habe supüerschöne Dias von Mants geschossen, leider ist bei der Entwicklung der Filme ein Kratzer auf jedes Dia gekommen (*kotz*). Normalerweise scanne ich meien Bilder nicht un bearbeite sie auch nciht nach, jetzt muss ich aber zu diesem Mittel greifen um zu retten, was zu retten ist. Ich habe mit Ulead Photoimpact (ältere Version) das Foto gezoomt/vergrößert was geht und dann die Pixel neben dem Kratzer (dünner schwarzer Streifen) auf diesen drauf kopiert. Das ist jetzt schon tausendmal besser. Allerdings sieht man das schon ein wenig, wenn man das wieder in Normalgröße ansieht.
Frage: Kann ich jetzt das Ergebnis noch durch "Verwischen" oder sonstwie verbessern. Wer hat da ein paar Tips für mich. Bin offen für alle Ideen und bin auch nicht böse, wenn mir jemand sagt, dass ich von Anfang an falsch rangegangen bin.
Bitte nur keien Antworten wie: Hättest Du digital fotographiert, wäre das nicht passiert. Ich bin eh schon am Abkotzen.
Deep
Antwort von Roland P am 11.06.2004 - 10:53 Hallo Deep,
Reklamiere beim Händler hartnäckig. Lass Dich nicht abspeisen mit den Worten: Ja das hat das Labor versaut, da ist nix zu machen. Dein Vertragspartner ist der Händler. Der Ersatz des(r) Filme ist obligatorisch. Aber hier liegt das Problem. Es ist wohl billiger ab und zu einen Film zu zahlen, als die Entwicklungsmaschinen ordentlich zu Kontrolieren und zu Warten!
Im Fachlabor geht die Sache wie folgt:
Das Dia wird per Trommelscanner eingescannt, der Kratzer retuschiert und alles wieder ausbelichtet!
Versuch das zu kriegen!!!! DAS IST FAIR !!!!
In den allg. Geschäftsbedingungen versuchen die Labore genau das natürlich auszuschließen, sind aber per Gericht zu obigem verdonnert worden.
Aber wer will schon den Rechtsweg gehen!
Letztendlich hast Du noch die Möglichkeit die Korrektur selbst zu bezahlen, aber es ist teuer!
Preiswerter ist das einscannen mit Nikon Diascanner und Digital Ice. Der Scanner sieht den Kratzer und rechnet Ihn raus. Das Ergebniss ist recht gut. Das scannen ist preiswert, das ausbelichten recht teuer. (Schau mal per Google)
mfg
Roland P
PS. Wilkommen im Club der Laborgeschädigten
Mein "Ersatz" damals: 10 Velvia inkl. Entwickl.
ärgerlich sowas. Ich krieg auch echt nen Hals, wenn sowas passiert. Filmersatz sollte auf jeden Fall drin sein, steht auch in der Regel in den AGBs auf den Filmtüten/Abholschein, daß zumindest das Filmmaterial ersetzt wird.
Wäre natürlich mal interessant, die professionelle Retouche und Ausbelichtung einzufordern. Kann mir auch gut vorstellen, daß man damit Erfolg hat, da der Schaden wieder gut gemacht werden muß. Aber das ist natürlich elend viel Aufwand.
Was hast Du für einen Diascanner?
Digital ICE kann ich wie Roland nur empfehlen.
Mein Nikon Kleinbildscanner entfernt solche Beschädigungen zu 95% im Handumdrehen:
Vor dem eigentlichen Scan wird ein Infrarot-Scan der Diaoberfläche gemacht. Dort werden alle Oberflächenbeschädigungen und Unregelmäßigkeiten (Haare, Staubpartikel, Kratzer, etc.) erfaßt.
Nach dem eigentlichen Scan wird das Ergebnis mit dem Infrarot Scan verrechnet und die Bildstörungen weg-interpoliert, ohne das dabei Bildunschärfe oder Übergänge/Kanten entstehen.
2. Variante: Manuell per Bildbearbeitung ist meiner Meinung nach das Retouche-Tool von Photoshop unschlagbar. Einfach einen intakten Bereich daneben auswählen und über die kaputte Stelle "rüberwischen". Übergänge sind danach nicht mehr zu sehen, Photoshop bügelt die Stelle harmonisch glatt. Geht recht zügig von der Hand und es ist danach nichts mehr zu sehen von den Störungen/Ausbesserungen.
Ältere Photoshop Versionen haben nur den "Stempel", der ähnlich aber etwas besser funktioniert, wie Dein manuelles rauskopieren und rüberlegen.
habe ich Euch richtig verstanden. Man kann also professionell retouchieren lassen und davon wieder ein Diua herstellen (das wäre mir die Liebste Lösung).
Habt ihr auch eine Ahnung, was so was kosten kann??
Und last not least schon mal Danke für die bisherigen Antworten. (Habe ca. 150 Mantafotos von denen ca. 20 bis 30 so sind, wie ich mir das vorstelle, sagt mir bitte nicht, dass die Retouche und die Diaherstellung geht, das aber pro Dia 100 Euronen kostet.)
Antwort von Roland P am 11.06.2004 - 14:47 Hai Deep,
geht nicht - gibt´s nicht.
Frag die Preise im Fachlabor an.
Anternativ kannst Du wegen des Scan´s und der Ausbelichtung auch Googlen.
(Meine Schätzung: 10-15 je Scan und 5-10 Euro je Ausbelichtung, hängt von der Menge ab.)
Manchmal wird sowas auch in ebay angeboten!!
Es gibt halt Leute die einen 10.000 Euro Ausblichter zu Hause haben. Die sind sicher auch in der Lage zu retuschieren.
Die Retusche wird sicher nach Aufwand berechnet.
Wie lange so was dauert??? Keine Ahnung!
Die tatsächlichen Preise würden mich aber wirklich intressieren.
mfg
Roland P
Dia wird eingescannt. Digitale Retouche. Fertige Bilddatei wird auf Dia ausbelichtet.
In Hamburg fällt mir auf die Schnelle nur PPS ein, die müßten das können.
Aber wie Roland meinte, einfach mal suchen.
Du kannst auch die Retouche selbst machen (ICE Scanner + Photoshop) oder von jemand machen lassen, der die Gerätschaft hat und das kann. Und dann die fertigen Dateien auf Dia ausbelichten lassen und nur für die Ausbelichtung zahlen. Denn der Scan mit Trommelscanner + Retouche kostet bestimmt auch einiges.
Aber einfach mal suchen und vergleichen.
Gruss,
Julian
Antwort von Julian am 11.06.2004 - 15:15 Fällt mir nur gerade ein, da ich selbst gerade meine Urlaubsdias scanne:
Falls Du nichts zum Einscannen und retouchieren findest und es nicht so viele Dias sind, könnte ich zumindest das übernehmen (16bit Farbtiefe mit 3000DPI ~ 10 Megapixel)
habe jetzt mal bei PPS angerufen. 6,15 Euro das Bild wiedrr auf Dia zu bringen. mann, da bin ich ein Vermögen los.
@ Julian
Würde da unter Umständen gerne auf Dich zurück kommen, wenn Du meinst, Du bekommst die Kratzer raus. Ich werde mal zu Hause (natürlich unter Tränen) meine Dias durchzählen, die ich gerne hätte. Aber 30 bis 40 sind das bestimmt.
Steht dann Dein Angebot auch noch??????
(Abgesehen davon finde ich das mehr als klasse, dass hier jemand so selbstlos anbietet eine "Schweinearbeit" zu übernehmen . Verleihe Dir hiermit das Lob-Brevet ***)
Gruss
Deep
Antwort von Roland P am 11.06.2004 - 16:21 Ausbelichtung auf Dia!
Sorry, auf Papier ist nix, da brauchten wir ja nicht die sauscharfen Dia´s zu machen. Flaue Abzüge gibt´s ja bei jedem Schlecker, Liedel usw, usw, usw, den passenden flauen Scan für 1,95 je Film! Dann Stundenlang mit Photoshop rumgefummelt und Du machst aus einem Manta gleich nen ganzen Schwarm. Super - oder auch nicht!
Nix gegen die Ice Scanner von Nikon wie LS4, LS5,LS4000 oder LS5000 etc. (hab auch einen), aber der Trommelscan ist damit nicht zu vergleichen. Der ist eine 1 zu 1 Kopie (in Digital) vom Dia!!!!!!!! Kostet halt!
Hab diese Woche zu solchen Scan´s aus erster Hand berichtet bekommen.
Wie so was gemacht wird (echt Arbeit), wie riesig der Scanner ist (so groß wie Besenkammen), und wie groß die Datei ist (vom KB über 100 MB) und wie scharf das wird.
Es wird so scharf wie das Dia.
Zu bedenken bleibt auch, das Profis im Labor, die ständig damit zu tun haben, in aller Regel die besseren Ergebnisse erzielen.
Ich traue mir nicht zu ein Dia so zu scannen und zu bearbeiten, dass eine perfekte Kopie nach der Ausbelichtung (natürlich auf Dia) rauskommt!
Wobei das Objekt "Manta" vielleicht auch nicht das quentchen (das letzte % von 100)an Detailtreue und Schärfe braucht.
Die Detailaufnahme eines Haarsternes dürfte eine größere Herausforderung sein.
Viel Glück!
Roland P
PS. Für nette Leute wie Deep, Julian etc. währe der Scan mit LS4000 machbar.
Infos zu so einem Scan zb. auf der Nikon Page oder filmscanner.info
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 11.06.2004 - 16:35 Mann, das macht echt Spass hier und ist auch interessant.
Mir geht es letztendlich darum, dass ich weniger weinen muss. Es ist nämlich so, dass jedesmal, wenn ich mir die Dias ansehe, mir die Tränen kommen, wegen der Streifen.
Der Tränenefluss wäre schon geringer, wenn ich die Dinger schon mal digital am PC ansehen kann, ohne dass ich mich grün und blau ärgere. Ganz gestoppt wäre da der Tränenfluss schon wenn ich die digitalen Abzüge wieder einigerm. auf Dia habe.
Freudensprünge würde ich machen, wenn das in einem Trommelscanner passiert. Aber das ist ja fast nicht möglich. Das geht preislich in Regionen, da fahre ich wieder nach Thailand und knipse die Jungens nochmal. *g*
Gerade ebi den Mantafotos sieht amn den schwarzen Streifen halt perfekt, da er schön durchs Blau des Wassers und im "Idealfall" durch die weise bauchseite des Mantas geht.
Antwort von Julian am 11.06.2004 - 21:48 Trommelscanner ist nicht zu toppen.
Kleinbildscanner sind inzwischen im Vergleich zu früher (als ich noch mit dem LS-20 gearbeitet habe) richtig erwachsen geworden.
Je nach Bildmaterial und Verwendungszweck muß man abwägen.
Ein Velvia 50 mit z.B. Macro-Festbrennweite geschossen und zahlreichen knackscharfen Bilddetails und kleinsten Helligkeitsnuancen, was zum Wettbewerb eingeschickt werden soll oder aufs nächste cover einer Tauchzeitschrift soll, schreit bestimmt nach einem Trommelscanner und den entsprechenden Kosten.
Ein "Sunburst"-Konturenfoto zur privaten Präsentation kommt bestimmt auch gut mit einem Nikon-Scanner aus.
Mein Scanner bietet "nur" 2920 dpi. Habe mir damals den großen Bruder zum Probieren genommen und konnte bei einem Velvia 50 und 4000 dpi keinen Gewinn an Bilddetails feststellen. Nur die Kornstruktur des Films wurde detailierter dargestellt und die Dateigröße ist gewachsen. Ich habe aber auch nur mit einem Zoom fotografiert (auch wenns aus der L Serie ist) :o. Vielleicht wären bei einem Leica-Objektiv und einem den Belichtungsspielraum des Films exakt füllenden Motiv ein bisschen mehr rausgekommen.
Roland, wir können uns das ja teilen
Deep, ich schicke Dir wie besprochen die Beispiele eh noch per email. kannst ja mal gucken, ob`s langt
Gruss,
Julian
Antwort von Roland P am 14.06.2004 - 11:48 Von mir aus
mfg
Roland P
Also ich habe die Dinger jetzt bei einem Freund über dessen Verlag, ..... usw. bei jemanden in der Mache, der meint er bekommt das weg.
Ich danke trotzdem für Euer Angebot und bin erstaunt, was für nette Leute es doch gibt. Danke an Euch beide für das selbstlose Angebot. Komme ggf. darauf zurück, wenn das jetzt nicht funktioniert.
Wenn ich dann die Scans habe, werde ich Euch Bescheid geben wie es lief und dann werde ich das mit dem Ausbelichten (36 Dias für 39 Euro) auch noch probieren (s. o.). Auch hier gibts natürliche ein Feedback. Poste das hier. OK?
ja gerne, berichte mal, was dabei rauskommt und mit was gescannt wurde.
Besonders das Ausbelichten würde mich interessieren, habe ich noch nie machen lassen.
Mir hat man nur mal erzählt, daß bei Ausbelichtungen der Kontrast ziemlich reinhauen soll (dunkle Nuancen werden schnell zu schwarz und helle Partien können überstrahlen).
Daher würde ich gerne hören, was dabei rauskommt.
Danke und Gruss,
Julian
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 16.06.2004 - 17:12 So, einen Teilerfolg kann ich schon mal melden. Der erste Test mit dem Scanner (welche Marke weiss ich jetzt nicht) lief erfolgreich. Dabei wurde das sog. ICE Verfahren eingesetzt (korrigiert Automatisch Staub und Kratzer). Der Scan war perfekt, ich habe auch bei grossem Zoom im digitalen Bild keinen Kratzer/Streifen mehr gefunden. Das Bild selber wurde dabei (soweit das mein Auge erkennt) nicht unschärfer.
Jetzt wird fertig gescannt und dann geht es darum, das digitale Bild wieder als Dia zu bekommen (das ist deshalb notwendig, weil ich mir meine Bilder manchmal gerne ansehe und das macht mir pers. am PC gar keinenn Spass)
Ich habe mit einem Labor telefoniert. Normalerweise kostet das eine Einrichtungsgebühr von ca. 10 Euro und dann noch mal 4 - 5 Euro pro Bild. Im Moment gibt es 36 Fotos für 39,- Euro und das werde ich versuchen. Lt. Auskunft des Labors reicht eine JPG-Datei mit ca. 5 MB gut aus. Ich hätte auch das TIF-Format anbieten können (60 MB pro Bild), der Berater im Labor hat aber gemeint, dass ein JPG dieser o. g. Grösse reicht.
Auf meine Frage hin, ob das Dia dann, wenn es ausbelichtet ist dunkler wird meinte er : "Nein"
Auch hierzu werde ich Euch noch berichten.
@ Julian: Ich habe mich gestern daran erinnert, Du warst derjenige, der mir mal in einem anderen Thread den Tip mit Sport Köppel gegeben hast. Es ging dort um den Paralaxenausgleich beim High Endpoint Sucher für Sea & Sea Kameras. Hier auch noch mal Danke
stimmt, Du warst das mit dem Sucher :o gern geschehen.
Das ICE arbeitet eigentlich bei allen Scannern gleich. Die Nikons hatten es nur als erstes, deshalb bin ich auch bei Nikon Scannern damals gelandet. Ist wohl eine lizensiertze Technik von `applied science fiction`.
TIF files haben zwar größere Farbtiefe (16bit Scan) mit der man in der Bildbearbeitung einiges mehr an Reserven hat (z.B. Schatten aufhellen, etc.). Wenn das Bild korrekt bearbeitet ist, wäre ein JPG mit 8bit als Endprodukt OK, allerdings sollte die Kompression minimal sein. Ich weiß nicht mit was dort ausbelichtet wird, aber ein Diafilm hat auch im Detail keine Kompressionsartefakte verdient. Könnte evtl. bei der Projektion nicht verborgen bleiben. Ich würde beim JPG Speichern Qualität auf 100%, bzw. bei Photoshop auf 12 stellen, auch wenns 7 oder 10MB gibt.
Falls Du dem Labor ne CD schickst, gibt es eigentlich keinen Grund, stärker zu kompremieren.
Oder sogar LZW (verlustfrei, reine mathematische datenreduktion) komprimierte 8bit TIFs. Da sollte das Labor doch mitspielen.
Nicht ganz unerheblich könnte auch der Farbraum sein. Das Labor geht wahrscheinlich von sRGB aus. Ich weiß nicht, mit welchem Profil die Dias gespeichert wurden.
Ich hatte nur mal meine JPGs im Adobe RGB Farbraum (größer) gespeichert. Das Labor hat das eingebettete Farbprofil ignoriert und alles als sRGB genommen
Ich hane jetzt die Scans bekommen und alles sieht prima aus. Allerdings, wenn man die Fotos extrem vergrößert, dann sieht man einen kleinen Streifen und zwar dort, wo der Scanner korrigiert hat. Um das Bild perfekt zu machen habe ich jetzt mit viel Mühe die Bilder (ca 30 - 40 Stunden) nachbearbeitet. Alles prima bis dahin.
Als ich fertig war und den Ordner mit den bearbeiteten Bildern (die Originale habe ich natürlich noch) gebrannt habe, habe ich festgestellt, dass die JPEG Dateien teilweise gleich gross geblieben sind (vom Speicherplatz her, teilweise aber gehörig - um ca. ein Drittel bis fast die Hälfte) geschrumpft sind.
Wenn ich aber das Bild in meinem Bildbearbeitungsprogramm (Ulead Photo) ansehe und die Dateiinformationen abrufe, bekomme ich für das Original und für das bearbeitete Bild genau die gleiche Dateiinformation hinsihctlich der
Attribute:
Dateityp RGB Echtarbe 24 bit
Breite 5390 Pixel
Höhe 3509 Pixel
Auf 4000 Pixel/Zoll
55411 (<--Kein Schreibfehler)
Was suich geändert hat sind folgende Parameter für Datei:
JPEG Dateiautauschformat (YUV farbmodell
mit Komprimierung 4:1:1
3797 KB beim Original, 1778 KB beim bearbeiten Bild
So, jetzt meine Frage:
Macht das was, dass das Programm die Datei anscheined automatisch komprimiert hat, wenn ich das jetzt ausbelichten und wieder zum Dia "machen lasse". Oder ist das OK???????????
Wäre super, wenn ich kurzfristig eine Antwort bekomme.
Schicke das ganze auch noch mal als PM an Euch beide in der Hoffnung, dass ich bald eine Anbtwort bekomme. Am besten hier im taucher.net posten. Das wäre super.
Danke
Deep
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 20.06.2004 - 20:16 Und nochmal an Julian und Roland:
Habe mich noch ein wenig Schlau gemacht: Die Komprimierung stand bei mir auf Q 90 Progressiv (so ein Mist) und ich habe festgestellt, dass die Bilder, bei denen extrem viel Blau drin ist und serh ruhige Hintergrundfarben hat (i. d. R. auch Blau) am meisten Komprimierung abbekommen haben.
Habe mir die Bilder (gestern schon) mit einem Beamer an der Wand angesehen und eigentl. keinen Unterschied feststellen können.
"Beamer":
Der wird in der Regel kaum über ein Megapixel haben (1024x768 = 0,8 MP). Zum Beurteilen der Bildqualität völlig ungeeignet. Am PC die Ansicht auf 100% (ein Pixel in der Bilddatei = 1 Pixel auf dem Bildschirm) einstellen. Dann läßt sich bewerten / vergleichen.
"Gleiche Dateiwerte (Auflösung, etc.) in der Bildbearbeituing":
Zum Bearbeiten werden die Bilddateien beim Öffnen entpackt und in den Speicher geladen. Dort sind sie dann gleich groß, egal, wie das Bild komprimiert war. (Die Qualität ist natürlich nicht die Gleiche)
"Bilder mit gleichmäßigen Hintergrund und wenigen Details haben eine geringere JPG-Dateigröße":
Das liegt daran, daß das JPG-Kompressionsverfahren gleichmäßige Flächen sehr einfach und auch stark komprimieren kann.
Wenn Du viele kleine Bilddetails, Farbunterschiede, etc. hast, ist eine JPG Datei im Vergleich immer größer.
"YUV farbmodell":
Normalerweise gibts bei Bilddateien RGB. Für jede Farbe wird ein Wert pro Pixel gespeichert.
Um nun die Daten weiter zu reduzieren, werden beim YUV Verfahren Helligkeit (Luminanz) eines Pixels von den Farben getrennt. Die ist z.B. in der TV und Broadcast-Welt standard.
Bei der Luminanz wird meines Wissens nach nichts rumgedoktort. Hier bleibt ein Wert pro Pixel erhalten.
Nur die Farben werden komprimiert. Dabei werden z.B. 2 Farbwerte (von 2 Pixeln) zusammengefaßt und ein Mittelwert abgespeichert.
Da ich davon (YUV) aus puristischen Gründen immer Abstand gehalten habe, kann ich Dir nicht aus Erfahrung beantworten, wie stark sich das jetzt auswirkt.
Meine "überzeugte Vermutung":
Bei den Fotos, die ich von Dir gesehen habe, sollte es kein Problem sein, da es doch sehr großflächig übergehende Farben sind. Wenn Du am Bildschirm mit 100%-Ansicht keinen Unterschied siehst, lass es so. Den Aufwand würde ich mir nicht nochmal machen.
Bei einer gestochen scharfen Makroaufnahme mit unzähligen Bildinformationen und endlosen differenzierten Farbwerten würde es eher auffallen.
Bevor Du Dich nochmal 2 Tage davor knallst ..... .
Aber in Zukunft würde ich auch vermeiden, JPGs zu öffnen und evtl. mehrmals durchs Bearbeiten als JPG zu speichern. Die Kompressionsnachteile multiplizieren sich dadurch.
Hoffe, Dir auf die Schnelle eine Idee gegeben zu haben.
Das, was ich auf dem Beamer gesehen habe, hat mir schon gefallen und die Qualität wäre für mich ausreichend.
Wenn Deine überzeugte Meinung so ist, dass ich mit dem Ausbelichten anfangen kann, dann werde ich das auch so tun.
Ich kann zur Sicherheit ja noch mal bei den Jungens vom Dialabor anrufen und fragen. Werde natürlich Bescheid geben, wie die Antwort ist.
Soll ich mal ein Dia doppelt machen lassen und es Dir dann schicken. Du hast mich ja bei diesem ganzen Verfahren super "betreut". Wenn Dich das Ergebnis interessiert, dann mache ich das gerne.
Schicke Dir dann auch alle Dateien, so dass Du die Zwischenschritte (schlechten Scan von mir, Scan, bearbeiteter Scan, Dia) sehen kannst.
Ich habe jetzt übrigens mein Programm so eingestellt, dass es beim Abspeichern nicht weiter komprimiert, was ja Sinn macht.
Man lernt nie aus. (und ich schon gar nicht, da ich noch am Anfang stehe).
Danke für die Antwort. Beruhigt mich erst mal, da ich wirklich wenig Lust habe, mir wieder die nächsten 3 Nächte um die Ohren zu hauen. Habe eh schon Augenringe. V. a wirst Du immer nachlässiger bei der Arbeit und fängst an zu schlampen, da die Korrektur wirklich stupide Fitzelarbeit ist. Nochmal haeb ich keine Lust (wenn es aber nicht anders geht fange ich erst Übermorgen wieder damit an.)
Danke nochmal
Stefan
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 21.06.2004 - 12:14 So, ich habe jetzt im Labor angerufen.
Tip war, sich die JpeGs mit Vergrößerungs-Faktor 3 anzusehen. Wenn dann die Qualität noch gut ist, d.h. man sieht keine "Jpeg-Artefakte", dann reicht das aus.
Das habe ich gemacht, alles sieht gut aus und die CD liegt schon im Postausgang.
Gruss und Danke nochmal
Stefan
Antwort von Julian am 22.06.2004 - 15:52 Berichte mal, wenn die Dias da sind.
By the way, was soll auf dem PC dreifache Vergrößerung?
300% ? Dann guckst Du Dir ja mehr Bildpunkte an, als vorhanden. Also quasi die von Photoshop oder Corel interpolierten Zwischenpunkte zur Bildschirmansicht?!?!?!?!
ja, das sagte er (der Typ vom Labor) mir auch so ähnlich. Erst bei 100 % ansehen und nachsehen ob da sehr viele interpolierte Punkte da sind und wenn ich bei 300 % ansehe und die interpolierten Punkte nicht massig sind, dann ist das kein Problem mit der Ausbelichtung.
Also das Zeug ist jetzt weg und mal sehen was dabei raus kommt. Gebe auf alle Fälle Bescheid.
Gruss
Deep
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 07.07.2004 - 14:13 So, jetzt habe ich die Dias wieder (für viele Euronen). Ergebnis: Naja
Abe einer gewissen Größe (und die ist schnell ereicht, ca. 60 - 70 cm) sieht man einfach, dass die Farbverläufe nicht perfekt sind. Helligkeit der Bilder etc. ist sehr gut. Farbbrillianz läst auch nicht zu wünschen übrig.
Alles in Allenm: ICh würde es wieder so machen, da es immer noch bsser ist, Dias mit schlechteren Farbverläufen zu haben, als einen schwarze Linie quer durchs Bild-
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