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Arbeiten als Guide/Tauchlehrer...und um Gehalt geprellt?
Abgesandt von wellfit07 am 26.04.2007 - 17:26:

Wer hat negative Erfahrungen als Angestellter auf einer Tauchbasis,speziell in der Türkei,gemacht?...wurde z.B. mit Super-Gehalt gelockt und dann nicht entlohnt o.ä.



Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 26.04.2007 - 19:05
Moin,

stell doch bitte mal statt der Frage deinen erlebten Sachverhalt ins Forum, sachlich korrekt/rechtlich unangreifbar, incl. Basisnamen etc.

Ich hatte sowas vor 12 Jahren mal in Ägypten, aber das Glück, dass die Basispächter wegen 80.000 DM Schulden beim Hotelbetreiber auf die Flucht gingen und ich die von mir kassierten Kosten für 5 *-Kursteilnehmer für mich als Lohnersatz behalten konnte.
Antwort von niemand bestimmtes am 26.04.2007 - 20:24
@D-32: Du erwartest nicht wirklich, dass im T-Net kritische Aussagen zu namentlich benannten Tauchbasen diskutiert werden dürfen?

Einen Austausch zu solchen Themen ohne rigide Zensur würde ich eher unter z.B. Hier klicken versuchen.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 26.04.2007 - 20:52
Wenn eine Tauchbasis nachweislich und rechtlich einwandfrei belegbar Mitarbeiter um ihren Lohn geprellt hat, dann gehören auch hier Namen auf den Tisch/Bildschirm!

Die Fragen nach Auslandstätigkeit sind schließlich auch nicht allzu selten, und ein Anfang zu einer black list ist sinnvoll.

Die T-Net-Redaktion hat zwar ihre Juristen im Hintergrund, aber wenn die Sache stimmt und belegbar ist, gehört sie in die Öffentlichkeit!

Schließlich will die Türkei mal EU-Mitglied werden - ich persönlich hoffe nicht, es mitzuerleben, aber das ist eine ganz andere Kiste, die hier nicht debattiert werden sollte.
Antwort von wellfit07 am 26.04.2007 - 23:12
Es existiert eine black list bei dem türkischen CMAS Verband,allerdings bekommen dort nur Leute Informationen,die die türkischen Sprache beherrschen.Eine black list für alle wäre sinnvoll.Ich kenne einige,die schon mal danebengegriffen haben.
Antwort von Tubby Redaktionsmitglied am 26.04.2007 - 23:33
@all:
Antworten auf die gestellte Frage sind gesichert für viel interessant; pure Agitation hilft jedoch wenig.
Um diese im Vorwege zu vermeiden, setze ich den Thread mal auf "Reg only".
Ich hoffe, das ist Im Interesse aller!

Gruß,
TT
Antwort von Ottonormaltaucher Registriertes Mitglied am 26.04.2007 - 23:39
@welfit07
<Wer hat negative Erfahrungen als Angestellter auf einer Tauchbasis, speziell in der Türkei, gemacht?...>

Dass türkische oder sonstige Tauchbasen
"Angestellte" beschäftigen bezweifel ich. Weltweit, auch in Deutschland, werden Basismitarbeiter nicht als "Angestellte" beschäftigt, weil sich daraus längere Kündigungszeiten und sonstige Arbeitgeberverpflichtungen ergeben. Als Angestellte werden nur hier Arbeitnehmer bezeichnet, deren Arbeit überwiegend in kaufmännischer, höherer technischer, büromäßiger oder überwiegend leitender Tätigkeit besteht. Im Ausland sind die Beschäftigungsformen ganz anderer Natur und mit den deutschen Vorstellungen vom Arbeitsrecht unvereinbar....

<wurde z.B. mit Super-Gehalt gelockt und dann nicht entlohnt o.ä.>

Wer sich mit dem "Super-Gehalt" in´s Ausland
"locken" lässt und da eine Arbeit beginnt, ist selber Schuld. Das Gehalt muss logischerweise vor Arbeitsbeginn, wie auch in Deutschland, vertraglich, schriftlich vereinbart sein und nicht nur ein Lockangebot. Mit schriftlichem Arbeitsvertrag kann man auch im Ausland klagen, mit mündlichen Vereinbarungen, oder Lockangeboten, hat man immer die A...karte.

D32
Ob die Sache "stimmt und belegbar ist", ist hier nicht nachvollziehbar. Die Basis wird es immer anders darstellen. Aber wer als Basismitarbeiter schon einmal einen Arbeitsgerichtsprozess o.ä. gewonnen hat, in dem das Gericht festgestellt hat dass seine Darstelunmg stimmt, kann ja hier einmal das Urteil einstellen. Viel wird es da aber nicht geben, weil die Tauchbasen bekanntlich weltweit mit unkontrolierbaren hayer and fewer Systemen arbeiten. Du wirst nicht erwarten dass die Fun- Basen, insbesondere die Fackelträger, deren Geschäftsprinzip die Verarsche und Abzockerei mit bunten Karten ist, ihre Mitarbeiter nicht abzocken und verarschen. Das komerzielle Tauchbuisness ist ja bekanntlich weltweit weitgehend kein normaler Markt, mit reelen Arbeitsverträgen......
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 26.04.2007 - 23:53
@ Otto...

Stimmt bezüglich der Arbeitsverträge. Und schon im EU-Bereich kann sich kaum ein in aller Regel ziemlich mittelloser Tauchguide eine Auslandsklage leisten. Also bleiben nur der Gewinn bei der Basis - und die Arxxxkarte beim Guide - und das ganze ist die in Hochglanzanzeigen propagierte "weltweite Go Pro-Karriere". Aber das kapiert die auf solche Anzeigen reinfallende Klientel nicht oder eben zu spät.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 08:19
Ich kann von einem Fall aus Italien berichten. Vier Wochen Arbeit, die Gehaltszahlung blieb aus. Begründung: Verrechnung mit Kost und Logis, vertragliche Grundlage keine, gab keinen schriftlichen Vertrag, sondern nur eine Vereinbarung mit Handschlag.
Fazit: Brocken hingeschmissen, kein Geld aber dafür um eine Erfahrung reicher.
Das Problem, ohne Polemik, ist schlicht das der Betroffene an dem Ort, an dem er die Arbeitsleistung erbringt. Türkische Gerichte sind nicht einfach zu handhaben und nicht ganz auf deutschem Level. Wenn du einen Anwalt für die Türkei suchst hilft der Deutsch/Türkische Anwaltverein oder der DAV = Deutscher Anwaltverein. Nutzen dürfte es kaum was.
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 10:11
Warum kreiiert man dann nicht eine Blacklist hier im Taucher.net. Ich sehe doch das taucher.net als (mächtiges) Organ der zumindest deutschen Taucher. Ich könnte mir vorstellen, dass jemand einen negativen Beitrag über eine Tauchbasis einstellt und die entsprechende Tauchbasis eine Benachrichtigung und die Gelegenheit zur Gegendarstellung bekommt. Damit wären eventuelle Rachfeldzüge von gefrusteten Divemaster und Instructors einigermassen im Griff und die Tauchbasen hätten ebenfalls die Möglichkeit sich daran zu orientieren, welcher Divemaster etc. vielleicht zu unfairen Mitteln greift.
Antwort von PTG Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 10:12
- generell

Ich möchte mich ebenfalls einlassen und genrell sagen, dass die Arbeitsbedingungen Saisonbedingt an Auslandsbasen nicht ganz so rosig sind, eher durchweg schlecht! Aussnahmen - SUBEX, Robinson.

Im Durchschnitt ist es ein 10-12 Stundentag. Zumal zur Bezahlung ein Fixum zum nennen ist, daß dann aufzubessern ist, durch den Verkauf von "Ausbildungen" und oder klassische Event-Massnahmen (Grillen, Tagestouren), wenn man frei hat! Also könnte man vorsichtig sagen, dass man zwischen 700€ - 1000€ brutto verdienen könnte.

Die meisten Basen bieten vergünstigt Kost & Logi an. Die Kosten bewegen sich hierbei +/- 250€.

Dann kommen die Gemeinkosten in Old-Germany hinzu (Versicherungen, Wohnung usw.).

Letztendlich bleibt nicht viel übrig und leider ist es ein unangehnemes Thema z. Bsp. auf der Boot diese Mißständen, der vereinzelten Basen (die quasi ein Branding haben) anzusprechen und deren Vertrags-Modulalitäten anzuprangern, da sich "ALLE" bedeckt halten (Warum wohl ...)!!

Quasi sollte/müßte man einen Gewerkschaftsbund für Tauchbasenpersonal gründen, die diese Modulalitäten prüft und die offiziel über die "Abzocker u. Ausbeuter" berichtet.

Die Verbände die es da gibt, werden sich doch nicht ihre Basenkunden verärgern!

Und zu EU-Arbeitsverträgen und deren Gerichtsbarkeit kann man nur sagen, die Rechtschutzversicherung wird teurer sein und der Weg bei einem Arbeitsgericht in der EU ist mühsam und steinig und bevor der TL oder ASSI sein Recht bekommt, ist er woanders u. demoralisiert und hat einen Menge Geld verloren und und und .... !

Der TL & ASSI sind und bleiben Mindestlohnkandidaten mit kaum Rechten i. d. EU und ausserhalb der EU sind/ist er/sie Vogelfrei!

Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 10:14
Sorry, ich habe noch etwas vergessen. Ich könnte mir nämlich auch vorstellen, dass man den Personen eine international gültige Rechtschutzversicherung in einem zu kreierenden Taucher.net Gruppentarif anbietet, sodaß man auch mal einen internationalen Rechtstreit anstrengen könnte. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob soo etwas nicht Träumerei ist.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 10:48
Es ist Träumerei!
Es geht ja nicht nur um Guides, Tl´s sondern um die gesamte Branche der Freizeitbespaßer. Das System kann doch nur so funktionieren, oder sehe ich das falsch
Das mit den Negativberichten steht und fällt hier mit der Redaktion. Da würde ich mir ein wenig mehr Stehvermögen wünschen, ordnungsgemäße, wahrheitsgemäße und nachprüfbare Berichte vorausgesetzt.
Antwort von PTG Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 10:49
-- Noch was --

Wer würde an diesem Verband für TL & Assi Interesse haben und wenn TN nichts dagegen hätte, könnte man diese Plattform mit einbeziehen.

- Okay, es gibt genug Verbände, aber keinen der sich für die Belange für die TL & ASSI im In- u. Ausland annehmen quasi einen TB-Arbeitsmodulalitäten Check anbieten um Aufklärung anzubieten usw., aber keine Rechtsberatung -

Antwort von PTG Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 11:07
@Vercingétorix

Dieses System hat und klappt immer noch, man liest und hört es.

Die meisten Tauchbasen haben mit Recht Bauchschmerzen, wenn sie fakulatorisch als Ausbeuter dargstellt werden, aber es sind zahlreiche Tauchbasen die es faustdick hinter den Ohren haben. Ich schreibe nicht über die Zeiten wo man eben via Rucksack nen Monat auf eine Basis arbeiten geht, um frei Tauchen zu können. Die haarstreubenden Arbeitsbedingungen mancher TL´er und Assi nehmen eigentlich zu, als ab bzw. die Abzocke!!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 12:05
@ PTG

Bezüglich Robinson und Arbeitsbedingungen/Vertrag voll ACK! Eine ***-Schülerin war 5 Monate in Soma Bay - absolut erstklassig, das Basispersonal wird als vollwertiges Mensch anstatt als Knecht angesehen, untergebracht, verpflegt und bezahlt. Wer da rankommt, hat als Guide auf Zeit einen Traumjob, aber sie stellen auch hohe Erwartungen bezüglich beruflicher Qualifikation, Umgangsformen, Fremdsprachen.

"Die haarstreubenden Arbeitsbedingungen mancher TL´er und Assi nehmen eigentlich zu, als ab bzw. die Abzocke!!"

Ist doch klar! DM und PADI-TL gibts doch bald im Sechserpack beim Aldi! Und wer Forderungen stellt, meckert etc., wird entweder nicht genommen oder fliegt raus, der Ersatz wartet schon auf der Fußmatte.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 12:08
Naja, man muß ja auch mal schaun was so geht. Der Standart bei den GangBangBasen, und die sind leider in der Überzahl, ist Ausbildung gegen Mitarbeit plus Kost und Logis plus ein kleines Taschengeld. Dafür sechs Tage die Woche, ca 10 bis 12 Stunden. Übernommen werden die nie, das nächste Kanonenfutter steht vor der Tür. Das kann man als Student in der vorlesungsfreien Zei mal machen, aber nicht mit dem Ziel Beruf TL. Wer das blauäugig macht ist m.E. dämlich. Wenn man es hinnimmt, ok.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 12:20
Neuerdings (ich sah einige derartige Anzeigen hier in der Jobbörse) suchen manche Basen sogar schon Leute mit nur AOWD u. a. für den Aufgabenbereich "Kandidaten keulen und Durchführung von Schnuppertauchen". Abgesehen davon, dass sowas sicherlich auch im Pool nicht standardkonform ist, sind solche Leute sicherlich noch billiger zu bekommen als ein DM.
Antwort von PTG Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 13:33
@D32

Hallo D32, das ist das Dilema wo eigentlich der TL´er, TL-Assi oder ***Stern steckt, es sind Genügende bereit, Knete zum Arbeiten mitzubringen!

Es gibt zuviele, die sofort reinrutschen, aber es gibt auch viele, die wieder i. d. Versenkung verschwinden, was auch gut ist.

Die Mega Tauchlehrer-Geburtsmaschine PADI aus dem Land der Bush´es haben auch hier viel kaputt gemacht. USA ist halt billig und nehmen billigend vieles in Kauf, was für eine Ethik ... ?

Der Markt wird sich leider nicht ändern. Ja, die PADI-Sixpacks bekommt man fast an jeder Ecke, ist fast eine Virus-Seuche mit int. Ausmaßen.

Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 13:52
Die Instructor- und DM-Massenproduktion (wichtiger Bestandteil deren Gesamtstrategie) hat eigentlich den früheren Wert eines TL als Tauchsportlehrer total ruiniert - damit ist auch der gesamte internationale Arbeitsmarkt in diesem Sektor fast zum 1-Euro-Job verkommen. Die guten Leute mit auch Grips in der Birne lassen sich dazu nicht herab, es zu machen, Youngster, die oft auf dem normalen Arbeitsmarkt chancenlos sind, dominieren vielerorts.

Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 14:44
Das mit dem "ausbeuten" ist so eine Sache. Tauchen kostet nunmal Geld - und das will keiner ausgeben. Auch dahin reicht die "Geiz ist geil" Mentalität. In dem Fall müssen die Kosten auch reduziert werden. Es bewegt sich beides nur zusammen. Sofern Taucher bereit sind mehr zu bezahlen, wäre sicher auch die Bazahlung daran gekoppelt. Und es gibt ja auch noch TIP !!! - den man als Urlaubstaucher nicht vergessen sollte .....

Allerdings ist das gesamte Thema jetzt wenig stimmig zum Topic. Aber die Lieblings-Meckerer gehen in ihrem Element gut auf
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 15:23
Geiz war noch nie Geil. Geiz war immer nur Geiz.
Da dräng sich die Frage auf, wie geil sind Affentitten
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 15:25
@ bounty

Nun jammer nicht rum!

Der dickste Kostenfaktor einer Auslandsbasis ist die Miete, die seitens so einiger Hotelbesitzer geradezu absurd hoch ist, weil denen nicht in den Kopp geht, dass eine gut laufende Basis ihnen auch Hotelgäste beschert.
Basisausrüstung: PTG und Kompressor sind langlebige Güter, und die Investition in Leihausrüstung darf sich fairerweise auch nur aus ihrem Verleih amortisieren und nicht aus den TG der Leute mit Eigenausrüstung.
Was ein Tagesboot die Basis bei Jahresvertrag pro Monat in Ägypten kostet, ist vergleichsweise lächerlich.
Einheimisches Personal kostet vielerorts auch wenig.

Aber nun:
Auf so einigen Basen wimmelt es von Divemastern, die eigentlich in der Menge keiner braucht und keiner haben will, denn erfahrenere Taucher brauchen kein Kindermädchen.

Eine Durchschnittsbasis z. B. in Ägypten kommt mit TG-Preisen von max. 15 Euro und entsprechender Auslastung sehr gut hin. Hat sie aber im Schnitt nur 4-5 Taucher, reichen auch 25 Euro/TG nicht und sie sollte dichtmachen, weil sie überzählig im lokalen Markt ist.

Bezahlung des Tauchpersonals: Für Leute, die ich nicht haben will, zahle ich auch nicht, und schon gar nicht höhere Tauchpreise, damit der, den ich ohnehin nicht will und brauche, mehr verdient. Und bessere Bezahlung setzt auch bessere Qualifikation voraus - und hier scheiden sich wieder so einige Geister.
Antwort von PTG Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 15:29
@Bounty

Die Mentalität "Geiz ist geil" im Tauchsportbereich ist nicht seit gestern, soll heißen seit mehr als 20 Jahren ist in diesem Sportbereich, der ASSI, Tauchlehrer unterbezahlt bzw. werden diese harte Arbeiten nicht leistungsgerecht bezahlt.

Die Tauchpreise haben sich mit dem Euro angeglichen. Sicherlich hat der Basisbesitzer seine Fixkosten, aber auch eine Verantwortung für sein Personal, die zeitweise kläglich und willentlich vergessen werden.

Das Thema i. d Topic finde ich schon stimmig und Einlassungen hierzu kann nicht als Meckerei angesehen werden, vorallem wenn man hier eigene Erfahrungen mitbringt und diese Fakten sind kein Meckerei.

Das Trinkgeld hält sich in Grenzen, ausser der geldwerte Vorteil, wenn man zum abendlichen Tauchtisch zusammen sitzt und sein Getränk zahlen lässt, weil es dazu gehört.

Der Durchschnittsumsatz einer (2 Personen) Basis beläuft sich derzeit auf ca. 40.000 €uro in ca. 3 Monate ausgestattet 12Stk. 12Liter und Boot.

Nun hat man das Problem, wenn eine/einer auf dieser Basis arbeitet, der sein Gehalt nicht bekommt, schaut meistens der/die ins leere, alle Faktoren die bis jetzt hier nieder geschrieben worden sind, fließen hier ein, ergo stimmig zum Topic.

Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 16:12
" Der Durchschnittsumsatz einer (2 Personen) Basis beläuft sich derzeit auf ca. 40.000 €uro in ca. 3 Monate ausgestattet 12Stk. 12Liter und Boot."

Die Zahl kann nicht stimmen!

40.000 € Quartalsumsatz geteilt durch 90 Tage sind 534 €/Tag

Bei Paketpreis 20 Euro pro TG und 2 TG/Gast und Tag sind das gut 13 Taucher/Tag

Die bekomme ich schon mal nicht mit 12 PTG versorgt.

Und ganzjährig im Schnitt 13 Taucher/Tag zu haben ist in den meisten Regionen mit entsprechender Zahl von Mitbewerbern illusorisch! Ich brauche z. B. nur nachmittags in Dahab zu promenieren und zu zählen, wie viele Jackets bei den Basen an der Stange zum Trocknen hängen. Da kommen nur wenige auf 13 Stück selbst zu guten Saisonzeiten. Eine bekannte große Basis in Dahab mit 4*-Hotel hatte im ganzen Monat März 4 Tauchgäste (nicht selbst gezählt, sondern Bericht).

Ansonsten: Bei deiner Summe 40.000 €/Quartal bleibt für die Basisinhaber mehr als reichlich Geld zum Leben.
Antwort von Ottonormaltaucher Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 16:21
@schwob
<Warum kreiiert man dann nicht eine Blacklist hier im Taucher.net. Ich sehe doch das taucher.net als (mächtiges) Organ der zumindest deutschen Taucher>

Das siehst du total falsch! Das Taucher Net ist keine "mächtige" Interessenvertretung, sondern eine auf Gewinn ausgerichtete, nicht gemeinnützige GmbH, die ihre Anzeigenkunden und Geschäftspartner nicht mit einer "Blacklist" verprellen wird.

Wenn du dir die Anzeigen und Beiträge ansiehst, wirst du feststellen dass die stark PAID lastig sind und Veranstaltungen immer kommerziell orientiert (siehe u.a. Attersee, u. Ketsch).
Das Taucher Net ist nicht mildtätig oder gemeinnützig, wie z.B. der VDST. Kein ernsthafter Sporttaucher, zu diesen zähle ich primär die Fackelträger mit ihrer kommerziellen Schmalspurausbildung nicht, wird sich von PAID oder einem PAID- lastigen Forum, vertreten lassen. Ich jedenfalls verzichte gerne darauf, sondern vertrete mich selber....

Eine in der Tauchbranche arbeitende Firma wie Taucher Net, kann auch nicht gleichzeitig die Interessenvertretung der kommerziellen und nichtkomerziellen Taucher sein, da sie ja immer die Interessen der tatsächlichen odetr potenziellen Anzeigenkunden im Auge haben muss - ansonsten geht sie Insolvent.

Ich glaube du überschätzt das Taucher Net - als Meinungs- und Infoforum ist es ja super, nicht aber als Interessenvertretung. Wer sollte die Aufgabe auch wahrnehmen, gewählt wurde ja keiner von der Firma in ein solches Amt
Antwort von PTG Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 17:52
@D-32

Diese Quartalszahl bezieht sich nicht auf einen Wert einer Basis am Roten Meer, der Wert bezieht sich auf eine Kleinsbasis auf den Balearen.

Die Berechnung ansonsten ist von Dir schlüssig dargestellt, zusätzlich müssen die Einahmen von Genehmigung, Verleihausrüstung, Verkauf von Basisandenken, Bootstouren usw. angesehen werden, die dann gerne und recht gut angenommen werden, wenn z Bsp. der Sonntag -tauchfrei- ist. Alleine diese Touren werden von 15,--€ - 50,--€ angeboten. Und von den meisten Gästen durch das Marketing auch gebucht, exkl. des obligatorische Futterpaketes und für die Bierbäuche, das Bier. Hier sprechen wir nicht von einer Tagestour.

Auch hier werden überwiegend nach Tauchziel eine Bootstour am Tag angeboten. Bei Bedarf auch eine 2te, ab 5 Taucher plus Guide.

Dazwischen erfolgt das Schnuppertauchen von der Beach, das gerne mit 5€-10€ berechnet wird. Ausbildung für den Grundschein, Kostenpunkt von ca. 180,--€ bis 480,--€, dann werden die Schnuppertaucherkosten bekannterweise angerechnet.

Der Hit der immer mehr in Betracht gezogen wird und was schnelles Geld ist, ist das Kinderschnuppertauchen!
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 18:42
Naja..kommt echt drauf an....ich finde es zum Beispiel überzogen, für einen TG mit eigener Ausrüstung (bis auf die Flasche) und ohne Guide, wenn ich einen Buddy habe vom Strand aus 25€ oder mehr zu bezahlen, das ist nicht in Ordnung, weil im Grunde keine Leistung geboten wird. Der Preis ist gerechtfertigt, wenn ein Boot eingesetzt wird, die Sicherheit stimmt und falls nötig, ein Guide vorhanden ist.
Antwort von Ottonormaltaucher Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 22:17
@steffi
Ob 25 EUR "überzogen" sind entscheiden nicht die Basen, sondern die Kunden, die ja nicht gezwungen werden sich da abzocken zu lassen. Für die Basen ist jeder Preis "gerechtfertigt", solange sie genug Dumme finden, die ihnen die Mondpreise bezahlen. Gehen ihnen die Dummen aus, müssen sie eben ihre Preise korrigieren, oder iher Abzockbuden schließen, wie es vor ihnen schon tausende machen mussten, die geglaubt haben am Taucher mit wenig Arbeit in der Sonne reich werden zu können....
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 23:49
Tja Otto, schön wär´s. Will ich aber im Familienurlaub auch mal tauchen gehen und die Basis in Hotelnähe bietet halt sowas an, dann muss ich da wohl durch , was bleibt mir übrig.
In Spanien habe ich mir das nicht bieten lassen, da bin ich halt alleine getaucht, da ich Flaschen und Auto dabei hatte und unabhängig war, aber bei Flugreisen, wo ich mir eine Flasche leihen muss, habe ich dann wohl nicht die große Auswahl, wenn ich gerne tauchen will. Kommt aber nicht so oft vor, war mir nur aufgefallen, dass es das gibt und finde es preislich überzogen. Ich habe es aber auch schon einmal anders erlebt.
Z.B. am Gardasee kostet es gar nichts, lediglich 3 Euro für die Leihflasche incl. Füllung, das fand ich dann schon sehr günstig, weil davon kann man auch kaum leben und ein Buddy wurde mir auch noch besorgt und eine gute Tauchplatzbeschreibung direkt mitgeliefert. Netter Service.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 00:28
@ Steffi

Die Strategie so mancher Basis ist Abschreckung von unguided Hausrifftauchen!

Sie haben auch ein Boot unter Vertrag, und xx Guides. Sie haben auch ein Hausriff, für das man weder Boot noch Guide braucht.

Wäre doch ein Jammer, wenn fast alle Kunden überwiegend Hausriff tauchen und Boot und Guides arbeitslos sind!

Also macht man den Hausrifftauchgang genauso teuer wie den mit Boot und Guide. Kunde macht und geht dann auf das Boot, weil es was anderes bietet als Hausriff.

Der unfähige Guide jagt nach 20 Minuten das ganze Rudel aus dem Wasser, wenn der erste total Untrainierte 50 bar zeigt und man selbst noch 120 bar hat.

Beschwerde bei der Basisleitung ist zwecklos.

Und für sowas zahlt man noch teilweise reichlich Geld!

Eine 12 l Flaschenfüllung dürfte weltweit unter 1 Euro realisierbar sein. Wer dann den Hausrifftauchgang mit 20-25 Euro berechnet, zockt einfach nur ab!
Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 06:20
Moin, moin
@D32

Um zu zeigen, welche Höhen bei Hausriff- bzw. Strand-Tg schon vor etlichen Jahren erreicht wurden, werf ich mal zwei Extremzahlen unserer zahlreichen persönlichen Erfahrungen ein:

Argentinien 1993: ein Strand-TG sollte 50 US$ kosten, ein Boots-TG 150 US$ - und nein, kein 2-Tank Dive!
Mallorca vor etlichen Jahren: ein Strand-TG wurde mit 45 DM pro Person abgerechnet.

Erstes haben wir uns damals selbstredend verkniffen, letzteres traf ein Vereinsmitglied von uns.

Da finde ich die Regelung angenehmer, zumindest zwischen Boots- und Strand-TG zu trennen, also einen Zuschlag für einen Boots-Tg zu nehmen.

Und es wird ja niemand gezwungen, bei den hohen Preisen zu tauchen

Viele Grüße
Peter

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