Cressi Archimede II oder Suunto Gekko Abgesandt von Johannes Otterbein am 13.07.2006 - 14:55:
Was haltet ihr von diesen 2 Tauchcomputern.
Kann mich noch nicht so richtig entscheiden, will aber jetzt einen von diesen 2 kaufen.
Meine Richtung geht mehr in Richtung Archimede II.
Ist halt schon ein bisschen teurer.
Was darf ich für diese Computer max. ausgeben oder wo bekomme ich diese günstig her?
Vielen DANK!!!
Gruß Johannes
Antwort von Brachypelma am 13.07.2006 - 17:16 .. tja, johannes, reine glaubensfrage..
ich persönlich hatte schon den archimede II und jetzt habe ich den stinger von suunto.
tendentiell würde ich eher suunto vorziehen. von den funktionen sind die beiden computer sehr ähnlich.
was du maximal ausgeben darfst? schau doch mal bei den üblichen verdächtigen... (ebay/tauchversandhäuser) bei tauchversand.de haben die den im moment für 209. bei ebay=strassenpreis 199,-. tauchversand.de kann ich persönlich empfehlen.
Warum hast du den Archimede aufgegeben?
Warst du nicht zufrieden?
Was hast du für den Stinger bezahlt? Bist du mit zufrieden?
Reicht der Gekko aus? Ist der Stinger besser als der Gekko?
Gruß Johannes
Antwort von Brachypelma am 13.07.2006 - 20:25 ich hatte mir damals den stinger gekauft weil ich auch apnoe tauche. lt. beschreibung vom archimdede "konnte" dieser das auch. leider war das nur bedingt richtig. ich halte den gekko für einen guten einstiegscomputer.
den stinger kann man im moment für 350 euro kaufen, ist also schon ne ganze ecke teuerer als der gekko. die wesentlichen funktionen des stinger hat auch der gekko. beim gekko kannste sogar selber die batterien wechseln.
Antwort von bikefresh am 13.07.2006 - 20:31 Der Gekko hat (ausser Version für Tauchshops) kein Interface für den Anschluss an einen Computer und keine direkte Beleuchtung (kurz mit Lampe anleuchten, fluoriszierende Anzeige). Sonst ist er aus meiner Erfahrung perfekt. Der Stinger macht sich als Uhr gut, beim tauchen könnte das Display aber zu klein sein. Beide können auch Nitrox bis 50%, was diese Teile "zukunftssicher" macht. Auch der Archimede hat gute Testberichte bekommen, selbst habe ich mit dem Teil noch nicht gearbeitet.
Antwort von Johannes Otterbein am 13.07.2006 - 20:33 Also für dich Gekko besser als Archimede. Gekko ca 210 EUR und der Archimede ca. 265 EUR.
Was sagst du?
Vielen DANK Johannes
Antwort von Massi am 14.07.2006 - 00:03 bikefresh ganz so stimmt das nich, der gekko kann auch angeschlossen werden, steht nicht auf der homepage oder sonst was
aber schau mal in der sucher nach gekko2vyper.exe ;) ein tool welches dem gekko vorgaukelt er sei ein vyper und saemtlich funktionen wie gauge modus, auslesen usw unterstuetzt, nur die beleuchtung fehlt und die is net schlimm, weil er wirklich gut nachleutet !
gekko gibts schon unter 200euro
Antwort von Risikotaucher am 14.07.2006 - 00:13 Hallo
Ich habe den Archimede II bin damit auch vollkommen zufrieden. Ist eigendlich relativ einfach zu bedienen kann den nur weiterempfehlen.
Was ich bei Gekko als Nachteil finde ist das er keine Beleuchtung aber sonst kann ich dazu nichts sagen hatte den selber noch nicht in der Hand.
habe einen Suunto Vyper (ca 400 TG, grünes Modell 1.Serie), einen Archimede I und seit nicht allzulanger Zeit den Archimede II.
Inzwischen tendiere ich bei meinen Tauchgängen eher zum Archimede II, weil ich die Ablesbarkeit und Bedienung einfacher finde. Den Archimede kann ich auch an mehreren Tagen hintereinander mal verschiedenen Schülern geben, da er einen Reset- Knopf besitzt und somit in den Ausgangszustand versetzt werden kann. Ist auch nach sehr kurzer Einweisung auch von einem Anfänger/Einsteiger zu bedienen.
Einziger Nachteil beim A2 ist das meiner Ansicht nach etwas zu kurze Armband, dass aber zur Sicherheit mit kleinen Nasen rechts und links am Armbandende versehen ist, so dass auch beim versehentlichen Öffnen des Armbands der Rechner nicht sofort vom Arm fällt.
Ansonsten alle drei gute und praktische Rechner.
MfG
Eric
Antwort von klarwassertaucher am 15.07.2006 - 12:37 Moin,
sicher sind Aussehen, Ablesbarkeit und Handhabung eines Tauchcomputers nicht ganz unwichtige Gesichtspunkte für die Anschaffung. Für den Anfänger dürften auch die folgenden Kriterien noch nicht so wichtig sein, aber für den, der irgendwann mal aus der "Urlaubstaucherecke" raus will ist vielleicht nicht ganz unwichtig, dass der Archimede II im Gegensatz zum Gekko u.a.
- einen Gaswechsel Unterwasser erlaubt (Bsp.:Deko mit reinem O2)
- Deepstops anzeigt und, im Gegensatz zu den Suuntos, welche die Deko nach meinen Erfahrungen fast ausschließlich auf die flachen Stops verteilen, seine Stops bereits sehr tief beginnt, was die Dekozeit insgesamt verkürzt
- einen Bergsee-Modus (automatisch über Luftdruckmessung) besitzt.
Ich habe (vor gut einem Jahr, aktuellere Modelle können ev. bezüglich der Rechenmodelle verändert worden sein) den Archimede gegen den Gekko und meine M1 RGBM probegetaucht und kann sagen, dass der Archimede (nächst dem M1) bei Dekotauchgängen wesentlich näher an den Tabellenwerten lag als der Gekko. Auch würde ich das sehr "seniorenfreundliche" Display des Archimede und die Möglichkeit der autonomen Displaybeleuchtung nicht unterschätzen wollen. Gerade bei tiefen und dunklen Tauchgängen ist die Taskload oft beträchtlich und die Möglichkeit eines schnellen Blicks auf den Computer, ohne erst mit der Lampe `rumfuchteln zu müssen, macht den TG doch merklich entspannter.
(Aus dem "Nähkästchen": Ich habe einmal mit einem noch nicht sonderlich erfahrenen Taucher im 20m- Bereich eines relativ dunklen Steinbruch einen Steilwand-TG durchgeführt. Der Buddy leuchtete mindestens 1x pro Minute seinen gekko an, wobei der Strahl seiner Tauchlampe immer prompt über meine Maske strich (ich schwamm links) . Irgendwie dauerte das Ablesen einmal länger und die Lampe verlor die Steilwand. In Folge trat Tarierverlust und beginnende Panik ein, schließlich (nach mehreren Beruhigungsversuchen meinerseits) beendeten wir vorzeitig den TG. Beim 2.TG des Tages bekam der Buddy meinen Zweit-TC (das war damals der Archimede), ich nahm, zusätzlich zu meinem M1, den gekko mit. Für ihn wurde es trotz der anfänglichen Nervosität ein recht entspannter TG, die Lampe konnte an der Steilwand bleiben, der Knopf für die Beleuchtung des TC war auch ohne Hinsehen und in Handschuhen leicht zu finden und das Display war mit einem Blick abzulesen, obwohl er das erste Mal mit dem Archimede tauchte (seine Aussagen). Ich hatte bald aufgegeben, nach dem gekko zu sehen- für den Einsatzzweck war er wirklich nicht optimal.)
Ich möchte betonen, daß obige Schilderung ein "Zufallsfund" war und meine Meinungen und Erfahrungen mit gekko und Archimede II nur auf wenigen Tauchgängen beruhen und deshalb nicht repräsentativ sein können. Auch halte ich den gekko für einen ganz ausgezeichneten Computer für Urlaubs- und Gelegenheitstaucher und wer lange mit ihm taucht, kommt sicher auch unter erschwerten Bedingungen bestens mit ihm zurecht. Ich wollte lediglich am Beispiel darauf hinweisen dass es neben Design und Bedienung noch andere Kriterien gibt, die man bei der Anschaffung eines TC berücksichtigen sollte. Es sind eben mitnichten alle TC gleich...
Mit freundlichen Grüßen,
Hartmut
Antwort von Brachypelma am 16.07.2006 - 12:35 @klarwassertaucher danke für deine erfahrung. aber meinst du wirklich dass der archimede dekoberechnungen mit reinem sauerstoff kann? das glaub ich nicht.
ausserdem glaube ich nicht, dass die nähe der berechnungen an eine tabelle ein qualitätsmerkmal darstellt. ich glaube, dass komplexe berechnungen unter berücksichtigung unterschiedlicher gewebesättigungen mehr aussagekraft haben als eine simple dekotabelle.
Antwort von klarwassertaucher am 16.07.2006 - 19:00 Moin,
@Brachypelma:
Zur Sauerstoffdeco: Cressi gibt für das 1. Gemisch 21-50% O2 an, für das zweite 21-99%. Rein rechnerisch sollte der Archimede II das also können. Ob dabei sinnvolle Werte herauskommen, sollte man beim Tauchgang mit der Tabelle in der Hand nachprüfen. Ich kann da leider nichts beitragen, da ich noch keine O2-Deco mit einem Archimede gemacht habe.
Zu Tabelle vs. Computerberechnung:
Tabelle und Computer benutzen im Prinzip die gleichen empirischen Formeln, wobei die Tabelle lediglich Rechteckprofile berücksichtigt, wofür die Formeln auch aufgestellt worden. Innerhalb des Gültigkeitsbereiches (!) dieser Formeln sollte eine kontinuierliche Fortrechnung mit "Istwerten", wie sie ein TC durchführen kann, natürlich genauere Ergebnisse liefern als die "unflexible" Tabelle. Bei den meisten TG sind deshalb die vom Computer angezeigten Decostops auch kürzer als in der Tabelle, da ein teil der deco "on the fly" erledigt wird. Nun liegt es aber in der Natur der Sache, dass eine "zu lange" Deco eher weniger Schaden anrichtet als eine zu kurze ,man mit der Tabelle also eher auf der sicheren Seite ist. Übrigens möchte ich mich auch nicht streiten, wenn ein TC für die 3-m Deco 12 min, der andere 11 min und die Tabelle 13 min angibt. Wenn aber bei einem wirklich annähernd rechteckförmigen Tauchprofil lt. Tabelle der 1. Decostop mit 2 min in 9m fällig ist (vom deepstop abgesehen), ein Aladin und der M1 genau derselben Meinung sind und nur einer der am TG beteiligten Computer* den 1. stop erst in 6m, dafür aber mit unsinnig langen Zeiten auf 3m machen will, dann ist für mich doch die Frage, was genau der TC da gerechnet hat. Insofern halte ich die Tabelle durchaus für ein gutes Vergleichsinstrument.
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