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Carbon-verstärkte Flaschen ?
Abgesandt von Dorftaucher Registriertes Mitglied am 23.10.2005 - 16:59:

Hallo!
Nachdem ich jetzt mit vielen guten Tipps von hier meine Ausrüstung so ziemlich komplett habe frage ich schon mal nach einer (noch sehr) zukünftigen Anschaffung.

Ich wohne in einer sehr ländlichen Gegend. In ca. 30km Entfernung gibt es zwar einen Vereins-Kompressor aber eine nur SEHR begrenzte Anzahl an Leihflaschen, an Wochenenden mit schönem Wetter kuckt man öfter mal in die Röhre. Ich werde mir also irgendwann mal eine eigene Buddel zulegen müssen.
Mein Körperbau/Lungenvolumen/Luftverbrauch ist eher XL, ich hab` also gern etwas mehr dabei und benutze daher bis jetzt immer eine 12er-Stahlflasche, die leer schon fast 15 kg wiegt (Lang oder kurz kann ich mir mangels Angebot selten aussuchen.)
Jetzt hab` ich hier
Hier klicken
diese mit einer Carbonfaser umwickelten Flaschen gefunden, die sogar 300-bar-tauglich sind. Da erscheint mir sogar eine Doppel-10 noch "tragbar" und Luftknappheit wäre wohl nie wieder ein Thema, oder?
Was haltet Ihr von den Teilen?
Außerdem hab` ich hier mal irgendwo in einem Nebensatz gelesen "bei 300er überwiegen die Nachteile" ... Könnt Ihr das näher erklären?
Lassen sich diese Dinger eigentlich an einem "normalen" Kompressor füllen, dann natürlich nur bis 200 bar? Oder paßt der Füllanschluß nicht, der 300-bar-Regler hat ja auch ein anderes/längeres Anschlußgewinde.
Letzte Frage: Falls einer von Euch die Teile benutzt, wie sieht es denn mit dem Bleibedarf im Vergleich zu Stahlflaschen aus? Auf der Seite des Herstellers steht daß die 10er ab ca 100 bar Restinhalt zu schwimmen anfängt.
Schon mal vielen dank für Eure Antworten, noch einen schönen Sonntag.



Antwort von Michael Fisch Registriertes Mitglied am 23.10.2005 - 17:15
"Carbon-verstärkte Flaschen" erfordern "Kohle-verstärkte Geldbeutel", sind sah-teuer. Da sehr leicht ist das führen von viel mehr Blei auch pflicht. Kann dein Vereinskompressor bis 300Bar füllen? Falls nein, sind die Füllanschlusse in der lage eine 300Bar ventil abzudichten?
I.a.W., ich wirds bleiben lassen, für das Geld kannst doppel so viele normale Flascen kaufen.

Michael
Antwort von Wikinger Registriertes Mitglied am 23.10.2005 - 17:20
Hallo,

1. Die meisten Kompressoren (auch normale 200bar Geräte) haben einen Füllanschluß für 300bar Gewinde. Wenn nicht...dafür gibt es Adapter.

2. Wenn es Dir um das Gewicht geht: ganz einfache Rechnung! Eine Compositeflasche dürfte etwa das gleiche Volumen wie eine gleichgroße Stahlflasche haben, wiegt aber deutlich weniger. Die Gewichtsdifferenz kannst Du Dir dann noch mal dazu auf den Bleigurt packen.
Ich persönlich tauche siet einiger Zeit mit einer Doppel 7/ 300bar. Die wiegt zwar etwa 5kg mehr als eine normale 15er Stahlflasche, aber genau diese 5kg spare ich dafür beim Blei (176cm, 70kg, Ursuit Trilaminat mit Weezle extrem+ Unterzieher, 5kg Blei)

Alternativ (wenn in der Nähe kein 300bar Kompressor verfügbar ist (hast Du mal die Dorffeuerwehr gefragt? Deren PAs laufen auch auf 300bar!)) bietet sich eine Doppel 6 oder Doppel 7 mit 200 bar an, auf jeden Fall viel angenehmer als eine große Monoflasche!

Ich hoffe, das hilft Dir erst mal etwas weiter

Gruß
Der Wikinger
Antwort von Dorftaucher Registriertes Mitglied am 23.10.2005 - 18:47
Schon mal danke bis hierher.
Gerade hab` ich auch ein paar ältere Einträge zu dem Thema gefunden, die recht kontrovers waren. Ich hätte mal besser vorher die Suchfunktion benutzt, mea culpa, ich werd`s nicht wieder tun.
Trotzdem noch ein paar nähere Angaben:
Es geht mir nicht ausschließlich um das geringere Gewicht sondern auch um den größeren Luftvorrat, daher die Idee mit den 300 bar.
In den technischen Daten meines Jackets (Mares Morphos Pro, Größe XL) steht "bis maximal Doppel-10", wobei ich nicht weiß ob da der Auftrieb der begrenzende Faktor ist oder die mechanische Belastbarkeit des Jackets
Aber es tut der Haltbarkeit von dem Teil sicher auch gut wenn man ein paar Kilo weniger dranschraubt.
Antwort von blunamann Registriertes Mitglied am 23.10.2005 - 22:08
Hallo!

Zu den Carbonflaschen: Sicher sind die echt leicht! Diese Festigkeit wird durch den Einsatz von Carbonfasern erreicht.
Da wären wir aber auch schon beim Problem: Diese Fasern sind zwar extrem leicht und belastungsfähig nur reagieren sie nicht gut auf Stöße und der Gleichen.
Einer meiner Freuende taucht eine solche Flasche das Hauptprobem: Du mußt sie behandeln wie ein rohes Ei.
So neben bei: Wie sieht es mit den Dingern beim TÜV aus? Das war letztes Jahr auch nicht so wirklich klar. (Wohne aber in Österreich)
Wenn Du wirklich die 300 bar Technologie nutzen wills hast Du da schon mal über Stahlflaschen nachtgedacht. Die sind nicht wirklich so viel schwerer wie die Verbundmaterialflaschen. Außerdem sind sie easyer to handle!
Zur Angabe an Deinem Jacket: Die bezieht sich meines Wissens nach auf Stahlflaschen und den Auftrieb. Der Haltbarkeit tun ein par Kilo mehr sicher auch nicht wirklich schlecht. Denke an die Schwimmlage dort liegen die Flaschen auf Deinem Rücken. Du mascheirst ja nicht ewig zum Wasser wo die Flasche am Jacket zieht oder?
Antwort von go deep Registriertes Mitglied am 24.10.2005 - 18:08
hallo jungs,

wir tauchen diese dinger, 2x7l/300 bar u. 10l/300 bar,schon seit sie in europa am markt sind und würden sie auch nicht mehr hergeben, alleine wegen des handlings an land.
so empfindlich wie blunamann schreibt sind sie aber nicht ( man sollte nichts behaupten von dem man keine ahnung hat ) wir verwenden diese flaschen zum arbeitstauchen und sehen keine nachteile darin. das mehr an blei, (ca 1,5 kg bei D7) gegenüber 200 bar D7 fällt unter wasser nicht in`s gewicht. und der bewegungsavblauf unter wasser fällt soger leichter.
aber ein D7/300 bar stahlgerät zieht auch unter wasser gewaltig nach unten, so daß man bei verwendung eines trockis und schwimmtauchen kein blei mehr benötigt.

300 bar sind unter sporttauchern und sogenannten teckies (was immer die auch glauben zu sein) sowieso unter eine glaubensfrage.
nicht umsonst werden aber bei den diversen einsatzeinheiten weltweit schon seit jahren größtenteils 300 bar systeme eingestzt.
ein guter kompressor mit intercooler und eine perfekte füllung, da liegen die vorteile auf der hand.
aber die wirklichen profis werdens ja wohl nicht wissen, sondern nur die, die wie christbäume behängten volltecprofis.

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