Boje - Seil - Knoten Abgesandt von 3410 am 20.05.2005 - 13:57:
Hi,
folgendes ist mein Problem:
Das Seil der Boje soll sich leicht abwickeln,-rollen oder wie auch immer und nicht "hängenbleiben". Nun bin ich auf der Suche nach der richtigen Technik. Was ich nicht möchte ist die Boje an einem Spool oder Reel hochzuschießen, ich hätte das Seil gerne loose geknotet dabei für diesen Zweck verfügbar. Ich habe zwar schon eine Lösung, jedoch ist mir die nicht so "koscher".
Für Tipps bin ich dankbar
Antwort von Jessica am 20.05.2005 - 14:09 ganz einfach: Luftschlaufen. Wichtig ist nur, dass man diese Schlaufen von oben nach unten anfängt, sprich an der Boje, NICHT am Seilende, dann funzt es nämlich nicht
Antwort von Jessica am 20.05.2005 - 14:13 Oh, für den Fall, dass Du nicht weiist, wie Luftschlaufen gehen:
Seil nehmen und ein Auge (Schleife) legen.
Nun das untere Ende in U-Form legen und das U durch das Auge ziehen. Du hast somit ein neues Auge gebildet. Jetzt legst Du mit dem unteren Seilteil wieder ein U und ziehst es durch das Auge..... bis das Seil komplett in Schlaufen liegt und nur noch 1/3 so lang ist, wie vorher.
Wenn die Beschreibung zu ungenau ist, sag nochmal, dann werde ich eine Fotoserie machen, in der das genau dargstellt ist.
Antwort von 3410 am 20.05.2005 - 14:18 Danke Jessica,
genau die mache ich schon, aber ich habe noch immer bedenken, dass das Seil "verknoten" kann. Sind Dir noch andere Methoden bekannt?
Das mit den Fotos wäre eine Sache, evtl. mach ich meine Schlaufen noch zu schlampig... .
Antwort von Detlef am 20.05.2005 - 14:25 Bleigewicht (Anglergewicht) an das untere Ende des Bojenseils. Das Bleistück in Form klopfen und schon hast du eine prima Rolle. Das Gewicht unten ist erforderlich damit die Boje bei Strömung halbwegs auf ihrem Platz bleibt. Das Knotwerk von Jessica ist eine schöne Handarbeit aber nicht mein Fall, zu mal offenbar kein Gewicht unten am Seil ist.
Antwort von Jessica am 20.05.2005 - 14:40 doch, doch.. ich hab da ein 50g Angelerblei dran.
Das geschlaufte Seil wird dann noch 4 oder 5x um die Tasche gewickelt, in der die Boje ist, dann rollt es sich auch nciht versehentlich ab.
Wichtig ist nur, dass die Luftschlaufen gross und locker sind, nicht fein und eng, dann kann es tatsächlich passieren, dass sich was verhakt.
Eine teure Alternative, aber auch das einfachste, ist natürlich ein Reel...
Antwort von Geddi2003 am 20.05.2005 - 14:49 Die günstigere und kleinere Alternative ist ein Fingerspool... Gerd
Antwort von Detlef am 20.05.2005 - 15:00 Und warum wickelst du das Seil nicht einfach um das Gewicht?
Und wieso wickelst du das Seil um die Tasche. Rein aus Interesse. Ich habe das Seil um das Gewicht gewickelt und das ganze in der Tasche verstaut. Reel und Fingerspool (schönes Neudeutsch für eine schlichte Spule) erscheint mir zu kompliziert, sieht natürlich besser aus.
Antwort von Jessica am 20.05.2005 - 15:04 Wie gross ist denn Dein Gewicht, Deltef? Mein 50g Gewicht ist etwa so gross wie ein 50-Cent Stück und Tropfenförmig.
Selbst wenn ich das Plattschlage, kriege ich da keine 8m in Schlaufe gelegte Seil drum
Antwort von Detlef am 20.05.2005 - 15:14 Du willst wissen wie groß mein Gewicht ist Schon deutlich mehr als 50 gr. Ist eigentlich für die Hochseefischerei gedacht und auch für richtige Strömung und nicht für den See. Ich schätze so um die 250 gr. Dafür wickelt sich das Seil auch zügig ohne Probleme ab.
Antwort von Soni am 20.05.2005 - 15:32 die richtige Technik waere die der Fallschirmspringer: Seil aufwickeln wechselweise in Form einer Acht ueber Daumen und Zeigefinger. Wie auch immer, Fingerspool ist sicherer, da brauchts auch kein Gewicht etc.
Antwort von Detlef am 20.05.2005 - 15:40 Wie schwer ist den die Fingerspule?
Antwort von stonefish (ausgeloggt) am 20.05.2005 - 16:54 Hallo,
ich habe ein Metallband aus dem Baumarkt, ca 150x50x3mm groß, wiegt wohl auch um die 50 g, ist eloxiert und hat Löcher zum Befestigen der Bojenleine. Die sich wunderbar auf- und wieder abwickeln läßt. In die Bojentasche paßt das Ganze auch. Bestimmt nicht DIR-konform und auch nicht übertrieben elegant. Funzt aber.
Gruß
stonefish
Antwort von teddy2005 am 20.05.2005 - 17:08 Es gibt sogar Blei, das extra zu diesem Zweck wie eine Spule gegossen ist. Einfacher geht es nicht. ISt in jedem guten Tauchgeschäft zu haben.
Gruss
Urs
Antwort von 3410 am 20.05.2005 - 19:44 @ Soni
klingt interessant, was Du geschrieben hast, kannst Du das mal näher beschreiben? In der kurz beschriebenen Version hab ich Döskopf das nicht verarbeiten gekonnt.
@ all
Zu der Sache mit den Gewichten, wenn ich das so aus den Zeilen rauszulesen versuche, dann beschwert Ihr die Boje am Seilende. Wie wäre es sie zu halten, z.b. mit einer Hand? Das es evtl. in die Hosen gehen kann, wenn man das gute Teil an sich selbst befestigt ist mir auch klar (Lift nach oben). Wie schießt Ihr denn so die Boje hoch?
Antwort von hgDIR am 20.05.2005 - 20:09 Es gibt nur eine vernünftige Lösung: Spool bzw. Reel mit einer Boje die einen auch tragen kann. Alles andere ist spielerei und dafür sollte man kein Geld investieren. Da kann ja mal das eigene Leben von abhängen. Umgang und Technik kann mit ein bißchen Übung leicht erlernt werden.
My2Cent, Harald
Antwort von teddy2005 am 20.05.2005 - 20:38 @3410
Seil einfach abrollen lassen sobald Du in der richtigen Tiefe bist (hab letztens bei einer Safari am Roten Meer einen dabei gehabt, der hatte ein Seil von ca 6 m. länge und hat die Boje in -15 m hochgeschossen). Wenn die Boje hoch geht, einfach das seil zwischen den Fingern führen - fertig.
Ich hab zuzätzlich bei 3-4m Seil ab boje einen eisenstück in T-form eingebaut, an dem es sich gemütlich während der Deko festhalten lässt. Brauchst nicht mehr zu tarieren, einfach hängen lassen, und die Boje steht im Wasser wie nach einer Austernorgie @hgDIR
Was nützt ein Spool und reel für jemand der nur in 3-6m sein Dekos oder sicherheitsstops macht.
Echt-Dirler, bringt nix, nützt nix, und kostet Geld.
Wenn ich mir auf die DIR -Seiten das Video anschaue, wie der Typ seine Boje in 15mn an seinem Spool montiert, da bekomme ich echte Angst
Antwort von carchaias am 20.05.2005 - 21:32 Ich habe ein Stück Kupferrohr genommen (ca. 15cm gibts als Verschnitt kostenlos beim Klemptner und es mit Blei (Reifenhandel ebenfalls umsonst) ausgegossen (auf einer Seite nen Korken rein und mit der Lötlampe erhitzen). Loch reingebohrt Seil angeknotet und drumgewickelt. Rollt sich super ab das Ganze und passt in dei Bojentasche...Gewicht weiß ich nicht...
Antwort von hgDIR am 21.05.2005 - 11:26 Hallo,
ist wie immer, kaum übersteigt eine Antwort die Aufnahmekapazität und Leistungsfähigkeit einiger Zeitgenossen, schon müssen sie über Dinge, von denen sie nichts verstehen, herziehen.
@teddy2005
Vielleicht versuchst du es mal mit einer Fortbildung.
Cheers, Harald
noch`n Versuch, also Daumen und Zeigefinger der einen Hand zu einem L spreizen. Dann das Band wechselweise um Daumen und Zeigefinger in Achterkreise umwickeln.
So aufgewickelt wird sich das Band unterwasser garantiert unfallfrei abwickeln.
Antwort von Jessica am 22.05.2005 - 19:23 Also nachdem ich mit Mails ueberschuettet wurde, wie eine Luftschlaufe funktioniert, habe ich das dann doch mal bildlich dokumentiert.
Antwort von Detlef am 23.05.2005 - 09:25 Die Antwort von hgdir nebst seiner Reaktion begeistert mich total. Offenbar hat der Gute noch nie eine Boje in wirklich strömungsreichen Gewässern gesetzt. Es geht nicht um einen Hebesack sondern um eine schlichte kleine Boje, damit dich das Boot findet.
Wie man das Seil nun aufwickelt ist iE vollkommen egal, hauptsache es verknotet sich nicht. Reel, Spool und Hebesacke sehen cool aus, sind aber vollkommen über.
Antwort von Jessica am 23.05.2005 - 09:54 hab doch Mitleid mit einem DIRler, Detlef Wir normalsterbliche DITWIP (Do it the way I prefer)-Taucher sind eh minderbemittelt
Antwort von Detlef am 23.05.2005 - 10:38 Nöh,
ich habe grundsätzlich kein Mitleid mit Sektenanhängern, die die einzige Wahrheit verkaufen. Wie schaffen die Erfinder es nur, das der Blick über den Tellerrand hinaus nicht stattfindet und Nachdenken verboten ist.
Detlef the stroke
Antwort von Neptun am 23.05.2005 - 11:26 Meine Boje ist einfach:
- eine rote Boje mit angenähter Aufbewahrungstasche
- Boje hat am Öffnungsende schon eingeschweißte Bleistückchen, die wohl helfen sollen, daß die Boje an der Oberfläche gut steht. M.E. sind die für diesen Zweck allerdings zu leicht.
- Normales Öffnungsende ohne irgendwelche Ventile oder Verschlußstopfen dran. Also im aufgeblasenen Zustand bleibt die Öffnung auch offen
- ungefähr 8m Schnur dran geknotet
- bei Obi habe ich ein ungefähr 10cm langes Eisenrohr (vernickelt oder so, glaube ich. Jedenfalls rostet es nicht) gekauft, was auch ein paar Gramm wiegt.
- dieses Rohr dient als Gewicht und als Aufwickelspule
- Seil entweder lose oder mit Jessica`s Luftmaschen um das Eisenrohr gewickelt und in die Bojentasche gepackt.
- Fertig
Ich würde davon abraten, in das Seil Knoten oder irgendwelche weiteren Eisenteile zu befestigen. Solche Dinge können das Aufrollen oder das "sich lösen" der Luftmaschen erschweren/verhindern und tragen auch zum Vertütteln des Seils unter Wasser bei.
Das Seilende der Boje beim Setzen NIE am Jacket festmachen! Sondern nur in der Hand halten. M.E. ist die Gefahr, aus Versehen mit hochgezogen zu werden, sonst zu groß. Und lieber verliere ich eine (relativ billige) Boje, als am Lift zu hängen.
Dazu noch der Tip von Teddy: die Boje erst in der Tiefe setzen, wo das Seil lang genug bis zur Oberfläche ist.
Der Aussage von hgDIR möchte ich widersprechen, wonach ein Spool oder Reel "die einzige vernünftige Lösung" darstelle. Vor solchen absoluten Aussagen von wegen "optimal", "das Einzige" etc. habe ich mich bei der Taucherei schnell verabschiedet.
Was für hgDIR vernünfig sein mag, ist es für XYZ noch lange nicht. Nur weil Taucher Hinz mit Lösung ABC sehr gut zurecht kommt, heißt das noch lange nicht, das auch Taucher Kunz damit klarkommt.
Ich habe Tauchlehrer an Land erlebt, die DIR-konform die Boje benutzen wollten. Umringt von Nicht-DIRlern hat er dann stolz vorgeführt, wie "einfach" und "problemlos" doch die DIR-Reel-Variante einsetzbar sei. Als er dann aber - an Land wohlgemerkt - mehrere Minuten brauchte, um das Gewirr aus Karabinern und Schnürchen und Löchern am Spool und richtig rum einhaken, falsch einhaken, überlegen, wieder lösen, rumrätseln, neu einhaken etc pee pee. Da war mir klar: DAS ist keine LÖSUNG für mich.
Bitte liebe DIR-Taucher: Ihr dürft gerne tauchen wie ihr wollt. Aber übertragt bitte nicht blind Eure Methoden als "das Beste" für alle anderen Taucher. Und bitte vertragt auch Kritik an Euren Methoden. Jedem das seine.
Antwort von teddy2005 am 23.05.2005 - 12:55 @Jessica, Detlef und Neptun:
Danke, aber ich hatte gerade bei der Bank ein Kreditgesuch eingereicht, um bei Dgordge einen 1-Wöchigen-Kurs a 8 Studen pro Tag (soviel braucht man schon, um die 100m loszuschiessen und wieder einzurollen) zum auf und abrollen der Leine an der Reel/Spool samt entsprechende Literatur und Gebrauchsanweisungen mir leisten zu können.
Was mache ich nun? Ich muss wohl aufhören zu tauchen oder?
@hgDIR
Nix für ungut, aber meine Religion habe ich schon
Antwort von Detlef am 23.05.2005 - 13:27 @teddy
Sprich mir langsam nach:
Dieser Kurs ist lebensnotwendig und vertieft deine Fähigkeiten und Kenntnisse. Er ermöglicht es dir sicher zu tauchen und eine Dekoboje zu setzten. Laß dich nicht von anderen Tauchern beinflussen, Sie sind schon lange ertrunken und haben es noch nicht gemerkt.
Antwort von teddy2005 am 23.05.2005 - 13:45 @Detlef
Aktueller Tauchlink: Onderwater Sport Vereniging Hilve.. Onderwater Sport Vereninging Hilversum (OSVH): Duiken, onderwaterhockey en onderwaterrugby. Woensdagavond in zwembad de Lieberg, Donderdag duiken in Maarsseveense plassen en Zondags duiken volgens de
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