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Apeks-Automaten
Abgesandt von markH Registriertes Mitglied am 12.03.2006 - 18:31:

Nach dem in letzter Zeit vermehrt Berichte über "abblasende" Apeks-Automaten durch die (Tauch)Presse geistern, würde ich gerne von (erfahrenen) Useren von Apeks-Automaten hören ob dies tatsächlich so ist. Die Messungen fanden ja immer in einer Testkammer statt. Angeblich soll das an der sog. Überkompensation des Mitteldrucks liegen. Wieso ist der überhaupt überkompensiert bzw. welcher Vorteil entsteht daraus? Hab mir selbst vor einiger Zeit ne DS4 mit ATX 50 zugelegt. Hatte bisher aber noch nicht die Möglichkeit die Dinger in der Realität zu testen (zumindest nicht etwas tiefer). Wie kann eventuell "Abhilfe" geschaffen werden? Vielen Dank für Eure Meinung/Tipps. Und bitte keine Glaubensdisskussion sondern fachliche Antworten. Dankeschön nachmal und Gut LUFT!!!



Antwort von Olaf_D Registriertes Mitglied am 12.03.2006 - 18:54
Nächste Woche kann ich Dir Näheres sagen, da bin ich schlauer.
Hatte meine Apekse (DS4 / TX bzw ATX 50) bisher "nur" 5mal im Eis, da allerdings ohne die geringsten Probleme; im Gegenteil, ich fand sie sehr viel angenehmer als meine alten Cyclon 5000.

Das trifft aber nicht Deine Frage.

Die Überkompensation soll laut Bedienungsanleitung ein leichtes Atmen auch in Tiefen bis zu 70 m möglich machen, da die zunehmende Dichte des Atemgases durch eine überproportional höheren Mitteldruck ausgegelichen werden soll. Ob`s funktioniert ? Wie gesagt, nächste Woche.

Abhilfe :

Ich muss es leider mal wieder sagen : Bedienungsanleitung lesen hilft
Apeks empfiehlt, vor tieferen Tauchgängen das Rädchen für den Atemwiderstand 2 Umdrehungen "zuzudrehen"; der höhere Mitteldruck soll somit durch eine höhere Federspannung in der 2. Stufe ausgeglichen werden.

Klingt für mich vernünftig.

Das mit den 2 Umdrehungen wird auch für sehr kaltes Wasser empfohlen, und da hat es gefunzt.

Wie gesagt : Nächste Woche mehr, falls gewünscht.

Und falls doch abblasen : MD an die untere Grenze regulieren (9 bar); macht dann schon mal ein bar weniger (kann reichen).

Im Übrigen bin ich mir gar nicht sicher, ob die Überkompensation Absicht war oder nur auf die "Unfähigkeit" zurückzuführen ist, die "Trockenkammer" mit einem nicht kompressiblern Medium (Silikonöl...) zu füllen... aber jetzt wirds technisch.

Hat Apeks denn nicht genug Anzeigen geschaltet
Außerdem betrifft das Problem doch eh nur die Todeszone, kann also für die Tauchzeitschriften nicht relevant sein.

Gruß

Olaf
Antwort von TestDiver am 12.03.2006 - 18:55
Hai,

ich selber tauche die Kombination Apeks ATX100+ATX40 seit 3 Jahren und bin sehr zufrieden damit. Meine Frau hatte zu Anfang einen Poseidon, der hat aber nur Wasser gesehen, da blies der schon ab. Haben die Techniker in dem sehr guten Shop nicht in den Griff bekommen. Jetzt hat sie auch Apeks und ist glücklich.
Ich traue solchen "Tests" grundsätzlich nicht, da spielen zu viele Faktoren eine Rolle, die ich hier aus rechtlichen Gründen lieber nicht aufzählen möchte...
Antwort von 7mm Registriertes Mitglied am 12.03.2006 - 21:10
Erklaerung der technischen Seite duerfte gegeben sein.

Erfahrung: Apeks macht mich gluecklich, einfach keine Probleme damit.

Testberichte, wer eben die Anzeigen schaltet und in welcher Zeitschrift... .
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 13.03.2006 - 07:31
Der entsprechende Test steht im Divemaster und betrifft eher Tiefen jenseits der 50 m. Der Prüfer ist eher nicht von Anzeigen etc. beeinflusst.
Antwort von Frankba Registriertes Mitglied am 13.03.2006 - 08:36
Meine ATX200 sollen ja besonders schlecht sein....ich hab sie jetzt 3 Jahre und bin bis 115m absolut zufrieden...
Antwort von Harald Lehmann Registriertes Mitglied am 13.03.2006 - 09:50
hai Leute,

hab selber mehrere (A)TX50 / TX40 mit DST oder DS4 und bin absolut zufrieden.
Den Divemaster habe ich nicht, kann mir jemand den Gefallen machen und den Bericht per Mail schicken. Vielen Dank!!

Dann soll der ATX200 "innen" baugleich mit den "alten" LA´s sein - kann hierzu jemand etwas sagen? Gibts da "im Inneren" wirklich große Unterschiede?
Wer kann da Auskunft geben und ev. die Unterschiede zu "Papier" bringen?

Schon mal vielen Dank!
Gruß
Harald

Antwort von Peter Gaertner Registriertes Mitglied am 13.03.2006 - 10:07
Die Überkompensation betrifft die erste Stufe: In der Druckübertragung in der Drychamber sind die Durchmesser der Flächen oben und unten etwas Unterschiedlich, was zu einer Krafttransformation führt. Am Ende bedeutet das, daß der Mitteldruck etwas schneller als der Umgebungsdruck steigt um so die Zunhemende Zähigkeit des Gases bei steigendem Druck zu kompensieren. Das ist aber so ausgelegt, daß auch im Bereich 100m noch keine Probleme auftreten können.
Oft sind die Apeksautomaten von Werk aus sehr leicht eingestellt, um einen optimalen Atemkomfort zu liefern. Ich drehe die zweiten Stufen immer etwas zurück.
Die erste Stufe des ATX200 hat größere Querschnitte, die man in meinen Augen nicht braucht und einen austauschbaren Hochdrucksitz. Die zweite Stufe des ATX200 hat noch eine Einstellmöglichkeit mehr für den Ansprechdruck des Reglers, den ich auch noch nie vermisst habe.

Grüßle
Peter
Antwort von conger Registriertes Mitglied am 13.03.2006 - 10:55
Hallo,
Muss mich Olaf auch anschliessen:
Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Das Einstellrad
soll lt. Bedienungsanleitung erst komplett
zugedreht, dan um drei Umdrehungen geöffnet werden.
Von dieser Einstellung steht nichts im Testbericht. Nimmt man diese Einstellung nicht
vor kommt es durchaus zu schnellem Abblasen.
Habe auch mehrere Apeks-Regler, darunter auch einen
200er, hatte jedoch bisher(in 2 Jahren) noch nie Probleme damit. Man sollte auch noch dazusagen,
das eben dieses Testlabor Tests an gewissen Beuchat Reglern durchgeführt hat, diese für sehr gut befunden hat, was keinesfalls der Realität
entsprach. Zumindest nicht in Hinsicht auf ihre Kaltwassertauglichkeit.

Gruss,

Conger
Antwort von Blub CH Registriertes Mitglied am 13.03.2006 - 17:42
ich habe meine Apeks nun glaube ich etwa 9 jahre und sie haben natürlich auch schon abgeblasen, aber das lag eher daran, das meine Wartungszyklen von solchen Ereignissen abhängen.
ansonsten kann ich aber nur sagen, das ich mit $-pro Automaten eben so wenig probleme bisher hatte.
Liegt vielleicht auch daran, das Trimix geatmet wird.
Ach ja es handelt sich um 2 TX 50 mit DST Stufen.
grüässli Blub
Antwort von Gavin Registriertes Mitglied am 14.03.2006 - 00:34
Mark Ellyatt berichtete schon vor einiger Zeit auf seiner Webside von solchen Vorfällen mit abblasenden 1.Stufen.
Hier klicken
Eine gekürtzte Fassung gibt es übersetzt bei Mares.
Hier klicken
Gab es auch schon mal hier.
Hier klicken
Antwort von ojasehr am 14.03.2006 - 16:41
@ Gavin...Von wem wird Eyllyatt gesponsert?
Antwort von Gavin Registriertes Mitglied am 14.03.2006 - 19:00
@ ojasehr
Ja das ist natürlich wahr. Allerdings schreibt er das Mares als Sponsor erst auf ihn zugekommen ist als sie erfahren haben das er einen Weltrekordversuch plant und dabei Maresregler benutzt. Die gesponsorten Teile sind angeblich dann auch garnicht angekommen, sondern am Zoll liegen geblieben so dass er sein eigenes Equipment benutzt hat.
Es gibt übrigens auch eine Tabelle auf seiner Seite, auf der die Mitteldruckzunahme von 0-300m aufgeführt wird.
Hier klicken
Natürlich kann das alles frei erfunden sein. diese Geschichte, sowie eventuelle Probleme mit Apeksreglern.
Wer weiß das schon? Ich jedenfalls nicht.
Antwort von ojasehr am 14.03.2006 - 19:15
Gavin, lies Dir durch was er zu RGBM und Wienke zu sagen hat...er ist brutalst mit einem sehr tiefen RGBM-Profil in der Druckkammer gelandet, also ist Mr. Wienke schuld...der hat für mich einen an der Waffel. Zeigt gerne mit dem Finger auf andere obwohl er nicht mal seine Hausaufgaben gemacht hat.
Der kann noch so tief tauchen, es bleibt schwer für mich, den ernst zu nehmen.
Antwort von ojasehr am 14.03.2006 - 19:24
ach ja, er bietet jetzt komischerweise eine eigene Dekosoftware an...hat auch noch nicht bemerkt, dass der Dreck mit dem man andere bewirft selbst zu schnell an einem selbst kleben bleibt.
Antwort von markH Registriertes Mitglied am 14.03.2006 - 19:40
@ ojasehr

ich wollte fachliche antworten zum thema apeks automaten. keine glaubensdiskussionen.... siehe auch vorletzter satz meiner frage.
danke und bis dahin...
gruss
Antwort von Chris75 Registriertes Mitglied am 14.03.2006 - 22:58
Ich habe als Hauptautomaten einen ATX200, der von mir mitunter jede Woche mehrfach getaucht wird. Zuletzt war ich damit vor just 6 Stunden im Wasser.
Der Automat atmet sich sehr komfortabel, egal welche Tiefe, auch über 40m ist er gut zu atmen.
Abgeblasen hat er noch nie, ich habe neulich einen Test gelesen, worin Scuba..... den ersten Platz gemacht hat und Apeks auf Platz 7 oder so gelandet ist.
Alles Müll, vertaue nicht so arg der " Fachpresse ", unterhalte Dich mit Tauchern, die auch mal tiefer gehen und mache eigene Erfahrungen und vor allem schaue mit einem Auge ab und an mal in den Tec-Bereich. Gerade dort werden die Apeks-Regler gerne getaucht und ich glaube nicht, das sich ein Tekki freiwilig auf 80m oder mehr nem unsicheren Automaten anvertraut.
Mit Sicherheit kann jeder Automat mal abblasen, jedoch kam es bei meinem Apeks noch nie vor, meinen Scuba.... mit der MK25AF hat hingegen schon tolle vereiser gehabt.

Um es kurz zu machen, ich Tauche gerne tief und kalt und möchte kommenden Sommer ne Trimix-Ausbildung machen. Apeks ist für dabei wohl sicher erste Wahl.
Antwort von ojasehr am 15.03.2006 - 09:43
markH, ich habe meine Meinung zu Herrn Ellyatt geäussert, ich halte ihn für hochgradig unseriös. Das ist eine Meinung und keine religiöse Glaubensangelegenheit. Und, Du hast vollkommen recht, jegliche Berichte in der Fachpresse gleich welcher Branche sind mit äusserster Vorsicht zu geniessen, Kungeleien und verdeckte Werbung sind da leider normal.
Schau Dich um, welcher grosse Tauchsportartikelhersteller in den letzten Jahren das aggressivste Marketing in Deutschland betrieben hat, wer hat Image- und Absatzprobleme mit seinen Atemreglern ?
Antwort von kandy3 Registriertes Mitglied am 15.03.2006 - 12:51
Hi
bei etwas Erfahrung im Kaltwassertauchen und ein bischen Überlegung kann man die Automaten ja auch auf Abblasen selber testen. z.B. in verschiedenen Tiefen, verschiedenen Temperaturen. Mit einer 2 Liter Pumpe (im Campingbereich erhältlich, Doppelhub Kolbenpumpe). Ungefähr pro 2 Sekunden einen Hub ausführen ergibt in der Minute 25 Hübe und damit eine AMV von etwa 50, weil jedesmal 2 Liter durchgezogen werden. Die EN250 spricht von AMV 62.5, also bewegt man sich innerhalb der EN250 und der Test ist nicht übertrieben.
Und was soll ich noch sagen, hab mehrere Apeks Automaten getestet und ich konnte KEINEN zum Abblasen bringen mit der Methode. Hab auch andere Marken probiert, das Ergebnis war zum Teil erschütternd. Manche haben ganze 2 Züge durchgehalten und dann mit teils heftigen Abblasen quitiert. Die Marke brauch ich, glaub ich, nicht mehr erwähnen.
Soviel zu den Tests in der Möchtegern Fachpresse.
Grüße
K3
Antwort von 7mm Registriertes Mitglied am 16.03.2006 - 20:30
Noch etwas zum Abblasen.

Eine Moeglichkeit faellt mir da noch ein, hab`s sogar selber erlebt. Der Hoehenunterschied zwischen dem Wartungsort und dem Tauchplatz.
Antwort von Gavin Registriertes Mitglied am 18.03.2006 - 14:51
@kandy3... das ist ja ne tolle Idee. Ich hätte Lust das mal zu testen. Das Wasser ist ja in den nächsten Monaten noch kalt genug. Ich habe das doch richtig verstanden der Versuch wird unter Wasser durchgeführt?

Wie schließe ich den die 2.Stufe an der Pumpe an? Es muss doch irgendwo ein Zuluftventil geben wo die Luft rein gesaugt wird.

Die Ausatemluft wird dann wohl durch den Pumpenschlauch rausgeblasen.

Über ein paar nähere Informationen würde ich mich freuen.
Antwort von kandy3 Registriertes Mitglied am 26.03.2006 - 14:26
Hi
@Gavin, habe dir eine Mail geschrieben.
K3
Antwort von scubaboy79 Registriertes Mitglied am 02.04.2006 - 02:31
Ich selber tauche Apeks DS4, DST(Stage) und TX50. Selber hatte ich noch nie eine Situation, wo einer meiner Atemregler abgeblasen hatte. Jedoch, wie oben schon angegeben, muss vorher der Regler richtig eingestellt sein, wenn du dich im Bereich des Kaltwasser befindest. Du kannst auf der Homepage von Aqualung die Bedienungsanleitung von den Reglern herunterladen und diese nochmals durchlesen. Dort ist beschrieben, wie der Regler zu handhaben ist.

sincerely scubaboy79
Antwort von markH Registriertes Mitglied am 09.04.2006 - 18:23
Hallo zusammen,

nun kann ich mehr oder weniger zu meiner Frage selbst eine Antwort geben. Wir/ich war dieses Wochenende 2 mal im Tauchturm in Berlin jeweils auf 50 m Tiefe (IM WASSER!) tauchen. Um´s vorweg zu nehmen. Die Automaten haben nicht abgeblasen. Jeder noch so geartete Versuch die Automaten dazu zu bringen scheiterte. Auch wenn das Einstellrad an der Seite voll geöffnet wurde (und nicht wie in der Bedienungsanleitung beschrieben ca. 3 Umdrehungen). Selbst wenn der Automat mit dem Mundstück nach oben im Wasser gehalten und anschließend die Luftdusche betätigt wurde, konnte kein dauerndes Abblasen erreicht werden. Es dauerte ca. 3-4 sek. bis wieder "Ruhe" eigekehrt war. Bisher hatte ich eine V32 mit Mares ICE und war/bin auch sehr zufrieden damit. Der Atemkomfort ist meiner Meinung nach sehr sehr gut. Es kommt immer genau so viel Luft wie gerade gewünscht wird . Eine ebenfalls anwesende TL**** welche übrigengs Maresliebhaberin ist, hat ebenfalls ein paar Atemzüge aus dem Dinge genommen und war sehr begeistert.....
In Verbindung gesehen mit der Baugröße, optimale Konfigurierbarkeit, einfache Wartung und Preis für mich somit mein neuer Favorit!
Allen nochmals Danke für die guten fachlichen Antworten und weiter viel Spass.....

Gut Luft

Markus

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