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Foren - Tauchmedizin - Blut in der Maske




  

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Blut in der Maske
Abgesandt von smoli Registriertes Mitglied am 24.02.2007 - 19:49:

Hallo.

Mein Buddy hatte heute Probleme beim auftauchen aus 33 Metern Tiefe. Schon beim abtauchen hatte er wie er mir später erzählte ein wenig Schmerzen im Bereich der Stirnhöhlen. Beim auftauchen aber vertärkte sich der Schmerz und löste sich mit einer Ladung aus Nasenschleim und Blut. Hat schon jemand so eine Erfahrung gemacht?

Gruß Smoli.



Antwort von bat-man Registriertes Mitglied am 24.02.2007 - 20:39
Hallo,

sieht so aus als wenn er troz "dicker" Nase tauchen wollte. Eigentlich ist allgemein Bekannt das man mit Schnupfen usw. lieber nicht tauchen sollte. Finde ich schon heftig das er troz Schmerzen beim Abtauchen noch auf 33 Meter runter ist. Ich würde mit sowas immer überlegen so ein Risiko einzugehen.

Gruß

Bat
Antwort von neutaucher Registriertes Mitglied am 24.02.2007 - 21:00
@smoli

Nein, so eine Erfahrung habe ich noch nicht gemacht. Aber jeder Taucher sollte, auch wenn er die Erfahrung noch nicht gemacht hat, wissen was da passiert ist und warum es passiert ist.
Ist es das was du eigentlich wissen willst?

MfG

neutaucher
Antwort von smoli Registriertes Mitglied am 25.02.2007 - 08:54
Mein Buddy ist nicht erkältet. Hat er mir zumiondest gesagt. Beim Abtauchen bin ich vorweg getaucht. Er hatte diesen leichten Schmerz der aber auszuhalten war. Sonst hätte er mir sicherlich ein Zeichen zum auftauchen gegeben. Musste eine andere Ursache haben. Ja ich weis jetzt kommt wieder die Antwort ab zum Arzt aber ihm geht es wieder gut und er will nicht. Ich kann ihn nicht zwingen. Aber hat jemand schonmal eine ähnliche Erfahrung gemacht?
@ Neutaucher du sagst jeder Taucher sollte wissen warum es passiert ist. Ich würde gerne wissen was du meinst. Erkläre es mir doch bitte.

Gruß smoli
Antwort von neutaucher Registriertes Mitglied am 25.02.2007 - 11:56
Hallo,

sorry aber ich verstehe dich glaube ich falsch. Als ich gestern deinen Beitrag las dachte ich spontan :"hat der denn noch nie von einem Barotrauma der Nasennebenhöhlen gehört?".
Deshalb meine Antwort. Aber das wird wohl nicht so sein.
Aber trotzdem dürfte doch klar sein, auch wenn die Schmerzen "auszuhalten" waren, daß schon beim Abtauchen nur ein unvollständiger/verspäteter Druckausgleich stattfand. Das gab dann ein Unterdruckbarotrauma der Nebenhöhlen.Dadurch schwellen die Schleimhäute an, es bildet sich vermehrt Schleim und es kann Blut austreten und sich in den Nebenhöhlen sammeln. Der Druckausgleich dürfte dann doch noch irgendwie stattgefunden haben, sonst wärt ihr nicht auf Tiefe gekommen. Aber da war der Schaden wohl schon geschehen. Beim Auftauchen dürften dann die geschwollenen Schleimhäute und das Blut/der Schleim die engen Kanäle entgültig verlegt haben und ein Überdruckbarotrauma entsanden sein. Deshalb die Schmerzen, weil der Überdruck nicht aus den Nebenhöhlen entweichen konnte, bzw. erst als dann doch endlich durch den Druck das ganze noch glücklicherweise austrat lies der Schmerz nach.
Die ursächlichen Gründe warum der Druckausgleich beim Abtauchen nicht funktionierte können natürlich vielfältig sein. Wenn es nicht eine Erkältung war, kann es was allergisches sein, eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen, vielleicht auch nur ein Staubkorn das die Schleimhäute gereizt hat, Temperatur- oder Wettereinflüße etc.
Letztendlich ist es jedoch immer ein Fehler Probleme beim Druckausgleich zu ignorieren, erst recht wenn Schmerzen, egal wie gering, ins Spiel kommen.

MfG

neutaucher
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 25.02.2007 - 14:43
Jeder Mensch hat das Recht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Also auch, mit "leichten Schmerzen" in der Stirnhöhle auf 33 Meter abzutauchen. Da jedoch die beschriebenen Symtome auf eine Barotrauma schließen lassen, gehört er , da er in dieser Situation auch seinen Buddy gefährdert. Wodurch? Mit seiner blutverrotzten Maske hätte er im Gefahrenfalle mehr zu tun gehabt, als mit der Rettung seines Buddys. Das gehört sich
Antwort von smoli Registriertes Mitglied am 26.02.2007 - 04:54
@neutaucher danke für deine ausfürliche Info. Wird wohl so sein wie beschrieben.

@telemar-king
Ich denke mein Buddy hätte auch mit blutverschierter Maske mir bei Problemen zur Seite gestanden. Schließlich bin ich eher der unerfahrene Taucher von uns beiden. Ich war es der vorweg tauchte und nicht wirklich auf ihn geachtet habe. Es war dunkel und kalt. Ich bemerkte seine Probleme nicht aber er hat mich nicht alleine gelassen. Vieleicht wollte er mir ja ein Zaichen geben aber ich war wohl zu schnell beim abtauchen. Als es bei ihm wieder ging tauchte er erstmal weiter wir waren ja schon unten. Erst an der Oberfläche sah ich die verschmierte Maske.

Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 26.02.2007 - 05:00
hallo smoli

ja - die erfahrung habe ich machen dürfen.

meine nasennebenhöhlen hatten linksseitig keine vernünftige verbindung zur nase und daher konnte dort beim tauchen kein vernünftiger druckausgleich stattfinden.
ergebnis war immer beim auftauchen das gleiche - blut und sekret in der maske.

in der dezemberausgabe 2006 der tauchen wurde unter "höhlentauchen - mal anders" speziell auf das thema nebenhöhlen und tauchen eingegangen

ich habe mich im dezember 2006 operieren lassen und seitdem ist das thema für mich erledigt. - alles funktioniert bestens.

ein paar bilder und einige hintergrundinfos meiner op kannst du hier finden:

Hier klicken

schick deinen buddy mal zum hno-arzt und der soll auch mal eine computertomographie der nebenhölen machen lassen - wurde nie vorher bei mir gemacht und die ärzte konnten sich aber nie erklären, warum ich dieses problem hatte.

wegen dem blut in der maske - was hier ja manchen probleme bereitete - sorry, aber warum lernt man bei der tauchausbildung das maske ausblasen ???

probleme macht es dem betreffenden taucher nicht - es ist völlig egal, ob nun blut oder nur wasser vom tauchgewässer in der maske ist .....

der druck sucht sich den leichtesten weg aus dem schädel - und das geht dann meist mit blut und gewebe in der maske.
bei mir war es zb. so, das ich beim abtauchen nie probleme hatte - nur beim auftauchen bei den letzten 2-3 metern ...
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 26.02.2007 - 07:43
Ich würde mit dem buddy auch mal ein ernst Wort reden. Erstens mit Kopfschmerzen tauchen und dann an einer Steilwand weit weg vom Ufer . Zweitens den "unerfahreneren" Taucher voraus tauchen und vorher abtauchen lassen. Grundsätzlich wird an jeder Steilkante erst einmal das OK abgefragt und gewartet, ob der Buddy bereit ist.
Sollte an diesem Tauchplatz noch einmal ein Unfall passieren, ist damit zu rechnen, dass er für alle gesperrt wird. Also bitte, taucht nach Regeln....

Antwort von hket Registriertes Mitglied am 26.02.2007 - 07:53
etwas Probleme beim Druckausgleich gibt es bei vielen Tauchern immer mal wieder, hier lehrt nur die Erfahrung, was relevant ist. Meist hat man nur die ersten Minuten / ersten Meter einen Mehraufwand, dann ist das Ganze vergessen.
Leicht Schmerzen in der Stirngegend sind bei 4°C kaltem Wasser auch nicht ungewöhnlich.
Wenn dann beim Auftauchen eine Nase voll Schmodder mit etwas Restwasser aus der Maske und 3-5 Tropfen Blut aus der Maske sich mischen, sieht das spektakulär aus, ist aber ungefährlich.
So sieht das anscheinend auch Dein etwas erfahrenerer Buddy, für Ihn ist das nichts besonderes.
Bei mir ist direkt nach dem Auftauchen immer ein Nase putzen fällig, die meisten Taucher nehmen die Maske ab und schneuzen erstmal kräftig, nicht schön, aber befreiend. Geht auch unter Wasser: wenn der Rüssel zu ist, Maske runter, eine Seite zuhalten und schneuzen, dann die andere Seite.
Maske aufsetzen und weitertauchen.

Helmut
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 26.02.2007 - 20:02
Tü: woher weisst du, um welchen Tauchplatz es sich handelt?
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 27.02.2007 - 07:16
Ich war auch da (Sichtweitendatenbank)
Antwort von Schaffel Registriertes Mitglied am 04.03.2007 - 12:10
Ich würde auf jeden Fall mal beim HNO-Arzt vorsprechen und mich mal checken lassen.
Generell sollte man solche Probleme nicht ignorieren.
LG Schaffel
Antwort von smoli Registriertes Mitglied am 05.03.2007 - 20:45
Mein Buddy war nun beim HNO der sagt erstmal "nix Besonderes" hat ihm aber Tabletten zum abklingen von Schwellungen der Stirnhöhlen gegeben. Scheint wohl doch eine Erkältung gewesen zu sein. Einige Leute hier machen das ganze ein wenig dramatisch.
@ Tümpi anscheinend warst du wohl am See aber zur Zeit nicht an der Steilkante. Das OK wurde nähmlich gegeben. Und warum sollte der etwas unerfahrene Taucher nicht auch ab und zu die Navigation übernehmen? Nur weil er ein paar weniger TG im Log hat? Wegen so einer kleinigkeit wird wohl keiner sterben. Einen Unfall kann man natürlich nie zu 100% ausschließen aber ich denke wegen uns wird der Tauchplatz wohl nicht geschlossen.

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