten muß man auch mal klar sagen, wie`s ist. Das ist hier schließlich kein verbaler Streichelzoo. Wer`s nicht abkann, hat selber schuld.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 13:42
"...Sogar in Ägypten wo er sein Schein gemacht hat reagiert er panisch auf Tiefe.Er ist jetzt AOWD..." :-> Wer wirklich ANGST hat und sich z.B. durch Gruppendruck usw. eventuell zu Tauchgängen verleiten lässt, die nicht in seinen Grenzen liegen, ist nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern alle anderen. Als AOWD werden Tieftauchkenntnisse unterstellt. Wer zu PANIK neigt, gehört erst recht nicht ins Wasser, denn eine Grundvoraussetzung des Tauchens ist eine Portion Gelassenheit, Ruhe und die Fähigkeit zum Krisenmanagement ... stop, breath, act ... Auf jeden Fall zeigt deine Schilderung, dass Wasser nicht das Element deines Bekannten ist, indem er sich WOHL fühlt. Insofern ist das Problem sicher nicht nur Tiefe. Es besthet zumindes die Gefahr, dass auch andere Gegebenheiten (Strömung, Dunkelheit usf) zu einem weiteren Problem eskalieren können.Ich rate deinem Bekannten entweder das Tauchen aufzuhören, oder die AOWD-Karte einzumotten und als OWD ausschließlich begleitete TG`s an schönen, flachen Hausriffen durchzuführen. Vielleicht machts ja irgendwann mal "Klick" (denn Angst entsteht im Kopf). Zweifle jedoch daran, denn nach 60 TG sollte sich die Gelassenheit im Element schon eingestellt haben.
Grüße
SH
Antwort von eanxnoob am 22.08.2006 - 15:06
Ist dein AOWD denn sonst eher ein ruhiger Typ oder von Natur aus schon ein bisschen hysterisch??
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 15:40
Eher ein ruhiger Typ. Treffen sich zwei Tauchschüler, sagt der eine zum anderen "Na, Auch Ohne Wasser Durch?" Durch die Prüfung, kapiert? AOWD.
Ach was bin ich lustig heute, nur noch wenige Stunden bis zum Urlaubsbeginn...
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 17:04
Allgemeine Freude
`tschuldigung, aber die Steilvorlage mußte ich nutzen.
Antwort von Schaffel Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 19:25
@Olli69
Kann es nicht sein, dass Dein Freund eher ein Problem mit seinem Buddy als mit der Tiefe hat? Wenn jemand, der gar nicht tief runter will, gegen seinen Willen tiefer geht (seis, weil der Buddy drängt, ihn mit hinunter"zieht" oder er es macht, um dem Buddy den Tauchgang nicht zu vermiesen), führt das zu erhöhtem Druck und kann so zu Angst, Unwohlsein bzw. Panik führen.
Ich meine, dass es am besten helfen würde, wenn Dein Freund mit jemandem taucht, der von vornherein klarstellt, dass er nicht tiefer will als Dein Freund, so dass der Tauchgang ganz entspannt ablaufen kann. Auch der Gedanke "nur wegen mir Depp kann mein Buddy nicht tiefer gehen, das kann nicht sein, wird schon gut gehen" muss von vornherein angesprochen und ausgeschlossen werden. Wenn man so einige entspannte TG gemacht hat, weiss man woran man ist. Wenn es dann immer noch nicht klappt (wobei wir ja nicht wissen, in welcher Tiefe die Panik einsetzt), kann es sein, dass der Tauchsport wirklich nicht das richtige für Deinen Freund ist. Ohne davor mal wirklich jeden Stress ausgeschaltet zu haben, kann man das aber auf keinen Fall beurteilen.
LG Schaffel
Antwort von fbdiving Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 22:35
Bevor jetzt noch mehr "Hobby-Psychologen" Therapien und Medikationen empfehlen:
Es gibt ein sehr gutes Buch über diesen Themenbereich, wie man mit diesen "Verstandesängsten" und "Gefühlsängsten" umgehen kann:
Monika Rahimi: Tauchen ohne Angst
BLV Verlagsgesellschaft
ISBN 3-405-16119-3

Dies sollte Dein Bekannter mal aufmerksam lesen, um seine Situation selbst einschätzen zu können.
Antwort von superfisch Registriertes Mitglied am 24.08.2006 - 14:10
Mal eine etwas andere Lösungsmöglichkeit:

Dein Buddy sollte mal etwas Apnoe-Training machen.
Dadurch bekommt er evtl. etwas "Ruhe" im Umgang mit dem Wasser - und wenn er oft genug übt verliert sich die Tiefenangst relativ schnell. Zum Training am besten ein recht trübes/dunkles Loch suchen - da sieht er den Unterschied zwischen 5m und 15m nicht so schnell und wird dementsprechend an das Umfeld gewöhnt.
Diese Methode hat in unserem Verein dem ein oder anderen Anfänger recht schnell die "Angst/Panik" vertrieben - auch wenn es bei deinem Buddy schon recht spät dazu ist.

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