Hai!
Die verschiedenen Dimensionen des technischen Tauchens wurden ja nun schon von verschiedenen Schreibern erwähnt.
Wenn ich also noch einmal zusammenfassen und vervollständigen darf:
1. Verwendung anderer Atemgase als Pressluft.
2. Verwendung anderer Ausrüstung als einer Sporttauch-Ausrüstung (z.B. Tariersysteme, Reels, Liftbags); weiterhin eine, z.T. auch auf eine Redundanz der lebenserhaltenden Systeme ausgerichtete Sicherheitsphilosophie.
3. Tauchen in größeren Tiefen als die als Grenze des Sporttauchens definierten 40m.
4. Tauchen in geschlossenen Umgebungen (overhead environment) - also Wracks und Höhlen.
5. Durchführung von TG, welche eine umfangreiche Gas- und Deko-Planung erfordern.
6. Verwendung spezieller Atemgasgemische zur effektiveren Dekompression.
7. Möglicherweise die Verwendung spezieller Isoliergase.
8. Nicht zu vergessen: Die erforderliche Einstellung des Tauchers, seine Ausbildung, seine Erfahrung.
Das technische Tauchen definiert sich also hauptsächlich über Eigenheiten, welche sich mehr oder weniger stark von anderen Arten des Tauchens unterscheiden. Diese Eigenheiten stehen hier neben der viel stärkeren Zielorientierung im Vordergrund der TG-Planung und -Durchführung.
Daß im Zuge der Weiterentwicklung des Tauchens diese Grenzen in einigen Bereichen verschwimmen, macht diese Unterscheidung zunehmend schwierig: Kaum Jemand würde heute z.B. einen Nitrox-Taucher noch als Tekkie bezeichnen - 1995 ist mir das aber in Messinghausen noch selbst passiert.
@carcharodon: Anders herum versuchen sich natürlich viele, wie Christbäume behängte Butzemänner mit riesigen roten OMS-Wings, als Tekk-Diver auszugeben. Ihre Ausbildung haben sie i.d.R. im Schnellgang für kleines Geld bei dubiosen Anbietern gemacht, Erfahrung ist unwichtig. Da diese Zeitgenossen leider auch immer die Lautesten sind, verschaffen sie dem Technical Diving einen schlechten Ruf. Die Bezeichnung "Tekkie" ist in ihrer ganzen Trivialität mittlerweile eher zu einem Schimpfwort geworden.
Zum Thema "Schwarze Klamotten" will ich hier nichts sagen; _mir_ persönlich haben die Papageien-Klamotten mancher Hersteller noch nie gefallen. Vielleicht ist die schwarze Farbe Ausdruck eines gewollten Minimalismus...man denke an die Gewänder von Geistlichen. Ähnlich religiös sind dann oft auch die mit grossem Eifer vertretenen Ansichten.

)
Ich konnte mich übrigens trotz Allem noch nicht überwinden, meine AvantiQuattros gegen Jetfins zu tauschen, und meine Longhose ist knallgelb...igitt!
@Piotr: Solange DSAT nur TecDeep ausbildet, braucht es niemand. Tieftauchen mit Luft kommt hoffentlich bald ausser Mode.
@wrack.uli: Die Definition des VDST ist um Jahre veraltet - aber wer hätte von denen etwas Anderes erwartet...?
@Phil: Abgesehen von dem provokanten Teil Deiner Aufzählung - das mit den Tec-Listen stimmt leider.

Die eine Hälfte der Poster versucht, sich in die DIR-Liste zu schleimen; anstatt zuerst einmal etwas Denkarbeit zu verrichten - die Anderen halten voll dagegen. Und zwischendurch beharkt man sich dann noch kreuz und quer wegen jedes Schwachsinns. Je umfangreicher die Ausrüstung, umso sperriger scheinbar auch das Ego.
Ich persönlich denke, ein Mensch, der sich solchen Herausforderungen stellen will, sollte auch zum Austausch mit Anderen fähig sein - leider sehen sich viele von den "Harten" eher als einsame Wölfe.
Grüsse, Mat²
PS. WIE heisst es denn nun eigentlich richtig - Tekkie, Tec-Diver, Tek-Diver, Tekk-Diver, Tech-Diver?