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Ceiling bei Computer vs. Aufstiegsgeschwindigkeit

Hallo mal wieder,
Danke für die Antworten der vorherigen Frage.

Frage jetzt:
Ich tauch gerade einen alten VR3 und möchte mir einen neuen TC zulegen. Jetzt gibt es ja TC die nach Ceiling rechnen.
Da dies ja ein prädiktiver Modus ist, beachten diese Computer die Auftauchgeschwindigkeit und berechnen die Ceiling, bis zu der aufgetaucht werden darf, neu, wenn die Auftauchgeschwindigkeit ein festgesetztes Maß überschreitet?
Welche Auftauchgeschwindigkeit liegt dann zugrunde?


Danke.


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12.08.2010 22:23
Hallo, verstehe die Frage nicht so recht ich habe drei Aufstiegsgeschwindigkeiten bei meinen TMXTgs ...

von der max Tiefe bis zum 80% mit 10 m / in 1 min

bis zum 10 m bereich mit 3 m / 1 min

10 bis 0 m mit 1 m / 1 min

nur mal so verkauf deinen VR3 und kauf dir zwei Bottomrechner z.B. Uwatec und beschäftige dich mit Stop oder Runtims ist nicht nur günstiger sondern auch besser ..., Gruss Holger
12.08.2010 22:46
... Ja, Holger,...das wäre die andere Alternative, Tauchen nach Kopfrechnen.
Aber auch Du müsstest Deine Dekozeit geänderten Aufstiegsgeschwindigkeiten anpassen. Und genau das möchte ich wissen,...

Ob ein TC, der ja immer die Dekozeiten prädiktiv rechnet, auch eine Abweichung in der Aufstiegsgeschwindigkeit miteinrechnet bei er Ceiling- Angabe.

12.08.2010 23:11
Hi,plane Deinen TG und tauch ihn. Kein Computer kann in deinen Koerper schauen. Habe es vor einiger Zeit erlebt, das 3 Computer die gleichen Daten lieferten, aber ein Taucher ne leichte Dcs hatte.
Gruß Heinz
Tariernixi.d.R. ausreichend
13.08.2010 08:23
Bitte erkläre "prädiktiv"...

"Ceiling" ist ein `Feature` der Suunto-Familie. Das ist in etwa die zulässige Obergrenze der Tiefe, bis zu der Du auftauchen darfst, ohne Deine Dekopflicht zu verletzen. Hängt in überhaupt gar keiner Weise mit der Aufstiegsgeschwindigkeit zusammen.

Aufstiegsgeschwindigkeiten gehen m.W. nur insofern in die Dekoberechnungen ein, als sie die Aufenthaltszeit unterhalb einer best. Tiefe verlängern oder verkürzen
13.08.2010 08:44
Aus dem Manual von Suunto:

... "CEILING:
Ist die minimalste Tiefe, bis zu der ein Taucher aufgrund seiner Stickstoffsättigung auftauchen darf"... Ceiling ist kein Rechenmodus.
13.08.2010 08:57
Also ähnlich wie der M Wert , Holger
bubblemaker2001PADI + TDI + PSAI
13.08.2010 10:05
@LUJE
Schließ Dich mal mit Onlinebiker hier im Forum kurz. Er hat vor ein paar Wochen 3 TMX Rechner ausführlich getestet (Predator/X1/DR5). Sind interessante Ergebnisse dabei rausgekommen.
Nur mal angemerkt...V-Planner live kann auf dynamische Ceiling (direkt) und Stops eingestellt werden. Einfach mal ins Manual schauen (gibt es Netz)
13.08.2010 12:22
also ich möchte keinen Trimix Tauchgang machen wenn ich nicht garantieren kann, dass ich die Aufstiegsgeschwindigkeiten einhalten kann.

Halte die fließende Dekotiefen wie beim Ceiling bei echten Dekotauchgängen wie beim technischen Tauchen für nicht praktikabel. Wie soll ich denn die Dekotiefe Zentimeterweise nach oben verlegen, wenn ich Dekozeiten von über 30 Minuten habe? Stelle mir das sehr aufwendig vor, ständig die Zeit und die Tiefe zu kontrollieren und das im Kommabereich. Da nehme ich lieber 3 m Stufen und verliere durch fallenden Gasdruck lieber ein paar Minuten bevor ich die nächsten 3 m durch tauche und mich da wieder hin hänge.

Gruß,
D3
Gelbe MaskeMaske hilft!
Abz. "Für gutes Wissen" (Gold)
13.08.2010 18:20
"Da dies ja ein prädiktiver Modus ist, beachten diese Computer die Auftauchgeschwindigkeit und berechnen die Ceiling, bis zu der aufgetaucht werden darf, neu, wenn die Auftauchgeschwindigkeit ein festgesetztes Maß überschreitet? "

Ceiling:
http://www.dict.cc/?s=ceiling
Bedeutet "Zimmerdecke" sozusagen, also nicht höher, sonst Beule. Tiefer geht natürlich. Verlängert dann aber die Dekozeit, in erster Näherung mindestens logisch.

Prädiktiv:
http://www.dict.cc/?s=predictive&failed_kw=predictiv
Vorausschauend.
Scheint mir im Zusammenhang mit feineren Dekostufen ("ceiling") ein völlig unpassender Begriff. Vielleicht sagen bestimmte Tauchcomputer was voraus, wenn andere Dinge implementiert (bitte selbst übersetzen ) sind, beispielsweise voraussichtliche Gaswechsel. Mit Ceiling hat das nichts zu tun, denke ich.

Aufstiegsgeschwindigkeit:
Die Geschwindigkeit ist die 1. Ableitung des Weges nach der Zeit, hier: die 1. Ableitung der Tauchtiefe nach der Zeit. Da Zeit und Tauchtiefe im Tauchcomputer gemessen werden, würde ich davon ausgehen, dass damit automatisch die Aufstiegsgeschwindigkeit in die Dekoberechnung einfließt. Egal, ob in 3m-Stufen, oder in geringeren Stufen, aufgetaucht wird.

Wie "zu schnelles" auftauchen bewertet wird, dürfte allerdings TC-spezifisch gelöst sein, das ist sozusagen "nicht lösbar" im Rahmen der Vorgaben einer Dekoberechnung, die genau das zu schnelle auftauchen ja ausschließt. Könnte zu verlängerter Deko führen, oder zu einem "Error", bei nur kurzem Fehlverhalten sicherlich kaum messbarer Unterschied zu normaler Dekoberechnung. Umgekehrt wird es bei langsamerem Auftauchen interessant. TC, die sehr flache Stops berechnen, dürften da problematisch für Taucher sein, die tiefere Stops zur verbesserten Deko mögen. Da könnte u.a. Suunto nicht die beste Variante sein.

Generell könnte man aber ja bei TG mit großer Deko, wenn der normale TC 6m-Deko anzeigt, ebenso bei 9m anhalten, und schön langsam kontinuierlich auf 6m hoch gehen. Mit noch etwas größerer Sicherheitsmarge, allerdings etwas größerer Dekozeit, im Vergleich zu einem ebenso die Deko berechnenden Ceiling-Tauchcomputer. Will man diese Veränderung kompensieren, schaltet man eben seinen Nicht-Ceiling-TC auf agressivere Parameter, so der das kann, und taucht, so man das will, ebenso kontinuierlich hoch.
Gelbe MaskeMaske hilft!
Abz. "Für gutes Wissen" (Gold)
13.08.2010 19:11
Ach ja:
"Prädiktiv" sind natürlich auch die anderen Tauchcomputer in diesem Sinne, dass die z.B. in 40m Tiefe angezeigte Dekozeit (und auch Tiefe der ersten Deko) von der tatsächlich erst später realisierten Aufstiegsgeschwindigkeit abhängt.
In dem Sinne hängt dann natürlich auch die Ceilingtiefe (oder wie das heißt) von der Aufstiegsgeschwindigkeit ab.
Üblicherweise rechnen Tauchcomputer mit einer maximal zulässigen Aufstiegsgeschwindigkeit, siehe Handbuch, vermutlich um die 10m/min, evt. im Tiefbereich auch mehr, im Flachbereich (selten) auch weniger.
Dementsprechend wird die tatsächlich angezeigte Ceilingtiefe bei zu langsamem auftauchen wohl steigen oder sinken (z.B. von 6m auf 7m oder auf 5m), je nachdem, wo man besonders langsam ist.
Bei zu schnellem auftauchen kommt dann wohl eine Warnung, die man beachten sollte.
13.08.2010 22:20
Hi!
Ich werde mir mal das Handbuch vom V-Planer live durchlesen (Danke für den Hinweis).

Ich kenne Ceilings bisher nur von einem meiner Buddies, der ist mit Kreisel unterwegs (Inspi Vision). Daher fehlt mir der direkte Vergleich OC.
Ich weiß halt nur aus der Praxis, dass er auf CCR schon z.B. bis 17m Tiefe auftauchen dürfte, während wir OC noch mit einem 37Meter Stopp beschäftigt sind.

Danke für die Antworten.


13.08.2010 22:48
bin ja kein Kreisel Experte, ist es aber nicht bei einigen CCR so, dass der O2 Druck an den Umgebungsdruck angepasst wird? Also stets die geringst mögliche Sättigung erzielt wird? Also kann man auch eher höher Tauchen. Hat jetzt aber nix mit Dekoprogrammen zu tun.

Gruß,
D3
13.08.2010 23:10
Ja, O2 wird bei CCR automatisch angepasst. Macht allerdings, wenn man seine Gase OC gut stückelt, in der Gesamttauchzeit nichts aus.
Mir ist halt nur aufgefallen, dass wenn er z.B. unsere Tiefenstopps mit uns macht, obwohl er ja höher tauchen dürfte laut Ceilingangabe, sich zwar seine Dekozeit erhöht, aber sich die Ceiling nicht ändert. Ich hätte halt vermutet, dass sich in diesem Fall auch die Ceiling ändert (also wieder tiefer wird, weil er ja aufsättigt), habe das aber in der Praxis bei meinem Freund noch nicht gesehen. Daher auch meine Frage, ob Aufstiegsgeschwindigkeiten bei der Berechnung der ceiling eine Rolle spielen.
uanlikerIT PATD
14.08.2010 09:52
Beachtet in der Diskussion, dass der minimal berechnete tolerierte Umgebungsdruck (Ceiling) stark vom Gewählten Dekompressionmodell abhängt.
Der Vergleich wird so zwischen zwei verschiedenen Computer/Modellen immer hinken.

Vplanner lässt dich deutlich weniger weit hoch wie ein reiner Bühlmann. Da man mit Bühlmann nicht zufrieden war hat man DeepStops oder Gradienten Faktoren eingeführt.
Ist nun die "Ceiling" bei Bühlmann mit GF tiefer als beim reinen Bühlmann? Durch Sicherheitseinstellungen kann man die angezeigte "Ceiling" weiter verbiegen. Was ist nun der Wert an den man sich halten soll?

Die Aufgabe der Dekompressionsberechnung ist es den Taucher möglichst schnell und möglichst sicher an die Oberfläche zu bringen.
Um dies zu tun gibt es verschiedene Strategien und entsprechend unterschiedliche "Ceilings" für die verschiedenen Ansätze. Was ist nun richtig?

Jeder Computer / jedes Dekompressionsmodell gibt eine "Ceiling" (minimale Tiefe für die aktuelle Inertgassättigung) an, die Abstufung ist anderes und z.T. auch der Name

Die nächste Frage ist dann, wie sich die minimal zugelassene Tiefe in Abhängigkeit des Tauchverhaltens ändert.

Die Aufstiegsgeschwindigkeit fliesst zum Beispiel mit rein. Unten langsam: minimale Tiefe geht runter. Oben langsam: minimale Tiefe geht hoch. Wo oben und unten ist hängt vom Tauchgang und Rechenmodell ab.


gruss Urs
Antwort