Bei Deko-unfall Bein hochlagern JA o. NEIN ?? Abgesandt von Ole am 05.07.2004 - 10:51:
Moin, kann mir einer von Euch bei dieser Frage helfen!Wenn ich nach einem TG einen Deko 2. habe (also ganz klar Gasblasen im Körper) ist es sinnvoll zu den normalen Vorkehrungen, die Pers. in schockl. (Beine hoch) zubringen. So das die Gasblasen sich eher in den Beinen (höchsterp.) ansammeln und weniger im bereich des Oberkörpers??
Ist echt wichtig, am besten mit Quellen Nachweis o. Med. erläutert!
Antwort von Stephan K. am 05.07.2004 - 11:10 Klar, hochlagern und mit einer Nadel in den grossen Zeh piecksen, damit die Luft entweichen kann.
Generell nur Flach lagern und ggf. in der stabilen Seitenlage (bei Bewusstlosigkeit).
Bis Gasblasen verursachen Embolien. Da Aspirin "evt. etwas" dagegen hilft wäre das eine Möglichkeit (Medikamente durch Laien sind aber bedenklich).
Eigentlich hilft nur Sauerstoff und ab in die Druckkammer
nach Aussage meines Doc´s haben rund 1/3 aller Menschen eine mehr oder minder schwere Allergie gegen Aspirin...hat er mir gesagt, als er meine Aspirinallergie festgestellt hatte.
Also, was Stephan K. schon sagte, vorsicht bei Medikamentengabe durch Laien bzw. außerhalb einer Klinik.
Antwort von gunther am 06.07.2004 - 08:28 Die Schocklage
wenn Du einen ansprechbaren Patienten hast, der Schocksymthome hat, macht es Sinn. Aber die Blasen werden sich unabhängig von der Körperlage bilden und verteilen, ein Einfluß ist nicht signifikant möglich.
Aspirin
kein Problem, denn man kann es nur geben wenn der Patient bei Bewußtsein ist. Also einfach Fragen, ob er eine haben möchte, damit geht die Verantwortung auf den P. über.
Gunther
Antwort von schlickwurm am 07.07.2004 - 16:56 1/3 der Leute sollen eine Allergie gegen Aspirin haben? Das soll ja wohl ein Witz sein! Áuf meiner Station kriegt eine Vielzahl von Patienten ASS, und nur selten gibt es allerg. Reaktionen dagegen.
Zu bemerken ist außerdem, daß oral verabreichte Medikamene einige Zeit brauchen, bis sie überhaupt wirken. Wenn rechtzeitig der NA gerufen wird, kann er ASS auch intravenös geben, das wirkt dann am schnellsten. Sofern die Wirkung nicht vollkommen gesichert ist, sollte man, denke ich, sowieso vorsichtig mit jedem Wirkstoff umgehen.
Antwort von gunther am 08.07.2004 - 16:04 @schlickwurm
Recht hast Du, aber fragen kostet nix und unterschätz mal PLACEBO nicht, da erlebt man wundersame Dinge.
Gunther
Antwort von buddy am 14.07.2004 - 09:21 es ist sehr traurig was man hier so lesen muss.
einem deko verunfallten taucher asperin verabreichen "so ein schwachsinn "
das einzige was man geben darf ist sauerstoff ,falls vorhanden, dann schnellstens in eine dekokammer und sonst garnix.
natuerlich schocklage wenn bei bewustsein.
Antwort von Peter Gaertner am 15.07.2004 - 09:49 Hi Buddy,
genaugenommen darfst Du nicht mal Sauerstoff geben, das ist nämlich in dem Fall auch ein "Medikament".
Ich habe kürzlich mit einem Notfalldoc der selber taucht geredet, und bin für mich zum Schluss gekommen: Wenn ich mich aufgrund einer auch nur vermuteten Deko dazu entschliesse, Sauerstof, Aspirin oder sonstwas zu nehmen, geh ich danach direkt zur nächsten Kammer und lass mich gründlich untersuchen. Denn Sauerstoff / Aspirin auf Verdacht können das Auftreten von Sympoten verzögern. Denn zum Glück bin ich beim beobachten von DCS-Symptomen bei mir ungeübt...
Grüßle
Peter
Antwort von buddy am 16.07.2004 - 09:58 moin peter
betr. sauerstoff bei lungenverl. und decounf.
in jeder tauchlextuere die ich kenne und das sind einige, steht geschrieben, das sauerstoff und event. nicht alkoho. getraenke das einzige ist das man verabr. sollte.
gruss buddy
Antwort von musher am 20.07.2004 - 12:44 buddy,
trotzdem ist auch Sauerstoff ein Medikament
Und wenn Du Asperin verabreichst setzt es ja voraus, daß das Opfer bei Bewustsein ist, also kannst Du ja fragen.
Gibt Opfer Einverständnis kannst Du es geben, will das Opfer kein Asperin, dann läßt Du es bleiben.
Ist Opfer nicht ansprechbar kannst Du kein Asperin (zumindestens in Tablettenform) geben.
Asperin verdüngt das Blut und hilft somit, daß die Gasbläschen schneller abgeatmet werden können. <-- Aussage eines Tauchnotfallarztes
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