CMAS / VDST / EN 14153-2 Abgesandt von telebim am 04.06.2006 - 11:42:
Hallo in die Runde,
blickt eigentlich noch einer durch, bei dem ganzen Wirrwar.
Was darf nun ein CMAS 1* schlussendlich ?
Lt. EN darf ein 1* mit zum. gleichgestellten 1* 20m tief (wenn ich das richtig interpretiere)
Lt. VDST darf ein CMAS* nur mit CMAS** ( allerdings nur Empfehlung des VDST)aber auch wieder die 20m tief
Lt. CMAS darf ein 1* nur mit min. einem 3***
Ja zum Kukuk... nach was soll man sich nun richten.
Ist das bei PADI auch so kompliziert, dass jede angeschlossene Organisation ihr eigenes Süppchen kochen will/muss ?
Wie Du sicherlich gemerkt hast, sind das Empfehlungen beim VDST. Das ist Ihre Art, die EN15143-2 zu interpretieren. Ob das der Weisheit letzter Schluß ist bleibt ab zu warten.
Die Frage ist: Was, wenn Du Dich nicht an diese Empfehlungen hältst?
Nun, solange nichts passiert, wird Dir auch niemand an den Karren fahren. Zumindest in DE nicht. Es gibt keine "Taucherpolizei", die beim Überschreiten irgendwelcher Empfehlungen Busgelder verhängt oder gar das Brevet einzieht.
Die Leute, die jezt gleich wieder mit dem Verlust des Versicherungsschutzes argumentieren möchten, mögen bitte entsprechende Urteile bringen, die belegen, dass jemals bei einem TU bei entsprechendem Unfallhergang den Versicherungsschutz verweigert wurde. Alles andere ist blanke Spekulation.
Natürlich ist man als Anfäger gut beraten, sich halbwegs an die Emfpehlungen zu halten. Die Empfehlungen sind ja nicht vom Himmel gefallen.
Tauche innerhalb dessen, wo Du Dich wohl und sicher fühlst.
PADI hat nebenbei gesagt auch Ihre Aufstaffelung, wie sie "Tiefenlimits" empfehlen... Alles gleich, nur ein bisschen anders.
Gruß - Martin.
Antwort von Tauchlady am 04.06.2006 - 18:09 Neben den Empfehlungen des VDST gibt es noch das Hausrecht. In Hemmoor dürfen zwei frisch brevetierte OWD oder Einstern-Taucher zusammen tauchen. Frage Dich mal, ob die frisch Brevetierten das überhaupt wollen - als ich meinen Tauchschein hatte, war ich froh, daß ich mittauchen durfte und mich nicht sofort um Logistik, Orientierung, Gruppenführung etc. kümmern mußte, sondern erstmal genießen konnte und gucken, was der Buddy so macht und und dabei lernen. Damit ist ein Neuling schlicht und ergreifend überfordert. TG`s, wo man ein paarmal auftauchen und gucken muß, wo man ist, zurückschnorcheln, weil man sich doch mit der Luft/Orientierung vertan hat, könnte schon sehr frustrierend sein. Um TG sicher durchführen zu können, muß man sich schon halbwegs orientieren können und wissen, was man tut bzw. zu tun hat.
Antwort von telebim am 04.06.2006 - 19:30 @Lady
Es ging mir bei der Frage nicht um wollen, sondern um das dürfen.
Sicherlich, wenn ich gerade mein * abgelegt habe, bin ich sicherlich erst ma froh, dass mich jemand mit nimmt.
Aber wie sieht´s bei langjährigen * mit 100 TGs aus. Da weiß man m.E. doch sehr wohl, wie das tauchen geht
@mhille
Aber genau um das Thema Versicherungsrecht gehts doch, wenn was passiert.
z.b. Hier im VDST angeschlossen ( versicherung auch dort).
Passiert was, und dann sagense ... ätschebätsche... ihr habt euch nicht an unsere Empfehlungen gehalten, somit müssenwa nicht zahlen.
Ich weiß ist alles ein bissel sehr hypothetisch, aber auch nicht unbedingt abwägig.
Antwort von Scubabubble am 04.06.2006 - 22:03 Hallo Telebim,
ist doch ganz einfach und klar geregelt. Die entsprechenden Tauchgruppenzusammenstellungen findest Du auf der HP vom VDST. Und für die erfahrenen CMAS*-Taucher gibt es jetzt vom VDST eine vereinfachte Prüfung zum CMAS**. Damit ist der CMAS** aus dem gröbsten draussen.
Fazit: *** brauchst Du, um unbeschwert tauchen zu können
Grüße scubabubble
übrigens: CMAS***
Antwort von Tauchlady am 04.06.2006 - 23:29 @telebin: eine zufriedenstellende Antwort wirst Du nicht finden, ist hier auch schon oft, lange, breit und mehr oder weniger fruchtlos diskutiert worden - wenn es Dir um Versicherungsrecht geht, schreib` doch einfach mal den VDST bzw. Gerling-Konzern an!
Antwort von Engelchen am 06.06.2006 - 13:01 Oder wechsel zu Padi Wolle
Antwort von Tauchlady am 06.06.2006 - 13:24 ...Wechsel zu PADI bringt nicht viel - OWD = *-Stern-Taucher = diese EN ist verbandsunabhängig gültig, also sollten auch 2 PADI-OWD nicht mehr zusammen tauchen.
Antwort von Tauchlady am 06.06.2006 - 13:25 Nachtrag: wobei es sich hier um Empfehlungen und keine Gesetze handelt!
Antwort von Blaues Wunder am 06.06.2006 - 14:09 @Tauchlady: ?Ich dachte im Gegentum: * ist lt. EN auch autonomer Taucher (genau wie mW OWD).
Wo hast Du das gefunden, daß OWD-OWD nicht empfohlen wird?
Allzeit gute Luft!
Antwort von Tauchlady am 06.06.2006 - 15:15 Nach dem, was in der Frage gestellt wurde! EU-Norm autonome Taucher und deren Entsprechungen. Und OWD`s gibt es ja auch in D - wie gesagt, das sind Empfehlungen und keine gestetzlichen Regelungen. In der Praxis gehen viele OWD oder Ein-Stern-Taucher zusammen tauchen, warum auch nicht, vor allem, wenn sie über jahrelange Erfahrungen und Praxis verfügen. Das "Hausrecht" von bestimmten Seen bzw. Vereinen habe ich ja schon erwähnt. Wobei meine Beobachtung ist, daß *Stern-Taucher bzw. OWD schneller selbständig werden, wenn sie autonom tauchen als wenn sie immer einen **-Sterntaucher hinterherschwimmen... wie gesagt, das kann man ewig lang und breit diskutieren, aber wer will zwei Anfängern verbieten, zusammen tauchen zu gehen, wo es nicht geregelt ist (See, Ostsee???)
Antwort von Blaues Wunder am 06.06.2006 - 15:24 Moment . Der Threadstarter schrieb:
" Lt. EN darf ein 1* mit zum. gleichgestellten 1* 20m tief (wenn ich das richtig interpretiere) "
mW sind * und OWD autonome Taucher nach EN-...-2. Würde also bedeuten, OWD-OWD-Buddies und *-* Buddies (und beliebige Kombinationen davon ) dürften innerhalb der EN-Empfehlung generell miteinander tauchen gehen. Du schriebst, dem sei nicht so. Habe ich mich irgendwo verlesen?
Bezgl. des Erfahrung-Sammelns stimme ich Dir selbstverständlich voll und ganz zu.
Allzeit gute Luft!
Antwort von Tauchlady am 07.06.2006 - 01:02 Die Verordnung "gilt", wo das Tauchen legitimiert ist (Basen, Vereine). Würde man es in unserem Verein durchsetzen, dann müßte ich wohl pro Jahr dafür alleine schon 100 x ins Wasser. Überall, wo es nicht reglementiert ist, also 2 Einstern oder OWD-Taucher gehen in einem See zusammen tauchen oder Ostsee (keine Basis), wer will Euch das verbieten und wer kontrolliert das??? Ich sehe da schon irgendwo Geldschneiderei. Spezialkurse sind sinnvoll, Tipps für Orientierung und Gruppenführung zu bekommen und das anzuwenden. Für Anfänger ist es sehr streßvoll, wenn zwei Leute mit 5 oder 6 TG zusammen tauchen wollen, aber wenn man fortgeschritten ist, was soll das? Außerdem hat auch nicht wirklich jede/r Gelegenheit, ** zu machen oder will das auch gar nicht. Prüfungen sind immerhin Streß, dem sich nicht jede/r aussetzen will.
Du hast Dich insofern nicht verlesen, daß man wirklich nicht vorschreiben, sondern nur empfehlen kann, daß ein weniger erfahrener Taucher mit einem mehr erfahreneren tauchen soll. In Hemmoor kannst Du mit 4 TG + Deinem Buddy = 4 TG tauchen gehen. Die Frage ist nur, ob der Spaßfaktor dabei nicht auf der Strecke bleibt. Man darf auch nicht vergessen, daß es erstens mal nicht so viele höher brevetierte Taucher gibt und oft das Problem bleibt, daß selbige erfahrene Taucher gar keine Anfänger mitnehmen wollen!
P.S. meine TNT`s für Jessi!
Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.
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