Foren - Ausbildung - Buddy-System, wieviel Abstand haltet ihr so zum Buddy...?
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Buddy-System, wieviel Abstand haltet ihr so zum Buddy...? Abgesandt von Buddine am 11.09.2006 - 13:09:
Hallo,
mal eine Frage an die Freunde des Buddy-Systems unter euch.
Da ich mittlerweile zwischen den verschiedenen Buddies ziemlich starke Unterschiede festgestellt habe, wie eng oder eben auch nicht zusammen getaucht wird, würde mich nun mal interessieren, wie ihr das so üblicherweise handhabt.
Wieviel Abstand haltet ihr in unseren heimischen Binnengewässern so in etwa zu eurem Buddy, bzw. wie eng taucht ihr nebeneinander her? Macht ihr das abhängig von Tiefe, Sicht etc.?
Würde mich wirklich mal interessieren...
Antwort von Tauchlady am 11.09.2006 - 13:24 Hast Dir die Frage selbst schon beantwortet: es ist abhängig von der Sicht. Schlechte Sicht = dicht beieinander; gute bis sehr gute Sicht: man braucht nicht aneinander zu backen. Wobei man als Faustregel beherzigen sollte: tauche nie weiter weg als Du Deinen Buddy im ausgeatmeten Zustand erreichen kannst.
Antwort von Bergbauernbua am 11.09.2006 - 13:27 ist eine interessante Frage. Tauchst du? Also in heimischen Gewässern kannst du das nur von der Sicht abhängig machen. War mit Tauchschülern am Wochenende im Mondsee, da war die Sicht so, dass du vom anderen gerade den Unterarm gesehen hast und der Rest ist im Nebel verschwunden. Klar kannst da auch nach dem Prinzip "Wer mit dir im Sleben Gewässer taucht, ist dein Buddy" grundeln, aber im Sinne des Erfinders des Buddysystems ist das nicht. Sinnvoll ist das ganze System sowieso nur, wenn der Buddy im Ernstfall in Reichweite ist...
Antwort von gunther am 11.09.2006 - 13:40 Hi,
allgem. formuliert in Reaktionsdistanz.
Im Einzelnen heißt es für mich, ich muß meinen Buddy erwischen bevor er nach oben durchgeht oder nach unten verschwinden kann, somit im trüben Gewässern Armlänge, bei sehr guter Sicht ca. 2 Meter.
Grüße
Gunther
Antwort von Nowotaucher am 11.09.2006 - 13:45 Hallo Buddine
Wie Du selber schreibst, hängt das stark von der Sicht ab. Generell tauche ich wohl nach folgende Regeln: Stammsee: In Sichtweite Generell Süßwasser: In Sichtweite, nicht weiter weg als 5-10m Tiefere Tauchgänge: Nicht mehr als 2-3m Fremde Buddys und eher unerfahrene Taucher: 0,5 - max. 2m
Aber ganz strikt wird das nicht durchgezogen. Ich tauche im Zweifelsfall eher nahe am Buddy als weiter weg.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von Buddine am 11.09.2006 - 13:49 Weshalb ich mir die Frage stelle ist dass ich Buddies (sogar TLs) hatte, die bereits in einem verhältnismäßig klaren Gewässer, sagen wir mal 5m Sicht, darauf bestehen, sehr nah nebeneinander herzutauchen (quasi in Greif- oder Flossenschlagweite), während andere auch in sehr trüben Gewässern (Mondsee ist hier gar kein schlechtes Beispiel) gerne so viel Abstand haben möchten, dass man sich nicht berühren kann beim Tauchen.
Bin da halt jetzt etwas verwundert und weiß nu gar nicht mehr, wie es eigentlich sein soll. Gibt`s da evtl. auch Empfehlungen von irgendwelchen Verbänden dazu (bitte ohne eine Verbandsdiskussion anzufangen)?
Antwort von Buddine am 11.09.2006 - 13:58 Ach ja...danke schonmal für die ersten Antworten...
Und...ist es eigentlich normal, wenn man sich unwohl fühlt, nur weil der Buddy im etwas tieferen Wasser bzw. bei schlechterer Sicht weiter weg ist? Oder bin ich da vielleicht überängstlich?
Ich nehme an, dass sich das mit der Zeit gibt, oder?
Antwort von Tümpeltaucher de Luxe am 11.09.2006 - 14:09 wie wäre es mit Abstand = halbe Sichtweite, maximal aber 10m.
Tiefe Tauchgänge und mit (unsicheren)Anfängern nach Bedarf, unter umständen sogar nur mit Händchenhalten
Antwort von Nowotaucher am 11.09.2006 - 14:16 Also ich denke, dass der Abstand zum Buddy eine sehr persönliche Angelegenheit ist. Wichtig ist, dass egal wie die Sicht ist, sich beide Partner wohl fühlen. Und wenn Du Dich bei Buddys die weiter weg sind nicht gut fühlst, dann solltest Du ihnen das auch kommunizieren. Wenn sie darauf nicht eingehen, dann würde ich, ehrlich gesagt, nach anderen Buddys Ausschau halten. Ziemlich nah beim Buddy zu tauchen hat nicht unbedingt mit Erfahrung zu tun, sondern mit dem Wohlfühllevel und das kann auch von TG zu TG schwanken.
Also mach Dir keinen Kopf, dass irgendwas nicht mit Dir stimmt, sondern sprich mit Deinen Buddys . Ich denke, dass sie sicher gerne etwas näher bei Dir bleiben.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von Buddine am 11.09.2006 - 14:47 Naja, ehrlich gesagt ist mein Problem, dass mein "Lieblingsbuddy" eher Solotaucher ist und die Nähe beim Tauchen nicht mag. Ich WILL aber wahnsinnig gerne weiterhin mit ihm Tauchen, habe aber auch keine Lust, ständig jeden Tauchgang vorzeitig abzubrechen, weil ich Angst habe.
Meint ihr, es bringt was, wenn wir erstmal nur einfache TGs zusammen machen, aber halt mit entsprechendem Abstand und uns dann langsam an die Tiefe und die schlechtere Sicht vortasten?
Ich hab ja noch nicht mal 70 TGs, vielleicht wird das bei mir ja noch, dass ich die Angst verliere...
Antwort von Doris am 11.09.2006 - 15:12 Ich halte es wie Nowotaucher in seiner ersten Antwort.
Zu sehr auf der Pelle hocken = Kuscheltauchen empfinde ich als extrem nervend. Auch will ich nicht ständig von anderer Leute Flossen berüht werden.
Antwort von niemand am 11.09.2006 - 15:24 Hallo,
man sollte sich jederzeit sehen, weil rufen bei einem Problem nunmal nicht möglich ist. Es bringt auch nichts wenn einer vorne weg taucht und somit keinen Blick für den Partner hat. Je tiefer und um so schlechter die Sicht um so näher mus man tauchen. Ich selbst halte 10 Meter für zu weit entfernt.
Vor dem Tauchgang muss abgesprochen sein wo wer taucht. Bei mir und meiner Frau ist das ganz einfach, da ich auf dem rechten Auge nichts sehe taucht sie immer links von mir.
Um den richtigen Abstand besser einschätzen zu können hilft die VDST Übung Antauchen des Buddys ohne Luft: Atemregler raus, dann das keine Luft Zeichen geben und danach den Partner aus 5 Meter antauchen und aus dessen Zweitregler weiteratmen.
Um größerer Sicherheit zu bekommen kann man den Abstand nach und nach erhöhen.
Wenn das sitzt kann man dann mal einfach vor dem Tauchgang verabreden, dass einer dei Übung einfach mal wärend des Tauchgangs beginnt um zu sehen ob der Partner die Situation auch erkennt.
Der Abstand sollte aber niemals größer sein, als dass sich beide Partner noch wohl fühlen. Der Partner hat hier Recht der den kleineren Abstand benötigt, da ansonsten ein Problem sehr schnell zur Panik führen kann.
Das schlimmste was ich jetzt im Urlaub gesehen habe waren zwei OWD Anfänger die sich mit einem 20 Meter Seil zusammengebunden haben, weil sie sich sonst immer verlieren würden.
An alle Zweifler: das ist kein Witz und kein Taucherlatein. Das war am Einstieg Nöhmer am Attersee.
Gruss Joachim
Antwort von Nowotaucher am 11.09.2006 - 15:38 Hallo Buddine,
hart gesprochen würde ich sagen, dass das nicht der richtige Buddy für Dich ist! Für mich hört es sich so an, als ob er sich im Laufe des TG immer weiter entfernt, Du Dich unwohl fühlst und Angst bekommst und es dann sogar zu Abbrüchen der TG kommt. Das bringt so gar nichts!
Ich gebe Joachim da uneingeschränkt recht: Wer den näheren Abstand benötigt hat das Recht, dass sich der Partner daran hält. Der Schwächere Partner bestimmt immer den Rahmen des TG, alles andere kann zu großen Problemen führen. Und selbst wenn es nicht zu ernsten Problemen führt, aber Du TG machst, bei denen Du Dich einfach nicht wohlfühlst, ist das schon schlimm genug.
Egal, wie gerne Du mit ihm tauchen willst, wenn er nicht wirklich auf Dich eingehen will und bei Dir bleibt, dann verdirbt es u.U. Euch beiden den Tg, Dir weil Du Stress hast und ihm, weil er nicht so tauchen kann wie er will.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von shuttle am 11.09.2006 - 16:23 ... ohne dass ich je besonders drüber nachgedacht hätte: bei dieser Diskussion fällt mir auf, dass ich eigentlich bei einem neuen bzw. fremden Buddy immer vor dem TG abmache, wer welche Seite, wieweit maximal voneinander weg, wer führt usw.
Mit einem Buddy, mit dem ich hier keine den Tauchgegebenheiten entsprechende vernünftige Regelung / Verabredung hinbekomme, mag ich nicht tauchen. Sprich mit deinem Lieblingsbuddy und wenn er nicht auf deine (absolut in Ordnung gehende) Ängste eingehen will, such dir einen anderen.
Grüßle
SH
Antwort von Bergbauernbua am 11.09.2006 - 16:25 Also zum Thema Entfernung in Meterangaben möcht ich folgendes festhalten: beim Abstand zum Buddy gehts ja nicht nur um die Entfernung und Übungen wie sie oben beschrieben sind, sondern schlicht und einfach um Notfallssituationen. Und da ist nicht nur die Entfernung ein Faktor, sondern es kommt noch Stress dazu. Und blöderweise der Drang OBEN die Sicherheit zu suchen, was ziemlich fatal ausgehen kann. Also ich denke, die Buddies müssen ja nicht so aufeinander picken, dass jede Bewegung den anderen trifft, aber ein Abstand von 5 Metern kann für einen Anfänger schon zu weit sein, wenn der Buddy nicht sofort auf seine "Out of Air Situation" aufmerksam wird. Wie gesagt der Stress treibt den Anfänger nach oben und nicht dorthin, wo ihm der Buddy helfen kann. Also: so eng wie möglich zusammen, wenn jemand ein Problem (und es gibt ja nicht nur Vereiser, versucht doch mal mit einem Krampf im Haxerl, dem anderen nachzutauchen) hat ist es einfacher, dem Buddy auf die Schulter zu klopfen als ihn zu suchen.
Ich denk Nowotaucher hat den Nagel auf den Kopf getroffen: Such dir einen Buddy, der deine Sicherheit und dein Wohlbefinden unter Wasser gewährleistet.
Antwort von Bounty am 11.09.2006 - 16:30 Hallo Buddine,
das ist sicher nicht so einfach für dich, und je häufiger du diese Paniksituationen bekommst, um so unsicherer wirst du dir auch. Das ist aus meiner Sicht Kontraproduktiv - zumindest ihr Zwei als Buddy´s. Bei sehr schlechter Sicht, biete ich meinen Tauchern gerne eine Buddyline an - was sicher auch nicht jedermans Sache ist. Die hat zwar keine 20 Meter, aber immerhin 1,20 Meter. Du siehst zwar dadurch nicht immer vollständig deinen Buddy, hast aber als Referez die Leine - und damit hast du ihn auch schnell bei dir - und umgekehrt. Und du musst so nicht unnötig auf dem Tank des Buddys kleben. Generell gebe ich den Buddy´s zu bedenken nah beisammen zu bleiben - nicht um den anderem im Erstafall zu helfen - sondern nachgedacht - es könntest du selbst sein, der in Not ist. Sollte dein Buddy dann einen Scooter benötigen um noch rechtzeitig bei dir zu sein, so wird das wenig von Erfolg gekrönt sein.
Wichtig ist, das du dich dabei wohl fühlst - auch und erstrecht mit dem Buddy. Vielleicht kannst du ihn ja ein wenig dahingehend sensibilisieren - er ist doch auch mal angefangen, gell?
Sonst wäre meine Antwort auch: bitte suche dir einen anderen Buddy - tauchen soll Spaß machen!
Viel Erfolg
as allways
Your Bounty
Antwort von allwettertaucher am 11.09.2006 - 16:31 Generell würde ich sagen bei ca.4 Meter Sicht allerhöchstens 2
m Abstand, da ich es doch schätze wenn ich weiss :
"Da ist jemand, der hilft wenn es nötig ist"....
Dieses Gefühl halte ich besonders beim Tauchen für unsersätzlich.
In tieferen Gewässern oder falls die Sicht >2m bin ich aus Sicherheitsgründen für 1m oder weniger, da mir persönlich ein bisschen mehr Kontakt besser gefällt als im Ernstfall auch nur 10cm zu wenig..
(Bei 0 Sicht stören mich die Flossen des Buddy dann auch nicht mehr.)
I roten Meer oder von mir aus auch im Mittelmeer sind mehr als 5m durchaus vertretbar, da man meistens CHILL-DIVING praktiziert wenn man sich da aufhält.
Und da nerven kuschelsüchtige Buddys echt !!!!!
Also sind in der Zusammenfassung folgende Faktoren
entscheidend :
Leitsatz : Je näher, je sicherer.
(naja, gilt fast immer)
in diesem Sinne
stay wet
jens
Antwort von Buddine am 11.09.2006 - 16:36 Es geht um einen Abstand von 2m und gerade bei schlechter Sicht stellt mein Unterbewusstsein dann halt in Frage, ob er da noch mitkriegt, wenn ich irgend ein Problem habe. Ich bin eben noch Anfängerin und fühle mich nicht gerade solokompetent, wenn ich auch durchaus gewillt bin, mit auftretenden Problemen alleine zurechtzukommen.
Tja, ich fürchte, da haben wir wohl wirklich ein Problem. Die Idee mit den Übungen scheint mir aber gar nicht so schlecht zu sein. Ich denke, das sollten wir auf jeden Fall mal versuchen...
Wenn ich das jetzt aber richtig verstanden habe, ist ein Abstand von zwei Metern nicht wirklich unüblich, also sollte ich das doch irgendwann auch hinkriegen ohne mich unwohl zu fühlen. Evtl. doch nur eine Frage der Zeit, bzw. Erfahrung?
Aber erstmal gibt es dann die nächste Zeit wohl nur einfachere TGs, bei denen ich mich trotz 2m Abstand noch wohl fühle.
Alles andere bringt wohl wirklich nix...
Antwort von KarinM am 11.09.2006 - 16:40 Ich denke, dass dies immer darauf ankommt, mit wem man wann wo tauchen geht. Ich hatte schon Buddies, mit denen ich Händchenhaltend tauchen war, da diese es einfach so wollten. Sie brauchten das Gefühl, da ist jemand ganz nah bei mir und kann mir im Notfall helfen.
Dann war ich schon mit Buddy-Gruppen tauchen, wo jeder auf jeden geschaut hat, man sich aber auch sehr viel Freiraum gelassen hat. Alles waren sehr erfahrene Taucher und die maximale Tauchtiefe an dem einen Platz gerade mal 10 Meter
Antwort von D-32 am 11.09.2006 - 16:40 Noch was Allgemeines:
Ab einer gewissen Anzahl von TG und einer gewissen Erfahrung sollte sich jeder bemühen, Eigenkompetenzen zu entwickeln. Z.B. wenn mein Flossenband abgerutscht ist, kann ich sowas selbst fixen. Wenn mein Automat einfriert und abbläst, bin ich ggf. schneller aus dem Jacket und drehe selbst zu als dass mein Buddy das richtige Handrad findet (sollte man regelmäßig üben).
Zu enges Aneinanderkleben birgt auch die Gefahr, dass der Buddy mir mal ratzfatz die Maske runterhaut.
Bei sehr anspruchsvollen TG wie tief + dunkel macht es schon rein psychologisch Sinn zu wissen, wo der Buddy ist. In klaren Tropengewässern verfahre ich mit erfahrenen Leuten gern so: Gemeinsam rein, gemeinsamer Riffabschnitt und eventuell gemeinsam raus. Hockt der Buddy noch 5 min auf 3 m Deko, hat genug Luft und meine Deko ist abgelaufen, tauche ich aus, wenns da nichts zu sehen gibt, und gucke vom Strand aus nach ihm.
Antwort von niemand am 11.09.2006 - 16:43 hallo Bergbauernbua
Die Übungen sollen zur größeren Sicherheit führen, in dem man lernt was möglich ist um die Panik im Notfall zu vermeiden.
Leider wird darauf aber viel zu wenig wert gelegt.
Was nützt ein Buddy wenn ich das im Notfall nicht gelernt habe und anwenden kann.
Mit etwas Apnoe Training sind die 5 Meter kein Problem. Schließlich muss man ja schon für den ersten Tauchschein 25 Meter Strecke und 30 Sekunden Zeit tauchen können. Das reicht dafür locker aus.
Jeder Taucher sollte sich darüber klar sein wie lange er noch Zeit hat wenn der Regler mal nicht funktioniert. Oder man ihn durch einen Tritt eines anderen verloren hat und ihn wieder angeln muss.
Nach der Ausbildung wird man ja nicht mehr wegen jedem Problem nach oben schießen.
Wärend der Ausbildung sollte der Tauchlehrer auserhalb der konntrolierten Übungen schon in etwa Griffweite sein.
Gruss Joachim
Antwort von Buddine am 11.09.2006 - 17:06 Nur...was ist, wenn ich nicht in der Lage bin, zu meinem Buddy hinzutauchen?
Tiefenrausch z.B.? Oder Bewusstlosigkeit?
Vorgestern hatte ich in 30m Tiefe Kreislaufprobleme. Wir hatten einen längeren Fußmarsch in der Sonne hinter uns, im Wasser erstmal verschnauft und ausgeruht, und dann erst abgetaucht. In 30m Tiefe bei 6 Grad merkte ich dann, wie mein Puls anfing zu rasen und ich das Gefühl eines Esoufflements bekam. Die Atmung wurde immer schneller und tiefer und ich hatte trotzdem das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Ich war dann trotz des Abstands recht schnell bei meinem Buddy und wir sind dann gleich ein gutes Stück nach oben und ich konnte meine Atmung so gut es ging kontrollieren. Aber was wäre in so einer Situation, wenn ich bewusstlos würde und die Sicht ist schlecht...
Oder ich mache mir einfach zu viele Gedanken...
Antwort von shuttle am 11.09.2006 - 17:30 Oder ich mache mir einfach zu viele Gedanken: JAEIN -> auf der einen Seite blockiert man sich, indem man immer wieder Szeanrien "was ist wenn ..." im Kopf umwälzt, auf der anderen Seite ist gesundes Nachdenken natürlich wieder gut. Umsao wichtiger ist es ja, dass man Spaß am TG hat und einen Partner, auf den man vetrauen kann und bei dem man sich wohl fühlt. Und genau so eonen Partner würde ich mir suchen und so lange gute TG`s machen, bis du sich so wohl fühlst, dass du mit der Situation als solche etwas lockerer umgehen kannst.
Wird schon !
LG
SH
Antwort von flasche am 11.09.2006 - 17:45 Buddine,
Buddienentypisch tauchst du also *hinter* deinem Baddie, damit du nicht nach ihm suchen oder dich um die lästige Navigation usw. kümmern mußt, und hast dann natürlich zu tun, daß du ihn notfalls noch erreichen kannst?
Da hilft:
1. Ein Rückspiegel beim Baddie.
2. Eine UW-Tröte für dich. Oder eine Klapper.
3. Ein Abschleppseil.
Spaß! Spaß! (muß man ja sicherheitshalber gelegentlich extra erwähnen..).
Ehrlich gesagt: Bei hiesigen Sichtbedingungen hilft eigentlich nur, wenn man unsicher ist, eng nebeneinander, evt. mit anfassen, zu tauchen. Das ist nicht jedermanns Sache, dann hilft nur, allmählich selbständiger und sicherer zu werden, damit man bei evt. Baddieverlust auch selbst überleben kann.
Du schmeißt auch viele Begriffe umher (Tiefenrausch, Bewußtlosigkeit, Kreislaufprobleme, "Esoufflements"). Gemächlicher tauchen, mal die Ausrüstung überprüfen (Trocki? Guter Atemregler?), vielleicht etwas Sport.
Ich bin immer grade so nah an meinem Buddy, dass er mich nicht berührt wenn ich ein bisschen vom Kurs abweiche, etwa 1-2m.
Im klaren Meer könnte es natürlich weiter sein.
Mich zu weit zu entfernen mit dem gedanken im Hinterkopf: "ich kann ja streckentauchen" halte ich für zu unsicher, denn wenn man plötzlich keine Luft mehr kriegt wird man erst mal...
-überrumpelt denken "was ist los?"
-registrieren "ich krieg keine Luft mehr"
-(hier würde wohl die Panik einsetzen)
-Wo ist mein Buddy???
-"Da vorne!"
-der ganze Körper wird ziehmlich verkrampft sein, und er wird möglicherweise schon nach der Hälfte der strecke denken "Ich schaff es nicht"
-auftauchen oder weiter zum buddy, der keine Ahnung hat was los ist...
(okok, war vielleicht ein bissel übertrieben, aber trotzdem...)
Meiner meinung nach ist jeder selbst verantwortlich, und wenn einem was passiert weil
man meint man muss ja nicht so nah beieinander bleiben ist selber Schuld...
Von wegen der Apnoestrewcke: Bedenke bitte, dass die meisten Taucher ein Kärtchen einer großen US-Firma haben, der Apnoe-Fertigkeiten total ignoriert. Für die sind 5 m apnoe eine Weltreise.
Abgesehen davon: Die 25 m beim * sind ohne Gerät und ohne Anzug. Bedenke den höheren Strömungswiderstand mit Anzug und Gerät! Das ist dann eher wie 40 m.
Antwort von Vercingétorix am 11.09.2006 - 19:59 Naja fünf Meter sollte selbst dein Lieblingsfeindbild schaffen D 32.
@Bounty
Sag mal bekommst du bei der Hundeleine keine Angst das dich der andere mit hochschießt. Nur so aus Interesse, weil ich die angurterei aus diesem Grund gerne vermeide und lieber Händchen halten wenn es nicht anders geht oder den Tauchgang abbreche.
Antwort von Bounty am 11.09.2006 - 20:17 @Vericingetorix (da tippt man ne Weile drann, hui!)Nein, gar nicht. Leine ist lose in der Hand oder am -gelenk. Allerdings nehme ich selbst keine Buddyline, ich gebe sie aber gerne an andere, wenn sie sich damit besser fühlen. Allerdings nicht, das sie fest gemacht werden, sondern wirklich lose in der Hand - eher als Referenz. Habe festgestellt, dass es einigen (nicht allen!) damit besser geht, wenn die Sicht nicht so gut ist. Meist nehmen sie diese auch nur für wenige TG´s - dann stellt sich da auch mehr ruhe und vertrauen in sich selbst ein. Ich kenne halt nur das Problem, welches oben steht, von einer Freundin. Und ihr ging es besser mit der Line in der Hand. Mehr brauchte sie nicht. Und jetzt braucht sie die gar nicht mehr.
Antwort von Buddine am 11.09.2006 - 20:35 Na, da krieg ich ja so langsam richtig Hoffnung, dass wir unser Problem mit einem entsprechenden Training für mich mit der Zeit in den Griff kriegen werden. Ich hab mir in Gedanken jetzt schonmal einen Maßnahmenplan zusammengestellt, den wir bei den nächsten TGs mitlaufen lassen können. Bin mal gespannt, was es bringt...
@D-32
Die Apnoe-Strecke sollte eigentlich nicht mein Problem sein (hab zwei Sternchen und auch schon 50m im Schwimmbad geschafft). Ich denke, dass es bei mir lediglich darum geht, was ist, wenn ich mir aus irgendeinem Grund nicht selbst helfen kann.
Aber ich werde so langsam zuversichtlich. Ich vermute, solche Situationen kommen eher selten vor, oder? Ich glaube, ich sollte einfach mal ein paar Szenarien simulieren und mich auf das besinnen, was ich gelernt habe. Vielleicht bin ich danach entspannter...
Danke schonmal an alle, die sich an diesem Thread beteiligt haben.
Ach ja, wenn noch jemand Tipps oder Ideen für mich hat, bitte bitte weiterhin hier rein schreiben... Bin für jede Hilfe dankbar.
Interessant: Neben persönlichen Vorlieben machen fast alle Taucher/innen den Abstand in erster Linie von der jeweiligen Sicht abhängig - macht ja auch irgendwie Sinn
Dann frag ich mich aber, was ein Buddy den anderem geben kann: Gegenseitige Sicherheit? Hilfe in Notfällen? Luft, falls irgendein theoretischer Super-GAU eintritt? Irgendwie sowas...
Auch auf die Gefahr hin, für 90% hier als "keineswegs kompatibel" auszuscheiden: Nähe, Abstimmung, Sicherheit - das würde ich eher mit der Schwierigkeit des jeweiligen Tauchgang verbinden als mit der Sichtweite...
Ich verlier meinen Buddy im trüben See - wenn vorher darüber gesprochen wurde, egal: Tauch ich halt alleine weiter. Er auch. Im schlimmsten Fall tauchen wir halt auf...
Ernsthaft: Von irgendwelchen Horrorszenarien abgesehen (die man auch mit Buddy malen könnte), fällt mir einfach keine tauchspezifische Gefahr ein, die man im 10-Meter-Tümpel nicht locker alleine lösen könnte, notfalls halt mit Aufstieg
Immer unter der Voraussetzung vorheriger Absprachen und in Verbindung mit der von D-32 angesprochenen "Eigenkompetenzen". Sollte der Buddy sich jedoch zu Zweit besser fühlen, dann richte ich mich eh nach ihm - auch, was die gewünschte Nähe angeht.....
Anspruchsvolle Tauchgänge dagegen fast ausschließlich mit einer kleinen Gruppe vertrauter Buddys: Gutes Gefühl, wenn man sich blind versteht - irgendwann taucht man nebeneinander her, ändert die Richtung und passt das Tempo neu an: Ganz automatisch, ohne noch bewusst darüber nachdenken zu müssen....
@Buddine:
Nicht als persönlichen Angriff werten, okay?
Deine Frage:
"Und...ist es eigentlich normal, wenn man sich unwohl fühlt, nur weil der Buddy im etwas tieferen Wasser bzw. bei schlechterer Sicht weiter weg ist?"
Antwort:
Nein! Unwohl fühlen, nur weil der Buddy ein Stück weg ist, finde ich nicht normal.
(Klasse, nach "nicht kompatibel" kommt jetzt auch "unsensibel" hinzu..)
Ich glaube auch nicht (sorry@Nowo), dass Dein Buddy das Problem ist - zumindest nicht, was die Nähe angeht:
"Ich bin eben noch Anfängerin und fühle mich nicht gerade solokompetent"
"In 30m Tiefe bei 6 Grad merkte ich dann, wie mein Puls anfing zu rasen"
Mal im Vertrauen und unter Berücksichtigung der ersten Aussage: WOLLTEST Du bei 6 Grad in 30 Meter Tiefe? Deine Idee????
Wenn "nein" - ein paar Tauchgänge unter Bedingungen, die Du willst und wo Du dich wohlfühlst geben mehr Sicherheit als Händchenhalten in kalter Tiefe
Linus
Antwort von Linuskoeln am 11.09.2006 - 23:16 Kurzer Nachtrag: Nachdem ich den Thread mal richtig*räusper* nachgelesen und eine Ferndiagnose ausgewürfelt habe (wissenschaftlich durch das Auslesen des Kaffeesatzes bestätigt!), hier folgender Therapieansatz:
Das Problem erkennen:
Hierzu die Überschrift von "Buddy-System, wieviel Abstand haltet ihr so zum Buddy...?" in "Buddy-Egoisten, wieviel Abstand haltet Ihr zu solchen Typen....?" abändern.
Das Problem zielgerichtet behandeln:
Für Deine tauchspezifischen Probleme oder Fragen steht Dir - rund um die Uhr, 24 Stunden lang - www.Taucher.Net stets hilfreich zur Seite! Tschakka...
Sollte sich das Problem jedoch auf "ich mach das ja nur, weil ich ihn so gerne hab" reduzieren, sind selbst unsere besten Therapeuten wie Nowotaucher oder Gunther überfordert - dann kann evtl. nur noch Hier klicken helfen
@Nowo: Solltest Du den Eindruck haben, ich schreibe heute nicht nur extrem viel, sondern auch extrem viel Blödsinn - dann kann es sogar sein, dass dieser Dich nicht täuscht
Geniesse wahrscheinlich nur meine letzten 2 Tage, bevor wir an die Brothers müssen....
Linus
Antwort von Lieblingsbuddine am 12.09.2006 - 00:31 über wieviel taucherfahrung verfügt denn dein buddy?
hat er eventuell wenig erfahrung und fühlt sich deshalb beim sogenannten kuscheltauchen nicht wohl?
ist dein buddy dein mann und du tauchst ihm zuliebe im süsswasser, würdest jedoch lieber im salzwasser bei unendlichen weiten tauchen?
linus von der redaktion, immer wieder herzerfrischend deine kommentare
Antwort von Toaster am 12.09.2006 - 01:15 Antwort bezieht sich direkt auf die Ausgangsfrage, hab das ganze Zwischendrin nur überflogen!
Wir halten es so, minimal und maximal sind wir eine Armlänge auseinand. Egal ob bei 30m Sicht in 25m Tiefe oder bei 5m Sicht in 60m Tiefe. Ich muß garnicht nachsehen wo mein Buddy is. Ein Griff nach links und ich hab ihn.
Gruß
Toaster
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 07:43 ... kurz zusammengefasst nennt man das Tauchers-Löffelchenlage
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 07:49 @Linus: >>bevor wir an die Brothers müssen.... <<
oh du Armer ! Linus, du hast recht, das Tacuher.net bietet Hilfe in allen Lebenslagen. D.h., du musst dir den Streß wirklich nicht antun. Nein, wirklich, du MUSST nicht ! Wir würden uns opfern, und das für dich übernehmen. Wir Schwaben sind da einfach hilfsbereit, und unter Tauchern, du weißt ja, eingeschworene Gemeinschaft, edel, hilfreich, gut .... Also schieb die Tickets & Vouchers rüber, verbringe eine schöne Zeit hier im schönen Spätsommer und wir werden dir miniziös berichten, was du gesehen hättest.
Antwort von Buddine am 12.09.2006 - 08:08 @Linus
Die 30m waren absolut okay für mich. Eigentlich hatten wir (auch ich) an dem Tag sogar geplant noch tiefer zu gehen, wobei ich aber davon ausging, dass er diesmal näher bei mir bleiben würde, da wir da bereits mehrmals drüber gesprochen hatten.
Der erste TG endete damit, dass ich bei ziemlich mieser Sicht aus 27m Tiefe alleine an die Oberfläche zurück bin, als ich mich ziemlich scheiße fühlte, weil mein Buddy (zu dem Zeitpunkt ca. 2m waagerechter Abstand und zusätzlich 2m tiefer als ich) mein Lampensignal, dass etwas nicht stimmt, komplett ignorierte und mein Unterbewusstsein sich dagegen sperrte, weiter abzutauchen (er sagte später, dass er sich darüber geärgert hatte, dass ihn meine Lampe geblendet hat. Er hat aber im Nachhinein eingesehen, dass das die falsche Reaktion auf mein Lampensignal war).
@Lieblingsbuddine
Nein, ich tauche gerne hier im Süßwasser. Mein Buddy (es ist mein Freund) hat wesentlich mehr Taucherfahrung als ich und hat beim Tauchen halt gerne seine Ruhe, was mit mir wohl zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht kompatibel ist.
Antwort von Vercingétorix am 12.09.2006 - 08:09 @Linus
Sieh es doch einfach mal so. Jemand der ständig schmusen will, hat ein Problem mit Atmen unter Wasser. Entweder sagt er es vorher, dann kann man sich darauf einstellen. Kein Problem. Oder er geht mir beständig auf den Kecks, so das der Hals langsam dicker wird. Die Ursache ist vielfältig und läßt sich in fast allen Fällen beheben. Du erwartest zu viel, wenn du davon ausgehst das der handelsübliche Taucher im Baggerloch um die Ecke sich bei 10 Meter wohl fühlt und alles regeln kann. Wie war das Wort mit M nochmal @Bounty
Ah jetzt ja, nicht angurten sondern verlängerte Hand.
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 08:20 >>Die 30m waren absolut okay für mich<< aufgrund deiner Schilderungen entsteht schon ein wenig der Eindruck, dass es das eigentlich nicht wirklich ist und du sehr auf eine Unterstützung durch deinen buddy fixiert ist. ("mein Unterbewusstsein sich dagegen sperrte, weiter abzutauchen...") Vermutlich Kopfsache. Eine Freundin von mir war auch lange sehr auf ihren Freund, der wesentlich mehr Erfahrung als sie besitzt (TL) fixiert. Nachdem sie dann ganz bewußt auch mal mit anderen loszog, wurde sie nach eigenem Bekunden viel freier. Probiers mal.
LG SH
Antwort von Doris am 12.09.2006 - 08:20 Wenn ich den ganzen Text noch einmal semigründlich überfliege kommt mir ein leiser Zweifel hoch, dass Du Abstandsprobleme hast, Buddine.
Mit 70 TG bist Du Anfängerin, solltest aber schon eine gewisse Sicherheit haben.
Fehlt diese, liegt das meiner Meinung nach entweder an einer schlechten Ausbildung oder daran, dass Du immer nur im Urlaub irgendwelchen Guides im Tross hinterhergeschwommen bist.
Zu Zweitem muss ich nichts sagen.
Schlechte Ausbildung bedeutet, dass zu viel in zu kurzer Zeit von jemandem verlangt wurde und er keine Sicherheit gewinnen konnte.
Danach steht man unter Druck, in Deinem Fall zusätzlich noch von einem scheinbar ungeduldigen Buddy verstärkt. Das gibt eine Spirale in die falsche Richtung und verstärkt die Unsicherheit und Angst noch mehr.
Du solltest schauen, dass Du für die nächste Zeit nur mit Buddys tauchst (im Idealfall nur mit einem Buddy), der bereit ist, sich auf Dich einzulassen.
Solange Du nicht in Dir drin sicher und ruhig bist ist Dein jetziger Buddy der falsche Tauchpartner. Ich tauche selber sehr gerne alleine oder mit Tauchern, denen es nichts ausmacht, wenn man sich gewollt oder versehentlich verliert. Hin und wieder nehme ich auch Anfänger mit und lasse mich auf diese auch ein. Ich bin aber dann so fair, dass ich sage, wenn mich das nervt und dann ziehe ich erst mal wieder alleine los.
Das ist in einer Beziehung nicht so leicht, weiß ich. Aber wegen der Sicherheit sollte man gerade hier sehr ehrlich zueinander sein.
Betrachte das Geschriebene als Laut gedacht. Wenn ich falsch liege vergiss es einfach.
Aber geh bitte nicht unter Wasser über Deine Grenzen, und schon gar nicht, wenn Dein Buddy genervt ist.
Antwort von Andreas_H am 12.09.2006 - 10:09 Ist schon interessant mitzulesen. Ich habe jetzt gerade mal meine Prüfungstauchgänge hinter mir und habe mit meinem TL so eng gekuschelt, dass wir schon Flosse in Flosse geschwommen sind. Viele haben gesagt, es ist eine Frage der Sicht, ich hätte gesagt es ist eine Frage der Komunikation. Sehe ich die Handzeichen, oder wie oben beschrieben die Sichtzeichen, oder bekomme ich sie nicht mit.
Es bringt ja nun auch nicht viel zwei Meter vertikal versetzt zu tauchen,wenn der untere Notzeichen des oberen nicht mitbekommt! Nähe ist also relativ.
Andreas
Antwort von Buddine am 12.09.2006 - 10:25 Fast alle TGs habe ich bis jetzt im Süßwasser gemacht, auch bei schlechter Sicht. Es ist nur komisch. Habe ich einen Buddy, der ca. 1m von mir entfernt ist (kuscheln brauch ich nicht) dann fühle ich mich pudelwohl und genieße den TG. Ist mein Buddy aber doppelt so weit oder noch mehr entfernt (außer im Meer natürlich), dann fühle ich mich unwohl. Im Bereich bis 10m fühle ich mich sogar alleine absolut wohl.
Naja, wir fangen gerade erst an, uns aufeinander einzustellen und es scheinen taucherisch irgendwie Welten aufeinander zu treffen. Als erstes gibt es jetzt mal jede Menge flachere TGs, hin und wieder mit simulierten Notfallsituationen, vielleicht gewöhne ich mich so ja an die neue Tauchsituation...?
Antwort von Doris am 12.09.2006 - 10:34 Mit einem Anfänger zu tauchen heißt meiner Meinung nach immer voll auf ihn konzentriert zu sein.
Im Unterschied dazu taucht man, wenn man sich kennt und die entsprechende Erfahrung hat schon mal zu zweit solo.
Und hier liegt meiner Meinung nach Buddines Problem, sie braucht die Aufmerksamkeit eines Anfängers und er will tauchen, als wäre sie erfahren.
Darüber müssen die beiden reden und ggf auch mal mit anderen Buddys losziehen, andernfalls wird sie sich durch ihre nicht abgebauten Ängste immer selber im Weg stehen.
Buddine, stell Dich nicht auf ihn ein, wenn er der Erfahrene ist muss er sich auf Dich einstellen, PUNKT.
Kann er das nicht ist er der falsche Buddy für Dich, zumindest momentan.
Antwort von wv-pinky am 12.09.2006 - 10:35 hallo an alle
also zum kuscheltauchen muß ichda sagen, es kommt immer auf die erfahrung des tauchpartners an.
vor gut einem jahr hatte ich einen freund, der mit der hiesigen sichtweiten der seen zuerst nicht so gut zurecht kam, und da sind wir immer hand in hand getaucht, da es auch schöner ist, den liebsten an der hand zu halten. ich bin bis auf einige ausnahmen immer in der nähe bei ihm geblieben. bei einem tauchgang hab ich nicht sofort reagiert, mit ihm hoch zu gehen, da er sich unwohl fühlte, und einen ordentlichen anschiss von ihm dafür kassiert. danach blieb ich immer in der nähe.
dannn wurden die tauchgänge immer weiter entfernt, was ich bedauert habe, denn da war nichts mehr mit viel handhalten, und das tue ich doch so gerne. mich mit dem liebsten verstehen.
aber mit dem verstehen unter wasser, da hatte ich mit meinem damaligen partner auch so meine probleme. es gibt viele zeichen, und da kann man den anderen sicher falsch verstehen. auch das lampenwackeln gehörte komischer weise dazu. für einen selbst klar, für den anderen gänzlich unverständlich.
solotauchen mach ich auch ab und an in ermangelung der partner. aber mit mehreren tauchen ist auch nicht so schlecht.
also buddine, wenn du dich unsicher fühlst, dann suche doch zuerst mal gewässer aus, in denen du dich sicher fühlst. mehr sicht ist da sicher nicht die schlechtere wahl.
wo tauchst du denn vornehmlich?
bussal shorty
Antwort von Vercingétorix am 12.09.2006 - 10:50 Formulieren wir es anders. Wenn du dich ab einer dir genehmen Grenze persönlich unwohl fühlst, mußt du es sagen und ggf. den Partner wechseln. Die Frage ob man mit sich alleine klar kommt, hat mit vielen Faktoren zu tun, die nicht immer gleich sind.
Antwort von Nowotaucher am 12.09.2006 - 10:54 Hmm, mir stellen sich langsam alle Nackenhaare hoch!
Zuerst einmal muss ich Linus widersprechen - ich denke schon, dass Dein derzeitiger Buddy ein Riesenproblem ist:
"weil mein Buddy [...] mein Lampensignal, dass etwas nicht stimmt, komplett ignorierte [...] er sagte später, dass er sich darüber geärgert hatte, dass ihn meine Lampe geblendet hat. Er hat aber im Nachhinein eingesehen, dass das die falsche Reaktion auf mein Lampensignal war"
Sorry, aber das ist ein völlig indiskutables Verhalten Deines Budddys. Ob er es eingesehen hat oder nicht ist in dieser Beziehung auch irrelevant, denn Du hast ja schon mit ihm über Deine Ängste gesprochen und er hat sich trotzdem nicht darum gekümmert. Das ist extrem fahrlässig von ihm, denn das hätte durchaus zu einem Unfall führen können.
Due schriebst früher
"In 30m Tiefe bei 6 Grad merkte ich dann, wie mein Puls anfing zu rasen und ich das Gefühl eines Esoufflements bekam. Die Atmung wurde immer schneller und tiefer und ich hatte trotzdem das Gefühl, keine Luft zu bekommen." Es ist also schon einmal eine solche Situation vorgekommen, aus der heraus es schnell zu einer Gefahrensituation kommen kann (lies dazu mal meinen Bericht über den Incident Pit: Hier klicken). Und dann kommt es zu dem von Dir geschilderten Vorfall, der darin gipfelt, dass Du "bei ziemlich mieser Sicht aus 27m Tiefe alleine an die Oberfläche zurück" bist. Das kann echt nicht sein! Dein Buddy hat Dich durch sein Verhalten in eine echte Gefahrensituation gebracht. Du hast ein so schlechtes Gefühl, dass, Du den TG abbrechen willst, Dein Buddy reagiert nicht, die Sicht ist schlecht, eventuell ist es dunkel, Du bist tierisch gestresst: Stell Dir mal vor, was geschehen hätte können, wenn es jetzt noch ein Problem z.B. mit Deiner Ausrüstung gegeben hätte!
Und das führt mich zu meinem zweiten Punkt:
Andererseits muss ich nämlich Linus durchaus zustimmen: "WOLLTEST Du bei 6 Grad in 30 Meter Tiefe? Deine Idee????"
Was sich mir nämlich stark aufdrängt ist das Gefühl, dass Du für solche Tiefen nicht bereit bist. Du schreibst
"Die 30m waren absolut okay für mich. Eigentlich hatten wir (auch ich) an dem Tag sogar geplant noch tiefer zu gehen"
Aber offensichtlich waren die 30m eben nicht ok für Dich und waren es laut Deinem früheren Posting auch schon vorher nicht. Selbst wenn die TG in der Tiefe an sich ohne Probleme ablaufen würden, bist Du nicht wirklich in dieser Tiefe sicher zu tauchen. Das sieht man u.a. eben daran, dass Du so stark auf Deinen Buddy fixiert bist. Das bedeutet nämlich, dass Du nicht nur nicht wirklich eigenständig tauchen kannst, sondern dass Du als Buddy für Deinen Tauchpartner ausfällst. Stell Dir mal vor, auf 35m wäre Deinem Buddy etwas passiert. Wärst Du in der Lage gewesen, ihm zu helfen? Oder wärst Du so im Stress gewesen, dass Euch beiden etwas passiert wäre?
In Eurem Fall kommen also zwei Faktoren zusammen:
- Ein Buddy, der im Prinzip mit den durchgeführten TG überfordert ist.
- Ein Buddy, der sich nicht auf seinen Partner eingeht sondern egoistisch sein Ding durchführt.
Sorry wegen der offenen Worte, aber dies ist eine wirklich sehr gefährliche Mischung!
Mein Tipp ist daher wirklich, dass Du Dir einen Buddy suchst, der sich wirklich um Dich kümmert, Dich langsam dazu bringt, dass Du ein eigenständiger Taucher mit entsprechendem Selbstbewusstsein und Können wirst. Außerdem solltest Du die Sache langsam angehen lassen, nur TG in Tiefen machen, in denen Du Dich wirklich sicher fühlst und auch an Dir arbeiten, dass Du Dich, Deine Buddies, die Tauchgänge und Deine taucherischen Fähigkeiten realistisch einschätzen kannst.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von Andreas_H am 12.09.2006 - 11:05 Hallo Buddine,
vielleicht fehlt dir auch nicht so sehr die Nähe, sondern die Aufmerksamkeit? Wird es besser, wenn zB alle 5 Minuten die OK Abfrage kommen würde?
Antwort von Doris am 12.09.2006 - 11:09 @Andreas H,
das würde erst besser werden, wenn der Partner sich einlassen könnte.
@ Nowo
meiner Meinung nach das Problem genau auf den Punkt gebracht.
Antwort von tanja. am 12.09.2006 - 11:14 hallo buddine,
ich hatte die gleichen schwierigkeiten bei ca 70 tg und auch so ein alphamännchen,das gar nicht verstanden hat,daß ich nur etwas mehr rücksichtnahme(langsameres tempo) und aufmerksamkeit(mehr blickkontakt) gewollt hätte.da hat das ganze reden nichts geholfen.
da hilft nur den buddy zu wechseln.tauche seitdem meistens mit einer freundin und die tg sind viel entspannter geworden.das hat mit "kuscheltauchen" nichts zu tun.wenn man mitbekommt,daß der buddy auch schaut wo der andere ist und öfter mal das ok abfragt,reicht das ja schon.da kann der buddy bei guter sicht auch mal ein stück weiter weg sein,wenn blickkontakt von beiden immer wieder hergestellt wird.
nebenbei ging dann auch mein luftverbrauch drastisch zurück und die tg sind deutlich länger geworden.klar,wenn man nicht dauernd hinterherpaddeln muss und sich gestresst fühlt.
nach dem tauchen ist die stimmung auch gut-weil jeder seinen spaß hatte.
und wenn wir heute ausnahmsweise doch mal zusammen tauchen,ist er hinterher sehr stolz auf sich,wie rücksichtsvoll er doch wieder war...
viele grüsse
tanja
Antwort von Andreas_H am 12.09.2006 - 11:18 Doris, das wäre letzlich ja das "Abfallprodukt" Wenn ich sage: "Frage das OK bitte regelmässiger ab!" geht es ja nur wenn ich bei meinem Partner bleibe und ihn beoachte. Dafür müsste ich mich in der Tat auf meinen Begleiter einlassen und meine Bedürfnisse hinten anstellen.
Ansonsten hab ihr recht!!!
Andreas
Antwort von Doris am 12.09.2006 - 11:25 Andreas, ich kann alle fünf Minuten OK abfragen und die 4:55 min dazwischen ist mit der Buddy egal. Ich kann auch mit meiner Aufmerksamkeit immmer beim Buddy sein, dann brauche ich durch den dauernden Augenkontakt nicht so oft abfragen und trotzdem fühlt sich der /die andere nicht alleingelassen.
Antwort von Andreas_H am 12.09.2006 - 11:31 Doris,
ich gebe mich geschlagen! Es war allerdings auch nicht so gemeint, dass ich mich 4:55 abseile und dann 5 Sekunden OK abfrage.
Sache gibts....
Antwort von Bounty am 12.09.2006 - 11:43 Mmmmmh, denk - grübel-denk-grübel ...... wieso höre ich das nicht zum Erstenmal?!
@Buddine
ich höre genau das wirklich nicht zum Erstenmal, in Bezug auf: es ist mein Freund!
Wenn er schon länger taucht, du später angefangen bist (bist du durch ihn dazu gekommen?) - so erwartet dein Partner wohl einen ebebnbürtigen Tauchpartner, und das nach so kurzer Zeit. Wahrscheinlich würde er von einem fremden Anfänger nicht so viel erwarten, wie von dir. Es sei denn, er ist generell so unterwegs - aber das weiß ich nicht. Geht mich ja auch nichts an. Aber jetzt, wo du schreibst, es ist dein Partner - da wundert es mich - leider - echt nicht mehr. Ich habe das schon so unglaublich oft gehört..... es ist ein Kreuz! Lass dich nicht überfordern..... und nehme doch wenigstens für die kommende Zeit einene anderen Buddy, der auf Dich eingeht! Wenigstens so lange, bis sich dein persönliches "wohlfühl Gefühl" einstellt. Was anderes kann ich dazu nicht sagen, tut mir echt leid für dich....
As allways
Your Bounty
Ach was soll´s, ich kann es mir jetzt doch nicht verkneifen! Hau ihm nächstes mal die Lampe auf dem Kopf. Vielleicht ist das ja ein eideutiges Signal für ihn! Ok, das war jetzt nicht so erst gemeint ... aber da bekomme ich spontan Blutdruck!
So, und jetzt ist Schluss mit gemecker von mir Dir alles Gute und viel Erfolg
Antwort von Buddine am 12.09.2006 - 11:44 @Nowotaucher
Danke, ich glaube du hast Recht. Wenn ich mich nur mit Buddy in der Tiefe wohl fühle, habe ich da wahrscheinlich momentan wirklich noch nichts verloren.
Naja, weiter oben ist es ja auch sehr schön und mein Buddy meint, dass es für ihn nicht unbedingt tief sein muß, er taucht auch gerne im Flacheren.
Antwort von Buddine am 12.09.2006 - 11:58 Danke natürlich auch an alle anderen...ich glaube, ihr habt mir wirklich geholfen
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 12:10 Klasse Thread, Vorbildcharakter !
Antwort von flasche am 12.09.2006 - 12:27 Ich sag jetz mal was ganz Brutales und erwarte schon die Steine. Aber egal, man muß auch mal Unpopuläres aussprechen.
1. Wärt ihr auch so verständnisvoll, wenn da nicht eine "Buddine" (w) sondern ein "Buddi" (m) nach immerhin schon 70 Tauchgängen derart unsicher (taucherisch, inhaltlich und von der Formulierung her) fragen würde?
2. Muß denn wirklich jede tauchen, nur weil im Bekanntenkreis gerne getaucht wird und im Urlaub die Umgebung so toll ist?
Wenn ich bei Buddine falsch liege, dann vielleicht doch mal stichwortmäßig (ich sprach es oben schon an) unter "Gruppenführung" nachsehen, wie man sinnvoll zu zweit taucht. Sicher nicht so, daß der Schwächere hinten oder oben drüber taucht.
Ich habe übrigens im "Baddie-Tauchen" auch Mängel, nur stört mich`s zum Glück nicht, wenn ich mal den Baddie verliere, sofern der nicht (Achtung Provokation!) weiblich und unsicher ist.
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 12:40 @flasche: so kennen wir dich aber wieder mal (jedoch nicht immer ) was Wahres dran (an 1) )
zu 2)
lass doch, wer nur aus dieser Motivation heraus taucht, bleibt meist nicht lange dabei.
Grüßle
SH
Antwort von Doris am 12.09.2006 - 13:38 Widerspruch
Es gibt durchaus auch unsichere und ängstliche Jungs, die das aber einer Gruppe oder einem einzelnen Mann gegenüber nie zugäben.
Frau sieht es, wenn unter Wasser die Augen größer werden, als das Fassungsvolumen der Brille.
Da sind mir die Püppies, die Anfangs über ihre Ängste reden schon lieber, denn die neigen nicht so stark zu Tauchunfällen wegen Fehleinschätzung.
Buddines Problem ist wohl eher die Abhängigkeit vom tollen Partner, denn sonst würde sie ihn zumindest taucherisch erst mal zum Teufel jagen und in ihrem Tempo Vertrauen zu sich und dem Wasser aufbauen.
@buddine
sei so klug und tauche erst mal nicht mehr mit deinem Charakterschwachen Partner, sonst lernst Du das nie.
Du brauchst jemanden, der sich nicht um sich sondern um DICH kümmert.
Das wars von meiner Seite.
Antwort von Moritz_v.k. am 12.09.2006 - 13:39 Oder eben nicht überall reinhopsen.
Muss ja nicht sein dass man bei 1m sicht Angst
bekommt, macht man halt lieber ein paar schöne TGs im Jahr, im Urlaub oder bei guter sicht im sonnedurchfluteten, hübsch bepflanzten 5m Bereich...
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 14:03 @Doris: geb dir 100%ig recht, insbesondere damit, dass Jungs sich schwerer tun, Ängste usw. einzugestehen.
Ich hab Flasches Anmerkung jedoch so verstanden, dass er den "pfleglichen" (und guten!, Kompliment @all) Umgang mit buddinchens Frage darauf zurückführt, dass es nunmal ein Mädel ist, d.h. ein Junge u.U. mehr mit sarkastischen Sprüchen etc. zu rechnen gehabt hätte. Und wenn ich so manche Threads Revue passieren lasse, kommt das ja nicht von ungefähr Aber ist doch schön, mal ein sachliches thread zu lesen.
So das reicht jetzt aber, wieso mischen sich hier überhaupt Weiber in Männderdomänen ein, häh ? und kriegen auch noch Antwort, unglaublich (Feuerpause beendet )
mir scheint, Du spielst Deine Fähigkeiten vor Dir selbst herunter: 30m, 6 Grad gewollt, allein Aufstieg (reguläres Austauchen(?)) aus 27m so im Nebensatz erwähnt, **, was willst Du?. Stelle fest, dass Du solokompetenter bist, als Du glaubst. Das solltest Du systematisch ausbauen (Doppelautomat, Ventile selbst zudrehen, Maske auf Tiefe abnehmen und aufsetzen,...) Du bist Dein eigener Buddy, denn ein Buddy ist keine echte Sicherheit. Wenn er weg ist, tauchst du halt aus. Wo ist das Problem?
den Antworten der Vorschreiber, besonder Nowotaucher, Doris Bounty und auch Linus stimme ich zu.
Wenn du dich mit deinem Lieblingsbuddy in der Tiefe nicht wohl fühlst, dann taucht nicht so tief, oder suche einen anderen Buddy, der sich mit dir an die Teife herantastet und sich dazu auch die nötige Zeit nimmt.
aber dein vorletztes Posting macht mich ein wenig stutzig du schreibst da:
"Naja, weiter oben ist es ja auch sehr schön und mein Buddy meint, dass es für ihn nicht unbedingt tief sein muß, er taucht auch gerne im Flacheren"
verstehe ich das richtig, dass DU eigentlich gerne tief tauchen willst (aus welchem Grunde auch immer) obwohl du dich dort nicht sicher fühlst und ihm die Verantwortung über dein Wohlsein aufbürden willst Kann es sein, dass dein Buddy dies weiss und dir "zeigen" will, dass es in der Tiefe auch ungemütlich sein kann und mann/frau sich nicht übernehmen sollte
Sprech ihn mal darauf an. Vielleicht ist es nicht gerade die feine Art zu reagieren, aber bei gewisse Menschen müssen es einfach spüren bevor sie es glauben, ob beim tauchen oder sont wo.
Nun um noch deine Ausgangsfrage zu beantworten:
bin ich mit Anfängern unterwegs, so tauche ich oft mit Tuchfühlung, d.h. sehr nahe, vielfach mit Händchenhalten, besonders wenn die Sicht schlecht ist. Oder ich sage ihnen, dass sie ihre Hand auf meine Schulter/Arm legen sollen, falls sie sich unsicher fühlen, denn meistens brauche ich meine Hände für die Navigation und das an-/ausleuchten.
Mit erfahrenen Tauchern halte ich es so wie Shuttle, Anfangs wird die Konstellation abgestimmt und danach weiss ich in der Regel wo sich mein Buddy befindet. Schwirrt er immer umher, einmal hinten, oben, unten links, rechts, usw. werde ich dann hässig, weil ich immer nach ihm suchen muss und so von Kurs abkomme, dies nervt besonders, wenn man Wracks oder andere Sehenswürdigketien anpeilt.
Dann wünsche ich dir und deinem Buddy mal viele schöne TG`s im Flachbereich und ihr könnt euch ja dann langsam an die Tiefe rantasten. Und Übungen in jeder Tiefe machen, bis ise dann eben auch in 30m "blind" erfolgen können
Jackie
Antwort von Buddine am 12.09.2006 - 15:41 @Tobleronebrevetverteilerin
Nein, ich glaube nicht, daß das der Grund ist.
Wir werden jetzt erst mal einfachere Tauchgänge machen. Hier in Baden-Württemberg gibt es so viele schöne und auch flache Seen mit guter Sicht. Ich denke, das ist momentan wirklich genau das richtige für mich. Tiefer geht`s erst wieder, wenn ich sicherer geworden bin...
Antwort von emoticonator am 12.09.2006 - 16:37 Man sollte CMAS-Taucher/innen in Ägypten ruhig tiefer lassen, da sie dafür ja qualifiziert sind...
Denn sie haben "Deko" gelernt.
Dekoration...
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 16:46 Baden-Württemberg viele schöne und auch flache Seen mit guter Sicht: welche ?
Grüßle
SH
Kannst recht haben.
Die ganze Zeit von Ösiland erzählt und nun Bawü. Ist komisch.
Und die Beratungsresistenz in Bezug auf Buddy wechseln incl. der Selbstüberschätzung bei der Tiefe.
Ist aber wurscht, muss sie selber wissen. Wer Fragt bekommt Antwort, auch wenn diese nicht gefällt.
Antwort von Buddine am 12.09.2006 - 17:09 shuttle, kennst du den Baggersee in Leutesheim? Der ist echt schön. Ist nur irgendwie so um die 12m tief und die Sicht fand ich bis jetzt immer klasse. Und der hat auch super viele Fische. Da hat`s Karpfen, ganz große sogar, ziemlich stattliche Hechte, jede Menge Flußbarsche, Krebse und und und. Im Moment genau das richtige für mich. Und wenn`s dann wieder etwas tiefer gehen darf, bietet sich der Uferbereich vom Matschelsee an. Der ist auch super schön und die Sicht finde ich ebenfalls nicht übel. Und dort kann ich mich dann später auch Stück für Stück weiter nach unten vortasten. Der Matschelsee ist ja an manchen Stellen doch ganz schön tief. Aber ich glaube, das wird noch eine ganze Weile dauern bis dahin.
Antwort von shuttle am 12.09.2006 - 18:11 Baggersee in Leutesheim? Ah, bei Kehl, ne kenn ich noch nicht, schau ich mir mal an, danke für`n Tipp! wir sind eh meist in der Rheinebene, da passt das!
@Doris:
Wenn es auch häufiger bei Männern vorkommen mag: Gerüchten zufolge soll es aber auch hin und wieder mal "Püppies" geben, die anfangs an Verblendung und Selbstüberschätzung leiden - oder?
@shuttle: Dein selbstloses Angebot rührt mich, ehrlich, ich danke Dir!
Das Problem sind aber nicht die Brothers an sich, sondern der soziale Auftrag der Tour:
Doris und Steffi mittels Gruppentherapie wieder die nötige Demut und Ehrfurch vor uns Männern zu lehren! Und das will und kann ich Dir nicht zumuten
@Nowo:
"Zuerst einmal muss ich Linus widersprechen - ich denke schon, dass Dein derzeitiger Buddy ein Riesenproblem ist"
Da würde ich Dir doch nie wiedersprechen - ich sah es nur nicht hauptsächlich in der "Nähe" liegend
@Vercingetorix: M-Wort? Schweige, Gallier!
@flasche: Nix Steine, dafür Zustimmung.
Um noch einen Punkt in die (wirklich gute!) Diskussion zu schmeissen, einfach als Überlegung:
Vor der Panik (unkontrollierbar) kommt der Stress (kontrollierbar) und Menschen sind einfach nicht alle gleich "stressresistent".
Aufs Tauchen bezogen macht Ausbildung, mehr noch Erfahrung, sicherer und ruhiger - aber bleiben die "grundsätzlichen Anlagen" nicht trotzdem immer erhalten?
Pinky´s Exfreund ist schon gestresst - und damit auf der Vorstufe zur Panik - weil die Sichweiten "ungewohnt" sind.
Mir fällt gerade jemand ein, der nur wegen einer neuen Maske(!) so aufgeregt und hippelig war, dass er dann nicht mehr tauchen konnte, der damals mit unterschiedlichsten Buddys fast jeden 3. Tauchgang abgebrochen hat, weil irgendeine Kleinigkeit ihn mal wieder "gestresst" hat.
Und dann gibts Anfänger, denen der Buddy die Maske aus versehen mit den Flossen vom Kopf tritt und die dann sowas von relaxt reagieren, als wenn sie das bereits hunderte Male erlebt haben...
Jetzt lass den ersten Kandidaten mal 500TG und somit mehr Erfahrung haben, mit der er natürlich auch viel seltener auf bisher "ungewohnte" Situationen trifft und in gewohnten komplett relaxt agiert - aber bleibt so jemand nicht trotzdem, wenn auch gemildert, eine "tickende Zeitbombe", die direkt wieder hochgeht, wenn "ungewohnt" wirklich mal etwas richtig daneben gehen sollte?
Das Blöde daran: Hunderte Tauchgänge, *******Brevet, souverän bei jedem Tauchgang, bei dem nix passiert - aber unkontrollierbar, sobald man ihn braucht.
Und da würde sich dann der Kreis schließen, was "erfahrene Buddys" angeht:
Bei jedem relaxten netten Tauchgang sollte es egal sein, ob da nebenan noch einer taucht - faktisch brauchen tut man ihn ja nicht.
Buddys, die einem "unter Stress" vollkommen unbekannt sind, gefährden im Zweifelsfall bei anspruchsvollen Tauchgängen eher, als das sie hilfreich wären.
Ein HOCH also auf das "miteinander vertraute und solofähige Buddyteam" - oder?
Linus
Antwort von Vercingétorix am 12.09.2006 - 20:07 Jup, schönen Urlaub.
Antwort von Doris am 12.09.2006 - 20:15 Ich konnte das Geschrieben eben nicht abschicken.
Jedoch in Kurzform gehts:
Wer nicht hören will muss fühlen.
An dieser Stelle verlasse ich diese Diskussion
Antwort von klarwassertaucher am 13.09.2006 - 09:59 Moin,
@Buddine:
Ich will nicht das ganze Geschreibsel hier nochmal durchrühren, nur ein paar praktische Tipps, die sich bei mir (bekennender Solotaucher und anerkannt schlechter Buddy mit „Berührungsängsten“ ) beim Tauchen mit unbekannten Partnern/ Anfängern bewährt haben. Vielleicht können Du und Dein Buddy sich auch so arrangieren:
1. Der Schwächere führt.
Das verhindert Überforderung und fördert die Selbständigkeit. Ausserdem hat der „stärkere“ Taucher den Buddy stets im Blick- das gibt ihm Sicherheit. (Der „stärkere“ Buddy hat gefälligst seinen Abstand so einzurichten, das er den Partner nicht verliert. Das sollte für einen guten Taucher kein Problem sein.) Es wird vor dem Tauchgang klargestellt, dass das der Tauchgang des Buddys ist- wenn statt der verabredeten 30 m nur 12 m dabei rauskommen- ist auch o.k.
2. Relativ früh mit Lampen tauchen
Erlaubt es die Sicht wird so getaucht, dass die Lampenkreise nebeneinander auf dem Boden oder an der Steilwand zu sehen sind (Abtauchen entlang der Bodenprofils halte ich nicht für eine Schande, abtauchen mit dem Gesicht zur Steilwand auch nicht.) Kurzes wegnehmen der Lampe (Baumstumpf oder Fischli gucken, Instrumente ablesen) und „scannen“ (d.h. horizontales Absuchen der Tauchstrecke) sind erlaubt, vertikales Schwenken und direktes Anleuchten der Maske des Partners ist immer als Notsignal zu betrachten. O.K. -Abfrage (Kreisen der Lampe) ca. alle 2-3. Minuten. Bei Problemen ist es immer zweckmäßig, in das Gesichtsfeld bzw. den Lampenstrahl des Partners zu schwimmen. Daraus ergibt sich auch der maximale Partnerabstand: Die Strecke, die man mit 4-5 Flossenschlägen schwimmen kann.
Der Lampenstrahl ist ein sehr empfindliches Instrument, beginnende Unsicherheiten des Partners (zittern oder abirren des Strahls) machen sich schon sehr früh bemerkbar. Hingegen habe ich noch nie erlebt, dass man mit einem Lampenstrahl dem Partner die Maske vom Gesicht schlagen kann .
3. Bei wirklich schlechter Sicht face-to-face abtauchen (geht horizontal wie vertikal).
Mit eingeschalteten Lampen sieht man den Partner dann auch bei praktisch Nullsicht noch auf 2-3 m Entfernung. Ist in der anvisierten Tauchtiefe die Sicht so schlecht, dass man die projizierten Lampenkreise nicht sieht- Müssen wir uns das wirklich antun? 4. Buddyline und Notsignal
Unter Sichtbedingungen, bei denen man eine Buddyline braucht, gehe ich normalerweise nicht mit Buddys tauchen. Trotzdem halte ich sie im Notfall für besser als „Händchenhalten“. Meine Buddyline ist ca. 1,50m, lang, schwimmfähig, an beiden Enden weite (!) Daumenschlaufen mit Kunststoffüberzug (PTFE). Einhängen in Daumen, Faust machen- hält und kann im Notfall schnell „ausgeklinkt“ werden.
Ich mag eigentlich UW-Tröten nicht, aber bei dicker Kopfhaube und grosser Geräuschkulisse (Bootsverkehr, Wellenschlag) können Shaker u.ä. einfach untergehen, „Hammerheads“ hört man auch durch die Sprungschicht.
5. Jeder Tauchgang ist ein Solotauchgang. Ein Tauchgang mit Buddy ist ein Solotauchgang mit zusätzlichem Risiko. Sprich: Mit sehr wenigen Ausnahmen mache ich mit Buddys im Freiwasser nur Tauchgänge, die ich auch allein machen würde . Solotauchen muss nicht sein, Solokompetenz schon, und die kann man sich erarbeiten. BTW: Wer unter Stress aus 27m im Freiwasser kontrolliert austauchen kann, ist solokompetenter als er denkt. Die passende Ausrüstung, ein paar Übungen (Automatenwechsel, Ventile zudrehen, Inflator abziehen, mit Mund tarieren, Verhalten bei Lampenausfall in der Tiefe, Masken- und Flosssenverlust...) noch dazu, dann ist auch ein Partnerverlust kein Drama mehr,