Moin Gustlick,
nun ja, Hohenwarte ist ja auch ein ganz spezielles Gewässer- so schwarzes Wasser habe ich sonst nur noch in reinen Basaltsteinbrüchen erlebt.

Obwohl mein "Heimattauchrevier", geht hier auch bei mir bei Problemen auf Tiefe deutlich mehr Luft den Bach `runter (bzw. rauf

)als bei vergleichbaren Problemen und Tiefen in anderen Gewässern. Wir sind damit aber wohl in guter (und zahlreicher) Gesellschaft, ich habe auch schon von anderen Tauchern gehört, dass ihnen in diesem Gewässer nicht so ganz heimelig ist.
Das zum einen. Dann kommt mit zunehmendem Alter auch die Weisheit und mit der Weisheit die Angst

. Je mehr man mit zunehmender Erfahrung das Tauchen vom Rückenmark erledigen lassen kann

, umso mehr Zeit hat das Kleinhirn eben für nichtsnutzige Gedanken. Besonders wenn es keine bunten Fische zur Ablenkung zu gucken gibt.

Gelegentlich schleicht sich dann auch mal ein irritierender solcher (Was wäre wenn jetzt...?) ins Unterbewustsein. Das merkt man zunächst gar nicht so, frisst aber schnell weiter. Ggf. hilft dann ein guter Psychologe..... Bei mir hat am Anfang einer solchen Entwicklung eine Konfrontation mit der Situation (Hohenwarte, 25m, Lampe aus, Maske ab, Wechsel auf Alternativautomat, Hauptautomat abdrehen, Maske auf, gleiche Prozedur zurück- Tiefe gehalten? naja, ging so...) geholfen. Training ist eben alles...

. Dann- einen schlechten Tag hat jeder mal. Auch mal ein paar hintereinander. Das ist aber kein Grund, an jahrelang erworbenen und trainierten Fähigkeiten zu zweifeln. So schnell degeneriert das Rückenmark nicht

. Vielleicht mal etwas kürzer treten, Horka und Rotes Meer statt Hohenwarte und Bodensee, bis das Urvertrauen wieder da ist. Irgendwie wird das schon wieder....
Beste Grüsse,
Hartmut...
...dem auch der "Uhu" ("unter hundert") schon ganz massiv um den Kopf flattert...