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Deko-Stop einhalten

Hallo.
Sagt mal, wie haltet ihr den Deco-Stop ein?
Benutzt ihr immer eine Leine oder tariert ihr auch so?
Bei meinem letzten TG bin ich direkt aus 12 m aufgestiegen, und als ich den "Safety-Stop" im freien Wasser durchführte, hatte ich Schwierigkeiten die 5m zu halten.Bin sonst immer am Ufer hochgetaucht, was denkbar leichter ist.
Wie leitet iht den Aufstieg ein, paddelt ihr senkrecht hoch, oder laßt ihr euch in der horizontalen vom Jacket hochziehen?
Ich würde gerne mal von euch was lernen, ich tauche nicht so tief wie ihr, aber ich glaube den Safety-stop sollte man auch im Freiwasser können, und ich wollte dafür keine Leine mitnehmen, so dür den Fall der Fälle.

Ich Danke für eure Antworten

LG Vincent
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x344CMAS***
23.09.2008 13:07
"...aber ich glaube den Safety-stop sollte man auch im Freiwasser können..."

Jep, sollte man. Bei CMAS gibt`s dafür ab Silber auch Prüfungen ("Flossenloser Aufstieg") wie das bei Padi und Co ist weiß ich nicht. Lernen kannst Du das durch üben, also viel tauchen. Am besten erst mal am Ufer entlang versuchen die Tiefe sauber zu halten und dann auch im Freiwasser üben. Tarieren ist eigentlich wie Fahrrad fahren, kommt mit der Übung.

23.09.2008 13:12

Hallo Vencent,

das Einhalten einer Tauchtiefe sollte man sich nicht so schwer wie möglich machen. Ein freier Aufstieg ohne jegliche optische Referenz (wie z.B. Ankerseil, Steilwand, oder eben ein Uferhang) ist gar nicht so einfach. Wenn ich partout Dekoverpflichtung (nicht nur einen Sicherheitsstopp) durchführe, schiesse ich eine Boje. Das wird auch in den technischen Tauchkursen als Basisübung praktiziert und auch bis zum Erbrechen geübt.

Wenn Du Tauchgänge durchführst, die einen freien Aufstieg sehr wahrscheinlich werden lassen, ist eine Leine mit Boje fast unerlässlich. Dazu kannst Du ein einfaches Spool und so eine "dünnhäutige Wurst" verwenden. Für die meisten Fälle tuts das. Das nimmt nicht viel Platz weg, macht Dir das Leben aber einfacher.

Viele Grüße, Patrick
23.09.2008 16:00
bei cmas ** und *** ist diese übung pflicht (und sogar noch ohne flossen und nachtarieren). Meiner Meinung nach ist die übung auch sehr sinnvoll. Du musst das einfach immer und immer wieder üben damit du ein gefühl bekommst wie sich deine atmung auf die tarierung ausübt und ein feingefühl für den infatorablass kriegst.

üben es dann bekommst du im ernstfall mit flossen, der möglichkeit nachzutarieren und boje keine problem, weil ein teki der nicht tarieren kann willst du ja sicher nicht sein.
23.09.2008 19:37
Lange Stops im Freiwasser, also ohne eine Referenz, finde ich auch sehr anstrengend, weil man wirklich unentwegt auf den Computer / Tiefenmesser schauen muss. Man merkts ein wenig an den Ohren, ob man die Tiefe ändert, dann ists aber schon zu spät. Wie gesagt, Boje schießen und schon ist ne Referenz da. ;)
23.09.2008 20:19
hm... folgendes Szenario, Ihr taucht und muesst vom Wrack aufsteigen ohne die Shot-line zu finden, setzt die Boje und der liebe Freizeitskipper mitten in der Ostsee freut sich, dass da einer extra eine Wendemarke mitten ins Wasser gesetzt hat. (natuerlich verfängt sich die Boje im Ruder) Qual der Wahl, Surfen oder Loslassen

Viele Gruesse an die Bubblewatcher

Jan
henrii.a.c. Masterinstructor, CMAS TL**
23.09.2008 22:02
"...Jep, sollte man. Bei CMAS gibt`s dafür ab Silber auch Prüfungen ("Flossenloser Aufstieg")..."

"...bei cmas ** und *** ist diese übung pflicht (und sogar noch ohne flossen und nachtarieren). ..."

Er hat ja nicht nach langen Dekostops gefragt, sondern nach dem Safety-Stop. Er hat auch nicht gefragt, ob man den ohne Flossen machen muß...

Ein Freiwasseraufstieg mit 3 Minuten Sicherheitsstop aus 10m Tiefe ist schon bei der CMAS*-Ausbildung Pflicht. Bei CMAS** und CMAS*** werden die Übungen schwieriger und ohne Flossenbenutzung ausgeführt. Nachtarieren mit dem Mund ist aber erlaubt. Inflatorbenutzung aber nicht.

24.09.2008 00:13
Ja, Danke für die Antworten.
Also als ich auftauchte, und die 5m erreichte zeigte der PC SAfety-Stop, also hielt ich den stop-dabei sah auf´m pc, das ich fast bei 6 m war und paddelte etwas um wieder bei 5 m zu gelangen.

Nun gut mein pc erlaubt mir 3-5 m, aber ich wollte mal versuchen ohne Bezugspunkt, nur mit PC die Tiefe genau zu halten. da merkte ich wie schwer das für mich war.
Deshalb meine Frage. Wenn ich tauche habe ich mit der Tarrierung keine Probleme geht wie von "allein", aber hier hab ich auch den Boden als Bezugspunkt.
Wenn ihr dann an der Boje die Tiefe habt, seid ihr dann horizontal oder senkrecht?

LG Vincent
24.09.2008 04:12
Ich weiss ja nicht, ob jemandem, der beim Freiwasserstop mit dem Tarieren noch so seine Schwierigkeiten hat, mit dem Rat geholfen ist, eine Boje hochzuschiessen. Weil wer sich mit dem Tarieren schwer tut, der tut sich mit dem Boje-hochschiessen garantiert noch schwerer.

Das hab ich nämlich schon oft erlebt, dass beim Boje-Zurechtrödeln und -aufblasen die Kontrolle verlorengeht. Dann sind die Leute gerne mal schon fast an der Oberfläche, ohne es zu merken, während sie noch an ihrer Boje rummachen. Oder es zieht sie ein Stück hoch. Alles nicht so gut, gerade wenns ein Dekostop ist.

Zumindest würde ich dann die Boje schon so tief wie möglich hochlassen, damit Raum nach oben ist. Aber dann NICHT DRAN FESTHALTEN.

Oder einfach mal ein paar Minuten den Computer nicht aus den Augen lassen.
24.09.2008 07:28
Da gibts nur Üben. Boden als Referenz kommt einem zwar gut vor, hilft aber nicht wirklich, richtig austariert zu sein. Denn die Bodentiefe kann ja auch schwanken. Dann tarierst du dich über dem Boden aus und nicht in einer bestimmten Wassertiefe. Am besten dort üben, wo ein Bojenseil zur Verfügung steht und keine Strömung ist. Aufstieg wird nur über die Lunge eingeleitet, Flossen braucht man dazu nicht. Und aus dem Jacket wird ab dem Aufstiegsbeginn nur noch Luft rausgelassen.
Selbst Boje schießen sollte man wirklich erst dann üben, wenn man richtig austariert ist, sonst gehts schief. Und bevor man auch im Freiwasser sicher ist, hat man an entsprechenden Tauchplätzen nichts zu suchen.
24.09.2008 07:31
`hm... folgendes Szenario, Ihr taucht und muesst vom Wrack aufsteigen ohne die Shot-line zu finden, setzt die Boje` --> Jersy upline ... dann bleibst du am wrack und findest evtl. auch die shotline wieder...

`Zumindest würde ich dann die Boje schon so tief wie möglich hochlassen, damit Raum nach oben ist. Aber dann NICHT DRAN FESTHALTEN.`

Naja je tiefer du bist desto warscheinlicher verheddert sich was, platzt der sack wenn die ablassventile nicht 100% funktionieren, bei stroemung hast due eine fast waagerechte leine usw ...

24.09.2008 12:09
1. Man darf nicht überbleit sein. Denn dann braucht man zum Ausgleich viel Luft im Jacket, die sich logischerweise beim herumeiern im 5m-Bereich weiter ausdehnt oder verdichtet, was das Herumeiern verstärkt. Positive Rückkopplung sozusagen.
2. Man muss die Tiefe regeln, da man ein labiles Gleichgewicht hat. Das kann man nur mit Messung des Istwertes. Das geht über sichtbare Merkmale (Bojenseil, Boden, Wand), oder über Tiefenmesser. Kurzzeitig (für Geübte auch etwas längerzeitig) reichen auch Schwebeteilchen, aber die sind ja farblich nicht markiert, und in 2m wie in 7m vorhanden.
3. 3min-Sicherheitsstopp ohne Boje, 20min Deko mit Boje.
4. Oder einfach so tauchen, dass man keinen expliziten Stopp machen muss, sondern ganz normal in 5m Tiefe ein paar Minuten taucht (und sich vorwärtsbewegt). Tauchend die Tiefe halten sollte schon funktionieren. Kurze Schwankungen (insbesondere nach unten, also mal kurz 8m statt 5m) sind auch nicht so schlimm, verlängern bloß die Deko etwas.
24.09.2008 15:07
@vangogh: da hillft nur üben. Auch ohne Boje und ohne visuelle Referenz zum Ufer/Boden sollte ein Freiwasseraufstieg mit Einhaltung der Dekostopps möglich sein. Falls ich das nicht kann, würde ich keine dekopflichtigen Tauchgänge machen (persönliche meinung). Mestens hilft eine Orientierung and den Schwebeteilchen. Falls Du an der Boje dekomprimierts, sollte der Körper sich in einer waagerechten Position befinden um unerschiedliche Druckgradienten Kopf - Fuss zu vermeiden.

Sascha
24.09.2008 22:51
Üb´ erst mal den 6m Stopp ohne Referenz. Denn je tiefer, desto leichter das Tarieren. Dann langsam hoch arbeiten.
25.09.2008 10:27
Ja, danke Leute. Deko-TG´s oder bzw. in der "Deco" bin ich so noch nie gekommen. Bisher immer Safety-Stop und den immer am Ufer, bis halt auf´m letzten TG.
Hier merkte ich das Übung-Erfahrung fehlt. Ich schrieb deshalb auch bei " Euch" den wer regelm mit Deco unsw. taucht, von dem kann man am ehesten lernen, also: Lob und Achtung an " Euch".
Das mit dem üben das werde ich natürlich machen, das ist klar.

Aber noch etwas, den Aufstieg mit der Lunge einleiten, hab ich nicht so gelernt( nur paddeln ).
Atmet ihr ein und wenn der aufstieg beginnt wieder aus ( luft aus jacket ist klar) wenn´s nicht weiter geht wieder tief einatmen??
Wie genau ist die " Reihenfolge"?

LG Vincent
25.09.2008 12:28
Na du Atmest etwas Tiefer ein als normal ( Inspiratoisches Reservevolumen ) wenn du dann ein wenig ( 20 cm ) steigst Atmest du ab und gleich wieder unter dem neuen Druckverhältnis ein ( weil sich die Gase in der Lunge ausdehnen ) ……

Wenn du das 3-5 mal gemacht hast solltest du schon 1 m höher sein, dann breitet sich das Gas im Jacket und Anzug auch schon ein wenig mehr aus so das es einen leichten Auftrieb ergibt.

Dann gehst du in den ( Exspiratorisches Reservevolumen ) um kurz zu halten und gibst dann genau so viel Gas aus deinem Jäcket raus wie du Ausgeatmet hast um Stehen zu bleiben oder etwas weniger um langsam nach oben zu Steigen.

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:Lungenkapazität.svg&filetimestamp=20060207143217

Holger

25.09.2008 14:21
Ich denke daran, dass ich aufsteigen will, und schon steige ich auf.
Ähnlich, wenn ich per Fahrrad eine Rechtskurve fahren will, da überlege ich auch nicht, in welche Richtung ich den Lenker rumreißen muss
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