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Beispiele Deko-Unfälle
Abgesandt von christian_bergler Registriertes Mitglied am 03.10.2005 - 08:51:

Ich soll einen kurzen Vortrag zum Thema Tauchsicherheit halten und möchte da ein paar reale Beispiele von Deko-Unfällen bringen. Vor allem hätte ich da gerne - um ein wenig mehr zu sensibilisieren - Beispiele, bei denen man anhand der reinen Tauchgangsdaten nicht unbedingt die Befürchtung "Dekounfall" hätte. Mir ist da ein Beitrag in Erinnerung, bei dem es - glaube ich - um einen 17m-Tauchgang ging und der - obwohl in der Nullzeit - mit einem Dekounfall (Schmerzen in der Schulter) endete. Ich würde mich über ein paar Beispiele sehr freuen!
mfg



Antwort von marsch am 03.10.2005 - 16:00
Tach` Christian,

damit der Vortrag nicht zu trocken wird (geht ja schließlich um`s Tauchen)- hier ein paar `Deko`-(Deppenkomik)- Unfälle, bei denen man an Hand der reinen Tauchgangsdaten nicht unbedingt die Befürchtung `Deko-Unfall` hatte:

Neulich ... beim Abrödeln den Nasstauchanzug abgestriffen und dabei Schulter ausgerenkt ....

oder

Auf Grund fehlender Wassermassen in der Wupper, derb verlängerter Anlaufweg, natürlich voll aufgerödelt - sofort zwei Blasen gelaufen ... (Eine beim Hinweg, eine beim Rückweg)

oder

Nach dem Tauchgang Lampe nicht ausgeschaltet und beim Einpacken Finger an der Scheibe verbrannt ...

Die Trockentauchgeschichte mit dem Frontreiß-verschluß beim A-D-P (Apres-Dive-Pinkeln, Anmerkung der Redaktion) erspare ich Dir ...

Tauchen k a n n gefährlich sein ...

Nix für ungut, hoffe Du bekommst noch die Beispiele die Du für den Vortrag benötigst.

Allzeit-Gut-Luft

Über- wie Unterwasser

marsch
Antwort von Holger H. am 03.10.2005 - 18:25
-Anstrengungen
-Auskühlen
-Zu wenig getrunken ( sehr stark geschwitzt weil einer vor der Gr. schon fertig war und warten musste )
-Sonnenbrand
-Zu schneller Aufstieg
-Jo Jo Tauchgänge ( No Limit Tauchen )
-Anstrengung nach dem Tauchen
-Nitrox 21 % und 40 % vergleichen
-Sicherheitsstopp nicht eingehalten

Denk dir ne Geseichte aus und bau die Beispiele ein, im ungünstigsten Fall mehrere !

Taucher auf Safari sehr viele Tauchgänge bis zu 5 St. mit Sonnenbrand und wenig getrunken paddelt gegen die Strömung steigt zu schnell auf und macht wegen Luftmangel kein Sicherheitsstopp und war im Schorty unterwegs ihm war sehr kalt Bla Bla Bla.................................

Ist meist ne Geschichte aus dem Leben, wenn du mal öfter auf Safari warst kommt das schon vor und dann läst du die Fehler Analysieren und arbeitest sie durch !

Viel spaß, Holger
Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 04.10.2005 - 13:25

Hallo Christian,

Holger hat es schon genannt, Dehydrierung ist gerade bei den "Easy-TG´s" mit DCS-Symptomen auch das Problem Nr. 1.

Ergänzend sei erwähnt, daß gerade die Ägyptentaucher immer mit Durchfall und Erbrechen geplagt sein können. Dabei dehydriert der Körper massiv und es gehen darüber hinaus auch wichtige Mineralien verloren. Hier könnte man anraten selbst beim Non-limit-Tauchen sich selbst ein wenig zu beschränken. Es ist ja nicht die Gesundheit des Reisebüros.

Viel Glück bei Deinem Vortrag.
Finde ich gut, wenn sich da jemand engagiert.

Viele Grüße, Patrick
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 06.10.2005 - 15:13
Guck doch mal im Unfallforum.
Ich würde mal Folgendes vorschlagen:

Kürzlich kam es am xxx-see zu einem Tauchunfall, der glücklicherweise keine Leben kostete.
Der Taucher xxx, OWD, wollte dort mit einer ihm bis dahin unbekannten Tauchergruppe mittauchen. Es war ein sonniger Tag, und da er keinen Buddy dabei hatte, ihm die örtliche Tauchbasis aber auferlegt hatte, nur mit Buddy zu tauchen, wartete er schwitzend eine dreiviertel Stunde, bis eine geeignete Tauchergruppe ins Wasser ging. Um seinen Tauchanzug zu schonen, hatte er (das hatte er so gehört) eine halbe Stunde vor anziehen des Tauchanzuges nichts getrunken.
Der Tauchgang sollte "innerhalb der Grenzen" des OWD, also bis 18m, erfolgen; und natürlich "nie allein". Eigentlich konnte also nichts passieren.
Die Tauchgruppe stieg ins Wasser. Der junge OWD war leicht unterbleit, schaffte es aber mit Mühe, abzutauchen. Die Tauchergruppe war eingespielt, der junge OWD hatte Mühe, hinterherzukommen; es gelang ihm aber.
Unterwegs verlor er zwar noch 2x die Tauchgruppe, aber wie vereinbart, tauchten er (und sein zugeordneter Buddy) dann auf. Als sie sich wiederfanden, tauchten sie möglichst rasch wieder ab.
Der See war zwar nicht sehr tief, aber unterhalb von 10m doch trüb und kalt. Der Halbtrockenanzug des jungen OWD erwies sich als etwas zu wenig isolierend; er fror, wollte aber nicht noch ein drittes Mal die Tauchergruppe ausbremsen.
Die Gruppe war insgesamt ca. 40min getaucht, inzwischen auf einer Tiefe von 17m, da bemerkte der junge OWD, daß sein Luftvorrat allmählich knapp würde. Man beschloß, umzukehren.
Irgendwie verlor der OWD in der trüben Tiefe den Überblick, und verlor abermals seinen Buddy. Um nicht nochmal ganz auftauchen zu müssen (er befürchtete, wegen leerer gewordener Flasche und Unterbleiung dann nicht mehr abtauchen zu können), wollte der Taucher nur kurz über der Sprungschicht in einer Tiefe von ca. 12m weiter in der richtigen Richtung weitertauchen (er hatte ja schon einen Navigationskurs besucht ), bis er dann hoffentlich etwas später seine Gruppe wieder erblicken würde.
Er gab also etwas Luft in sein Jacket, um etwas höher zu kommen.
Plötzlich piepste sein neuer Computer wie wild. Der junge OWD wurde nervös, konnte auf die Schnelle seinen Computer nicht mehr ablesen. Als er begriff, daß er einfach nur zu schnell aufstieg, fand er den irgendwo hängenden Inflatorschlauch nicht sofort; geistesgegenwärtig versuchte er aber, durch intensiven Flossenschlag der Aufwärtsbewegung Widerstand entgegenzusetzen. Ein wenig gelang das auch.
Dann fand er doch den Inflatorschlauch. Wie er es gelernt hatte, hielt er ihn nach oben (was, weil er weiter mit den Flossen paddelte, für ihn aber "nach unten" hieß). Es ging immer schneller nach oben.
Dann bemerkte er seinen Irrtum, hielt den Inflatorschlauch doch in die richtige Richtung, wollte aber weiter, mit den Flossen oben, dem Auftrieb Widerstand entgegensetzen. Noch immer kam keine Luft aus dem Inflator; schließlich war zwar der Schlauch nach oben gerichtet, das Ventil aber noch immer an der TIEFSTEN Stelle des Jackets.

Als er oben ankam, war er völlig verwirrt. Er erinnerte sich an den Begriff der "nassen Dekompression", und es gelang ihm tatsächlich, wieder auf 10m abzutauchen, und seine Mittaucher wiederzufinden. Die hatten von seinem Problem nichts mitbekommen.

Gemeinsam tauchten sie zum Einstieg zurück. Nach etwa 5min, auf einer Tiefe von inzwischen nur noch 5m, wurde dem jungen OWD übel. Er nahm den Regler aus dem Mund, und..

Und für mehr reicht meine Phantasie jetzt auch nicht mehr
Antwort von Tauchoberprofi am 06.10.2005 - 16:07
@flasche:
Ein Glück, daß da niemand zu Schaden kam.
Ich bin selber Tauchleerer, und ich weis, wovon ich spreche!
Allen Beteiligten sollte man das Tauchen verbieten!
Grund:
1. Wenn es zu einem (Beinahe)unfall kam, tauchte ganz eindeutig der \\\\\\\\\\\\\\\"junge OWD\\\\\\\\\\\\\\\" außerhalb seiner Grenzen. Wäre er nämlich innerhalb seiner Grenzen getaucht, wäre ja kein Unfall zustande gekommen!
2. Wurde bei der \\\\\\\\\\\\\\\"unbekannten Gruppe\\\\\\\\\\\\\\\" überhaupt die 4-Sterne-Regel konsequent überprüft? Fand ein Buddycheck statt? Sowas verhindert eigentlich viel Unheil (auch wenn\\\\\\\\`s hier nicht so offensichtlich ist; auf Anfrage erläutere ich das.)
3. Wieso mußte der \\\\\\\\\\\\\\\"junge OWD\\\\\\\\\\\\\\\" denn eine dreiviertel Stunde lang im Tauchanzug in der Sonne sitzend auf einen Buddy warten? Sicher hätte ihm die Basis vor Ort für 10..20EUR umgehend einen ausgebildeten Tauchlehrer gestellt, der seinen Tauchgang begleiten konnte. Leichtsinn!
4. Betreffend den kalten, trüben See: Hatte der \\\\\\\\\\\\\\\"junge OWD\\\\\\\\\\\\\\\" überhaupt ein NT-Brevier? Sicher hat er kaum was gesehen! Und natürlich hätte er einen Trilaminat-Trockenanzug kaufen oder leihen können (aber bitte vorher ein Trockentauchkurs-Brevier erwerben!).
5. Mit einem Trockentauchkurs hätte er auch garantiert automatisch darauf geachtet, die Füße immer unten zu halten. Auch die dazu nötige Rolltechnik hätte er erlernt. Dann wäre es überhaupt nicht dazu gekommen, daß das Ventil des Inflatorschlauchs unten gewesen wäre!
6. Wieso wollten diese Taucher überhaupt so tief tauchen, wenn unterhalb von 12m nichts mehr zu sehen war? Die schönsten Fische schwimmen sowieso oberhalb von 10m!
7. Als OWD hat der junge Taucher gelernt, mit Tabelle und Uhr umzugehen. Ein Tauchcomputer, erst recht ein neuer, war außerhalb seines Ausbildungsstandes! Er tauchte auch diesbezüglich nicht in seinen Grenzen! Computertauchbrevier!
8. Zur Kopf-unter-Position gilt Ähnliches. So taucht man nicht!
9. Die anderen Ventile/Notablässe des Jackets hat er bei der OWD-Ausbildung im Lehrbuch sicher gesehen. Wenn er sie nicht zu benutzen gelernt hat: Ein Problem wäre das nicht gewesen. Siehe 8.!
10. \\\\\\\\\\\\\\\"Nasse Dekompression\\\\\\\\\\\\\\\" gibt es nicht! So ein Unsinn!
11. Ich mag mir nicht ausmalen, was dann, als dem jungen OWD zuletzt übel wurde, passierte. Wahrscheinlich wurde der Sicherheitsstopp auf 5m von 3..5min auch noch ausgelassen!

Ihr Anfänger!
Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 06.10.2005 - 17:32
@ Tauchprofi,

Wenn Du schon so viel Schmarrn auf einmal schreibst, solltest Du wenigstens einen Smilie daneben machen. Dann fiele es den anderen leicher, dies zu ertragen.

Antwort von Scott Registriertes Mitglied am 07.10.2005 - 11:55
wenn das mal keine feuchten träume sind
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 07.10.2005 - 14:01
- Man könnte aus den Zutaten, die Holger H. nannte, und einigen sonstigen üblichen Einleitungsfloskeln auch einen TU-Generator basteln
- Natürlich ist das Ganze schon so oft in ähnlicher Form gelaufen, daß man schon noch mehr übertreiben müßte. Man könnte folgende (recht bekannte) Geschichte als Vorbild nehmen, um einen ansprechenden Unfallbericht zu erstellen:
Hier klicken
Antwort von Deppdiver Registriertes Mitglied am 09.10.2005 - 20:28
HRG 30° & aussnahmsweise mal kein wind...
UPSD falscher thread.

also, ich hatte mal nen decounfall nach einem wracktauchgang auf 30m innerhalb der nullzeit.

wir sind damals am seil direkt auf volle tiefe ab und auch aufgetaucht, hatten also keine richtige austauchphase. als der TC noch 2 minuten anzeigte bagann ich mit dem aufstieg (normale 10m/`) und habe wegen der tiefe und der geringen restnullzeit meinen sicherheitsstop von 3 auf 5 minuten verlaengert. habe mir nach dem TG sofort ne kippe angesteckt, weil ich das halt so mache. als ich die halb aufgeraucht hatte, setzte ein leichtes kribbeln in meinem rechten arm ein, nach ca. 10 minuten hatte sich das auf die gesammte rechte koerperhaelfte ausgebreitet und langsam wurden die betroffenen bereiche taub. ich hab dann ersma 2 liter wasser in mich reingeschuettet und 30 minuten O2 geatmet. hab dann 2 stunden (unter aufsicht) geschlafen, danach war alles wieder ok. hab aber 3 tage spaeter erst wieder getaucht.

beim ueberdenken des ganzen am abend gingen mir dann die gruende auf.

1. mir war den ganzen TG ueber kalt.
2. da starke stroemung herrschte hab ich mich gut angestrengt. (warm wurd mir aber trotzdem nich )
3. da die annern spacken aus der gruppe beim buddycheck mal wieder das hirn vergessen hatten und der tauchplan beim beginn des abtauchens eigentlich schon hinfaellig war, ich aber die verantwortung hatte, war ich gestresst, da ich staendig die hansele wieder zusammen-, bzw. zurueckpfeifen musste.
4. ziggi direkt nach dem TG war ne scheiss-idee
5. auch ein (nicht notwendiger) sicherheitsstop ist keine garantie

habe mir jetzt angewoehnt meinen sicherheitsstop pinibel einzuhalten, sobald ich die 15m marke passiere / bei mehr als 20m wird der stopp auf 5 minuten verlaengert / bei mehr als 20m gibbets erst nach 30 minuten ne ziggi / mein erster sicherheitsstopp findet bei halber tauchtiefe statt (3 minuten) / bei pflichtdeko bleib ich am ende auf 3m bis ich merke das das atmen schwer wird, sprich flasche leer.

seiddem is allet jod.

(hoffe das bleibt auch so)

reicht das um ne eins im reffarat zu kriegen??

so long & thanx 4 all the fish
DD

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