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Bitte um mithilfe
Abgesandt von Michael aus Franken am 13.05.2006 - 22:09:

Deutscher Bundestag
Öffentliche Petitionen
Heilhilfsberufe: Befugnisse des Rettungsassistenten in Notfällen

Hier klicken



Antwort von Togo78 Registriertes Mitglied am 13.05.2006 - 22:39
Hallo Michael aus Franken, dieser Thread betrifft zwar nicht unmittelbar den Tauchsport, aber ich unterstütze die Petition. So manch ein Patient wäre ohne das sofortige und selbstlose (und arztlose!!!) Eingreifen eines Rettungsassistenten oder -Sanis den Weg alles irdischen gegangen.

Gruß

Thorsten aus Hessen (der nicht zur betroffenen Berufsgruppe gehört, die Arbeit von dieser aber sehr schätzt)
Antwort von Toaster Registriertes Mitglied am 13.05.2006 - 23:35
Ich bin in diesem Fall absolut eurer Meinung! Meine Freundin und ich haben die Petition soeben mitgezeichnet!

Gruß
Toaster
Antwort von Seescheide am 14.05.2006 - 04:20
Nichts für ungut aber die Petition ist so unnötig wie ein Loch im Kopf.

Hast du eine Approbation bist du Arzt – haste nix – na was bist du dann? Sollte der Gesetzgeber erkennen das eine ernstzunehmende Versorgungslücke in unserem Rettungssystem entstanden ist – sind mehr Notärzte zu Bevorhalten – Ende aus. Diese ständige Aufweichung von Grundsätzen hegt mehr Gefahren als Sie nützen.

Dies kann ich mit meinem Beruf vergleichen. Der gut ausgebildete Polizeibeamte wird durch freiwilligen Polizeidienst und Angestellte Wachpolizisten ersetzt – na was wird auf Dauer das Ergebnis sein.

Schuster bleib bei deinen Leisten – strebst du nach Höherem dann studiere Medizin.

Wenn du im Notfall mehr kannst bist du rechtlich über die vorschritten des rechtfertigenden Notstandes abgesicherte. Welcher Rettungsassi wurde rechtskräftig verurteilt. Nenne Fakten ansonsten hat der Verunfallte einen Anspruch auf Profis und die nennen sich im Bundesgebiet Notärzte.

Ein klares Nein zu deiner Eingabe
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 14.05.2006 - 08:31
Seescheide, Du magst recht haben, aber ein Rettungsassistent ist doch noch mal was anderes, als ein Sanitäter.

Schon weil ich von JWD komme, habe ich unterzeichnet.

Antwort von Quietscheentchen Registriertes Mitglied am 14.05.2006 - 09:32
Ich bin auch dabei.

Ich kenne das Problem ganz gut. Ich war selbst jahrelang aktiv im DRK tätig (mit normaler Sanitätsausbildung), kenne aus dieser Zeit aber sehr viele Rettungsassistenten und weiß, daß die meisten Vertreter dieser Berufsgruppe (Ausnahmen gibt es Überall und in jedem Beruf) ein sehr großes medizinisches Wissen haben und durchaus in der Lage sind, Medikamente entsprechend einzusetzen. Ich war auch 10 Jahre mit einem Rettungsassistenten verheiratet, was mir ebenfalls einen gewissen Einblick in die Materie verschafft hat.

Ich für meinen Teil würde in einer Notsituation lieber von einem Rettungsassistenten geholfen bekommen, als abzunippeln oder eine weitere Verschlechterung meines Gesundheitszustandes zu erleiden, bevor ein Arzt zur Stelle ist. Bei den Rettungsassistenten, die ich kenne (und das sind einige), hätte ich da jedenfalls keinerlei Bedenken...
Antwort von nigthdiver Registriertes Mitglied am 14.05.2006 - 10:04
hab auch unterzeichnet. bin der selben meinung wie entchen. lieber von nem rettungsdienst versorgt werden als stundenlang auf den notarzt warten. das von beamten gegenwind kommt, wundert mich nicht. es kann halt nicht sein, was nicht sein darf. es ist einfacher nach den vorschriften zu handeln als selbst zu denken.
Antwort von divingchris Registriertes Mitglied am 14.05.2006 - 22:16
Es geht doch wohl nur darum,einen bereits bestehenden Zustand zu legalisieren!Ich kenne keinen RA,der einen Notfallpatienten verrecken lässt,wenn er weiss,was zu tun ist,es aber nicht darf,und der Notartzt ist weit weg!Bis jetzt ist er dann jedesmal ein fall für den Staatsanwalt.Hab ich schon einpaarmal mitbekommen.
Dieser Standesdünkel von Leuten wie Seescheide ist allertiefstes Mittelalter!Und kotzt mich an!
Antwort von todi01 Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 08:51
Ich möchte noch einen kleinen Kommentar zum Beitrag von Seescheide abgeben:
Mich würde interessieren, wo er die Notärzte zur Bevorhaltung hernehmen will. Ich kenne jetzt schon genug Notärzte die in ihrem Hauptberuf Chirurgen oder Gynäkologen sind, und die haben auf der Strasse meiner Meinung nach nicht viel verloren. Es wird also Zeit den Beruf des Rettungsassistenten aufzuwerten und ihn mit Regelkompetenzen auszustatten (siehe Schweiz). Interessant finde ich auch den Ausspruch "strebe nach höherem studiere Medizin". Ich habe auf jedenfall den Glauben an die "höhere Macht" (oder Halbgötter in Weiss) verloren. Als ich möchte lieber von einem gutausgebildeten RA als von einem schlechten Notarzt gerettet werde.

Todi
Antwort von Seescheide am 16.05.2006 - 12:54
Es liegt offenbar in der Natur des Menschen, alle Kompetenzen, Rechte und Privilegienen die sich andere durch Ausbildung, Studium, Staatsexamen oder Approbation erworden haben, anzweifeln zu wollen, es sei den es geht um die Erhalt des eigenen Status.

Der Goldtaucher der über die Tls stänkert alles Besser weiß so gerne ausbilden würde und doch nicht darf – weil er sich nicht der Übprüfung seinen Leistungsstandes unterzogen hat.

Der Hilfspolizist der alles viel besser kann und weiß als ein studierter Polizeikommissar.

Und jetzt der Rettungsassi der gerne den Arzt miemen würde ohne Arzt zu sein.

Das ist der richtige Weg, weg mit Hürden wie Studium, Staatsexamen Ausbildungsnachweise.

Ich hätte gerne mal die Stellungsnahme vom Marburger Bund zu diesem Thema oder die Würdigung des RA- Berufverbandes wenn ein Sani die Rechte von Rettungsassis einvordern würde.

Ich glaub es primelt im Lande
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 17:53
Echt SUPER Seescheide,

doch es gab schon mal eine Zeit, in der Rettungssanitäter unter bestimmten Voraussetzungen zu Rettungsassi umgeschrieben wurde.
Desweiteren lernen ja die Rettungsassis den Umgang mit den Medikamenten und haben sie auch auf dem Fahrzeug.
Es gibt auch Notärzt, die bestimmte ärztliche Handlungen lieber einen geübten Rettungsassi lassen. Hier dann im beisein des Arztes, aber warum soll dann der Rettungsassi nicht mehr in der Lage dazu sein, wenn der Arzt, der es sich nicht selber zutraut nicht anwesend ist?

Und wie oft ist ein Rettungsassi weit vor einem Notarzt am Unfallort?
Soll dann der rettungsassi lieber zusehen, wie ein mensch stirbt, nur weil er etwas nicht anwenden darf, da er kein arzt ist, obwohl er es schon oft genug geübt hat, teilweise sogar besser kann wie ein Arzt?
Habe auch für diese Petion gestimmt.
Antwort von 112taucher Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 18:17
@seescheide: Zustimmung
Der rettungsassi soll natürlich nicht lieber zusehen, wie ein mensch stirbt. Das wird er 1. nicht tun und 2. ist er rechtlich bereits durch die Notkompetenz abgesichert. Voraussetzung ist, dass er diese Maßnahmen beherrscht, rechtzeitige ärztliche Hilfe nicht verfügbar ist und es die unumgägliche Minimaltherapie ist.
@divingchris: Wenn das alles "Fälle für den Staatsanwalt" wären Wie viele Fälle kennst Du, wie sind sie ausgegangen und warum?
Aber ruhig weiter so: RettAs = Arzt, Geselle = Meister, Freiwilliger im Polizeidienst = Polizist ... Wie solls denn weitergehen: Der 17 jährige mit dem Computer von Aldi = Informatiker

Günter





Antwort von musher Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 18:26
Günter,
es gab oft genug Situationen, in dennen der Rettungsassi Maßnahmen ergriff, die dem Arzt vorbehalten sind.
Doch oft erkennt der nachkommende arzt die Leistung an und unternimmt nichts.
Der Patient auch oft nicht weiß, daß da der Rettungsassi mehr getan hat, als er eigentlich tun dürfte.
Es also genug Fälle gibt/gab, die für den Staatsanwalt wären aber zum Glück nicht weitergeleitet wurden.

Seescheide und Günter, was meint ihr denn, wer bei einem notfall besser helfen kann, ein erfahrener Rettungsassi oder ein Gynäkologe?
Antwort von 112taucher Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 20:13
Hypothetische Frage. Natürlich gab oft genug Situationen, in denen der Rettungsassi Maßnahmen ergriff, die dem Arzt vorbehalten sind. Und nochmal: Er hat die Maßnahmen beherrscht, rechtzeitige ärztliche Hilfe war nicht verfügbar und es war die unumgägliche Minimaltherapie
==> Notkompetenz ==> ausreichend abgesichert.
Im übrigen ist ein "erfahrener RettAs" nicht unbedingt gleich "Guter RettAs" und es soll tatsächich Gynäkologen geben, die sich in der Notfallmedizin fortgebildet haben, willens sind sich weiterzubilden und Erfahrung auf dem NAW / NEF haben
Aber gut, vielleicht wird dann auch irgendwann der erfahrene Maurer zum Statiker oder Bauingenieur und der Besitzer eines Feuerlöschers zum Brandschutzsachverständigen
Antwort von Katerchen Registriertes Mitglied am 17.05.2006 - 00:22
Ich würde gerne auch etwas dazu sagen.
Ich bin RS, aber nur ehrenamtlich.

Und ich möchte mich nicht zur Erweiterung der Notkompetenz äußern.

Ich denke, diese Petition würde eher Sinn machen, indem man einem RA!! (ich rede von dem Transportführer eines RTW`s) mehr Verantwortung gibt.
Ich denke da an die ganzen ... unnützen Einsätze, wo z.B. ein Taxi reichen würde. Aber nein, der RA darf ja keine Diagnose stellen und somit keinem Patienten anraten, andersweitig ins Krhs. zu kommen. Er darf den Transport nicht ablehnen. Sprich, überall dahin, wo ich hingefahren werde, muss ich die Person mitnehmen.

Beispiel hier aus der Gegend. Ein Obdachloser, der 512 RTW Einsätze veranlasste. Saufen, Pennen, besorgte Personen rufen an, man holt ihn ab, ab ins Krhs, ... dort ausschlafen, abhauen, saufen, pennen, ...

512 Einsätze die jeweil ca. 250 Euro kosten, sponsorded bei Sozialamt (ähm ich meine durch uns).
Und ich denke, da sollte man dem RA die Verantowrtung geben, zu sagen, es ist Sommer, nimm die Parkbank. (ich würde es nicht machen, aber der RA sollte die Kompetenz haben)

Oder wo man nur einen Bluterguss oder eine Zerrung / Dehnung vermutet. Einfach mal sagen, ... ein RTW wäre nicht nötig gewesenn, ein Transport mit einem RTW ins Krhs. ist ebendfalls nicht nötig.

Diese Aussage ist im Moment nicht zulässig und DA wäre eine Verantwortungsdeligation sehr ... nett.

Merci für die Aufmerksamkeit.

Karsten
Antwort von Seescheide am 17.05.2006 - 10:35
Oho da geht die Reise hin! Die Bürde der sozialen Verantwortung nicht tragen wollen aber vor Ort den großen Max bzw. Arzt spielen wollen, und das Ganze noch im Kontext zu volkswirtschaftlichen Richtlinien beurteilen wollen.

Jetzt geht es aber los. Und wenn der Obdachlose 1000 mal unnötig zum Krankenhaus gefahren werden muss – weil ja zumeist nicht der Obdachlose die Hilfe alarmiert, sondern der mündige aufmerksame Bürger bei Polizei oder Feuerwehr eine Hilope meldet (hilflose Person) Ist der so abfällig bezeichnete besoffene Penner als Mensch zu behandeln. Er wird begutachtet, behandelt, eingewiesen oder ausgenüchtert – aber niemals bei unklarer Willensäußerung allein zurück gelassen.

Das bestärkt meine Auffassung nach den geprüften Profis vor Ort und mit Verlaub, niemand muss Rettungsassi, Feuerwehrmann oder RIPO (Richtige Polizei) werden.


Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 18.05.2006 - 14:24
Hallo,
als oller RSani, hier meine perönliche Meinung:

- Eine klare Abgrenzung der Kompetent macht durchaus Sinn. -

@Seescheide
ich denke DU hast Recht, für mich ist es vollkommen egal ob der betrunkene Mitbürger Stammkunde im Wagen ist oder ob es ein Erstkunde
ist. Egal ob reich oder arm oder sonst was, wer meine Hilfe benötigt bekommt sie...


@Katerchen
Auch Du hast Recht, aber nur die Ecke mit den Blutergüssen etc., hier sollte dein RSani/RAss durchaus Kompetenzen bekommen, aber erm uß dann auch die Verantwortung tragen.

Grüße
Gunther

Antwort von 112taucher Registriertes Mitglied am 18.05.2006 - 15:11
Hallo, ich nochmal:
Diese "Mehrkompetenz" muss dann im Zweifel auch noch "erarbeitet" (durch entsprechende Weiterbildung) werden. Wenn da die jährliche Fortbildung noch ausgedehnt werden muss wird wieder gejammert und keiner will´s gewesen sein.

Gruß
Günter
Antwort von ilseseehecht Registriertes Mitglied am 18.05.2006 - 22:42
Jetzt würde ich mich als aktiver Notarzt mal gerne einmischen. Michael aus Franken und seine Unterstützer an welche Medikamente habt Ihr denn gedacht? Für Laien klingt das Vorhaben ja plausibel, wenn auch die Zahlen irreführend sind: 50 der Notfälle ohne Notarzt - ja Gott sei dank - nicht jeder Notfall braucht gleich einen Notarzt. Schon jetzt sind mehr als die Hälfte der Notarzteinsätze überzogen und unnötig. Und welche Region in diesem Lande hat nicht innerhalb 30 min den Notarzt vor Ort? (ausser den Gipfeln unserer Berge)- und wieviele Notfallsituationen benötigen denn wirklich akut lebensrettend sofortige Medikamentengabe? Sehr Wenige! In den allermeisten Fällen genügen die professionellen Basismassnahmen eine Rettungsassistenten bis der Notarzt ankommt. Dies gilt für Unfälle mit Lagerung, Schienung, Verband und Infusion.
Dies gilt für die meisten Herznotfälle mit Lagerung, Sauerstoffgabe schreiben von Ekg, Messen der Basiswerte bis hin zur Wiederbelebung. ( Herr Rettungsassistent! Wann setzt denn nach den neuen Guidelines erstmlas ein Medikament ein? In der Regel zu einem ´Zeitpunkt wenn auch in abgelegen Gegenden der Arzt schon da ist!)-
Die andere Seite sind pseudokompetente Hobbyrettungsassistenten, Rettungsrambos, die durch eine gesetzliche Freigabe ihr Tun auch noch legitimiert bekämen.
Wir haben ein anderes Rettungssystem wie in den USA oder der Schweiz. (Ich möchte diese hier nicht bewerten). Eine Freigabe von Medikamenten wie von einigen Rettungsassistentengruppen gewünscht halte ich für bedenklich. Kardiale Notfallsituationen erfordern oft großes Fingerspitzengefühl, ein komplexes Verstehen der (Patho)Physeologie. Das lässt sich nicht alles in starre Lehrschemata pressen.
Wenn es wirklich brennt praktizieren wir hier ein anderes Vorgehen. Via Funk oder Handy kurze Beschreibung der Notfallsituation und Anfrage, ob ein bestimmtes Medikament gegeben werden kann. Legal, praktikabel.
Ich halte die jetzige Notkompetenz für ausreichend.

Gruss Ilseseehecht - der jetzt nach 24 Stunden Notarztdienst schlafen geht
Antwort von Seescheide am 19.05.2006 - 08:09
@ ilse hecht.

Respekt und Anerkennung – Bravo!

Du hast mit wenigen gezielten Worten den Nagel auf den Kopf getroffen. Unser Rettungssystem funktioniert. Ich kann dies beurteilen, nach 40 Jahren Polizeidienst steht mir dieses Urteil zu. Umfangreiche ärztliche Kenntnisse sind erforderlich um die Medikamentengabe anordnen zu können. Das von dir beschriebene Anordnungsverfahren über Funk/Draht ist ausreichend.

Ich hege immer noch den Verdacht, dass es nicht um die Notfallversorgung der Bevölkerung geht, sondern um die Aufwertung einer geringen Gruppe von Rettungsassis – die nicht ihre Rolle gefunden haben, nach höherem streben ohne hierfür die bildungsmäßigen Voraussetzungen erworben zu haben oder diese erwerben zu wollen.

Zur persönlichen Aufwertung des Ego empfehle ich hier den Kauf div. Adelstitel, konsularische Würden oder den Dr.- Titel HC der freien Republik Lummerkongo. Für Geld gibt es alles.



Antwort von Doktorfisch Registriertes Mitglied am 04.06.2006 - 15:40
@ ilseseehecht:
sehr treffend formuliert... Dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen...

Insbesondere stört mich die in der Petition enthaltene Formulierung "Grundsätzlich verfügen Rettungsassistenten über ein sehr umfangreiches Wissen und werden in der Regel das mildeste Mittel zum Wohle des Patienten einsetzen, diesen bezüglich seines Gesundheitszustandes beraten."

Die langjährige Notarztpraxis zeigt, dass gerade das leider oft nicht zutreffend ist. Wer kennt nicht den übereifrigen (ansonsten aber meist liebenswürdigen) Rambo-RA, der am liebsten immer gleich Fentanyl geben würde...

Hier liegt nämlich genau das Problem: Ein Medikament zu verabreichen - kein Problem! Aber wehe, es treten (un)erwartete Neben- oder Wechselwirkungen auf: Rhythmusstörungen, Atemdepression bis zur Intubationspflicht etc. - Was dann??? Ich glaube, spätestens hier sind auch sehr erfahrene langjährige RA mit Ihrem Latein schnell am Ende. Wie gut, dass da immer noch ein NA hinzugerufen werden kann, der den Schlamassel dann ausbaden darf und v.a. die Verantwortung trägt.

Von daher denke auch ich, dass die bestehenden Regelungen im Rahmen der Notkompetenz ausreichend sind. Das beschriebene Vorgehen mit kurzer Rücksprache per Funk/Handy beim NA ist auf jeden Fall sinnvoll. Im übrigen schätze ich kompetente und erfahrene RA und RS sehr und habe für gutgemeinte (Verbesserungs)vorschläge immer ein offenes Ohr.
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 04.06.2006 - 19:40
Herr Doktorfisch,
kann es aber nicht auch sein, daß es RAs gibt, die besser wie manche (wenige) NAs intubieren können?

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